Zechenmusik - Trailer

LWL-Museen für Industriekultur
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04.11.2024
"Dunkelster Tag", „Wege zur Arbeit" oder „coal´s journey" -- das sind die klangvollen Titel der Kompositionen, mit denen 60 Schülerinnen und Schüler aus dem Ruhrgebiet die Zeche Nachtigall zum Klingen brachten. Auf dem Wandelkonzert am 10.Juni 2012 präsentierten sie zum Abschluss des Kooperationsprojekts „Zechenmusik" ihre selbstkomponierten Stücke rund um das Thema Bergbau und begeisterten das Publikum.
Vor ein paar Monaten sind wir hierher gekommen und haben uns dann auch rumführen lassen.
Und da kam uns halt irgendwie der Gedanke, dass es viele verschiedene Arbeiten hier gibt.
Also ich habe jetzt gelernt, dass man hier irgendwie Kohle nach oben holt mit so einer riesigen Maschine,
dass dann irgendwie so ein Lift funktioniert.
Ich habe auch gelernt, dass hier irgendwie so Ziegelsteine gemacht werden durch Lehm oder Ton oder sowas.
Ja, das ist halt so das meiste.
Ich finde das ganz große Klasse, wie man Kinder und Jugendliche so für alte Geschichte begeistern kann.
Ja, ich habe selber zwei Kinder, die mittlerweile schon groß sind.
Aber ich weiß, wie schwer das immer war, wenn man so Museumsbesuche machte.
Das musste immer ein ganz besonderes thematisches Thema sein, damit man die Kinder dafür fesseln konnte.
Und das finde ich hier heute ganz toll, wie so auf kindgerechte Weise dieses Thema Geschichte und Musik verbunden wird.
Und man sieht das ja an den Gesichtern auch, dass das allen riesen Spaß macht.
Es ging um diese Zechenbahn. Also war sofort Pfeif und Zisch angesagt, anstatt jetzt irgendwie Kohle fördern.
Also wir sind mehr bei dem Thema Zechenbahn.
Also ich glaube, es war etwas lauter, weil alle Leute auch gearbeitet haben.
Und die Zechenleute, die haben ja auch geredet und so. Es war, glaube ich, ziemlich laut.
Also eine Zeche klingt ja weniger wie Musik, sondern wie ich es erlebt habe als Kind in der Nähe einer Zeche aufgewachsen,
das sind ein Vielzahl von Geräuschen.
Das ist das Wummern von Eisenbahnpuffern, das ist das Rauschen eines Kokslöschwagens
und das ist ein hohes Jaulen von zahllosen Maschinen, die man da hört.
Also nicht unbedingt ein musikalischer Klang.
Ja, es ist schwer vorzustellen, aber ich finde, die haben das auch gut dargestellt,
wegen den vielen Fotos und auch Erklärungen, die die halt hier gemacht haben.
Die haben auch viele alte Ausstellungsstücke.
Das finde ich sehr gut, da kann man sich das eigentlich prima vorstellen.
Es geht darum, festzustellen, dass die Kinder in der Tat Kultur mit Leben füllen.
Und wenn der Auftrag eines Museums, Industriekultur zu bewahren, Geschichte zu bewahren
und das noch zu verbinden mit Musik, mit aktiver Auseinandersetzung mit kulturellen Dingen,
dann kann man sich mehr eigentlich nicht wünschen.
Das sind die Verläufe, wie das in den einzelnen Jahren waren.
Zum Beispiel, es wurde Feuer gemacht, um die Ziegelsteine zu brennen und die ganzen Bezüge halt.
Also Arbeiten, dass man keine Lust auf die Arbeit hat und dass diese Arbeit halt schwer ist
und man keinen Bock hat, halt schwer arbeiten zu müssen.
Wir haben uns halt diesen wunderschönen Ort hier unten ausgesucht, um unser Stück
Die Dunkelste Tag' vorzutragen.
Und wir haben uns jetzt zu unserem Stück gedacht, dass es halt so ist,
dass die Arbeit eines Bergmanns zu der damaligen Zeit hier unten nicht gerade sehr angenehm war
und dementsprechend wird auch unsere Musik nicht sehr angenehm werden.
Neue Orte, innovative Orte, und darum geht es ja im Land der Ideen,
sind natürlich etwas, was uns als Musiker auch bereichern,
weil wir uns selber unsere Musik anders wahrnehmen
und weil wir oft auch auf ein ganz anderes Publikum stoßen.
Das finde ich auch wichtig.
Wenn man sich halt dieses Bild vorstellt von den Bergarbeitern,
die dann halt die Kohle in dieses Schiff reinschaufeln,
dann haben wir halt versucht, irgendwie dieses Geräusch zu imitieren
und sind dann halt auf die Flasche gekommen.
Bevor hier irgendwas war, waren die Vögel hier.
Und als jetzt die Arbeiter weg sind und die ganze Arbeit, sind die Vögel immer noch da.
Und ich finde, das wollte ich halt sehr gerne einbringen.
Musste ja ein bisschen für kämpfen, aber...
Das habe ich bei vielen Projekten, die ich mittlerweile ausgezeichnet habe.
Man sieht immer dann, wenn man die Jugendlichen auch in ihren Thematiken sehr ernst nimmt
und in ihrem Alter auch sehr ernst nimmt,
dass sie dann auch sehr viel von sich selber geben können
und sich auch ganz stark engagieren.
