Weitgehend friedlich – geringere Teilnahme als erwartet

Epoch Times Deutschland
1 Videoaufrufe·31.10.2026

Mehrere Zehntausend Menschen haben sich den bundesweiten Jugendprotesten angeschlossen.

Zum Auftakt am frühen Nachmittag kamen in mehreren Städten zunächst weniger Teilnehmer als angemeldet, die Zahlen stiegen dann aber im weiteren Verlauf stark an.

Vielerorts wurde ein friedlicher Protestbeginn gemeldet, teils wurden aber Demonstrationen wegen Verstoßes gegen das Vermummungsverbot gestoppt. Am Rande einiger Proteste wurde laut Polizei zudem Pyrotechnik gezündet.

Kölner Demo wegen Vermummung kurzfristig abgesagt

In Köln sagte die Polizei wegen der Vermummung einiger Teilnehmer und des Einsatzes von Pyrotechnik den Demonstrationszug kurzfristig ab. „Die Demo wird als Standkundgebung weitergehen“, sagte eine Polizeisprecherin.

Auch in Frankfurt/Main wurde der Demozug teils gestoppt wegen Pyrotechnik und vermummter Teilnehmer. In Stuttgart hat die Polizei die Demonstration mehrfach angehalten – weil Demonstranten von der offiziellen Route abwichen, sich vermummten und Pyrotechnik zündeten.
In Berlin mit mehreren Tausend Teilnehmern blieb es laut Polizei friedlich. Auch in Hamburg ist der Protest mehrerer Tausend Menschen – abgesehen von vereinzelt gezündeter Pyrotechnik – bis zum späten Nachmittag weitgehend störungsfrei verlaufen, wie ein Polizeisprecher sagte.

In Leipzig blieb es ebenfalls weitgehend friedlich, teils wurde auch dort Pyrotechnik abgefeuert.

Weniger Zulauf als erwartet

Vor dem Brandenburger Tor in Berlin versammelten sich in der ersten Stunde nach dem offiziellen Beginn um 14 Uhr knapp 4.500 Demonstranten, wie ein Polizeisprecher vor Ort sagte. In der Spitze nahmen nach Schätzung der Polizei rund 5.000 Menschen an der Demonstration teil.

In der Hauptstadt gab es eine vorläufige Festnahme, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Insgesamt blieb es demnach weitgehend friedlich.
Die Organisatoren hatten in Berlin mit mehr als 10.000 Demonstranten gerechnet und bundesweit auf mehr als 100.000 Teilnehmer gehofft.

Auch in Köln blieb die Beteiligung zunächst hinter den Erwartungen zurück. Eine Polizeisprecherin sagte, die Teilnehmerzahl liege „deutlich“ unter den 15.000 von den Organisatoren angemeldeten Personen. Genaue Teilnehmerzahlen nannte die Kölner Polizei nicht.

In Frankfurt ging die Polizei von rund 8.000 Teilnehmern aus. In München meldete sie zwischenzeitlich etwa 4.000 Demonstranten.
Berlin, Köln, München und Frankfurt galten als die Städte mit den meisten Online-Anmeldungen. Laut der Homepage der Organisatoren hatten sich dort insgesamt mehr als 50.000 Menschen angemeldet.

Bundesweit hatte die Initiative „Gen Z regelt“ vor Protestbeginn mehr als 182.100 Online-Zusagen gemeldet.

In Leipzig gingen nach Angaben der Stadt rund 6.000 Menschen auf die Straße. Die Kundgebung blieb demnach zunächst friedlich. In Freiburg nahmen laut Polizei in der Spitze etwa 3.500 Menschen teil. Die Versammlung war dort gegen 15.45 Uhr beendet.

Für Hamburg schätzte ein örtlicher Polizeisprecher die Teilnehmerzahl auf einen „mittleren vierstelligen“ Wert. Vereinzelt zündeten Demonstranten demnach Pyrotechnik. Ansonsten sei zunächst „alles gut“ geblieben.

„GenZ“ bezeichnet in etwa die Altersgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis Ende 20. Die Initiatoren fordern von der Politik ein stärkeres Eintreten für die Belange junger Menschen.

Im Vorfeld hatten die deutschen Sicherheitsbehörden vor einer möglichen Unterwanderung etwa durch linksextreme Kräfte gewarnt.
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