In dieser Folge führt mich mein Weg von Antep nach Mardin. Ein rettendes Ufer! Mein Visum läuft ab und ich weiß nicht wie es weiter geht. Ich werfe mein Ego über Bord und entscheide mich, hybrid zu reisen und nicht mehr ausschließlich zu Fuß. Ein notwenider "Schritt".
Beim Kauf der Produkte entstehen für Dich keinerlei Mehrkosten! Sogar, wenn Du nach dem Klick auf einen Produktlink ein anderes bestellst fließt eine Provision in meine Reisekasse.
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Ich bin Robert und seit März 2025 vollzeit als Vagabund unterwegs von Leipzig nach Singapur. Lange Zeit zu Fuß, mittlerweile auch mit dem Bus, mit dem Zug oder per Anhalter. Mehr als 18.000km trennen mich von meinem Ziel. Mehr als 20 Länder werde ich durchreisen.
💚 R.
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Videozusammenfassung
KI-generiert
The traveler journeys through southeastern Turkey toward Mardin, exploring the historical landscapes of Hatay and Mesopotamia. While deeply moved by the region's beauty and the extraordinary hospitality of the Turkish people, the physical toll of walking and the stress of highway travel lead him to adopt a \"hybrid\" travel approach using buses and trains to sustain his journey.
Aufbruch aus Gazantep, weiter in Richtung Osten, in Richtung Mardin.
Entlang der syrisch-türkischen Grenze, die nächsten 300 Kilometer knapp, werden knackig.
Der Plan ist nächste Woche Sonntag in Mardin anzukommen.
Ich habe hier noch anderthalb Tage Pause gemacht, mich noch weiter vollständig erholt.
Es war jetzt tatsächlich die erste Nacht seit über anderthalb Wochen,
in der ich quasi schmerzfrei ohne Krämpfe durchschlafen konnte und keine Beschwerden hatte.
Mir geht's auf jeden Fall wieder gut.
Ich war ja in Hatay jetzt zuletzt noch ein paar Tage, ich habe da noch einen Freund besucht.
Da haben wir echt eine gute Zeit gehabt, nicht auskuriert.
Wir sind mit dem Quad rumgefahren, haben uns einen Baum angeschaut, einen Legendenbaum,
der entstanden sein soll, nachdem Moses dort seinen Stab abgestellt hatte,
sich umdrehte, um etwas zu trinken und dann Wurzeln geschlagen hat.
Ich habe mir den Tunnel des Titus angeschaut,
ein künstliches Wasserumleitungsbauwerk aus der sehr, sehr alten Zeit.
Ich muss jetzt lügen, Alexander des Großen, sehr, sehr spannend.
Gräber, alte Gräber entdeckt und erkunden, bin auf Berge geklettert.
Ich war am Wasser, am Meer, die Luft genossen und so.
Gut gegessen, leicht gegessen, Fisch gab es viel.
Hatay übrigens auch eine sehr, sehr interessante Region, echt eine sehr, sehr schöne Region.
Ich würde sogar so weit gehen sagen, bisher mit einer der schönsten hier.
Eingeschlossen zwischen Bergen und dem Meer, leider auch geprägt von vielen Naturkatastrophen.
2023 ein riesengroßes Erdbeben, über 60, 62.000 Tote.
Also trotzdem auf jeden Fall zu empfehlen.
Und ihr habt eigentlich ein geileres, ruhigeres, neueres Antalya to be, sage ich mal.
Probiert es mal aus.
Wenn ihr Tipps und Tricks und Kontakte braucht, erkennt ihr meine Erreichbarkeiten.
Viel mehr ist jetzt eigentlich nicht passiert.
Ihr habt die letzten Videos ja auch gesehen.
Wir haben wieder ein bisschen Freude verteilt unter den Menschen.
Wir haben meine Freude zurück restauriert sozusagen und das Gebälk auskuriert.
Ich befinde mich also in Mesopotamien, dem Land zwischen Euphrat und Tigris.
Dem Land, in dem die Baumwollspinnerei und Weberei schon sehr, sehr lange, Achtung, verwoben ist.
Von dem Jahre 2000 vor Christus gelangte Baumwolle und die daraus resultierende Wirtschaft nach Mesopotamien.
Ansonsten ist das Land ehrlicherweise relativ karg.
Aber darum geht es da eigentlich gar nicht.
Denn ich bin in der Türkei und die Türken machen, was sie immer machen.
Und das ist Gastfreundschaft.
Das ist ja mal ganz, ganz frisches Brot.
Das zischt noch.
Sehr lecker.
Zehn Kilometer haben wir drin.
Etwas mehr.
Geht sich ganz gut aus.
Landschaftlich ist es nicht selbst.
Karg, sag ich mal.
Es gibt viel Sehenswertes links und rechts.
Also wenn ich einfach hier diese ganze kurdische Ecke mir überlege.
Diyarbakir, Badmann, Madin und so.
Das sind schon geile Städte. Mega alt.
Alles hier so ein bisschen in der Region Zweistromland.
Euphrates und Tigris.
Am Tigris werde ich auch noch entlang laufen.
Dann ist das schon viel.
Das sind so schöne Tiere.
Na ja, jetzt sind sie hier noch auf vier Beinen.
Bald sind sie an einem Spieß.
Wir haben jetzt knapp 15 Kilometer drin.
14,5 oder so.
Was zu essen.
Ich habe noch das halbe Brot von vorhin über.
Aber dann mal so ein kleiner Markt wäre ganz gut.
Wenigstens ein paar Früchtenaschen oder so.
Oder ein Eis.
Wie gesagt, geht sich schon aus.
Ich entscheide mich eher ländlich zu laufen.
Das hat den Vorteil, dass ich viel schönere Aussichten genießen kann.
Und mitten in der Natur sein kann.
Das hat den Nachteil, dass ich weniger Versorgungsstellen bekomme.
Weniger Märkte, weniger Tankstellen, weniger kleine Bazaare.
Aber ich bin ja gut genährt und komme deshalb nicht um.
Also ich werde jetzt den Faden hier noch ein bisschen runter folgen.
In Richtung dieser Straße.
Weil da wird irgendwo mein Schlafplatz sein.
Links oder rechts davon.
Im grünen, gartenähnlichen Areal.
Hoffentlich eines Cafés.
So, das Ziel wurde erreicht.
Bin da.
Knapp 29 Kilometer waren es jetzt dann.
Hier habe ich noch ein kleines Lokal.
Also das ist das besagte Café mit gartenähnlichem Areal.
Hab hier wie immer meine Übersetzung abspielen lassen und gefragt, ob ich schlafen kann.
Und das kann ich.
Und ich denke, ich werde versuchen hier ein bisschen im Hintergrund irgendwo in so eine Kabine oder was.
Mein Zelt aufzuschlagen.
Grisslämme gibt es jetzt für mich immer mit Käse und Kartoffeln.
Und wenn ich dann noch Hunger habe, dann gibt es nochmal Hähnchen dazu.
Ich brauche Proteine auf jeden Fall. Ich kann nicht nur Kohlenhydrate essen.
Ich plättere mir jetzt hier einen Tee.
So ein türkisches Bier.
Und da steht das Zelt, die Walpurgia.
Die ersten Sachen liegen auf dem Grill.
Mit Tawook wird es losgehen.
Bevor dann später noch das Rind heraufkommt.
Das Rinderherz.
Da gibt es schon eine erste Kostprobe.
Sehr, sehr gut.
Ja, die wollen auch.
Und es wird aufgetragen.
Ich liebe das einfach, random mit einer Familie hier sitzen als Gast.
So schön.
Es gibt frischen Ayran.
Es gibt Tawook. Es gibt Kalb.
Also Herz.
Schöner Auftakt nach jetzt.
Naja, doch den Tagen, die ein bisschen anspruchsvoll waren noch für den Kopf.
Und die Psyche mit dem Krankenstand und so.
Und habe einfach das hier.
Freue mich auf die letzten 10 Tage hier in der Türkei.
Moin.
Ich begrüße euch zur Tag 249.
Gerade frisch aus dem Schlafstack.
Gepellt oder noch halb drin.
Ich wurde gerade geweckt von den Hühnern.
Frühstück ist gleich fertig.
Aufstehen, frühstücken, alles abbauen.
Ein bisschen Morgenroutine.
Und dann ab auf die Straße.
Wir sehen uns.
Ich wollte bezahlen, keine Chance.
Wir nehmen kein Geld von Gästen an.
Wie gesagt, ich erwarte sowas nicht.
Und freue mich halt jedes Mal wieder tausendmal über sowas dann.
Also man muss sich das vorstellen.
Schlafplatz, nicht mal dafür eine kleine Gebühr.
Es gab Abendessen zweimal.
Einmal Gözleme und dann noch gegrilltes.
Und Tee und Ayran und Wasser.
Ich glaube sechs Flaschen Wasser oder sowas mitgenommen oder getrunken.
Und dann gab es noch ein üppiges Frühstück.
Und noch ein großes belegtes Brot auf die Faust zu mitnehmen.
Also ich hätte denen jetzt hier, keine Ahnung, 15 Euro dagelassen wenigstens für das alles.
Da wollten sie nicht.
Ja, jetzt kann ich also gut gestärkt heute starten und bin gerade aufgebrochen.
Wir sind nach Saray.
An einem Fluss möchte ich da heute schlafen.
An einem Restaurant wieder.
In einem kleinen Familienlokal.
Etwas abseits der Straße.
Etwas ruhiger.
Das ist der Plan.
Es geht heute nur die Landstraße lang.
Seitenstreifen die nächsten Tage.
Wir haben ein bisschen kurz nach Mittag und auch ein bisschen mehr Zeitzeit.
Das erste Restaurant auf meinem Weg und auch das letzte bis zum Abend.
Todesalter, habe ich Bock.
Ich bin jetzt nach knapp 18,5 Kilometern schon relativ angesäuert.
Angefressen körperlich.
Ich brauche jetzt dringend was zu essen.
Proteine und so.
Zum Wohle.
Ich habe mich jetzt so nicht aufs Essen konzentriert.
Ich habe es jetzt schon weggezogen.
Ich hatte zwei so Spieße oder eineinhalb Spieße so Rindfleisch mit Fett.
Und eine Linsensuppe.
Ich habe einfach gegessen, gegessen, gegessen.
Und dann war es halt weg.
Jetzt gibt es noch Tee und Ayran.
Dann werde ich hier noch ein bisschen Pause machen.
Dann habe ich noch 15 Kilometer vor mir.
Und dann geht es hoffentlich auch schon wieder bald ins Bett.
Stärkung tut gut.
Also, bis gleich auf der Straße wieder.
Noch 11 Kilometer bis ans Ziel.
Ich bin groggy.
Ich glaube, das liegt auch an der Umgebung, in der ich laufe.
So schnell kann sich das Blatt also wenden.
Gestern noch in der einsamen, verlassenen Natur.
Heute an einer vielbefahrenen, lauten, dreckigen Landstraße.
Der D400.
Und das noch für einige weitere Hunderte Kilometer.
Wie findet ihr überhaupt dieses eher Vlog-Format?
Weniger dokumentarisch.
Mir macht das eigentlich ziemlich Spaß.
Ich würde gerne wissen, was ihr davon haltet.
So oder so.
Ob ihr treu seid oder neu seid, schreibt einen Kommentar.
Und lasst auf jeden Fall auch ein Follow da.
So könnt ihr euren Lieblingsmann mit dem Bart am besten unterstützen.
Ich habe jetzt noch gute zwei Kilometer vor mir.
Ich weiß gar nicht, warum ich so lange brauche für die Distanz.
Ich erinnere mich am Anfang noch.
33 und näher 35 Kilometer gelaufen zu sein, morgens los.
Immer mit dem Ziel, spätestens um vier oder so angekommen zu sein.
Jetzt ist es hier bald um sechs.
Zwei Stunden länger.
Ich lahme einfach.
Wahrscheinlich bin ich einfach gealtert unterwegs.
Aber wie gesagt, gleich geschafft.
Ich zeige euch dann noch, wo ich schlafe.
Und dann geht der Tag also auch zu Ende.
Das Restaurant, wo ich hingegangen bin, ist auf jeden Fall weit über meiner Kategorie.
Also ich passe halt optisch überhaupt gerade nicht rein in meiner Kluft.
Es ist schon schön hier.
Ob ich hier schlafen können werde, weiß ich nicht.
Ein Stückchen weiter vorne an der Straße, die ich gerade langgelaufen bin,
gibt es so eine Art überwachten Parkplatz mit Grünfläche und so.
Und so ein bisschen schattigen Plätzen.
Da werde ich es eventuell versuchen.
Aber schaut mal hier.
Das ist jetzt auch nicht so verkehrt.
Da haben wir den Mond.
Alles ganz lauschig.
Ich weiß noch nicht, was ich bestellen werde.
Auf jeden Fall ein Bier und ein Raki.
Ein Herrengedeck quasi.
Und keine Ahnung, irgendwas mit Rind.
Ich kann die Hähnchen einfach nicht mehr sehen.
Ein Süppchen.
Ja, mal schauen.
Lasst euch überraschen.
Hier alles für die Klicks.
Ah, Kollege.
Es geht ab.
Ich habe natürlich meine Schnürsenkel und mein Essen mit ihm geteilt.
Es geht ab, Hund.
Ah, wir werden noch ein bisschen rumhängen zusammen.
Und dann geht es bald ins Bett.
Ja, Freunde.
Heute wieder voller Jackpot auf jeden Fall.
Ich habe jetzt fürstlich gegessen.
Und mit dem Hund gespielt.
Oder mit der kleinen Hündin gespielt.
Und jetzt gibt es hier noch ein kleines Lagerfeuer.
Und ich darf auch hier am Restaurant schlafen.
Die Kunigunde.
Ich darf hier einfach drin in so einer Box schlafen.
Da packe ich jetzt meinen Schlafsack aus.
Und dann kann ich da ganz gemütlich ruhen.
Einfach Ruhe.
Und ich kann zwölf Stunden durchpennen.
Moin.
Die Nacht war so lala.
Alle für sich bequem und alles entspannt.
Aber irgendwann haben solche Dreckscheißköpecks angefangen zu bellen.
Die halbe Nacht.
Dann sind die rumgeschlichen, haben geguckt, gemacht.
Rein konnten sie nicht, weil ich fachmännisch verschlossen habe,
was ich meinen bellen kann.
Also Schlupf, Schlupf.
Aber dann sind sie halt rumgestreunert,
haben hier im Areal Radau gemacht und haben gekläfft.
Ich heiße locker zwei Stunden wach.
Wird Zeit, dass ich jetzt mal wieder in eine Stadt mit Infrastruktur will.
Meine Haare sehen aus wie ein Truthahn,
der vor drei Jahren zu Thanksgiving hätte gerupft werden sollen.
Mein Bart sieht aus wie, keine Ahnung, ein überfahrener Waschbär.
Waschen muss ich mich auch mal wieder.
Wir gehen dann jetzt auf Tag vier und dusche zu.
Zwischen hier und Sanilofa ist nichts, also wirklich nichts,
außer ein paar Tankstellen, aber das war's.
Mal sehen, was das wird.
Ich habe auch noch mein großes Sandwich von gestern.
Das werde ich jetzt zum Frühstück heute noch essen.
Ich werde mir einen Liter oder anderthalb Liter Wasser reindrücken
und dann geht es in die Spur.
Achso, ich muss noch Glasen aufstechen, ja.
Hatte ich gestern Abend auch keinen Bock mehr.
Das ist blöd, weil wenn man das morgens macht und dann läuft,
dann hat noch keine neue Heilung eingesetzt.
Wenn ich das abends mache,
dann ist immer schon ein bisschen Lufttrocknung passiert
und die leichte Schwellung, die mit einhergeht,
ist dann eben auch immer weg.
Das Leiden eines Spaziergängers.
Aber was will ich sagen?
Ich bin ja hier auch, wie soll ich sagen,
bin noch sehr komfortabel unterwegs
und laufe nicht wie mein Kollege, der Finian Garvey,
der germanische Stammeskrieger einst den Limes entlang.
Viele Grüße gehen raus, wenn ihr das Video seht.
Das ist ein Weltrekord,
schon wahrscheinlich sechs Monate oder so her oder sieben.
Wie dem auch sei, ich fetze mir also meine Blase auf,
packe meine sieben Sachen und mache mich in die Spur.
Ihr müsst jetzt stark sein,
denn dieses Thema zu Fuß laufen nach Singapur
rückt für mich immer weiter in den Hintergrund.
Es bereitet mir einfach immer weniger Spaß,
insbesondere auf Abschnitten, wo es nichts zu sehen,
zu erleben oder zu genießen gibt.
Ich treffe also eine Entscheidung, werfe mein Ego über Bord
und werde zum hybriden Vagabund,
der Bus fährt, Zug fährt und manchmal hitchhike.
Ja, also auch das hat wieder super geklappt.
Wie gesagt, ich wusste jetzt,
zu welchen Schildern ich laufen muss.
Hab dann gefragt, was es kostet und wo die Busse abfahren.
Das ist quasi hier.
Da sind die zwei, drei Büros dahinter
und hier stehen dann die Busse,
die entsprechend die Destinationen ansteuern.
Kunigunde ist schon verladen.
Verladen in zehn Minuten geht's los.
Also hier ist wirklich karg.
Hier ist echt nichts außer Weite.
Milch, Staub,
Pistazienbäume,
hier und da ein paar Dieselbäume
und das passt.
Siedlungen sind nicht der Fall,
Tankstellen auch nicht der Fall.
Es war nicht die dümmste Entscheidung,
das Stück hier zu fahren.
Und da sind wir auch schon in
Shanli Urfa angekommen.
Nennen wir es einfach Urfa.
Die Stadt ist bekannt,
also überregional,
für Fisch.
Obwohl wir relativ weit weg vom Wasser sind,
es gibt hier sogar Busse,
die zum Balikli Göl fahren.
Balik ist Fisch,
Göl ist der Fluss.
Und irgendwo müssen da Fische,
also ein Haufen Fische drinnen schwimmen,
die man wohl auch angeln kann
und dann essen kann.
Leber ist hier auch sehr, sehr bekannt.
Gier werde ich mir auf jeden Fall
irgendwann hier noch flattern heute.
Ähm, ja.
Auch hier recht alte Sachen.
Also historisch alt,
Schick kleine Seitengästchen,
Seitenstraßen.
Ich bin auch wieder in so einem historischen Altstadt-Hotel
heute Nacht.
Das meine ich mit alten Straßen und Gassen.
Und alt im Sinne von historisch
und nicht verfallen.
Herrlich.
Direkt 38 Grad kühler hier.
Hasbahan.
Das ist mein Hotel.
Es ist mega schön hier.
Hi.
Voll schön hier.
Auch wieder so ein bisschen wie Tausend und eine Nacht.
Voll cute.
Ja, ich mag das hier mit diesen
Steinen, Natursteinen.
Ist immer ein angenehmes Klima.
Ein kleines Badezimmer.
Ja, sehr kleines Badezimmer.
Aber wohl alles da.
Ich bin ja auch ein kleiner Mensch.
Also ich kann euch sagen, es duftet hier schon
kräftig nach gebratener Leber.
Gegrillter Leber.
Hier z.B. gibt es einen Laden.
Direkt an der Cami.
Sieht gut besucht aus.
Assalamu alaikum, Abi.
Wassalam.
Yemek?
So, tam
Yarim.
Keine Ahnung was das heißt.
Das heißt Jürek,
Karischik,
Dallak, Böbrek,
Kusbashi,
Su, Wasser, Eier,
Salam.
Teşekkürler.
Ah, Jürek ist hart.
Niere gibt es auch.
Böbrek, Niere,
Leber, Herz,
Kusbashi,
Steak.
Ist jetzt nicht, ob das dann alles Rind ist.
Also einfach Fleisch.
Muskelfleisch und nicht jetzt Innereienfleisch.
Also ja, Herz auch Muskel, aber ihr wisst, was ich meine.
Na, lassen wir uns überraschen.
So, so sieht das aus.
Es gibt kein Teller und nichts.
Einfach Leber in einem Brot.
Ayran und so ein bisschen noch Zeug dabei.
Die Straßenkids haben auch Hunger.
Ich glaube,
irgendwie habe ich auch gerade was zu essen bestellt.
Aber ich weiß nicht, ob oder wie.
Die jetzt doch weggeschickt werden.
Keine Ahnung.
Erstmal einen frischen Ayran dazu.
Frisch aufgeschlagen.
Gibt wenig Besseres.
Schöne Leber
und Zwiebeln.
Oh ja.
Sehr, sehr gut.
Also hat es geklappt.
Die zwei Kids, also aus einem
wurden dann zwei.
Aber ich habe gesagt,
das ist auch okay.
Die haben, ich glaube, ein Hähnchen-Kebab bekommen.
Tauch-Sandwich
quasi bekommen auf die Hand
und haben sie gleich verdrückt.
Ja, naja.
Warum soll nur ich einen vollen Bauch haben, ne?
Essen war sehr, sehr gut.
Sehr, sehr zu empfehlen.
Hähnchen, glaube ich.
Heute geht es los aus Shani Lofa.
Viel Zeit habe ich hier nicht verbracht,
weil der Körper einfach
schwer ist.
Im Sinne von Muskelkater.
Wir haben ungefähr
25 Kilometer vor uns.
Irgendwo entlang der D400
weiter Richtung Osten.
Ohne wirkliches stabiles
städtisches Ziel.
Irgendwo werde ich da mein Zelt aufschlagen.
Oh.
Baby-Meat.
Geht es, glaube ich, nicht gut.
Okay.
Da organisieren wir eine Kleinigkeit zum Essen
und dann kommen wir nochmal zurück.
Ach, hier ist ja Essen.
Hier gibt es ja Essen.
Vielleicht kann sie sich das bloß nicht holen.
Bringen wir ihr das doch.
Ah, es bewegt sich.
Vielleicht macht es einfach nur eine kleine Mittagspause.
Hey.
Hm?
Bist du kränklich?
Hm?
Warmes Tier.
Was mich sowohl an Antepp als auch an Urfa
am allermeisten fasziniert hat,
sind diese alten historischen Stadtkerne,
die so unfassbar schön aussehen.
Mehr oder weniger inmitten
dieser doch recht trubelichen
und dann chaotisch wirkenden Industriebereiche.
Es gibt überall allerhand zu entdecken
und ich wünschte, ich könnte mehr Zeit
in dieser Region verbringen.
Immer mehr wächst mir Mesopotamien ans Herz
und der verblüffende Anblick von Palmen
am Stadtrand hat mich auch nochmal umgehauen.
Da gibt es jetzt nach
17, 16 Kilometern
ein bisschen was zum Mittag.
Es wird auch Zeit.
Ich muss die Schuhe kurz ausziehen.
Ich habe ja so eine Blase unterm Fuß,
die habe ich aufgemacht neulich.
Ich hatte das Gefühl, die kam jetzt wieder
und ich hatte auch das Gefühl, die ist geplatzt.
Also kurz aus den Schuhen raus
und ein bisschen Chiant essen.
Ich habe schon wieder fast vergessen,
euch mal zu zeigen, was es hier gibt.
Ich habe zwei Spieße bestellt.
Einmal Leber, einmal Rindfleisch.
Die schmeckt gigantisch gut.
Aber ich habe da ganz schön
zu arbeiten dran.
So rein mengenmäßig.
So ein Gierschlund. Es muss immer noch
eine Suppe dazu sein, als würde ich verhungern.
Jedenfalls habe ich zu viel von allem außer von Zeit.
Also verplempere ich diese nicht weiter
und breche wieder auf und bahne mir meinen Weg entlang.
Endloser Baumwollfelder.
Das ist verrückt, denn ich kenne Baumwolle eigentlich nur
aus der Herbstdeko meiner Mama.
Grüße gehen raus und jetzt sehe ich das hier live wachsen.
Zwei Stunden später
bin ich also an meinem geplanten
minimalen Tagesjahr angekommen.
Hier ist die
Raststätte
und da hätte ich gedacht
vielleicht mein Zelt aufzustellen.
Vielleicht da hinten irgendwo.
Ich werde mich hier mal umschauen.
Auch das hat wieder mal perfekt geklappt.
An der Tankstelle.
Hier ist jetzt also die Moschee.
Da ist noch ein Restaurant.
Und ich werde mich hier in dem Park
ganz da hinten in die Ecke verschleichen.
Damit ich ein bisschen weiter weg bin
vom Lärm.
Und auch ein bisschen weiter weg vom
Gebetsaufruf.
Nicht, dass ich
da was dagegen hätte.
Nur die Zeiten sind halt relativ
sperrig für einen
durchgängigen Schlaf.
Ihr wisst was ich meine.
Sonne ist jetzt auch schon weg.
Kurz nach fünf.
Lieber da auf Stein
hier in die Nadeln oder da
auf Stein. Ich denke ich gehe hier
direkt ganz hinten ins letzte Eck.
Da können keine Autos durchfahren. Da ist abgesperrt.
Es sind immer so viele Faktoren
auf die man ein bisschen achten muss.
Oder sollte.
Wenn man vernünftig schlafen mag
sollten auch nicht irgendwie Hunde
in der Nähe sein, die dann anfangen zu bellen
nachts. Das ist auch immer belastend.
Versteht mich nicht falsch. Ich mag Hunde.
Ich habe nichts gegenselbige.
Ich mag nur mein Schlaf einfach mehr.
Das ist der Punkt.
Bauen wir das Zelt auf und machen einen Haken
an den Tag. Und wir sehen uns dann
morgen wieder. Macht's gut.
Ja ihr Mäuse. Gut geschlafen
habe ich. Ich hoffe ihr auch.
Da geht schon ihr
Klarinchen nach oben.
In ihre Wächterstellung.
Die Walpurgia
ist schon so weit halb leer geräumt.
Baue ich jetzt ab und
dann geht's los. Ich setze mir heute kein Ziel.
Ich laufe einfach drauf los.
Irgendwas zwischen
25 und 30 sollten es werden.
Müssen es eigentlich auch wieder werden.
Ich muss in Richtung
Queche hier glaube ich heißt das kommen.
Okay. Bis gleich.
Es ist kurz nach 10.
Kurzzeit. Endlich komme ich
mal in die Gänge weiter Richtung Mardin.
Nach Osten
entlang der syrischen Grenze.
Wetter ist heute ein bisschen
durchwachsen würde ich sagen. Wir haben angenehme
24 Grad oder
22 Grad gerade.
Ist angenehm für mich.
Können wir streng gemacht. Da haben wir wieder mal eine
Polizeikontrolle. Diesmal aber richtig
so Gendarmer. Nicht nur Traffic
Police. Aber es geht
erstmal zum Tee.
Ich filme
drinnen nicht. Aber es gibt Tee und Kontrolle
Du sagst einfach niemals sein wenn dich eine
Polizeikontrolle zum Tee einlädt.
Gut. Ihr wisst Bescheid.
Bis später.
Ja Polizeikontrolle und
dann noch lecker Mittagessen.
Was will man denn mehr.
Also ich wurde jetzt vorhin von der
Polizeikontrolle quasi angehalten.
Und dann
wurde mir eine Eskorte angeboten.
Gut okay.
Die ging jetzt ein paar Kilometer und jetzt
wird glaube ich hier jemand rausgezogen.
Und jemand will fremdes
beauftragt
mich mitzunehmen.
Bis in den nächsten Ort.
Was eigentlich ganz geil ist,
weil mir das echt zwei Tage Zeit
von der Uhr runter nimmt.
Aber muss man sich mal vorstellen.
Da wird einfach jetzt hier die Polizei
hoheit benutzt um den
Allmann ins Dorf zu fahren.
Gut ist halt so.
Das ist einfach zu wild.
Der hat jetzt wirklich jemanden gefunden
in dessen Wagen ich mein Kram rein quetsche.
Ich muss wieder gepäcklos werden.
Das ist alles zu schwer.
Und der mich mitnimmt.
So da bin ich rausgeworfen worden.
An der Autobahn.
Irgendwo kurz vor Vedance hier.
Hab jetzt noch zwölf Kilometer bis in die Stadt.
Auf jeden Fall chillig.
Ich könnte mir jetzt eigentlich erlauben
morgen einen Tag Pause zu machen in Vedance hier.
Vielleicht mach ich das.
Mindestens eine Woche unterwegs.
Würde mir passen.
Lasst mich erstmal bis nach Vedance
hier laufen die zwölf Kilometer.
Und dann entscheide ich spontan ob und wo der Autobus ist.
Und wie ich es mach.
Erstmal los.
Ich brauch dringend Eis.
Und 16 Riegel oder so.
Ist grad nicht so gut.
Mir ist richtig schwindelig.
Ich lauf wie auf Watte.
Aber machen wir mal weiter.
Ich bin im Megahimmel.
Milchschnitte und Pinguin.
Uh.
Tierrettung.
Geil.
Vielleicht zwei.
Kaffee hab ich keinen Bock aber eine Fanta.
Oh und Frucht. Hallo.
Uh.
Was ist denn hier los?
Fruchtzwerge.
Gib mir diese.
Beste.
Salam Aleikum.
Aleikum Salam.
Maschallah gut.
Komplett.
Sehr schön.
Ich komme aus Europa.
Aus der Türkei.
Und du?
Ich bin Alman.
Hallo.
Yürek.
Almanya Yürek Buda.
Wallah.
Motor.
Yürek.
Bicycle.
Salam Aleykum.
Wo schau denn wir alle hin?
Schon viel gemacht, da oben drunter.
Das lässt.
This here?
Tamam, problem yok.
Kunigunde bleibt also hier zurück.
Ah, Türkisch.
Where are you from?
Germany.
Çok güzel.
Slowly, slowly.
Subhi!
Burada otur, çay getir, geliyor.
Hey, iki tane getir.
Almanya, Buda.
Sekiz gün.
No.
Instagram you can see.
Ben YouTuber.
Instagram name?
I can, I give you.
You speak English?
He said come eat, eat.
Just little bit for me.
This is perfect.
Thank you very much.
Mit diesem letzten,
abschließenden, gemeinsamen
Abendmahl geht auch dieser Tag
zu Ende. Ich bin satt, ich bin voll
und eigentlich ziemlich glücklich.
Ich merke aber auch, dass ich verdammt nochmal genug
habe und breche deshalb noch am selben Abend
auf und bahne mir meinen Weg etwa
zwei Stunden mit dem Bus von Veranschi
hier bis nach Mardin. Eine Stadt,
wie sie schöner nicht sein könnte.
Aus dem Stein in den Stein gehauen.
Zumindest wirkt es so.
Viel mache ich in Mardin nicht.
Ich neste mich auf einem Campingplatz ein und genieße
die Gesellschaft mit Menschen, die schnell zu
Freunden werden. Letztlich bekomme ich Probleme mit
dem Visum und weiß nicht weiter und nicht mehr zurück.
Also entsteht folgende Szene.
Dann darf ich mir auch eingestehen und mit
euch teilen, dass ich mich momentan sehr, sehr satt
fühle von meiner Reise.