Nach meinem Abstecher nach Damaskus und Beirut bin ich nun wieder zurück in der Türkei und setze meine Reise fort. Zunächst habe ich jedoch arge Herausforderungen zu bewältigen.....
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Ich bin Robert und seit März 2025 vollzeit als Vagabund unterwegs von Leipzig nach Singapur. Lange Zeit zu Fuß, mittlerweile auch mit dem Bus, mit dem Zug oder per Anhalter. Mehr als 18.000km trennen mich von meinem Ziel. Mehr als 20 Länder werde ich durchreisen.
💚 R.
Da gehen wir doch direkt rein. Die ersten Meter nach über drei Wochen oder so Pause in
Kappadokien, in Antalya, in Damaskus, in Beirut. Da bin ich jetzt vorgestern hier
zurück angekommen in Adana.
Ja, Adana, genau. Da geht es jetzt also an Tag 238 weiter für mich in Richtung
Osmanie. Das ist das nächste Zwischenziel in ungefähr so knapp 100 Kilometern. Von
da werde ich noch mal einen kleinen Exkurs machen nach Hatay.
Da wohnen meine Herrschaften und Frauschaften, die ich in Istanbul
kennengelernt habe. Und ja, ich möchte natürlich einfach kurz hallo sagen und
diese Gelegenheit nutzen und mit deren Heimat einfach auch mal anschauen.
Von da wird es dann also weitergehen bis nach Gaziantep und dann werde ich von
Gaziantep weiterlaufen bis an die Grenze nach Irak, bis nach Erbil.
Es ist Dienstag, der 11. November und ich werde es direkt ohne langen
Spannungsbogen rausplautzen. Die Reise geht für mich in diesem Jahr, für dieses
Jahr fürs Erste, zu Ende. Das ist der Weihnachtsplan, bis Weihnachten
zumindest. Kurz vor Weihnachten, um Weihnachten herum. Und dann werde ich
mich von dort irgendwo tatsächlich in den Weihnachtsurlaub verdrücken und
nicht weiterlaufen zwischen den Feiertagen und Jahren und erst im neuen
Jahr dann weiterlaufen. Mit dem Plan und dem Ziel Iran. Drückt mir die Daumen, dass
das klappt. Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Video auf meinem Weg nach
Singapur, liebe Freunde. Wieso, weshalb und warum ich mich von dieser Reise in
den Urlaub verabschieden werde, werden wir im übernächsten Video erfahren.
Zunächst kann ich jedoch schon mal spoilern und verraten, dass es mit dem
Iran nicht geklappt hat. Denn wir alle sind uns bewusst, wie sich die
geopolitische Lage Anfang diesen Jahres entwickelt hat und ich habe die Sicherheit
vor das Abenteuer geschoben und entschieden, nicht von Erbil in Richtung
Südamerika und dann Richtung Teberis zu laufen.
Ich werde euch alles ausführlich und in Ruhe im Laufe dieses und im Laufe der
nächsten beiden Videos erklären. Es ist so viel Content geworden, dass ich dachte,
ich mache mehrere Videos draus. Entspannen wir uns also einfach und
genießen die letzten Teile meiner Türkei-Durchquerung von Adana bis nach
Mardin. Ich bin jetzt hier in der Tankstelle nach dreieinhalb Kilometern. Ich bin noch
nicht so weit gekommen. Ich habe mir ein bisschen Süßkram geholt, ein Cappuccino.
Irgendwie wollte ich, naja, klingt vielleicht doof, was leichtes haben und noch nicht
irgendwie groß jetzt gekocht ist oder sowas mal im Bauch, aber trotzdem Zucker
dann. Wollte jetzt los, dann heißt es bleibt noch sitzen, Abidjan. Wir haben jetzt
Essen bestellt und jetzt bekomme ich hier noch einen Döner geliefert, kostenlos.
Ich weiß auch nicht, es ist einfach unbeschreiblich.
Ich weiß genau, wäre ich in den anderen Ländern gelaufen, wäre Libanon, Syrien und
so, wäre das genauso auch passiert, dass die Leute mich, ohne zu fragen, ohne mich
zu kennen, einfach zu sich holen und mir Essen anbieten, Getränke anbieten.
Hier geht es jetzt einfach genauso weiter, wie es aufgehört hat und ich habe
da keine Worte für. Ich kann es nicht beschreiben, was ich
für dieses Land empfinde. Das ist rührend einfach, wie sie sich halt um
Gäste oder mich halt kümmern und deshalb ist die Türkei ganz einfach bisher das
aller allerbeste Land, wenn man die gesamte Summe betrachtet von allem, was
ich hier so erlebt habe, aber auch natürlich, weil ich so lange hier bin. Das
kommt auch dazu. Am Ende werden es dann zwölf volle Wochen gewesen sein, also
allein das wahrscheinlich drei YouTube-Videos wert. Nur Türkei und alles,
was ich hier erlebt habe. Ich werde es vermissen, wenn es dann
so weit ist. Jetzt ist mein Essen angekommen. Da ist es. Ist so wie Tandoori, sage ich mal,
ähnlich. Also ja, Fladenbrot und Hähnchen drin und Salat und ein bisschen Soße.
Das ist richtig geil. Das ist das Brot, was ich am allermeisten mag. Frisch gebacken und das ist
so ein bisschen zäh, so chewy mäßig. Nicht irgendwie trocken, so ein bisschen, ich kann
es nicht beschreiben. Einfach so weich und trotzdem so ein bisschen irgendwie dehnbar.
Mega. Ich hoffe, mein Magen bleibt fest und ich bekomme nicht wieder Bauchschmerzen wie
gestern und vorgestern nach dem Essen. Leider wird mein Magen nicht festbleiben
und auch dieses Mal werde ich wieder Magenkrämpfe haben. Diese Magenkrämpfe
werden sich auch in den nächsten Tagen nicht verbessern. Im Gegenteil, sie werden schlimmer
werden, sodass mir ab einem gewissen Punkt nichts anderes übrig bleiben wird, als ein
Krankenhaus aufzusuchen. Richtig, richtig lecker. Da kommt ein Krebs her. Da ist halt
Wasser zur Bewässerung, aber ich weiß jetzt nicht, ob es hier irgendwelche Seen, also so
Süßwasserseen gibt, wo die leben können. So Taschenkrebs, ob das einer war. Keine Ahnung,
oder ein Wollhandkrebs. Ich kenne mich da nicht so gut aus. Auf jeden Fall hat der Bre hier ein
gefährliches Leben an der Straße. Der ist anders als eine Katze oder als ein Hund. Den Krebs sieht
man auch nicht, der sieht aus wie ein kleiner Stein. Wenn man den nicht sieht oder erkennt,
dann rollt man halt rüber. Tja, wir haben etwas mehr als Halbzeit am heutigen Tag. Wir haben,
ich habe, gute zwölfeinhalb Kilometer, vielleicht dreizehn hinter mir, also schon mehr als die
Hälfte. Ich habe die Hauptstraße verlassen. Ich habe gesehen über meine Navigations-App,
dass es noch eine kleine Parallelstraße gibt, wie ihr im Hintergrund sehen könnt. Ja,
es ist ein bisschen mehr als eine Fahrt. Es ist deutlich ruhiger und etwas abgeschiedener. Nur
diese 100 Meter knapp zur Bundesstraße und ich habe weniger Lärm um mich herum. Das ist ganz
angenehm. Übrigens, was ich nicht gedacht hätte oder erwartet hätte zu sehen, Baumwollfeld.
Heutigen ganzen Tag schon immer mal links und rechts. Also, ja, ist ja kein Baum, an dem es
hängt. Ich hoffe, es ist Baumwolle. Ich irre mich gerade nicht. Was soll es sonst sein? Gut,
wir gehen in die letzte Etappe des Tages, knallen noch die paar neun Kilometer runter und dann suche
ich mir einen Flüsschen. Den zeige ich euch dann nachher natürlich noch, einen Schlafplatz. Mal
gucken, was die hier so anbauen. Was das ist? Zitronen, glaube ich. Also manche Gelbe ist schon
dabei, deshalb ist es wohl eher keine Limette. Und wenn es Zitrone ist, glaube ich, ist es noch
nicht reif, weil dann ist Grün noch nicht die Farbe der Wahl. Aber wann denn ist denn wirklich
Zitronenernte? Kann mir das jemand beantworten? Aber ich flatter mir jetzt einfach hier mal so
eine. Wer will mich holen? Mundraub? Gibt es da hier die Todesstrafe? Ich hoffe nicht. Schnell
weg mit der Beute. Ah, hier sieht man nämlich auch. Oh, das sind das Mandarinen sogar. Ha,
Mandarinen. Na gut, die ist schon rum hier. Alles klar. Oder Orangen dann wohl eher. Dann haben
wir es doch. Orangen werden das. Da liegen auch manche am Boden. Ihr dachtet ja wohl nicht,
dass ich das jetzt hier einfach ohne euch anschneide und aufschneide. Mal sehen, was das
ist. Auf jeden Fall ist es fest. Ja, Zitrone. Das wird eine Zitrone. Jetzt sieht man es ganz
deutlich. Wollen wir eins essen, oder? Ach so, ja gut. Könnte auch nur Orange werden,
immer noch. Ist sowas giftig, wenn man es isst und es noch nicht reif ist? Klappen wir uns mal
eins rein. Ja, zitronensauer. Nom nom nom. Vitamin C auf jeden Fall jetzt auf Anschlag.
Jetzt gibt es ja noch ein Geschenk.
Was für geile Jungs. Jetzt habe ich jedoch einen solarbetriebenen Projektor bekommen,
damit ich Licht machen kann. Haben die mir einfach in die Hand gedrückt. Weiß gar nicht,
was ich damit dann machen soll. Gepäckmäßig. Aber vielleicht werde ich es dann irgendwo verschenken,
an jemanden, der es braucht oder so. Jetzt musste ich mich wirklich loseisen. Ich sollte
da im Barbershop schlafen. Es gab Tee und eine Zigarre habe ich noch geschenkt bekommen und ein
bisschen Cola oder Pepsi besser gesagt in Wasser. Aber ich bahne mir jetzt noch meinen Weg zu meinem
Schlafplatz, also zu einem Restaurant erstmal. Und dann werde ich, wie gesagt, am Fluss schlafen.
Ich brauche einfach auch meine Ruhe. Ich wäre da sonst auch nicht mehr rausgekommen und versackt
mit den Jungs. Und jetzt nach den letzten zwei, drei, vier Wochen ständig Leute um mich rum,
wird es Zeit, dass der Mann mit dem Bad auch mal wieder ein bisschen für sich ist und einiges
verarbeitet, was er so erlebt hat. Ja, aber es, wie ich es vorhin schon sagte, das ist eine
neverending Story hier mit den Leuten. Und die sagen alle schon, wohlwollend warnen sie mich vor
dem ganzen kurdischen Teil, dass es immer schwieriger wird, dann weiterzukommen mit den
ganzen Boxenstops tagtäglich, wo die Leute mich anhalten wollen und werden und einladen wollen
und werden. Jetzt sind wir mal gespannt. Wie immer erwarten wir nichts, aber freuen uns über
alles. Wie gesagt, noch 1,7 Kilometer jetzt, anderthalb. Und dann wird gegessen, das Zelt
aufgebaut und dann wird geschlafen. Die Sonne geht hinter mir langsam schon unter. In einer Stunde,
anderthalb wird es dunkel sein. Ich habe jetzt einen Projektor mit Licht und habe auch meine
Kopflampe. Und dann suche ich mir ein kleines Fleckchen. Wie angedeutet, hat sich meine Situation
mit den Magenkrämpfen nicht verbessert und demzufolge war auch nach diesem Abendessen,
was zugegebenermaßen nicht die klügste Entscheidung war, in der Menge zu mir zu nehmen,
wieder das Problem, dass ich mich die ganze Nacht lang plagte, übergeben muss und einfach die
dreiviertel Nacht wach lag, rastlos, schlaflos, weil mich eben die Bauchkrämpfe, die Magenkrämpfe
gequält haben. Gefilmt habe ich dann zum Thema Schlafplatz in der Situation nichts mehr. Ich bin
einfach nicht der Typ, der dann auch noch drauf hält, zumal wenn es mir dann wirklich auch mal
nicht gut geht, dann möchte ich auch von der Kamera nichts wissen und nichts damit zu tun
haben. Am nächsten Morgen ging es dann weiter, etwas verknauscht. Moin, heute geht es von irgendeinem
kleinen Dorf mitten auf der Seidenstraße in Richtung Chayan. Ein Halbmarathon. Ich hoffe,
dass ich den packe. Ich bin richtig am Arsch. Mir geht es nicht gut. Ich habe seit Beirut mit mehr
oder weniger durchgehenden Magenkrämpfen zu tun. Ich habe gestern Abend ein Klassiker gemacht,
Fingernhals. Hat nichts gebracht. Ich wollte morgen ganz normal auf den Pott. Hat nichts
gebracht. Ich kann nichts riechen. Ich will auch nichts riechen oder essen oder trinken. Mir ist
einfach nicht zur Mute. Eventuell habe ich die falsche Entscheidung getroffen und mich für den
Überlandweg heute entschieden, mit nicht so viel Versorgung. Aber ich habe auf jeden Fall nicht
flitzekackert. Das ist schon mal gut. Aber einfach irgendwas noch im Gedärmen, im Gebälk, was sich
nicht gut und nicht richtig anfühlt. Keine Ahnung. Jedenfalls habe ich nicht so viel Versorgung
über Land, was Essen und Trinken angeht. Und im Zweifel auch die Möglichkeit, sich kurz mitnehmen
zu lassen an die restlichen Kilometer von wo auch immer nach Chayan. Ich werde also, glaube ich,
heute auch in einem Hotel einchecken. Die Nacht war schrecklich. Es war recht bequem und so. Was
ich nicht wusste, dass dieses Teehaus auch morgens schon wieder um 6 Uhr aufmacht. Der
Teehaus Wärter stand um 5 Uhr auf. Und da ich irgendwie nur so seichten Halbschlaf hatte,
habe ich das mitbekommen. Dann war dort eine Horde Schüler und Schülerinnen oder was weiß ich,
junge Menschen halt. Es ist ja Samstag. Es ist keine Schule wahrscheinlich. Aber die haben dann
irgendwie gespielt da. Irgend so ein Spiel gespielt. Auch da schon geraucht kräftig. Dann stand die
Hütte im Qualm. Das war ziemlich cool dort zu pennen. Das war sehr nett. Mein Zelt hätte ich
nur aufschlagen können, wenn ich zwei Stunden früher dran gewesen wäre und noch Tageslicht
gehabt hätte zur Orientierung. Also es war einfach auch der einfachste Weg. Mal gucken,
was der Tag bringt. Ich halte dich auf dem Laufenden natürlich. Hier werde ich mich
jetzt mit einreihen. Um die Böcke und Schafe. Ziegen treiben. Das ist eine richtig dumme Viecher.
Aber auch witzig, wie die hier langdapsen. Zum Glück latschen die nicht aus, die Pferde.
Sonst wäre das recht gefährlich. Das sind unterschiedliche Nationalitäten sozusagen.
Manche haben mehr Wolle, manche weniger. Spannend, da vorne ist schon die nächste Herde. Und da sehe
ich glaube ich auch einen größeren Hütehund. Aber entsprechend auch einen Schäfer. Geht also
alles glatt. Die riechen tatsächlich auch nach, also so wie man das manchmal kennt, wenn man so
Schaf oder Ziege eben isst. So schnuppern die also auch in der Realität. Also so in echt,
wenn sie noch lebendig sind. Also natürlich, warum auch nicht. Ich bin jetzt nur noch nicht
so oft in Schafherden mitgelaufen. Deshalb ist das einfach für mich neu.
Hier auf meiner Ziegenfarm, oder auf der Ziegenfarm in Al-Jarrah, mitten in der kuwaitischen Halbwüste.
Das ist mein erstes Mal. Und der Schäfer treibt die auch in der gefühlten eigenen Sprache der Tiere
umher. Der macht immer so hell hell, hell hell. Und dann treibt er die von links nach rechts, wenn die
Outdoor-Siege vorbei zischen, in die richtige Spur. Das ist übrigens jetzt diese nächste Herde. Ist
auf jeden Fall cool, wenn ich jetzt gleich vor diese Herde komme, dann habe ich nicht mehr das
Problem, dass ich nach unten schauen muss ständig, um mit irgendwelchen Tretminen zu latschen.
Der Hund ist schon scharf und guckt.
Schöne Tiere. Übrigens, Natur und Aussicht ist doch Banane, oder? Titte. Gut, ungefähr eine
dreiviertel Stunde später wendet sich das Blatt hinsichtlich meines Magen-Darm-Gefühls. Und es
fängt an, mir zu signalisieren, dass es durchrauschen möchte. Scheiße, die sind noch nicht so richtig
groß hier. Verdammt. Da vorne wäre es besser gewesen. Die sind dichter gewachsen. Da muss ich ein bisschen
weiter reinlaufen. In meinem Rücken sind halt auch Häuser. Ich weiß jetzt nicht, ob und wie da vielleicht
zufällig gerade jemand aufs Feld guckt und hierher schaut und dann vielleicht angespurtet kommt.
Ärger ich mich, dass ich nicht da drüben war. So Freunde, hier fachmännisch, Schaufel, Löchlein und
dann alles für hinterher. So wird es jetzt gemacht. Also für mich ist das ja nicht technisch ein
Problem, sondern eher die Überwindung. Unsicher zu gehen, dass man einfach ungeschützt ist, ist halt
eine sehr private Sache. Hauptsache erstmal dabei filmen sozusagen. Könnte schlimmer sein. Also ich
habe schlimmere Toiletten auf jeden Fall gesehen, diese Bodentoiletten hier auf meiner Reise, als es
ist, sich hier in diesen Mandarinenhain zu hocken. Alles erledigt. Ich hoffe, dass ich damit jetzt bis
zu einer Versorgungsstation mit einem WC essen und trinken komme. Ich müsste auch was frühstücken
bald. Ja, da habe ich die Kuni geparkt. Einfach heute nicht so geil. Ich weiß nicht, was das ist mit meinem
Bauch. Die Lage in Mesopotamien spitzt sich also zu. Der Zustand meines Bauches und das Gefühl
meines Körpers wird stündlich schlechter. Ich versuche mich also einfach nur nach Tschaihan
durchzuschlagen, um von dort die Lage neu zu bewerten. Zwei wundervolle Momente möchte ich
allerdings noch mit euch teilen. Und wieder was Neues. Erdnüsse. Salam Aleikum. Werden Erdnüsse
getrocknet. Bin ich ja mal gespannt, ob ich da mal irgendwie ein oder zwei probieren kann. Und
hier, da hängen die frischen Mandarinen. Erntebereit. So gut wie. Ich vermute mal, die werden so fast
reif geerntet. Und dann werden die noch transportiert nach Europa zu euch. Und ich vermute
auch unterwegs ein bisschen begast noch. Ich denke mit Ethylen. Aber vielleicht wisst ihr das besser
als ich. Ethylen wird benutzt, um beispielsweise Bananen auf der Schifffahrt von Südamerika nach
Europa zu reifen. Ist übrigens ein Gas, welches auch Tomaten aussprühen. Also wenn ihr Bananen
und Tomaten beisammen legt, dann werden die Bananen deutlich schneller braun oder eben von
grün erst mal gelb. Merke. Der freundliche Mann hat jetzt gesagt, hier schnappt ihr ein bisschen
Erdnüsse. Probier die mal. Machen wir das mal. Gucken wie das ist. Frische Erdbeeren. Erdbeeren
sag ich. Frische Erdnüsse vom Feldnaschen. Wer hat das schon mal gemacht? Diese Reise ist einfach
das größte Geschenk. Ich habe mich gerade gefragt, was eigentlich der Sinn des Lebens
eigentlich gerade mit mir selbst philosophiert. Also die sind noch nicht so knusprig wie unsere
getrockneten. Die sind so ein bisschen weich. Mega. Jedenfalls habe ich es gerade angedeutet,
was der Sinn, also die Frage an mich selbst, was eigentlich der Sinn des Lebens. Dann habe ich
mich gefragt, braucht es eigentlich einen Sinn des Lebens, beziehungsweise wenn dich jemand fragt,
was ist eigentlich der Sinn des Lebens, ist es dann nicht ein bisschen vermessen,
des Fragenden an den Befragten oder die Befragte oder die Fragende eine Art Blaupause für alle
Menschen zu geben, was der Sinn des Lebens ist. Schließlich streben wir ja alle nach Individualität
und Freiheit, war so mein Gedanke und dann sehe ich mich nicht in der Position da,
so eine Schablone für alle zu definieren. Das maße ich mir nicht an. Ich kann höchstens definieren,
was von meinem jetzigen Ich-Standpunkt mir der Sinn meines Lebens zu sein scheint. Ob das in
zehn Jahren immer noch so ist, wer weiß. Ob ich den Sinn dann erreicht habe, wer weiß. Ob ich
dann einen neuen Sinn habe, wer weiß. Ich glaube, das ist alles so wie die Natur im steten Wandel
und im steten Fluss und im steten Strom und das weiß ich nicht. Vor 5, 6, 7, 8 Jahren hätte ich
noch was ganz anderes als Sinn des Lebens für mich definiert, als ich es jetzt mache. Heute
laufe ich durch die Welt und tue Gutes und helfe Leuten, wo ich kann. Treffe Leute, wo ich kann,
wildfremde Leute. Leute helfen mir, wo sie können. Dann sage ich, es geht doch eigentlich um, wenn
man das große Ganze mal nimmt, um Völkerverständigung und Respekt zu stiften, mit und füreinander und
Aufmerksamkeit vielleicht zu stiften auf das und auf die, wo es nicht so gut läuft. Vielleicht
zu teilen seine Privilegien oder das, was man eben hat. Irgendwann werde ich sicherlich auch
mal einen Menschen finden, mit dem ich Mini-Männer oder Frauen mit dem Bart in die Welt setze.
Könnte also auch der Sinn des Lebens sein, einfach die nächste Generation zu schaffen,
in der Hoffnung, dass sie es besser macht. Schwierige Philosophie-Stunde hier gerade am
Mittag. Aber ich sage, wenn ich in der Lage bin, solche Sachen zu abstrahieren für mich und zu
durchdenken, dann geht es mir gut. Dann habe ich keine anderen Probleme sozusagen. Dann kann
ich meine Überlebensaufgaben als erfolgreich abgeschlossen abhaken und ich kann dann auf
diese Meta-Ebene gehen und solche Sachen mit mir diskutieren. Das ist also mal ein kleiner
Live-Insight dazu hier am Tag 239. Ich möchte die Frage einmal ins Publikum richten und von
euch gerne wissen, was ihr glaubt, euer Sinn des Lebens zu sein oder was dein Sinn des Lebens oder
was der Sinn des Lebens ist. Über 200 Tage später kann ich für mich festhalten, dass der Sinn des
Lebens für mich bedeutet, sich einen Sinn im Leben zu kreieren. Dass es keinen Sinn im Leben gibt,
sondern dass man einen Sinn seines Lebens erschaffen muss. So, Freunde, wir tun wieder mal
was Gutes. Hier sind nämlich Kinder, Schulkinder. Und die kommen jetzt hier nach der Aufmerksamkeit.
Die checken das gar nicht. 200 Heller für die Kids. Können sich ein bisschen was zum Knabbern
kaufen, die Kids. Mir tut es nicht weh. Ich habe noch ein Mädchen entdeckt. Kann man auch ein
bisschen helfen. Ich betreute natürlich. Es sind jetzt noch sieben Kilometer und ich quäle mich,
ich schleiche. Keinen Bock mehr. Der hat vorhin schon einen Bus angehalten, der mich mitnehmen
wollte bis nach Chayan. Der hat das mir mit dem Übersetzer gezeigt, dass er mir gerne helfen
möchte. Ich sage, nee, jock, jock. Und der kam dann später nochmal wieder entgegen, also aus Chayan
zurück. Ich habe ein bisschen spekuliert, dass der also jetzt nochmal von Adana nach Chayan fährt
und mich ein Stück mitnimmt. Ich einfach nicht in die Dritte komme mit dem Bauch. Ich habe mir dann
auch meine Unterkunft rausgesucht oder zumindest steuere ich die an, frage, ob da ein Platz ist.
Long story short, meine lieben Freunde. Ich habe es bis nach Chayan geschafft und mich dann dort
versucht auszukurieren. Es hat leider alles nichts geholfen. Ich habe einen Doktor aufgesucht und
Medikamente bekommen, die nicht angeschlagen haben und habe mich dann in Richtung Antakya
in Hatay transportieren lassen, wo ich meine Freunde besucht habe. Auch dort wurde es nicht
besser, sodass ich dann in eine Notaufnahme gegangen bin und mir dort noch einmal ärztlichen
Rat gesucht habe. Ich kann euch bis heute nicht erklären, woran es lag. Ich habe den Verdacht,
es liegt in einer kleinen Flasche Rakija, die ich mir dort mit jemandem geteilt habe, waren
plötzlich an einem Morgen alle Symptome verschwunden. Ich hatte eine recht lange
Sitzung auf dem Porzellanthron und danach war alles erledigt. Keine Symptome, nie wieder
irgendwelche Probleme gehabt. Das Video ist ohnehin schon sehr sehr lang, deshalb machen
wir hier Schluss und wir sehen uns nächste Woche wieder, wenn ich dann von Antep bis nach
Mardin reise. Wenn ihr nun schon so lange durchgehalten habt und dieses Video geschaut habt,
lasst doch bitte ein Like da, schreibt mir in die Kommentare, was ihr vom Video haltet und ich
würde mich natürlich auch freuen, wenn ihr mir ein Follow da lasst und wir uns auch beim nächsten
Mal wiedersehen. Bis dahin, gehabt euch wohl.