Ausstellung Revierfolklore: Bergbau

LWL-Museen für Industriekultur
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28 Videoaufrufe·04.11.2024
Im Schiffshebewerk Henrichenburg läuft bis 8.8.2021 die Sonderausstellung "Revierfolklore. Zwischen Heimatstolz und Kommerz". Gästeführer Sören Surkamp nimmt Sie mit auf einen fünfteiligen Rundgang. Thema heute: Bergbau.
Hallo, mein Name ist Jürgen Surkamp. Ich bin Gästeführer im LWL Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg.
Und hier hinter mir haben wir gerade unsere neue Sonderausstellung, Revierfolklore, aufgebaut.
In der Ausstellung geht es darum, welche Symbole und Bräuche typisch für das Ruhrgebiet sind.
Und ganz, ganz wichtig im Ruhrgebiet ist natürlich der Bergbau.
Doch wie geht es mit dem Bergbau weiter, nachdem dieser nun seit 2018 Geschichte ist?
Ich werde euch einige spannende Objekte unserer Ausstellung zeigen.
Das Ruhrgebiet wurde als Region stark durch den Bergbau geprägt.
Und der Bergbau hat hier also nicht nur die Landschaft verändert,
sondern natürlich auch die Bevölkerung wurde stark durch den Bergbau geprägt und eben verändert.
Und 2018 wurde die letzte Zeche im Ruhrgebiet dichtgemacht.
Prosperhaniel in Bottrop.
Jedoch begann das Zechensterben eigentlich schon viel früher, und zwar 1958.
Und zu dem Zeitpunkt musste man sich also überlegen,
wie geht man mit der Tradition der Bergmänner und mit dem Erbe der Zechen um.
Und 1969 hat man deshalb die Zeche Zollern unter Denkmalschutz gestellt.
Zehn Jahre später erfolgte dann das erste Westfälische Industriemuseum dort.
Und diese Industriemuseen sind eben dazu da, um die ehemaligen Industriestandorte zu schützen
und ganz wichtig auch zu erhalten.
Und aus dem Bergbau wurden im Ruhrgebiet viele Symbole übernommen.
Das wohl bekannteste und wichtigste Symbol sind Schlägel und Eisen,
die jedoch bereits um 1900 im Bergbau von dem mechanischen Abbauhammer abgelöst wurden.
Und tatsächlich stammen diese Traditionen und viele andere Bergbautraditionen gar nicht aus dem Ruhrpott selbst,
sondern wurden vom Erzbergbau zum Beispiel aus dem Erzgebirge hierher übernommen.
Ein weiteres bekanntes Symbol, was man überall im Ruhrgebiet sehen kann,
ist natürlich der Förderturm.
Und der Bergmannsgruß Glück auf hat sich im Ruhrgebiet auch stark durchgesetzt.
