ich bin Robert, auch bekannt als der Mann mit dem Bart.
Am 01.03.2025 brach ich von Leipzig in das größte Abenteuer meines Lebens auf - ein Spaziergang nach Singapur.
Ich habe alles hinter mir gelassen und entdecke nun zu Fuß Menschen, Länder und Kulturen.
In diesem neuen Video siehst Du, was mir auf diesem Abschnitt widerfahren ist.
Ich nehme Dich mit und gebe Dir Einblicke in mein Abenteuer, meine Gedanken und teile persönliche Erfahrungen mit Dir. -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
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The traveler documents a long-distance trek through Hungary as part of a massive journey toward Singapore. The narrative covers the physical and mental challenges of the expedition, equipment failures, and the beauty of the Hungarian countryside. Through encounters with locals and visits to Budapest, the traveler reflects on discipline, hospitality, and the scale of their global ambition.
Tag 53 auf dem Weg nach Singapur. Sorry für die Nebengeräusche. Kleines Update zum Zelt.
Ich habe es ja gezeigt, ihr habt es gesehen im Ausrüstungsvideo vor einiger Zeit. Das
Durston Gear X-Dome 1 welches ich hier habe im Hintergrund. Ich bin an und für sich sehr
zufrieden. Es ist ein robustes Zelt, es ist trocken, es hat mega viel Platz. Gibt es überhaupt
nichts zu sagen. Allerdings, in der V1 des Herstellers, es ist halt eine V1 des Herstellers,
waren Produktionsfehler bzw. noch Mängel am Material festzustellen. An den Zeltstangen
die aus Carbon sind, deshalb ultra leicht und auch recht robust, also sehr robust und
trotzdem flexibel. Leider sind diese Stifte, diese Hülsen die die Stangen am Ende miteinander
verbinden, hier und da nicht ganz fest und die rutschen in die Zeltstange hinein, sodass
ich dann die Zeltstange nicht mehr mit der anderen Zeltstange verbinden kann. Das wurde
jetzt provisorisch gelöst, ihr habt es ja gesehen mit Panzer Tape. Ich baue es jetzt
gerade ab. Ich habe keine Ahnung ob ich es heute Abend wieder aufbauen kann. Ich werde
es sehen. Ihr werdet es sehen. Das muss ich noch ergänzen, der Hersteller weiß das und
hat von ganz allein jedem Kunden, jedem Besteller aus dem First Batch, also aus der ersten Charge
die geliefert wurde, kostenlos neue Zeltstangen geschickt. Zeltstangen der V2, wo das Problem
behoben wurde. Das Problem ist, dass ich die erst nächste Woche in Budapest bekomme. Wurscht
lange Rede kurzer Sinn. Also es muss jetzt noch sieben Tage halten. Das wird auf jeden Fall
spannend, weil das Zelt in sich relativ lavede ist, möchte ich mal sagen, wenn es dann nicht
noch abgespannt wird mit den Heringen. Und ja, mal sehen. Updates folgen. Ich bin jetzt hier
gerade insgesamt am Abbauen, am Abpacken und das Wetter ist ziemlich perfekt. Es ist nicht zu heiß,
wir haben 22, 23 Grad. Ein bisschen Diesigkeit am Himmel, also ein bisschen Schatten für den
Ginger. Ja, packen wir's. Jetzt gibt's Frühstück und dann geht's auf. Frühstück sieht dann heute
so aus. Es gibt Linsensuppe mit Speck und Bockwurst, auch hungrig, also dipped in China. Hier werden
gleich noch ein paar Eier gekocht, damit ich die mitnehmen kann. Welcher Trottel packt eigentlich
Äpfel in den Kühlschrank? Und welcher Trottel packt den Kühlschrank auf Stufe 49? Das wird ein
Spaß. Hier gibt's noch ein bisschen Speck mit Baguette hier gleich, Banane, bisschen Obst und
ich habe ein ungarischer Salami gekauft und habe nicht gecheckt, dass da so Sockis drin sind. Naja,
jetzt habe ich noch ein paar extra Sockis. Heute geht's gemütliche 20 Kilometer von Komarom nach
Tata Banya, beziehungsweise in die Richtung und nur bis nach Tata. Bin heute ein bisschen faul,
habe mir vorgenommen nur wenige Kilometer zu machen nach Pausentagen, um erstmal wieder
reinzukommen und erstmal wieder anzulaufen. So dieses Gerödel mit über 30 Kilometern nach ein
paar Tagen off, finde ich ein bisschen zu nervig und rein zeitlich habe ich es auch nicht nötig,
sage ich mal. Also lassen wir es uns gemütlich angehen. Es ist ohnehin relativ warm, also da
kommt noch mehr natürlich, aber 24 Grad, keine Wolken. Ja, da hat man Spaß. Wie ist eigentlich
der Plan für die nächsten Tage? Folgendes, da ich nächste Woche um die Zeit, also nächste Woche
Mittwoch, Besuch bekomme aus Deutschland für ein paar Tage, habe ich mich entschieden, nicht nach
Budapest zu laufen, also nicht jetzt direkt, sondern schon hier in Komarom direkt einen Knick zu machen
in Richtung Süden. Das Ziel wird Donaujavoss sein, falls man das so ausspricht, seht es mir nach. Bin
immer ganz froh, dass ich die Tiere und Pflanzen halbwegs korrekt benennen kann. Bei den Städten
mache ich da mal eine kleine Ausnahme. Moin, ich bin der Zukunftsmann mit dem Bad und mittlerweile
weiß ich, dass das Budapest und Dunajvaros heißt und nicht Budapest und Dunauvaros. Und ich will
dann von diesem Ort, vielleicht schaffe ich es noch ein bisschen weiter innerhalb der sieben
Tage, mit dem Zug oder mit einem Bus reinfahren nach Budapest und dann eben dort Budapest
Sightseeing machen, ein paar Tage bevor es dann wieder mit dem Bus rausgeht nach Donaujavoss
oder wo auch immer ich eben als ankomme in den nächsten sieben Tagen, um dann dort weiter zu
laufen. Ich habe es einfach sehr sehr langsam angelassen die letzten Tage und Wochen um und
vor Bratislava bis jetzt und so schaffe ich es nochmal 100 Kilometer raus zu laufen, knapp. Das
dürfte sicherlich nicht unwillkommen sein für meine Zeitplanung. So, 9,4 Kilometer sind drin,
9,6 sind noch offen. Es ist wirklich ein unspektakulärer Tag. Der Weg hinter mir und der
Weg vor mir. Ja, es ist halt ein Weg. Ich bin ganz froh, dass ich einen Seitenstreifen habe,
der nicht allzu große Bordsteine oder Hügel hat, so dass die kleinen Steckächselchen meiner
Kunigunde nicht so arg beansprucht werden. Schauen wir mal, was mir noch erwartet heute auch in
Richtung Zielort. Nach wie vor nichts Aufregendes heute. Ich kann ja nicht viel zeigen. Tut mir leid.
Aber eigentlich auch nicht so richtig, denn theoretisch muss man ja nicht immer was babbeln
und doch mache ich nun jetzt dieses Voice-Over, um euch nicht ganz alleine euch selbst zu überlassen.
Weiter ging es dann hier in diesem kleinen Flüsschen. Es war eine schöne Szenerie und das Ziel, ein kleiner
Campingplatz, war vor Augen. Bleiben konnte ich dort nicht. Zelt war auch schon gut kaputt. Vielleicht
war es ein Zeichen. Gut, das war erstmal ein Schuss in den Ofen. Da die Camping-Area ist noch geschlossen,
nur dieses riesengroße Freizeitbad hat geöffnet, frage ich mich, Mitte April, geschlossen wegen
Wohlstand oder wie. Egal, jetzt gehe ich in die Stadt Tata rein und suche mir da irgendeinen Platz zum
Schlafen. Das wird schon. Das Ding ist ja, ich hatte den Rochen schon gebraten, dass da eventuell Probleme
sein könnten mit dem Campingplatz, weil da nichts stand, wegen Öffnungszeiten und Kram. Und hatte
mir eben eine Alternative an diesem wunderschönen See herausgesucht und so konnten wir gleich mehrere
Dinge mit zwei Fliegen schlagen. Schöne Aussichten und eine Alternative in der Planung. An diesem Tag
ist dann auch tatsächlich nicht mehr viel passiert. Ich habe meine Unterkunft aufgesucht, eine schöne
kleine Ferienwohnung. Da gab es jetzt nichts weiter darüber zu erzählen. Und am Abend habe ich dann
noch in einem Lokal so einen ziemlich halb verwahrlosten, mega abgefuckten, abgecrackten
Holländer getroffen, der mich angebettelt hatte, ob er mit meinem Telefon nach Holland telefonieren
könnte, um seine Schwester zu erreichen, welche ihm dann Geld überweisen sollte, sodass er dann
irgendwie zurück nach Hause fahren kann. Aber das war eine ziemlich wilde Story. Also Markus aus
Hallo in Holland, wenn du das siehst, viele Grüße gehen raus. Ich hoffe, du hast es geschafft.
Zehn Kilometer haben wir drin. Tadabanja ist erreicht. Bin ganz froh, dass ich gestern nicht
mehr hingelaufen war oder hingelaufen bin. Wäre auf jeden Fall mega zäh geworden. Aber der Weg war
echt nice hier morgens, hier heute. Schön durch die kleinen Wäldchen, Fahrradschnellweg entlang.
Die Stadt selbst, das was ich hier sehe entlang der Hauptstraße, ist eine Stadt. Ich habe hier
mal ein ATM. Es gibt mal einen Rossmann. Ich kann mal ein Zuckerwasser irgendwo kaufen. Alles okay.
Will hier gar nicht irgendwie ungute Eindrücke oder sowas vermitteln von den Städten. Es sind
halt kleine Städte. Punkt. Aber wer kennt diesen Strand? Ich kann stolz behaupten, dass ich da schon
war und geschwommen bin, bevor es den Erdrutsch auf dieser Seite gab und der Strand zum Schwimmen
gesperrt wurde. Weiter ging es dann durch die kleinen Vororte mit all den Dingen, die es da so
gibt, bis ich dieses Schokoladen Zebra hier entdeckt habe. Ein schönes Viech, auch wenn es ein
bisschen scheu war. Im folgenden habe ich mir dann ein kleines Festbar organisiert. Es gibt ja auch
hier immer noch überall altbekannte und vertraute Discounter und Einzelhändler. Hier gab es italienischen
Apfel, gleich reingesnackt. War die beste Jahreszeit für ich liebe die Dinge einfach mega. Und in der
nächsten Szene hat sich weder die Kunigunde noch der Fahrer dieses LKWs beeindrucken lassen. Da
wurde einfach eingeparkt. Ich war sehr beeindruckt von den Künsten dieses LKW-Fahrers. Wir gehen langsam auf die
ersten 20 Kilometer. Ich muss sagen, ich bin ganz schön erschöpft. Die Temperatur, die Temperaturen
zollen ihren Tribut. Aber ich bin gut versorgt mit Trinken und mit Essen. Also ich werde jetzt
natürlich durchziehen bis zum Ziel heute. Das kenne ich noch gar nicht. Ich weiß gar nicht, was mich da
erwartet. Das ist so eine Art Farm. Da stehen oder standen Jurten rum. Weiß ich nicht, ob es da ein Bettchen für
mich gibt oder ob ich mein Zelt hinwerfen kann. Wollen wir mal sehen. Also ich habe jetzt noch, ja also ich bin
noch nicht bei 20 Kilometer. Ich habe noch glaube ich zehn oder elf oder so vor mir. Also dürfte ich
jetzt so 15, 16 gleich drin haben. Und dabei wird mir einfach bewusst, dass ich nach Ungarn gelaufen
bin. Leute, ich muss mich echt mal kneifen hier manchmal. Nach Ungarn gelaufen von Leipzig.
Was für eine Holzkopfidee. Naja. Naja, was soll man dazu sagen. Ungefähr zehn Monate später, knapp zehn
Monate später und ungefähr 3000 Kilometer weiter sitze ich zum Zeitpunkt dieses Videoschnitts im
Irak in Erbil in der kurdischen Region. Wundere mich, dass diese Wolke aussieht wie Italien, denke
mir. Jaja, wenn du wüsstest, was da noch auf dich zukommt. Solche Landschaften und Wege, die du so vor
dir und unter dir hast, wünschst du dir manchmal. Abgelegen, ruhig, saftig grün, nicht der Hitze
ausgesetzt. Anyways, kleine Anekdote aus der Zukunft, was euch noch und uns noch erwarten
wird. Mein Garten Eden hatte ich dann erreicht und es war einfach wirklich, wirklich herrlich dort.
Naja, hier, guck mal. Ja, was ist los, Ochse? Ja, genau, das muss natürlich jetzt sein.
Neugierig? Neugierig? Der sich in der Luft verbreitenden Luft von Petrichor deutete an,
dass es eine sinnflutartige Niederprasselei von Wasser gibt. So Leute, grüße euch. Es ist Tag 55
auf meinem Weg nach Singapur. Es war ein bisschen ruhiger zuletzt. Ich habe die Ostertage nicht
offline verbracht, aber nicht so viel für YouTube gefilmt und ein bisschen verarbeitet,
ein bisschen analysiert und ein bisschen, ja, mich ums Ankommen in der Reise weiter gekümmert. Ihr
kennt ja noch so ein bisschen das Fazit aus dem ersten Monat, aus dem März. Wir haben heute den
24. April, wir gehen also langsam auf Ende des zweiten Monats zu und auch da gibt es natürlich
wieder ein paar Erkenntnisse, die ich gerne mit euch teilen möchte. Dazu später sicherlich noch
mehr. Hier erstmal die heutige Aussicht. Es geht über Stock und Stein. Feldwege heute, 34 Kilometer
von Shah nach, ach, keine Ahnung, Wenche. Wenche, glaube ich, heißt der Ort. Morgen geht's nach
Adoni, da habe ich eine Verabredung. Ich bin eingeladen worden zu einer Familie, einer
Schwiegerfamilie, sozusagen einer Zuschauerin, die in Sachsen wohnt. Herzliche Grüße und vielen
Dank. Die Dörfchen heißen Adon und Wenche und dass mein Aufenthalt dort prägend sein wird,
wusste ich da noch nicht. So, dann musste ich wieder umdrehen an dem schönen See vorbei,
erreichte ich einen kleinen, nennen wir es Landsitz, ein relativ großes, cooles Haus und dann stürmte
ein junger Mann heraus und rief mich herbei und fragte, ob ich Englisch spreche.
Und er hat mir dann erzählt, dass ich da, wo mich Kumut langschicken wollen würde,
nicht langgehen kann, weil da alles schon feldmäßig ist. Also es gäbe zwar einen Weg,
oder hätte einen gegeben, aber der Weizen ist allerdings schon hoch genug, als dass ich da
nicht langlaufen dürfte. Also alles wieder retour und die von ihm aufgezeigte Alternative aufsuchen.
Das da ist besagtes Chateau und eigentlich hätte ich diesen Weg laufen sollen, dort ums Eck. Wie
gesagt, keine Ahnung, ob der einfach nur nicht wollte, dass ich über sein Grundstück laufe,
ist wurscht. Er hat mich hier alles nochmal zurückgeschickt am See, die Hauptstraße wieder
hoch und jetzt band ich mir meinen Weg an einem Parallelfahrt entlang. Den habe ich auf jeden Fall
für mich ganz allein, das ist lauschig. Schauen wir mal, wo es hinführt. 20 Kilometer haben wir
drin, noch 16, 15 halb vor uns. Heute wird es ein Arbeitssieg, sag ich mal. Loslaufen und ankommen.
Dazwischen ist nicht viel, was heute zählt oder wichtig ist. Der Weg ist relativ bescheiden,
es geht die Hauptstraße entlang ohne Seitenstreifen, ein Dörfchen nach dem anderen. Abgesehen von dem
Feldweg, den ihr vorhin gesehen habt. Ich habe mir das bewusste ausgewählt, weil es mir wichtig war,
heute nochmal viel Strecke zu machen, denn morgen möchte ich das Dorf Ardoni erreichen. Arduin,
mein Lieber. Es heißt Arduin. Das sind dann nochmal 24 Kilometer und dann gibt es, glaube ich,
nochmal einen Tag Pause und dann schon bald nach Donau-Vladoš. An dieser Stelle möchte ich aus
der Zukunft mal einen kleinen Rückblick geben. Ich war total begeistert, wie schön Ungarn ist. Ich
hatte Glück, dass es zu dieser Jahreszeit noch nicht so heiß war, wie das eventuell andere aus
dem Hochsommer kennen und dass auch das ein oder andere Wölkchen ein wenig Abkühlung brachte.
Ich bin sehr fasziniert, auch bis heute, und dankbar dafür, wie gastfreundlich die Menschen dort sind,
wie herzlich und warmherzlich aufgenommen wurde und für alles, was ich dort erleben durfte. Vielen,
vielen Dank. Weil mich immer so viele fragen, warum schläfst du eigentlich nicht wild und
wirfst dein Zelt irgendwo hin? Erstmal habe ich die Eier nicht, das ständig zu machen. Ich habe
ja so Angst im Dunkeln. Ich gebe es zu. Das Zweite ist, würde ich das machen, hätte ich kein, wie soll
ich sagen, kein physisches, geografisches Ziel am Ende, welches ich brauche, um meinen Tag als
erfolgreich zu bezeichnen. Ich habe jetzt 30 Kilometer drin. Ich bin platt. Ich bin wirklich
platt. Ich habe wieder mal schlecht gegessen, nicht genug, nicht oft genug. Ist wurscht. Aber wenn das
dann so ist, dass ich ja kein Ziel hätte, dann würde ich mein Zelt jetzt hinwerfen und einfach
abbrechen und aufhören. Und der Tag wäre rum. Ich würde den Widerstand, also das, wo es halt jetzt
eklig wird, die letzte halbe Stunde, Stunde, nicht gehen. Und das würde mich noch mehr abfacken. Also
es braucht halt für mich ein Ziel, ein Tagesziel, wo ich hinlaufe. Ansonsten würde ich das nicht so
gut packen, glaube ich. Naja, also ich will nochmal sagen, das Erreichen dieses Ziels, dieses Punktes,
den ich mir rausgesucht habe zur Übernachtung heute, das ist für mich einfach nicht verhandelbar.
Es gibt da nicht die Überlegung, mach ich das, mach ich das nicht, gehe ich so weit. Ich habe mich gestern
Abend bei der Routenplanung dafür entschieden, dorthin zu laufen. Also da wird das umgesetzt und
durchgezogen. Das ist halt gut und schlecht, weil ich ja merke, dass es mich manchmal physisch
komplett an den Rand bringt und ich mich da echt selbst zerstöre, so ein bisschen teilweise. Aber
ich weiß ja, woran es liegt. Also es ist ja nicht, dass ich nach Gründen suchen muss. Warum bin ich
jetzt so fertig? Nee, wenn ich mir halt dann eine Milchschnitte, einen Maxi King und ein Pinguin
rein drücke, anstatt keine Ahnung was und das ist jetzt auch schon wieder vier Stunden oder so,
oder fünf Stunden her, bin ich ja selbst schuld. Ja, es ist gar kein Gejammer. Ich will euch nur
meine Gedanken mitnehmen. Stichwort Hirnfeuerlefant. Und was so meine täglichen Herausforderungen sind.
Selbstgewählte Schicksale und selbstgemachte Probleme. Aber auch fremd verursachte Probleme
kreuzten meinen Weg auch hier einmal wieder, wie ihr gleich sehen werdet. Und ich kann euch
versprechen, die Kontenance kann ich nur vor der Kamera halten. Dahinter sieht die Welt ziemlich
anders aus. Auch hier wieder komplett verrammelt, ist einfach zu. Es ist auch keiner da, es steht
nichts dran von wegen, von wann bis wann geöffnet, von welchen Monaten man hier spricht, wenn es um
die Saison geht. Sind wir doch mal ehrlich. Also spätestens hier, eigentlich mitten auf dem Land,
an diesem See, hätte ich mich auch einfach einen Strand packen können und mein Zelt aufschlagen
können. Anyways, ich bin bei Bob gelandet. Den habt ihr gerade hier gesehen. Ihr könnt euch jetzt
aussuchen, wer von beiden Bob war. Den Abend haben wir dann einfach gemeinsam ausklingen lassen und
noch ein bisschen gequatscht und Geschichten ausgetauscht. Mehr ist nicht passiert und dann
ging es schon weiter. Heute geht es 27 Kilometer von Valenze nach Arduni. Der Tag hat brutal
gemütlich gestartet. Es ist jetzt original 10.50 Uhr. Für mich ein absoluter Wellenestag. Ausschlafen
bis sieben, gemütlich frühstücken hier in der wundervollen Küche, die mir der Bobo zur
Verfügung gestellt hat. Das sollte wieder alles so sein. Mit dem nicht ansteuern können des Camping
Platzes von gestern habe ich dann hier bei ihm Unterschlupf gefunden. Ein chinesischer Typ,
einfach herzlich gastfreundlich. Es war so unverhofft, unvorhergesehen diese Begegnung.
Da waren noch zwei andere Bikepacker aus Chemnitz. Grüße gehen raus. Da war noch ein Typ, der mit
seiner Frau durch Europa sechs Monate lang reist, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln aus Australien.
Also es war einfach wieder fantastisch. Ich habe chinesisch gelernt, zwei, drei Worte. Ich habe
gelernt, dass das Wort Danke, da wo er herkommt aus Shanghai, so ausgesprochen wird. Und woanders
das gleiche Wort so ausgesprochen wird. Also verschiedene Tonlagen, gleiche Bedeutung für
das gleiche Wort. Mega spannend. Ich freue mich über seinen Support Bobo. Bis bald. Und dann war
es also soweit. Der Tag, an dem ich nach Arduin gelang. Ein Tag oder eine Zeit in Ungarn, die
ziemlich viele Sachen verändern sollte. Warum? Das erzähle ich euch später, beziehungsweise das
erfahrt ihr später. Ich habe jedenfalls diesen Valenciasee noch ein wenig erkundet und festgestellt,
dass die Fazilitäten, die dort den See umgeben, definitiv für mehr gedacht sind als das, was ich
dort vorgefunden habe. Will heißen, im Sommer ist hier auf jeden Fall Partyalarm und mega die
Hölle los. Was ist also in Ungarn passiert, dass es so nachhaltige Erinnerungen in mir hervorgehoben
hat oder in mir gespeichert hat? Nun, die Aufnahme bei Susi und Rudi und der ganzen Dorfgemeinde hat
so sehr Heimatgefühle bei mir ausgelöst und dieses Gefühl von, hey, wenn mir jemand Gastfreundschaft
anbietet, dann nimm sie doch einfach auch an, erweckt. Ach ja, das ist übrigens mein Ich stehe
an einer Bahnschranke, muss dringend pinkeln, tippeltanz. And by the way, einen der besten
italienischen Liebes- bzw. Freundschaftsgrenze hatte ich hier kurz für Arduin in diesem Laden,
der Sauerteigpizza backt. Gut, was ist also in Ungarn passiert? Ich hatte ja gesagt, dass ich
eigentlich an Budapest vorbeilaufen wollte bis nach Arduin, um dort ein, zwei Tage rumzuhängen,
um dann nach Budapest zurückzufahren, wo mich dann der erwartete Besuch aus Deutschland treffen
sollte. So weit, so gut. Das hat doch eigentlich alles gut funktioniert. Ich war allerdings ein
bisschen zu früh in Arduin bzw. bin nicht an Arduin weitergelaufen, sondern irgendwie versagt.
Ich wurde hier wie bei Oma und Opa irgendwie zu Hause empfangen. Vielen, vielen Dank nochmal an
die Gastgeber Sushi und Rudi. Ich bin nahezu vollständig in die Dorfgemeinschaft eingeführt
worden und wer dazu noch weitere Sachen sehen möchte, kann gerne bei Insta mal vorbeischauen,
da gibt es die ganzen Storys, die quasi in Real Life aufgenommen wurden, wo ich die Kamera nicht
immer dabei hatte. Es war einfach, also ich kann es nicht beschreiben und war einfach fantastisch.
Ich bin eingeladen von Attila, den werdet ihr gleich noch sehen, mir seinen Weingut
anzuschauen. Gut, diese heftige Dramaturgie war als auch nicht nötig. Es folgt ein bisschen was
aus dem Leben gefilmt ist. Viel Spaß. Das ist eure Küche? Ein kleines Zimmer, 3 m2. Große Wanne
Für den Wein dann, um den Most zu machen, verstehe ich.
Hier hat der Weinbau Tradition.
Das Problem war, dass der Nackt war so dicht eingebaut und dann durchgenasst.
Ja, vor feuchte Wände.
Dann war der Lamez, der Wapen nicht mehr da und dann hat er sich beäußert.
Die 15, das ist wie viel? 15. 15 Meter hoch.
Geldstücke. Ah, okay.
Die sind schon so vergammelt.
Warum ist da Geld?
Ich verstehe.
Das ist ein Beispiel.
Und dann ging es an den köstlichen Teil des Tages. Ich durfte verkosten. Einige Weine, von Weiß bis Rot über Rosé.
Es folgt die wahrscheinlich weltweit schönste, zum Wohl, Floske.
Ich habe die tatsächlich im Nachhinein sehr peinlichen Versuche meiner gustatorischen und olfaktorischen Beschreibungen der Wahrnehmungen einfach ausgeschnitten.
Das konnte ich mir selbst nicht anschauen. Ich gebe es zu.
Den Papa haben wir auch noch getroffen, den wir vorhin schon auf dem Bild gesehen haben.
Und ansonsten haben wir uns einfach ganz gemütlich hier im Weinberg noch ein bisschen rumgeschlängelt und haben uns die Kapelle an der im, ich glaube,
zur Sommer- oder Wintersonnenwende immer spannende Feste stattfinden angesehen, bevor ich hier wieder einmal etwas Schönes Neues lernen durfte.
Der Heilige Urbanpapa.
Über 200 Jahre, ja.
Das erste Mal hier.
Meine lieben Freunde, es folgt ein relativ langes Interview, welches ich gleichwohl hoffe, nicht zu langatmig für euch geschnitten zu haben.
Also es sind einige Fragen gestellt worden, die ich jetzt mit so viel Abstand in der Zukunft ganz interessant finde, wie ich sie beantwortet habe.
Und vielleicht geben sie dem ein oder anderen oder der ein oder anderen noch ein bisschen Hintergründe zu meiner Reise, zu den Begebenheiten vor Ort, hier und da etc. Viel Spaß.
18.000 bis 19.000.
Das ist unvorstellbar.
Welche Strecke macht dir so Angst?
Ich glaube Afghanistan, Pakistan, Indien.
Das wird anstrengend, aber nicht, weil ich Angst habe, sondern weil die Menschen sind so neugierig.
Die Menschen haben so viel Interesse und ich kann nicht fliehen vor den Menschen. Mit dem Fahrrad oder mit dem Auto kann ich einfach wegfahren.
Aber zu Fuß kann ich nicht weglaufen. Also das wird ganz schön viel Input.
Nein, ich habe das Ziel und an dem Ziel arbeite ich jeden Tag.
Und wenn ich irgendwann unterwegs merke, das geht nicht oder das geht nicht, dann wird in der Situation eine Lösung für das Problem gesucht.
Mir hat mal jemand gesagt in meiner Arbeit, wenn du einen Plan B hast, dann bedeutet das, dass du davon überzeugt bist, dass Plan A nicht funktioniert.
Ich bin vor ein paar Jahren zu Fuß von München nach Venedig gelaufen, zu Fuß über die Alpen.
Leipzig, München 450. Aber München nach Venedig über die Alpen 550 Kilometer.
Hast du auch schon den Wagen?
Was kostet so eine Tour? Gibt es Sponsore?
Ich habe keine Sponsoren. Ich habe jetzt nach etwa zwei Monaten ein, zwei Anfragen bekommen für Partnerschaften.
Und ich habe mir das Geld erspart. Ich habe eine Ausbildung früher gemacht. Ich habe dann nochmal studiert und habe zehn, zwölf Jahre gearbeitet.
Und habe mir einfach über die Jahre Geld angespart, um mir diesen Traum der Weltreise jetzt zu erfüllen.
So, das ist...
Wie lange hat die ganze Strecke gedauert?
Ist Singapur.
Ja, im März.
Singapur.
Schaffst du das, wenn du alleine bist?
Ja.
Irgendeine Veranstaltung, wo die Leute meditieren.
Und jetzt ist auch der Sommer da. Dann gibt es viele Veranstaltungen irgendwo draußen. Konzerte, kulturelle Veranstaltungen.
Egal wo ich dann bin, kann man solche Sachen besuchen und einfach sich ein bisschen ablenken und die Zeit noch anreichern mit Erlebnissen.
Was gibt dir so Kraft? Was treibt dir, dass du diese Aufgabe bis zum Ende bringen kannst?
Ich bin so weit gekommen. Jetzt geht es nächste Woche oder am nächsten Tag weiter. Die nächsten Kilometer, die nächsten Kilometer.
Ich funktioniere im Gehirn so. Ich habe ein Ziel und das ist nicht verhandelbar. Ich ziehe das durch. Das ist jetzt meine Aufgabe im Leben.
Das ist manchmal hart. Das ist manchmal auch selbstzerstörerisch. Aber das Ziel ist gesetzt. Es ist jetzt meine Aufgabe.
Und noch ein Satz dazu. Entschuldigung. Mittlerweile ist es zwar meine Reise, aber mittlerweile mache ich es für ganz, ganz viele Leute als Motivation, als Inspiration.
Und ich nehme ganz viele Leute mit. Und das macht mich stolz, dass ganz viele Leute ihre eigenen Abenteuer erleben, dadurch, dass sie mich gesehen haben und der Meinung sind, ich kann sowas auch.
Diese ganze Tour hast du ein Ziel, dass du Aufmerksamkeit machst für die anderen Leute?
Auch, ja. Aber deshalb mache ich das nicht. Das ist einfach so passiert. Ich hätte nie gedacht, dass so viele Leute zuschauen, dass es so viele Leute interessiert.
Und ich möchte das auch noch betonen, das ist mir wichtig. Ich freue mich über diesen Support und die Unterstützung von überall her, aber ich bilde mir darauf nichts ein.
Ich bin, wie ich bin. Ich bin ein bescheidener Mensch und das ist für mich eine absolute Ehre, dass so viele Leute zuschauen.
Wenn du solche Sachen beenden würdest, was kann es wenig Menschen machen?
2027. Zwischen März und Weihnachten 2027.
Vielen Dank. Ich wünsche dir alles Gute.
Danke sehr.
Danke, Rudi.
Es ist echt ein guter Tag. Es gibt viel zu sehen, wir haben viel zu schnattern. Ich bin so in perfekten Händen hier willkommen geheißen worden.
In dem kleinen Örtchen in Haddoni. Ja, macht einfach Spaß.
Das ist eine Stadt.
Ah, eine Stadt.
Ja.
Im Papier.
Auf dem Papier ist es eine Stadt, aber wahrscheinlich Kleinstadt.
Wie auch immer.
Okay. Aber es ist super schön hier.
Auf beiden Seiten gibt es so viel zu sehen. Es ist einfach schön, auch nur zu verweilen und dort zu sitzen und zu gucken.
Später ging es auch noch ins Gellertbad, wo Wasserdampf und Architektur aufeinandertreffen.
Irgendwie scheint es hier alles langsamer zu werden. Möchte man meinen, aber das war wirklich voll und irgendwie auch unangenehm,
weil die ganzen Schickimicki-Touri-Jungs und Mädels da ständig nur am Fotografieren sind, obwohl es eigentlich untersagt ist.
Deutscher kann ich mich jetzt hier an der Stelle auch dazu nicht äußern, was das Päckiertsein angeht.
Es war nicht so angenehm, aber es ist ein wunderschöner Ort, den man schon auch mal gesehen haben sollte.
Die Margeriteninsel war auch ein weiteres Highlight, mitten in der Stadt gelegen, ein absoluter Kontrast.
Ruhig, grün und offen. Sport trifft auf Entschleunigung, auf chilliges Relaxen.
Und ich habe mich hier in so ein kleines Auto gezwängt und so eine Tour gemacht.
Das war eigentlich auch ganz witzig, weil die schon ziemlich groß ist, um dort nur herumzulaufen, wie ich finde.
Und da ich genug laufe, war das mal eine ganz willkommene Abwechslung.
Gut, das absolute Highlight der Stadt, natürlich die Fischerbastei etwas oberhalb der Donau gelegen.
Ein, wie soll ich das sagen, monumentales Meisterwerk. Unfassbare Baukunst, ich war da total verblüfft und begeistert.
Und habe hier auch die Gelegenheit gehabt, ein bisschen das Glockenspiel zu bewundern oder zu belauschen, besser gesagt.
Irgendwie wirkt Budapest von dort oben geordnet und ja, fast ein bisschen sanft, will ich sagen.
Der Blick reicht weit in die Ferne und trotzdem bleibt das Gefühl, dass diese Stadt mehr verbirgt, als sie zeigt.
Das merkt man dann auch daran, wenn man sich durch die engen Gassen oder allgemein die verschiedenen Viertel im Innenstadtbereich drückt und zwängt.
Viele Touristen natürlich immer am Start, aber ja, es gibt immer irgendwas zu entdecken.
Nah am jüdischen Viertel gelegen war damals auch mein oder unser Airbnb.
Und dadurch sind wir natürlich auch bewusster und gezwungenermaßen mehrmals hier durchgelaufen und war für mich etwas total Neues.
Ich war noch nie in einem jüdischen Viertel sozusagen unterwegs und ja, ich habe das sehr genossen.
Die Leute waren sehr freundlich, herzlich und auch die ein oder andere merkwürdige kulinarische Entdeckung gab es hier zu machen.
Budapest hat für mich auch durch sein belebtes Nachtleben bestochen.
Also in verschiedenen Cafés, Bars und so weiter und so fort kann man ständig auch mit Leuten in Gesprächen kommen, wenn man jetzt auch Alleinreisender oder Reisende ist, zum Beispiel.
Das sind ja immer Momente, die bleiben, obwohl sie so flüchtig sind, wie ich finde.
Auch sehr interessant und für mich auch ein Highlight, würde ich sagen, weil ich bin jetzt nicht der permanente Museumsgänger.
Gibt es das Bunkermuseum, ein Erinnerungsort, ein Mahnmal der Zeit sozusagen.
Ein komplett vollständig eingerichtetes Krankenhaus eben im Berg in einem Bunker, um vor atomaren Bedrohungen der ZDRG schütz zu sein,
beziehungsweise damals im Zweiten Weltkrieg ein Rückzugsort und Heilanstalt für die Kriegsversehrten, die im Krieg verwundet wurden.
Jetzt habt ihr einige Sachen gehört und gesehen zu Budapest.
Das ist für mich eine absolute Reiseempfehlung. Es ist, wie viele auch wahrscheinlich unterschreiben werden, eine der schönsten Städte in Europa.
Das ist irgendwie kein Ziel. Budapest war ein kompletter Vibe und das nimmt man dann auch mit, wenn man wieder abreist.
Das ist Tag 68 auf meinem Weg nach Singapur.
Ich befinde mich nicht auf dem Weg von Arduin bis nach Dunajvaros über gemütliche 20 Kilometer,
sondern laufe hier nur im Dorf etwas auf und ab, um das Intro für euch aufzunehmen.
Ich habe das Angebot bekommen, morgen in Dunajvaros zu übernachten und habe deshalb entschieden, noch einen Tag länger hier zu bleiben
und nicht heute wie geplant aufzubrechen.
Wie geht es jetzt also weiter? Wie gesagt, morgen geht es von Arduin bis nach Dunajvaros, 20 Kilometer, ZDR dann auch wieder.
Und bis zum, lasst mich überlegen, 30. bzw. spätestens 31. Mai möchte ich in Belgrad sein.
Das sind round about 330, vielleicht 350 Kilometer, je nachdem, welche Route ich wähle.
Wie geht es dann weiter? Ich habe mir den Kopf gesetzt, bis zu meinem Geburtstag Mitte August in Istanbul zu sein.
Muss ich ganz schön straff Strecke machen, weil das dann ungefähr noch 8 Wochen sind, von Mitte Juni bis Mitte August.
Ob das klappt, werden wir sehen. Es wird auf jeden Fall knackig.
Es wird dann entsprechend nach Belgrad weiter Richtung Nisch gehen, durch Serbien durch, ganz in den Süden,
dann werde ich Bulgarien erreichen, durch Sofia laufen, Proftiv laufen und ein ganz klein wenig werde ich auch Griechenland streifen.
Und dann geht es in die Türkei. Ich weiß gar nicht, wie viele Kilometer noch in der Türkei abzusolvieren sind, bis ich in Istanbul bin.
Ja, das war mein Aufenthalt hier in Arduin. Bin gespannt, was mich noch in Dunajvaros erwartet und so sage ich Adios.
Servus, ciao, köszönen.
Gute Reise, komm gesund zu dir.
Köszönen, bye bye.
Geh wieder los.