#http://www.greta-silver.de/, Als körperliche Hygiene Allgemeingut wurde, lebte die Menschheit später 40 länger. So eine Revolution sagt man auch voraus, wenn seelische Hygiene von jedermann angewandt wird. Was können wir selber tun, bei uns selbst und bei anderen?
Klarheit schaffen befreit die Seele, schenkt Freiheit. Egal ob im Job oder zu Hause - alte Angewohnheiten los werden schafft ganz viel Raum für Neues.... in sich selbst. Es bringt uns wieder in Balance. Klarheit schenkt neue Energie, neue Ideen und Kreativität. Dann ist das Leben wieder im Fluss oder wie wir heute so gerne sagen, dann spüren wir wieder den flow.
Auch auf meinem Podcast "Glücklichsein ist eine Entscheidung" gibt es viel kostenfreie Inspiration und spannende Gäste. Meine gratis Filme hier auf youTube erzählen von Entscheidungen die mein Leben schöner gemacht haben. Das Leben ist wundervoll - wenn wir es sehen. Wir können selbst entscheiden, ob wir glücklich sind. Wir wählen selbst, welches Leben wir führen wollen. Wir haben zum Glück so viele Möglichkeiten.
Herzlich willkommen auf meinem Kanal. Mein Name ist Greta Silber und lass uns mal
eine Revolution lostreten. Es gibt die körperliche Hygiene, die
kennen wir alle, und es gibt neu eine seelische Hygiene. Als körperliche Hygiene
damals allgemein gut wurde, lebten die Leute danach 40 Jahre länger oder so
ähnlich. Und das sagt man auch nach, wenn seelische Hygiene jetzt allgemein gut
wird, dann würde sich unsere Gesellschaft auch noch mal wieder enorm weiterentwickeln.
Und dafür sind wir alle gebraucht. Und wir stehen da jetzt gerade an dieser
wunderbaren Schwelle, dass man begreifen hat, lass uns ruhig in
Vergangenheitsform reden, dass auch die Wirtschaft weiß, es kommt aufs
Arbeitsklima an, es kommt darauf an, wie geht es meinen Mitarbeitern. Man kann
wieder über Gefühle reden und die spielen eine Rolle.
Also lass uns da selber mit Hand anlegen. Wo können wir das? Wo können wir selber
für seelische Hygiene sorgen? Fangen wir mal bei uns selber an. Was können wir da
machen, überhaupt mal unsere Gefühle wahrnehmen?
Ich habe Copyright da drauf gehabt, also meine Gefühle eigentlich gar nicht so
richtig wahrzunehmen, sondern sie unter den Teppich zu kehren und zu sagen, ist schon
alles gut, ich habe das alles im Griff und so weiter. So bin ich Jahrzehnte
rumgelaufen. Das heißt, mir selber auch Schwächen einzugestehen, Schmerzen
einzugestehen, war mir nicht selbstverständlich. Also da sind wir alle,
glaube ich, anders groß geworden. Aber guck mal dahin, nimm einfach mal erst mal
dich selber wahr. Sich Pausen gönnen, dieses alles. Das ist Egoismus und hier
der Rubel muss rollen und so weiter. Wir kennen alle unsere Ausreden.
Was kannst du tun, um bei seelischer Hygiene erst einmal den Fokus auf dich
selber zu richten und da auch mal Rücksicht zu nehmen?
Gnädig mit sich selber sein ist zum Beispiel auch so etwas. Ja, hört sich ein
bisschen komisch an, Selbstgespräche zu führen, aber da mal rein zu horchen.
Wir kriegen ja oft eine Antwort von da drinnen, die uns sagt, hey, du hast ein
Vogel. Achte mal ein bisschen mehr auf dich selber, dann muss auch nicht der
Körper uns dann diese Signale geben. Was kannst du selber für seelische Hygiene
tun, wenn es um dich geht? Da mal hinzuschauen, Gefühle anzuerkennen,
Grenzen zu setzen und zu sagen, oh, das ist jetzt für mich schwierig, damit
umzugehen oder so etwas. So, was kann man dann für seelische Hygiene bei anderen
tun? Sicherlich erst mal die Kommunikation zu fördern. Zum Beispiel,
reden wir mal von Einsamkeit oder so. Das sind ja alles Tabuthemen, die
wir jetzt mal so schön ans Tageslicht holen können, indem wir selber darüber
reden. Man stellt sich nur mal vor, ein Chef gesteht Schwäche ein. Ein Chef sagt,
dass es zu Hause gerade bei ihm sehr belastend ist. Ob die Ehe wackelt,
das muss er ja gar nicht erklären oder so. Oder die Eltern jetzt gerade in eine
schwierige Phase kommen oder ein Kind richtig schwer krank ist oder was auch
immer. Das Leben hat genug Möglichkeiten, uns da immer wieder zu zeigen, da sind
Herausforderungen. Es ist eigentlich selbstverständlich. Und trotzdem haben
wir es zum Tabuthema erklärt. Ich hörte neulich mal bei einem Arzt, einem
Psychologen, der sagt, wenn er seine Visitenkarte weitergibt, dann erntet er
manchmal ein enttäuschtes Gesicht, die sagt, ach, ich dachte, sie sei ein
richtiger Arzt. Wir haben nicht verinnerlicht, dass es dafür Fachleute
gibt, die genauso helfen. Also wir haben für jedes Organ, sage ich mal,
Spezialisten für die Haut, genauso wie für Zähne, also da kennen wir
alle bei körperlichen Gebrechen, kennen wir alle Fachärzte, Lunge, wie war es auch immer.
Aber wenn es um die Psyche geht, wenn es um unser seelisches Befinden geht, da
haben wir noch ein bisschen Nachholbedarf, sagen wir mal so. Also Kommunikation
fördern, hinhören, sich Zeit nehmen und dann muss ich mal zu mir selber sprechen,
nicht gleich mit dämlichen Ratschlägen rauskommen. Das ist ja so, man möchte
helfen, man möchte helfen. Erst mal zuhören und da sein und so etwas. Also
das können wir auch für seelische Hygiene tun.
Ich denke, das ganze Thema mal aus der Tabuzone rauszuholen, das heißt, seelische
Hygiene zu einem normalen Sprachgebrauch machen. Nicht unter vorgehaltener Hand,
nicht unter, hoffentlich hören das nicht so viele, wir müssen hier drinnen anfangen,
dass es uns nicht mehr peinlich ist, dass das etwas ist wie ein gebrochenes
Bein oder so etwas. Also da kommt ja der Kollege auch sofort und holt da einen
Kaffee mit aus der Kantine, weil das gerade nicht so gut geht oder so etwas.
Das ist bei körperlichen Sachen uns doch schon so selbstverständlich und bei seelischen
Problemen des Kollegen oder des Nachbarn oder wie oder so, dann sind wir plötzlich
so zögerlich. Ich weiß nicht, ob euch das auch so geht, aber im Hinterkopf läuft dann
bei mir manchmal, naja, ich möchte auch nichts Falsches sagen, ich möchte den auch
nicht wehtun und so etwas. Wir haben da unsere Entschuldigung. Quatschkram, also
wirklich Quatschkram ist aus der Tabuzone rauszuholen. Man kann auch sagen, ich weiß
jetzt nicht, ob das das Richtige ist. Ich möchte da gerne eine nette Geste machen
oder so. Wenn das Falsche ist, dann tut mir das wahnsinnig leid oder so. Das kann man
ja auch sprechen. Was kann man tun? Wie kann man das unterstützen, dass jetzt die
Revolution mal ein bisschen schneller ins Rollen kommt? Denn da draußen, was weiß
ich, von Burnout angefangen, haben wir ja also, glaube ich, mittlerweile begriffen,
dass es da eine große Vielfalt gibt von seelischen Problemen. Da können wir was
tun. Sicherlich gehört auch Digital Detox dazu, uns mal etwas zur Ruhe kommen zu
lassen. Das ist auch ein großes, großes Argument.
Vielleicht kann man für seelische Hygiene auch mal gucken, wo findet man
den Gleichgesinnten? Also nicht, um in einen Jammertal zu fallen, sondern um zu
gucken, was hat dir geholfen? Du hattest doch da auch mal irgendwie ein Kind mit
schwerer Krankheit. Und wie ist es dir da ergangen? Und was hat das Unternehmen
vielleicht da Hilfreiches gemacht? Was haben Nachbarn Hilfreiches gemacht oder
so? Dass man da einfach mal normal darüber sprechen kann. Was hast du
damals gemacht, als du dir das Bein gebrochen hast? Wie hast du das mit dem
Autofahren gemacht oder so? Also diese ganz normalen Sachen ins Leben holen,
das kann uns auch schon mal wieder enorm helfen. Und eins ist klar, wir dürfen bei
unseren Kindern auch anfangen. Also ich weiß, im Kindergarten gab es damals
schon richtig tolle Kurse für Erste Hilfe. Was macht man, wenn da irgendwie
sowas ist? Und so, das war richtig toll für meine Kinder, da was aufgereicht wird.
Und sowas auch mal für seelische Hygiene machen. Aber nicht warten, bis
irgendwelche Bildungseinrichtungen damit anfangen, mit Schulen oder so, sondern
mit den Kindern reden und auch sagen, dass wir selber das auch haben, diese
Traurigkeiten. Und da manchmal auch verzagt sind oder so. Ich glaube, das
würde unseren Kindern auch helfen. Vorbild sein bei dem großen Thema
seelische Hygiene. Da können wir eine Menge machen.
Ich bin unglaublich froh, dass wir jetzt in einer Zeit leben, wo das Thema
seelische Hygiene einen ganz anderen Stellenwert hat. Da ist schon viel
passiert. Also das war früher noch schlimmer, dass man darüber nicht reden
durfte. Das ist ja heute vielleicht auch durch den Burnout, weil der ja mit
Überarbeitung zu tun hat. Und sonst hieß das immer, so der andere ist selber
schuld, ist unfähig, seine Probleme zu lösen oder so etwas. Das war also, das war
wirklich noch viel schlimmer. Aber jetzt noch mal die Kugel etwas schneller
rollen zu lassen und zu gucken, was kann man selber dazu tun, dass dieses Thema
allgemein gut wird und wir in unserer Gesellschaft damit auch wieder eine ganz
neue Revolution lostreten. Ganz viel Spaß dabei. Tschüss!