In dieser Ausgabe sprechen wir mit Alain Pichard, der Jahrzehnte an einer Schweizer Brennpunktschule unterrichtet hat. Pichard berichtet von den negativen Folgen der Schulreformen in den letzten zwanzig Jahren und warum er dagegen Widerstand geleistet hat. In einem weiteren Teil berichtet eine Mutter aus Bayern über die politisch einseitigen Schulbücher ihrer Tochter, und Josef Kraus kommentiert diese Indoktrination der Jugendlichen und fragt sich, was Eltern dagegen tun können. Abschliessend befragen wir den Schweizer Jugendpsychologen Allan Guggenbühl über die Zunahme von Jugendgewalt und Gegenstrategien von Lehrern und Schulbehörden.
[Musik]
hallo und herzlich willkommen im
Lehrerzimmer der neuen Sendung im
kontrafunk am Mikrofon begrüßt Sie
Camilla
Hiltebrand ist der digitale Unterricht
das Konzept für die Kinder von heute
worin bestehen die Herausforderungen für
Lehrer und auch Eltern wie konnte es zu
der zunehmenden Gewalt an Schulen kommen
das sind nur ein paar der Themen die wir
hier gemeinsam mit Experten Eltern und
Lehrern erörtern wollen denn im
Lehrerzimmer geht es rund um das Thema
Bildung in all seinen
Facetten unsere Themen heute Schulen im
reformmodus wie ist der Abwärtstrend der
deutschsprachigen Bildungssysteme zu
erklären ich spreche darüber mit Alan
Pichard dem laut Sonntagszeitung
berühmtesten Lehrer der Schweiz
mein Kollege Klaus Rüdiger hat sich mit
Sabine tysen unterhalten eine Mutter aus
Bayern die den kontrafunk sehr besorgt
angerufen hat anschließend hören Sie
einen Kommentar von Josef Kraus
Publizist und ehemaliger Präsident des
Deutschen Lehrerverbandes zum Thema
einseitige Schulbücher und ich habe den
Schweizer Jugendpsychologen und
Psychotherapeuten al ggenbül zu der
Frage interviewt nimmt die Gewalt auf
dem Schulhof zu herzlich kommen noch
einmal beim
[Musik]
[Applaus]
[Musik]
Lehrerzimmer sie hören das Lehrerzimmer
im kontrafunk am Mikrofon ist Camilla
Hildebrand die Bildungssysteme im
deutschsprachigen Raum befinden sich im
deutlichen mit unter erschreckenden
abwärstrend wie ist das zu erklären ich
habe mich darüber mit Alan pcha
unterhalten er unterrichtet seit über 40
Jahren in einer sozialen
brennpunktschule in Biel Kanton Bern er
ist unter anderem Mitglied der
Grünliberalen Partei der Schweiz und er
vertritt diese auch in der
Bildungskommission des Kantons Bern Herr
pisard unter anderen die Pisastudie 2022
zeigt das Bildungsniveau ist
international gesunken also die
deutschen Schüler haben z.B im Vergleich
das historisch schlechteste Ergebnis
erzielt Mathematik Platz 24 die Schweiz
auf Platz 8 und jetzt heißt es unter
anderem in Deutschland es liegt an den
unterschiedlichen Bildungschancen oder
die Lehrer sollen mehr Geld bekommen Sie
aber sagen das Hauptproblem für den
dramatischen Abwärtstrend im
deutschsprachigen Bildungssystem liegt
im System selbst also die Bedürfnisse
von Schülern und der Schule stünden kaum
im Vordergrund sondern viel mehr die
Interessen der Verantwortlichen aus
Politik und Wissenschaft können Sie das
erklären ja vielleicht muss ich hier ein
klein wenig ausholen also ich würde Pisa
nicht unbedingt zur Grundlage einer
richtigen Analyse der Bildungssysteme
machen Pisa ihr Mitarbeiter Matthias
Bucher hat es mal sehr hübsch
beschrieben pisa ist eine Art wie ein
ein RNA Ausschnitt aus einem ganzen
genetikkette die ein Teil der
bildungsrealität abbildet aber sicher
nicht das ganze Bildungssystem nicht und
deswegen müsste ich vielleicht wenn sie
mir statten für ihre Hörerinnen und
Hörer doch mal etwas zu Pisa Studie
sagen wie die entstanden ist also es
geht ja zurück wieder auf unsere Freunde
in Amerika die haben einen ganz
nüchternen pragmatischen Zugang zur
Bildung auch sehr ökonomisch geprägt die
wollten nämlich wissen was kommt dabei
heraus wenn wir da in die Schulen
investieren und deswegen haben sie dann
ihre Schulen diesen Tests ausgesetzt und
die Administration Bush Junior hat
damals in ihrem Programm Shad left
behind mit ganz ehrenwerten Absichten
diese testmentalität in den
US-amerikanischen Schulen Imp
planantiert das hatte zur Folge dass
alle amerikanischen Schulen einen Test
machen müssen nach einer gewissen
bildungsperiode und die hatten dann auch
ihre Konsequenzen und weil die
Amerikaner ja auch global ausgerichtet
sind wollten sie natürlich auch wissen
wie Ihre Schülerinnen und Schüler im
globalen Umfeld abschneiden und sie
hatten schon vor Pisa die sogenannten
teamsstudien das sind trends of
international mathematic and science
studies also Mathematik und
Naturwissenschaften wollten sie sehen
wie ihre Kinder da abschneiden global
und dieser Gedanke kam dann nachher auch
in die OECD und dann wollte man einfach
die Schulen global vermessen und das ist
natürlich ein ökonomistischer Ansatz und
so hat man dann diese PIs Studien das S
program of international students
assessments heißt das das hat also
nichts mit der italienischen stad Pisa
zu tun und da hat man einfach diese Pisa
Studie erfunden oder bzw in die Welt
gesetzt und da hat es einen
grundlegenden Mentalitätswechsel gegeben
sehen Sie wenn man Vergleichbarkeit will
dann brauchen wir Standards und wenn man
diese Standards hat dann muss man diese
überprüfen und damit man die überprüfen
kann muss man Lehrplan unabhängige und
kulturell unabhängige Kompetenzen
formulieren die einfach überall gelten
das sind meistens
anwendungsziele und da hat man dann die
ganzen Sachen kompetenzorientiert
formuliert und hat dann die Pisastudie
in Lauf gesetzt und die erste Pisastudie
war ja dann ein richtiger Schock und bei
euch in Deutschland geht es ja nie ohne
schocken Katastrophe nicht also man hat
einfach dann die Zahlen gesehen und
dachte Mensch wie schlecht sind denn wir
und auch in der Schweiz hat man sich die
Augen gerieben weil wir ja immer dachten
wir sein so gut unter anderem weil wir
auch so viel Geld in unser
Bildungssystem investierten und haben
gesehen wir sind nicht mehr ganz so gut
und dann gab es einen ganz ganz prekären
Prozess nicht man hat dann angefangen
alle Lehrpläne auf Kompetenzorientierung
umzustellen und das war halt nur ein
kleiner Ausschnitt der ganzen Bildung
und zudem haben wir politisch eine
Entwicklung gehabt in der sich so eine
Allianz bildete ich spreche immer von
der Allianz von Politik Verwaltung und
Wissenschaft diese Allianz hat sich dann
an die Schaltzentralen unserer
Bildungsministerien gesetzt und von da
an fing dann eine Entwicklung an in der
wie sagen dem eine topdown malität man
hat dann aus der öffentlichrechtlichen
Schule mit einem großen
mitwirkungsgehalt der Lehrer hat man
dann eigentlich eine Staatsschule
gemacht nicht also das heißt man wollte
von oben her Reformen runterdrücken und
hat das im ganz großen Stil gemacht
alles im Sinn der
Kompetenzorientierung und hier beiß sich
jetzt die Katze in den Schwanz nicht wir
diese Kritiker dieser Entwicklung wie
wie argumentieren jetzt quasi mit diesen
Resultaten die nicht besser sondern
schlechter werden und nun argumentieren
Leute wie Herr Schleicher Mr Pisa ja mit
dem wie wir vorher argumentiert haben
sie sagen nämlich ja man muss das Ganze
nicht so ernst nehmen man muss wieder
mehr die Lehrer sehen man hat das Herz
der Bildung ich müssen das mal
vorstellen hat man vergessen und genau
die Leute die ja an dem gearbeitet haben
fangen nun an die Resultate diese
nackten Resultate ihrer eigenen Tests zu
hinterfragen und fordern uns auf diese
studi nicht allzu ernst zu nehmen sie
sagen nicht alles nicht das sagen wir
schon lange das muss eigentlich bekannt
sein dass wir hier eine gesamte
Entwicklung haben die in eine falsche
Richtung lief das ist tatsächlich sehr
wichtig was sie sagen also es geht vor
allem um Normierung um Standardisierung
des Unterrichts aber sie sagen auch es
geht vor allem auch um Kontrolle und um
Aufträge sichern den mit Bildung sagten
sie in einem Interview lasse sich sehr
viel Geld verdienen inwiefern ja genau
es ist natürlich schon so im Laufe
dieser Entwicklung wurden natürlich
unglaublich viele Stellen geschaffen
übrigens auch die Ausarbeitung die
dieser teste kosten eine Menge Geld wir
haben bei uns in der Schweiz ein
Institut das genau für diese teste
verantwortlich ist die wurden letzthin
in eine Aktiengesellschaft umgewandelt
und die produzieren nun all die
nachfolgerteste sie müssen da wissen es
gibt ja schon auf vielen staatlichen
Ebenen innerstaatliche
nachfolgeteste wie bei uns in der
Schweiz z.B die ügk die Überprüfung der
Grundkompetenzen und da kann man
tatsächlich enorm viel Geld verdienen
plus natürlich all die Stabstellen die
man da eingerichtet hat um die Schule zu
kontrollieren ich sage einfach immer die
Pisa und die teste kontrollieren die
Schulen wer kontrolliert Pisa nicht das
ist meine Frage absolut die Grundfrage
ist dabei geht es eigentlich um die
Kinder bianca hölti hat beispielsweise
gesagt die ist Lehrerin und langjährige
Rektorin und hat aktuell das Buch wir
brauchen eine neue Schule herausgebracht
sie sagt es gibt und gab noch nie eine
Lobby für Kinder da frage ich wo sind
denn unsere hochgebriesenen Werte in der
Realität
geblieben Zitat alle Menschen sollen
eine inklusive chancengerechte und
hochwertige Bildung erhalten daraufin
hat sich die Staatengemeinschaft in der
Agenda 2030 für eine nachhaltige
Entwicklung verpflichtet ja sie kennen
ja diese Erklärung das ist meistens sehr
viel hohle Luft dabei und eine der
wirklich soliden Erkenntnisse der
Studien ist ja dass sowohl in
Deutschland wie auch bei uns in der
Schweiz rund ein Viertel der
Schülerinnen und Schüler die elementaren
Kenntnisse Kompetenzen sage ich jetzt
einmal im Lesen und Schreiben nicht
erreichen nicht und das wissen wir auch
das haben auch sowohl die Gegner wie die
Befürworter der aktuellen Politik immer
wieder festgestellt das sind natürlich
die Kinder der unterprivilegierten
Schichten und für das brauchen wir eent
gar keinen pisatest mehr das sehr sehr
viele Kinder nicht mehr richtig lesen
und schreiben können das wussten wir
Lehrer schon lange das wissen übrigens
auch Leute im Gymnasium und auch an der
Uni hat man bereits festgestellt dass
viele Leute die grundlegenden
Kompetenzen im Lesen und Schreiben nicht
mehr erreichen nicht und da hat ja auch
der ehemalige Kultusminister von
Brandenburg glaube ich war das war
Matthias motkor von Mecklenburg vpomann
der hat gesagt er spricht von einer
neuen klassenschule also man hat im
Prinzip genau das Gegenteil erreicht man
hat ein ganzes Viertel der Bevölkerung
wie abgeschrieben und die Verbesserung
all die Investitionen die man gemacht
hat die haben ja offensichtlich nichts
gebracht Stichwort mangelnde
Bildungschancen Herr Pisch sie haben ja
viele Jahren einer sogenannten
brennpunktchule mit einem
Migrantenanteil von bis zu 90%
gearbeitet und ihr Konzept genau da war
fördern und fordern wie sieht das genau
aus es ist natürlich so wir wurden sehr
oft von oben unter Druck gesetzt indem
man z.B so eine Umkehrung der Werte
bedigte also wenn ein Migrant bei uns
seine Bildungsziele nicht erreichte oder
wenn er Schwierigkeiten machte oder wenn
es einfach nicht klappte in der Schule
dann hat man immer von den
integrationsbehörden und von Politik her
gesagt das ist nicht deine Schuld das
ist die Schuld der sogenannten fremden
feindlichen Haltung Einstellung des
Aufnahmelandes so hat man das begründet
und du bist nicht schuld und ich habe
meinen Schülerinnen und Schülern immer
gesagt h zu ihr könnt hier alles
erreichen aber ihr müsst mehr arbeiten
als eure Schweizer oder eben wieag
deutschen Schüler das ist das Los jeder
Migration Arbeit ist nicht alles aber
ohne Arbeit ist alles nichts und genau
sage dasselbe sage ich ja auch zu dem
paserstudien Lesen und Schreiben und
Rechnen ist nicht alles aber ohne lesen
schreib und rechnen ist alles nichts und
diese Botschaft haben zumindestens meine
Schüler verstanden und im Moment hat
sich der Wind klar gedreht es ist
übrigens auch den Lehrern in diesem
Lande bei uns s was zu verdanken dass
die Leistung nicht noch schlechter
werden denn sie unterlaufen ja viele
Bestimmungen die ihnen aufgetragen
werden weil sie sind ja in einem Dilemma
nicht sie wissen dass gewisse Vorgaben
nicht funktionieren und dann machen Sie
sie einfach nicht es gibt so ein
hübsches wort dass man von uns Schweizer
Lehrerinnen und Lehrern sagt die sagen
nämlich nie ja oder nein die sagen immer
nur ja ja das Problem mit den
qualifizierten Lehrern das haben wir
aber in Deutschland sehr wohl
empathische Lehrer heißt es oft die
wirklich Verständnis wie sie das jetzt
erklärt haben für die Bedürfnisse der
Schüler entwickeln gibt es kaum liegt
das an der Ausbildung das kann ich so
nicht sagen an den Jungen und
jungenlehrerinen liegt es sicher nicht
was ich allerdings feststelle der Leher
Beruf ist nicht einfach ein Beruf wie
jeder andere nicht da wenn man in diesen
Beruf einsteigt dann muss man eigentlich
schon ein gewisse Empathie oder eine
Mission oder wie sagt man man muss für
diesen Beruf ein klein wenig brennen man
muss Verantwortung übernehmen man hat
eine Klasse man ist für diese Klasse
verantwortlich heute haben wir eine
Tendenz dass sehr viele junge
Lehrerinnen und Lehrer sich gar nicht
mehr vorstellen können alleine vor einer
Klasse zu stehen und hier die
Verantwortung zu übernehmen und sie
flüchten dann auch in eine Art
Teilzeitarbeit also ich kann Ihnen sagen
dass bei uns in unserem Kanton das ist
bei ihnen das Bundesland 68% der
Lehrerinnen und Lehrer zurzeit Teilzeit
arbeiten das heißt wenn all diese
Lehrerinnen und Lehrer 10% mehr arbeiten
würden dann wäre das lehrerproblem
zumindest bei uns in der Schweiz gelöst
nicht aber hier haben wir eine
Entwicklung die uns wirklich Sorge
machen kann dann haben wir überall so
geteilte Verantwort
mangelnde Absprachen und niemand ist
mehr richtig verantwortlich für die
Klasse und deswegen haben wir auch große
Probleme in einer Funktion der Schule
das ist nämlich der Klassenlehrer oder
die
Klassenlehrerin die sich wirklich für
eine Klasse verantwortlich fühlt ich
würde gerne noch mal wenn Sie erlauben
zu dem Punkt mangelnde Bildungschancen
für Kinder mit dem Migrationshintergrund
zurückkommen es gibt zusätzlich dazu
aber auch massive integrations Probleme
das haben sie schon vor Jahren gesagt
und das kam nicht sehr gut an ja
natürlich es war 2005 da war ich noch
Mitglied der LINKEN Bewegung ich war
grün also in der grünen Partei und habe
dann mit drei anderen linken Lehrkräften
einen Artikel geschrieben indem ich da
gesagt habe so geht es nicht und dort
habe ich genau die die Sachen aufgezählt
dass Integration keine einbandstraße ist
und da wurde ich natürlich extrem
kritisiert aber lustigerweise nicht von
den Migrantenkindern die mich als Lehrer
hatten sondern ich wurde kritisiert von
den Parteien von meiner eigenen Partei
die ich daür verlassen habe ich wurde
kritisiert von den Migrationsbehörden
ich wurde als quasi Schweizer Tilo
Sarasin tituliert weei zwischen mir und
Herrn Sarasin gab es einen großen
Unterschied Herr Sarasin machte sich
Sorgen um sein Land ich machte mir
Sorgen um den lehrnerfolg meiner Schüler
nicht und wissen Sie wir sprechen oft
von den Gr Problemen die uns die
Integration bringt aber wir sollten
eigentlich auch von den vielen vielen
Schülern auch muslimischer Herkunft
sprechen die es durchaus schaffen also
wir haben gerade in der muslimischen
Szene eine Art
gründermentalität also die Startup
malität und das sind nicht nur kepup und
Restaurants Gründungen sondern das sind
auch namhafte Transportunternehmen
immobiliensachen und so wir haben sehr
viele muslimische integrations Erfolge
von denen sollte man auch mal sprechen
die positiven Erfolge der Migration sie
haben völlig Recht die müssten mehr
benannt werden dennoch sind wir aktuell
ja überflutet wir kommen nicht mehr
hinterher wieder mit dem Budget den
Möglichkeiten Personal etc ja ich möchte
mich hier nicht einmischen in ihre
Integrationsdebatte ich möchte einfach
darauf hinweisen dass wir in der Schweiz
ja auch sehr sehr viel Einwanderung
haben wir haben ein viel höheren
Ausländer bestand als beispielsweise in
Deutschland und im Moment schaffen wir
es noch nicht aber es ist natürlich
schon so sehen Sie unser System ich
nehme auch an das System bei ihnen nicht
aber vor allem unser System ist ja
eigentlich da ausgestellt dass so ich
würde mal sagen so 7% der Bevölkerung
und das ist auch in den Schulen so 7%
der Schülerinnen und Schüler es nicht
schaffen und dass die nötige
Hilfeleistungen brauchen sowohl im
repressiven Bereich als auch im
unterstützenden Bereich nicht also ich
spreche da von der ziehungsberatung ich
spreche davon ationsmaßnahmen von
sonderschulungen etc nicht jetzt haben
wir eine Zunahme ich gehe jetzt hier in
der Schweiz davon aus von einer
Verdoppelung also wir haben im Moment 14
bis 15% von Schülerinnen und Schülern
die Probleme haben und das bringt
natürlich sämtliche
Integrationsmaßnahmen und vor allem
punkto Budget in bedringnis trotzdem mne
ich daran dass wir immer wieder darauf
hinweisen dass wenn 15% dieser
Schülerinnen und Schüler das was viel zu
viel ist da gebe ich Ihnen Recht die es
nicht schaffen dann sind es ja immer
noch 85% die es schaffen also ich denke
wir dürfen das nicht aus den Augen
lassen auch als mnung für all die Leute
die immer von so
integrationsfeindlichen Aufnahmeländern
sprechen dann kann es schaffen hier aber
man muss eben diese Werte hier
akzeptieren nicht und das geht Hal nicht
ohne Arbeitseinsatz Leistung und
Eigenverantwortung die Schule verfolgt
immer mehr Ziele die außerhalb der
Reichweite von Unterricht liegen und ich
sage immer wieder wir können aus dicken
Schülern keine dünnen Schüler machen wir
können keine kleinen Gretas produzieren
wir können keine gewaltslosigkeit
produzieren wir können Suchtprobleme
nicht verhindern nicht da überfordert
man die Schule und überfrachtet die
Lehrpläne was wir aber können können
sollten das ist die Alphabetisierung und
das Rechnen und noch eine Fremdsprache
das sollen wir können wenn wir das nicht
mehr können dann erodiert eine Grundlage
unseres Bildungssystems weil auf dem ist
das Bildungssystem aufgebaut ich sage
ihn noch einmal Lesen Rechnen und
Schreiben ist nicht alles aber ohne
Lesen Rechnen und Schreiben ist alles
nichts Herr bisau wir haben jetzt viele
Punkte angesprochen wenn wir es
zusammenfassen würden wie kommen wir da
wieder raus in Kurzform mit den
verschiedenen wichtigsten Punkten die
sie sehen also zunächst einmal glaube
ich müssen wir wegkommen von einer Pisa
Hysterie wir dürfen die Leistungen
unserer Schüler und des Bildungssystems
nicht einfach nur an Pisa festmachen
pisa ist ein Warnsignal aber sagt längst
nicht alles aus das zweite ist wir
müssen die Wirkungskraft der
bildungsbehörden wieder zurückbinden und
den Lehrern und Lehrerinnen an diesem
Ort wieder mehr Vertrauen schenkt und
vor allem mehr Freiheiten gewähren und
man muss wieder schauen in der Schule
was wirkt und was eben nicht wirkt und
den Mut haben sich von überkommenen oder
schlecht gemachten Reformen zu
verabschieden D muss also gewisse
Reformen wieder zurückbinden und auch
ein wisschen mehr Ehrlichkeit haben
grundsätzlich aber möchte ich vielen
Schülern oder den Eltern vor allem
meiner Schülerinen und Schülern möchte
ich zurufen es braucht auch einen
gewissen Optimismus ein optimis mus der
durchaus begründet ist denn was ich
festgestellt habe ist dass viele Kinder
die uns in der Schule oft den letzten
Nerv ausreien und wo wir enorme
Anstrengung unternehmen mussten auch
Sanktionen ergreifen mussten dass viele
von denen es später durchaus schaffen
ein gutes
anständiges Leben zu führen ein
selbstbestimmtes Leben herpchar vielen
Dank für das Gespräch
[Musik]
die Unterrichtsmaterialien und der
Schule ihrer Tochter beunruhigen Sabine
teisen sehr deswegen hat die Mutter aus
Bayern beschlossen sich beim kontrafunk
zu melden mein Kollege Klaus Rüdiger hat
mit ihr
gesprochen schönen guten Tag Frau Tyson
sie leben in in der Nähe von München und
sie sind Mutter von drei Töchtern sie
haben sich beim kontrafunk gemeldet weil
sie über die politisch einseitigen
Inhalte der Schulbücher ihrer jüngsten
Tochter sehr beunruhigt sind stellen Sie
uns doch bitte am Anfang einmal die
Situation da so wie sie sich für sie
ergeben hat ja ich habe die letzten
Jahre muss ich vorweg sagen die
Schulbücher meiner jüngsten Tochter
wirklich durchgesehen durch diese
letzten drei Jahre bin jetzt bisschen
aufmerksamer geworden auch das was meine
Tochter so geäußert hat von der Schule
und hab mir heuer zum Schuljahres
beginegn die Bücher mal wirklich
durchgesehen Seite für Seite und das war
für mich erschreckend zu sehen wie stark
die Kinder auch über die Schulbücher
schon indoktriniert werden welche Fächer
betrifft das denn also ich muss ehrlich
sagen fast alle als mini mini Beispiel
das Mathematikbuch man kennt es voll mit
Zen mit Berechnungen mit wenig Bildern
muss auch nicht rein in dieses
Mathematikbuch aber es waren drei oder
vier Bilder einmal der coronatest einmal
der Klimawandel das sind so Dinge die
gehören da einfach nicht rein dann
Geografie Geografie war so
überbordend dass ich das Buch
geschlossen habe das war mir wirklich zu
viel jede Ideologie die wir im Moment
hören Klimawandel Wal
lebensmittelverknappung Kriege alles im
geografiebuch ja und da ging weiter mit
Chemie sogar im lateinbuch immer wieder
kleine Bemerkungen zu dieser und jener
Ideologie meine persönliche Meinung
jetzt sagen Sie hier geht es um
Ideologie beim Thema Klimawandel
beispielsweise haben wir es ja mit einem
aktuellen Thema zu tun warum empfinden
sie das als
Indoktrination ist das als so ganz
einseitig dargestellt werden da nur
bestimmte Positionen in den Lehrmitteln
wiedergegeben genauso ist es ich würde
erwarten beim Klimawandel dass man beide
Seiten sachlich behandelt das im Prinzip
auch Studien die das Gegenteil im Moment
besagen dass man auch das mit reinwirken
lässt aber es ist ein wirklich eine
einseitige Sache die man da hier
behandelt ohne Gegenmeinung es ist so
und und es wird auch für mich viel zu
dramatisch dargestellt hör sie auch an
Äußerungen von meiner Tochter wenn sie
dann aus der Schule kommt Mama weiß do
schon wie gefährlich und wie dramatisch
die Sachlichkeit fehlt auch jetzt ist
das ja doch etwas erstaunlich dass das
vor allen Dingen auch im
Mathematikbuch sich wiederspiegelt
eigentlich wäre ja zu erwarten dass das
vor allen Dingen in solchen Fächern wie
Mensch und Politik die in Bayern
unterrichtet werden oder im
Fachgeschichte
sich in dieser Form darstellt wie sieht
es dann im Fach Politik und Gesellschaft
aus es ist auch ein ganz großer ausreier
als kleines Beispiel
verschwörungsmüten
verschwörungserzählungen mit den
entsprechenden bildn Möglichkeiten und
Grenzen bei der Bekämpfung der gezielten
Desinformation keine Erklärung keine
Sachlichkeit Bilder von Querdenker Demos
Reichsbürger
das sei alles dahingestellt aber es ist
wirklich plakertiv im Vordergrund alles
was verschwörungserzählungen sind
Politik von der bayerischen Politik her
da kommen Politiker zum Wort wie ein
Herr Hofreiter eine annaalena berbock es
tut mir leid ich finde das sind Dinge
die gehören nicht in dieses Buch
Sachlichkeit wenn ich sie richtig
verstehe dann sind tatsächlich nur diese
politischen Exponenten
dort in den Lehrmitteln abgebildet und
das würde natürlich einer ganz
wesentlichen basisregel widersprechen
wir haben ja in Deutschland seit den
70er Jahren dem Beutelsbacher Konsens
der natürlich vor allen Dingen in einer
ersten ganz wesentlichen Regel besagt
das sogenannte
kontroversitätsgebot das abgebildet sein
muss das heißt also Themen die in der
Gesellschaft kontrovers diskutiert
werden müss
auch dann im Unterricht kontrovers
behandelt werden wenn ich sie richtig
verstehe dann haben wir es hier wirklich
mit einer Verletzung dieser Regel zu tun
haben Sie denn einmal gegenüber den
Schulbehörden ihre Meinung eingebracht
und das kritisiert das heißt erste
Anlaufstelle wäre natürlich der Lehrer
und dann die jeweilige Schulleitung ich
habe in der Vergangenheit mit zwei
Lehrern diskutiert bei der Diskussion
komm eigentlich nichts heraus dass sich
der Lehrer angegriffen gefühlt hat ich
weiß ich verstehe das die müssen handeln
das was das kultesministerium vorgibt
auch der Direktor ganz dasselbe und ich
war sehr höflich und sachlich Lehrer wie
Direktor waren auch sehr sachlich und
höflich aber es war sehr bestimmend wir
müssen und ich würde auch nicht
weitergehen da steckt natürlich die
Angst dahinter wie geht's dann meiner
Tochter weiterhin an dieser Schule sie
selbst sagt sie möchte noch hier das
Abitur machen und dann die Türe hinter
sich steckt bei uns allen die Angst
dahinter wir können nicht mehr sagen was
wir wollen das hört man von relativ
vielen Eltern und diese Sorge ist
natürlich berechtigt sie wollen zunächst
einmal dass Ihr Kind oder der
Jugendliche die Ausbildung erfolgreich
abschließen können und melden sich dann
nicht so dass man doch den Eindruck
bekommt dass da innerhalb der Schulen
sehr viel mehr abläuft als man nach
außen hört wie stellt sich dann dies
abschließend für ihre Tochter da im
Unterricht sie ist ja dann auch von
dieser Einseitigkeit konfrontiert teils
teils mal ist es sachlich mal geht es
wirklich in Richtung Ideologie es kommt
immer auf den entsprechenden Lehrer an
dann unter den Jugendlichen ist keine
Diskussion möglich also wenn einer
ansetzt es könnte doch eventuell anders
sein dann wird das sofort überfallen
überfallen in Anführungsstriche von
irgend einem Schüler der dieser ganzen
Meinungsbildung hinterher läuft und es
ist sofort Stille es traut sich keiner
meh etwas zu sagen Jugendlichen sind
untereinander nicht mehr
diskussionsfähig das sagt sie mir immer
wir können nicht mehr streiten darüber
das hätten wir so gerne aber wir
schweigen das scheint mir doch eine sehr
erschreckende Situation zu sein wenn das
wirklich so weit geht dass dann
eigentlich auch der offene Diskurs unter
den Jugendlichen nicht mehr möglich ist
wenn dort bereits dann bestimmte
Meinungen einfach dominieren und die
anderen sich da zurückziehen
müssen wenn sie das Frau teisen mit
ihrer eigenen Schulzeit vergleichen
sehen sie da deutliche Unterschiede sehr
deutliche ich ging in die 70er Jahre ins
Gymnasium und damals wir hatten heftige
Diskussionen mit Lehrern untereinander
auch natürlich politische Dinge generell
um das Weltgeschehen und ich kann m noch
an einen Klassenleiter erinnern in der
zehnten Klasse der machte vor dem
Stundenbeginn jedes mal 10 Minuten wir
diskutieren der wurde heftig angegriffen
Schüler mit extremen Ansichten mit denen
ich jetzt auch nicht konform war aber er
durfte das sagen der Schüler und wir
haben diskutiert htzig Meinungsfreiheit
würde ich mal sagen
99%. dann hat hier ein Wandel
stattgefunden wirklich ein massiver
Wandel obwohl ja eigentlich in den
Lehrplänen klar festgehalten ist auch
z.B im bayerischen Lehrplan zum
fachpolitik und Gesellschaft heißt es
dort man darf nicht
indoktrinieren das ist offensichtlich im
Moment Papier und dieses Papier wird
langsam zur
Makulatur Frau teisen ich danke Ihnen
ganz herzlich für die Information die
wir von Ihnen erhalten haben und für die
Zeit die sich genommen haben einen
schönen Tag auf Wiederhören ich bedanke
mich auch her
[Musik]
riger sind Schulbücher einseitig Josef
Kraus ist Publizist und ehemaliger
Präsident des Deutschen Lehrerverband
das bayerische Bildungssystem ist ihm
sehr vertraut hier sein
Kommentar wir erleben derzeit eine
skandalöse Politisierung aller
Lebensbereiche beim
öffentlichrechtlichen rundfung und
Fernsehen auf Kirchentagen an den
Hochschulen in Wirtschaft und
Werbeindustrie an unseren Schulen geht
diese Politisierung nicht spurlos
vorüber im Gegenteil Schule in
Deutschland soll wieder einmal wie in
den Jahren nach 6 Ideologien
transportieren hässische
Rahmenrichtlinien der 1970er Jahre
lassen grüßen dort ging es um Erziehung
gegen das sogenannte System für
marxistisches antikapitalistisches
denken heute geht es um Erziehung für
ein System das Freiheiten angeblich
wegen Klima und wegen Corona
einschränkt ein repräsentatives Beispiel
hierfür war 2023 Niedersachsen dass den
Text von Deutschlands klimaikone
Neubauer zum Gegenstand einer
abituraufgabe machte aber das ist nur
eines von vielen Beispielen wie
Indoktrination tagtäglich stattfindet
man braucht sich nur die Schulbücher
anzuschauen wie dies kontrafunkhörerin
Sabine teusen getan hat übrigens nicht
mit Blick auf ein linksregiertes
Bundesland sondern mit Blick auf Bayern
wir wissen zwar nicht wie der Unterricht
der teison Tochter in der EN Klasse real
abläuft aber die in Geschichte
Geographie Sozialkunde und Ethik
verwendeten Schulbücher lassen es
erahnen hierzu ein paar Beispiele das
Bild des einsamen Eisbären auf einer
Eisscholle suggeriert Eisbären werden
aussterben dazu Bilder von einem Globus
der brennt dürren Tornados
Waldbrände kritike der Klima und
coronapolitik gelten als Populisten
Antidemokraten quer Denker und
Verschwörungstheoretiker ja gar als
Holocaustleugner sie wollten am 29
August 2020 angeblich den Reichstag
stürmen Oma würde Klima wählen die
Vertreibung von 11 Millionen Deutschen
aus den Ostgebieten rangiert unter dem
allgemeine Thema Migration und so weiter
und so fort Frage wer schreibt solche
Schulbücher warum kommen Sie in die
Schulen nun es sind Lehrer die diese
Bücher verfassen jedes Manuskript wird
anonym von zwei Fachpädagogen dann
bewertet so erfolgt die ministerielle
Zulassung schließlich als
lernmittelfrei das heißt die
aufwandsträger der Schulen also die
Kommunen können das Buch kaufen und den
Schülern leiweise zur Verfügung stellen
welches Schulbuch angeschafft wird
darüber entscheidet die Lehrerkonferenz
bzw bei größeren Schulen der sogenannte
Lehr und
lernmittelausschuss es geht dabei um
Geld das einzelne Schulen pro Jahr für
20 000 und mehr Euro Schulbücher kaufen
ist keine Seltenheit vor allem dann wenn
neue Bücher auf den Markt kommen allein
2022 gab es fast 3000 neue
schulbuchtitel das wiederum ist das
Geschäft der Verlage vor allem der drei
großen Westermann Cornelsen und Klett
und es ist das Geschäft der Autoren die
dann ein gutes Zubrot verdienen
am besten verkaufen sich natürlich
Bücher die VOG sind die Politik will es
so und die nachfolgende Lehrergeneration
ist zu großen Teilen bereits vom Studium
her so geprägt was können Eltern gegen
die Erziehung ihrer Kinder zu solcher
Konformität tun was können Sie dagegen
tun dass ihren Kindern in der Schule ein
bleibend schlechtes Gewissen
eingetrichtet wird nun sie sollten die
Lehrer und die Schulleiter zur Rede
stellen Sie sie sollten die vor Ort
Verantwortlichen hartnäckig an den
offiziellen Beutelsbacher Konsens
erinnern diese schreibt in der
politischen Bildung Ausgewogenheit vor
am wirksamsten ist die Intervention von
Eltern allerdings wenn sich mehrere
zusammentun einzeln erreicht man da
leider wenig außer dass man seine
eigenen Kinder zu Hause gegen
Indoktrination wacknen
kann sie hörten einen Kommentar von
Josef
[Musik]
Kraus wie sieht es aktuell an den
Schulen im deutschsprachigen Raum aus
viele Lehrer und auch Eltern berichten
von zunehmender Gewalt allen gugenbül
ist jugendpsychologe Psychotherapeut und
Experte für
Jugendgewalt 195 9 wurde unter seiner
Leitung das Schweizer Institut für
Konfliktmanagement gegründet und
kugenbühl bildet zudem Lehrer an der
Pädagogischen Hochschule Zürich aus mit
ihm habe ich darüber gesprochen Herr
gugenbül laut Umfrage in der Schweiz mit
Lehrern und Schulleitern kann jeder
zweite von körperlichen Angriffen
zwischen Schülern berichten und dabei
geht es um Beleidigungen um bewusstes
ausgrenzen und auch um andrung von
physischer Gewalt in Deutschland ist das
ähnlich und auch die Gewalt gegenüber
den Lehrern nimmt massiv zu also man
spricht von Mobbing Schlägen bis hin zu
Todesdrohungen da gibt es auch eine
Studie also zwei von drei Lehrern haben
in den vergangenen 5 Jahren Gewalt
erlebt so der Dachverband für Lehrer und
Lehrerin in der Schweiz wie sehen Sie
das Herr genwül sie sind
jugendpsychologe Psychotherapeut und
Experte für Jugendgewalt was passiert da
aktuell in unserer deutschsprachigen
Gesellschaft nimmt die Gewalt an den
Schulen zu oder berichten wir noch mehr
darüber also da gibt es natürlich ganz
viel verschiedene Dinge zu sagen oder
man muss da unterscheiden das erste ist
natürlich die Gewalt unter den Schüler
und Schülerinnen das zweite ist die
Gewalt gegenüber den Lehrpersonen
grundsätzlich muss man immer sehen dass
das Befragungen sind Studien also man
hat Schüler und Lehrer befragt jetzt ist
es so dass natürlich vor allem bei den
Schülern sobald ein Thema aktuell ist
diskutiert wird können sich natürlich
sehr viel mehr Schüler und Schülerinnen
auch an entsprechende Vorfälle erinnern
und es ist immer schwierig zu eruieren
was ist eigentlich ein effektiver
ernstzunehmen der Vorfall oder wo
handelt es sich im Grunde genommen um
ein ein
freundschaftskämpfchen oder so wo and
sich ja um eine qui harmlosere Begegnung
das ist do die große Schwierigkeit oder
weil beides taucht vielleicht rein
statistisch gleich auf ich kann einfach
berichten von dem wie ich es bei meiner
Beratungen Interventionen erlebe in
schulhäusen da ist es so dass der
Großteil der Schüler und Schülerinnen
hat sich im Grunde genommen friedlich
verhalten und gut mititeinander
auskommen die Regel ist oder so bei
diesen Schulhäusern dass es immer ein
zwei Schüler meistens sind es ser
Schüler hat die durch größere
Aggressionen auffallen und die sind
natürlich ein Problem sowohl bei den
Schülern Schülerinnen wie für die
Lehrpersonen ein anderes wichtiges Thema
ist natürlich da erlebe ich eine
Steigerung oder ein zunehmendes Problem
ist das
Lehrpersonen angegriffen werden also
dass sie Formen von Gewalt von
Bedrohungen vor Erpressungen erleben und
das ist ein Problem da habe ich selber
den Eindruck dass es sich verstärkt hat
also sich verbreitet hat und das kann
ganz verschiedene Formen auf ganz
verschiedene Art und Weise sein das kann
rein verbal ich habe jetzt mit einer
Schule zu tun wo eigentlich die Schüler
und Schülerinnen die Schüler vor allem
die Lehrerin wollte nicht dass sie auf
dem Pausenplatz gehen weil sie zu
unruhig waren und so gesagt nein ihr
bleibt jetzt im Klassenzimmer die haben
das nicht befolgt sind trotzdem gegangen
und auf dem Pausenhof sind sie dann um
die Lehrerin herumgestanden und haben
dann alle gesagt all huakbar und sie
bedroht also das sind dann eigentlich
sehr schwierige Vorfall dann gibt es
aber andere Vorfälle auch unmittelbar
während dem Unterricht dass ein Schüler
eine Lehrerin oder ein Lehrer schlägt
oder etwas anwirft oder natürlich
verbale entkleisungen das ist etwas da
habe ich Eindruck das hat zugenommen mhm
die Frage ist der G B woher kann das
kommen die Universität fribur hat eine
Studie veröffentlicht mit rund 1600
Eltern und 6% gaben da an regelmäßig
körperliche Gewalt gegenüber den Kindern
anzuwenden und jedes fünfte Elternteil
übt regelmäßig psychische Gewalt aus
also verbale Demütigungen Abwertung
anschreien jetzt wissen wir ja
psychische oder physische Gewalt in der
Kindheit kann gravierende Konsequenzen
haben Depressionen Drogenkonsum und auch
Aggressionen wie erleben sie das als
jugendpsychologe kommt das
daher also wie gesagt das sind wieder
diese
Selbstaussagen und das ist jetzt sehr
schwierig einzuschätzen oder ich erlebe
das Eltern die sagen ja ich habe schon
Gewalt angewandt meinem Sohn oder mein
Tochter gegenüber da bin ich ausgerastet
und nachher analysiere ich die genaue
Vorfälle dann denke ich ja war das
wirklich Gewalt der Sohn wollte nicht
ins Bett hat um 2R morgen irgendwo war
laut Musik gehört und dann hat i den
Vater am Ellbogen genommen also was
heißt das jetzt umgekehrt habe ich immer
Eltern erlebt die sagt nein bei uns ist
eentlich alles gut wir haben eine
strickte Ordnung und so weiter das ist
eigentlich problemlos nein das wir sind
eine friedliche Familie und ich habe den
Verdacht einin da geschehen Dinge die
nicht geschehen sollten also ich bin ihm
sehr sehr skeptisch den
Selbstaussagen gegenüber das ist eine
Erfahrung in meiner Arbeit also was die
Eltern sagen und was dann effektiv
geschieht da besteht ein großer
Unterschied jetzt was Gewalt ist ist
immer auch eine Einschätzung oder es
geht um ein Kontakt es geht um
Interaktionen zwischen Menschen und was
wie empfunden wird hängt von ganz
verschiedenen Faktoren ab also hängt von
Faktor ab wie emotionalisiert man ist
was ist die allgemeine Stimmung was sind
die Themen die man beacht das sind ganz
viele verschiedene Faktoren und ich
empfinde so Studien immer ein bisschen
problematisch weil sie ein Begriff
nehmen der stark belastet ist und der
nicht ganz klar ist was es heißt Gewalt
es ist natürlich klar wenn man jetzt
rein therapeutisch empirisch vorgeht und
das gewaltphänomen betrachtet dann gibt
es schon Tendenzen oder die man sieht es
ist einfach so es gibt oft Schulen
Schulklassen der gibt es effektive
Gewaltvorfälle die dann genau analysiert
werden müssen wo man dann eruieren muss
wo man auch Folgen sieht aber da gibt es
auch so sehr viel über Gewalt gereden es
ist auch so dass bei uns Schüler und
Schülerin oft so gleich als erstes wenn
irgendetwas harmloses passiert dass eine
Lehrerin nur einen Schüler an der
Schulter klappt so gleich gerufen wird
das ist Gewalt es handelt sich um Gewalt
also muss sagen das ist völlig über eben
oder denofern muss man da relativieren
ein neues Phänomen ist aber dass
Lehrpersonen sehr viel mehr angegriffen
werden und das hat verschiedenen Gründe
ein Grund ist natürlich dass die Schüler
von sehr viel verschiedenen Lehrpersonen
unterrichtet werden also sie haben
vielleicht acht verschiedene
Lehrpersonen während der Woche
gleichzeitig ist dann natürlich das
Problem dass die Eltern zum Teil
kritischer sind oder Eltern natürlich
die Personen mehr im Auge haben mehr
ihre Auffassungen Meinung darüber haben
und das erhöht natürlich dann die Gefahr
dass das Vertrauensverhältnis oder die
normale Beziehung nicht hergestellt ist
ich glaube das ist ein Grund wieso
eigentlich Lehrpersonen mehr angegriffen
werden mhm dann habe ich noch eine Frage
her gugenwül ist ein Aspekt der
zunehmenden Gewalt laut ihrer Erfahrung
an Schulen auch die mangelnde
Integration oder
Integrationsbereitschaft also sie
habenade gerade eben von diesem Fall in
der Berner Schule gesprochen da ging es
um einen Mob von Kindern die haben eine
Gruppe gebildet um eine Lehrerin und
alua Akbar gerufen da geht es jetzt
vermutlich um Schüler mit
Migrationshintergrund solche Sachen
wissen wir hier aus Deutschland da gibt
es einen Artikel aus dem Hamburger
Abendblatt vom September 23 da steht wo
Schüler ohne Migrationshintergrund klar
in der Minderheit sind werden diese
mitunter von der Mehrheit als
kartoffelnungläubige oder auch gleich
beschimpft also sowohl zwis
den Schülern und auch Schüler gegenüber
Lehrern ist das also auch ein Problem
der mangelnden Integration oder
Integrationsbereitschaft das Problem ist
natürlich dass der Umgang mit der Gewalt
oder die Bedeutung der Gewalt auch von
der Kultur abhängt also das heißt den
europäischen westlichen Kulturen wird
oft vorgeworfen von
außereuropäischen Kulturen von anderen
dass sie e zu lag sind sich nicht mehr
gegenüber Kinder und Jugendlichen durchs
man darf nicht vergessen Großteil der
Kulturen ist es absolut üblich dass
Erwachsene seines Eltern oder
Lehrpersonen die Kinder oder sogar
Jugendliche schlagen das Schlagen das
wird als eine normale
Disziplinarmaßnahme betrachtet und wenn
man darauf verzichtet wird das nicht als
Fortschritt betrachtet sondern als eine
Schwäche und ich höre es von sehr vielen
solchen Kreisen ja das Problem vor allem
in europäischen Deutschland der Schweiz
aber auch anderen leidern ist die
Lehrpersonen können sich nicht mehr
durchsetzen sie Wagen nicht mehr ihre
Macht zu demonstrieren es wird also als
Schwäche wahrgenommen und natürlich wenn
ein ein Schüler von einer solchen Kultur
kommt und der Lehrer ihn nicht mal
schlägt nicht mal eine Ohrfeige
wagzugeben dann wird den nicht ernst
genommen und verliert paradoxerweise an
Respekt reden wir hier vor allem von der
arabischen Kultur oder welche Kultur
mein Sie also das ist nicht einfach nur
die arabische Kultur sind auch
afrikanische oder Indien ist z.B ist es
auch so wir war jetzt so eben in China
da ist das auch so es ist also nicht man
kann das nicht auf eine Kultur
reduzieren sondern bei der arabischen
Kultur gibt es auch ganz große
Unterschiede Unterschiede vom
Hintergrund sozialen Hintergrund von der
Schicht nicht Gewalt einzusetzen ist ja
eine relativ neue Errungenschaft der
westlichen europäischen vor allem aber
amerikan Kultur weit man zurückschaut
nur 30 40 50 Jahre her war das noch ganz
anders das ist richtig in Deutschland
gibt es seit 2000 das Recht auf
gewaltfreie Erziehung 2000 das ist auch
noch nicht sehr lange
her und da stellt sich natürlich die
Frage vermitteln wir überhaupt diese
Kultur bzw die gewaltfreie Erziehung an
diejenigen die in die deutschsprachigen
Länder kommen das Problem ist Schulen
geht es immer auch um eine macht Frage
wer kann sich wie durchsetzen und bei
der Machtfrage oder das wie man sich
durchsetzt werden natürlich
verschiedenste Mittel eingesetzt und was
wir die heute versuchen in Schulen ist
die Machtfrage zu Gunsten der Lehrperson
zu entscheiden ohne so ultimative Mittel
einzusetzen das ist eine riesige
Herausforderung ich glaube ein sehr
wertvolles Ziel aber das braucht ganz
viel effort ganz viel sonderereis es ist
nicht einfach in einer Gruppe sagen wir
in einer Schule od der Schulklasse von
20 oder 30 Schüler die vielleicht auch
in der Pubertät sind sich durchzusetzen
oder das ist schwierig und das Problem
ist natürlich die Schüler und
Schülerinnen sind nicht bessere Menschen
wie die Lehrpersonen und die entdecken
dann relativ rasch dass mit dem Mittel
der Gewalt das äßert sich vor allem auch
über Drohung Einschüchterungen dass man
dort dann s ich seine eigene Ziele
erreichen kann und es war ein bisschen
naiv in europäischen Schulen zu denken
ja gewaltfreie Erziehung das führt dazu
dass alle Schüler glücklich sind und
sich wohler fühlen in der Schule und
alsofern ist das ein wunderbares
heresziel das alle einverstanden das ist
einfach naiv also man sich viel mehr
überlegen müssen welche Alternativen
gibt es wie kann man sonst eigentlich
sich durchsetzen was wären da ihre Ideen
her genbül aus ihrer Perspektive wo
müssten wir ansetzen um dieser Gewalt
entgegenzusteuern ohne Gewalt ja da gibt
es natürlich verschiedene Ansätze eine
Möglichkeit ist natürlich die
Beziehungen mehr im Vordergrund zu
stellen aber das ist natürlich nicht
möglich weil heutzutage arbeiten die
meisten Lehren nur teilweise also sagen
wir 50 60 oder 70% oder das wäre weil es
die Beziehungen das werden möglichen
anderen möglich natürlich man muss auch
die Schüler und schülerinn entsprechend
anders in die Schule einführen also das
heißt man kann nicht einfach ein
Schulbeginn machen sondern die ersten
drei Wochen müsste man ausschließlich
darauf konzentrieren was sind die
verhaltenscoden was erwartet man und
dann müsste man diejenigen ausschließen
die nicht bereit sind diese
anpassungsleisten zu machen das führt
natürlich aber wieder zu Problemen man
kann ja nicht schwierige Schüler einfach
ausschließen also das heißt sich als
Ordnungsmacht durchzusetzen muss in den
Schulhäusern am Vordergrund stehen damit
man nachher ohne mal Gewalt einzusetzen
unterrichten kann dazu müsste man ja
zumindest in Deutschland das Budget
eindeutig erhöhen dannn da fehlt es an
Lehrpersonal selbstverständlich das
sehen wir auch in einer aktuellen
Umfrage des Philologenverbandes
nordrin-westfahen von November 2023 was
ich da die Lehrer vor allem wünschen das
waren feste Ansprechpartner vor Ort bei
gewaltproblemen oder bei Problemen
außerdem die bestehenden Probleme
erstmal tatsächlich ernst zu nehmen und
nicht unter den Tisch zu kehren und vor
allem mehr Unterstützung durch die
Bezirksregierungen und das
Bildungsministerium oder gibt es ein
Problem das Problem ist Gewalt wird am
besten gelöst dort wo sie geschieht und
vor allem verhindt man am besten Gewalt
bevor es überhaupt s weit kommt Gewalt
ist ein Thema oder sagen Sie Konflikt
Thema dass man nicht gerne hatte dass
man nicht nicht will und dass man das
scheut und so vor dem man Angst hat
jetzt gibt die große Tendenz sobald es
ein gewaltvorfall gibt oder einen
Konflikt gibt dass dass man das weg
delegiert oder dass man sagt ja man
braucht als Lehrperson eine
Ansprechsperson im Schulhaus man braucht
ein Schulsozialarbeiter man braucht
Interventionen man braucht Maßnahmen und
das ist klar dass das wichtig ist als
Unterstützung aber die große Gefahr ist
dass dann der Konflikt weg delegiert
wird an eine andere Stelle und das ist
etwas das für Schulen fatal ist
Konflikte werden am besten dort gelöst
wo sie entstehen wenn dann natürlich
eine Lehrperson einen Konflikt hat einen
Vorfall mit deem Schüler und nachher
muss sich ein Sozialarbeiter darum
kümmern ist die Gefahr der Eskalation da
oder also dann ist man schon bei einem
anderen Thema in einem anderen Bereich
und es ist völlig verständlich dass eine
Lehrperson den den dieser Schüler der
mich anspuckt das geht einfach nicht ich
möchte dass dieses Problem gelöst wird
aber die beste Person die geeignete
Person wäre er selber also derjenige der
angespuckt wird und hier gibt es ein
Problem
Lehrpersonen wollen das natürlich nicht
haben vielleicht nicht die Zeit dafür
aber im Grunde genommen müsste es dort
gelöst werden habe ich das richtig
verstanden dass die Lehrer auch in
diesem Bereich ausgebildet werden
müssten natürlich ausgebildet das werden
sie auch aber für Konflikte jemand
auszubilden ist enorm schwierig weil
jeder Konflikt ist anders und da ist man
natürlich auch persönlich beteiligt man
wird wütend man wird beleidigt man wird
traumatisiert vielleicht und für das
eine wirklich systematische Ausbildung
zu machen ist schwierig es ist wichtig
natürlich und das unterrichte ich selber
auch immer Versuch nicht so gleich einen
Schulpsychologen oder Sozialarbeiter
oder die Polizei zu sonder versucht
zuerst
das untereinander Schwierigkeit ist auch
bei Vorfällen gibt es eine Tendenz dass
immer mehr Personen involviert werden
oder
lehrpersen rufen dann die Eltern an
zitieren die Eltern in die Schule gibt
es Gespräche Eltern Schulleiter
Schulsozialarbeiter der Schüler
schülerinn und dann Lehrpersonen und da
gibt es so riesige Gespräche wo dann
acht Personen präsent sind und solche
Inszenierungen helfen nicht weiter
sondern im Gegenteil die
problematisieren viel mehr sondern
Konflikt sollte dort dass zwischen
Schüler und Lehrperson dort eigentlich
sie sollten es zu zweit diskutieren in
verschiedenen Schulen wird das so
gemacht und dann sich mit derfolg und
dort sieht man wenn die die Konflikt
stehen das lösen können dann ist die
Chance am größten dass es friedlicher
wird Herr genbül herzlichen Dank für das
Gespräch ja es g
[Musik]
gesehen das war das Lehrerzimmer die
neue Sendung im kontrafunk rund um das
Thema Bildung wir freuen uns sehr über
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Mikrofon verabschied sich Camilla
heltebrand
[Musik]
[Applaus]
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[Applaus]
[Musik]
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