Leo Hillinger - Weinbauer & Business Angel. Er spricht über Konsequenz, Berufung, niemals aufgeben und Gänsehaut. #leohillinger#erfolg#interview
Lass Dich inspirieren!
▶ ▶ Du willst „Erfüllung“ und „Erfolg“? Starte jetzt meinen GRATIS Online-Coaching-Kurs und lebe erfolgreich, erfüllt und frei: https://www.mission-erfolg.at
Dann freue ich mich über einen Daumen nach oben, Deinen Kommentar und wenn Du es mit Menschen teilst, denen es auch helfen kann.
▶ Kanal ABONNIEREN: https://bit.ly/MIP-ABONNIEREN --- Markus Leyacker-Schatzl ist Finanzcoach, Buchautor und 1. Geldlehrer Österreichs. Seine Mission ist es, anderen Menschen den Weg zu einem glücklichen, erfüllten, erfolgreichen und freien Leben zu ermöglichen. --- Markus Leyacker-Schatzl holt außergewöhnliche Persönlichkeiten vor die Kamera: Schauspieler, erfolgreiche Unternehmer, Spitzensportler, Bestseller-Autoren und Millionäre ebenso wie Menschen, die existenz- oder lebensbedrohende Krisen überwunden haben. In sehr persönlichen und inspirierenden Interviews erzählen seine Gäste ihre Geschichten von ihren Erfolgen, ihren Herausforderungen und ihrem Scheitern. Sie verraten, was ihnen Kraft und Motivation gibt, ihre Träume und ihre persönlichen Erfolgsstrategien. --- Folge mir auch hier: FACEBOOK: https://www.facebook.com/menschen.im.portraet INSTRAGRAM: https://www.instagram.com/menschen.im.portraet LINKEDIN: https://www.linkedin.com/company/menschen-im-porträt WEBSITE: https://www.menschen-im-portraet.at WEBSITE: https://www.MarkusLeyacker.at
Herzlich willkommen zu Menschen im Portrait.
Auf unseren heutigen Gast habe ich mich schon ganz besonders gefreut.
Leo Hüllinger stammt aus einer burgenländischen Weinhändlerfamilie.
Im Alter von 19 Jahren ging er nach Amerika, um im Rahmen eines Stipendiums alles über den Weinanbau zu lernen.
1990 übernahm er den Weinhandel der Eltern und entwickelte ihn zu einem der erfolgreichsten österreichischen Weingüter.
Das klingt sehr einfach, doch der Weg war sehr steinig.
Er selbst sagt über diese Zeit, keine Anbauflächen, keine Kunden und einen ganzen großen Berg Schulden.
Den Betrieb damals zu übernehmen, war unternehmerisch fast Selbstmord, doch ihm ein Herzensanliegen.
Und der Erfolg gibt ein Recht, diese harte Zeit gemeistert zu haben.
2004 errichtete Leo Hüllinger um mehrere Millionen Euro hier in Joyce im Burgenland eines der modernsten Weingüter Europas.
Fast die Hälfte der Produktion geht jedes Jahr ins Ausland.
Russland, Amerika, Schweiz, internationale Auszeichnungen waren die Folge.
Weitere Bekanntheit erlangte er für die breite Öffentlichkeit, auch für die Nicht-Weintrinker dann als quasi Fernsehstar,
als bekannter Investor und Business Angel, im Rahmen der Sendung 2 Minuten 2 Millionen die Startups unterstützt.
Ich freue mich sehr aufs Gespräch, danke für die Einladung, herzlich willkommen.
Die Zentrale ist sehr beeindruckend, am Reinkommen schon gemerkt, die Atmosphäre, die Energie,
die auch hier bei den Mitarbeitern positiv vorherrscht.
Die Lebensgeschichte außergewöhnlich, auf das Buch freue ich mich dann schon, wenn wir kurz darüber noch sprechen.
Auf diesem langen Weg, der am Anfang sehr steinig war, was war da so der größte, erste Erfolg, der erste kleine Durchbruch,
der dann das alles möglich gemacht hat?
Am Anfang sind es kleine Erfolge, du kannst am Anfang keine großen Erfolge haben,
weil du kannst nicht groß hupfen, wenn du kein Geld hast,
ein Haufen schulden, dann hast du immer einen Druck von der Bank,
und du musst einen Umsatz machen, dass überhaupt was reinkommt, und vor allen Dingen auch Gewinne.
Die meisten machen Umsatz ohne Gewinne, aber ich habe das ganz gut gemacht am Anfang.
Ich habe Wein gehandelt, weil ich keine Weingärten gehabt habe,
und Simon 1 war dieser große Durchbruch für mich persönlich,
weil dann bin ich von Weinhändler zum Weinbauern geworden.
Ich habe da meinen ersten Betrieb gekauft, das war einer, der mir die Trauben produziert hat,
der hat drei Kinder gehabt, die wollten nicht, und so habe ich dann das Weingut übernehmen können.
Da habe ich das erste Mal einen Traktor gehabt.
Ich habe vorher keinen Traktor gehabt, weil ich das alles nicht brauchte,
mit 0,86 Hektar, das war ja da immer ein Ausberg, wenn ich was gebraucht habe.
Aber so habe ich dann insgesamt 12 Hektar gehabt, in Toplagen, in Ruß,
und so habe ich meine ersten großen Gewächse gemacht.
Da habe ich Hill 1 gemacht, Hill 2 und Hill 3.
Das heißt, die Weingut hat damals durchgenommen, die hat Hill 1, Hill 2.
Genau, ich habe das relativ einfach gemacht, weil ich war immer ein international denkender Mensch,
und ich habe mir gedacht, die Leute wollen es einfach haben,
nicht Hill 1, 2 und 3, das kann sich jeder merken,
eins ist rot, zwei ist weiß und drei ist süß,
und ich wollte der Welt beweisen, dass wir bei uns im Land
einfach die besten Rotweine, die besten Weißweine und die besten Süßweine
auch international im Vergleich machen können.
Und das habe ich auch bewiesen, 1997 war so der erste Jahrgang,
da habe ich vorher Blindverkostung gemacht,
dass ich mich auch richten konnte, nicht wo stehe ich überhaupt,
ich kann nicht für ein Produkt ein Marketing machen,
wenn das Produkt nicht sensationell ist,
du kannst nur für ein sehr gutes Produkt ein sehr gutes Marketing machen,
schlechtes Produkt, gutes Marketing, schneller tot.
Von dem her war für mich das wichtig,
und dann habe ich gesagt, ok, ich bin jetzt im internationalen Bereich,
im Weißwein, Rotwein und Süßwein,
durch super Sommeliers bin ich durch die Blindverkostung super abgeschlossen,
war immer unter den ersten drei, mit all den drei Weinen,
und dann habe ich gesagt, jetzt kann ich das der ganzen Welt erzählen,
und das habe ich dann auch gemacht.
Von 1990, wo der Betrieb übernommen worden ist,
damals hoch verschuldet, bis 1997,
was war denn derzeit die größte Herausforderung eigentlich?
Ja, die größte Herausforderung und gleichzeitig die größte Motivation
waren die Neider.
In Österreich, wenn du eine Lungenentzündung hast,
wollen es die anderen auch haben,
die sind für eine Lungenentzündung zu neidisch.
Aber es war mir immer, wenn die Leute best geredet haben und schlecht geredet haben,
das hat mich immer motiviert,
und ich habe mir gedacht, da machst du es richtig,
weil sonst hätte sich der gar keine Gedanken machen, der Mensch.
Das stimmt, ja.
Ich meine, jetzt rückblickend betrachtet,
und auch aktuell in Österreich gibt es sehr viel Weinbauern.
Warum ist gerade der Leo Hüllinger jetzt so erfolgreich mit Wein?
Es gibt sehr gute Weinbauern, es gibt immer weniger Weinbauern,
das ist ja das Schlimme,
weil die Jugend, die hat das nicht so gelernt, das Arbeiten.
Und es gibt aber wirklich eine ganz tolle junge Generation,
die das aber dann will und mit Herzen macht,
und da machen sie das auch gut.
Und es gibt, ob das Steiermark ist,
das habe ich ja bewiesen bei meinen Österreichs Nächsten Top-Winzer,
ob das Niederösterreich ist, Wien, Burgenland,
wir alle müssen zusammenhelfen.
Für mich ist das perfekt,
wenn alle Winzer miteinander sich bei den Händen nehmen
und eine Richtung, eine Qualität machen.
Warum ist der Leo Hüllinger so bekannt?
Weil er anders ist, wie so manche Weinbauern,
und ich verstehe mich nicht.
Ich weiß, dass meine Produkte sehr gut sind
und deswegen verkaufe ich auch dementsprechend.
Und ich möchte auch durch meine Öffentlichkeit,
durch die Präsenz in der Öffentlichkeit,
möchte ich einfach diese Barriere weg.
Ich möchte die Leute einfach motivieren,
gute Weine zu trinken.
Ob sie es von mir trinken oder von irgendeinem anderen Weinbauern,
das ist mir egal.
Hauptsache sie kommen zum guten Wein.
Also die Marke Leo Hüllinger auch als Person sehr stark im Vordergrund,
oder unterstützt das Ganze sehr?
Richtig, die Marke Leo Hüllinger ist im Vordergrund,
noch im Vordergrund.
Ich habe zwei Kinder, meine Kinder sind 14 und 16,
der Bub macht schon den ersten Wein.
Die wollen beide in den Betrieb, unbedingt,
für die gibt es gar keine andere Alternative.
Ich habe immer gesagt, ihr könnt machen was ihr wollt,
aber sie wollen einfach dabei sein.
Und von dem her wird sie dann, der Leo Hüllinger,
der alte wegziehen.
Und mein Bub heißt auch Leo Hüllinger,
der wird dann vierte gehen.
Ich freue mich schon, ich bin nicht einer der sagt,
nein die Jungen, was die machen, ist alles ein Scheiß.
Sondern ich will, dass die ihre eigene Geschichte machen.
Mein Sohn hat auch zu mir gesagt,
Papa, ich möchte meinen eigenen Wein machen.
Ich möchte auch gar nicht, dass Hüllinger draufsteht.
Und das ist schon mal super.
Es sollen eigene Wege gehen.
Sie sollen auch internationale müssen ausschauen.
Was gibt es in der Welt?
Was machen die anderen?
Und das ist wichtig, dass sie sehr viel lernen.
Sie müssen nicht studieren bis sie umfallen,
sondern sie müssen arbeiten lernen.
Das ist einmal das Grundprinzip.
Und dann diese Liebe und diese Passion zum Produkt.
Das ist das Allerwichtigste.
Wenn sie das haben, dann werden sie gute Weinbahnen.
Da waren zwei wichtige Wörter,
Liebe und Passion.
Und ich glaube, das ist genau das,
was vielen jungen Menschen auch fehlt.
Dass die Eltern kein wirkliches Vorbild sind.
Die Eltern gehen am Montag in einen Job,
den sie nicht mögen, jammern über den Chef,
die Schießhörner hauen endlich Wochenende.
Und wenn dann die Kinder merken,
der Papa ist erfolgreich, der lebt das,
der liebt das, der hat die Passion dafür,
gehen auch die Kinder irgendwann einmal,
egal wohin, aber auch diesen Weg der Begeisterung,
der heute leider der Jugend oft fehlt.
Das ist ein Stück weit traurig.
Da sprichst du eine ganz gute Geschichte an.
Ich sage das auch immer bei meinen Vorträgen.
Wenn die Kinder nichts sind,
haben die gar keine Schuld.
Sondern es sind die Eltern, die das Vorleben.
Wir dürfen die Kinder nicht verwenden.
Wenn du denen alles hinten hineinschiebst,
der werden die ja nicht hüpfen.
Stell dir vor, du tragst nicht mehr ein Kind.
Wie sollen die das gehen lernen?
Das geht sich ja nicht aus.
Und von dem her, wir müssen schauen,
dass wir unsere Kinder einfach dorthin erzielen.
Meine Kinder müssen am Wochenende,
unter der Wochende gehen sie in die Schule,
Vollgas, und dann am Wochenende müssen sie noch arbeiten.
Ich will ja die nicht erzwingen.
Ich sage ihnen auch, sie müssen,
sondern sie dürfen mitarbeiten.
Und sie müssen Spaß haben.
Und meine Leute, da sage ich grundsätzlich,
es ist mein Bub,
und deswegen muss er noch härter arbeiten
als alle anderen.
Das ist das Wichtigste.
Und sie müssen kämpfen lernen.
Um alles müssen sie kämpfen.
Und wenn da kein Bitter, kein Danke kommt,
die müssen sich auch für den Urlaub bedanken.
Das ist so.
Und da müssen wir uns mehr freuen.
Wir sind da ziemlich einer Meinung.
Es ist auch wichtig,
dass die Eheleute und die Eltern
vor allen Dingen miteinander zusammenhelfen.
Weil wenn der eine sagt, nein, es ist wurscht,
und der andere sagt, das geht nicht.
Wir müssen da miteinander schauen,
dass die Erziehung dorthin kommt.
In dieser spannenden Erfolgsgeschichte,
jetzt von Beginn bis heute,
wo Hildinger österreichweit und international bekannt ist,
gab es da jemals eine echte Niederlage,
wirklich ein Scheitern?
Mein Lieber, ohne Niederlage,
dann wirst du so arrogant
und sowas von dir selbst überzeugt.
Das ist nicht gut.
Es muss immer Niederlage geben.
Und es hat natürlich,
es ist klar, du kriegst immer ein paar Watschen.
Aber ich bin Steinbock.
Ich renne da an die Wand an.
Wenn es beim ersten Mal geht
und wenn die Herren schon anfallen,
dann renne ich mich eh an.
Das ist mir wurscht.
Ich bin so,
das steht da drauf am Buch,
konsequent, konsequent, konsequent,
dass ich weiß, ich will das,
und dann mache ich das.
Ich bin nicht nur kreativer,
sondern ich bin auch konsequenter kreativer.
Richtig.
Ich ziehe alles durch.
Also meine Mitarbeiter,
wenn ich an eine Reise zurückkomme
und wieder
diese kreative Energie getankt habe,
dann haben schon alle
was gibt es jetzt Neues,
was du dann schon wieder neust.
Das ist immer ein Jammer.
Aber es gibt so wenige Menschen,
die die Welt verändern können,
aber diese verändern können,
die sollten sie auch verändern.
Und ich verändere die Weinwelt.
Ich hoffe zum Positiven
und ich hoffe, dass ich junge Leute motiviere.
Ich bin nicht neidisch,
dass ich sage, ich baue nicht die Jungen auf,
sondern miteinander.
Wir müssen miteinander Richtung gehen.
Und da braucht es auch frisches Brot in der Weinwelt.
Wir haben eh gut die Leute,
aber die Jungen müssen wir führen
und die müssen wir fördern.
In diesen Niederlagen jetzt,
wenn man wirklich als Unternehmer
auch mal zwischendurch am Boden liegt
und vielleicht gar nicht weiß,
ob und wie es weitergeht,
wie haben Sie damals reagiert
auf solche Niederlagen?
Naja, eigentlich ist es so,
du darfst nicht dann
in eine Depression kommen,
sondern du musst einfach
das als Geschenk annehmen.
Aber es kann nicht alles funktionieren.
Es kann nicht alles von Anfang an funktionieren.
Ich habe am Anfang,
das steht auch im Buch drin,
ich bin hundertmal in das Restaurant eingegangen,
der hat mich immer rausgeworfen
und ich bin hinten rausgeworfen worden
und vorne wieder reingegangen,
bis er einen Wein gekauft hat.
Und das hat mich natürlich extrem geprägt.
Mein Beginn an der ganzen Schicht,
das hat mich geprägt.
Und die haben immer gesagt,
der Hillinger ist ein Wahnsinn,
der steht auf Schmerzen.
Und ja, es ist so,
durch das,
nein, es geht nicht,
es kommt nicht in Frage,
wir nehmen deinen Wein nicht,
irgendwann habe ich gesagt,
es ist mir wurscht,
ich gehe so lange hinein, bis er einen Wein nimmt.
Weil der Wein ist gut, das weiß ich.
Und das Restaurant braucht so einen Wein von mir.
Und das hat mich immer so eingekriegt.
Und dann bin ich so lange hingegangen
und habe auch die Leute überzeugt dann.
Es ist ja nicht so, dass die
als Mitleid den Wein genommen haben,
sondern die haben gesagt,
das ist ein junger Bursch,
was der für Konsequenzen hat,
ich muss wenigstens einmal kosten.
Und dann haben sie es auch genommen.
Stichwort Konsequenz.
Ich meine, viele junge Menschen träumen
von Erfolg, von Reichtum,
ihren eigenen Weg auch zu gehen.
Was wäre jetzt die wichtigste Botschaft für junge Leute,
egal in welcher Branche, egal in welchem Gebiet,
sagen, ich will meinen Weg gehen, will Erfolg haben.
Was wäre die wichtigste Botschaft für so junge Leute?
Ganz wichtig ist, sie dürfen
nicht vom Geld träumen.
Das ist schon einmal falsch.
Erfolg, ja,
und sie müssen
dem klaren sein,
dass das
wirkliche Konsequenz,
Konsequenz, Konsequenz bedeutet.
Also dieses
durchziehen, hart arbeiten,
es gibt keine Stunden.
Die Leute reden immer von
Work and Life Balance.
Die wollen alle am Strand liegen,
aber irgendwer muss diese Stühle holen
und die Drinks.
Sonst sitzen wir alle am Strand und verhungern.
Aber das wollen die Leute.
Und man muss
fair sein und sagen, okay, manche
wollen halt nicht so viel arbeiten,
aber der erfolgreich sein will,
ohne Arbeiten,
ich kenne keinen,
der erfolgreich ist und nichts gekackelt hat.
Ich weiß nicht, das gibt es nicht.
Der eine kann den Weg
gewöhnen,
der hat seinen Beruf,
macht die Arbeit und freut sich am Wochenende.
Ich denke am Wochenende,
hoffentlich wird es gleich Montag,
dann kann ich wieder heimreisen.
Ich reise so am Wochenende heim, aber
es ist wirklich,
ich bin so motiviert,
es ist ja für mich keine Arbeit.
Für mich ist das
eine Leidenschaft.
Ich gehe einer Tag,
beim Auffahrfahren redet man schon ganz laut,
mein Betrieb.
Und egal, ob ich jetzt
Mitarbeiter bin,
meine Mitarbeiter, die sollen
selbstständig sein in einer geschützten Werkstatt.
Wenn ich denen dauernd sage,
das muss man machen, das muss man machen,
und das ist falsch, dann ist der gar nicht motiviert.
Wichtig ist auch der Chef.
Der Chef muss den
Leuten einfach die Möglichkeit
geben, die eigene Kreativität
ausleben zu können.
Und sicher schaue ich mir die Zahlen an,
und was ist da passiert,
weil wenn da nichts weiter geht, das geht auch nicht.
Aber wichtig ist, dass man die
Leute, die Mitarbeiter motiviert.
Und tut man es hin,
dann hat der auch Freude.
Weil wenn ich den Freuen
laut lasse und die Kreativität
nicht einschränke,
dann kann der es entfalten,
dann ist es für den auch keine Arbeit.
Wir müssen ja,
wir arbeiten nicht,
dass wir was gearbeitet haben,
sondern wir wollen was verändern.
Wir wollen,
dass man einfach
ein Produkt
zum Beispiel schafft.
Und es ist ja egal, ob es eine App ist,
der verändert wieder die Welt.
Im Endeffekt waren da viele Dinge dabei,
die dann auch für Unternehmer eben anders sind.
Wille was zu verändern, was zu bewegen,
was zu erschaffen auch, und ich fand es sehr schön,
das würde der Ganslhaut in meinen eigenen
Mai-Betrieb quasi einerkommt.
Viele Junge wollen eben auch
dann Unternehmer werden, also Erfolg
ohne hackeln geht nicht, haben wir schon
gehört. Wenn jemand wirklich sagt,
ich möchte Unternehmer gründen, egal welchen Bereich,
ich möchte wirklich als Unternehmer werden,
was sind für den so die wichtigsten 1-2 Tipps?
Es ist so,
heutzutage
Unternehmer werden, ohne dass
man mal eine gewisse Basis hat,
ist schwierig, weil
die Banken haben natürlich auch ihre
Probleme,
die haben dann diese
Risk-Manager dabei,
die was immer nachsagen,
und früher war das da ein bisschen anders,
aber trotzdem, wenn die Idee
gut ist, und wenn man
wirklich
eine Richtung hat,
wenn man durch kleine
Erfolge sieht, dass der Weg
der richtige ist, dann muss man
richtig wieder Konsequenz,
Konsequenz, Konsequenz wählen,
und vor allen Dingen eins, man darf
nicht aufgeben, aufgeben
tut man faktisch nur einen Brief,
und sonst gar nichts.
Wenn die sagen,
350.000 sagen, nein, das ist ein Scheiß,
wenn du selber
davon überzeugt bist, und das funktioniert,
man kann ja durch kleine Schritte
dann in nächsten Größen machen,
aber wenn man
eine Idee hat, und man
merkt, die Idee hat Erfolg,
dann muss man die
konsequent durchziehen.
Waren all diese Dinge,
diese eigenen Erfahrungen als Unternehmer auch
dann ein bisschen mit ausschlaggebend,
Business Angel zu werden?
Genau, das war für mich,
ich hab damals,
natürlich war das auch für den Sender
als solches ausschlaggebend,
dass ich in einem Jahr
bei Ernest & Young International
Unternehmer des Jahres
das war sehr ausschlaggebend,
dann war ich beim Wirtschaftsblatt
Familienunternehmer des Jahres,
es ist so, dass die Zahlen als solches
ja auch gesehen werden,
wie schaut das mit den Unternehmern,
also mit den Mitarbeitern aus,
und vor allen Dingen auch Umsatzgewinn
und Führung insgesamt,
das war ausschlaggebend,
und für mich persönlich war es ausschlaggebend,
dass ich jungen Leuten eine Chance gebe,
gerade weil die Banken
so zaghaft sind mit dem Investieren,
und da
gehört einer eine Chance geben,
wenn er gut ist, und ich habe wirklich
sehr gute Start-ups, das muss ich sagen,
ich bin jetzt gerade bei ein paar
ganz gute Geschichten dran,
das ist natürlich nicht alles Gold,
was glänzt, aber
die Leute,
da kann ich meine Erfahrung einbringen,
ich kann mein Netzwerk einbringen,
und das ist schon mal eine sehr wichtige
Geschichte.
Erfolg, haben wir auch schon so viel gehört,
monetärer Erfolg, das Gefühl,
etwas zu tun, etwas zu verändern,
wie definieren Sie persönlich, für sich,
Erfolg?
Naja,
für mich persönlich,
ich habe,
Erfolg ist ja so ein,
mir ist es Geld, und das ist alles
komplett wurscht, wirklich komplett
wurscht, weil je mehr
man hat, desto weniger braucht man,
glaubt man gar nicht, aber
man kann nicht mehr wie ein Schnitzel
essen oder zwei pro Tag.
Und das kann man sich schon leisten.
Erfolg ist eine gewisse
Art an Zufriedenheit,
das ist das Wichtigste,
und dieses, für mich,
dieses Verändern,
dieses,
die Welt verändern, das ist
eigentlich das, was ich,
was mich so glücklich macht bei dem Ganzen.
Und
den Druck wegzuhaben,
einen finanziellen Druck, für mich ist es
sehr wichtig, dass wir,
dass ich persönlich keinen
finanziellen Druck habe, und ich habe seit
fünf, sieben Jahren
habe ich finanziell überhaupt keinen Druck mehr.
Und das macht mich
sehr entspannt.
Es kann nichts mehr passieren.
Wenn du immer
einen Banker hinten hast,
der sagt, gib Gas und mach
und tu, und du kannst nicht schlafen,
die habe ich ja Jahrzehnte
gehabt, dass ich nicht gewusst habe,
wie ich den nächsten Tag überlebe.
Und das ist für mich heutzutage
der Erfolg, dass
ich das so weit geschafft habe,
dass ich nicht mehr
von Banken abhängig bin.
Einfach die Freiheit auch dann zu haben, Dinge zu tun,
zu lassen.
Die Konsequenz, zum Beispiel in der Produktion
von Wein,
ist es ja so, dass du sehr konsequent
sein musst. Wir sind ja seit zehn Jahren
Biologen. Ich kann mir
manche Dinge finanziell
erlauben, meine Steifrater,
die machen es immer so, um Gottes
Willen, aber ich
erlaube mir Dinge, um
konsequent diese
Qualität zu verfolgen.
Das ist mir super, super wichtig, und das
ist auch ein Teil des Erfolgs.
Dieses Erlauben der Konsequenz.
Das heißt, ich vermute, man kann
auch in Ihrem neuen Buch, in Ihrer Biografie,
Leihöhlinger, Konsequenz, Konsequenz,
Konsequenz, auch all die Dinge nachlesen
und auch ein bisschen was lernen,
noch ergänzend, wie Sie es gemacht haben
mit Ihrem Denken.
Ja, bis jetzt
alle, die
das gelesen haben, waren schwer motiviert.
Die haben sehr viel durch
das Buch gelernt. Das ist aber keine
Anleitung zum Erfolg.
Ich wollte nicht sagen, hey, ich bin jetzt so super
und deswegen lese es wirklich und dann kannst du es.
Es ist eigentlich ein
Buch, das mich die Leute einmal kennenlernen.
Weil die Leute kennen mich nur
von irgendwelchen Medien.
Und es ist ein sehr selbstkritisch geschriebenes
Buch. Und diese Selbstkritik
ist auch
ein wichtiges
Zeichen, dass man
mit sich selber am Rennen ist.
Und ich habe ein paar Sachen auch
verarbeitet in dem Buch. Und das will ich auch den Leuten
sagen, dass man jetzt in der
Schule nicht der Professor
gewesen sein muss, sondern bei mir
bin ich aus drei Schulen rausgeflogen.
Und es gibt Leute, die sagen,
jetzt bin ich in der Schule so schlecht,
mir wird nie was. Weil das hört er natürlich nicht.
Von den Eltern hört er es, von den Lehrern hört er es.
Es ist ja alles irgendwie immer so
schlecht. Aber bei mir war es auch schlecht.
Und es ist trotzdem gegangen.
Irgendwann muss man das nachholen.
Wenn man gleich Vollgas gibt,
dann ist es leichter. Aber ich möchte
mit dem Buch so ein Zeichen setzen
und die Leute einfach motivieren
und sagen, es geht.
Alles was du in dem
Kopf bist, das sage ich meinen Kindern nämlich auch immer,
wenn sie sagen, Papa, es geht nicht,
sage ich, geht nicht, gibt es nicht.
Dann versuchen wir es
in eine andere Richtung. Wir versuchen es.
Richtig.
Ich meine, die letzten Jahre waren
sehr spannend, die Medien feiern Sie als erfolgreichen Unternehmer,
als klugen Investor,
berichten über sportliche Erfolge.
Der Trend beschrieb Sie wörtlich
als wilgen Hund auf der Siegerstraße,
fesch, erfolgreich und Extremsportler,
der in keine Schublade passt.
Wenn in 100 Jahren
ein Mensch fragt,
wer war Leo Hillinger und was zeichnet den aus?
Was würden Sie ihm antworten?
Wieder die drei Sachen. Konsequenz, Konsequenz,
Konsequenz. Es ist nämlich sportlich,
es ist betriebswirtschaftlich.
Aber es ist in Österreich immer so,
wie es der Service ist, wenn ein Sporter
erfolgreich ist, dann ist er erfolgreich,
dann feiern sie ihn überall.
Und das ist unser Mann.
Wenn der zwei, dreimal verloren hat,
oder nicht unter den ersten drei ist,
dann hauen sie ihn wieder runter.
Das ist Österreich.
Für mich ist wichtig, dass in 100 Jahren
die Leute einfach zurückdenken,
und der hat die Welt verändert.
Damals, Weinskandal,
das war einer der ersten,
der richtig Gas gegeben hat
und in eine richtige Richtung
gedrängt hat.
Das ist das Wein einfach
anders dargestellt.
Man kann
ein Produkt,
das eigentlich Kultur, Kunst,
Gut und Tradition ist,
aber auch anders präsentieren.
Das war eigentlich immer meine Prämisse.
Ich wollte einfach
das Produkt anders präsentieren.
Der Endverbrauch
als solches hat sich auch verändert.
Und genau um das geht es.
Die Leute wollen jetzt Qualität.
Früher hat es einen Doppler gegeben,
große Schnitzel, große Flaschen Wein.
Und jetzt
nehmen die Leute weniger, aber viel gut.
Und junge Leute kannst du dann motivieren.
Die wollen was über das Produkt wissen.
Und damals,
in den 70er,
da war es denen wurscht.
Wein, Hauptsache, er macht schwindlig.
Und heutzutage
ist es so, dass die Leute
sich überschulen
und ein bisschen was wissen.
Wenn es nur Gans ist.
Aber das ist das Schöne.
Wir wollen den Endverbrauchern
einen Einblick in unser Leben bieten.
In unser Winzerleben.
Warum?
Warum kostet das Produkt das?
Weil wir uns einfach draußen
den Ahr ausreißen.
Wir wollen den Leuten auch in Zukunft zeigen,
produktionstechnisch,
ihr könnt mitarbeiten.
Wir machen einmal einen Tag,
fühl dich wie
im Leben eines Winzers.
Sei dabei bei der Ernte.
Das wollen wir auch anbieten.
Deswegen haben wir auch das Weingut
mit sehr viel Glas gemacht,
dass die Leute auch Führungen machen können.
Die können zuschauen, wir haben nichts zu verstecken.
Aber rein gar nichts.
Und deswegen machen wir auch auf
und wollen die Leute da haben.
Wir machen nicht da zu und sagen, das interessiert uns nicht die Leute,
sondern wir wollen die Leute da haben bei uns.
Die können Picknicken, die können die Weingärten anschauen,
die können die Trauben essen,
die biologisch sind, die können die Weine trinken.
Dort wollen wir hin.
Das bedeutet im Endeffekt,
ob es Winzer, Sportler,
Millionfather, Investor, Qualitätsfanatiker,
immer das gleiche Prinzip, Konsequenz,
Konsequenz, Konsequenz.
Danke fürs Gespräch. Danke auch.