In Schleswig-Holstein sorgt der Name eines ganz bestimmten Dorfes für Ärgernis bei der Grünen Jugend. Sie fordern, dass „Negernbötel“ umbenannt werden solle, rufe es doch negative Assoziationen hervor. Das finden die Dorfbewohner jedoch nicht. Auch von der Politik hagelt es Kritik.
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Rassistisches N-Wort – Grüne Jugend will Dorf Negernbötel umbenennen
Ein Artikel von Epoch Times vom 30. Mai 2021
In Schleswig-Holstein sorgt der Name eines ganz bestimmten Dorfes für Ärgernis bei der Grünen Jugend.
Sie fordern, dass Negernbötel umbenannt werden solle, rufe es doch negative Assoziationen hervor.
Das finden die Dorfbewohner jedoch nicht.
Auch von der Politik hagelt es Kritik.
Ein Dorf mit 989 Einwohnern in Schleswig-Holstein sorgt für Schlagzeilen.
Grund für die Aufregung ist nämlich dessen Name.
Negernbötel, die Grüne Jugend Segeberg, fordert jetzt die Abschaffung des Namens,
weil er rassistisch sein soll.
Die Forderung stößt bei Einwohnern und Politikern gleichermaßen auf Unverständnis.
Man könne über das Thema Rassismus diskutieren, aber eine Umbenennung sei sinnbefreit,
lautet der allgemeine Kanon.
Der Ortsname n**rnbötel enthält das sehr verletzende und rassistische N-Wort,
brüskieren sich die Sprecher des Kreisverbandes des grünen Nachwuchses Lennart Stahl und Marlene Jakob auf Instagram.
Sie fordern, n**rnbötel umbenennen.
Das Wort Negern im Namen des Dorfes stammt aus dem Plattdeutschen und hat mit Rassismus nichts zu tun.
Der Namensteil Bötel bedeutet so viel wie Wohnstätte, heißt es auf der Website der Gemeinde.
Als 1306 eine weitere Siedlung am Kloster Segeberg entstand,
musste man beide voneinander unterscheiden, es hätte sonst zwei Bothele gegeben.
Die eine lag näher am Kloster Platt-Negern und wurde n**rnbötel genannt,
die andere Siedlung erhielt den Namen Ferenbötel, die fernere Siedlung.
Die Grünen sind sich zwar dessen bewusst, dass der Name keinen rassistischen Ursprung hat
und wollen den Einwohnern keinen Rassismus unterstellen, argumentieren aber damit,
dass Plattdeutsch keine sehr weit verbreitete Sprache mehr sei.
Heutzutage assoziiere man mit dem Ortsnamen das rassistische,
jahrhunderte zur Unterdrückung von schwarzen Menschen genutzte N-Wort.
Es bedeutet, dass wir ein Wort, welches für Rassismus, Unterdrückung und Mord an Black,
Indigenes, People of Color steht, ehren und uns keine Gedanken darüber machen, so die Erklärung.
Großen Anklang findet der Plan der Grünen nicht.
Bürgermeister Marco Timme findet das Thema Lenke von den eigentlichen Aufgaben im Dorf ab.
Wir bauen eine neue Feuerwehr und bei der Kita an, erzählt er der Bild-Zeitung.
Da ist die Diskussion über eine Namensgebung von 1306 nachrangig.
Für die 989 Einwohner sei das sowieso eine unnötige Diskussion.
Ein Problem mit dem Namen habe wohl niemand.
Geprägt von Rechtsradikalen oder Rassisten sei das Dorf sowieso nicht.
Wir möchten den Namen behalten, betonte die Landwirtin Silke Elvers im Gespräch mit der Bild.
Ex-Bürgermeister Werner Kurpass versteht die ganze Aufregung um sein Heimatdorf nicht.
Heutzutage wird alles in Frage gestellt.
Die Diskussion sei lächerlich und ohne Substanz.
Eine Umbenennung des Ortes steht für uns nicht zur Debatte,
stellt Grünen-Landeschef Steffen Regis klar.
Bundestagsvize Wolfgang Kubicki wurde deutlich.
Die Grünen beginnen den Bundestagswahlkampf mit kulturimperialistischen Forderungen.
Wer Menschen, die an einem bestimmten Ort wohnen,
zumindest unterschwellig in die rassistische Ecke stellt, der hat alle Maßstäbe verloren.
An diesen wahnsinnigen Forderungen zeigt sich, dass der grüne Pragmatismus,
den Baerbock und Habeck in den vergangenen Jahren demonstrieren wollten, nur vorgespielt war.
So sind die Grünen jedenfalls keine ernstzunehmende Regierungspartei.
Auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Melanie Bernstein wetterte gegen die Partei.
Die Grünen neigen dazu, auch absurdeste Zusammenhänge zu konstruieren,
um ihre ideologischen Botschaften zu transportieren.
So eine Partei darf Deutschland nicht regieren.
CDU-Parlamentsgeschäftsführer Hans-Jörn Arp bezeichnete die Forderung des grünen Nachwuchses
ebenso als unsinnig.
Die Grünen vor Ort sollten sich mit den Sorgen der Menschen beschäftigen.
Und das ist nicht der Ortsname.