Es war der Geruch, der mich zuerst erreichte. Nicht der Geruch eines Museums, nicht jene abgestandene Ehrfurcht, die alten Häusern anhaftet, wenn man sie Besuchern öffnet – sondern etwas Lebendiges: Bienenwachs und Tinte, ein Hauch von Mineralien aus der naturwissenschaftlichen Sammlung im Nebenzimmer, und darunter, kaum wahrnehmbar, der Duft italienischer Zitronen, die in einer Schale auf dem Fensterbrett lagen, als wollten sie beweisen, dass der Süden auch in Thüringen nicht ganz verloren sei.