#industrienatur - Imkerei auf Zeche Nachtigall

LWL-Museen für Industriekultur
3 Abonnenten
04.11.2024 #industrienatur
Es summt und brummt auf der Zeche Nachtigall in Witten. In dieser Folge #industrienatur ist der Imker Edgar Melenk zu Besuch, um nach dem Rechten zu schauen. Seine Stöcke stehen an mehreren Stellen - auch auf der Zeche Nachtigall im Muttental. Den Honig findet Ihr auch zum Kauf in unserem Museumsshop.
Hallo, mein Name ist Edgar Mehlenck, Bioland-Imker aus Herdecke.
Ich hab seit einiger Zeit Bienen hier auf dem Gelände der Zeche Nachtigall stehen.
Meine Arbeit, die ich jetzt zu dieser Jahreszeit ganz gerne immer vornehme, ist,
so rund alle anderthalb, zwei Wochen nachzuschauen, ob in den Völkern alles so ist, wie es sein sollte.
Dass also die Bienen Nektar eintragen und sich nicht ohne mein Dazutun teilen.
So, ich werde jetzt hier erstmal den sogenannten Smoker anzünden.
Das ist dafür da, dass ich ein bisschen Qualm, ein bisschen Rauch den Völkern zukommen lassen kann.
Dadurch simuliere ich einen Waldbrand, wenn es jetzt geht, so ganz leicht.
Und dadurch sind die Bienen dann etwas ruhiger.
Unten der Kasten ist offen, sodass die Bienen merken, aha, der Imker kommt.
Ich gebe jetzt hier noch ein bisschen Rauch bei, damit die Bienen sich auch ruhig verhalten.
Bienen züchte ich auf Sanfmut. Das heißt, dass ich Bienen züchte, die grundsätzlich sehr ruhig sind.
Man sieht das hier auch, ich bin komplett ohne Schutzkleidung.
Und dennoch kann man sich also hier sehr gut aufhalten.
Hier kann man sehr schön die Brut sehen.
Das ist hier die sogenannte verdeckelte Brut, die in den nächsten Tagen schlüpfen wird.
Hier befinden sich ganz normale Bienen darunter, also die weiblichen Tiere.
Hier am Rand sieht man etwas dickere Zellen. Das sind sogenannte Dronenzellen, männliche Tiere.
Das ist übrigens komplett alles Honig.
Man kann das sehen, indem ich hier mal eben aufmache. Da glänzt der Honig.
Ich werde hier auf dieses Volk noch einen weiteren Rahmen, eine weitere Zarge, das ist eine Zarge, weiter aufsetzen mit einem Absperrgitter.
Dann wird dort oben Honig eingetragen und diesen Honig kann ich dann im Sommer, denke ich mir, auch ernten.
Dieser Honig wird dann hier, ob es nicht in Nacht egal, auch vertrieben.
An der Anmeldung wird dieser Honig dann häufig zu erwerben sein.
