Klarheit schaffen befreit die Seele, schenkt Freiheit. Egal ob im Job oder zu Hause - alte Angewohnheiten los werden schafft ganz viel Raum für Neues.... in sich selbst. Es bringt uns wieder in Balance. Klarheit schenkt neue Energie, neue Ideen und Kreativität. Dann ist das Leben wieder im Fluss oder wie wir heute so gerne sagen, dann spüren wir wieder den flow.
Auch auf meinem Podcast "Glücklichsein ist eine Entscheidung" gibt es viel kostenfreie Inspiration und spannende Gäste. Meine gratis Filme hier auf youTube erzählen von Entscheidungen die mein Leben schöner gemacht haben. Das Leben ist wundervoll - wenn wir es sehen. Wir können selbst entscheiden, ob wir glücklich sind. Wir wählen selbst, welches Leben wir führen wollen. Wir haben zum Glück so viele Möglichkeiten.
Herzlich willkommen auf meinem Kanal.
Glücklich sein ist eine Entscheidung.
Mein Name ist Greta Silver und wir schauen mal, wo bekommen wir Lebensfreude im Alltag her?
Ich unterscheide dann nämlich.
Zwischen dem Party Glück oder dem Glück und die Freude, die man hat bei einem Anlass,
bei bei etwas, was jetzt gerade so toll ist, ein Fest oder man trifft jemand
oder man hat die Millionen im Lotto gewonnen oder oder so etwas.
Und das meine ich hier jetzt nicht, denn da haben wir, glaube ich, auch gelernt,
dass wir ja, dass das neue Auto vor der Tür, dass die der tolle Job,
den wir immer haben wollten, uns nicht dauerhaft glücklich macht.
Ich glaube, dass wir fast alle, auch mein Mann und ich sind da rein gerutscht in diese Falle,
dass wir dachten, ja, wenn wir das haben und das haben, dann sind wir dauerhaft glücklich.
Aber das gibt es leider so nicht.
Und deswegen gucken wir jetzt hier mal nach den vielen kleinen Sachen im Alltag,
die uns glücklich machen.
Vielleicht schaust du auch überhaupt mal, was bedeutet für dich Lebensfreude?
Das mag ja auch für jeden anders sein.
Es ist sicherlich von der Wortdefinition jetzt ein bisschen schwierig.
Manche sagen, mir reicht auch Zufriedenheit.
Wo fängt das eine an, wo hält das andere auf, ist vielleicht ein bisschen schwierig.
Aber ich glaube, wir wissen so die Richtung, was wir haben wollen.
Dieses Glücksgefühl, Leichtigkeit im Leben, morgens aufstehen, sich auf den Tag freuen.
Also solche Sachen, glaube ich, bringen uns langfristig weiter.
Bei mir, und das ist vielleicht auch bei jedem anders, spielt Ernährung da durchaus eine Rolle.
Wenn ich, sage ich mal, voll bin mit Spaghetti aus Weißmehl, Käse-Sahne-Sauce und so etwas,
dann liege ich energielos auf dem Sofa und bin kurz vorm Einschlafen,
wenn ich nicht so ganz schon eingeschlafen bin.
In der Situation kann ich maximal das Essen genießen, aber das danach zieht mich sehr, sehr runter.
Da kann ich nicht parallel so ein leichtes Glücklichkeitsgefühl empfinden.
Aber das muss ja auch nicht bei jedem gleich sein.
Also ich sehe schon zu, dass ich, von Ausnahmen abgesehen, ich liebe Ausnahmen,
also in jeder Beziehung, dass das nicht so starr ist oder so,
bin ich schon darauf bedacht, für mich eine Ernährung zu haben,
wo ich alle Energie zur Verfügung habe.
Ja, ich weiß, dass Schlaf auch dazu gehört, dazu sollte ich mich lieber nicht äußern.
Ich bin so ein Schlaf-Chaot, bin nachts gerne wach, lese dann viel und so.
Also das soll nicht der Maßstab sein, aber gesunder Schlaf und viel Schlaf und so
würde auch unser Glücklichsein beeinträchtigen.
Und dann ist es tatsächlich so, wenn ich merke, boah, ich habe jetzt gerade irgendwie
keine gute Laune oder irgendwas belastet mich oder so,
dann den Platz aufzuräumen, wo ich mich am meisten aufhalte, das ist bei mir der Schreibtisch.
Es macht was mit einem.
Wir wissen das auch selber, wenn wir unseren Kleiderschrank entrümpeln
oder eine Kommode aufräumen, räumt das sozusagen auch irgendwie unsere Seele auf.
Also das ist uns allen, glaube ich, schon mal bewusst geworden.
Und an welchem Ort hältst du dich am meisten auf?
Also wenn ich meinen Schreibtisch aufklare und vielleicht auch noch Teile da vom Fußboden,
da stapeln sich immer Bücher bei mir und wenn ich das alles mal wieder richtig durchsortiere,
abhefte und so fühle ich mich besser.
Es steigert tatsächlich mein Glücksgefühl.
Aber das kann auch genauso gut die Ablagefläche in der Küche sein oder wo du viel bist.
Klarheit im Außen entrümpelt die Seele, also da ist was dran.
Also das sind auch so kleine Tipps am Rande.
Ich weiß, dass viele Sport als glücklichen Macher empfinden.
Leider gehöre ich noch nicht dazu. Es kann ja noch kommen.
Ich muss ja Bewegung so machen, dass sie nicht wie Sport aussieht.
Aber viele sagen, wenn ich joggen gehe, dann bin ich klar hinterher und das macht mich glücklich und froh
und dann einmal unter die Dusche und der Tag kann anfangen.
Also schau mal, ob das dazu gehört.
Bei meiner Schwester war es Gartenarbeit.
Die konnte so abtauchen und sagte, wenn ich meine Hände in der Erde habe, dann kriege ich Energie.
Da habe ich dann nur gesagt, leider kriege ich im Garten Energie nur, wenn ich auf der Liege auf der Trasse bin.
Und ich habe das also nicht mitbekommen.
Aber vielleicht gibt es auch die Glücksgefühle mit dem Haustier.
Also wenn man da morgens begrüßt wird oder da dann eine Runde dreht mit dem Haustier.
Schau einmal diese kleinen Punkte an, die dich glücklich machen.
Welche Hobbys sind das vielleicht?
Oder auch so Rituale?
Also ich hatte früher immer gesagt, okay, eine Stunde vorm Termin aufstehen reicht bei mir.
Wahlzimmer dann anziehen und so.
Jetzt mache ich aber auch meine kleinen Sportübungen gerne vorher.
Das heißt, ich habe mir dann gesagt, vor deinem ersten Termin brauchst du zwei Stunden.
Das heißt manchmal schon wirklich früh aufstehen bei mir und ich gehe da auch nicht von ab.
Das bedeutet durchaus auch manchmal im Bademantel erst mal auf die Trasse gehen und einen Teetopf in der Hand.
Und da draußen ein paar mal schön Luft holen und sich freuen.
Also diese kleinen Rituale, was bedeutet das morgens für dich?
Vielleicht die Tasse Kaffee oder was ist es da?
Was sind die kleinen Glücksgefühle?
Wo kannst du sie dir holen, wo du spürst, das wird ein guter Tag?
Da kann ich selber jetzt gestärkt loslegen.
Ich wache ja auch gerne so auf, beziehungsweise wenn ich aufwache, ist es so schnell dann mein Gedanke.
Dieser Tag wird sein wie ein Kindergeburtstag.
Ich weiß, es wird was Tolles passieren.
Ich weiß aber noch nicht was.
Damit meine Gehirnzellen da oben alle auf Empfang gehen und mir alles Schöne zeigen, was da ist.
Das hat ja die Hirnforschung mittlerweile erwiesen und gemessen oder ich weiß nicht was alles.
Das Gehirn wird alles tun, damit du Recht behältst.
Und alles andere zeigt es uns nicht.
Wenn wir also denken, dieses oder jenes wird fürchterlich, der Tag wird fürchterlich,
dann kriege ich auch alles nur so Bilder gezeigt, die das bestätigen.
Ich habe das auch schon an anderer Stelle gesagt, wir kennen das Phänomen,
wenn wir uns für eine Automarke entscheiden, für eine Hunderasse oder wer von euch schon mal schwanger war.
Weiß das auch, plötzlich sieht er diese Automarke, die Hunderasse geht schon häufiger
und plötzlich sieht man auch alle Kugelbäuche und Kinderwagen auf der Straße.
Und das Phänomen ist ja, die waren alle vorher auch schon da, wir haben sie nicht gesehen.
Unser Gehirn blendet das aus.
Deswegen also mit diesem Kindergeburtstag Gedanken in den Tag zu starten,
damit da oben alles dir gezeigt wird, alle Chancen sichtbar sind
und nicht womöglich die Bilder, die zu einem negativen Denken gehören.
Da können wir also auch ganz viel dran machen.
Wir wissen von der großen Harvard-Studie, dass Beziehungen etwas ist, was uns glücklich macht.
Wie geben wir ihr den Stellenwert?
Wie können wir selber etwas kreieren, wo wir Beziehungen pflegen?
Ich weiß nicht, wie es dir geht.
Es gibt den Typ, der abwartet, bis er eingeladen wird und es gibt den Typ, der selber etwas organisiert.
Schau mal, wer du bist.
Man mag sich ja auch nicht so gerne in eine Abfuhr einkassieren.
Und da mag es sinnvoll sein, erst mal anzufangen und zu sagen,
oh Mensch, haben die schon gehört, da ist eine tolle Ausstellung in der Stadt
oder das und das passiert da gerade oder so.
Ich werde da hingehen, wenn sie Lust haben mitzukommen, gerne.
Wenn sie dann sagt, ne, auch gut.
Also, dass man gar nicht einlädt zu sich nach Hause auf den Kaffee und Kuchen
und dann aber denkt, oh Gott, oh Gott, was habe ich denn da jetzt gemacht?
Die möchte ich ja nicht unbedingt ein zweites Mal sehen, diese Person.
Dann kommt man etwas schwieriger aus dieser Klemme wieder raus.
Aber wenn man das so anders gestaltet oder ich sehe, sie machen auch öfter mal einen Spaziergang.
Wenn sie wollen, können wir auch mal zusammen gehen.
Dann kennen wir schon den Weg da so und so, den habe ich neulich da entdeckt oder so.
Dass man erst mal so unverfänglich anfängt.
Aber was ich auch gerne erwähnen möchte, ein unglaublich schönes Ritual,
schon seit ganz, ganz vielen Jahren von einer älteren Dame, jedes Jahr wieder organisiert,
mittlerweile drei Wochen lang jeden Tag.
Man kommt zu ihr zum Orangenmarmeladeschnippeln.
Also, das ist ja dann, nachher wird das, oder die kocht man dann zu Hause,
diese englische Orangenmarmelade von der Bitterorange.
Spielt aber gar nicht so eine Rolle, aber das Schälen und Kleinschneiden ist sehr zeitaufwendig.
Also, das dauert vier Stunden, sitzt man da gemeinsam.
So, jeder bringt irgendwas mit.
Ich habe gerne so eine Brokkolisuppe mitgebracht, manche bringen Orangenkuchen mit,
manche irgendwie, weiß ich nicht, ein paar Kekse oder so etwas.
Und dann ist es auch, dort geübte Praxis, war allerdings auch ein sehr musikalischer Haushalt,
dass da etwas vorgetragen wurde.
Also, entweder konnte man ein Gedicht vorlesen, aber was da auch gemacht wurde, war, wir sangen.
Also, neue Lieder wurden komponiert und wurden dann im Kanon gesungen.
Und zwar so lange geübt, bis jeder eine eigene Stimme im Kanon hatte.
Also, man konnte sich nicht verstecken zwischen irgendwelchen Leuten,
sondern es war wirklich unglaublich.
Aber ich erinnere mich auch zum Beispiel noch an eine so zauberhafte Begebenheit.
Im Nebenraum stand das Klavier und Mutter setzte sich ans Klavier und die Tochter,
also beides Gäste, sangen dann das Lied um, komponiert dieses Somewhere over the Rainbow,
hatte sie irgendwie Somewhere over the Orangenhain oder was weiß ich, umgemünzt.
Und eigentlich arbeitet man dann normalerweise weiter,
aber wir haben da alle so staunend innegehalten mit unseren Händen und dann ging es wieder weiter.
Ich habe das dann auch mal zu Hause gemacht, mein Ältester meinte gleich,
Mami, also wir müssen ja wohl nichts vortragen oder singen hier oder irgendwie sowas.
Also, das wollte er gleich mal ablehnen.
Ich sage, nö, du kannst ja auch ein Gedicht vorlesen und so.
Also, mich erinnert das so sehr, wie man offensichtlich früher irgendwie zusammen gesponnen hat
und so etwas gemacht hat.
Also, gemeinsam etwas machen.
Es müssen übrigens nicht alle das können.
Also, meine Mutter zum Beispiel, als sie hier nach Hamburg kam,
sie lebte ja früher in Düsseldorf,
nach Hamburg kam ins Altersheim, hat sie noch drei tolle Frauen kennengelernt.
Also, sie nannte sich die Viererbande und die haben sich zum Kartenspielen getroffen.
Und die eine, die gar nicht Kartenspielen konnte und auch nicht Kartenspielen wollte,
saß einfach so dabei und hat dann an den Gesprächen mit teilgenommen.
Auch das, was mich da so fasziniert hat, das waren vier so unterschiedliche Frauen,
die haben sich in ihrer Andersartigkeit respektiert und akzeptiert
und haben eine wunderbare Nähe mit viel Lachen dort gelebt.
Also, wir suchen ja vielleicht immer nach Ausschau zu,
wer tickt so wie wir selber.
Aber das war da im Altersheim wohl gar nicht so möglich gewesen.
Also, da gab es diese ganz feinsinnige Frau mit ganz wunderschöner Handschrift,
die ihre eigenen Gedichte dann dort schrieb und auch vorlas und so etwas.
Dann gab es die, die die kahlsten, tollsten, dicken Socken schrieb.
Und da konnte man also Wolle mit hinbringen und dann war sie glücklich,
wenn sie wieder was stricken konnte.
Und dann, ja, Mutti mit ihrer Eigenart und mit ihrer anderen Art.
Also, es waren wirklich vier unterschiedliche Frauen.
Und vielleicht auch das mal in Erwägung ziehen,
dass es nicht unbedingt die gleichen Interessen sein müssen,
aber vielleicht findet man irgendwas, was man gemeinsam macht.
Auf jeden Fall haben die ganz viel gemeinsam gelacht,
sie haben viel gemeinsam organisiert.
Dort im Heim, das war damals zu Tschernobyl-Zeiten,
und danach hat man Bazaare veranstaltet,
haben diese alten Leute, okay, mit der Heimleitung natürlich an der Seite,
Bazaare organisiert, deren Erlös dann Kinder von Tschernobyl bekamen.
Das heißt, das hat die so stolz gemacht, dass sie selber auch was machen konnten.
Die haben dann so Baumwolltaschen, so Einkaufstaschen gebatigt dann,
sowas haben die gemacht, und Töpfe arbeiten.
Die wunderbare Gedichtefrau schrieb dann so Postkarten auf der einen Seite
mit einem schönen Spruch, einem schönen Zitat.
Und dann kamen dann Umschlachter hin dazu, wurden die verkauft.
Also die Bazaare waren hier in der Umgebung sehr beliebt,
sehr wertige Sachen, die dort erstellt wurden.
Aber da haben die sehr viel mit organisiert gemacht und aufgebaut.
Also es war schon richtig, richtig klasse.
Und Mutti ist ja da geblieben, bis sie starb,
mit einem Tag vor ihrem 91. Geburtstag.
Also ich rede hier jetzt nicht.
Ja, sie ist mit 74 dort eingezogen, war richtig lange dort,
aber hatte da eine, für meine Verhältnisse, tolle Zeit.
Deswegen habe ich auch nicht so ein Horror davor.
Also ich kann mir das für mich auch sehr, sehr gut vorstellen,
weil im Vergleich jetzt zu meiner Schwester,
die später eine Pflegekraft aus Polen bei sich hatte,
mit der sie sich gar nicht so gut verständigen konnte.
Und das war langweilig dagegen.
Also im Vergleich zu dem, was die da gemacht haben
und was da für Konzerte waren
und Diaverträge, Reiseberichte und sowas alles.
Also da war immer sehr viel Leben da,
aber die haben es eben auch selber mitgestaltet.
Das war schon ganz, ganz toll.
Also was wäre etwas, was weiß ich,
vielleicht eine Strickrunde finden gemütlich
und dann einfach nur ein Tee hinstellen?
Oder das muss auch gar nicht so kostenaufwendig sein.
Da hat man ja auch oft Angst vor, dass das so verpflichtend ist.
Und dann muss man die Torte noch backen
und dann wird es immer mehr, immer mehr, immer mehr.
Das würde ich gleich von vornherein sozusagen einschränken.
Und wenn jemand das machen will, gut und gerne.
Aber ganz klar ist es,
dass bei mir zum Beispiel, dass ich das selber nicht mache.
Also ich bin manchmal eingeladen,
wo einem so aufwendig selbstgemachtes Buffet da aufgefahren wird,
wo ich gesagt habe, meine Güte, wenn ich euch jetzt einladen will,
der muss mir wirklich Schwarzbrot mit Butter und Salz servieren,
damit wir wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkommen oder so.
Also ich möchte diesen Wettlauf nicht mitmachen,
weil ich weiß, der würde mich völlig überfordern.
Aber da gibt es also Mittel und Wege,
das gleich von Anfang an mal zu erwähnen und zu sagen,
also nur wenn es völlig unkompliziert bleibt,
sonst wird das zur Last.
Und vielleicht geht es so reih um, dass man sich da trifft,
aber ich mache manche Treffen auch ganz bewusst hier nur bei mir.
Das hat für mich den Vorteil,
ich muss nicht mehr durch die Stadt fahren.
Und also ich mache das gerne
und für die anderen ist es auch sehr angenehm, sagen sie.
Also insofern ist das so eine Win-win-Geschichte.
Da kannst du ja mal gucken, ob du das bei dir machen willst
oder ob du eine Idee hast, wo man das kann.
Woanders kann ja auch nochmal, also bei keinem zu Hause,
sondern woanders an einem anderen Ort sein,
was ihr da macht oder euch da trefft und gemeinsam was machen.
Es geht um das Gemeinsame, um sich verbunden fühlen,
um ja auch eventuell noch was Sinnvolles zu machen.
Das ist ja auch so,
dass die Bewertung kann nicht von außen kommen.
Ist das, was ich tue sinnvoll, ja oder nein, entscheide ich selber.
Das kann auch kein Chef wirklich machen und vermitteln.
Also als ich 17 Jahre Hausfrau und Mutter war,
erwischte ich mich dabei, dass ich so abhakte.
Also jetzt Badezimmer hast du sauber gemacht, jetzt Betten machen,
dann einkaufen, dann kochen, dann mit den Kindern essen und so weiter.
Ich war froh, wenn ich das erledigt hatte
und so hakte ich jeden Tag neu meine Lebenszeit ab.
Und dann habe ich gedacht, stimmt das nicht.
Du kannst nicht froh sein, wenn du das alles erledigt hast.
Und da musste ich meiner Tätigkeit selber einen Sinn geben.
Und ich kann mich nur noch an eins erinnern,
das war das Betten machen.
Dass ich mir sagte, es mag Menschen geben,
die das jetzt gerade temporär oder dauerhaft nicht können,
weil die dazu körperlich gar nicht in der Lage sind,
wenn die sich darum beneiden.
Ich habe es dann einfach gemacht.
Ich musste nicht mehr so, ja Gott, das muss ich jetzt noch machen
und so diese ganze Leier, die ich mir da vorher immer erzählt habe selber,
sondern das gehörte zu meinem Tagesablauf dazu
und das machte Sinn und gut war.
Also schau mal, was ist da der Sinn in dem, was du tust,
womit du dich wohlfühlst, womit du dich wohlfühlst.
Also ich finde übrigens auch, es ist absolut legitim,
wenn man sagt, ja, ich habe diesen Job,
der ist gerade nicht sehr geliebt bei mir,
aber ich brauche das Geld, er ist so schön nah,
ich mag die Kollegen, aber der Chef ist unmöglich
oder die Arbeit oder irgendwas ist für mich völlig legitim.
Das ist ja oftmals so angezweifelt,
genauso wie es heißt, ja, die Frau bleibt ja nur noch bei ihm,
weil sie das Haus nicht aufgeben will oder irgendwie so etwas.
Auch das entscheidet jeder selber und das geht keinem anderen was an.
Das ist doch wohl auch ein Grund.
Meine Güte, noch mal, also wir sind ja so schnell im Verurteilen.
Bewerten müssen wir alle.
Zu wissen, das tut mir gut, das tut mir nicht gut,
braucht unsere Bewertung.
Auch die Person tut mir nicht gut, ist auch eine Bewertung erst mal,
aber ein Verurteilen ist was anderes.
Das möchte ich eigentlich nicht mehr, sondern nur bewerten.
Auch selber, meine Handlung, ist das gut oder richtig,
entspricht das meinem Wertesystem?
Darum kommen wir nicht herum.
Das heißt oftmals so, nee, wir sollen nicht bewerten,
wir sollen nicht beurteilen, also ist meine Interpretation,
weil bewerten muss ich etwas, ist es gut oder böse.
Was ist da draußen gerade los, das muss ich doch und darf ich doch bewerten.
Und da denke ich, das erscheint mir jedenfalls völlig normal und richtig.
Das Thema Ziele ist ja auch immer ein oft genutztes Thema.
Ich bin gar nicht so ein großer Freund mehr von Zielen.
Richtung, ja, aber ich habe mit meinen Zielen oftmals schon so kurz gelegen.
Ich habe auf etwas hingearbeitet und habe nicht mehr gesehen,
was noch rechts und links für tolle Sachen auch gewesen wären.
Also das heißt, für mich hatte ich da Scheuklappen auf
und habe mich nur auf das Ziel fokussiert,
was ich da dann irgendwann erreichen wollte
und hätte noch ganz andere Sachen rechts und links auch machen können.
Also deswegen Ziele bei mir vorsichtig, aber Möglichkeiten unbedingt und ja.
Also dann auch wissen, dass immer wieder neue Veränderungen kommen.
Also ich habe ja früher gedacht, okay, jetzt bin ich verheiratet
und jetzt gehen mein Mann im Gleichschritt,
mein Mann und ich im Gleichschritt nebeneinander her
und sind auf Dauer unseres Lebens glücklich.
Und dass aber mal jemand weit schneller geht und der andere hier zurück bleibt
und der andere bei anderen Themen nach vorne prescht oder so was weiß ich.
Da ist gerade Karriere groß im Gange
oder der andere ist in der Mutterrolle gerade aufgegangen
oder wie auch immer.
Das ist nicht immer gleichmäßig.
Und da auch mit sich selber gnädig zu sein,
wenn wir an uns merken, boah, da haken wir irgendwo fest,
da hatten wir gehofft, schon tief weiter zu sein
und jetzt drehe ich mich da schon wieder im Kreis,
jetzt passiert mir wieder dasselbe
und ich fühle mich wieder so schlecht dabei und so weiter.
Ja, das gehört alles zu unserem Leben dazu.
Es gibt nichts auf Dauer.
Wir müssen auch immer wieder neu vertrauen, dem Leben vertrauen.
Ich bin absolut sicher, wenn du zurückschaust,
wie oft gab es da schon Gelegenheiten,
wo du gehadert hast oder Angst davor hattest
und hinterher hat sich das als etwas durchaus Positives rausgestellt.
Wir sehen das in dem Moment nicht.
Und je öfter man das erlebt hat,
desto gelassener wird man und sagt,
naja, ich bin ja mal gespannt, was Schönes daraus entstehen wird.
Das war dann auch so ein geflügeltes Wort hier bei uns in der Familie.
War von den Kindern nicht immer geliebt,
weil sie sich auch erst mal in ihrem Schmerz,
in ihrer Wut, in ihrer Enttäuschung oder so gesehen fühlen wollten,
was ihnen ja auch wirklich zusteht.
Also dieses, aber wer weiß, was Schönes daraus entsteht,
ist für mich immer noch wieder ein Punkt,
wenn ich manchmal hadere und denke,
boah, das habe ich mir jetzt aber anders vorgestellt.
Okay, das gehört jetzt so zu meinem Leben dazu.
Da kann ich schon die Abkürzung nehmen mittlerweile.
Aber bis sich zeigt, dass das womöglich ein Geschenk war.
Also wir, glaube ich, kennen das alle,
dass wir jemanden kennen, der ganz verzagt war,
weil er seinen Job verloren hat und hinterher sagte,
meine Güte, was bin ich froh, dass das so gekommen ist.
Sonst hätte ich jetzt gar nicht diese tolle Möglichkeit oder so etwas.
Alleine wäre ich da nie gegangen und sowas alles.
Ich erinnere mich auch noch, als mein Ältester seine erste Wohnung,
eine Mietwohnung sollte das werden, und die wurde frisch renoviert
und er durfte da sogar, hatte da Mitspracherecht beim Parkett
und sowas alles.
Also es war wirklich schon ganz eng.
Und dann wurde es Eigentumswohnung und er war so sauer
und er war so sauer und enttäuscht.
Und hinterher fand er eine Wohnung, also viel, viel schöner.
Und er sagt, mein Gott, bin ich froh,
dass das damals nicht geklappt hat.
Also ich glaube, ihr kennt das auch,
dieses, wir machen uns nicht mehr so für Quatschkram verrückt,
das haben wir schon im Laufe unseres Lebens, glaube ich,
so ein bisschen gelernt.
Das alles und noch viel mehr
gehört zu dieser Lebensfreude im Alltag
und wie wir das alles uns erohren können,
das bringe ich auch in meinen Workshop,
bringe die selbst zum Leuchten.
Am 30. November und 1. Dezember,
das ist das erste Adventswochenende in Basel.
Ganz klar zum Ausdruck,
ich habe solche Workshops ja schon häufiger in Deutschland gemacht,
damals auch mit meiner Tochter zusammen.
Und jetzt geht es alleine da rein
und wir erobern uns,
dass diese Lebensfreude wieder zurückkommt,
wie wir mit unseren Ängsten umgehen,
wie wir alte Verletzungen loswerden,
all diese Themen
und können das da richtig im Workshop bearbeiten.
Also ich freue mich drauf,
vielleicht ist es ja was für dich.
Ich packe den Link hier unten rein in die Show Notes
und dann schauen wir,
ob das vielleicht was für dich ist.
Ich würde mich freuen, dich da zu sehen.
Alles, alles Liebe. Tschüss.