
Hoheneich - Wanderung über den Steinbruchweg
[2021-03-02] 7,5 km wunderschöner Wanderung mit historischen Highlights.
Fahrt über Zwettl, Kirchberg nach Hoheneich. Schon vor 40 Jahren war ich hier und in besonderer Erinnerung die Lourdeskapelle. Eine im Jahr 1740 barockisierte Nachbildung der Grabeskirche in Jerusalem.
Das Eingangsportal der Wallfahrtskirche aus dem Jahr 1784. Das Wunder von Hoheneich. Das Tor, das durch die Protestanten versperrt und vermauert war, öffnete sich vor katholischen Wallfahrern von selbst. Das Kuppelfresco, die Dreifaltigkeit, mit Muttergottes als Königin der Engel, aus dem Jahr 1893, wurde vom Franz Mayrhofer geschaffen.
Der Hochaltar aus dem Jahr 1780, beherbergt die Gnadenstatue, die das nackte Jesuskind präsentiert, aus der Vorgängerkirche um 1470. Darüber schwebt Gott Vater mit der Weltkugel, flankiert von Engeln. Seitlich vom Altar der heilige Josef. Am Seitenaltar die Anbetung der Hirten. Gegenüber vom Eingang das riesige Allerheiligenbild und die Pietà aus dem Jahr 1650. Die Orgel aus dem Jahr 1821, darüber zeigt das Deckenfrisco ein Engelkonzert.
Die Hauptfassade. Beidseitig die Figuren von Petrus und Paulus. Von hier beginne ich die Wanderung über den Steinbruchweg Nummer 11.
Hier zweige ich vom ursprünglichen Weg ab, um den Lutherischen Gedenkstein kennenzulernen. Unterwegs im Wald immer wieder große Felsen. Hier stand bis 1897 die Lutherische Kirche, der größte Granitstein der Blockheide. An dieser Stelle wurden bis 1690 geheime evangelische Gottesdienste abgehalten. Der Abbau 1897. Dann gehe ich wieder zurück zum ursprünglichen Weg Nummer 11 und komme bald zu einer weiteren Abzweigung zum Wackelstein. Ein hoch auf einen Granitfelsen liegender Rundstein. Und gleich darauf, wieder zum Steinbruch. Jetzt allerdings von der anderen Seite, mit einer kleinen zugefrorenen Wasserstelle: Frage ist das der Silbersee? Weiter geht es durch den Wald, zu einer Ansammlung von Steinen, die mich neugierig machen. Eine Hinweistafel dafür gibt es nicht. Die Steine werden immer wuchtiger. Erst beim weiteren Durchwandern entdecke ich die Tafel Elefantenstein. Die Elefantensteinform als solche konnte ich nicht herausfinden. Aber dann sehe ich den Bildstein, der auf der Karte beschrieben ist. Eine gewaltige Steinform, der eine gewisse Ähnlichkeit eines Pilzes hat.
Dann geht es den Berg hinunter. Sogar ein Schutzdach für Besucher gibt es hier.
Dann wird es wieder interessant. Hier sind die verschiedenen Arbeiten der Steinmetze aufgestellt. Herausgearbeitet nur mit Meiseln aus dem harten Granit. Auch so einen Schweinestall habe ich noch nicht gesehen. Am Jägerkreuz vorbei, gehe ich wieder eine Abzweigung zu den Mondteichen. Es sind ehemalige mit Grundwasser gefüllte Steinbrüche. Heute Lebensräume für Tiere und beherbergen seltene Pflanzen. Auch hier gibt es Granitarbeiten, wie Sockel oder Grabplatten. Besonders interessant, dass von diesem Steinbruch der Stift Zwettl erbaut wurde. Ein Transportwagen und weitere Eisenwerkzeuge, für die Verarbeitung des Granites, werden in einer Scheune gezeigt. Wieder zurück zum Jägerkreuz, führt jetzt der Weg Nummer 11, zurück nach Hoheneich.
