Die AfD ist bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit 43,8 Prozent klar stärkste Kraft geworden. Die CDU erreichte 17,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 77,8 Prozent und damit auf einem historischen Höchststand. Nun bleibt die entscheidende Frage offen: Wie kann die AfD tatsächlich regieren? Mit 39 von 83 Sitzen fehlt ihr die absolute Mehrheit. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund spricht im Interview mit der Epoch Times über den Kurs seiner Partei und die Frage, wie es nach dem Wahlergebnis politisch weitergeht. Noch sei nichts entschieden. Auch eine Neuwahl und ein möglicherweise noch stärkeres AfD-Ergebnis stellt er in den Raum. ________________________________________________________________
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Herr Siegmund discusses the strong election results for the AfD, viewing them as a reflection of widespread public desire for change. He emphasizes the importance of remaining true to their political course and believes the high voter turnout demonstrates a revitalization of democracy by providing citizens with a viable alternative.
Herr Siegmund, was sagen Sie zum Ergebnis?
Sind Sie überrascht und auch was die CDU angeht,
diese niedrigen Werte, wie sehen Sie das?
Also das Ergebnis spiegelt schon das wieder,
was wir jetzt in den letzten Monaten,
die wir wirklich in jedem Winkel unseres Landes erlebt haben.
Die Menschen, die hatten Hoffnung, sie hatten Zuversicht
und sie wollten mit uns wirklich wieder
den positiven Wandel für dieses Land.
Von daher ist dieses Ergebnis wirklich genau so,
wie wir es in jedem Winkel auch wirklich gespürt haben,
was uns die Menschen mit auf den Weg gegeben haben.
Und es bestärkt mich auch,
dass unser Kurs der richtige war,
nämlich uns selbst gegenüber treu zu bleiben,
dass wir uns nicht verbiegen,
dass wir natürlich auf der einen Seite,
und das wollen auch die Menschen,
dass wir unserem Regierungsauftrag gerecht werden,
dass wir Demokraten sind und immer die Hand ausstrecken,
aber nur unter der Maßgabe,
dass wir uns inhaltlich nicht verbiegen,
nicht so werden wie die anderen,
die jedes Mal genau nach einer Wahl das Gegenteil von dem machen,
was wir vorher versprochen haben.
Und deswegen ist das der richtige Weg.
Aber deshalb bin ich auch noch sehr gespannt,
was die nächsten Tage bringen.
Ich bin mal gespannt,
ob es in Berlin heute noch ein bisschen wackelt.
Sie sehen sich ja schon als nächster Ministerpräsident
für Sachsen-Anhalt.
Nun hat die AfD nach den aktuellen Hochrechnungen 41 Sätze.
Wie soll das weitergehen?
Das würde ich ja gar nicht zementieren.
Niemand weiß, was heute Abend
und auch in den nächsten Tagen vorher passiert.
Niemand weiß,
ob es jetzt vielleicht einzelne neue Fraktionen werden,
die vielleicht doch mal wieder zu sich selbst finden und überlegen,
war das so richtig,
dass wir uns zu einer Kopie der Grünen oder der Linken entwickelt haben?
Oder sollte man vielleicht doch
zu einem konservativen Gedanken der 90er-Jahre,
den man noch mal vergessen hat?
Oder sind es vielleicht einzelne Abgeordnete, die das so sehen?
Das weiß ich alles ja noch nicht.
Das heißt, ich bin da realistisch.
Noch ist es nicht erreicht.
Aber viel wird in den nächsten Stunden und Tagen noch entschieden.
Da bin ich mir 100% sicher.
Weil eins steht fest,
wer nach diesem Ergebnis hier im politischen Berlin
und auch im politischen Sachsen-Anhalt der anderen Parteien
zur Tagesordnung übergeht,
ich glaube, der hat gar nichts verstanden.
Und deswegen bin ich guter Dinge, dass es, wenn es so wäre, sollte.
Ja, dann haben wir halt bei einer Neuwahl 50 oder 55%.
Die Zukunft in diesem Land ist die Alternative für Deutschland.
Letzte Frage.
Es gab eine Rekordwahlbeteiligung so an die 80%.
Wie erklären Sie sich das?
Und auch diesen hohen Anteil an Nichtwählern,
die Sie für die AfD mobilisieren konnten?
Auch das spiegelt unser Erlebnis an den Infoständen wieder.
Wir hatten so viele Menschen wie noch nie, die uns gesagt haben,
sie gehen zum 1. Mal in ihrem Leben wählen.
Oder sie gehen jetzt wieder wählen.
Sie wählen AfD, weil es wieder etwas zu wählen gibt.
Ich würde es mal so sagen, und die Zahlen sind belegbar,
wir haben die Demokratie wieder zum Leben erweckt.
Wir haben die Demokratie gestärkt,
indem wir Leuten wieder eine Perspektive gegeben haben.
Deswegen ist es ein super demokratisches Votum.
Es ist ein eindeutiges Votum.
Und es ist für mich eine riesengroße Motivation,
wo ich den Wählern in diesem Land sehr dankbar bin.
Vielen Dank.