Der Dezemberhimmel über Weimar hängt niedrig und grau, als ich die Esplanade entlanggehe. Die Pappeln am Straßenrand stehen kahl, ihre Äste wie hingekritzelte Striche gegen das bleierne Licht. Es ist der Nachmittag, die Stunde, in der diese Stadt seltsam still wird — als hielte sie die Luft an. Irgendwo schlägt eine Kirchenuhr drei. Der Boden ist gefroren, meine Schritte klingen hohl auf dem Pflaster.