Klarheit schaffen befreit die Seele, schenkt Freiheit. Egal ob im Job oder zu Hause - alte Angewohnheiten los werden schafft ganz viel Raum für Neues.... in sich selbst. Es bringt uns wieder in Balance. Klarheit schenkt neue Energie, neue Ideen und Kreativität. Dann ist das Leben wieder im Fluss oder wie wir heute so gerne sagen, dann spüren wir wieder den flow.
Auch auf meinem Podcast "Glücklichsein ist eine Entscheidung" gibt es viel kostenfreie Inspiration und spannende Gäste. Meine gratis Filme hier auf youTube erzählen von Entscheidungen die mein Leben schöner gemacht haben. Das Leben ist wundervoll - wenn wir es sehen. Wir können selbst entscheiden, ob wir glücklich sind. Wir wählen selbst, welches Leben wir führen wollen. Wir haben zum Glück so viele Möglichkeiten.
Herzlich willkommen auf meinem Podcast. Glücklich sein ist eine Entscheidung.
Heute geht es um das große Thema, wie Frauen in der Lebensmitte sich selber
wiederfinden können, also Selbstversorge im Alltag. Wow, das war für mich ein ganz
ganz großes Thema. Ich habe ja drei Kinder und war 17 Jahre
aus Frau und Mutter und habe mich dann mit 48 Jahren noch mal das erste Mal
selbstständig gemacht, mit 66 das zweite Mal. Da gehe ich jetzt hier aber in diesem
Podcast nicht so ausführlich darauf ein, auf dieses Selbstständigmachen, das mit
dem Neustart, das mache ich noch mal in einem separaten Podcast, sondern hier, wie
könnte es passieren, dass ich mich so aus den Augen verloren hatte? Was kann ich
tun, wenn jetzt sich Prioritäten verschieben? Also die Kinder werden
größer, die Kinder gehen aus dem Haus, Wechseljahre lauern da, sage ich mal,
wollen auch bewältigt werden. Und wie kann ich da mich wieder selber finden,
ohne Bedauern, sondern mit ganz viel Neugier? Also das soll hier jetzt mal das
Thema sein. Ich habe das nicht gemerkt, dass ich mich aus den Augen verloren
hatte. Alle Bedürfnisse um mich rum waren wichtiger als meine eigenen.
Das war mir selbstverständlich. Also Kinder oder ich weiß auch nicht, wie es
passiert ist. Wenn wir im Urlaub waren, habe ich mich nicht vorher gefragt, was
wäre jetzt ein schöner Urlaubstag für mich? Kann ich da nicht auch mal alleine
irgendwo ins Museum gehen oder so? Das hatte ich nicht auf dem Schirm. Sondern
wenn die Kinder glücklich waren, also der Älteste nicht genervt von der jüngeren
Schwester und die kurzen Beine des Jüngsten noch mithielten und mein Mann
das auch alles ganz toll fand, dann war das für mich ein gelungener Urlaubstag.
Ich hatte mich da nicht auf dem Schirm. Insofern habe ich da auch gar nicht groß
gejammert. Ich dachte, das müsste so sein. Und mir ist erst hinterher aufgefallen,
dass ich, als es dann doch irgendwann mal zu viel wurde, ich Mühe hatte, mich da
wieder rauszubuddeln. Und deswegen also hier jetzt mal ein paar handfeste
Alltagstipps, was ich gemacht habe und was mir vielleicht da auch helfen könnte.
Ich habe, wie so oft in meinem Leben, mit ganz kleinen Sachen angefangen.
Ich habe es Inseln genannt. Ich habe versucht, fünf Minuten Inseln zu finden
oder Themeninseln. Ich habe gelernt, damals irgendwo lagen überall angefangene Bücher
rum. Ich habe eben auch mal nur ein paar Sätze lesen können und dann war wieder
irgendwie was los oder ein paar Seiten. Im Job war es so, dass ich mittags nicht
mit Kollegen essen ging, sondern ich hatte glücklicherweise bei einem Auftraggeber
eine Buchhandlung gegenüber. Da gab es auch eine Leseecke und dann habe ich immer
ein und dasselbe Buch so lange genommen, bis ich es da durchgelesen hatte. Ich habe es mir
nicht gekauft, sondern da mir die Seitenzahl gemerkt und dann da weitergelesen, dass ich
wirklich rauskam aus meinem Gedankenkarussell. Denn wenn ich mit Kollegen unterwegs war,
es gab da keine Kantine, sondern eine Reihe von Restaurants drumherum, dann war immer irgendwie
vom Job die Rede und von Sachen, die nicht gut liefen. Also ich kam da selten erbaut raus,
sondern das zog mich da noch weiter runter. Also zu gucken, was brauchst du für ein Umfeld? Wo
kannst du dir das holen für kleine Einheiten? Vielleicht ist es auch mal eine Freundin,
ist es mal ein Telefonat, vielleicht ist es auch mal etwas, was du gerne machen möchtest,
zum Beispiel einen Segelschein. Hast du vor, dass du guckst, wie du dich darauf schon mal
vorbereiten kannst oder eine Reise machen? Was kannst du da schon planen, dass du dir zehn
Minuten, eine Viertelstunde nimmst am Tag und guckst, was kannst du dafür machen,
was du da irgendwie vorhast? Du spürst, du sorgst für dich selber, du hast dich im Blick,
du machst etwas, was dir gut tut. Es darf aber auch einfach nur mal eine Tasse Tee sein,
wo man Löcher in die Luft guckt und nicht schon gleich wieder die nächste Planung hat,
was kaufe ich da ein, was mache ich da, was brauchen die Kinder da, was das rattert da
in unseren Köpfen rum. Wir sind es so gewohnt, dass wir für andere da sind und haben da vergessen,
uns selber mal Sachen wieder zu suchen, die uns gut tun, die wir gut tun. Ganz ohne Frage ist es
auch die Ernährung. Ich habe das damals nicht geschafft. Ich habe in den Wechseljahren nach
und nach so 16 Kilo ungefähr zugenommen, die habe ich dann erst mit über 60 dann nochmal
abgenommen. Also ich hatte neulich so einen Spruch, wo ich sagte, nee Leute, das hat damit nichts zu
tun. Ja, man muss sich darüber nur doll genug ärgern und dann kann man das ändern. Ich habe
mich maßlos geärgert über mein Übergewicht und konnte es nicht abnehmen. Also ich glaube,
da gehört immer noch ein bisschen mehr dazu. Da gibt es eine Menge guter Sprüche und da darf
man auch mal gnädig mit sich sein und sagen, nee, das geht im Moment nicht, das schaffe ich im
Moment nicht. Aber schau mal, was du schaffst, was du machen kannst, wo da etwas ist. Ich war
ja zuckersüchtig und da hat mir Cashewmus mit Rohkakao sehr geholfen als Basis, was ich dann
noch so verfeinert habe mit was weiß ich, Mandeln und wie auch immer. Und geknatscht
aber Banane oder Avocado rein oder mit Hafermilch dann irgendwie ein Mixgetränk machen. Also da
kann man schon eine Menge machen und das habe ich aber auch schon öfter jetzt mal erwähnt. Also
lasst es uns hier einfach mal Ernährung nennen. Es muss ja mindestens so lecker sein wie das,
was uns nicht so gut tut. Aber da gibt es heute so, so viele tolle Rezepte und Sachen,
die schnell gehen. Also ich bin so begeistert und bin da auch immer sehr dankbar fürs Internet,
was ja solche Sachen wirklich da so kostenfrei anbietet. Früher hat man sich dafür die Bücher
gekauft oder ist in die Bücherhalle gegangen und so. Da gibt es also heute ganz, ganz viel. Also
was tut dir da gut ernährungsmäßig? Dann ja, ich weiß, es wird auch immer wieder genannt. Ich
hörte das auch neulich nochmal wieder von einem Schlafforscher, von einem Arzt. Das regelmäßige
Schlafen. Also ich darf das eigentlich gar nicht in den Mund nehmen, weil ich in deren Augen ein
Schlafkaot bin. Aber auf meine Art kriege ich auch genug Schlaf. Also ich gehe relativ früh
ins Bett. Moment, sowieso, ich bin abends sehr müde und lese dann, aber bin mitten in der Nacht
wach und finde das toll. Das war damals die einzige Zeit für mich alleine, als die Kinder noch klein
waren. Da störte mich keiner, konnte ich ungestört lesen. Deswegen glaube ich, habe ich das so
schätzen gelernt. Ich stehe dann auch auf, mache mir nochmal einen Tee und sowas. Also ich weiß,
meine Zeit im Bett, das ist so ein Kraftort für mich, sehr, sehr zu schätzen. Aber okay,
das ist nicht jeder Sache. Da bin ich ein bisschen speziell. Aber ich möchte das trotzdem nicht so
heimlich und so tun, als ob ich hier der tolle Durchschlafmensch bin. Bin ich überhaupt nicht.
Aber ich bin ausgeschlafen morgens und sage mir, was kostet die Welt. Also insofern glaube ich,
ist das für mich trotzdem nicht falsch. Bewegung muss ich ja so machen, dass sie nicht wie Sport
aussieht. Das ist auch etwas, was einem hilft für Stabilität. Manche gehen ja joggen und freuen sich
darauf. Darum beneide ich die regelrecht, dass sie da morgens gleich in die Turnschuhe springen
und dann schon einmal losjoggen. Super, ich beneide auch solche Menschen, die eine Sportart
oder mehrere sogar haben oder Sport an sich zu machen, für die ein Lebenselixier ist. Ich mache
das tatsächlich, weil ich weiß, dass es mir guttut. Aber nicht, weil ich da eine Sehnsucht habe. Es
kann ja noch kommen. Wer weiß. Jetzt ist es noch nicht der Fall. Also ganz ohne Frage stabilisiert
das auch in der Lebensmitte, sich wieder auszurichten und zu gucken, wo geht die Reise hin,
wer bin ich. Also ich sehe es als eine ganz positive Sache an. Generell, die unterschiedlichen
Phasen des Lebens habe ich gelernt, liebevoll anzunehmen. Ich denke, jede Phase hat seine
Herausforderung. Also ich bin auch der Meinung, wir tun auch oft so Kindheit und Pubertät so mit
der linken Hand ab. Aber diese Findungsphase, auch bei so kleinen Mäusen hier, ich habe vier
Enkelkinder, auch der Vierjährige, sich durchsetzen, nein sagen lernen und trotzdem so ein
großes Kuschelbedürfnis haben. Und was man da auch alles lernt. Meine Güte, noch eines. Also
ich finde, wir dürfen vor jeder Lebensphase Hochachtung haben. Die fordert uns immer heraus,
in meinen Augen. Ganz egal, in welchem Alter, ob dann nachher die Kinder klein sind oder
Berufsfindungsphase, finde ich auch noch mal schwierig, finde ich den richtigen Partner
noch mal wieder schwierig. Dann war es das jetzt so mit 40, wo man so denkt, naja, also kommt da
jetzt noch was Sensationelles Neues und so. Und ich glaube, das liegt auch tatsächlich ein bisschen
in unserer Hand. Ob wir da diese Bereitschaft mitbringen, auch zum Beispiel eine Ehe. Ich finde,
eine Ehe hat durch Kinder ganz andere Stressmomente, als wenn da jetzt ein Singlepärchen alleine sich
um ihre Beziehung kümmert. Und da dann, wenn die Kinder jetzt mal selbstständiger werden,
vielleicht auch noch im Hause sind, sich mit seinem Partner hinzusetzen und zu sagen, so wollen wir
mal gucken, wie wir Beziehung jetzt noch mal wieder neu und anders leben können. Was ist denn
noch möglich bei uns? Weil man läuft da auch so in eingefahrene Bahnen nachher und meint,
man müsste sich damit zufrieden geben. Aber ich glaube, wenn beide das wollen, wenn beide sagen,
oh ja, ich hätte auch noch mal Lust auf mehr in unserer Beziehung, mehr Gemeinsamkeit, mehr
verstanden werden, mehr ausprobieren und vielleicht latscht man immer gemeinsam irgendwo zum Sport
und hängt da hinterher noch ab. Und das ist aber eigentlich doch ganz viel geläster. Da oder so ist
es wirklich das, was uns jetzt hier Spaß macht und weiterbringt. Oder wollen wir noch mal was
Neues ausprobieren, eine neue Sportart oder meinetwegen auch gemeinsam Bücher lesen,
darüber diskutieren, sich neu wieder kennenlernen. Ich glaube, wir haben gelernt, den anderen auch
manchmal mit unseren Sorgen nicht zu belasten. Ich glaube, das geht den Männern so, wenn sie
berufliche Probleme sehen, dass sie damit gar nicht so sehr nach außen gehen. Ich weiß nicht,
das kann ich nicht so gut benennen, ob die mit ihren Freunden da wirklich offen drüber sprechen.
Bei den Männerfreundschaften, ich würde es wirklich sehr wünschen, glaube ich, jüngere
Männer ja, aber die Männer über 50, glaube ich, tun sich schwer über ihre Sorgen zu sprechen. Aber
wie dem auch sei, ich habe sowieso in meiner Community einen ganz großen Frauenüberschuss,
also bleibe ich bei dem, was mir vertraut ist. Mit wem können wir denn mal darüber reden,
wenn wir uns selber mal klar geworden sind, was will ich. Ich habe jetzt einen ganz großen Teil
Lebensaufgabe erfüllt. Die Kinder sind da schon jetzt auf einer tollen Bahn,
vielleicht noch nicht so ganz abgenabelt, stehen noch nicht so auf ganz eigenen Beinen,
wie auch immer. Da ist jetzt mal Luft, die brauchen uns nicht mehr so eng. Da ist ja auch
die Gefahr bei Frauen, dieser Abschiedsschmerz, weil manchmal ist es ja auch eine ganz tolle
Vertrautheit zu den Kindern und die waren uns manchmal mehr Gesprächspartner vielleicht,
als unser Ehemann und hatten mehr Verständnis da für uns. Und wenn die jetzt ausziehen,
ist das für manche Frauen auch gar nicht so leicht. Aber mir hat es sehr geholfen,
ich habe da bei keinem meiner drei Kinder gelitten, weil ich mich ja auch immer so mitgefreut habe
auf das Neue bei denen. Das fing ja schon an, die Studentenbude mit einrichten und die erste
kleine Wohnung, die dann da war und so etwas. Also mich da mitzufreuen ist sicherlich auch
parallel neben dem Abschiedsschmerz möglich. Aber zu gucken, wofür ist jetzt Raum da für Neues.
Ich gebe unumrunden zu, es gibt kein Thema in meinem Leben, wo ich so viel Herzblut reingesteckt
habe wie bei meinen Kindern. Das kann auch kein Hobby schaffen, das kann auch kein Ferrari schaffen
oder irgendwie was. Also wo ich so engagiert war. Man macht ja etwas für Kinder, was mir hätte
keiner sonst abverlangen können. Da bleibt man nur bei dem nächtlichen Aufstehen oder was weiß ich,
wo man sich immer zurückgenommen hat, um für die Kinder da zu sein. Das macht man ja für nichts
anderes so. Also ich gehe nicht davon aus, dass man ein Hobby hat, was diesen Stellenwert hat.
Aber die Kinder sind ja nicht aus der Welt, die sind ja immer noch da. Ich bleibe ja sozusagen
in meiner Mutterrolle, wenn auch nicht mehr mit so lebensnotwendigen Anweisungen oder Hilfestellungen
oder was weiß ich, was da am Anfang ja gebraucht wurde. Sondern in einer anderen Form. Und da zu
gucken, was wollte ich denn immer mal machen? Wo war nie Zeit für etwas? Ach ja, das würde ich auch
gerne nochmal machen, dass man sich an diese Sachen erinnert und guckt, was da alles möglich ist.
Das finde ich auch ganz, ganz schön und wichtig. Und da glaube ich, kann ganz, ganz viel Neues
entstehen. Aber auch nochmal beruflich sich neu zu orientieren, das möchte ich nochmal, wie gerade
schon angekündigt, nochmal im Extra-Podcast auseinandernehmen. Was bei mir in dem Alter dazu
kam, dass ich endlich, endlich begriff, welchen Schein Schönheitsidealen ich hinterhergerannt war.
Also mein Körper sollte dem von Marilyn Monroe entsprechen. Danach kam Twiggy, das Waschbrett oder
Bügelbrett und so. Also ein sehr androgyner Typ. Und dann kamen die sportlichen Frauen, wie auch
immer. Natürlich konnte mein Körper das nicht. Dann gab es die Übergangsphase, wo ich so dachte,
nee, also ich mache diesen bescheuerten Modeschönheitswahn nicht mehr mit. Das kann ja auch
gar nicht wahr sein, kann ja auch gar nicht funktionieren. Aber da gab es schon noch einige
Zeit so ein, wie soll ich sagen, so eine gewisse Traurigkeit in mir. Naja, aber schön ist das ja
schon. Also ich habe wirklich so alles, diese breite Schulterpolster und schmale Schultern
haben. Also was auch immer. Heute ist mir das schleierhaft, wie es sein konnte, dass ich das
nicht früher gemerkt habe, dass das so albern ist. Ich habe noch nie so versöhnt mit meinem Körper gelebt,
wie heute. Nicht nach dem Motto Hauptsache gesund, sondern wirklich, das ist toll, fein, funktioniert
und er trägt mich hier durchs Leben. Also das ist so ein Kumpel, das ist so ein Freund. Ich höre auch auf
ihn, wenn der also irgendwo klemmt und quietscht. Und wenn es so Halsschmerzen sind, dann springe ich sofort
ins Bett und sage, okay, der will mir jetzt was sagen, wovon habe ich die Nase voll oder so etwas. Also ich sehe
schon meinen Körper als meinen Freund an und der hat Mitspracherecht. Und das ist schon mal ganz, ganz wichtig.
Und schau du mal, wo du da für dich neue Sachen entdecken kannst. Also ich habe ja jetzt aber mit 76, also
nicht in der Mitte. Jetzt fange ich gerade an, habe Saxophonunterricht und das finde ich also
unglaublich cool. Das sind dieselben Griffe, wie Blockblüte übrigens. Wer als Kind mal Blockblüte gespielt hat, der weiß schon mal
diese Griffe und dann gibt es noch so ein bisschen Rumrum und so. Aber man fängt nicht bei Null an. Das ist also schon mal sehr, sehr schön.
Das eigene Anderssein wertzuschätzen und zu gucken, worunter habe ich mein Leben lang gelitten. Das ist tatsächlich oftmals ein
Einfallstor, wo wir gedacht haben, oh, da bin ich anders und nee und das ist so doof und so. Vielleicht ist das sogar deine Stärke.
Also bei mir ist es ja diese Energie und dieses, ja, ich war immer ein bisschen zu viel, wie es ja auch mit einigen Frauen da geht draußen.
Heute ist das mein Prädikat. Also, dass ich das noch mal erleben darf, ist einfach unglaublich. Aber schau du da auch mal hin.
Was ist das, wo du glaubst, also wenn das nicht wäre, wäre dein Leben leichter. Und schau doch mal, ob das vielleicht deine Stärke ist,
deine Besonderheit, dein Anderssein. Denn wir sind alle anders. Es gibt doch nicht wirklich noch mal so einen Menschen wie dich auf der ganzen Welt.
Nicht nur, dass er nicht so aussieht wie du, sondern dass er auch nicht, was weiß ich, so liebt wie du, so empfindsam ist wie du.
Also diese Kombination, also man denkt ja, es gibt nicht mehr zu unterscheiden, aber wir wissen sehr wohl, dass es das so nicht noch mal gibt.
Und das zu feiern und das zu leben und zu erkennen, jeder ist anders. Jeder ist anders. Ja, wir lernen als Kinder nur, indem wir so abgucken und gucken,
was macht der andere, ganz ohne Frage. Aber wir müssten auch ein Ritual einführen, wo wir einfach mal lernen, was weiß ich, mit zwölf, mit vierzehn, wie auch immer,
wo es heißt, so jetzt schau mal, ob es dir überhaupt entspricht. Das und das wäre jetzt ein guter Rat, aber schau mal, ob das deins ist.
Mach es nicht, weil irgendwie das gerade in ist. Mach es nicht, weil du das Gefühl hast, wir Eltern wechseln das so.
Mach es nicht, weil das gerade Trend ist und so, sondern mach es, weil du es möchtest, weil es dir entspricht, weil es deins ist.
Also da auch noch mal viel enger hinzugucken, dann, also ich stelle mich hin und sage, Frauen und Männer unterscheiden sich auch durch ihr Wesen, durch viele Eigenschaften.
Ich finde es ja so unglaublich schlimm, dass wir immer noch nicht eine Gleichbehandlung und Gleichbezahlung von gleicher Arbeit in der Wirtschaft haben, das kann ich ja kaum aushalten.
Und jetzt ist es ja erwiesen, dass die Wirtschaft der Zukunft die Frauen ganz besonders braucht, weil nämlich das Arbeitsklima im Mittelpunkt jetzt steht.
Die Leute kündigen, die Leute machen Dienst nach Vorschrift, haben innerlich gekündigt und so etwas, weil sie sich unruhig fühlen und jetzt geht es darum, wie gehen wir miteinander um.
Und das bedeutet Empathie, fühlen, wie es dem anderen geht und dann auch handeln, also nicht nur mit Gefühl beobachten und gucken, sondern auch handeln können.
Und das ist eindeutig ein Fountain.
Und dafür werden die Frauen auch enorm gebraucht.
Und dieses Frau sein, da ist man glaube ich geneigt, das etwas kurz zu sehen und denken, ja ja, neun Monate Schwangerschaft und so, das gehört ja bei den Frauen auch dazu.
Ne, 40 Jahre.
40 Jahre von der Pubertät bis zu den Wechseljahren.
Also da, glaube ich, darf unsere Gesellschaft generell nochmal eine Menge dazulernen und sich dessen mal bewusst zu sein, was alles dazugehört.
Was gehört noch zu dieser Lebensmitte und Kinder aus dem Haus und sich selber wiederfinden dazu?
Ich glaube schon, dass für viele, viele Meditationen ein ganz wunderbarer Anker ist, zurückzukommen, in sich hineinzuschauen und auch Ja zu sagen zu schwierigen Zeiten.
Und da mal zu gucken, wie und wo habe ich überhaupt Raum und Zeit, mich damit noch zu befassen, mir das mal anzugucken. Ich habe das früher alles unter den Teppich gekehrt.
Ja, ja, das habe ich alles im Griff und habe immer so diesen fröhlichen Landmann gemacht, auch wenn mir was um die Ohren geflogen ist. Jetzt könnte man sagen, die Kinder sollten das nicht so mitkriegen, aber das war auch einfach mein Weg.
Und zwar nicht als etwas, ich wünschte, das wäre nie in meinem Leben passiert, sondern das hat mich zu der Person gemacht, die ich heute bin.
Aber wer möchtest du sein? Möchtest du der Abenteuerlustige sein? Möchtest du der Bewahrer sein? Also man muss nicht immer nach draußen gehen.
Also es werden auch Menschen absolut gebraucht, die das, die die alten Schätze bewahren und da die Kostbarkeit sehen und schützen und sammeln und so etwas.
Vielleicht möchtest du sowas einführen, so ein bisschen wie in alten Zeiten, wo man zusammen dann da, was weiß ich, Wolle gesponnen hat oder sowas, das könnte man zusammen machen.
Die waren so begehrt, also man brachte dann die Wolle zu ihr und sie freute sich, wenn sie da stricken konnte und diese Socken hatten den Namen von der Frau hier bei uns, die waren also ganz, ganz begehrt.
Ich weiß auch, dass manche Frauen, die in den Wechseljahren sind, auch, sie nennen das so, dass sie sich nicht mehr so als Frau fühlen, das konnte ich nie so nachvollziehen, weil ich eigentlich auch so war, dass das alles so mal Vergangenheit war.
Also ich wünsche dir ganz viel Entdeckerfreude, ganz viel ausprobieren, du hast nichts zu verlieren, ist das nicht toll?
Also meine Messlatte liegt ja immer da, ich möchte mir später, am Ende meiner Tage nicht sagen müssen, hättest du es doch mal ausprobiert.
Und insofern probiere ich alles mögliche aus und habe schon oft festgestellt, oh nee, das ist nichts für mich, habe ich mir anders vorgestellt oder so.
Und das können wir ja sowas von locker und leicht machen, ich denke, wenn man 20 ist und so viel ausprobiert, dann würde man hier in Hamburg sagen, hoffentlich kommt der noch endlich mal zu Potte.
Aber später im Reifen und Alter, da darf man alles mögliche ausprobieren in meinen Augen und gucken, ob einem das entspricht.
Wichtig ist zu erkennen, es kommt keiner vorbei, der das für dich macht, aber du bist die ideale Person dafür, dein Leben zu gestalten.
Ganz, ganz viel Spaß dabei, tschüss.