Feuer frei! (Schlacht von Stalingrad / Zeitzeuge Hans-Erdmann Schönbeck)
29.12.2024
Ich kam in diese grausame Situation.
Die Ernte war noch nicht eingefahren, aber war vom Halm runter
und, wie überall wohl auf der Erde, in schönes, genanntes Rocken, nach und nach aufgebaut.
In diesem Versteck, nenne ich es jetzt, hatten sich in die Erde hinein die Russen hineingegraben,
vielfach, als sie die Zeit hatten, bevor wir angriffen.
Und wir ahnten und wussten diese Verstecke natürlich.
Als ich auf so einer Getreidehocke losfuhr, nicht mit Absicht,
sondern alleine durch die Tatsache, wie wir gelenkt wurden,
stand plötzlich herauskommend ein brennender Russe, vielleicht 20 Meter vor dem Panzer.
Das Gefecht war mitten im Gange.
Es war unmöglich, aus dem Panzer auszusteigen,
ohne nicht auch gleich getötet zu werden, um diesen armen Mann zu retten.
Es war ein furchtbarer Anblick.
Er stand da mit Händen hoch.
Ja, es blickt mir nur eins.
Ich gab Feuer frei für diesen Mann, für unser Maschinengewehr.
Und das Maschinengewehr hat ihn natürlich getötet.
Vor unseren und meinen Augen.

