Die Bundesregierung hat das Klimaschutzgesetz nun verschärft. Erhöhte CO2-, Heiz- und Ölkosten erwarten alle Sektoren. Wissenschaftler und Verbände kritisieren, die Verschärfung könnte drastische Konsequenzen nach sich ziehen.
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und Klimafahrverbot.
Bundesregierung verschärft die Klimaziele Ein Artikel von Sylvia Akbar vom 17.
Mai 2021 Die Bundesregierung hat das Klimaschutzgesetz
nun verschärft.
Erhöhte CO2, Heiz- und Ölkosten, erwarten alle Sektoren.
Wissenschaftler und Verbände kritisieren, die Verschärfung könnte drastische Konsequenzen
nach sich ziehen.
Am Mittwoch, 12.
Mai, hat das Bundeskabinett das verschärfte Klimaschutzgesetz verabschiedet.
Mit dem neuen Gesetz will die Regierung Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts umsetzen und
die deutschen Emissionsziele an die verschärften Regeln der EU anpassen, doch die neuen Ziele
gehen weit über die der EU hinaus.
Obwohl das Bundesverfassungsgericht der Regierung bis Ende 2022 Zeit gegeben hat, das Gesetz
zu überarbeiten, wurden die Verschärfungen schon beschlossen.
Zwei entscheidende Ereignisse hat die Regierung dabei nicht abgewartet, deswegen sprechen
Kritiker von einem Alleingang Deutschlands.
Die Bundesregierung hat noch keine konkreten Maßnahmen zur Umsetzung der Klimaziele benennen
können, dennoch gehen Experten davon aus, dass sich nicht nur in jedem Sektor die Preise
erhöhen, sondern die Bürger auch mit Einschränkungen im Alltag rechnen können.
Beispielsweise mit weiteren Tempolimits auf den Autobahnen oder Verboten der Nutzung des
privaten Pkw.
Auch die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel könnte verpflichtend sein, wenn die Förderung
von Elektromobilität nicht ausreicht.
Bis Juni 2021 will die EU-Kommission alle einschlägigen politischen Instrumente überprüfen
und gegebenenfalls überarbeiten.
Die Ergebnisse sollen im Juli in einem Aktionsplan vorgestellt werden.
Und der Weltklimarat wird im August einen überarbeiteten Sachstandsbericht über den
weltweiten Stand der CO2-Emissionen darlegen.
Ein Instrument für die Umsetzung der Klimaziele ist die Erhöhung des Preises vom CO2-Ausstoß.
Das heißt, auf jede ausgestoßene Tonne CO2 wird der Preis erhoben.
Zurzeit liegt er bei 25 Euro pro Tonne, ansteigend bis 2025.
Unter dem Strich wird klimaschädliches Verhalten teurer, klimafreundliches Verhalten wird hingegen
großzügig honoriert.
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer verspricht einen Zuschuss beim Kauf eines Fahrrads.
Wer sich künftig ein Fahrrad kauft, egal ob mit oder ohne Elektroantrieb, könnte als
Einzelperson einen Steuerfreibetrag von bis zu 1.000 Euro geltend machen.
Für Familien mit zwei Kindern wären sogar bis zu 3.000 Euro möglich.
Das neue Klimaschutzgesetz sieht vor, Deutschland bereits 2045 klimaneutral zu machen.
Fünf Jahre vor der Europäische Union.
Insgesamt sollen die Emissionen bis 2030 um 65 Prozent gegenüber 1990 verringert werden.
Die EU sieht nur eine CO2-Ersparnis von 55 Prozent vor.
Zusätzlich zu der Erhöhung der CO2-Preise werden die Heiz- und Ölkosten ebenfalls angehoben.
Ein Liter Heizöl wird um 8 Cent teurer, eine Kilowattstunde Erdgas um 0,6 Cent.
Neben der Preiserhöhung treffen die neuen Beschlüsse im Klimaschutzgesetz die Haus-
und Wohnungseigentümer hart.
Bisher galt bei der CO2-Abgabe das Verursacherprinzip, also der Mieter zahlt die Kosten.
Nun wurden diese je zur Hälfte aufgeteilt auf Mieter und Vermieter.
Dass Vermieter nun 50 Prozent der von den Mietern verursachten CO2-Kosten tragen müssen,
ist nicht akzeptabel, sagte der Präsident vom Grundstückseigentümerverband Haus & Grund, Kai Warnecke.
Der Vermieter habe keinen Einfluss darauf, wie viel der Mieter heize oder an Warmwasser verbrauche, so Warnecke.
Die Geldsummen, die eigentlich für Sanierungen in der Klimawende gedacht waren,
würden durch diese Kostenaufteilung ebenfalls fehlen.
Der Vermieter würde außerdem die Mehrkosten, die er durch die Aufteilung nun hat,
an die Mieter weitergeben und die Mieten erhöhen.
Der Eigentümerverband will deswegen Verfassungsklage einreichen, kündigte Warnecke an.
Die Bundesregierung sieht es offenbar anders.
Mit der Aufteilung solle die Wirkung des CO2-Preises verbessert werden,
da Vermieter über energetische Sanierungen und die Art der Heizung entscheiden,
erklärte das Bundesumweltministerium.
Vier Wissenschaftler des Instituts für vernetzte Mobilität und Technologieoffenheit dimmt,
warnen vor den Folgen des Gesetzes in einem Positionspapier.
Es steht zu befürchten, dass eine unüberlegt hektische und ohne ausreichende Würdigung
von zu erwartenden Folgekosten und Kollateralschäden vorgenommene Verschärfung des Klimaschutzgesetzes
anstelle tatsächlichen Klimaschutzes lediglich eine Kaskade schädlicher marktwidriger Interventionen nach sich ziehen wird,
schreiben die Wissenschaftler in dem Papier, dass Fokus vorliegt.
Sie befürchten, dass die Bürger mit erheblichen Freiheitseinschränkungen,
wie Fahrverbot von Privat-Pkw, hin zu Verpflichten der Nutzung des ÖPNV rechnen müssen,
wenn die Förderung von Elektromobilität öffentlicher Verkehrsmittel nicht ausreichen würden.
Die Wissenschaftler kritisieren ebenfalls, dass die Bundesregierung sich zu sehr auf die Elektromobilität konzentriere
und dadurch für andere Technologien nicht mehr offen sei.
Es ist sehr gut möglich, dass die E-Mobilität bei der Entwicklung der Batteriespeicher
in naher Zukunft erhebliche Fortschritte macht, die die Energiedichte erhöht
und die Emissionen und den Rohstoffbedarf bei der Herstellung der Stromspeicher senkt, so die Experten.
Allerdings seien die Anlaufkosten der E-Mobilität mit hohen CO2- und Schadstoffemissionen
bei der Batterie- und Stromproduktion zu hoch.
Und die Klimaziele können mit dieser erneut verkürzten Frist nur dann erreicht werden,
wenn die Millionen Benzin- und Dieselfahrzeuge mit CO2-neutralen Kraftstoffen betrieben werden.
So kann es nicht weitergehen, sagte die Geschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft,
Kerstin Andree, Ende April.
Die Politik muss dringend das Ruder herumreißen.
Das gilt insbesondere mit Blick auf die Anhebung des EU-Klimaziels für 2030
und das gestrige Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Klimaschutzgesetz.
Klimaschutz entsteht nicht durch Ziele, sondern durch Investitionen,
betonte die ehemalige grünen Politikerin.
Aktuell klemme es überall.
Investitionen in den Ausbau der Windenergie an Land stocken,
weil Flächen fehlen und Genehmigungsverfahren viel zu lange dauern.
Wir brauchen außerdem Strategien für einen echten Photovoltaik-Boom.
Was schon seit langem völlig fehlt,
ist die Übersetzung der Ziele in konkrete Instrumente,
die das Erreichen ambitionierter Vorgaben auch wirklich ermöglichen, sagte Andree.
Zu den ungelösten Problemen gehört auch,
wie in den kommenden Jahren Kohlekapazitäten durch regelbare CO2-arme Erzeugungskapazitäten
auf der Basis zunächst von Gas und künftig von Wasserstoff ersetzt werden können.
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den aufrichtigen Wunsch der Menschen, die Umwelt zu schützen.
Allerdings treiben verschiedene Akteure den Umweltschutz auf die Spitze
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der menschlichen Gesellschaft mit der natürlichen Ökologie.
Was viele dabei nicht erkennen, ist,
wie Kommunisten diesen neuen Ökologismus benutzen,
um sich als moralisch überlegen darzustellen
und ihre eigene Agenda voranzutreiben.
Auf diese Weise wird der Umweltschutz in hohem Maße politisiert,
ins Extrem getrieben und sogar zu einer Pseudoreligion.
Ihre führende Propaganda und verschiedene politische Zwangsmaßnahmen
gewinnen die Oberhand,
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