Darf man das eigene Leben feiern? - Greta-Silver.de
21.12.2024
Herzlich willkommen auf meinem Kanal. Mein Name ist Greta Silber und dürfen wir
eigentlich unser eigenes Leben feiern? Dürfen wir das wertschätzen? Dürfen wir
das in den Vordergrund stellen? Darf das das Wichtigste für uns sein?
Da zucken wir ja schon zusammen. Aber wenn uns mal klar ist, was wir so in den
letzten Minuten unseres Lebens hier, wenn wir das bewusst erleben, denken über
dieses Leben wird das etwas ganz anderes sein. Da wird es uns plötzlich wertvoll
sein. Da wird es uns plötzlich kostbar sein. Und in der Phase dazwischen haben
wir fast das Gefühl, das gehört sich nicht, das eigene Leben zu feiern, das
wichtig zu finden, das nach vorne zu schieben und da etwas Großartiges
draus zu machen. Das ist doch Quatschkorn. Wir, jeder Einzelne, hat dieses Leben
geschenkt bekommen. Vielleicht hat er sich da oben angestellt, um überhaupt
hier auf Erden zu kommen. Wie auch immer. Ich habe keine Ahnung, wie sowas
funktioniert. Aber auf jeden Fall ist er ja schon mal rein biologisch. Ich weiß
gar nicht, wie viele Tausend sich da beworben haben, um da dann zusammen mit
der Eizelle da was Tolles draus zu machen. Dein Leben. Und sich dessen mal klar zu
werden. Wir haben die Verantwortung dafür. Kein anderer. Ich wollte das auch
immer abschieben und denken, sobald mein Chef netter und mein Partner liebevoller
werden, wäre ich glücklich oder so. Nee. Der Job ist unser. Wir haben die
Verantwortung dafür. Aber erst einmal zu fühlen, wertschätze ich selber mein
Leben eigentlich? Oder halte ich das für so ein Abfallprodukt? Und naja, ich muss
ja. Oder wäre vielleicht auch besser, wenn nicht. Oder sowas alles. Was geht uns
denn da alles durch den Kopf? Da zu gucken und da anzusetzen, das eigene Leben zu
feiern. Ich glaube, dann kriegen wir da einen ganz anderen Schwung rein. Dann wird
uns doch klar, dass es um die kleinen Alltagsdinge geht. Nicht um Hochzeit und
ich weiß nicht was, Geburt der Kinder und sowas. Ganz ohne Frage sind das
Highlights. Das bleiben sie auch. Aber wenn das nur mein Leben sein soll oder das Lob
vom Chef oder die Nachbarin hat meinen Vorgarten gelobt, dass sie immer so
laubfrei ist oder sowas, dann bin ich andran. Ich muss erkennen, wie kostbar mein
Leben ist. Ich sollte, muss, ist ja immer ein bisschen schwierig. Aber wenn ich
erkenne, wie viele schöne Momente da drin sind und die ich mir selber machen
kann und was ich wertschätzen kann, zum Beispiel unsere Gesundheit, wissen wir
nicht zu schätzen, bis wir krank werden. Und so ist das mit so vielen Sachen. Das
wissen wir nicht zu schätzen. Den Job fanden wir doof, anstrengend und so
etwas und jetzt ist er plötzlich weg. Da merken wir erst, oh, der hatte doch ein
paar tolle Seiten und so etwas. Also diese Sachen meine ich, dass wir, dass wir das,
was wir haben, ganz anders wertschätzen und feiern und auch das Leben an sich
und dass wir das haben. Also ich steige jeden Abend mit unglaublicher
Dankbarkeit in mein kuscheliges Bettchen da und kann mich wirklich meines Lebens
freuen. Und ich habe auch schwere Zeiten. Das wird vielleicht hier nicht immer
deutlich, weil ich dann nicht darüber spreche, sondern ich spreche immer
hinterher darüber, wie ich dann da wieder rausgekommen bin aus der Misere.
Aber ich stehe hier nicht völlig fertig. Es würde auch, glaube ich, nichts
bringen. Aber ihr könnt mir abnehmen, wenn ich nicht auch durch unglaublich
schwierige Zeiten gehen würde, könnte ich diese Videos gar nicht machen.
Also sich bewusst zu werden, wie kostbar unser Leben ist, wo wir leben.
Also ich habe damals immer schon gesagt, also ich bin so froh, in einem Land zu
leben, wo keine Erdbeben sind, weil ich das immer so unglaublich schwierig fand
damals. In Japan hatte ich das so ein bisschen nicht mitbekommen. Mitbekommen
habe ich mal einen Erdbeben tatsächlich in Peru, als ich meine Schwester besuchte.
Aber dieses, wobei wir da nicht in Lebensgefahr waren, die wussten auch
sofort, was man da tun muss. In Ländern, wo das öfter mal passiert,
sich also in den Türrahmen stellen, der ist stabiler zum Beispiel, oder sofort
rausrennen und diese ganzen Sachen. Also Leben wertschätzen, dass wir leben.
Und wie wir leben in der Art ist, wenn uns da noch was weggenommen würde,
dann würden wir dem hinterherjammern. Und ich finde hinterherjammern völlig blöd.
Ich möchte das jetzt schon können. Ich habe das also auch bei einer Schwester
erlebt, die sehr, sehr schwer krank war. Und natürlich fing es erst mal relativ
harmlos an, was auch schon schwierig war. Dann kam Rollstuhl, dann kam nachher
Bettleggerigkeit. Und immer wurde von der Phase davor, ich will nicht sagen
geschwärmt, aber doch, ja da konnte ich das ja noch, da konnte ich das ja noch.
Sodass ich denke, also ich will nicht immer erst in meinem Leben hinterher, ja
da hattest du das ja noch, da warst du noch gesund. Also ich kann mich
unglaublich bei meinem Körper bedanken, dass der da so funktioniert. Und ich bin
so froh, dass ich da nichts regeln muss, weil das könnte ich ja
gar nicht. Also das Leben feiern, wie es ist und was alles läuft. Und ja, ich
bin mit vielen Sachen vielleicht auch nicht zufrieden. Und außen wollen wir mal
gar nicht darüber reden, was da alles besser sein könnte. Aber in meinem Leben
erst mal eine Dankbarkeit für das Leben an sich. Vielleicht ist das ja auch was
für dich. Ganz viel Spaß dabei! Tschüss!

