#http://www.greta-silver.de/, Was macht die Frau ab 50 so einzigartig? Genau darum geht’s in dieser Folge! Es ist diese besondere Mischung aus Lebenserfahrung, Selbstbewusstsein und der Fähigkeit, die eigene Freiheit zu genießen. Wir sprechen darüber, warum das Leben in dieser Phase oft erst richtig beginnt, wie man alte Erwartungen hinter sich lässt und warum es nie zu spät ist, Neues zu entdecken. Lass dich inspirieren – denn die besten Jahre sind jetzt!
Klarheit schaffen befreit die Seele, schenkt Freiheit. Egal ob im Job oder zu Hause - alte Angewohnheiten los werden schafft ganz viel Raum für Neues.... in sich selbst. Es bringt uns wieder in Balance. Klarheit schenkt neue Energie, neue Ideen und Kreativität. Dann ist das Leben wieder im Fluss oder wie wir heute so gerne sagen, dann spüren wir wieder den flow.
Auch auf meinem Podcast "Glücklichsein ist eine Entscheidung" gibt es viel kostenfreie Inspiration und spannende Gäste. Meine gratis Filme hier auf youTube erzählen von Entscheidungen die mein Leben schöner gemacht haben. Das Leben ist wundervoll - wenn wir es sehen. Wir können selbst entscheiden, ob wir glücklich sind. Wir wählen selbst, welches Leben wir führen wollen. Wir haben zum Glück so viele Möglichkeiten.
Herzlich willkommen auf meinem Podcast.
Glücklich sein ist eine Entscheidung.
Mein Name ist Greta Silver.
Und was macht die Frau ab 50 eigentlich so besonders, so einzigartig, so wichtig?
Ich glaube, dass wir
viele Eigenschaften haben
und sind uns gar nicht bewusst, wie wertvoll die sind.
Ich erzähle ja immer aus meinem Leben und ich habe nun Kinder und Familie.
Deswegen ist es also sehr, sehr lastig in diese Richtung.
Und ich versuche aber diese allgemeinen
weiblichen Eigenschaften, die dann deutlicher zum Vorschein kommen
ab dem Alter, als das vorher der Fall ist,
also auch mit abzugreifen und zu erwähnen.
Also man verzeihe mir bitte, dass das also doch ein bisschen
sehr in Richtung eigener Erlebnisse geht.
Ich unterstelle mal, dass wir Jahrzehnte
damit verbracht haben, es anderen recht zu machen,
dass wir uns auf andere fokussiert haben, dass wir uns ja auch angepasst haben,
dass wir uns selber ein bisschen aus den Augen verloren haben.
Aber so viele tolle Eigenschaften
angesammelt haben, die wir hier gerne mal uns jetzt
angucken und zum Funkeln bringen, damit uns bewusst ist,
was sich alles verändert hat.
Also ich mag ja das Wort Wechseljahre, weil es sich,
weil wirklich da ein großer Wechsel im Leben stattfindet
und eine neue Freiheit entsteht.
Und ich gehe jetzt aber näher auf Wechseljahre gar nicht ein,
sondern möchte ganz allgemeine Eigenschaften sehen.
Und also ich für mich ganz
wichtig war, dass ich glaube.
Ich durch meine Kinder Körpersprache gelernt habe.
Die konnten mir ja alles Mögliche erzählen.
Nee, in der Schule ist alles toll oder was weiß ich, habe doch genau gemerkt,
wie ich immer gesagt habe, ich habe es gerochen,
dass da was nicht stimmt.
Und das heißt, das wurde bei mir so ausgebildet,
dass ich, als ich mit 48 mich selbstständig machte
und dann in manchen Besprechungen war, ich sofort erfasst habe,
wer spielt hier eigentlich gegen den anderen?
Wem geht es um die Sache?
Wem geht es nur darum, dem anderen als auszuwischen oder was weiß ich?
Das habe ich in Sekundenschnelle erfasst.
Und das glaube ich wirklich, habe ich dadurch gelernt,
dass ich das bei meinen Kindern angewandt habe.
Ich erinnere mich sehr wohl bei dem Ältesten.
Ich weiß gar nicht mehr, wie alt mag der da gewesen sein?
So 14 oder so, war der Meinung, das ist alles sein Privates.
Das geht nicht nichts an.
Das habe ich auch am Anfang versucht zu respektieren.
Ich habe dann aber irgendwann gesagt, du, ich bin hier kein Hotelbetrieb.
Also ich fände es schon wichtig, dass wir uns austauschen
und dass das auch du erzählst, wie es dir geht
und was alles so im Leben passiert.
Also ich glaube, das sind ja immer alles so Phasen.
Und bei drei Kindern muss ich überhaupt nicht erzählen,
wird man zum Friedenstifter, also gerecht.
Leider konnte ich als Mutter nicht werden,
weil ich vieles gar nicht so erfasst habe,
oft auch nicht die Geduld hatte.
Ich glaubte zu wissen, wer hat angefangen und so etwas alles.
Aber dass man irgendwann auch mal wieder Ruhe im Karton braucht
und Frieden immer wieder angestiftet werden muss.
Und ich habe auch mal, das war allerdings etwas,
was die Kinder bei den Pfadfindern gelernt hatten.
Das habe ich in unser Familienleben übernommen.
Man durfte erst über etwas meckern,
wenn man etwas Positives über diese Person gesagt hat.
Das hat mir übrigens einen Zettel eingebracht
mit 100 positiven Eigenschaften.
Mein Ältester kam nämlich zu mir und sagte,
Mami, es geht mir so auf den Senkel,
dass ich erst was Positives sagen muss, bevor ich meckern kann.
Kann ich nicht mal ganz viele tolle Eigenschaften von dir aufschreiben
und dann kann ich einfach so los meckern.
Diesen Zettel habe ich, der ist mir auch ganz wichtig.
Ja, so was, was immer alles dann da.
Nachher haben alle drei zusammengetragen,
weil das ist ja schon eine Anzahl, die die da liefern wollten.
Ging ja aber am Ziel vorbei.
Das Ziel sollte ja sein, sich tatsächlich zu überlegen,
ist der Mensch auf der anderen Seite tatsächlich nur so bescheuert,
wie man ihn in dem Moment ja sieht.
Aber Friedensstifter
wird man mit dieser ganz großen Sehnsucht auch in sich,
weil einem dieser Konflikt oder dieses Schwelende,
was in Familien ja oft so ist, so auf den Wecker geht,
weil es so belastend ist, weil es so stört,
dass man alles dransetzt, um wieder Ruhe reinzukriegen
und wieder friedlich zu stimmen.
Und wenn es sich da verfahren hat zwischen zwei Seiten,
man kommt ja gar nicht darum, hinten als Mutter da
sich mit angesprochen zu fühlen und da zu sagen,
ich komme hier, kannst du doch mal dieses machen oder jenes machen,
damit der andere da auch wieder etwas versöhnter ist,
weil da ja durchaus mal die Fetzen fliegen,
halte ich für normal.
Also das jetzt einfach mal erst mal so grob reingeworfen.
Aber immer mit dem, wer bist du?
Was sind deine Eigenschaften?
Und indem ich also hier jetzt mal versuche, viel darzustellen,
dient es doch nur dem, dass du dich selber da wieder findest
und merkst, ach ja, diese Eigenschaften habe ich auch.
Also ich behaupte mal, jede Mutter hat ein Organisationstalent.
Also es geht gar nicht anders, also was die alles bedenken muss
und hier noch Turnbeutel und da den Zahnarzttermin
und was weiß ich alles, was wir da ja alles
versucht haben, unter einen Hut zu kriegen und abzustimmen
und zu wissen, der Lehrer braucht dieses
und bei der Sport-AG oder so was fehlt jenes und so etwas.
Das ist auch in unserem späteren Leben,
also das Leben, was dann kommt, sage ich mal,
wenn die Kinder jetzt größer werden, aus dem Haus gehen
und so wo dann wieder mehr Raum für uns selber da ist,
das ist enorm hilfreich.
Und uns das nicht absprechen zu lassen
und uns da bewusst zu sein,
was wir da alles an Know-how gesammelt haben.
Ich finde auch, dass Frauen ab 50 sehr selbstbewusst sind.
Also dass da Gott sei Dank ein großer Wandel passiert.
Die Wirtschaft hat es, glaube ich, immer noch nicht so richtig drauf,
aber ich hoffe, das kommt jetzt auch ganz zügig hinterher,
was da für Talente setzen, was da für
verschiedene Eigenschaften,
positive, unglaublich wertvolle Eigenschaften
da versammelt sind bei den Frauen ab 50.
Also ich will da gar nicht alleine abzielen auf ein Berufsleben danach,
wobei ich das auch extremst wichtig finde,
sondern als persönliche Eigenschaften,
dass wir selber verstehen,
wer wir jetzt sind und uns ganz anders noch mal ausrichten können.
In welche Richtung soll es weitergehen?
Das ist ja, glaube ich, jedenfalls unsere Aufgabe.
Manche empfinden es als sehr schmerzhaft,
dass dieser so wichtige, wichtige Punkt im Leben,
nämlich die Kinder großzuziehen, jetzt an Wertigkeit verliert.
Die Kinder bleiben uns ja.
Also wir feiern ja mit ihrer Erfolge
und lecken mit die Wunden bei Niederlagen oder wie auch immer.
Also auch wenn sie jetzt aus dem Haus sind,
das ist ja trotzdem gegeben.
Aber ja, etwas zu finden,
wo so viel Herzblut drin steckt wie in dem Wohl der Kinder,
ist in meinen Augen nicht machbar, aber es ist viel, viel Schönes machbar.
Und da hilft es enorm, wenn man weiß, wer man selber ist
und was man da alles angesammelt hat.
Und da diese Kommunikationsstärke.
Also manchmal, glaube ich, hat man es einfach nur mit Mimik geschafft
und da innerhalb der Familie das
nach vorne zu bringen, was uns selber am Herzen liegt.
Was dir zum Beispiel extremst wichtig war,
diese Werte an die Kinder weiterzugeben.
Da wirst du ganz viel Kraft reingesetzt haben.
Aber was wir auch gelernt haben, ist ganz klar Resilienz.
Also ich behaupte, es gibt kein Leben ohne Krisen.
Das gehört dazu, zu jedem Leben.
Und dann aber zu merken, das Leben geht weiter, nur anders.
Wenn man das Gefühl hat, das Leben ist vor die Wand gelaufen
und man ist sozusagen erst mal
rückwärts gefallen,
es geht trotzdem weiter und da wieder neue Wege finden
und da immer wieder zu gucken, wer bin ich denn eigentlich?
Was, was für ein Naturell habe ich denn?
Auch das war bei mir.
Also ich war sicherlich auch immer ein recht fröhlicher Mensch,
auch in den Jahrzehnten, wo ich es jedem recht machen wollte.
Ich war da nicht tot unglücklich, aber wenn ich jetzt zurückschaue,
habe ich mich da selber völlig aus dem Fokus verloren.
Und da mal zu gucken, bin ich denn, bin ich der Abenteurer,
der also gerne was Neues entdeckt
und da vielleicht auf Reisen geht
oder auch auf innere Reisen oder
neue Hobbys und Sportarten und so etwas ausprobiert oder so?
Oder bin ich mehr der sich wohl fühlt
in traditionelleren Bahnen und gewohnterem
und dem es auch wichtig ist, das zu bewahren?
Wir brauchen ja alle.
Es sind ja alle Typen gebraucht und es gibt kein besser oder schlechter oder so.
Aber es ist hilfreich, wenn man sich dessen bewusst ist und ja zu seiner Art sagt
und sagt Ja, doch, das ist das, was ich leben will und was mir wichtig ist
und wie ich da vorankommen möchte und
wie flexibel bin ich?
Kann ich mich da immer wieder neu anpassen?
Ich meine, wenn wir uns mal anschauen,
wie Kinder leben, ganz klein,
wenn sie auf die Welt kommen, ist ja im Lernen.
Da ist Leben gleichzusetzen mit Lernen, mit Weiterentwicklung,
mit Weiterbildung, wie wir das auch heute so nennen.
Und dieses Wort, glaube ich, hat aber bei uns im Erwachsenenalter
so einen negativen Beigeschmack.
Dabei ist es eigentlich Leben.
Leben ist sich weiterentwickeln
und immer nur dasselbe machen und immer nur im Kreis laufen.
Oder so ist, glaube ich, für uns alle nicht das, was wir wollen,
sondern dass es weitergeht, dass man da wieder was dazugelernt hat.
Also ich feiere das regelrecht, wenn ich da neue Bereiche für mich erobert habe
und denke, oh Mensch, wie cool.
Natürlich ist das am Anfang anstrengend und natürlich denkt man,
kriege ich das hin und nee, passt das überhaupt zu mir und so?
Aber wenn ich dann da den ersten Schritt gemacht habe,
dann ist das schon eine sehr, sehr bereichernde Geschichte.
Und ich glaube, das ist es für dich auch.
Und da, wo du auf Wegen unterwegs bist, die dir entsprechen,
da läuft eine ganz andere Energie.
Da ist der Flow, da ist,
ja, ich sage immer, da flutscht mir die Arbeit nur so vom Tisch.
Das kann ich dann ganz anders handeln.
Da schaffe ich viel mehr.
Und es strengt mich überhaupt nicht so an.
Deswegen ist es so schön zu wissen,
wo ist dein Schwergewicht?
Wir sind ja alle alles letztendlich.
Also ich sage mal, der Mutige ist auch immer ängstlich
und der Ängstliche kann so mutig sein, wenn es darum geht,
irgendwie jemanden vielleicht in Schutz zu nehmen oder was auch immer.
Also aber wo ist das Schwergewicht bei dir?
Wo bist du da, wo du sagst, so da bin ich in meinem Fahrwasser?
Vielleicht kannst du doch mal gucken, wie du als Kind warst.
Also ich komme ja nur vom Bauernhof.
Da war immer viel mit Ausprobieren.
Und also meine Eltern hatten, glaube ich, gar nicht die Zeit,
da immer uns drei Kinder da so zu beaufsichtigen.
Damals waren ja so Höfe immer noch sehr personenlastig.
Da gab es ja noch nicht diese großen, was weiß ich, Mähdrescher
und was weiß ich, für Maschinen, sondern es wurde ja alles noch mit der Hand gemacht.
Ich bin wirklich schon mit meinen 76 ziemlich alt
und habe noch so ganz andere Zeiten kennengelernt.
Und ich glaube, jeder war so ein bisschen vergattert, ein Auge auf uns zu halten.
Also wenn da irgendwas war, glaube ich, hat sich jeder verpflichtet gefühlt,
meine Mutter zu informieren oder irgendwie so etwas.
Also das war sicherlich schon der Fall, aber es gab eben auch ganz viel Freiheit
und das halt, wie es rumturnt und sonst wo.
Also ich habe später, als ich selber Kinder hatte, gedacht,
ich hoffe, meine Kinder machen später nicht mehr so
halsbrecherische Sachen, wie ich das damals gemacht habe.
Aber Gott sei Dank war ja immer ein Schutzengel an meiner Seite.
Mir ist jedenfalls nichts passiert als Kind,
obwohl ich das im Nachhinein schon viel Mechanebüchen finde.
Also Kriegenspielen auf Balken oben,
also den Deckenbalken von den großen Wagen
Scheunen, die wir da hatten.
Und natürlich war das bei Strafe verboten.
Wenn dann Erwachsene reinkamen,
dann durfte man nicht die eine Treppe nutzen zum Runterkommen.
Das war ja klar.
Da stand dann jemand, der uns dann abgegriffen hätte,
sondern da gab es die Möglichkeit über den Viehwagen,
der also so ein Metall-U oben drüber hatte, wo so eine Plane rüber ging.
Da konnte ich mich dann oben von den Balken runterlassen,
sodass ich mich mit den Knien an diesem Metall-U
da mit Schweinebaumeln abgefangen habe und dann runter
und dann über den Wagen und dann an anderer Stelle raus und so was alles.
Also das finde ich im Nachhinein Hanebüchen.
Also das meine, dass das verboten war,
aber dadurch glaube ich besonders reizvoll.
Und Gott sei Dank ist auch nie was passiert.
Okay, also da was warst du als Kind für jemanden?
Warst du da die Leseratte, die ganz vergnügt die Abenteuer in Büchern
und im Geiste erlebt hat?
Oder warst du diejenige, die da unterwegs war
und was ausprobiert hat und da mit immer neuen Freunden nach Hause kam?
Oder wie auch immer. Schau doch da mal.
Wer bist du?
Was macht dich aus?
Und was würdest du, wem würdest du gerne mal in dir mal wieder mehr Raum geben?
Und zu wissen, es wird alles gebraucht.
Es wird alles gebraucht.
Es gibt nicht nichts, was irgendwie
toller ist.
Ich finde auch der Träumer, der die Stille bewahrt,
gerade in der heutigen Zeit unglaublich wichtig.
Also Stille ist ja einmal zu sehen, wirklich
geräuschmäßig, aber eben auch was auf uns einpasset.
Wenn es da jemandem gelingt, da in sich die Stille in der Meditation
oder so zu finden und da die Ruhe da aufzufangen.
Also extremst kostbar.
Also das ist nicht der Abenteurer oder Abenteurer
oder der da immer nach vorne presst.
Nee, gar nicht.
Also insofern da mal bei dir selber auf die Suche zu gehen.
Was hast du alles für Eigenschaften?
Ja, antrainiert.
Durch die Art, wie du die letzten Jahrzehnte gelebt hast,
weil das und das so war, bist du wo drin besonders gut?
Vielleicht schreibst du dir das mal auf.
Welche Eigenschaften das sind?
Vielleicht hast du aus einer Not heraus dieses oder jenes machen müssen und
was du vielleicht gar nicht so gerne gemacht hast.
Aber welche Fähigkeit hast du dadurch gelernt?
Das geht bei uns so schnell unter, weil wir ja der Meinung sind.
Ja, das zählt ja alles nicht.
Und das habe ich ja auch gar nicht gerne gemacht.
Aber oftmals ist es auch etwas, wo dich deine Verwandtschaft
oder deine Freunde nerven, weil sie daherkommen und sagen
Könntest du das mal machen?
Du kannst das so besonders gut oder so.
Und dann denken wir immer, die anderen sind zu faul.
Nee, das ist ein Talent von dir.
Das ist etwas, was du besonders gut kannst.
Und da eventuell auch beruflich noch mal was Neues
auf die Beine zu stellen, wäre auch eine Möglichkeit.
Also wer bist du in dieser Zeit geworden?
Und was hast du da
in den verschiedenen Phasen deines Lebens dir angeeignet?
Und was würdest du gerne von den Sachen,
die du als Kind gemacht hast, noch mal wieder neu aufleben lassen?
Ich muss mich immer amüsieren, wenn ich mir vorstelle,
zwei alte Frauen, also ich mit meiner Freundin würden
an so einer Hauswand stehen, wie ich das damals stundenlang
mit meiner Freundin gemacht habe und haben da Ball gespielt.
So ein bisschen wie Squash heute, wie man das in der Halle macht.
Also auf die Wand so, dass es dann zur anderen Seite hin abprallt.
Und da haben wir uns so viel ausgedacht, was man macht.
Und ich glaube, wenn man da jetzt irgendwo in einer Straße
eine Hauswand nehmen würde und dann da zwei alte Frauen,
ich weiß nicht, ob man da grinsen würde oder ob man da die Augenbrauen
leicht hochziehen würde, ich weiß es nicht.
Also Gott sei Dank bin ich heute im Alter, wo ich sage,
es interessiert mich nicht, was die aneinander denken.
Ich gehe ja auch zum Rodeln alleine.
Ich bin so ein begeisterter Schlittenfahrer und
habe dann früher das natürlich mit meinen Kindern gemacht.
Und als ich noch keine Enkelkinder hatte,
habe ich mich ein bisschen überwinden müssen und habe erst gedacht,
oh Mensch, schade, und du hast ja, und jetzt sind die gar nicht da und so.
Die Kinder waren dann aus dem Haus oder so.
Und wo ich dachte, hey, brauche ich Kinder dafür?
Brauche ich das?
Also ich habe mir alleine, weil ich habe ja noch so ein Holzschlitten
und bin da zu unserem Rodelberg hier gegangen.
Und ich habe so viel positiven Zuspruch bekommen.
Auch manchmal einfach nur jemand hat den Daumen hochgehoben,
wenn ich da vorbei gerodelt war oder so.
Also ich glaube nicht, dass da irgendjemand gedacht hat,
oh Gott, jetzt wird es aber hier schwierig,
wenn so Alte hier schon auf dem auf dem Rodelberg sind.
Aber ich meine, wie alt war ich denn da?
Da war ich doch, da war ich dann noch vielleicht
Mitte 50, Mitte 50 bin ich dann ungefähr gewesen
und wo ich dann keine Gruppe hatte, sondern wirklich alleine mit meinen Schlitten
an der Hand den Berg da hoch und dann auch runtergerodelt
und wieder hoch und wieder runter.
Also da kann ich nix.
Und was ist es, was du da gerne machen würdest?
Oder auf dem Jahrmarkt gehen oder Karussell fahren?
Ich gehe auch ins Kettenkarussell.
Ich bin ja unglaublich leidenschaftliche Kettenkarussellfahrerin sozusagen.
Und da zu schauen, was hast du gerne gemacht?
Was entspricht dir?
Was ist das, was dich zum Fliegen bringt und was dich ausmacht?
Und da schreib mal auf deine Eigenschaften, die alle entstanden sind
im Laufe deines Lebens und wo du sowieso von Natur aus schon ein Händchen hast,
sozusagen, was aber vielleicht abhandengekommen ist ein bisschen.
Und jetzt ab 50 ist eigentlich die Zeit, das alles zu leben.
Es gibt Phasen im Leben, da stellt das Leben so Anforderungen,
also gerade mit Kindern, eventuell aber auch wenn Eltern,
wenn die Eltern irgendwie pflegebedürftig werden oder so etwas,
da gibt es auch nochmal so Phasen.
Aber ansonsten sind es
ist es dann die Zeit, wo du dann dran bist,
wo ein neuer Freiraum entsteht.
Und den zu füllen ist deutlich einfacher,
wenn du weißt, wer du bist, welches Naturheil du hast,
ob du die Abenteurerin bist oder die Entdeckerin oder die,
die Schönheiten dieser Welt überhaupt sieht
oder vielleicht aus jedem kleinen Alltäglichen
ein etwas Schönes zaubern kannst
oder Frieden stiften, wie auch schon gesagt.
Also, wer bist du?
Und wo kannst du jetzt mal die Fenster aufmachen
und ganz viel Energie reinpacken, dass es so richtig toll läuft?
Denn die Frauen ab 50 haben ganz viele tolle Eigenschaften, so warmherzig.
Die machen sich nicht mehr für Quatschkram verrückt.
Die wissen, dass Schönheit von innen kommt.
Die haben so ein Gewissheit.
Die wissen auch, dass Perfektion Quatschkram ist
und dass dieses Nachmachen von Modetrends uns nicht glücklich macht,
sondern dass man an ganz anderer Stelle das Glück in sich selber findet
und nicht im Draußen, was wissen alles Frauen ab 15.
Da hat man das mittlerweile verstanden, dass das,
das ist, was uns reich macht und was zählt.
Ganz viel Spaß auf der Suche nach deinen
positiven, wundervollen, schönen Seiten,
die dir Flügel verleihen, wenn du denen jetzt mal richtig Raum gibst.
Tschüss!