Es geht weiter durch Kurdistan! Nach einer kurzen Pause in Deutschland, um meine Familie zu besuchen und um organisatorische Dinge zu erledigen bin ich im neuen Jahr entlang meiner Route nach Erbil gereist. Von hier führt mich mein Weg weiter nach Süden in den Irak. Anders als gedacht, denn eigentlich wollte ich nach Osten weiter in den Iran. Die Ausschreitungen im Januar haben mich aber umplanen lassen.
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Ich bin Robert und seit März 2025 vollzeit als Vagabund unterwegs von Leipzig nach Singapur. Lange Zeit zu Fuß, mittlerweile auch mit dem Bus, mit dem Zug oder per Anhalter. Mehr als 18.000km trennen mich von meinem Ziel. Mehr als 20 Länder werde ich durchreisen.
💚 R.
Erste Grüße aus Erbil. Hallo, hallo, hallo.
Hallo, hallo.
Gutes Kurdistan, sehr schön hier.
Bin runtergekommen, hier in einem ziemlich coolen kleinen Räumchen.
Mit Heizung, einer Tankstelle, es gab gerade Essen, es gab Pizza geliefert.
Er ist hier Patron, Big Boss, mich eingeladen, also sehr, sehr, sehr, sehr schön.
Spaß.
Thank you very much.
Thank you.
Kurdistan, Armania.
Ich begrüße euch wieder mal zu einem neuen Video hier auf YouTube.
Vieles passiert, vieles hat sich verändert, viele Dinge sind umgeplant worden in der Zwischenzeit.
Ihr erinnert ja euch ja noch an das letzte Video, wo ich die Aussichten gegeben habe fürs neue Jahr
und was ich mir so wünsche und was ich so hoffe, was bis zur Ausstrahlung des nächsten Videos so passiert sein wird.
Ja, und werde also dann im neuen Jahr meine Tour wie geplant fortsetzen Richtung Tabriz und dann weiter nach Osten.
Ich werde in den Iran natürlich bereisen, so gut ich kann.
Shiraz, Teheran und diese Sachen liegen natürlich originär nicht auf meiner Route, spielt aber keine Rolle.
Werde ich mir anschauen, werde ich eben Touren machen.
Ja, hat nicht ganz so gut geklappt.
Ich bin noch nicht ganz gestriegelt und gebügelt, aber wir kämpfen ja auch für mehr Realität und Authentizität hier auf Social Media und so.
Ich bin in Erbil angekommen, ich war über die Feiertage zu Hause und über Silvester in Manchester.
Habe die Feste mit meinen Lieben verbracht, ich hatte es angedeutet.
Und bin Anfang letzter Woche, vor ziemlich genau einer Woche am Montag, dem 5. Januar, wieder in den Irak geflogen.
Nach Erbil, im kurdischen Teil des Iraks.
Wo ich noch ein paar Tage verbracht habe, um weitere Videos für euch zu schneiden.
Eine Schnittpause noch gemacht habe, ich habe zu Hause nicht so viel gemacht diesbezüglich.
Ich gestehe, ich war faul. Gut, andere Sachen waren dann halt ein bisschen wichtiger.
Es gibt ein neues Setup. Die Kunigunde ist inzwischen daheim gelassen.
Wir haben uns getrennt. Liegt nicht an ihr, liegt an mir.
Ich wollte noch leichter sein, ich wollte noch flexibler sein und irgendwie mich noch verschlanken, sage ich mal.
Und mir auch beweisen, dass es ohne so einen großen Wagen geht.
Und deshalb bin ich jetzt auf dem Rucksack unterwegs, dem Kunibert.
War jetzt die erste Nacht hier in Erbil oder außerhalb von Erbil.
Gestern 28 Kilometer geschrubbt.
Hier gibt es nichts. Ich weiß nicht, wie das Dorf heißt, durch das ich gelaufen bin.
Keine Ahnung, unaussprechlich.
Bin in einer Tankstelle gelandet.
Da kam noch die lokale Polizei, die Gewohnheitspolizei.
Die haben die ganzen Visa gecheckt, die natürlich alle legit sind und alle sind vorhanden und korrekt.
Sowohl für Kurdistan als auch für Irak.
Und nach einem Hin und Her in Tobabohu durfte ich dann hier bleiben.
Hab einen schönen Schlafplatz bekommen.
So sieht das aus.
Es gab sogar einen Heizstrahler, den habe ich jetzt gerade angemacht.
Gebraucht habe ich ihn nicht.
Die haben auch noch einen großen Heizstrahler reingestellt, während ich duschen war oder mich erfrischt habe.
Konnte ich meine Matte also ausbreiten hier im Schlafsack und so.
Das ist das neue Setup, wie ihr das seht.
Zumindest jetzt ausgepackt.
Mit dem Kunibert und so.
Dann gab es also noch Essen.
Es wurde mir noch eine Pizza gebracht.
Einfach so mit Hähnchen.
Es gab dann noch Shisha, es wurde Domino gespielt.
Es war ein cooler Abend.
Ein cooler erster Abend draußen.
Ich laufe heute nochmal durch Kurdistan weiter nach Süden.
Und werde wahrscheinlich morgen die Grenze nach, wie auch immer man das richtig bezeichnet,
also in den irakischen oder nicht kurdischen Teil des Iraks, überschreiten.
Cool, ich packe jetzt zusammen, mache mich nochmal ein bisschen frisch,
werde noch ein bisschen mit den Jungs hier rumhängen, vielleicht frühstücken.
Und dann geht es in den nächsten Tag.
Bis später.
So, und da bin ich auch wieder am Weg.
Seid gegrüßt.
Jetzt hier gerade südlich von Erbil geht es aufs Land.
Richtung Samara.
Assalamualaikum.
Die Leute hier sind unfassbar freundlich.
Jeder einfach ausnahmslos.
Jeder grüßt.
Ich weiß nicht, wie oft ich mir zum Herz und Kopf fasse, um zurück zu grüßen.
Das bringt fast mehr Muskelstränge in den Armen als der Rucksack, der Kunibert.
Wir werden heute gemütlich 25 Kilometer spazieren.
Gestern waren es 28.
Ich habe nicht so viel Zeit zu verlieren.
Ich muss in drei Wochen in Bagdad sein.
Hier ist es noch ein bisschen schlammig vom vielen Regen, weil ich in Bagdad Besuch bekomme.
Und bis dahin sind es 330 Kilometer.
Es ist locker machbar in drei Wochen.
Also eigentlich dicke.
Aber ich möchte auch unterwegs noch ein bisschen eine Pause machen.
Ich werde Leute treffen unterwegs in Samara zum Beispiel.
Kirkut kommt auch noch vorher.
Und Videos wollen ja auch geschnitten werden.
Ich bin halt Alleinunterhalter hier und kann das eigentlich auch nicht.
Ich habe das nie gelernt.
Aber wurscht.
Man wächst am Widerstand und lernt ja immer Neues dazu.
Aber seht es mir nach.
Was?
Also das Thema Wildcampen könnte hier echt ein Problem werden.
Hier sind Wildhunde heftig unterwegs.
Viel, viel mehr als bisher überall.
Und auch in deutlich schlechteren Zuständen.
Was ja darauf schließen lässt, dass die Versorgung natürlich hier auch an so Milchstätten A nicht so gut ist.
Und B die Neugier oder der Frust, der Druck.
Eventuell bei Gerüchen, die zum Beispiel von meinem Zelt kommen, wenn ich koche und esse.
Dann da neugierig rumzuschnüffeln und vielleicht mal einen Besuch abzustatten.
Ja, es ist recht hoch, denke ich.
Das muss man also mal beobachten.
Und da kann ich echt nur situativ entscheiden, ob und wo ich mein Zelt aufschlage draußen.
Also so einfach in der Wildnis.
Generell habe ich mir vorgenommen eher Richtung Tankstellen und sowas zu laufen.
Oder in Restaurants zu schlafen, wo die sich da meistens fernhalten.
Wo es auch Überwachungen gibt und so ein bisschen Beleuchtung und Kameras.
Da dürft ihr auf jeden Fall geschützt und sicher genug sein,
als dass ich vermeiden könnte ständig Unterkünfte zu buchen hier.
Zumal es in diesen großen Flächenländern ja auch nicht ständig irgendwas gibt.
Und schon gar nicht in so kleinen Kackdörfern oder Bumsdörfern oder Mokjens.
No hate, sorry.
Da vorne folgt der nächste Grenzkosten.
Jo, moin. Ich bin hier gerade im Grenzgebiet.
Ich kann hier nicht so richtig fest, fett offensichtlich filmen.
Klar, es ist halt ein Grenzgebiet.
Aber so ein bisschen undercover geht das gerade mal ganz gut, weil hier nichts weiter ist.
Strahlender Sonnenschein.
Wir haben jetzt so gute 13 Grad hier südlich von Erbil.
So sieht es aus.
Ihr seht das überall, so Grenzposten auf den Hügeln.
Ich weiß nicht, ob das die Peschmerga tatsächlich sind.
Aber ich glaube schon, weil die Armee der Kurden heißt Peschmerga.
Ist natürlich alles so ein bisschen noch kritisch.
Der Frieden ist relativ stabil.
Aber man weiß ja, dass Kurdistan nicht ein eigenständiges Land ist, sondern eine autonome Region.
Und da gab es eben in der Vergangenheit, nicht in der jüngsten Vergangenheit,
aber generell immer mal wieder kleinere und größere Konflikte.
Die letzten zwei Tage waren eigentlich ganz chillig.
Also relativ chillig.
Ich habe dicke Blasen an den Füßen.
Ich musste noch mal gewichtlos werden.
Schlafen kann ich hier recht einfach in den Moscheen bisher.
Oder Tankstellen oder Restaurants.
Wildcampen ist hier ausgeschlossen bisher.
Das ist nicht ganz so sicher.
Auch die Straßenhundesituation macht es nicht einfacher.
Das ist nicht zu vergleichen mit dem, was bisher so war.
Da vorne folgt der nächste Grenzposten.
Salam alaikum.
Wie geht es dir?
Russland.
Ich komme aus Rumänien.
Rumänien?
Rumänien.
Du kommst aus Rumänien?
Ich komme aus Irland.
Irland. Super, super, super.
Wo gehst du hin?
Wann?
Ich gehe nach Seydan.
Ah, okay.
Aus Polen.
Ah, okay.
Basra.
Basra?
Basra.
Singapur.
Du kommst nur mit dem Fahrrad?
Ja.
Mit dem Fahrrad?
Ja.
Du hast keinen Team?
Keine Truppe?
Keine.
Du musst mit einem Mann zusammenkommen.
Ja, ja. Nur ich.
Nur ich.
Warum?
Nur zwei Männer.
Einer ist alleine.
Alles klar.
Allein.
Wir sind Deutsche.
Irland?
Wir sind Deutsche.
Ist das Iran?
Ja, das ist Iran.
Salam Aleikum.
Rizom ist am Start.
Als Ausreise aus Kurdistan war super.
Einreise war super.
Jetzt geht es
strafweiter in Richtung
Bagdad.
Die nächsten drei Wochen.
Ich bin gespannt, was dieses Land für mich hier
bereithält.