Heutzutage wird die Grenze fast ausschließlich mit negativen Zuschreibungen assoziiert. Das Ideal lautet jetzt Grenzenlosigkeit als imaginiertes Paradies. In Deutschland ist insbesondere der September 2015 zum Symbol einer Politik geworden die in nationalen Grenzen und deren Verteidigung nur noch ein überkommenes Weltbild sieht, das der Vergangenheit angehört. Aber die eigene Grenze zu schützen, ist eine historische Konstante und garantiert erst das eigene Überleben. In Deutschland scheint die Erkenntnis der Grenze als Schutz nicht erst mit dem Herbst 2015 verlorengegangen zu sein. Ist die besonders vehemente Anrufung der Grenzenlosigkeit ein spezifisch deutsches Phänomen, dessen Ursachen weit in der Geschichte zu suchen sind? Die vierteilige Serie „Über die deutsche Grenzenlosigkeit“ konzentriert sich auf die Entwicklung der politischen Grenzen Deutschlands und auf die Frage, ob es ein spezifisch deutsches Verhältnis zur Grenzenlosigkeit gibt.
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in unserer Sendereihe audimx das
kontrafunkkolleg hören sie heute die
erste Folge einer vierteiligen Serie
über die deutsche
Grenzenlosigkeit Autoren sind der
Publizist parvis amogli und der
Politologe und Psychologe dr Alexander
meschnick im heutigen ersten Teil geht
es um eine Begriffsbestimmung der Grenze
und ihre politischen Dimensionen im
Übergang vom Feudalismus in die Neuzeit
bis hin zur Entstehung der modernen
Nationalstaaten
aller Anfang setzt eine Grenze vor
dieser ersten Grenze war alles eins das
biblische Paradies kennt so noch keine
Grenzen es weiß auch nichts vom Bösen im
metaphysischen Sinne sonder trägt eine
grenzenlose Unschuld in
sich damit der Mensch sich aber nicht
verloren fühlt und sich hin der
Grenzenlosigkeit auflöst braucht das
Paradies ein bestimmtes Maß einen
abgegrenzten Raum im Alten Testament der
Garten Eden genannt im Buch Mose heißt
es dann legte Gott der Herr in Eden im
Osten einen Garten an und setze dorthin
den Menschen den er geformt
hatte Adam bekommt von Gott den Auftrag
diesen Garten ein Stück Land zu bebauen
zu pflegen und zu bewachen danach chuff
Gott die Tiere und der Adam nicht allein
sein sollte eine Gefährtin
Eva nach einiger Zeit im Paradies
dominiert die Langeweile und die Lust
zur Übertretung der vorgegebenen Grenze
wird übermächtig da trittt die Schlange
auf dem Plan und weckt den Eva die
Neugier sie ist von der verbotenen
Frucht und gibt auch Adam vom Baum der
Erkenntnis zu Kosten dieser erste
Grenzübertritt hat Konsequenzen denn mit
ihr wird die ursprüngliche
geschlechtslose Gleichberechtigung im
Paradies aufgehoben der Mann wird zum
Herrn über die Frau und die Geburt wird
ab nun ein schmerzhafter Prozess für Sie
zugleich verändert sich mit der
Verletzung der Grenze die Arbeit des
Mannes die zum müsal wird neben den
ackerfrüchten wachsen und Dornen und
Disteln die ein Bearbeiten des Bodens
erschweren und große Anstrengung Kosten
so heißt es in der Genesis im Schweiße
deines Angesichts sollst du dein Brot
essen auf die Übertretung des Verbotes
vom Baum der Erkenntnis zu essen folgt
unmittelbar die Ausweisung aus dem
Paradies das nun eine unüberwindbare
grenze erhält und den Menschen daran zu
hindern nicht auch noch vom Baum des
Lebens zu kosten verhängt Gott
unmittelbar eine Strafe er vertriebt
Menschen und stellte östlich des Gartens
von Eden die Kerubim auf und das lodernd
Flammenschwert damit sie den Weg zum
Baum des Lebens bewachten damit ist eine
erste Grenze gesetzt zwei unterschiedene
Räume werden strickt voneinander
geschieden und die Menschen mit dem
verbotscharakter der Grenze vertraut
erst am Ende aller Zeiten in der
Apokalypse kann diese Grenze wieder
aufgehoben werden bis dahin existiert
eine unüberwindbare Mauer zum Paradies
die der Mensch nicht überwinden kann
heute wird die Grenze praktisch alleine
mit diesem biblischen verbotscharakter
mit ausschließlich negativen
Zuschreibungen
assoziiert die Grenze schließt aus sie
lässt getrenntes nicht zueinander kommen
verwirrt schutzsuchenen denin Zutritt
sie verhindert ein Austausch von Waren
und Gütern sie beinhaltet demütigende
Kontrollen sie weckt die Sehnsucht nach
dem reichbaren kurz sie ist all das was
der weltoffene Bürger als Bedrohung
seiner Freiheit und Individualität
ansieht das Ideal lautet heute schlicht
und einfach Grenzenlosigkeit als
imaginiertes Paradies als Rückkehr in
den Garten
Eden die Grenze wird in unserer Zeit nur
noch als Ausschluss wahrgenommen und das
nicht nur in ihrer physischen Existenz
sondern auch auf der Ebene des Denkens D
nichts mehr trennend neudeutsch
diskriminierend sein dar der Philosoph
Konrad Paul Liesmann schreibt in seinem
Lob der Grenze zu dieser Verschiebung
Zitat Unterscheidungen zu treffen wird
in einer Zeit schwer die sich
prinzipiell davor scheut überhaupt noch
Unterscheidungen im Denken zuzulassen
denn unterscheiden bedeutet ausschließen
und das behagt der aktuellen
inklusionsretorik wenig Grenzen zu
ziehen sei es in der Wirklichkeit sei es
im Denken gilt als unfein der Zeitgeist
will Grenzen überschreiten beseitigen
aufheben zum Verschwinden bringen Zitat
Ende in Deutschland ist insbesondere der
september 2015 zum Symbol einer Politik
geworden die nationalen Grenzen und
deren Verteidigung nur noch ein
reaktionäres und überkommenes Weltbild
zieht das der Vergangenheit
angehört die von der Politik allen voran
exbundeskanzlerin Merkel behauptete
Unmöglichkeit einer Grenzschließung
angesichts des Ansturms von Millionen
Einwanderern wie soll das funktionieren
sie können die Grenzen nicht schließen
wurde nur in der coronapandemie für
kurze Zeit unterbrochen die teilweise
hermetische Abriegelung der Deutschen
sogar der binnendeutschen Grenzen hat in
aller Deutlichkeit die empirische
Unzuverlässigkeit einer grenzlosen Welt
bestätigt fast alle Staaten haben global
um die Ausbreitung des Virus zu
verhindern auf Abschottung und schrickte
Grenzkontrollen gesetzt und ihre
Bevölkerungen in eine Art
dauerquarantäne verbandt covid-19 hat
die Bedeutung von Grenzen in aller
Deutlichkeit in Erinnerung gebracht
selbst dort wo bis kurz und noch von
einer grenzenlosen Welt no border
geschwärmt wurde im eigentlichen haben
aber nur Westeuropa und ihr vallem
Deutschland in der jüngeren Geschichte
vergessen dass eine Grenze nicht nur
Negatives impliziert sondern
ursprünglich als Schutz und
Voraussetzung menschlicher Existenz
fungierte die eigene Grenze zu schützen
und zu verteidigen ist eine historische
konstante und garantiert erst das eigene
Überleben nur in einer vollkommen
pazifizierten und entitätslosen Welt in
der es nichts mehr gibt das zu
verteidigen wäre und das eigene keinen
Wert mehr besitzt kann die Idee einer
grenzenlosen One World aufkommen
empirisch findet diese Idee aber keine
Entsprechung und bleibt ein bloßes ideal
auch wenn ihre Protagonisten das
vähement Bestreiten denn die Grenze ist
Voraussetzung für jegliches Leben wie
der deutsche Historiker Karl Schlögel in
seiner Studie im Raume lesen wie die
Zeit anmerkt Zitat wir können ohne
Grenzen nicht leben ohne Grenze werden
wir verloren und doch wird Grenze meist
assoziiert mit Beschränkung mit
Einschränkungen mit beschränkt Grenze
ist ein kodort für Unfreiheit für
Barriere für enge während
Grenzüberschreitung Grenzenlosigkeit gar
Entgrenzung einen semantischen Mehrwert
enthält und positiv aufgeladen ist noch
nie ist ein Loblied auf die Grenze
gesungen worden obwohl klar ist dass es
Kultur ohne Respektierung von Grenzen
und eine Kultur ohne Grenzen nicht geben
kann Zitat Ende in Deutschland scheint
diese Erkenntnis nicht erst mit dem
Herbst 2015 verloren gegangen zu sein
woran liegt das was könnten die Gründe
dafür sein ist die besonders vehemente
Anrufung der Grenzenlosigkeit ein
spezifisch deutsches Phänomen dessen
Ursachen weit in der Geschichte zu
suchen
sind diese Frage zielt auf ein
kollektives historisches Bewusstsein und
legt eine mentalitätsgeschichtliche
Betrachtung der deutschen und ihr
Verhältnis zur Grenze nahe
in unserer vierteiligen Serie für die
senderei audimx konzentrieren wir uns
auch angesichts der einschüchternden
Dimension des Themas auf die Entwicklung
der politischen Grenzen Deutschlands die
für die gegenwärtige Situation der
Forderung nach Grenzenlosigkeit und dem
Aufgehen in einer Art EU Superstaat den
Interpretationsraum vorgeben dabei
berührt unser Interesse unweigerlich
massenpsychologische Fragen rund um die
deutsche Seele also fragen danach ob es
ein spezifisch deutsches älnis zur
Grenzenlosigkeit gibt und worin seine
historischen und mentalen Ursachen
begründet liegen könnten im heutigen
ersten Teil werden zunächst neben der
Wortherkunft Grenze verschiedene Arten
von Grenzen und ihre empirischen Formen
beleuchtet eine Grenze kann erst da ihre
Wirkung entfalten wo sie allgemein
anerkannt ist das gilt sowohl für
natürliche religiöse kulturelle
sprachliche militärische ideologische
als auch politische Grenzen die jeweils
ein Logik folgen Trennungen aber auch
fließende Übergänge beinhalten da jede
Grenze von Menschen gemacht und nie
absolut sein kann ist die die
Überschreitung oder Auflösung
immanent so wie Eva im Garten Eden der
menschlichen neuge nachgibt zieht sich
durch die ganze Menschheitsgeschichte
ein gewaltiger Sog über vorhandene
Grenzen hinauszugehen alle Entdeckungen
Eroberungen Aufbrüche die Fahrten der
Wikinger die des Columbus der
amerikanische Zug nach Westen aber auch
alle wissenschaftlichen Erkenntnisse
Leben von einem Willen zur
Grenzüberschreitung der kulturell
bedingten neuge darauf was auf der
anderen unbekannten Seite ist keine
Grenze lässt sich auf Dauer fixieren
gesellschaftliche und soziale Dynamiken
transzidieren Grenzen die insbesondere
mit der Globalisierung bezogen auf den
Handel überflüssig und hemmend für die
ökonomische und individuelle Entfaltung
erscheinen insofern ist der Grenze ihre
Auflösung immanent und sie muss stets
neu definiert werden die existenzielle
Herausforderung durch renzsetzungen wird
historisch bis in die Gegenwart in
politische Projekte übersetzt die neue
Grenzen meist mit militärischeer Gewalt
schaffen und verstätigen insbesondere
Deutschland als ein Land der Mitte hat
vielfache Veränderungen seiner Grenzen
erlebt V allem im Osten wo keine
natürlichen geographischen Hindernisse
existieren und Grenzen
diffundieren Deutschlands Form hat sich
im Laufe der Jahrhunderte verändert neue
Grenzen haben sich gebildet und wurden
wieder aufgelöst zuletzt kam es erst
1989 zu architektonischen Verschiebungen
von gewaltigen
Ausmaßen in unserer Serie beschäftigen
uns mit den historischen
Grenzverschiebungen Deutschlands vom
Reichsdeputationshauptschluss 1803 über
das bismackreich
7071 dem Dritten Reich bis hin zu den 2
+4 Verträgen
198992 nach der Auflösung des heiligen
Römischen Reiches deutsche Nation
zerfällt der Raum zwischen Ostsee und
Alpen in einen unübersehbaren
Flickenteppich von Kleinstaaten im Zuge
der militärischen Erfolge an der
kleindeutschen Lösung 1871 vorübergehend
zufriedenestellt vder in 1933 an die
Macht gekommenen Nationalsozialisten
Grenzverschiebungen und
Gebietserweiterungen die an die deutsche
Ostkolonisation des Mittelalters
anschließen und Österreich heim ins
Reich holen wollen was mit dem Anschluss
1938 Realität wird das Ergebnis dieser
Hybris ist am Ende des Zweiten
Weltkrieges ein zerstörtes und
aufgeteiltes Deutschland dessen Grenzen
nicht mehr nationale sondern zunächst
die von Verwaltungseinheiten der
Besatzungsmächte darstellen Deutschlands
expansive Phase ist endgültig Geschichte
und der Wunsch die eigenen Grenzen zu
überschreiten wird dem eigentlichen ein
Projekt der Selbstauflösung wie wir es
aktuell beobachten können woher kommt
die psychologisch betrachtet
innerherente Lust nach der Auflösung
jeglicher Grenzen in Deutschland auf
welchem historischen politischen und
mentalen Hintergrund ist er entstanden
ist dieser Wunsch schon in der deutschen
Klassik und Romantik angelegt im
deutschen Weltbürgertum in Schillers
berühmten Worten alle Menschen werden
Brüder ist dieser Wunsch nach dem
Aufgehen et das größeren zu Beginn des
19 Jahrhunderts eine Form der
psychischen Kompensation für die
verfehlte Einheit der deutschen Nation
ein Ausweichen in fantasmgorien die
Flucht in eine Traumwelt losgelöst von
allen Realitäten der politischen
Wirklichkeit und ist diese
Realitätsverweigerung nicht ein Phänomen
dass wir insbesondere seit der
sogenannten flüchtlingskrise 2015
wiederfinden und die zum Grundprinzip
der Regierungsparteien
undterhaltungsmedien geworden ist trotz
des Wunsches nach Auflösung aller
Grenzen existieren aber spätestens seit
dem Herbst 2015 neue Grenzen innerhalb
Deutschlands hell gegen
Dunkeldeutschland Menschenfreunde gegen
Menschen Feinde der aufgeklärte Westen
gegen den trumpen Osten wir haben es
hier mit Formen der Abgrenzung gegen das
verfehmte und unberührbare zu tun die
einen strickten ausschlusscharakter
besitzen bei gleichzeitiger Anrufung von
Inklusion und Toleranz als einer
strickten Grenzsetzung durch die Grenzen
losen es handelt sich hier um ein
Paradoxon das auf eine Art borderlin
Störung schließen lässt die durch das
Auseinanderfallen widerstrebenender
Dynamiken und ihren Mangel der
Integration ein stabiles ich mit seinen
Abgrenzungen gegen die Umwelt definiert
werden kann die damit einhergehende
Glorifizierung des grenzenlosen des
nomadischen des Fluiden identitätslosen
ist nur der sichtbarste Ausdruck einer
Haltung zur Welt die nichts gebundenes
organisches gewachsenes mehr anerkennt
sprich einer geschichts und elternlosen
Gesellschaft die alle Traditionen
verbannen will warum ist dieser Wunsch
nach Auflösung in Deutschland so stark
haben wir es hier mit mit einer Art
suizidalen Buße zu tun die jede
Grenzsetzung als aggressiven Akt
interpretiert für denen sie keine
Verantwortung und Begründung mehr
übernehmen kann unsere serere zur
deutschen Grenzenlosigkeit versucht
darauf einige Antworten zu geben weiß
aber um den spekulativen Charakter
solcher Interpretationen die als eine
Art Suchbewegung definiert werden können
das Verhältnis zur eigenen Grenze wird
in Zukunft darüber bestimmen ob es
gelingt die politischen und
gesellschaftlichen Herausforderung zu
meistern es wird zu jedenfalls unsere
Vermutung wieder mehr Grenzen geben
nicht
weniger wir wollen uns zu Beginn unserer
Serie zunächst mit der Wortgeschichte
des Begriffes Grenze beschäftigen Grenze
ist wahrscheinlich das wichtigste
polnische Lehnwort im deutschen
Sprachschatz in seiner heutigen
Bedeutung als Trennlinie zwischen zwei
Staaten lässt er sich auf das
alsslawiische Wort graniza und das
polnische Wort gran zurückführen was als
hervorragendes kantiges scharfes oder
auch als Ecke und Winkel übersetzt
werden kann das slawische granizer ist
selbst wiederum mit dem germanischen
Wort Granne verwand womit im
Althochdeutschen Borste Stachel im
Mittelhochdeutschen aber nur noch die
Spitze eines Haares gemeint ist Granne
beschreibt also wie der Germanist
Christoph Kleinschmidt ausführt Zitat
einen Ort der schon nicht mehr ganz dem
Körper zugehört aber auch noch nicht
komplett von ihm Unterschieden ist Zitat
Ende damit ist die ektik der
Staatsgrenze von der ebenfalls nicht
klar ist ob sie einen Teil des Staates
ist oder nicht bereits in der
ursprünglichen Wortbedeutung angelegt im
polnischen ist der Begriff gran erstmals
im Jahre 1174 belegt Herzog Kasimir der
er von Pommern bestätigt und beschreibt
damit den Grundbesitz des zistertienser
Klosters Dargun bei Neubrandenburg in
die deutschordenslande gelangt das Wort
um die Mitte des 13 jahrhundert als in
dieser Zeit die latinisierten Varianten
grantiia oder grantiis Eingang in
urkundliche grenzbeschreibungen finden
bezeichnen sie im Singular einen
markantenpkt am Außenrand eines
abgemessenen Grundstücks in der Regel
einen Baum meist eine Eiche die durch
eine Einkerbung besonders gekenzeichnet
ist verbindet man mehrere dieser Punkte
gedanklich ergibt sich eine lineare
außenabmessung der betreffenden
Landfläche die gewöhnlich im Plural
Graniti ihren Ausdruck findet es dauert
nicht lang
bis ich die Bedeutung des Wortes vom
Grenzzeichen über den gekennzeichneten
grenzbraum und Grenzpunkt hin zur
Grenzlinie
entwickelt der Literaturhistoriker und
Sprachwissenschaftler Herbert Kolb
vermutet als Ursache für die Entlehnung
des Begriffs aus dem polnischen Zitat
eine bedeutungsnance die mit den
bezeichnungsmitteln der aufnehmenden
Sprache vorab Deutsch und Latein nicht
zureichend und nicht prägnant
wiedergegeben werden konnte zitatende
um herauszufinden welche semantische
Nuance das sein könnte lohnt ein Blick
auf das Wort das von graniter greniter
Grenze verdrängt wird es handelt sich um
die althochdeutsche Vokabel Mark die
seit dem vierten Jahrhundert bezeugt ist
und Grenze Grenzland oder Randgebiet
meint die fealstruktur des Mittelalters
und das Fehlen eines Gewaltmonopols
machten es zu dieser Zeit unmöglich eine
Grenze im heutigen Sinne zu errichten
und zu überwachen ihre Kontrolle erfolgt
permanent an der Peripherie und den
Randbezirken die die Grenzsicherung des
Reiches gewährleisten sollen beispiele
dafür sind die verschiedenen von Karl
dem Großen eingerichteten Marken von der
Mark Brandenburg über die Avaren und
spanische Mark bis hin zur bretonischen
Mark mit dem Einsetzen der modernen
Kartographie und gesellschaftlicher
Umbrüche am Übergang vom Mittelalter zur
Neuzeit ändert sich die Situation
Grundlage für die kartographische
Erfassung der ist die Geographia des
claudiotolomeus in der dieser 150 nach
Christus die bekannte Welt unter anderem
in einem mehrteiligen Kartenwerk
darstellte Ende des 13 jahrhunderts
bringt ein byzantinischer Gesandter das
Werk nach Venedig etwas mehr als 100
Jahre später genauer gesagt 1406 ist die
lateinische Übersetzung abgeschlossen
worauf hin sich neue auf plomeos Arbeit
basierende Landkarten rasch im
christlichen Abendland verbreiten und
die sgeschichtlich inspirierten
sogenannten tkarten ablösen in der Folge
werden ab dem 16 Jahrhundert indem sich
die feudalen Systeme in West und
Mitteleuropa sukzessive auflösen
reichsterritorial Amts und
gemakungsgrenzen weitgehend linear
dargestellt zeitleich und nicht zufällig
tritt der Begriff Grenze seinen
Siegeszug im gesamten deutschen
Sprachraum an hauptverantwortlich dafür
ist Luthers Bibelübersetzung mit ihr
verbreitet sich der Ausdruck Grenze
Flächen deckend und wird zum
sprachlichen Standard der Reformator
verwendet die Vokabel aber derart häufig
dass Jakob und Wilhelm Grimm Luther im
deutschen Wörterbuch attestieren
geradezu eine Vorliebe für das Wort
gehabt zu haben hier ist anzumerken dass
der Begriff seither noch einmal einen
Bedeutungswandel durchlaufen hat denn
das moderne Verständnis von der Grenze
als Begrenzung ist verhältnismäßig jung
im grimschen Wörterbuch von 1854 heißt
es dazu Zitat während der Begriff Grenz
im ursprünglichen Sinne auf der
Vorstellung eines Raumes dies und
jenseits der Scheidelinie fußt
entwickelt sich wesentlich erst seit dem
18 Jahrhundert ein Gebrauch der von dem
Raum jenseits der Grenze mehr oder
weniger absieht und das Wort so den
Bedeutungen Schranke Abschluss Ziel Ende
nähert Zitat
Ende mit dem Aufkommen der Soziologie
als Wissenschaft im ausgehenden 19
Jahrhundert ändert sich das Verständnis
von der Grenze ein weiteres Mal und
tritt in Konkurrenz zu rein
geographischen Bestimmungen von nun an
denkt man nicht mehr nur zur Grenze hin
sondern auch von ihr weg so erklärt der
Soziologe Georg Simmel 1903 Zitat nicht
die Länder nicht die Grundstücke nicht
der Stadtbezirk und der Landbezirk
begrenzene einander sondern die
Einwohner oder Eigentümer üben die
gegenseitige Wirkung aus die Grenze ist
nicht eine räumliche Tatsache mit
soziologischen Wirkungen sondern eine
soziologische Tatsache die sich räumlich
formt Zitat
Ende zwei Weltkriege später sind für den
französischen Poststrukturalisten Michel
faocau die Grenz und deren Übertretung
durch ein komplexes Zusammenspiel
miteinander verbunden es ist so die
etwas kryptische Bestimmung ein sich
kreuzen von seinsformen in einer sich
spiralig einrollenden Beziehung gegen
diese Definition der Grenze lässt sich
freilich einiges einwenden zum einen
bleibt unklar was es mit jener sich
spiralig einrollenden Beziehung auf sich
haben könnte außerdem beschreibt eine
Grenzüberschreitung weniger einen
Zustand als vielmhr einen Vorgang und
was die unterschiedlichen Arten von
Grenzen angeht die sich hinsichtlich
ihrer Durchlässigkeit unterscheiden so
lässt fouault diesen Umstand einfach
außer Acht und schließlich könnte man
ihm mit dem Theologen Paul Tillich
Gewinner des Friedenspreises des
Deutschen Buchhandels 1962 Antworten der
an seiner Dankesrede bemerkte Zitat aber
Grenze ist nicht nur das was
überschritten sie ist auch das was
verwirklicht werden muss Grenze gehört
zur Form und Form macht jedes Ding zu
dem was es ist Zitat
Ende dass das auch für Staaten und
Völker gilt zeigen die Jahre nach dem
Zusammenbruch des Kommunismus mit dem
Ende des kurzen 20 Jahrhunderts und dem
damit einhergehenden Zerfall des
Sowjetreiches entstehen im Osten Europas
eine Reihe von staten und mit Ihnen eine
Vielzahl neuer Grenzen dabei zeigt sich
dass sich deren Verläufe an
Vorstellungen orientieren von denen man
im Westen glaubte sie hätten sich
überlebt plötzlich geht es wieder um
strickte nationale kulturelle und
ethnische ab und Ausgrenzungen die
Grenzziehungen können in gegenseitigem
Einvernehmen erfolgen wie bei der
Teilung der
Tschechoslowakei oder aber kriegerisch
und unter Anwendung von exzessiver
Gewalt wie im Anschluss an die Auflösung
der Bundes Republik Jugoslawien etwa
eine Generation später hat sich das
Verständnis von der Grenze ein weiteres
Mal geändert heute versteht die moderne
grenzforschung die Grenze als Raum
Erfahrung und Konstruktion wobei die
Frage nach einer Überwindung im
Vordergrund steht so sieht der bereits
zitierte Germanist Christoph
Kleinschmidt in Grenzen konkrete Gebilde
oder Handlungen die Zitat auf einer
gemeinschaftlichen Übereinkunft beruhen
ändert sich diese durch ein Nachlassen
der Kontrolle verlier auch die
Erscheinungsformen ihre Grenzfunktion
die Zuschreibung als Grenze erlischt
Zitat Ende Kleinschmidt lenkt hier die
Aufmerksamkeit auf drei interessante
Aspekte der eine betrifft die
Anerkennung der Grenze durch diejenigen
die sie verbindet erst dadurch erhält
die Grenze ihre Funktion und Bedeutung
dies gilt in Bezug auf das private
genauso wie im gesellschaftlichen
Kontext vor allem aber gilt es in der
internationalen Politik der Berliner
Historiker Alexander dem man schreibt in
diesem Zusammenhang das Zitat die Grenze
samt dem durch sie gesicherten Frieden
nichts gegebenes ist sondern etwas
mühsam geschaffenes das Werk einer
Einigung mindestens von zwei Seiten die
nicht gleich stark aber beide vorhanden
sein müssen Zitat Ende exemplarisch
dafür steht etwa der Rhein der nach
jahrhundertelangen Auseinandersetzung
als Grenzfluss zwischen Deutschland und
Frankreich von beiden Seiten anerkannt
ist was passiert wenn eine Grenze von
einer Seite in Frage gestellt wird sehen
wir derzeit in der Ukraine wo der
Kremmel die Grenzziehung nach Ende des
Kalten Krieges auf territoriale Kosten
der Ukraine zu revidieren versucht der
zweite interessante Punkt auf den
Kleinschmidt in seiner Definition
aufmerksam macht besteht in der
Wechselwirkung zwischen Kontrolle und
Bedeutung einer Grenze was damit gemeint
ist zeigt ein Blick auf Schengen Europa
je größer das Vertrauen zwischen den
Völkern und Nationen umso geringer die
Notwendigkeit die Grenzen zu überwachen
mit mit der Folge dass diese quasi nur
noch folkloristischen Charakter besitzen
wie wir inzwischen wissen geht das aber
nur so lange gut wie die fortschreitende
innereuropäische Grenzenlosigkeit nicht
dem Stresstest durch äußere Faktoren wie
einer massiven Flüchtlingswelle ab 2015
ausgesetzt ist das leitet über zum
dritten Aspekt in kleinschmidz
grenzdefinition gemeint ist das
gewalttätige Element das der Grenze inne
wohnt dieses wird zwar nicht
ausdrücklich erwähnt ergibt sich zum
einen aber aus der Bereitschaft eine
Trennlinie zu überwachen und notfalls zu
verteidigen sowie zum anderen aus der
Tatsache dass keine natürlichen Grenzen
existieren was im Umkehrschluss bedeutet
dass selbige künstlich daher veränderbar
sind und deshalb der Verteidigung
bedürfen wir sehen an dieser Stelle was
eine Grenze meint und wier Begriff zu
verstehen ist ob als Schutzmaßnahme oder
als Hindernis unterliegt stets aktuellen
zeitgeistigen
Veränderungen in Deutschland Grenzen in
der Geschichte schreibt der bereits
zitierte Historiker Alexander Demant
Zitat das Wort Grenze im ursprünglichen
räumlichen Sinne bezeichnet Punkte der
äußersten Erstreckung eines Territoriums
do durch seinen Namen bestimmt ist das
heißt Identität besitzt eine Grenze
lässt sich nicht ohne Bezug auf die
Räume erläutern die sie teilt ein Raum
nicht ohne Bezug auf die Grenzen
beschreiben die ihn von seinem Umland
trennen Trennung und Teilung ist ein
macht Akt und das kommt im ursinne der
Worte Gebiet von Gebieten und Bereich
von Reich zum Ausdruck Zitat Ende in
unserer Alltagssprache wird der Begriff
der Grenze meist mit der politischen
Grenze gleichgesetzt auf die wir uns im
Folgenden bezogen auf die deutsche
Geschichte fokussieren wollen eine
Grenze trennt in dieser Auffassung zwei
Staaten voneinander sie wird mehr oder
weniger bewacht und symbolisch etter
durch einen Schlagbaum oder ein deutlich
sichtbares landesschild angezeigt
politisch umstrittene oder umkämpfte
Grenzen werden durch Stacheldraht
Minenfelder und Mauern gesichert niemand
kommt unbeobachtet hinein aber auch wird
in den ehemaligen sozialistischen
Ländern des Ostblocks heraus nirgends
wird das Verschwinden der Grenzen so
deutlich begrüßt wie in Deutschland
nationalstaatliche Grenzen und
territoriale Ordnungen gelten
hierzulande als Projekte der
Vergangenheit und sollen in Zukunft
beseitigt werden wie die supranationale
Einheit der EU
zeigt dabei sind eindeutige politische
Grenzen die nun nicht mehr gelten sollen
aus dem Blick des Historikers selbst
erst jüngeren Datums
Jahrtausende lang existierten neben
sesshaften Kulturen nomadische
Gemeinschaften die nur natürlichen
Grenzen wieter Bergen Wüsten oder dem
verhandensein von Nahrungsquellen Halt
machten auch das mlalliche Europa mit
seinen fedalen Herrschaftsstrukturen
kannte noch keinen Staat in unserem
Sinne der über feste Grenzen verfügte
Ordnungsstrukturen sind im Laufe der
menschlichen Geschichte vielfachen
Veränderungen unterworfen und haben ihre
eigene Dynamik der
Politikwissenschaftler Daniel Lambach
verweist in diesem Zusammenhang auf die
Historizität von Herrschaft und die
Relativität unserer gegebenen Ordnung
Zitat ein räumliches oder präziser
territoriales Ordnungsprinzip ist jedoch
nicht Gott gegeben und auch kein
historischer Normalfall Herrschaft kann
genauso gut über Gruppen von Personen
ausgeübt werden die eine
Abstammungslinie einer Religion oder
ähnlichem angehören da es keinen Grund
zur Annahme gibt die territoriale Logik
der Welt sei Produkt einer
unausweichlichen theeleologie ist dieses
Prinzip dem nach Veränderungen
unterworfen derartige Veränderungen
finden zumeist in historischen Perioden
statt z.B in der Ablösung des
personenverbandsstaats durch den
Territorialstaat zit
und Grenzziehungen haben eine lange
Geschichte und nicht jede Herrschaft
kennt klare Grenzen in unserem modernen
Sinne Z existierte in der Regel ein
Machtzentrum ein Hof oder Palast von dem
aus regiert steuern und Tribut
eingefordert und eingetrieben wurden es
gab aber lange Zeit keine feste Grenze
der die Peripherie der reiche stets
Einfallstor für Invasoren und Barbaren
bildete und nicht vollkommen unter
Kontrolle der regierenden Macht gebracht
werden konnte ihr der territoriale
Nationalstaat hat feste Grenzen
geschaffen deren illegale Übertretung
durch das Gewaltmonopol des Staates und
der
strafestand im Gegensatz zum modernen
Territorialstaat ist der
mittelalterliche personenverbandsstaat
nicht primär an ein Staatsgebiet
gebunden Herrschaft war doch ein
persönliches Abhängigkeitsverhältnis
zwischen Herrschern Untertanen definiert
nicht durch ein bestimmtes mit festen
Grenzen umgebenes Gebiet im
Territorialstaat ist dann wie der Name
schon sagt das räumliche Territorium
Grundlage von Herrschaft geworden und
diese Herrschaft und ihre Gesetze
erstrecken sich auch auf
nichtstaatsbürger als auf alle Menschen
die sich innerhalb des räumlichen
Territoriums
befinden es dauerte viele Jahrhunderte
bis ich diese Form der Grenzsetzung
durchsetzen konnte bis weit ins 16
Jahrhundert hinein und darüber hinaus
waren Territorialstaaten in Europa quasi
doppelt geprägt den Territorialherren
den Landesfürsten standen die Landstände
gegenüber die in der Regel anderen
Gesetzen folgten andere Institutionen
und Verwaltungen besaßen und
unterschiedlich herrschaftsprxen hatten
exemplarisch dafür das Heilige Römische
Reich das über 300
einzelterritorien manhtoriker geht von
bis zu 2000 aus sukzessive die
landesherrscher Übernahmen was einen
politischen Flickenteppich von
zahlreichen kleinstländern mit
unzähligigen Grenzen zu Folge hatte in
Deutschland verlief den Entwicklung zum
modernen Territorialstaat aus diesem
Grund vollkommen anders als etter in
Frankreich wo es dem Königtum gelang
eine Zentralgewalt auszubilden und damit
eine räumliche Basis für den Monarchen
des
Landes das Heilige Römische Reich
Deutscher Nation wie es ab Ende des 15
jahrhunderts hieß war dagegen ein
multinationales Gebilde in der Mitte
Europas mit einer zwear riesigen
ländermasse jedoch im Gegensatz zum
gleichzeitig existierenden
zentralistischen Frankreich durch eine
schier unendlich ität von Herrschern
Mächten und Ständen
charakterisiert das Reich zeigt in aller
Deutlichkeit die im westfäischen Frieden
1648 noch fehlende aber für die moderne
Territorialität konstitutive
Eindeutigkeit der räumlichen Zuordnung
politischer Macht der bekannte
Historiker Hans uligwela charakterisiert
das Wesen des Heiligen Römischen Reiches
deshalb im pregnanten woren als Zitat
eine schier unentwirbare Gemengelage von
großen absolutistischen teralstaaten von
ständis mitregierten landesfürstentümern
theokratischen Herrschaften mit
geburtsaristokratischen Leitungsgremien
halbautonomen Städten mit patrizischen
geschlechtoligarchien Adelssitzen mit
privatwirtschaftlichem Charakter
obskuren zwergobrigkeiten eine wahre
Milchstraße von reichsritterschaften und
Reichsstädten Abteien und biestümern
Markland und
raugrarschaften Zitat Ende dieser
Zerfall des Reiches in unzählige
Herrschaftsbereiche und sonder lagen wir
kommen im weiteren Verlauf unser sere
drauf zurück ist mit ein wesentlicher
Grund dafür warum es Deutschland lange
Zeit nicht gelang einen modernen
territoralstaat auszubilden erst die
Katastrophe von 1806 und der Untergang
des Heiligen Römischen Reiches machte
die politische und V allem militärische
Schwäche dann deutlich sichtbar und
läutete das Erstarken eines deutschen
Nationalgefühls ein da spätestens im 19
Jahrhundert sich die staatliche Macht
nicht mehr nur im Zentrum sondern auch
an den Außengrenzen manifestiert
verschwindet der sprachbrauch der Grenze
als einer größeren Region es ist der
Staat der in den Worten des
französischen Historikers Lucian febre
eine eindeutige Grenze setzt Zitat nicht
von der Grenze der frontier selbst muss
man ausgehen um sie zu erforschen
sondern vom Staat Zitat Ende febre
schreibt den neuzeitlichen Staat und
seinen angeschlossen Institutionen die
entscheidende wenn ich die alleinige
Rolle bei der modernen Grenzsetzung zu
damit widerspricht er gewissermaßen der
klassischen Unterscheidung zwischen
natürlichen und künstlichen Grenzen der
Streit zwischen den Anhängern einer
Theorie der natürlichen Grenzen und
denjenigen die die Grenze hat soziales
Konstrukt begreifen hat in Deutschland
Ende des 19 Jahrhunderts im Geographen
Friedrich Ratzel und dem bereits
zitierten Soziologen Georg Simmel zwei
berühmte Protagonisten gefunden
zugespitzt handelt es sich um den
Konflikt zwischen Geographie und
Soziologie
entscheidend ist aber dass er in
Deutschland ideologisch aufgeladen wurde
als allddeutsches Raumgefühl gegen
jüdische Ortlosigkeit Ratzel wurde als
geopolitiker nach 1945 so rasch in die
Nähe der Nationalsozialisten gerückt das
natürliche Grenzen wie Berge Küsten
Flüsse existieren wird aber kaum jemand
leugnen sie haben für politische
Grenzziehungen immer eine wichtige auch
symbolische Rolle gespielt aber sie
haben doch ein Verfallsdatum und können
historisch verschwinden auch wenn manche
natürlich Grenze über lange Zeiträume
existiert wenn Grenzen als historisch
betrachtet werden impliziert das auch
eine mögliche Aufkündigung legitimer
politisch und militärisch gewachsener
Grenzen ist folglich in dieser
Relativität ein Einfallstor für
Revisionismus Chaos Krieg und
Bürgerkrieg gegeben Europas und
deutschlandsgeschichte im speziellen ist
eine ununterbrochene Geschichte der
Grenzverschiebungen und inf
Fragestellungen gewachsen er Strukturen
nachfolgend und in den weiteren Teilen
dieser Serie soll es um die wechselen
Grenzen und das spezifische Verhältnis
Deutschlands zu seinen Grenzen wie zur
Idee der Grenzenlosigkeit gehen 2
Februar
962 in den Straßen Roms herrscht bereits
seit den Morgenstunden ein
regesreiben von überall her sind Pilger
und Schaulustige in die Ewige Stadt
geströmt denn an diesem Sonntag werden
mit Epiphanias und Maria lichtm gleich z
zi hohe Kirchenfeste begangen
entsprechend viel gibt es zu sehen
beispielsweise Papst Johannes den X der
höchst persönlich eine der prächtigen
Prozessionen anführt und an den
vorgeschriebenen Orten die
traditionellen Rituale absolviert aber
das ist nicht alles seit einigen Wochen
hat der deutsche König Otto I i samt her
sein Lager vor den Mauern Roms
aufgeschlagen Otto kommt nicht als
Eroberer sondern in der Absicht sich an
eben em 2 februar von Papst Johannes dem
X zum römischen Kaiser krönen zu lassen
als Otto im Laufe dieses Tages die
leostadt die damalige Residenz des
Papstes betritt ist bereits alles
vorbereitet es folgt ein komplizierter
liturgischer Ritus der dazu dient den
ostfränkischen Herrscher schrittweise
mit der Aura eines Stellvertreter Gottes
auf Erden zu umgeben am Ende dieser
Zeremonie wird der deutsche König zum
römischen Kaiser und damit zum verbreit
des Glaubens und so zum Verteidiger der
gesamten Christenheit erhoben sein auch
wenn diese Krönung bereits mehr als 1000
Jahre zurückliegt ist ihre Bedeutung für
das spezifische Verhältnis Deutschlands
zur Grenzenlosigkeit schwer zu
überschätzen mit ihr wird der
Universalismus der katholischen Kirche
untrennbar mit dem ostfränkischdeutschen
Königshaus verbunden oder anders gesagt
dass damals noch ostfränkische
Herrschaftsgebilde ist somit auserwählt
den universellen missionierungsbefehl
Jesu zu exekutieren der da lautet Zitat
darum geht zu allen Völkern und macht
alle Menschen zu meinen Jüngern taauft
Sie auf den Namen des Vaters und des
Sohnes und des Heiligen Geistes und
lehrt sie alles zu befolgen was ich euch
geboten habe Zitat Ende neben diesem
offensiv missionarischen Aspekt wohnt
dem christlich erneuerten römischen
Kaisertum noch eine zweite Defensive
Facette inne ihr liegt die Vorstellung
zugrunde dass solange das römische Reich
existiert dem Antichrist die Herrschaft
verwehrt bleibt das war so der deutsche
Historiker Heinrich August Winkler Zitat
der theologische Kern des reichsmythos
eines Mythos der nirgendwo so stark und
so lange nachgewirkt hat wie in
Deutschland Zitat
Ende die Verantwortung für die
Verbreitung und Verteidigung der
Christenheit ist für das Selbstbild der
deutschen und deren Vorstellung von
ihrer weltgeschichtlichen Rolle nicht
folgenlos geblieben das zeigt unter
anderem der mittelalterliche Gelehrte
Alexander von Rö der seine Landsleute im
13 jahrhundert als die Anführer der Welt
betrachtet denn Zitat den deutschen ist
die Regierung der Welt übertragen und
die Regierung der Kirche anvertraut
Zitat Ende ihren deutlichsten Ausdruck
findet diese Überzeugung in der
deutschen
Ostkolonisation sie beginnt 967 mit der
Gründung des an der Grenze zwischen
deutschen und slawischen
Siedlungsgebieten gelegenen Erzbistums
Magdeburg durch Otto die missionarische
Bewegung stößt in den folgenden
Jahrhunderten immer weiter nach Osten
vor und findet mit der Erreichung des
finnischen Meerbusens im 12 und 13
jahrhundert ihre größte Ausdehnung
anders als im Westen wo sich rund um die
erste Jahrtausendwende bereits eine mehr
oder weniger statische Grenze zwischen
den Erben des carolingerreiches
herausgebildet hat steht den deutschen
Siedlern im Osten der Weg im Großen und
Ganzen offen es handelt sich hier um
eine
erschließungsgrenze deren
Hauptkennzeichen besteht darin dass zwei
ursprünglich voneinander getrennte
Völker auf einem Territorium
Zusammentreffen auf dem sie in der Folge
um die Vorherrschaft Ringen wobei sich
die Kontrahenten im Falle der
Ostkolonisation Christen und Heiden auch
wechselseitig beeinflussen so entstehen
grenzräume die sich durch
mischgesellschaften sowie durch
hochdynamische Grenzziehungen
auszeichnen welche sich in dem
Augenblick verändern können indem sich
die Kräfteverhältnisse vor Ort
verschieben die mittelalterliche
erschließungsgrenze im wilden Osten
Europas ähnelt daher mehr einer
Demarkationslinie denn einer
Staatsgrenze nach neuzeitlichem
Verständnis und ist ständigen
Verschiebungen unterworfen dies ändert
sich erst mit dem Exodus der deutschen
östlich von Oder und Neise nach dem Ende
des Zweiten Weltkriegs also rund 1000
Jahre nach der Gründung des Erzbistums
Magdeburg bis dahin bleibt die deutsche
Ostgrenze wakant und Gegenstand
politische und militärischer
Projektionen zurück im Mittelalter
verhindert die Schwäche des römischen
Kaisertums die Ausbildung einer starken
Zentralmacht stattdessen präsentiert
sich das Heilige Römische Reich als ein
buntscheckiger Flickenteppich bestehend
aus einer unüberschaubaren Zahl
verschiedenster Kleinstaaten und
Entitäten der Umstand dass reichsfremde
Mächte wie Frankreich England oder
Schweden sich über Stellvertreter in die
Belange des Reiches einmischen
verschärft die üichtlichkeit
zusätzlich die Grenzen der jeweiligen
Grafschaften Herzogtümer Bistümer und
freien Städte sind aufgrund von
Eroberung Erbschaften und Verträgen
sowie von Kriegen Fäden und sonstigen
Konflikten zuudem ständigen
Veränderungen unterworfen im Extremfall
kann so ein Bauer gar nicht mitbekommen
dass er als Untertan mit samt seinem Hof
von einem Machtbereich in den anderen
wechselt trotz dieser Heterogenität
lässt sich die Idee einer deutschen
Nation aber bereits im Mittelalter
nachweisen allerdings dient das
naziprinzip wie die Tübinger
Historikerin Ute planat ausführt Zitat
der Binnendifferenzierung innerhalb
einer weiterhin christlich
universalistischen Grundordnung es war
das Bewusstsein einer gemeinsamen
Zugehörigkeit die gleich wohl in andere
Ordnungssysteme eingelassen war also mit
und neben anderen Zuordnungen existierte
Zitat Ende das ändert sich erst in Folge
eines nationalisierungsschubes am
Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit als
die Idee der Nation einen grundlegenden
Wandel erfährt jetzt konnte das
nationale Prinzip zum Zweck der
Integration eigener Interessen und damit
als oppositionsbegriff gegen die
universale Herrschaft des Kaisers und
des Papstes politisch benutzt werden es
ist daher kein Zufall wenn der Name des
Reiches ausgerechnet in der zweiten
Hälfte des 15 jahrhunderts eine
sprachliche Ergänzung erfährt das
Heilige Römische Reich wird zum Heiligen
Römischen Reich Deutscher Nation wie
gerade bereits angedeutet trägt diese
Bezeichnung allerdings einen
unauflöslichen Widerspruch in sich der
Anspruch des wiedererrichteten römischen
Kaiserreiches umfasst seit der Krönung
ottus die gesamte Christenheit ist also
grundsätzlich universalistisch
multinational und damit grenzenlos wo
ihm die machtpolitischen Realitäten
Grenzen auferlegen sind diese nicht klar
und eindeutig zu bestimmen das betrifft
nicht alleine die erschließungsgrenze im
Osten im Westen wechseln lotringen
Burgund sowie das Elsas über die
Jahrhunderte hinweg mehrfach den
Besitzer im Süden sind es zunächst
Sarazenen und Normannen sowie in der
frühen Neuzeit Frankreich und Spanien
die die Ausbildung einer statischen
südlichen Reichsgrenze verhindern und im
Südosten existieren insgesamt vier
generalate also Generalkommandos die
zwischen im 16 und 19 Jahrhundert die
sogenannte Militärgrenze zum Osmanischen
Machtbereich bilden es handelt sich
dabei um ein mehrere 10000
Quadratkilometer großes Gebiet entlang
der kroatischen slavonischen sowie
banata und sieben Bürger Grenzregion
dessen Verlauf und Lage je nach
Kriegsglück
variiert im Gegensatz zu diesen
Uneindeutigkeiten bezeichnet die Nation
eine spezifische Großgruppe deren
bestimmende Merkmale in einer
gemeinsamen Geschichte und Tradition
einer ähnlichen Kultur einem
vergleichbaren Wertekanon und einem
abgrenzbaren gemeinsamen Territorium bzw
Staatsgebiet besteht exemplarisch dafür
steht Frankreich wo sich seit den
fränkischen und karpetingischen Königen
eine nationale Identität ausbildet die
nach der französischen Revolution in
einen modernen Nationalstaat mündet
voraussetzung dafür war die schon
mehrfach erwähnte Existenz einer starken
Zentralmacht unter deren Schirm sich
über die Jahrhunderte hinweg die
Integration der einzelnen Teile in das
große Ganze vollziehen K
Frankreich kam dabei zugute dass seine
Ausdehnung scheinbar von der Topographie
also sogenannten natürlichen Grenzen
vorgegeben wird im Norden und Westen der
Atlantik im Süden die pyreneen und das
Mittelmeer sowie im Südosten die Alpen
es überrascht daher nicht wenn das
neuzeitliche Konzept von den natürlichen
Grenzen eines Staates auf einen
französischen staatstheoretiker
zurückgeht
1566 setzt sich Jean brordin in seiner
Schrift Methode zum Begreifen der
Geschichte erstmals mit der Frage der
natürlichen Grenzen auseinander Bodin
entwickelt zwar keine explizite Theorie
dazu aber sein
souveränitätskonzept geht implizit von
der Vorstellung klar abgegrenzter
Staatsgebiete aus innerhalb derer eine
souveräne macht herrscht die Konjunktur
die diese Idee in den folgenden
Jahrhunderten erlebt kann auf drei
Ursachen zurückgeführt werden zum einen
die ebenfalls schon mehrfach
angesprochene Entstehung der modernen
Kartographie eng damit zusammen hängt
der darüber erwachte Ehrgeiz der
Geographen ihre bis D als
Hilfswissenschaft disqualifizierte
Profession zu einer echten Wissenschaft
aufzuwerten der Weg dahin führt über die
Politisierung wenn nicht gar
Ideologisierung der Geografie mit den
entsprechenden Folgen wie wir im
weiteren Verlauf unserer Serie noch
sehen werden der dritte Grund für den
Erfolg der Idee von den natürlich
vorgegebenen Grenzen einer Nation
besteht in der von der Aufklärung
forsierten Emanzipation von Gott es
entwickelt sich hier ein neues
Verhältnis zwischen Mensch und Natur es
gilt nun einen einst angeblich
verlorenegangenen Idealzustand zwischen
dem Menschen und seiner Umwelt
wiederherzustellen für die Geographie
bedeutet dies den Gegensatz der Staat
und topographische Gegebenheiten
voneinander trennt aufzulösen von da an
liegt dem Verhältnis Mensch und Natur
wie der geografiehistoriker Hans
Dietrich Schulz bemerkt eine
dialektische Betrachtung zu Grunde
demnach versucht der Mensch sich von der
Natur zu lösen jedoch bleibt er
gleichzeitig mit ihr verbunden indem er
bewusst die spezifische Eigenart der
Natur als Maß des Möglichen ausschöpft
entwickelt er so das jeweilige Stück
Natur nach der ihm gefälligen Richtung
aus Ludwig der X ist der erste der sich
das Argument von den natürlichen Grenzen
rund 100 Jahre nach Budha macht
politisch zu nutze macht es dient ihm
als Vorwand um durch die Eroberung des
linken rein aus dem französischen
Pentagon ein Hexagon zu machen um sein
Ziel zu erreichen führt er zwischen 1667
und 1697 insgesamt vier Kriege die
sogenannten
reunionskriege letztlich erfolglos denne
Sonnenkönig kann lediglich den oberrein
als neue Grenze Frankreich durchsetzen
rund 100 Jahre später erfolgt mit den
Revolutionskriegen ab 1792 der nächste
Griff Frankreichs nach dem Rhein passend
dazu stellt Don 1793 fest Zitat
Frankreichs Grenzen werden von der Natur
gezogen wir werden Sie an allen vier
Endpunkten erreichen dem Meer dem Rhein
den Alpen und den Pyrenäen Zitat Ende
tatsächlich werden linksreinische Städte
wie Köln Bonn oder Trier in jenen Jahren
vorübergehen Französisch für die
deutsche Nation im Heiligen Römischen
Reich gestaltet sich die Situation
schwieriger da ist zum einen der
mittelalterliche Föderalismus dadurch
bilden sich eine Vielzahl regionaler
oder lokal Identitäten und Loyalitäten
wie Franke Schwabe Rheinländer oder
hansat aus die mit unter bis heute
Vorrang vor dem nationalen Bezug
genießen außerdem sorgt die mit der
Geburt der deutschen Nation untrennbar
verbundene Reformation für neue
Rivalitäten innerhalb des Reiches die
daraus resultierenden religiösen
Konflikte zwischen Katholizismus und
Protestantismus entladen sich innerhalb
des Reiches in einer Reihe von Kriegen
von den Bauernkriegen über den
schmarkaldischen bis hin zur Katastrophe
des 30jährigen Krieges danach haben wir
es erst recht mit einem hoffnungslos
zersplitterten Reich zu tun dass zudem
noch Spielball ausländischer Interessen
ist vor allem aber und das wird sich
nach der Beilegung der religiösen
Konflikt im 18 und 19 Jahrhundert als
das größte Problem herausstellen gibt es
kein durch natürliche Grenzen fest
umrissenes Territorium in dem sich die
deutsche nationwerdung vollziehen kann
das gilt insbesondere für den Osten des
Reiches wo die mittelalterliche
Ostkolonisation eine höchst komplizierte
Gemengelage hinterlassen hat
beispielhaft dafür steht ostpreusen
ursprünglich Teil des Deutschen Ordens
wird es nach der sekularisierung des
Ordens ab 1525 als Herzogtum unter der
lehenshohhein des polnischen Königs zur
Keimzelle Preußens welches wiederum 1618
Brandenburg angegliedert wird zum
Heiligen Römischen Reich gehört
Ostpreußen dennoch nicht die Grenze
teilt das Gebiet entlang der mhmel vom
Reichsgebiet ab deshalb wird der
brandenburgische Kurfürst Friedrich III
1701 vom damaligen Kaiser Josef de i
auch nicht zum König von sondern nur zum
König in Preußen gekrönt im Südosten
stellt sich die Situation noch
verworrener da deutsche Siedlungsgebiete
finden wir im 18 Jahrhundert in Ungarn
und auf dem Balkan in Rumänien sowie an
der Wolga und dem Schwarzen Meer ein
Umstand der wie wir im weiteren sehen
werden noch 1871 virulent ist als es um
die Frage geht ob der deutsche
Nationalstaat groß oder kleindeutsch
gegründet werden soll im 18 Jahrhundert
stellt sich diese Frage aber noch nicht
das deutsche Nationalbewusstsein
befindet sich in dieser Zeit erst in
einer frühen Entwicklungsphase es ist
weitgehend auf die gebildeten Eliten
beschränkt und artikuliert sich in
Gestalt eines kulturellen Patriotismus
grundlage dafür ist unter anderem die
Weimarer Klassik sowie die deutsche
Philosophie deren Vertreter in
dermangelung klarer deutscher Grenzen
die Intellektuellen Fundamente für das
en was später als deutsche Kulturnation
bekannt werden wird dieser Begriff
beinhaltet die Vorstellung einer
gemeinsamen deutschen Identität
basierend auf Abstammung Kultur und
Sprache einem geteilten Wertesystem der
Idee einer gemeinsamen Geschichte und
der Entwicklung eigener nationaler
Mythen was des deutschen Vaterland ist
diese Frage bleibt allerdings nach wie
vor
unbeantwortet das ist insofern nicht
verwunderlich da das protestantisch
partikulare Preußen und das katholisch
universalistische Österreich im 18
Jahrhundert hauptsächlich damit
beschäftigt sind zu klären wer denn nun
der Hegemon innerhalb des
Reichsverbandes ist dementsprechend
ordnet sich die Mitte des Kontinents im
Verlauf des spanischen Erbfolge und des
Großen Nordischen Krieges sowie der
beiden schlesischen Kriege und des
Siebenjährigen Krieges neu zwar ändert
sich zunächst nur wenig an dem
Flickenteppich verschiedenster
Herrschaftsgebiete jedoch bestimmt der
machtpolitisch motivierte deutsche
Dualismus mehr und mehr die Geschicke
eines Reiches dessen
römisch-katholisches Kaisertum sich im
ausgehenden 18 Jahrhundert schon längst
überlebt hat der letzte Akt des Heiligen
Römischen Reiches deutscher Nation
beginnt schließlich mit der
französischen Revolution und den damit
einhergehenden kriegen ab
1792 unter dem Druck des äußeren Feindes
wandelt sich der kulturpatriotismus der
Nationalbewegung zum politischen
Nationalismus das Heilige Römische Reich
besitzt spätestens ab da keine
politische Relevanz mehr als sich
Napoleon die Kaiserkrone am 2 dezember
1804 mit eigener Hand aufsetzt und das
Reich 1806 auflöst sind das für die
Zeitgenossen lediglich tagespolitische
Ereignisse dass es sich dabei um weitaus
mehr handelt nämlich um den Beginn der
deutschen Katastrophe wie sie der
ungarische staatsrechler ichwan Bibo in
seiner Studie zur deutschen hisytorie
charakterisiert davon handelt der zweite
Teil unserer
Serie in unserer Reihe x das
kontrafunkkolleg hörten sie den ersten
von vier Teilen der Serie über die
deutsche Grenzenlosigkeit von parvis
amogli und Alexander meschnik