Wotanfelsen - Kremstal

[2020-09-27] Fahrt über Els zum Parkplatz bei der Hofmühle. Heute habe ich das Ziel, auf dem Wotanfelsen zu gehen. Zuerst muss ich längs der Kleinen Krems, zur immer sehenswerten Burg Hartenstein. Heute sind schon einige Wanderer unterwegs, wie hier bei der Gudenushöhle.
Ich gehe aber gleich weiter Richtung Zwickel.
Nach der Wanderung, neben der kleinen Krems, der erste Blick auf den Wotanfelsen und auf das Stauwerk am Zwickel. Viele Wanderungen sind von hier möglich. Blick hinauf zur Teufelsrast und die Kleine Krems, die hier beim Zwickel, in die Große Krems mündet.
Das Stauwerk für das Wasserkraftwerk Burgstallriegel, ca. 3 km entfernt, dass ich auch schon einmal vor zwei Jahren kennenlernte. Auch damals wurden diese vollen Apfelbäume nicht geerntet. Die einzige Hinweistafel auf der anderen Seite der Krems. Hier suche ich einen Steig auf den Wotanfelsen. Außer Bienenstöcken, Brombeerstauden und Springkraut, geht nur ein Forstweg den Berg hinauf. Schöner Blick hinunter ins Kremstal.
Erst nach circa einem Kilometer, die erste und einzige Hinweistafel auf den Wotansfelsen. Noch geht es, einen weiteren Kilometer, kurvenreich hinauf, bis ich zu einem gewissen Ausblick und zu einem großen Feld, auf die Hochfläche kommen.
Hier bewundere ich die schöne Lage des Latzenhofes und gehe weiter, bis hinter den Waldrand, um mich zu orientieren wo ich mich befinde. Der Blick geht Richtung Norden über den Pirschling, Heid bis zum Waldgraben der Krems. Ich muss also wieder zurück, am Latzenhof vorbei, um den Wotansfelsen zu finden. Dann suche ich einen Feldweg an der Hochfläche, der ungefähr längs des Kamptales entlang führt. Bei dieser überraschenden Wegtafel, glaubte ich auf den Wotansfelsen zu kommen. Ich gehe also wieder ein Stück hinauf und komme zu einem bewaldeten Höhenrücken, der sich später als die Rote Wand herausstellte, mit wenig Aussicht auf das Kremstal. Dieser Ausblick auf Albrechtsberg, dass ich ja gut kenne, zeigte mir wieder wo ich mich befinde und den Wotansfelsen suchen muss.
Beim Rückweg stoße ich wieder auf zwei Wegtafeln die, links und rechts auf, einen ziemlich verwachsenen Forstweg ins Tal führen. Dieser Bergrücken ist jetzt mein Ziel. Ich bin überzeugt, es ist der Wotansfelsen. Der Weg dorthin ist allerdings auch ziemlich verwachsen. Bei einer Abzweigung plötzlich eine blaue Markierung, bis zum Ende des Forstweges hier. Ab hier viele Markierungen hinauf auf dem Bergrücken, mit sichtbaren Steigspuren.
Mit der Sicht auf die Teufelskirche, am gegenüberliegenden Berg, war es für mich klar, ich stehe auf dem Wotansfelsen. Ein unglaublich steiler Felsenabsturz ins über 200 Meter tiefer liegende Kremstal. Es hat sich trotz langer Suche ausgezahlt auf diesen Felsengipfel zu stehen. Blickrichtung Zwickel und ein Stück vom Kremstal bis hin zur Felswand und Höhle der sogenannten Teufelskirche, die ich ja mit der Höhlentour vor fast fünf Monaten besuchte.
Abstieg vom Felsen, bleibe ich jetzt auf der blauen Markierung, um zu sehen, wo und warum ich diesen Weg nicht gefunden habe. Nach einem kurzen Aufstieg, stoße ich auf die Forststraße, auf der ich hinaufgestiegen bin. Hier bin ich gerade hergekommen und das bleibt weiter mein Abstiegsweg. Es gibt keine Hinweistafel, dafür nur jemand hat ein "W" in den Baum geritzt. Beim Abstieg entlang des Berghanges erkennt man deutlich, dass der Wotansfelsen auf zwei Seiten von der Hochebene steil ins Kremstal abbricht. Wieder im Zwickl und der wegen dem Stau wenig Wasser führende Große Krems. Blick zurück zum Wotansfelsen.
Diese Tafel zeigt besser meinen Rückweg vom Wotansfelsen. Dann geht es wieder durch das gewundene und tiefe Tal, neben der Kleinen Krems Richtung Burg Hohenstein. Es ist wirklich erstaunlich, wie dieser kleine Fluss eine bis 200 Meter hohe Felsenmauer von der Hochfläche ausschwemmen konnte. Es ist auch immer Wert, unter der Burg Hohenstein, die Gudenushöhle zu besuchen, die schon in der Altsteinzeit vor 100.000 Jahren, vom Neandertaler aufgesucht wurde. Die später, nach einer längeren unbesiedelten Periode, den Höhlenbären und Höhlenhyänen als Horst diente. Mit den gefundenen Steingeräten besitzt Österreich die ältesten Fundstücke überhaupt. Der letzte Rückblick auf Hohenstein, bevor ich wieder die Heimreise über Els nach Ottenschlag antrete.
