
Die drei Sprachen – ein Märchen der Brüder Grimm
In der Schweiz lebte einmal ein alter Graf, der hatte nur einen einzigen Sohn, aber er war dumm und konnte nichts lernen. Da sprach der Vater: "Höre, mein Sohn, ich bringe nichts in deinen Kopf, ich mag es anfangen, wie ich will. Du mußt fort von hier, ich will dich einem berühmten Meister übergeben. der soll es mit dir versuchen." Der Junge ward in eine fremde Stadt geschickt, und blieb bei dem Meister ein ganzes Jahr. Nach Verlauf dieser Zeit kam er wieder heim, und der Vater fragte: "Nun mein Sohn, was hast du gelernt?" – "Vater, ich habe gelernt, was die Hunde bellen," antwortete er. "Daß Gott erbarm!" rief der Vater aus, "ist das alles, was du gelernt hast?"
Was wohl aus dem armen Jungen werden wird?
Bilder:
Unser herzlichster Dank gilt Maya Stiga, der Illustratorin aus Griechenland, die uns freundlicherweise diese wunderbaren Bilder für das Märchen „Die drei Sprachen” gemalt hat.
Musik:
Johann Sebastian Bach: Das Wohltemperierte Klavier, Buch I, BWV 846-869 - Fuge Nr. 3 in Cis-Dur gespielt von Kimiko Ishizaka. Das Stück steht unter der Creative Commons Lizenz PDM 1.0 und wurde auf Musopen.org zur freien Verwendung zur Verfügung gestellt.
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