Ja, man kann es lernen, glücklich zu sein. Es fällt nicht vom Himmel. 14 Tipps was wir tun können. Klarheit schaffen befreit die Seele, schenkt Freiheit. Egal ob im Job oder zu Hause - alte Angewohnheiten los werden schafft ganz viel Raum für Neues.... in sich selbst. Es bringt uns wieder in Balance. Klarheit schenkt neue Energie, neue Ideen und Kreativität. Dann ist das Leben wieder im Fluss oder wie wir heute so gerne sagen, dann spüren wir wieder den flow. Auch auf meinem Podcast "Glücklichsein ist eine Entscheidung" gibt es viel Inspiration und spannende Gäste. Meine Filme erzählen von Entscheidungen die mein Leben schöner gemacht haben. Das Leben ist wundervoll - wenn wir es sehen. Wir können selbst entscheiden, ob wir glücklich sind. Wir wählen selbst, welches Leben wir führen wollen. Wir haben zum Glück so viele Möglichkeiten.
Herzlich willkommen auf meinem Kanal. Mein Name ist Greta Silver und ich möchte
jetzt gerne mal ein Rundum-Paket schnüren mit 14 Punkten, die ich mir
rausgesucht habe, was wir alles für unser Glück tun können.
Ich bin ja in vielen Filmen darauf schon eingegangen, aber bei über 500 Filmen ist
das ein bisschen schwierig, das immer wieder so rauszupicken.
Und deswegen denke ich, hier mal so eine geballte Form kann uns nur guttun.
Und zwar geht es hier um das wahre Glück. Ich glaube, dieser Begriff ist uns
ja durchaus geläufig und damit unterscheide ich zwischen dem Glück, was
so einen Moment schafft. Also was weiß ich, das Party-Glück nenne ich das gerne
oder manchmal denkt man auch die Beförderung bringt das Glück oder das
tolle Auto vor der Tür. Das ist auch immer ein Glücksmoment, ganz ohne Frage,
aber wir wissen längst, er vergeht. Und das wahre Glück, das ist das, was hier
drinnen ist und was uns so stark macht und was uns morgens so aufwachen lässt
mit dem Gefühl, wow, es ist schön am Leben zu sein und ich freue mich auf den Tag
und so etwas. Also dieses Glück meine ich und da sind wir gleich beim
ersten Punkt. Es muss uns klar sein, wir können das lernen.
Wir können da etwas für tun. Das ist nichts, was so automatisch vom Himmel
runterfällt, wo es dann mal habe ich Pech gehabt und mal habe ich Glück gehabt.
So ist das nicht, sondern wir können etwas für dieses Glück selber tun und
diese Erkenntnis und dieses Bewusstsein, glaube ich, lässt uns schon viel
aufmerksamer durch die Welt laufen. Was kann ich da tun?
Und ihr wisst das, ich sammle jetzt hier Punkte aus den Filmen und ich
habe es schon so oft gesagt, eine zentrale Stelle sind unsere Gedanken.
Ihr wisst, ich habe von Geheimverträgen gesprochen, die ich mit 30 abgeschlossen
hatte, hinterm Rücken von Menschen, die davon gar nichts wussten.
Ich habe die für mein Glück verantwortlich gemacht, nach dem Motto, wenn
mein Chef netter und mein Partner liebevoller wäre, dann wäre ich glücklich.
Aber das hat ja irgendwie nicht so richtig funktioniert. Die haben sich
dieser Verantwortung gar nicht gestellt und keiner stand da morgens und hat
gesagt, so Greta, was soll ich dir in deinen Terminkalender eintragen?
Was brauchst du heute für den Tag? Was möchtest du heute Abend machen?
Möchtest du mit deiner Freundin ins Kino gehen oder so etwas? Also ich habe mit
30 begriffen, ich muss das selber machen. Und diese Selbstverantwortung zu
übernehmen, das ist ein ganz entscheidender Punkt. Sonst kommen wir
aus der Opferrolle nicht raus. Sonst sind wir immer von den Umständen und
Personen abhängig. Und da zu wissen, nein, das wird sowieso nicht passieren, ich
weiß nicht, ob es bei euch jemanden gibt, bei dem das funktioniert hat, dass
jemand anders sagt, okay, ich bin für dein Glück zuständig, ich mache das. Das ist
in der Verliebtheitsphase ja sicherlich ganz normal. Es ist auch in der
Kinderzeit normal. Aus der Zeit hatte ich das ja. Wenn Mutti oder meine Eltern
Zeit hatten für mich und meine älteren Geschwister mich mitspielen ließen, dann
war ich glücklich. Und wenn die das nicht machten, dann fand ich die doof und ich
war traurig. Aber das funktioniert im Erwachsenenleben dann nicht mehr so,
sondern da sind wir selber zuständig. Und da zu gucken, was brauchst du. Und unsere
Gedanken sind da ein extrem wichtiger Schalthebel. Da zu erkennen, ja, ich gehe
gleich mal auf die Hirnforschung ein. Wir kennen diese Sätze von früher, also
einmal self-fulfilling prophecy, das war mal so ein geflügeltes Wort, aber auch
Henry Ford hat damals schon gesagt, egal was du denkst, du wirst recht behalten.
Und die Hirnforschung sagt ja heute, dein Gehirn wird alles tun, damit du recht
behältst. Auch das habe ich ja schon mal ausführlich besprochen. Und dann zu
gucken, hey, wenn mein Gehirn mich da unterstützt, dann lasse ich besser so
Sätze und Gedanken bleiben, wie das Alter ist fürchterlich oder das und das ist
schlimm oder so. Denn unser Gehirn funktioniert wie eine Google-Suchmaschine.
Es sortiert alles vor und zeigt mir dann nur die Sachen, die zu meinem
Denkmuster passen. Ganz wichtiger Punkt zum Glücklichsein. Also da diesen Hebel
zu nutzen und zu sagen, okay, dann schaue ich doch mal, was mag wohl die Zukunft
Schönes für mich bereithalten, könnte ich auch über das Alter sagen. Und dann
wird mir das Gehirn ganz andere Sachen zeigen und das wird mich mutiger machen,
ganz andere Handlungen zu tätigen. Also das ist auch noch mal ein ganz, ganz
wichtiger Punkt. Ihr könnt ja dann immer noch mal in die anderen Filme etwas mehr
reinschauen oder auch im Podcast gehe ich ja dann oft bei diesen Themen noch
mal in die Tiefe. Bei meinen Reden sowieso, aber da sind ja die wenigsten dann, die
das da dann noch mal sich anhören können ausführlicher oder so etwas. Dann hilft
uns auch ein anderes Forschungsergebnis, das sagt, wir haben einen Glückslevel
in uns. Hedonistische Tretmühle heißt das, wenn ihr das noch mal googeln wollt.
Wir kommen immer auf dieses Niveau in uns zurück. Also nach dem Millionengewinn,
nach dem Lottogewinn genauso sind wir irgendwann wieder auf unserem normalen
Level angekommen. Genauso wie nach tiefer Trauer und so. Die Höhe der Freude, der
Trauer entspricht der Zeitschiene. Mal dauert es länger, mal ist es schneller.
Und da jetzt zu gucken, wie kann ich denn, wenn ich dieses wahre Glück suche, wie
kann ich denn diesen Level dauerhaft anheben.
Also einmal haben wir ein positives Hebel, das ist die Dankbarkeit. Ganz großer
Glücksgriff, ganz großer Glücksmotor, sich abends hinzusetzen und mal aufzuschreiben,
wofür kann ich dankbar sein an diesem Tag oder auch morgens, bevor man in den
Tag startet. Dann auch wieder eine statistische Erhebung. Leute, die anderen
helfen, sind die glücklichsten. Ich finde das ja ganz raffiniert von der
Schöpfung eingetütet, dass es nicht heißt, keiner kommt vorbei und macht mich
glücklich, sondern dass es funktioniert, wenn wir losgehen und andere glücklich
machen, macht uns das selber glücklich. Also wir kennen das noch von den Anfängen
unserer Beziehung, dass es so viel Spaß macht, sich was auszudenken, was
dem anderen eine Freude machen würde. Oder auch jetzt, wenn man das für eine
Freundin macht, was weiß ich, da mal einen Kuchen backt oder irgendwie so etwas, es
macht uns glücklich. Also da zu gucken, wenn man selber im Tee hängt, was kann
ich jetzt in dieser Situation, wo es mir gar nicht so gut geht, trotzdem für
andere tun. Dann nehme ich einmal den Fokus raus aus meinem Ich-Arme-und-so-etwas
hin zu, was kann ich für den anderen tun. Da geht es mir automatisch besser. Wir
stellen uns nämlich schon vor, wie wird der sich freuen, wenn die das heute Abend
vorfindet oder so etwas. Das kann auch ein Telefonat sein mit einer Tante, die
man schon lange nicht angerufen hat oder irgendwie sowas. Auch das macht glücklich.
Zurück zu diesem Glückslevel, das waren gerade die zwei Punkte, Dankbarkeit und
was für andere tun, macht uns glücklich und dann gucken wir mal dahin, was zieht
uns runter. Was zieht uns eigentlich da permanent runter? Also einmal glaube ich
und das ist momentan so greifbar und spürbar, es ist die Angst und es ist
erwiesen, wir machen uns zu 95 Prozent für Sachen verrückt, die nie eintreffen.
Und wo sonst sind wir denn so wenig realistisch, dass wir uns etwa um uns
etwas kümmern, was nur eine fünf Prozent Wahrscheinlichkeit hat, überhaupt
einzutreffen. Mark Twain hat das mal ganz wunderbar
formuliert und hat gesagt, ich bin heute ein alter Mann und ich habe viel Schlimmes
in meinem Leben erlebt, doch zum Glück ist das meiste nie passiert.
Wir erleben es, wir erleben es, was da in unseren Gedanken alles passieren könnte.
Es sind Luftschlösser, wenn ich das negativ mache, das und das ist Schlimmes
passiert, dann kann ich das quasi weiter erzählen. Wenn ich aber sage, oh da ist
was Schönes passiert und da doch auch, dann könnte das doch auch bei mir
passieren und dann würden wir nur Party machen ohne Ende.
Dann würde jeder sagen, Mensch Greta, warte mal ab. Das sind Luftschlösser, wir malen
uns aus, was da in Zukunft sein könnte und damit habe ich aufgehört. Also wir
haben das ja auch Einbrecher beigebracht, ihr kennt die Geschichte alle, es knallte
nachts unglaublich und ich hörte die Einbrecher unten und ich also ich sah
schon, wie die mich umbringen werden, nämlich mit dem Messer und nicht mit, sie
würden mich nicht erschießen, weil das im Rheinhaus war, ich war damals 27 und
ich habe also jede Körperzelle schrie in mir und am nächsten Morgen stelle ich
fest, ein Brett auf dem Balkon ist umgefallen und sonst nichts und da habe
ich verstanden, es war alles nur in meinem Kopf, nur in meinen Gedanken und
da habe ich den Hebel umlegen können. Es durchschoss mich der Gedanke, stell dir
nur mal vor, du machst dich dein Leben lang verrückt und es kommt keiner. Das ist
ja erst die wahre Katastrophe. Also Angst ist etwas, was unseren Level,
unser Glückslevel, unser wahres Glück runterzieht, ganz ohne Frage und da mal
anders ranzugehen und wir reden hier nicht von der Angst, die wir brauchen vom
Feuer und so etwas, sondern die Angst, die uns so fertig macht, die uns so runterdrückt.
Angst ist heute ein Marketinginstrument, damit kann man Wahlen gewinnen,
damit kann man Ware verkaufen, Nachricht ist eine Ware, die verkauft werden will.
Also sich dessen alles mal bewusst zu sein und zu sagen, ich lege den Hebel
auch mal um und warte es ab, was passiert und wenn die Katastrophe vor der Tür
steht, dann sage ich immer, werde ich ganz andere Kräfte mobilisieren können, um
damit umzugehen, aber nur dieses Wenn und Aber und das könnte und hier und da,
mache ich nicht mehr. Das andere, was uns runterzieht, ich sage jetzt immer nur mal
so zwei Punkte bei diesem Glückslevel, das andere sind unsere alten Verletzungen.
Alte oder neue Verletzungen, wie auch immer man das bezeichnen will und die
können wir loswerden. Es ist etwas, was in Deutschland noch
einen falschen Ruf hat in meinen Augen und das ist das Wort Verzeihen.
Es bedeutet nicht klein beizugeben oder der andere hat es nicht so böse gemeint
und hatte selbst eine schlimme Kindheit, nein. Verzeihen heißt, ich werde frei
davon, ich entziehe dem anderen die Macht, mich zu verletzen oder dem Ereignis oder
wie auch immer und es macht mich stark. Es macht mich stark und die Handlung und
der Täter, der bleibt so schlimm, wie er war, meinetwegen auch kriminell, den muss
ich nicht schönreden deswegen, aber dann bekommt das so eine Wertigkeit wie eine
körperliche Verletzung, wo man sich auch noch erinnert, was weiß ich, vor 20 Jahren
habe ich einen Fahrradunfall gehabt und habe da vor dem Auto gelegen oder
irgendwie so etwas, hat fürchterlich wehgetan, das wissen wir alles noch, aber
das hat heute keine Relevanz mehr und so ist das auch mit seelischen
Verletzungen, wenn wir das verzeihen. Das fängt an, ich mache es hier doch etwas
ausführlicher, weil ich meine, dass das immer noch wieder ein so großes Thema
da draußen ist. Bei mir war es so, dass ich wirklich nur im Kopf, ich fühlte das
nicht, nur immer gesagt, ja ich verzeihe ihm, ja ich verzeihe ihm, ja ich verzeihe
ihm und wenn es 40 mal am Tag war, wenn das gerade passiert war, es war bei mir
im Job, ich wurde da gemobbt, obwohl ich selbstständig war, hatte jemand Lügengeschichten
über mich erzählt und so, also ich hatte immer noch den Kloß im Bauch und die
Wut in mir und die Hilflosigkeit und all das, aber mein Kopf, der fing an und
sagte, ich verzeihe ihm, ich verzeihe ihm, ich verzeihe ihm und dann geht das
nachher weiter runter im Herzen oder im Bauch oder wo immer du das ansiedelst
für dich, du wirst frei von alten Verletzungen oder neuen. Heute ist mein
Tipp, wenn ich nur daran denke, dann atme ich ja schon einmal durch, es ist
faszinierend, wenn ich mich hinsetze und sage, ja das ist mir jetzt passiert, das
gehört zu meinem Leben dazu, dann kommt so ein ganz tiefer Seufzer, denn Leute, ihr
wollt nicht wissen, wie ich das früher alles immer unter Beton verschüttet habe
oder unter den Teppichboden oder wo auch immer wir das gerade mal örtlich zuordnen wollen,
das funktioniert auch, denke ich mal, in so einer Schocksituation, ist das, glaube
ich, auch legitim und vielleicht auch so ein Überlebensmodus, aber es kommt ja
immer wieder hoch und das sich anzugucken und zu sagen, ja es ist in
meinem Leben passiert, es gehört jetzt dazu und dann wird man wieder
handlungsfähig und dann kann daraus das werden, was ich gerade geschildert habe,
nämlich dass auch seelische Verletzungen dann so weit dahinten sind, wie eine
körperliche Verletzung. Ja, sie gehören zu unserem Leben dazu, sie haben uns
geformt, sie haben etwas mit uns gemacht, aber heute hat das keine Relevanz mehr.
Also all das Positive, was ich daraus gelernt habe oder was ich geschenkt
bekommen habe, ich kenne Menschen mit ganz schweren Krankheiten, die gesagt
haben, ich habe so viel Nähe erfahren von lieben Freunden oder so etwas, also
das auch zu sehen, das auch zu sehen und bei allem auch zu wissen, das ist auch
ein Punkt, alle Gefühle gehören zu uns. Trauer darf sein, Mut darf sein,
Hilflosigkeit darf sein, es gehört alles zu uns und da wie gerade auch mit der
Verletzung so umzugehen und zu sagen, ja das gehört zu meinem Leben dazu, ist
erst mal ein Weg, dass dieser große Papiertiger, den wir da drin sehen in der
in der Trauer, also ich habe auch Phasen in meinem Leben gehabt und nehme auch
als Beispiel immer gerne den frühen Tod meines Vaters, der starb, als ich 19 war
innerhalb eines Tages ein Herzinfarkt und mein Vater war mein Held, mein
großes Vorbild und das fiel weg und meine Kindheit zerbrach, meine heile Welt
zerbrach und da zu wissen, dass dieses Annehmen hilft, da wieder rauszukommen
und auch zu sehen, also ich wurde schlagartig erwachsen sozusagen, ich habe
Verantwortung mal übernommen, was ich vorher gar nicht wusste, ich war die
jüngste von drei Kindern und so etwas, also da ist viel passiert, was ich für
wichtig halte in meiner Entwicklung und das mittlerweile auch zu sehen, damals
hätte ich das abgelehnt, abgestritten, das gibt es nicht.
Dann zu wissen, dass wir, wenn wir in der Dauerschleife jammern, uns selber nicht
gut tun, das zieht uns runter, dass wir immer mal in Situationen sind, wo wir mal
jammern müssen und auch dürfen, ich glaube, das ist unstrittig, sondern ich
meine, dass dieses Jammern als Lebenseinstellung, man sagt es ja leider
den Deutschen nach und ich habe auch beobachtet, dass Jammerer durchaus mehr
Streicheleinheiten, mehr Zuwendung bekommen, aber für das Umfeld ist
Jammern eine Umweltbelastung, denn jeder möchte gerne mit positiven, mit
inspirierenden Menschen zusammen zu sein und wenn man da jemanden neben sich hat,
der da permanent jammert, aber wirklich über alles, über den Regen oder über
irgendwas und dieses ist schlecht und jenes und die Regierung hat oder so, dann
zieht einen das womöglich mit runter. Das heißt, der Preis ist hoch für den,
der jammert. Erstmal kann man jammernd nicht glücklich sein und zweitens, glaube
ich, ist das ein Weg in die Einsamkeit, da mal hinzugucken und zu sagen, ist das
wirklich mein Weg? Muss es sein? Oder mal zu gucken, eine Woche mal nicht zu
jammern und jedenfalls es nicht zu äußern und danach dann auch es nicht
mehr zu denken, diese Wege mal zu gehen und ich weiß auch, dass Jammern eine Dating-
Plattform ist, dass man schnell Verbündete hat und Anschluss findet, ob
man jetzt, man kennt sich gar nicht aus, steht an der Bushaltestelle, wo man keinen
kennt und jetzt fängt man an, über die unpünktlichen Busse zu schimpfen oder
sowas hat man sofort Verbündete. Aber mal da hingucken, der Preis ist hoch und
nichts hält uns ab, damit aufzuhören. Es bringt uns nichts, es bringt uns nur
unglücklich sein. Man kann nicht sagen, hey, was kostet die Welt und dann jammern,
das geht nicht, das passt nicht zusammen, das gehört nicht zusammen und da glaube
ich, ist auch ein ganz großes Potenzial, was wir selber tun können.
Dann ein Punkt, sind wir uns dessen eigentlich bewusst? Das Thema
Nachhaltigkeit ist ja im Moment so in aller Munde und ich war dem mal
nachgegangen, weil ich nicht verstand, wieso ein Film über mich bei der UNO auf
der Plattform steht unter der großen Überschrift Nachhaltigkeit. Die zweite
habe ich immer verstanden, wie andere Länder mit dem Alter umgehen, aber was
hat das mit Nachhaltigkeit zu tun? Und dann habe ich mir das mal angeschaut, was
sagt denn, was ist die kurze Formulierung? Ich glaube, das Bundesministerium für
Bildung und Forschung sagt, Nachhaltigkeit bedeutet, heute so zu
leben, dass ich auch in der Zukunft gut leben kann, dass mein Umfeld gut leben
kann und dass die nachfolgenden Menschen auch gut leben können. Und dann gucke ich
mal hin, lebe ich als junger Mensch so, dass ich auch in Zukunft gut
leben kann? Und lebe ich auch jetzt mit meinen 72 Jahren so, dass ich auch die
tollen kommenden Jahre gut leben kann? Das betrifft einmal Ernährung, Sport,
diese ganzen Sachen. Ich glaube, den Rauchern ist das am meisten bewusst, dass
sie da eine Verantwortung haben. Dann die Emotionen, das habe ich gerade schon mal
mit dem Wort jammern sozusagen deutlich gemacht und dann unsere Gedanken. Das
alles sind Wegweiser, wie die Zukunft von uns selber aussehen wird. Also da
nachhaltig zu leben oder in jungen Jahren so zu leben, als gäbe es kein Morgen.
Professor Sven Völpel kann ja, das ist ein Altersforscher an der Universität in
Bremen, der das so wunderbar in Zahlen ausdrücken kann, der sagt, wie viele
Jahre man weniger lebt, wenn man Alkohol und Zigaretten in hohem Maße zu sich
nimmt. Ich glaube, er spricht davon 18,5 Jahren weniger und so etwas. Also das ist
heute alles schon belegbar. Oder als junger Mensch eben auch sich so zu
verausgaben oder auch meinetwegen in meinem Alter, sich so zu verausgaben, dass
da keine Ruhephasen sind, dass da keine Erholungsphasen drin sind und so etwas.
Also da nachhaltig zu leben, da die Verantwortung zu übernehmen und zu
gucken, hey, tut mir das jetzt gut? Oder wie wird sich das auswirken? Oder
sollte ich vielleicht auch mal abnehmen? Ist zum Beispiel auch ein Thema. Wir
wissen alle, wie das unseren Körper belastet. Ich meine, abnehmen hat mich mein
Leben lang begleitet. Also ich weiß, ob der Schwierigkeiten, das lässt sich
jetzt hier alles mal so ganz locker sagen, aber mal das ins Bewusstsein zu
nehmen, das glaube ich, ist auch ein ganz wichtiger Punkt.
Ja, so ein bisschen aus dem Knick zu kommen, mutig zu sein, wobei ich ja immer
von mir behaupte, ich bin gar nicht so mutig. Mutig bedeutet ja für mich, die
Angst unter den Arm klemmen und etwas trotzdem machen. Darin sehe ich mich gar
nicht so, sondern bei mir war es die Begeisterungsfähigkeit und die Neugier
auf das Leben, dass ich mich immer fragte, wie werde ich mich fühlen, wenn ich das
ausprobiere oder wenn ich das mache und umsetze oder so. Also ich
weiß noch, also mein vermutlich letztes gravierendes Erlebnis war, dass ich
dachte, ja Podcast, meine Güte, ich muss ja auch nicht alles machen, was hier jetzt
gerade am Markt ist. Und so lief ich also einige Zeit rum, als das schon mal so
auftauchte. Podcast, willst du auch Podcast machen? Ach nee, YouTube und alles ist
gefallen und so. Und dann weiß ich noch, ich stand da irgendwo, war am Kochen und
dachte in mir, das wäre ja schon ein tolles Gefühl, wenn du es machen würdest.
Und das hat den Hebel ganz einfach umgelegt. Also mir vorzustellen, wie ich
mich dann fühle. Ja, ich musste noch mal neue Sprachregelungen lernen und wie
das funktioniert und jenes funktioniert und so. Jede Sache ist wieder etwas
speziell auf einem Gebiet oder so. Und sich dann da wieder neu reinzufummeln und
das auszuprobieren. Also es ist bei mir mehr diese Neugier. Und schau mal, was es
bei dir ist. Wie kannst du es dir erleichtern, was Neues mal rauszumachen?
Also raus aus eingefahrenen Bahnen. Macht glücklich. Und diese Sachen sind, glaube
ich, für uns ganz wichtig. Und bei der Gelegenheit können wir gleich mal den
inneren Kritiker angucken und unseren Hang zum Perfektionismus. Boah, ich
kenne ihn. Wer kennt ihn nicht? Also ich habe dieser Krähe auf meiner Schulter
wirklich mit Paketklebeband den Schnabel zugebunden, weil ich sagte, ich will mich
hier nicht mehr so gängeln lassen. Ich hatte längst begriffen, dass kein Mensch
perfekt ist. Wir sind eventuell auf irgendwelchen kleinen Gebieten recht
nah an der Perfektion. Und ja, Fehler ist ja bei uns auch ein Wort. Meine Güte, wie
Donnerhall. Und dabei sind es nur Erfahrungen. Und wir bewerten das alles.
Ein ganz wichtiger Punkt zum Glücklichsein. Ob wir den Daumen nach
oben oder nach unten machen, das ist unsere Entscheidung. Und das hindert uns
am Glücklichsein. Die Harvard-Studie, die größte Glückstudie der Welt, die läuft
immer noch, über 70 oder 80 Jahre, weiß gar nicht genau, ist sie schon im Gange.
Und die besagt, Menschen, die in funktionierenden Beziehungen leben, sind
glücklich oder sind am glücklichsten. Damit ist gar nicht allein die
Partnerschaft gemeint und schon gar nicht, dass alles auf Wolke sieben sein
muss, sondern, dass wir erkennen, da ist jemand, für den ich wichtig bin.
Aber es sind auch die Beziehungen angesprochen worden zu Nachbarn, zu
Kollegen, zum Busfahrer, zur Kassiererin. Wie lebe ich da? Wie fühle ich mich da?
Bin ich da verbunden? Oder muffle ich da nur, wie der Hamburger eben sagt, moin?
Oder darf es mal ein Satz mehr im Treppenhaus sein zu den Nachbarn? Wünsche
ihnen einen schönen Tag oder so etwas. Das macht was mit uns selber. Und das ist
auch so ein Werkzeug, was wir so gut nutzen können. Und dann auch mal gucken,
nicht nur, wie rede ich mit den Nachbarn, sondern wie rede ich denn mit mir selber?
Welche Beziehung habe ich denn zu mir selber? Es hat mich sehr erstaunt.
Ich hätte es von mir nicht gedacht. Ich sprach nur negativ mit mir.
Ich hatte keine Positivsätze. Stell dich nicht so dusselig an und naja und
irgendwie so etwas. Ich habe dir ja Gott sei Dank nie laut gesagt, diese Sätze.
Aber da mal zu gucken, gibt es nicht auch positive Sätze? Hey, das ist dir ja gut
gelungen. Oder schön, dass du den Mut hattest, das auszuprobieren oder so etwas.
Das kann man lernen. Da mal hinzugucken. Ich glaube, der erste springende Punkt ist,
dass es einem einmal bewusst sein sollte und dann unsere eigenen Stärken zu leben.
Das spielt noch mal so ein bisschen in Perfektionismus rein, dass wir uns immer
mit den Kritikpunkten befassen, statt mit den Stärken. Das ist aber auch auf dem
beruflichen Sektor so. Ich glaube, vieles hat sich schon geändert. Früher bei
diesen Jahresgesprächen oder wie immer die jetzt heißen mögen, da wurde
hingeschaut, was geht noch nicht so gut und wo müsste man den da fördern und so
etwas. Und das ist gar nicht mehr der springende Punkt, sondern welche Stärken
hat der? Wie können wir die ausbauen? Wie können wir die viel besser nutzen?
Also wenn ihr eingebt auf YouTube Greta Silver Charakterstärken, müssten euch
sechs Filme gezeigt werden, die ich da wirklich mal durchgegangen bin, wie viel
wir von diesen 24 Charakterstärken, die es da so in Definitionen gibt, alle schon
leben. Die haben wir schon in uns und wir gucken immer nur zu dem einen, was wir
dann nicht haben. Dabei haben wir schon so ein großes Spektrum. Also mir hat es
damals gut getan zu gucken, was lebe ich denn eigentlich alle schon für Stärken.
Also das macht Sinn. Und als letzten Punkt noch mal zu verstehen, Leben enthält
Krisen. Leben enthält Niederlagen. Ich kenne kein Leben ohne. Es gehört zu
jedem Leben dazu und das mal so zu sehen, wie der Fußballspieler, wann geht der
denn siegreich vom Platz und sagt, tschakka, ich habe es gerissen.
Das ist nicht dann, wenn die Gegner an die Seite springen und der Torwart sagt,
bitte sehr, hier hast du dein Tor, sondern es ist dann, wenn der sich da durch
gewuselt hat und da dann hinten sich durchgearbeitet hat und das Tor geschossen
hat. Und das haben wir auch mit Krisen und Niederlagen.
Wir haben sie durchlitten, wir haben sie durchlebt und wir haben daraus gelernt
und das macht uns stark. Und das als Trambolin zu sehen und zu sagen, ja ich
habe viel Schlimmes in meinem Leben erlebt, aber es hat mich stark gemacht.
Ich bin als Sieger rausgegangen, ich lebe noch. Auch wenn man sich manches anders
erhofft hat. Es mag auch da wieder unsere eigene Bewertung sein, muss ich es so
negativ sein. Es ist auch manchmal ein guter Schlüssel zu fragen, würde meine
Freundin das auch so sehen oder würde der und der oder meine Geschwister oder
wie oder was, würden die in der Situation genauso dastehen wie ich oder würden die
das anders nehmen. Also ich kenne das zwischen meiner
besten Freundin und mir und das zeichnet uns eigentlich auch aus, dass wir
versuchen, den anderen zu verstehen, obwohl wir selber so gar nicht reagieren
würden. Also manche Sachen sind für den anderen dramatisch, wo der andere nur
mit der Schulter zuckt und sagt, ist das wirklich so schlimm. Aber Freunde
stellen sich darauf ein und sagen, es geht nicht um meine Bewertung, es geht um deine.
Wir können mal gucken, wie du da rauskommst. Also da auch mal zu gucken,
ist es nicht meine eigene Bewertung. Und das war jetzt mal so ein Rundum-Paket,
was alles wir selber tun können für unser wahres Glück da drinnen. Und ich
glaube, das war jetzt schon eine ganze Menge. Es ist bestimmt nicht vollständig
und es hat auch keine Wertung in der Reihenfolge oder so. Ich wünsche dir ganz,
ganz viel Spaß bei deiner Suche nach deinem wahren Glück. Alles Liebe! Tschüss!