
Das hässliche Entlein – Ein Märchen von Hans Christian Andersen
Es war einmal eine Entenmutter die gerade ihre Eier ausbrütete. Es waren genau sieben Eier in ihrem Nest und die Entenmutter freute sich schon sehr auf ihren Nachwuchs. Eines Tages war es endlich soweit und aus den Eiern entschlüpften sechs putzmuntere Entlein. Sie waren alle wunderschön und mit einem gelben, zarten Federflaum versehen. Nur das siebte Ei lag noch immer unversehrt in ihrem Nest. Es war größer als die anderen Eier und so sehr die Entenmutter auch darüber nachdachte, konnte sie sich nicht erinnern wann sie es eigentlich gelegt hatte? Gerade als sich die Entenmutter mal wieder mit diesen Gedanken beschäftigt hatte, zerbarst das letzte Ei und heraus kam ein graues Entenküken das seine Mutter verwundert ansah. Die Tage vergingen wie im Flug. Die sechs Entenkinder wuchsen schnell heran und lernten jeden tag etwas neues. Nur das letzte und siebente Entlein bereitete ihr Sorgen. Es war nicht nur unbeholfen und tollpatschig, sondern zudem auch noch sehr hässlich. Die Tiere auf dem Bauernhof verspotteten das graue Entlein und niemand wollte mit ihm spielen. Auch der Entenmutter bereitete es große Sorgen und traurig jammerte sie: "Alle meine Kinder sind so hübsch und klug, nur das letzte Entlein ist so hässlich geraten. Niemand will etwas mit ihm zu tun haben und selbst die anderen Tiere meiden es."
Musik:
Johann Sebastian Bach: Das Wohltemperierte Klavier, Buch I, BWV 846-869 - Fuge Nr. 3 in Cis-Dur gespielt von Kimiko Ishizaka. Das Stück steht unter der Creative Commons Lizenz PDM 1.0 und wurde auf Musopen.org zur freien Verwendung zur Verfügung gestellt.
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