ich bin Robert, auch bekannt als der Mann mit dem Bart.
Am 01.03.2025 brach ich von Leipzig in das größte Abenteuer meines Lebens auf - ein Spaziergang nach Singapur.
Ich habe alles hinter mir gelassen und entdecke nun zu Fuß Menschen, Länder und Kulturen.
In diesem neuen Video siehst Du, was mir auf diesem Abschnitt widerfahren ist.
Ich nehme Dich mit und gebe Dir Einblicke in mein Abenteuer, meine Gedanken und teile persönliche Erfahrungen mit Dir. -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Durch den Kauf eines der Produkte entstehen für Dich keinerlei Mehrkosten, ein kleiner Bruchteil des Umsatzes geht jedoch als Provision in meinen Reisegeldbeutel. Sogar, wenn Du nach dem Klick auf einen Produktlink keines der Produkte sondern ein anderes bestellst. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
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A traveler documents his arduous journey through Bulgaria, Greece, and into Turkey as part of a long-distance expedition to Singapore. The narrative balances the physical toll of extreme heat and exhaustion with the emotional rewards of local hospitality. Ultimately, the traveler shifts his mindset from a rigid, dogmatic approach to a more sustainable balance of discipline and enjoyment.
Warum höre ich hier Jets?
Wie ihr seht, auch im traditionellen Gewand gekleidet.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Video.
Wie immer der ganz höflich gemeinte Hinweis oder die Aufforderung,
bitte mich zu unterstützen bei meiner Arbeit,
indem ihr einfach ein Abo da lasst.
Die Glocke für die Alarme, für die Benachrichtigungen.
Markiert sie, dass ihr nichts verpasst.
Und gerne auch mit einem Kommentar interagiert.
Das hilft dem Algorithmus.
Ihr habt es ja vom letzten Mal noch im Hinterkopf.
Was mögt ihr lieber? Berliner Krapfen oder Pfannkuchen?
Esst ihr lieber Sucuk, Bratwurst oder Bockwurst?
Schreibt es gerne in die Kommentare.
Viel Spaß beim Video.
Und damit begrüßt euch aus dem Hintergrund
die freundliche Moderationsstimme,
die ihr ja nun mittlerweile schon kennt und öfters gehört habt.
Wir schließen außerdem das Kapitel Sofia ab.
Eine Stadt, die mich wirklich überrascht hat.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich dort so viel Spaß haben werde
und dass sie mir so gut gefällt.
Ich kann mir schon sehr gut vorstellen,
dass ich dort einmal wieder hin zurückkehren werde.
Was mich dann an den Outskirts der Stadt jedoch optisch erwartet hat,
das hat mich ein bisschen geschockt zurückgelassen.
Ich habe erfahren,
und das wird dem einen oder anderen nicht gefallen zu hören,
dass so manche Volksgruppe und so mancher gesellschaftliche Teilnehmer
und Teilnehmerinnen mit der Umwelt und der Entsorgung von Müll
nicht sehr zimperlich umgeht und einfach alles irgendwo ins Feld wirft.
Ich habe mich heute noch gar nicht vor der Kamera gezeigt.
Das gibt es ja gar nicht.
Heute ging es nach der Pause endlich weiter
und wir haben nur ganz gemütliche 29 Kilometer bis nach Elenpelen vor uns.
Bisher war es recht gemütlich,
auch wenn es hier und da mal ein bisschen unwegsam wurde,
weil die App mich irgendwo lang führte.
Aber alles halb so wild.
Das Geduldsbarometer ist noch voll,
nachdem ich jetzt ein paar Tage Pause hatte.
Ja, dann sind wir gleich da.
Wieder so ein Moment, wo man sagen könnte,
Kunigunde muss weg oder Kunigunde stört oder Kunigunde ist zu viel.
Ich muss jetzt diesen Weg laufen und dort außen entlang.
Jedenfalls direkt geradezu ist Elenpelen
und wenn ich einen Rucksack hätte,
könnte ich hier einfach nur durchs Feld marschieren.
Naja, also 6,5 oder 5 Kilometer Umweg anstatt 2 geradeaus.
Ich komme hier nicht durch.
Ist einfach kein Weg.
Ich muss also jetzt, glaube ich, 8 Kilometer laufen anstatt noch 6.
Fuck it.
Jetzt kommt der Ochse auch noch an.
Der wird schon sehen, dass er hier nicht durchkommt.
Ja, bin ja nicht so ein Staubig.
Ne, doch. Ist auch nett hier.
Doch.
Bahnhof Elenpelen.
Immerhin hat es hier Treppen, um auf die andere Seite zu kommen.
Bin zu faul, hier so eine Montage zu machen,
wo ich mich selbst aufnehme und krame und so.
Da kommen noch mehr.
Fick die Ziege, ey.
So ein nettes kleines Dorf.
Ja, der ist noch 500 Meter.
Dann bin ich am Ziel.
Das ist, wie gesagt, ein kleines Campingplätzchen, eine Campingfarm,
auf welcher ich mich doch auf Anhieb pudelwohl gefühlt habe.
Hintergrund ist, dass ich hier mit schönem kaltem Bier versorgt worden bin.
Ich meine, ich hätte es hier auch mehr als einen Tag aushalten können,
aber morgen muss ich schon weiter.
Der Gastgeber hat mich dann noch mit einer Pizza versorgt,
beziehungsweise mit einer halben Pizza,
die ich freundschaftlich mit einem Nachbarn aus Frankreich geteilt habe.
Ja moin, das ist dann also der nächste Tag hier.
Tag 132.
Es geht von Elenpelen nach Berinskow an einen wunderschönen See
und ihr seht schon, wie sich das hier alles ein bisschen verändert.
Es wird irgendwie immer trockener und auch ein bisschen staubiger
und ich muss mich teilweise echt durch wirklich ausgesetzte Ecken kämpfen.
Ich habe mein heutiges Tagesziel nun schon fast erreicht.
Noch zweieinhalb Kilometer, dann bin ich hier an so einem See,
da werde ich mein Zelt hinstellen.
Uh, ist ein bisschen abschüssig.
Zum Glück haben wir Bremsen an der Kuni.
Oh, was ist da los?
Das ist no good.
Was ist hier?
Ausweich.
Ich hätte euch ja gerne ein bisschen Live-Ton und Akustik mitgegeben,
allerdings amateurhaft wie ich bin, stimmbaft wie ich bin,
habe ich eben nicht gecheckt, wie immer.
Und dann schon im letzten Video erwähnt,
dass mein Adapter kaputt ist für das externe Mikrofon
und deshalb war das hier alles irgendwie nicht so geil
und ich muss es mit einem Voice-Over etwas überspielen.
Das ist schon mein Ziel heute. Wir sind gleich da.
Das ist also das, was noch übrig ist vom Flüsschen.
Ich weiß nicht, da sind Häuschen,
aber ich glaube eher da drüben in einem kleinen Waldstück ist mein Ziel.
Offensichtlich kann man sich auch so zum Angeln hier hinstellen
und auch so wildfreistehen mit dem Camper.
Aber gut, ich bin an meinem Platz angekommen.
Ich habe auch einen Platz für mein Zelt gefunden.
Es ist mega schön hier. Es ist alles noch so richtig im Aufbau.
Es ist ein Paar, die haben das hier gekauft, das Areal.
Ich bin der Einzige hier.
Ist ganz nice.
Komplett frisch, sauber, neu gebaute Bad, also Sanitäranlagen.
Ich wurde schon empfangen mit Wasser und einem leckeren Bierchen.
A.K.A. Hülsenfrucht, A.K.A. Dosentorpedo,
A.K.O. Blechmantelgeschoss, A.K.A.
Schreibt mal in die Kommentare, was euch noch so einhört, wie man das nennen kann.
Hier ist offen.
Schaut mal, und es ist so schön, weil es natürlich auch noch lange neu ist,
aber weil es auch einfach richtig geschmackvoll gemacht ist.
Es ist hübsch.
Hier der Duschraum.
Ja, echt top.
Selbst wenn hier hochbetrieben wäre, wäre genug Platz und Möglichkeit.
Das gibt es halt nochmal gespiegelt auf der anderen Seite.
Also ringsherum um den See kann man auch noch stehen.
Man sieht da eventuell die Camper am Horizont, die dann frei stehen, kostenlos.
Aber ich habe gesagt, weißt du was?
Allein dafür, dass du mich halt fragst und es mir freistellst,
lasse ich den Zehner gerne hier und supporte euch.
Und deshalb bleibe ich hier und gebe den Zehner sehr, sehr gerne aus.
Der 134. Tag auf meiner Weltreise zu Fuß nach Singapur
sollte also einer der entscheidendsten Tage werden.
Wieso? Was hat warum? Das erfahren wir gleich.
Also spitz die Ohren.
Und nach dem Frühstück hören wir uns das Ganze mal genauer an.
Bei dieser Quelle der Lebensmittelversorgung kommt wie gerufen,
es gibt jetzt so ein bisschen Schnitzelchen, Kartoffeln, Salat, Suppe.
Und das Beste hier, Ayran.
Ich weiß nicht, wie es hier heißt, aber ist auf jeden Fall so Joghurt.
Immer rein, wenn es das gibt.
Also wenn Legolas könnte, würde er wahrscheinlich auch einen Spannungsbogen aufbauen.
Er dürfte mir nach wenigen Augenblicken beim Essen zuschauen.
Der Schnitzel war knüppelhart und kam aus der Mikrowelle.
Aber es hat satt gemacht und jetzt geht es los.
Jo Leute, ich habe jetzt 16 Kilometer geschafft.
Bin ja ein bisschen später los, um neun heute erst, nach einem guten Kaffee am Morgen.
Es ist jetzt 12.30 Uhr hier und was soll ich sagen, ich bin völlig platt.
Es sind zwar nur knapp 30 Grad, aber es ist halt einfach anstrengend, klar.
Ich bin ein bisschen am Scheidepunkt mit meiner Reise, wie ich weitermache.
Nicht, ob ich weitermache, das ist klar,
sondern eher, ob ich mehr anfangen sollte zu genießen.
Dafür immer wieder mal ein bisschen mehr Strecke zurücklegen sollte,
motorisiert oder wie auch immer, per Anhalter oder so.
Das liegt einfach daran, dass ich auch so viele mega interessante Dinge und Spots
und Sehenswürdigkeiten zum Beispiel in Bulgarien geschickt bekommen habe,
an denen ich halt einfach vorbeigehe, weil ich halt eben dogmatisch sage,
ich laufe nach Singapur.
Aber ich glaube, das ist es momentan nicht mehr für mich,
sondern ich will einfach, glaube ich, mehr genießen
und nicht mehr diese körperliche, sportliche und mentale Challenge in den Vordergrund stellen.
Für mich denke ich gerade darüber nach.
Also ich will die mehrheitlichen Kilometer natürlich trotzdem weiter laufen, das werde ich auch.
Aber es könnte sein, dass ich in der Türkei das ein bisschen verändere,
zumal ich in der Türkei auch dann Zeitprobleme, also ab der Türkei Zeitprobleme bekomme.
Ich habe 90 Tage Visum und ich habe aber wesentlich weniger Zeit,
um bis nach Damaskus zu gelangen, um die Hochzeit fristgerecht zu erreichen.
Also spätestens da werde ich eh irgendwann irgendwo mit dem Zug oder Bus fahren müssen für ein paar Kilometer.
Ein bisschen mehr als 3-4, dann wahrscheinlich eher so 3-400, um das zeitlich zu schaffen.
Und ja, mal schauen, wie sich das Ganze verändert.
Mehrere Stunden Katzengejammer und Kilometer später bin ich dann in irgend so ein kleines Käffchen geraten
und habe ein paar freundliche Leute getroffen, die einfach ungefragt meine Rechnung bezahlt haben
und die mich dann mitgenommen haben zu meiner Unterkunft an einem AirBnB im kleinen Örtchen Kostennetz.
Mitten im Rila-Gebirge habe ich dann den Michael und die Galina kennengelernt,
die in diesem schönen kleinen Häuschen wohnen und die sich um mich gekümmert haben,
als wäre ich ihr Sohn oder ihr Bruder nach einer kurzen Aufwärmphase,
die ich leider hier nicht mit Ton einfangen konnte,
weil nach wie vor mein Adapter spinnt und ich esel es einfach zu spät mitbekommen habe.
Es gab dann also eine kleine Roomtour durch das obere Stockwerk,
welches fast vollständig mir zur Verfügung stand und für morgen haben wir uns zum Kochen verabredet.
Ich bin schon sehr gespannt.
Also ich muss sagen, mir wurde die ehrenvolle Aufgabe des Zuschauers zu teilen, aber seht selbst.
Vorsichtig die Temperatur des Gemischs erhöhen, deshalb geben wir ein bisschen Suppe in den Mix,
sodass es nicht von 0 auf 100 quasi hoch geht in der Temperatur.
Technisch, fachlich, voll geil.
Rühren, rühren, rühren und ihr könnt schon sehen, wie es nicht stockt.
Genau das ist das, was wir erreichen wollen.
Heute geht es an die Wasserfälle von Kostenetz und ich zeige euch einfach ein paar Bilder.
Vielleicht mag es für den ein oder anderen, die ein oder andere irgendwie jetzt nichts mehr mit meiner Reise zu tun haben
und irgendwie langweilig oder langatmig sein.
Es ist allerdings schon noch ein bisschen ein Spannungsbogen und eine Vorschau auf die nächsten Videos, die kommen werden.
Denn ich hatte es ja gesagt, die Reise verändert sich ein bisschen.
Also genießt einfach und seid ganz entspannt.
So Leute, jetzt geht es den Berg rauf.
Wir haben 5,7 Kilometer vor uns bis zum nächsten Wasserfall.
Was ist hier schon wieder passiert?
Schnaps!
Schnaps habe ich die Jungs hier entdeckt.
Ihr macht hier so ein bisschen Barbecue.
Bisschen Barbecue.
Ja, am Feuer.
Ah ja.
Dann gibt es halt schon wieder Schnaps.
Mal gucken, wie weit ich hochkomme.
Digga, die wollen mich killen, ey.
Das ist ja kein Shot.
Das ist einfach ein Glas voll Rakija.
Selbstgemacht, aber schmeckt.
Molto bene.
Es geht auf jeden Fall tief durch die Wälder.
Da habt ihr mal einen Referenzpunkt, wie steil das hier ist.
Wenn ich alleine laufe, sieht man das halt meistens nicht.
Aber mit dem Kollegen, der da vorne wegläuft, gibt es halt mal jemanden, der das zeigt.
Schön am Fluss entlang.
Am Bach.
Zwischen Trail.
Habe hier auch Trailrunning-Schuhe an.
Made it.
Am Ende ganz chillig.
Aber der Weg zurück war natürlich kräftig knackig, weil da geht es ganz schön bergauf.
Bergauf kann ich besser als bergab.
Ihr wisst ja, was jetzt kommt.
Esel geht jetzt ins Wasser.
Erotik macht hungrig, also auf zum Abendessen.
Potatoes, some rice again.
I'm sorry, but we don't have a beer.
No worries.
I had enough.
Ja, jetzt heißt es Abschied nehmen von Galia und Michael.
Bye bye, my friends.
It was nice.
Good luck.
Istanbul.
Ja, schaut mal.
Hier gibt's bürig und ein Stück Pizza für 4 Euro.
Ziemlich fair.
Kriegt ihr euch über den Tag bis zum nächsten Restaurant.
Das ist 15 Kilometer weiter.
Loftif ist auf jeden Fall die nächste Station, wo ich Pause machen werde und die ich euch zeigen werde.
Aber 70 Kilometer halt so rum.
Auf jeden Fall viel zu viel für einen Tag oder auch für zwei.
Übermorgen spätestens ist der Plan, dort zu sein Richtung Wochenende.
Übrigens, so schaut das hier aus.
Das ist echt geil.
Hier alles durch den Fels gekloppt über die letzten Jahre.
Alte Brücken.
Ja, ich grüße euch.
Heute geht einfach gar nichts.
Ich bin nicht in der Verfassung, laufen zu können oder mehr als 10, 15 Kilometer.
Für den Zukunftsmann mit dem Bart.
Es geht immer weiter.
Zurück oder aufgeben ist keine Option.
Merkt ihr das? Merkt euch das?
Das Leben ist auch eine Frage der Alternativen.
Also geht's so heute für mich mal in den Zug für eine Haltestelle.
Was ich hier mache, ist kein Footage Farming.
Ich reise irgendwie nicht von Spot zu Spot und nehme dann was Schönes auf und teile das.
Sondern was wir hier teilen miteinander ist eine Real-Time und Real-Life Weltreise.
Und man darf sich nicht einbilden, dass da jeder Tag einfach schön ist und geil ist.
Es ist hier nicht Urlaub.
Uns ein bisschen chillen, uns ein bisschen spazieren gehen.
Auch wenn es ein Spaziergang ist.
Am Ende ist es ein großer, weiter, langer, ausgedehnter.
Das ist Arbeit.
Und auch in der Arbeit hat man manchmal Tage, die einfach scheiße sind.
Wo man keinen Bock hat.
Wo man einfach nicht so gut kann.
Bei mir ist eben heute so ein Tag.
Möglicherweise auch morgen.
Aber morgen steht nichts an, sondern ein bisschen Zeit sehen.
Ich weiß gar nicht, wie ich das beschreiben oder erklären soll.
Auch da geht es halt durch.
Das gehört dazu.
Ich habe immer gesagt, wenn ich 700 Tage laufen sollte,
von mir aus 800 Tage, nehmen wir 800.
Wenn 400 und ein Tag geil sind und 399 Tage schlecht sind,
dann hat sich die Reise immer noch gelohnt.
Dann war es einfach eine geile Reise.
Weil es dann öfter schöner war als nicht so schön.
Und ihr wisst ja, an den guten Tagen ist es einfach, aber an den schlechten Tagen lernt man.
Der Tag hat auf jeden Fall was Positives und was Negatives.
Das Negative als erstes.
Mein Ego wurde halt heute ziemlich in den Hintern getreten,
weil ich ja heute cheate und eine Haltestelle mit dem Zug fahre.
Und ich also nicht sagen kann, ich bin komplett bis nach Istanbul gelaufen.
Haken dran im Vergleich oder im Verhältnis ist das alles ein Witz.
Und am Ende ist es mir auch scheißegal mittlerweile.
Nicht 100%.
Es ist ein bisschen Arbeit, das Ego da zu befrieden und stummschweigen zu lassen.
Das Positive ist, meine Reise hat also offensichtlich immer noch einen Sinn.
Also ich bin noch nicht am Ende.
Ich bin noch nicht fertig mit dem, was ich zu tun habe mit mir selbst.
Und was ich mir auch als Hausaufgabe mitgegeben habe für die Reise.
Das will ich jetzt nicht weiter ausführen.
Aber ihr habt sicher schon mal mitbekommen, dass ich Tage habe, wo ich ein bisschen zu knabbern habe.
Das ist auch ganz normal.
Da geht es auch anderen Menschen so.
Da bin ich nicht alleinstehend.
Wenn ich irgendwann das Gefühl habe, dass ich fertig bin mit all diesen Geistern und diesen Dämonen der Vergangenheit.
Dann weiß ich nicht, was ich mache.
Ob ich dann auch die Motivation habe weiterzulaufen.
Oder ob ich es dann noch anders genießen kann.
Weil dann ja auch der Purpose ein anderer ist.
Nämlich noch mehr Genuss.
Werden wir sehen.
Wie der sich einfach ins Hemd scheißt, der Typ.
Also wenn der wüsste, was danach auf ihn zukommt.
Und was der noch alles zu erleben wird.
Und dann fragt er sich, ob er noch genießen wird.
Schon kurz darauf bin ich also hier angekommen.
In Plovdiv.
Auf einem der schönsten Campingplätze, die ich bisher auf meiner Reise hatte.
Mit Pool und allem drum und dran.
Apropos Plovdiv.
Falls du Plovdiv noch nicht auf dem Schirm hattest.
Oder noch nicht da warst.
Unbedingt machen.
Wir schauen es uns jetzt gleich an.
Und wenn du dafür noch einen Workshop brauchst.
Oder irgendeinen Guide.
Oder irgendeinen Tool buchen willst.
Einfach mal in der Videobeschreibung schauen.
Und mit meinem Rabattcode.
Schaut mal Leute.
Das ist der stadtbekannte Michael.
Der Milo.
Der hier immer saß und sich mit den Leuten unterhalten hat.
Ein ziemlich reicher Plovdiver hat nach seinem Tod Geld gespendet.
Damit sie eine Statue für ihn bauen können.
Und er sitzt hier und hört euren Wünschen zu.
Also wenn ihr einen Wunsch habt.
Jetzt ist der Moment.
Ja meine lieben Herzblätter und Herzblätterinnen.
Ich hoffe ihr habt euch etwas wünschen können.
Ihr sollt natürlich nicht verraten, was ihr euch gewünscht habt.
Wir schauen uns noch ein kleines bisschen Plovdiv an.
Eine wunderschöne Stadt im Süden von Bulgarien.
Eine Kleinstadt im Süden von Bulgarien.
Geprägt von Historie und vielen bunten Farben.
Ich habe es hier sehr gemocht.
Was besonders ins Auge fällt.
Sind insbesondere die alten Bauten.
Und Überreste römischer Siedlungszeiten.
Aber auch Ruinen noch längst vergangener Tage.
Denn auch Plovdiv gilt neben Sofia.
Als eine der am längsten durchgängig besiedelten Regionen in Europa.
Wenn nicht sogar die am längsten besiedelte Stadt in ganz Europa.
So lassen sich auch Reste und Überreste der Siedlungen durch die Armenier hier wiederfinden.
Die Stadt gilt als die Stadt der sieben Hügel.
Und so gibt es immer wieder schöne, prachtvolle Aussichten auch von oben.
Im Folgenden ist da nicht so viel passiert.
Und wie ich aus Plovdiv herauslaufe, war weder sehenswert noch interessant.
Also sind wir schon am übernächsten Tag.
Guten Morgen Freunde.
Bei gemütlichen 22 Grad geht es jetzt um 7 Uhr morgens los.
6 Uhr Ortzeit in Deutschland.
39 Grad werden heute erwartet.
Deshalb wird es heute ein kurzer Tag mit 21 Kilometern.
Also 25 ist eventuell noch das Maximum, was ich bis Mittag schaffen kann.
Müsste dann aber auch um 6 los und nicht um 7.
Es hat schon gute 32 Grad. 37 sind heute max wert.
Also viel geht nicht mehr.
Morgen 39.
Es ist einfach so heiß von vorne, dass ich manchmal das Gefühl habe,
dass das Reservoir mit den Babys, mit dem Bad, einfach am Überbrodeln ist.
Und am Kochen.
Wenn ihr wisst, was ich meine.
Ich gehe da jetzt besser nicht nochmal genauer drauf ein.
Ihr wisst schon, was gemeint ist. Ihr kennt meinen Humor.
Ich habe mich in diese kleine Oase hier gerettet und ein paar Stunden ausruhen können.
Aber nicht ganz ohne Turbulenzen.
Ja, klassische Falle. Cash is King.
Ich habe kein Bargeld mehr einstecken und ich habe heute Morgen vergessen,
welches zu holen in dem anderen Örtchen, wo ich war.
Ich habe jetzt aber geregelt, dass ich hier zumindest ein, zwei Stunden bleiben kann
oder ein bisschen länger, bis ich nochmal weiterkomme Richtung Haskovo.
Und wir haben uns ein bisschen unterhalten und jetzt konnte ich nicht Nein sagen
zu der Einladung eine Kleinigkeit zu essen, für die ich nicht bezahlen muss.
Das wiederum ist mir dann sehr unangenehm, weil ich jetzt gerade nicht in der Lage bin,
bezahlen zu können.
Normalerweise kann ich immer bezahlen, wenn ich eingeladen werde.
Jetzt hat sie gesagt, ja, wenn du hier sitzen möchtest, kein Problem,
aber ohne Geld kannst du keinen Umsatz machen.
Ist auch kein Problem, aber ich lade dich halt gerne ein.
Gut, dann nehme ich es halt an.
Also, mein Herz, mein Herz ist am Schmelzen.
Ganz feine Leute.
Ja, du Armer, du Armer, dann nimm es halt an.
Mensch, du, du, du wunderbarer Samariter.
Du bist so froh und so, so, so stolz, dass das Geld aus den Taschen
dieser tollen Menschen in deine gewandert ist.
Apropos Wandern, ich habe es dann bis nach Haskovo geschafft.
So, Freunde, 40 Grad.
Ich bin in Haskovo inzwischen.
Hier werde ich mich in ein kleines Hotel einbuchen und morgen auch hier bleiben.
Es ist einfach, einfach ein Plagg.
Nehme ich jede Pause, die ich bekommen kann.
Kleinere Distanzen, wie auch immer, kürzere Tage oder zwei Etappen.
Am Abend nochmal.
Wie auch immer, ich bin hier.
Wir sehen uns morgen.
Aufbruch aus Haskovo um kurz vor 6.
Ich habe heute 16 Kilometer vor mir.
Da gäbe es eine Möglichkeit, irgendwie unterzukommen und auch zu essen.
Die nächste gäbe es erst nach 33.
Ich will eigentlich zu der 33er.
Ich muss euch ehrlich sagen, mir ist das gar nicht so angenehm,
bei diesen krassen heißen Temperaturen, aka Hitzeglocke incoming, 46 Grad,
mein Zelt hinzustellen.
Einfach so.
Vom Tagsüber komme ich auch nicht zur Ruhe.
Du kannst auch nicht ins Zelt gehen, wenn es so heiß ist.
Wo willst du hin mit deinem Körper?
Ich will eigentlich möglichst schnell ans Meer.
Mein Istanbul liegt auch am Wasser.
Aber da ist es auch nicht krass.
Viel mit Baden, soweit ich weiß.
Es ist alles da.
Ich muss mich nur in den Bus begeben.
Dann wäre ich wahrscheinlich heute in Istanbul oder in Edirne.
Ganz egal.
Ich müsste das hier alles nicht machen.
Aber ich will, solange ich kann und soweit ich kann, laufen.
Wenigstens einen Halbmarathon am Tag, bevor ich entscheide zu Hitchhiken.
Ja, ich gestehe es und gebe es zu, was ich auch in der Folge,
in den nächsten Wochen und Monaten immer mal wieder gemacht habe.
Es ist einfach sehr, sehr heiß.
Ich habe es so oft gesagt, für mich ist es die größte Herausforderung,
mit der Hitze klarzukommen.
Verurteilt mich nicht, genießt einfach meine Reise.
Und so schließen wir den Tag.
Schaut mal, Leute.
Ich habe ganz so Salz im Auge vom Schwitzen.
Ich bin ganz nah an der Grenze.
Kapitän Andrevo.
Ich glaube, das ist mein Grenzübergang.
35 km. Ich hoffe, ich bin im Bild.
35 km noch.
Morgen geht es nach Griechenland.
Land Nr. 7.
Aber erst gab es noch eine kleine tierische Begegnung am Straßenrad,
nachdem ich das Örtchen also verlassen hatte.
Spoiler, wer keine Spinnentiere sehen kann, schaut am besten weg.
Oh, Freunde.
Erst mal lasst euch nicht von den weißen Haxen hier ablenken.
Die brauchen auch mal ein bisschen Farbe.
Deshalb sind die ausgepackt.
Ich bin am Straßenrand gerade angehalten,
habe die Kuni mal abgelegt.
Wie man sehen kann, weil ich eine Seltenheit entdeckt habe,
und zwar Wein.
Werden wir uns mal kurz hier durchschlagen.
Oh.
Ui.
Upsi.
Vielleicht doch nicht hier durch.
Unangenehm.
Seht ihr die Spinne?
Oh, Freunde.
Neuer Stand.
Support your locals. Frische Tomaten.
Hi.
Tomato, please.
One.
Where are you from?
Turkey.
Peshawar.
Singapore.
Peshawar.
Germany.
Mama, crazy.
Do you have salt, maybe?
Da.
Ah.
Ah, you live here?
Ah.
Die gute Frau wohnt hier.
Falls ihr übrigens wissen wollt, warum ich immer die Sprache spreche,
ich spreche den Leuten einfach nach und schnappe sowas auf.
Babbel, bitte meldet euch.
Babbel, ich brauche diese Kooperation ganz, ganz dringend.
Babbel, ihr seid die beste Sprachlern-App,
die es gibt auf der Welt.
Ironie Ende.
Darf ich hier meine Tomate naschen?
Mit Salz.
Wagen steht oben an der Straße.
Da geht auch nix schief.
Da passiert nix.
Ich muss mich angewöhnen, hier zu euch zu gucken
und nicht immer in das Display um mich zu sehen.
Bin ja schließlich kein Narzisst.
Ja, und die lieben Ösis wissen schon,
warum sie die Tomate den Paradeiser nennen.
Weiter ein kleines Paradies hier, oder?
Ach, war das wieder schön.
So eine kleine Begegnung, das gibt Kraft.
Und das hat mich jetzt auch dazu bewogen,
instant zu sagen, nee, ich bleib hier in Lubinetz
und gehe morgen erst weiter.
Warum sollte ich die Zeit jetzt hier
nicht noch nutzen
und dann morgen das Land erst verlassen,
wenn es doch hier so schön ist.
Ich muss mich nicht stressen und nicht rushen.
Insofern geht's morgen weiter.
Und das in aller Herrgottsfrühe
zum schlimmsten Tag auf meiner Reise bisher.
4.23 Uhr geht's heute los.
28 Kilometer, heißester Tag des Jahres.
Boah, ich check gar nicht,
ob ihr mich erkennen könnt.
Es ist einfach noch Nacht.
Das habe ich nicht erwartet,
dass es um die Zeit noch dunkel ist.
Meistens schlafe ich auch um die Zeit noch.
Boah, Ding ist, mein Wagen steht hier
in so einer Art kleinen Garage
und die ist jetzt morgens noch verschlossen.
Aber zum Glück ist es ein 24-Stunden-Hotel
und die Nachtschicht ist anwesend,
hat noch gepennt,
habe ich jetzt aus dem Bett klingeln müssen.
Sorry, aber ich brauche meinen Wagen.
Ohne Kuni kann ich nicht weiter.
Das ist eine absolut spannende,
neue, erste Erfahrung,
heute beim Verlassen des Landes
oder beim Überschreiten der Grenze
zu Beginn des Tages im Dunkeln zu laufen.
Bulgarien geht's zu Ende heute.
Ich habe geschaut,
ich bin am 4. Juli reingelaufen,
über die Grenze aus Dimitrovgrad
und habe so viel erreicht.
Und nun gehen dann also bald
vier Wochen zu Ende.
Es war fantastisch,
ich habe wirklich
schöne Momente erlebt.
Leute haben mich teilweise gewarnt
vor dem Land,
vor Kriminalität,
vor Banden,
Taschendieben,
Trickbetrügereien
und ich muss es so sagen,
vor
bestimmten ethnischen Gruppen.
Ich selbst habe keinerlei negative
Erfahrungen gemacht in diesem Land mit niemandem
und bin
sehr, sehr dankbar und froh,
dass ich mir die Zeit hier genommen habe
und länger geblieben bin, als ich eventuell geplant hatte.
Nochmal abgebogen bin links und rechts,
erinnert euch an Kostenetz,
an die Wasserfälle,
das Rila-Gebirge.
Es war einfach schön.
Sophia, eine ganze Woche
verbracht, das Festival erlebt,
die Stadt erkundet,
Plovdiv auch, fantastisch,
noch spontan verlängert,
auf diesem schönen Campingplatz,
die Stadt angeschaut auch. Einfach schön,
gute Zeit gehabt. Heute freue ich mich auf Griechenland
und dann geht's morgen in die Türkei.
Ein Abenteuer
und ein Land, das mich lange beschäftigen wird,
bis mindestens
Anfang Oktober.
Blablabla, schwache Rede, gar keinen Sinn.
Ihr könnt euch auf mindestens 2 bis sogar 3
folgen oder vielleicht auch mehr.
Nur aus der Türkei freuen wir uns nicht,
weil insgesamt 3 volle Monate dort.
90 Tage. Inzwischen haben wir
5.54 Uhr. Die Sonne ist noch
nicht über den Berg, sozusagen, aber
zumindest ist es schon hell.
Ich hab doch gerade gesagt, ich melde mich an der Grenze erst wieder.
Ihr wisst ja, dass ich
jetzt das Land verlasse. Hä?
Ja gut, bis
morgen. Morgendemenz
oder wie immer man das nennen möchte.
Morgenschlaf, Mangeldelirium.
Auch wenn das Gehirn zu dieser
Zeit noch nicht ganz so gut funktionieren möchte,
die Augen tun es bereits und mit diesem
letzten, wunderschönen, fantastischen
Sonnenaufgang bei Glas im Himmel verabschiede
ich mich aus Bulgarien. Ich habe die nächste Szene
drinnen gelassen und weitestgehend ungeschnitten
gelassen, denn wie immer zählen
nur Echtemotionen und Authentizität
und auch der Mann mit dem Bart ist manchmal
sogar offen. Echt gerührt.
Wir haben den Grenzbereich nach Griechenland erreicht.
Noch einen Kilometer, ich zeige es euch in einer Sekunde.
Sieht man es? Oh, sieht man das?
Habt ihr das gesehen?
Mein Gott, ich und die Kamera. Die Kamera und ich.
Ich check das nicht. Warum?
Doch, da ist es doch im Hintergrund.
Was ist denn nur mit dir?
So, Griechenland.
Ihr könnt das zum Glück gerade nicht sehen,
weil ich die Sonnenbrille auf habe, aber
neue Länder, neue Meilensteine,
die rühmen mich immer brutal.
Wieder was geschafft.
Selber wieder sich was bewiesen.
Haken an irgendwas dran.
Neues Abenteuer.
Es ist nur ein Tag, es ist wurscht.
Aber ich will nur sagen, diese Kleinigkeiten
sind halt dann das, was die Motivation hochtreibt.
Zum Thema Motivation,
weil mich viele fragen,
hast du überhaupt noch Bock und genießt du es noch?
Natürlich nicht jeden Tag
und natürlich ist nicht jeder Tag geil,
wenn man mitten in irgendeinem Land steckt,
wo dann nix ist, wo man nur am Laufen ist.
Aber
aufstehen, weitermachen, weiterlaufen, das ist es.
Und der Punkt ist,
Disziplin bringt dich an Orte, wo Motivation
dich niemals hinführen kann.
Das heißt, wenn du heute mega motiviert bist
und von 0 auf 400 gehst, dann wirst du wahrscheinlich
nicht ans Ziel kommen.
Anders als wenn du die Motivation
in 400 Tage aufteilst
und daraus Disziplin erweckst und du 400 Mal
1 km läufst, wenn man das in Kilometern
jetzt nimmt, von 0 auf 400.
Für diese Momente, wenn ich wieder einen Meilenstein erledigt habe,
mache ich das. Nicht für einen schönen Sonnenaufgang
oder Sonnenuntergang, das ist alles cool,
aber das sieht man dann 400.000 Mal,
ist dann irgendwann immer das Gleiche.
Für mich geht es um die persönliche Leistung,
die persönliche Herausforderung.
Spannend. Vorhin hast du noch gesagt,
es geht dir nicht mehr so sehr um das Sportliche,
sondern eher ums Genießen, ums Erleben und ums Eintauchen
in die Reise. Jetzt entscheide dich doch bitte mal.
So, aus Bulgarien raus.
War gar kein Problem, gab ne nette Unterhaltung.
Kamera muss ich jetzt erstmal wieder ausmachen,
weil ich natürlich im Grenzbereich
vorsichtig bin
und erstmal
nicht pauschal
filme.
Also, bis gleich nach der Grenze.
So, bin in Griechenland.
Da sage ich natürlich
gleich Kalimera
und bedanke mich jetzt schon für alles,
was kommt.
Wieder ein bewegender Tag, ein aufwühlender Tag.
Ein neues Land, ein bewegendes
Wochenende, weil morgen gleich die nächste Grenze
und eine ganz andere Mentalität,
die mich erwartet.
300 Kilometer und ich bin einfach in fucking Asien.
Ich habe keine Worte dafür.
Ich bin sehr stolz auf mich.
Danke dir, Zukunftsmarmeldenbart,
für das, was du hier machst.
Und ich danke natürlich auch euch,
ist doch klar, auch für euren Support,
dass ihr dabei seid, dass ihr mich unterstützt,
dass ihr mich glaubt oder auch nicht an mich glaubt
und mich damit auch motiviert. Es gehört beides dazu.
Noch ein ganz kurzer kleiner Sprint
und dann war ich schon am Tagesziel.
Oder auch nicht?
So, Freunde, Tagesziel erreicht.
Bin hier am lokalen Marktplatz
in meinem kleinen Dörfchen angekommen.
Mach's mir schon bequem mit ein bisschen Wasser.
Ich habe einen Kaffee und eine Fanta.
Meine Taverne, die ich angesteuert habe,
macht erst um sieben auf.
Also muss ich jetzt noch ein bisschen Zeit überbrücken.
Ist nicht schlimm.
Ich hoffe, ich kann mein Essen hier essen, was ich noch dabei habe.
Nun, es gibt ja einfach nichts. Es gibt noch eine Konditorei,
aber ich habe keinen Bock auf Kuchen.
Einen guten Supermarkt gäbe es noch, da könnte ich natürlich auch was essen.
Aber ich will ganz gerne hier zur Taverne
dann da den Abend ausklingen lassen
und da gibt es einen Fußballplatz dahinter
und da werde ich wohl mein Zelt hinstellen,
bevor ich dann morgen nach Edirne aufbreche.
Warum war das eigentlich der schlimmste Tag auf meiner Reise?
Naja, also die Taverne hatte nicht auf
und alle Öffnungszeiten, die man bei Maps einsehen konnte,
waren falsch.
Eine Alternative, die mir aufgezeigt wurde,
hatte auch nicht auf oder noch nicht auf
oder hatte zu diesem Zeitpunkt auf,
aber dann abends zu.
Das heißt, man hat wechselseitige Öffnungszeiten,
was ich natürlich alles nicht wusste.
Zudem gab es im Ort eines der renommiertesten, bekanntesten Festivals
und das Thema Schlaf
war dann auch nicht mehr so sicher.
Ich habe zwar meinen Schlafplatz erreicht,
aber war dann an den 24 Stunden wach,
bis ich irgendwie schlafen konnte.
Der nächste Morgen auf meinem Weg nach Singapur ist angebrochen.
Ihr hört das wahrscheinlich
die ganze Nacht die Mucke.
Der Rasensprenger
lief die ganze Nacht.
Irgendwo hier gibt es eine Motocross-Strecke.
Also die halbstarken
Lemminge ballern hier mit ihren
Enduros oder so rum
und sind am scheppern und am machen.
Durch die neue Scans den Kopfhörer
habe ich durchgepennt, nahezu 5 Stunden.
Zwölf oder so, Ortzeit.
War dann bei mir Feierabend.
Ja und dann, tschau, einfach ab ins Bubuland.
Naja, aber richtig dumm.
Wecker gestellt auf 5.15 Uhr.
Obwohl ich heute nur 7 Kilometer
habe bis Erdene.
Nächstes Problem, eine kleine intime Sache sozusagen.
Wenn man den ganzen Tag nicht
aus diesen Klamotten rauskommt und nicht aufhört
zu schwitzen, dann wird man irgendwann wund.
Also 6, 7, 8 Stunden laufen ist das eine.
Dann aus den Klamotten raus,
also frische anziehen oder
irgendwo etwas klimatisiert unterkommen.
Also dass man nicht mehr so derbe
schwitzt und dann ist auch alles
kein Problem. Aber laufen,
6, 7 Stunden, dann draußen,
draußen bleiben, quasi
für den Rest des Tages und Nachts auch mehr oder weniger
schwitzen, weil es ja warm ist,
ist nicht gut für den Poppes.
Und da kannst du dann auch die Unterhose wechseln und alles
ist unangenehm.
Die momentane Herausforderung
ist, dass es hier in dem Bereich keine Möglichkeiten
gibt,
größere oder kleinere Geschäftsbeziehungen einzugehen
und dass es noch
keinen großen Transitbereich gibt zwischen
Griechenland und der Türkei. Falls ich also
nicht rüberlaufen kann, wird es
wahrscheinlich eine Weile dauern,
bis hier endlich Fahrzeuge durchrollen,
die mich tendenziell mitnehmen können.
Ich bin an der Grenze, laufe jetzt vor
zum Schalter. Locals haben mir aber schon
gesagt, rüberlaufen geht nicht.
Es gibt aber sowas wie eine Fahrradspur eigentlich,
wenn ich das richtig sehe.
Schauen wir mal, was passiert.
Da kam, als ich noch gefilmt habe,
eine sehr, sehr freundliche junge Dame
aus dem Schalter
und hat mich kurz gefragt,
was ich denn hier mache
und wo ich denn hin möchte.
Blablabla, alles okay.
Dann sagt sie, ich laufe halt nach Singapur.
Dann sagt sie, ja, du kannst halt hier nicht rüberlaufen.
Ich brauche jemanden, der mich mitnimmt.
Wirklich sehr, sehr freundlich.
Jetzt suche ich
jemanden per Daumen und dann schauen wir,
dass ich rüberkomme. Ich stehe also hier mit
meinem Wagen und komme nicht weiter.
Da hat gerade einer angehalten mit dem Fahrrad.
Also, witzige Geschichte, mit dem Fahrrad
geht es. Du kannst mit dem Fahrrad rüberfahren,
nur laufen geht nicht. Naja, aber gut,
man akzeptiert die
Regeln und passt sich an
und dann wird ein Weg gefunden.
Es gibt immer einen Weg.
Mittag, nach über vier Stunden,
die ich jetzt hier zugebracht habe,
hin und her durchs Dorf, zum Kaffee trinken
am Marktplatz, in eine Taverne für
einen Eiskaffee nochmal, Leute anquatschen,
direkt am Grenzposten ins Auto
hinein, Daumen raushalten,
Telefonaten mit Taxiunternehmen,
hinher, hinher, hinher, pipapo.
Hat es endlich geklappt. Ich habe
zum Glück nochmal beim letzten Versuch, jemanden
anzusprechen und einzufordern
das Schicksal sozusagen.
Jemanden getroffen,
der fließend Englisch spricht, hier im
Dorf wohnt und ein bisschen Kontakte hat.
Der hat jemanden angerufen, jemanden angerufen, jemanden angerufen
und dann hat sich herausgestellt, es gibt
jemanden, der verfügbar ist und das immer
mal macht, so privat jemanden rüberfahren.
Es gibt halt keine offizielle Taxi-Service-
Leistung zwischen den Ländern.
Es ist halt eine militäre Versperrzone.
Griechenland, Türkei haben auch Probleme miteinander
und ja, der Kollege hat
mich jetzt mitgenommen und jetzt geht es nach Eden.
Ich glaube, jetzt haben wir einen Kilometer oder so, anderthalb
und dann ist die türkische Grenze.
Da geht es los.
Land Nummer
acht, Freunde.
Da muss ich natürlich wieder kurz schluchzen,
weil einfach schön,
Michael hat es
möglich gemacht. Ehrenmann, Ehrenmann.
Jetzt bin ich in der Türkei.
Das Abenteuer Europa geht
zu Ende in wenigen Tagen
und das Abenteuer Asien beginnt,
auch wenn es ungewohnt ist, dass ich jetzt hier am fahren bin,
aber es geht nicht anders.
Es sind Rechte und Pflichten
und Gesetze, denen unterliege ich natürlich auch.
In dieser schönen, bunten,
weiten Welt des
Reisens ist es nicht einfach nur so Spaß.
Genau.
Jetzt hoffe ich aber auch, dass wir noch weiterfahren bis nach Eden
und ich nicht einfach nur ausgelassen werde.
Aber ich glaube schon, ich habe einen Zehner extra bezahlt
für Zentrumsservice.
Also, Land Nummer acht hat geklappt.
Wir haben noch kurz gesucht,
ein bisschen gewuselt, weil
das Internet noch nicht sofort stabil war, aber jetzt sind wir da.
Was ein Ehrenmann.
Na, du Geiler?
Na, du Geile, immer noch da?
Vielen Dank für deine Geduld, für deine Ausdauer,
meinem Video bis zum Schluss aufmerksam zu folgen.
Ich hoffe, du hattest ein bisschen Spaß.
Wir haben die Türkei erreicht
und die Ausblicke für die nächsten Videos
hoffe ich, machen doch ganz neugierig.
Noch eine andere kleine Sache,
wenn du möchtest, gibt es in der Videobeschreibung
ein paar Gutschein-Codes,
Rabatt-Codes für dich, die du benutzen kannst.
Zum Beispiel, wenn du auf deine nächste Reise gehst
und irgendein Event oder so buchen möchtest,
einen Ausflug, dann denkst du wahrscheinlich über
GetYourGuide nach. Wir alle kennen das, wir alle benutzen das.
Wenn du meinen Rabatt-Code benutzt,
haben wir mit dem Rabatt 5, Spaß 5%
und meine Reisekasse wird sogar ein bisschen aufgebessert.
Gut, wir haben es geschafft, wir kommen zum Ende.
Ich wünsche euch viel Spaß
in der neuen Woche. Kommt gut rein, kommt gut durch.
Wir sehen uns möglicherweise
nächste Woche wieder im nächsten Live am Sonntag
hier auf YouTube und in 14 Tagen
dann wieder zum nächsten Video. Macht's gut,
gehabt euch wohl. Ciao!