Linguistisch betrachtet ist der Rhein nach Basel nicht mehr er selbst. In einer humoristischen Einführung in die Dialektik demonstriert Thiel die Bedeutung von Semantik und Etymologie für die methodische Wahrheitsfindung, um dann mit dem neunten Buch aus Platons Politeia der Dialektik des Sokrates beim Nachweis zu folgen, dass der uneingeschränkte Herrscher zugleich der ärmste und unglücklichste aller Menschen ist.
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halten Sie Ihren Portwein bereit, denn Sie hören Jojo Gaga,
die sprachphilosophische Sendung auf Kontrafunk, der Stimme der Vernunft aus der Schweiz.
Mein Name ist Andreas Thiel.
Bevor wir uns heute in das Abenteuer des neunten Buchs von Platons Politeia stürzen,
müssen wir noch einmal einen Begriff betrachten, den wir zwar schon zwei, dreimal betrachtet haben,
aber ich habe gemerkt, es besteht immer noch Klärungsbedarf.
Der Begriff lautet Dialektik.
Die Dialektik ist eine methodische Beweisführung,
die sich allerdings von der mathematischen Beweisführung unterscheidet.
Es ist eine sprachliche Durchdringung der Materie
und somit etwas abenteuerlicher als eine mathematische Beweisführung.
Die Mathematik bedient sich zur methodischen Beweisführung der Algebra,
also der Lehre von den Gleichungen a² plus b² gleich c².
Die Dialektik bedient sich zur methodischen Wahrheitsfindung der Semantik,
der Lehre des Wort-Sinns und damit auch der Etymologie, der Lehre des wahren Wort-Sinns.
Und jetzt merken Sie schon, wie die Linguistik eine abenteuerliche Wissenschaft ist.
Semantik, Lehre des Wort-Sinns und Etymologie, Lehre des wahren Wort-Sinns.
Ich erkläre Ihnen die Etymologie anhand eines kleinen, aber sehr alten Jura-Gewässers,
nämlich anhand der Birs, einem angeblichen Nebenfluss des Rheins,
angeblich, wie Sie bald sehen werden,
weil die Linguistik ist ein hoch spannendes Feld.
Es ist nicht nur ein abenteuerliches, sondern auch ein sehr spannendes Feld.
Nehmen wir mal das Badische Rheinfelden.
Beispielsweise, das Badische Rheinfelden heißt Rheinfelden,
weil dort, logisch, der Warmbach, der Magdenerbach und der Dürrenbach in den Rhein münden.
Würde nämlich umgekehrt der Rhein in den Warmbach, den Magdenerbach oder den Dürrenbach münden,
dann hieße die Ortschaft nicht Rheinfelden, sondern Warmfelden, Magdenerfelden oder Dürrenfelden.
Aber, wie der Flurname Rheinfelden linguistisch belegt, mündet dort eben alles in den Rhein.
Nun fließt dieser Rhein von Rheinfelden aus weiter nach Osten und erreicht nach circa 20 Kilometern Birsfelden.
In Birsfelden mündet nach weit verbreiteter Meinung die Birs in den Rhein.
Aber, das ergibt sprachwissenschaftlich keinen Sinn.
Wenn in Rheinfelden alles in den Rhein mündet, dann mündet in Birsfelden alles in die Birs, auch der Rhein.
Uns Linguisten kann man da nichts vormachen.
Aus linguistischer Sicht ist die Rheinlandpfalz eine geografische Fehldeklaration.
Die korrekte Bezeichnung für die Rheinlandpfalz wäre Birslandpfalz.
Der Rheinwein ist kein Rheinwein, sondern ein Birswein.
Der Rheingau ein Birsgau, das Rheinknie ein Birsknie und Rheinmetall müsste eigentlich Birsmetall heißen.
Erst in Düsseldorf fließt die Birs in die Düssel.
Und bei Wuppertal die Düssel in die Wupper.
Nach der Juragewässerkorrektion und der Rechtschreibreform drängt sich hier eine umfassende Flurnamenbereinigung auf.
Ganz Mitteleuropa muss in Wuppertal umbenannt werden.
Denn erst bei Nowosibirsk fließt die Wupper wieder in die Birs.
Beziehungsweise in die Birsk.
Nowosibirsk ist russisch und heißt Neue Birs.
Was etymologisch beweist, dass es in Birsfelden tatsächlich die Birs ist, die weiter fließt.
Und nicht der Rhein.
Diese Tatsache hat natürlich einen historischen Hintergrund.
Um nicht zu sagen, einen plattentektonischen Hintergrund.
Der Rhein führt bei Birsfelden zwar siebenmal mehr Wasser als die Birs,
aber die Birs ist siebenmal älter als der Rhein.
Der Rhein entspringt den dreißig Millionen Jahre alten Alpen.
Die Birs entspringt dem zweihundert Millionen Jahre alten Juragebirge.
Die Birs floss schon Millionen von Jahren vor dem Rhein durch Birsfelden.
Deswegen fließt genau genommen bei Birsfelden nicht die kleinere Birs in den größeren Rhein,
sondern der jüngere Rhein in die ältere Birs.
Da sehen Sie mal, was die Dialektik kann.
Meine dialektische Betrachtung geht aber noch weiter.
Die interessante Frage lautet nämlich, wie kommt die Birs zu ihrem Namen?
Um diese Frage zu beantworten, müssen wir die Kulturen entlang ihres Laufs berücksichtigen.
Die Birs führt in ihrem Lauf von Birsfelde nach Nowosibirsk durch das österreichisch-ungarische Kaiserreich,
welches nebst Polen, Serbien und Slowakei auch meine Urgroßmutter umfasste.
Beginnen wir aber mit unserer Forschung im Quellgebiet der Birs, dem Jura.
Und dort, bei der ältesten, nämlich schon von den Römern angebauten Kulturpflanze, der Quitte.
Unser spezielles etymologisches Interesse gilt dabei dem entlang der Birs seit jeher hergestellten Quittengelee.
Der Quittengelee gehört zum Jura wie der Schweinespeck zu Ungarn,
nur dass meine österreichisch-ungarische Urgroßmutter den Quittengelee Quittenspeck nannte.
Johann Strauss ist übrigens in diese Geschichte mit meiner Urgroßmutter verwickelt,
wenn auch nur in musikalischer Weise, indem er nämlich den Zigeunerbaron komponierte.
Der Zigeunerbaron besinkt zwar nicht den Quittenspeck einer Baumwohlfrucht,
sondern den Schweinespeck eines Borstenvies,
aber wegen der speckigen Oberfläche des Quittengelees
ist der Name Quittenspeck für kulinarisch orientierte Linguisten schon beinahe zwingend.
Als Vegetarier ziehe ich den jurassischen Quittenspeck
natürlich dem ungarischen Schweinespeck schon rein geschmacklich vor.
Zudem enthält der Quittenspeck jede Menge Pektin,
was den Cholesterinspiegel senkt.
Da kann der Schweinespeck nicht mithalten.
Das Verrückte an der ganzen Geschichte ist aber,
dass Speck auf ungarisch Salona heißt.
Und das bedeutet in Polen verrückt.
Trotz Donnerwetterparaplui werden Sie jetzt zusammen mit dem Zigeunerbaron singen,
denn das serbische Wort für verrückt ist Luda,
ein Anagramm von Dula,
dem slowakischen Wort für Quitte.
Und wissen Sie, was Quitte auf ungarisch heißt?
Birs.
So, nach dieser humoristischen Einführung in die Dialektik,
Sie haben vielleicht bemerkt, dass nur die Hälfte dessen, was ich gesagt habe, stimmt,
allerdings die andere Hälfte,
dann können wir uns ja endlich wieder der Dialektik der Sokrates widmen.
Im neunten Buch von Platons Politeia
fragt sich Sokrates, wie ein Tyrann entsteht,
wie ein tyrannischer Mensch seelisch betrachtet aussieht
und wie er sich fühlt.
Was ein Tyrann in Bezug auf die von ihm Tyrannisierten ist,
das haben wir bereits hergeleitet,
aber was ist ein Tyrann in Bezug auf sich selbst?
Oder, mit Sokrates gefragt,
was ist ein Tyrann, mal abgesehen von seiner Tyrannei?
Weißt du, was ich noch vermisse, sagte Sokrates, Eingang dieses neunten Buches,
wegen der Begierden, über die ja schon in vorherigen Büchern gesprochen wurde,
wegen der Begierden, dünkt mich, haben wir noch nicht gehörig unterschieden,
was für welche und wie vielerlei es gibt.
Ist aber dies mangelhaft, so wird auch die Untersuchung unsicherer sein,
die wir hier anstellen.
Unter den notwendigen Vergnügungen und Begierden scheinen mir einige gesetzwidrig zu sein,
also unter den notwendigen Vergnügungen und Begierden scheinen schon einige gesetzwidrig zu sein,
welche zwar in allen Menschen entstehen,
werden sie aber von den Gesetzen und den besseren mit Vernunft verbundenen Begierden im Zaum gehalten,
so verlieren sie sich aus einigen Menschen entweder gänzlich,
oder es bleiben doch nur wenige und schwache Spuren davon zurück,
bei anderen aber erhalten sie sich stärker und häufiger.
Sokrates zählt hier die Begierden noch nicht auf,
aber erklärt uns darüber auf, welche Art diese Begierden sind.
Im Schlaf, sagt er, wenn das Übrige in der Seele,
was vernünftig und mild ist und über jenes herrscht, im Schlummer liegt,
also im Schlaf das, was in uns vernunft und mild ist,
also unser Verstand, unser Gewissen, wenn die Logik,
das alles zusammen ja über diese Begierden herrscht,
wenn das Vernünftige im Schlummer liegt,
das Tierische und Wilde aber durch Speisen oder Getränke überfüllt,
sich bäumt und in Schlaf abschüttelnd losbricht, um seiner Sitte zu frönen.
Du weißt, wir ist dann als von aller Scham und Vernunft gelöst
und entblößt, zu allem fähig ist.
Sokrates redet hier natürlich vom Traum, in welchem unser Bewusstsein schläft
und daher das Unterbewusstsein sich ungehemmt entfalten kann.
Und im Unterbewusstsein, da sind unsere unterdrückten Begierden gelüstet.
Davon spricht er.
Das entspricht auch unserer modernen, empirischen Gehirnforschung.
Da gibt es die Abteilung Traumforschung und da haben wir schon herausgefunden,
dass im Traum nur die linke Gehirnhälfte wirklich aktiv ist.
Die rechte Gehirnhälfte, die wir dringend benötigen,
also unabdingbar benötigen, um vernünftig denken zu können,
die schläft, die ruht sich aus und die linke, die aber verbunden ist mit Erinnerungen
und mit Gefühlen und Ängsten und Trieben, die ist sehr aktiv.
Also die Kontrolle des Bewusstseins schlummert, das ruht sich aus, das Bewusstsein,
aber die Gefühle und die Triebe und die Ängste und Erinnerungen, da ist richtig was los.
Das Unterbewusstsein ist unsere Gerümpelkammer und im Traum wird da aufgeräumt.
Deswegen sind ungefähr 80% unserer Träume negativ, mit negativen Gefühlen behaftet,
also mit Ängsten und Beklemmungsgefühlen, weil da das Unterbewusstsein aufräumen muss.
Und über dieses Unterbewusstsein, wie es sich da im Traum entfaltet,
darüber redet Sokrates, von keinem Unsinn und keiner Unverschämtheit bleibt es zurück.
Wenn hingegen einer gesund mit sich selbst umgeht und besonnen und sich zum Schlaf begibt,
nachdem er das Vernünftige in sich gepflegt hat und mit schönen Reden und Untersuchungen bewirtet
und zum Bewusstsein seiner selbst gekommen ist.
Also wenn einer das Vernünftige in sich gepflegt hat und bewirtet mit schönen Reden und schönen Untersuchungen,
d.h. mit guten Gedanken bewusst gepflegt hat, das Begehrliche aber hat er weder in Mangel gelassen noch überfüllt,
d.h. er hat es weder unterdrückt, die Begehrden hat er weder unterdrückt noch hat er sie überfüllt,
d.h. überzuckert, indem er offen Zucker gegeben hat,
also durch Konsum von Pornografie oder dadurch,
daß er übermäßig lange in die Schaufensterauslage einer Konditorei geschaut hat
oder daß er allzu lange im Wirtshaus sitzen geblieben ist.
Also wenn einer gesund mit sich selbst umgeht und besonnen und sich zum Schlaf begibt,
nachdem er das Vernünftige in sich gepflegt hat und mit schönen Reden und Untersuchungen bewirtet
und zum Bewusstsein seiner selbst gekommen ist, das Begehrliche aber hat er weder in Mangel gelassen noch überfüllt,
damit er sich hübsch ruhig verhalte und dem Besten keine Störung vorsache durch Freude oder Schmerz,
sondern es gewähren lasse, wenn dieses rein für sich allein betrachtet und verlangt, etwas wahrzunehmen, was es nicht kennt,
sei dies nun Geschehenes oder Gegenwärtiges oder Bevorstehendes, und nachdem er ebenso auch das Zornartige besänftigt hat
und nicht etwa mit einem zum Unwillen gegen Jemand aufgeregten Gemüt einschläft,
sondern nachdem er die zwei Triebe beschwichtigt und nur den Dritten in Bewegung gesetzt hat,
in welchem das Denken einwohnt, so sich zur Ruhe begibt, weißt du wohl, dass er in solchem Zustande mit der Wahrheit vorzüglich Verkehr hat
und dann am wenigsten hochlose Gesichter in Träumen zum Vorschein kommen.
Dieses nun haben wir nur zum Überverlust als Abschweifung gesagt.
Was wir aber wissen wollen, ist dieses, dass also eine heftige, wilde und gesetzlose Art von Begierden in einem jeden wohnt
und wenn auch einige von uns noch so gemäßigt erscheinen, und dieses nun eben wird in den Träumen offenbar,
also er mißt den Menschen nicht daran, wie er erscheint, sondern daran, wie es in seinen Träumen aussieht,
denn es könnte sein, dass er seine Triebe nicht wirklich im Griff hat, sondern die nur unterdrückt.
Herrschaft, das haben wir bereits gelernt in den vorangegangenen Büchern, bedeutet nicht etwa Unterdrückung,
sondern liebevolle Erziehung zur Freiheit und das gilt auch für die Beherrschung unserer Triebe.
Die Beherrschung der Triebe darf nicht Unterdrückung der Triebe heißen,
weil Unterdrückung heißt, wir stellen sie in die Rumpelkammer des Unterbewusstseins, wir sperren sie weg
und da wüten sie des Nachts und plagen uns im Traum.
Beherrschung bedeutet liebevolle Erziehung, Beaufsichtigung und Pflege.
Triebe sind wie Kinder, sie bedürfen der Aufsicht eines Erwachsenenelements in uns und das ist der Verstand.
Sokrates nennt diesen hier nun im Folgenden den Vorsteher der Seele
und er beschreibt, wie man diesen Vorsteher der Seele in den Wahnsinn treibt,
also wie man den Verstand verliert, nämlich indem sich unser Fokus, unsere Liebe den Trieben hingibt,
anstatt der Vernunft.
Die Liebe ist ein göttliches Prinzip oder das göttliche Grundprinzip, die Liebe ist die Summe aller Tugenden
und wenn sich die Liebe den Trieben widmet, dann heißt es, die Tugenden verkehren sich in Untugenden,
wir verlieben uns ins Gegenteil dessen, was uns gut tut.
Sokrates schildert hier sehr bildhaft, wie die Begierden um diese Liebe brulen,
indem er sagt, wenn die Begierden die Liebe mit Rauchwerk und Salben und Wein und Kränzen und
anderen ausgelassenen Lüsten umschwirren und sie bis auf den höchsten Grad steigern und nähren,
dann wird dieser Vorsteher der Seele vom Wahnsinn als seiner Leihwache umschirmt und rast.
Also der Vorsteher der Seele, unsere Vernunft, der wird von einem Leibwächter umschirmt,
wir kriegen einen Leibwächter und dieser Leibwächter ist der Wahnsinn.
Und wenn der Wahnsinn den Vorsteher der Seele umschirmt, dann rast dieser Vorsteher.
Und wenn er dann noch einige Vorstellungen und Neigungen bei sich findet,
die gutartig gezogen und der Scham noch empfänglich sind, so tötet er sie.
Also dieser Wahnsinn, der Leihwächter der Vernunft, der die Vernunft umschirmt,
der tötet diese guten Vorstellungen und Neigungen, die gutartig gezogen und der Scham noch empfänglich sind,
so tötet er sie und stößt sie von sich hinaus, bis er von jeder Spur und Besonnenheit rein
und alles in ihm von jenem herbeigeholten Wahnsinn besetzt ist.
Und eben deshalb schon heißt auch von Alters her Eros ein Tyrann.
Ah, interessant. Er bringt den Tyrannen in Verbindung mit dem Eros.
Wir haben hier rüber schon ein paar Sendungen mal gemacht über ein anderes Werk von Plato,
nämlich das Symposium, wo über die Liebe, über den Eros geredet wird.
Und da erkennt man, dass die beiden Parteien, die Spartaner und die Athener,
eine sehr unterschiedliche Sicht auf den Eros haben.
Beide reden vom Eros, von der Liebe, aber die Athener meinen mit Liebe diese universelle Liebe,
das heißt das göttliche Grundprinzip als Summe aller Tugenden.
Und die Spartaner, wenn sie von Liebe reden, meinen sie Lust.
Und das beschreibt hier Sokrates, wie sich das gute Prinzip Liebe in das schädliche Prinzip Lust verkehren kann.
Wobei er ja betont hat, dass die Lust an sich nicht schädlich ist, wenn man sie denn in geordneten Bahnen hält.
Das heißt, wenn man seine Lust auf die eigene Frau und das eigene Schlafzimmer ausrichtet.
Aber wenn die Liebe, die allem der ganzen Menschheit, dem Leben überhaupt, den Tieren, den Pflanzen,
allem der Welt, dem Geschehen allem zu gelten hat, wenn diese Liebe ersetzt wird durch einen Trieb,
der eigentlich nur der Fortpflanzung dient und die durchaus Spaß macht und großen Spaß machen soll,
denn die Folgen sind ja durchaus auch mit anspruchsvollen Verpflichtungen über Jahrzehnte verbunden.
Also nichts gegen den Trieb, diese Lust, aber wenn dieser Trieb sich zum Herrscher über den Menschen erhebt,
über alles, über das Innenleben, über die Seele, dann wird er zum Tyrannen.
Denn das ist das, was Sokrates hier beschreibt.
Und hat nicht auch ein trunkener Mann ein solches tyrannisches Gemüt?
Das erinnert gerade an eine andere Stelle, der wir vor ein paar Büchern begegnet sind hier in diesem Werk,
nämlich die Beschreibung des trunkenen Mannes als einer mit dem Mut des Hirsches und dem Blick des Hundes.
Aber erfahren wir hier vor dem neunten Buch, ein tyrannischer Mann also, sagt Sokrates,
ein tyrannischer Mann entsteht genau genommen, wenn einer, vermöge seine Natur oder durch seine Führung oder durch beides,
ein Trunkenbold geworden ist oder ein Wollesling oder ein Schwarzgalliger.
Ah, da haben wir sie, die Triebe.
Wir betrachten hier zusammen mit Sokrates das Innenleben des Tyrannen.
Hier geht es nicht um Psychohygiene, sondern um psychische Verschmutzung sozusagen.
Sobald Eros als der drinnenhausende Tyrann alles in der Seele regiert,
von da an gibt es nun Feste mit lustigen Aufzügen und Schmausereien und Freudenmädchen und alles dergleichen.
Und es hat natürlich Folgen.
Sprießen da nun nicht jeden Tag und jede Nacht viele und gewaltige Begierden auf, die gar vieles bedürfen.
So sind denn, wenn es irgendeinkünfte gibt, diese sehr bald erschöpft.
Dann geht also das Borgen an und die Verschleuderung des Vermögens.
Wenn die an sich gesunden und sehr nützlichen und auch sehr erfreulichen Triebe,
wenn die nicht durch den Verstand beherrscht werden, beaufsichtigt, erzogen, zum Guten gefördert,
dann mutieren sie zur Sucht.
Das heißt, wenn der Mensch nicht seine Triebe beherrscht, wird er von seinen Trieben beherrscht.
Sein ganzes Denken, Reden und Handeln richtet sich nun auf die Begierden dieser Triebe aus,
auf die Befriedigung dieser zur Sucht gewordenen Triebe.
Und Sokrates denkt nun weiter, wenn aber nun alles ausgeht,
werden dann nicht notwendig die vielen und gewaltigen eingenisteten Begierden schreien
und werden nicht die auch von den übrigen Begierden, vorzüglich aber von dem Eros selbst,
also der Lust selbst, der Liebe, die zur Lust mutiert ist, der die übrigen, der Eros,
der die übrigen insgesamt all seine Söldner anführt.
Also diese wollüstige Hingabe zu seinen eigenen Begierden, der Eros, der führt die noch an,
der die übrigen insgesamt all seine Söldner anführt,
wie von Stacheln angetrieben umschwärmen und zusehen,
so jemand etwas hat, dem man es mit List oder Gewalt abnehmen könnte,
werden diese von Eros angeführten Triebe nun nicht wie von Stacheln angetrieben umherschwärmen und zusehen,
so jemand etwas hat, dem man es mit List oder Gewalt abnehmen könnte,
und notwendig müssen die von überall her einbringen,
oder sie werden von gewaltigen Schmerzen und Beklemmungen geängstigt werden.
Der Tyrann ist also ein Getriebener, ein Getriebener durch seine Süchte,
durch seine entfesselten Triebe, Getriebener, Wahnsinniger.
Und Sokrates redet hier noch nicht einmal vom Tyrannen in Funktion,
sondern vom tyrannischen Menschen.
Der muss ja nicht in der Funktion eines Tyrannen sein.
Da gibt es ganz viele, die tyrannischen Wesens sind,
und er zeigt dann jetzt bald auf, was passiert, wenn die tyrannischen Menschen
einen Tyrannen zu ihrem Anführer machen,
der sich dann zu Gunsten der Befriedigung der Gelüste aller über ein ganzes Volk erhebt.
Wird er dann nicht von diesen kürzlich erst aus der Knechtschaft Entlassenen,
bei dem Eros in Soll stehenden, mit seiner Hilfe überwunden?
Also wird der Mensch dann nicht von diesen Trieben überwunden?
Triebe, welche früherhin, solange er noch unter den Gesetzen demokratisch für sich selbst lebte,
also der demokratischen Freiheit, aber sie selbst beherrschend,
also er noch nicht beherrschte seine Triebe,
nur im Traume während der Schlief losgelassen wurden.
Also Triebe, die vorher nur im Traume losgelassen wurden,
wenn die auch im Wachzustand Überhand nehmen, dann kippt er.
Deshalb ist es wichtig, seine Träume zu betrachten,
damit man weiß, wo man aufräumen muss,
weil wenn die Triebe im Traum zu stark werden,
dann irgendwann platzt diese Gerümpelkammer,
und die Triebe treten ans Tageslicht.
Seit er aber vom Eros tyrannisch beherrscht wird, sagt Sokrates,
ist er nun wachend immer ein solcher, wie er sonst nur bisweilen im Traume war,
und wird sich weder jedes schrecklichen Mordes enthalten,
noch irgendeiner solchen Speise oder Tat,
sondern Eros lebt tyrannisch in ihm in gänzlicher Zügellosigkeit und Gesetzlosigkeit
als alleiniger Selbstherrscher und wird den, welchen er besitzt, also den Menschen,
wie jener seine Stadt, also wie auch der Tyrann seine Stadt,
zu jeglichem Waagestück bringen,
womit er sich selbst und den ihn umgebenden Schwarm erhalten kann,
sowohl den durch schlechten Umgang von außen eingedrungenen,
als auch den ursprünglichen, aber erst durch schlechte Sitten
und ihn selbst losgelassenen und in Freiheit gesetzten.
Sie erinnern sich an letzte Woche, wie Sokrates erklärt hat,
dass die Freiheit durch ein Übermaß an Freiheit zugrunde geht.
Wenn die Freiheit nicht nur die Vernunft befreit, sondern auch die Triebe,
dann entsteht Tyrannei und zwar erst die innere Tyrannei.
Die Menschen werden durch ihre Triebe in Freiheit tyrannisiert
und das führt zur äußeren Tyrannei, wie wir sehen werden.
Der tyrannische Mensch sucht die Tyrannei.
Sokrates sagt dazu, so werden sie auswandern,
um anderswo einem Tyrannen als Söldner zu dienen
oder auch sich als Hilfstruppen zu verdingen,
wenn irgendwo Krieg ist, müssen sie aber in Ruhe und Frieden bleiben,
so werden sie in der Stadt selbst gar vielerlei kleines Unheil verüben.
Das sind dann wohl die Unruhestifter, Trunkgebolde und Schläger.
Hier sagt er gleich selber, Sokrates vielerlei kleines Unheil verüben,
wie stehlen, einbrechen, Beutel schneiden, Taschendiebstahl,
Kleider abziehen, Tempelraub und Seelenverkäuferei.
Bisweilen auch werden sie falsche Ankläger,
wenn sie das Reden in ihrer Gewalt haben
und falsche Zeugen und lassen sich sonst zu allerlei Bestächen.
Damit meint er die vielen kleinen Tyrannen zu meinen,
die sich bei uns als Journalisten angeben
und in den Medien der Öffentlichen Diffamierung frönen.
Aber hören wir Sokrates zu, wie er weiter argumentiert,
weil ja das Kleine gegen das Große Klein ist
und alles dieses Wildoch, was Verderbtheit und Elend eines Staates betrifft,
gegen einen Tyrannen, wie man sagt, auch gar nichts bedeuten.
Wir sind also noch nicht in der Tyrannei,
d.h. alle diese kleinen Tyrannen, die ertragen wir schon,
aber es entwickelt sich ungut.
Sokrates sagt, wenn hingegen viele solche in einer Stadt sind
und auch andere ihnen nachgehen,
dann wenn sie ihre Anzahl bemerken,
so sind diese es, die, von dem Unverstande des Volkes unterstützt,
denjenigen aus ihnen zum Tyrannen einsetzen,
der selbst in seiner Seele den größten und stärksten Tyrannen hat.
Aha, wenn diese tyrannische Wesensart um sich greift
und viele in ihrer Zügellosigkeit sich unmoralischen Handlungen hingeben,
dann werden sie, sobald sie merken,
oh, sie sind ganz viele, wenn sie zusammenfinden,
werden sie aus ihrer Mitte den Schlimmsten zu ihrem Anführer,
nämlich zum Tyrannen küren.
Und da dieser von den Unersättlichen der Unersättlichste ist
und von den Wahnsinnigen der Wahnsinnigste
und von den Getriebenen der Getriebenste,
so wird er, sagt Sokrates, wenn die Stadt nicht einwilligt,
also wenn die Stadt ihn gar nicht als Führer haben will,
so wird er auch gegen das eigene Volk, wenn er nur stark genug ist,
Gewalt brauchen, indem er neue Freunde mit hereinbringt
und mit diesen das eigene Volk in einem Zustande der Knechtschaft hält und unterhält.
Und dies also wäre das Ziel der Begierde eines solchen Mannes.
Diese neuen Freunde, die er von außen reinbringt,
die ihm helfen, das eigene Volk zu unterdrücken,
diese neuen Freunde müssen ja auch dieses tyrannische Wesen haben
und die erinnern mich sehr an die NGOs und an diese supranationalen Organisationen,
die unsere Tyrannenanwärter in der Regierung beiziehen,
um das Volk in Schach zu halten.
Sokrates fährt mit seinem Psychogramm des Tyrannen fort.
Sind nun nicht diese, ehe sie Staatsmänner werden und zur Herrschaft gelangen,
so beschaffen, zuerst, mit welchen sie umgehen,
die müssen als ihre Schmeichler mit ihnen umgehen und immer bereit sein,
ihnen in allem zu dienen, oder, wenn sie selbst jemandes irgendwo zu bedürfen,
so demütigen sie sich ebenso gegen ihn und übernehmen unbedenklich jede Rolle.
Als ihm ganz Befreundete haben sie es aber erlangt,
dann sind sie wieder fremd.
Ihr ganzes Leben lang also sind sie niemals jemandes Freund,
sondern immer herrschen sie über einen oder dienen einem anderen.
Wahrer Freiheit und Freundschaft aber bleibt eine tyrannische Natur immer unkundig.
Oh, wahrer Freiheit und Freundschaft aber bleibt eine tyrannische Natur immer unkundig.
Können wir nun nicht solche mit Recht Treulose nennen?
Ungerecht aber doch gewiss so sehr als möglich,
wenn wir anders in dem vorigen richtig über die Gerechtigkeit übereingekommen sind,
was sie sei.
Ja, was sind sie übereingekommen, dass Gerechtigkeit sei in den vorangegangenen Büchern?
Die Treue zum Guten.
Und nun nennt er sie ungerecht aber doch gewiss so sehr als möglich,
wenn wir anders in dem vorigen richtig über die Gerechtigkeit übereingekommen sind,
was sie sei, weil sie treulos sind.
Nämlich kennt sie keine Freundschaft.
Freiheit und Freundschaft bleibt ihnen immer unkundig,
weil entweder dienen sie jemandem zu als Speichelecker
oder sie lassen sich von anderen bedienen.
Das heißt, bedienen sich anderer als Speichelecker.
Das erinnert irgendwie an den rot-grünen Kadavergehorsam.
Kadavergehorsam gegenüber der Ideologie und gegenüber ihren Anführern.
Und wenn die Anführer stürzen, dann leisten sie Kadavergehorsam den neuen Anführern.
Aber wahre Freiheit und Freundschaft bleibt ihnen fremd.
So lass uns nun, sagt Sokrates,
so lass uns nun den Schlechtesten noch einmal kurz zusammenfassen.
Es ist aber doch der, also der Schlechteste ist aber doch der,
welcher, wie wir einen Träumenden beschrieben, ein solcher wachend ist.
Ah, sehr schön. Schauen wir mal noch einmal, wie er den Träumenden beschrieben hat.
Wenn das Vernünftige und Milde in der Seele,
das über jenes als über die Triebe herrscht, im Schlummer liegt,
das Tierische und der Wilde aber durch Speisen und Getränke überfüllt,
sich bräumt und in Schlaf abschüttelnd losbricht, um seiner Sitte zu fröhnen.
Du weißt, wie es dann, als von aller Scham und Vernunft gelöst und entblößt, zu allem fähig ist.
Also, von aller Scham und Vernunft gelöst und entblößt, zu allem fähig,
das Tierische und Wilde durch Speisen und Getränke überfüllt,
sich bräumt und losbricht, um seiner Sitte zu fröhnen.
Wenn das nun nicht mehr im Traum bleibt, sondern im Wachzustand ausbricht,
dann haben wir den Politiker.
Ein solcher aber wird, wenn er zur Alleinherrschaft gelangt,
als ein tyrannisch veranlagter Mensch oder einer,
dessen Seele solchen Schaden genommen hat, der sich ergehen lassen,
dass er zu einem tyrannischen Menschen geworden ist.
Wenn ein solcher Mensch auch in die politische Position eines Tyrannen gelangt,
was passiert dann mit ihm?
Sokrates sagt, je länger er im Besitz solcher Herrschaft fortlebt,
um desto mehr wird er ein solcher.
Der Tyrann ist selbst verschuldet durch Vernachlässigung seiner Seele,
dazu verdammt, immer tyrannischer zu werden.
Und weshalb auch das erklärt, Sokrates?
Die tyrannische Seele ist nämlich geplagt von Unfreiheit, Armut und Furchtsamkeit
und daraus ergibt sich eine Steigerung ihrer Unseligkeit.
Und diese Steigerung ihrer Unseligkeit speist sich gerade durch diese politische Macht,
also durch die Erlangung dieser politischen Macht,
manövriert er sich gerade in diese unglückliche Position,
die ihn nur noch unglücklicher machen muss.
Wenn nun der Mann dem Staate ähnlich ist, sagt Sokrates,
das hatten wir auch schon in einem vorangegangenen Buch,
Sie betrachten nicht nur die Demokratie, sondern auch den Menschen,
der ein demokratisches Wesen hat, obwohl er nun in einer Demokratie lebt
oder in einer Oligarchie oder in einer Tyrannei
und auch den oligarchischen Menschen und den tyrannischen Menschen ist.
Es gibt den tyrannischen Menschen und es gibt die Tyrannei.
Aber beides weist Parallelen auf.
Er sagt jetzt, wenn nun der Mann dem Staate ähnlich ist,
also der demokratische Mann der Demokratie,
er beschreibt es so beim demokratischen Mann,
die Demokratie ist eigentlich eine sehr zerstrittene Geschichte,
weil hier nicht einer sagt, wo es lang geht,
sondern das ganze Volk streitet ständig darüber,
wie es nun weitergehen soll.
Das heißt, dieser zwar stabile Zustand der Freiheit führt auch mit sich,
dass man ständig diskutieren, debattieren und verhandeln muss.
Und so beschreibt er auch den demokratischen Menschen als einen,
der mit sich selber immer wieder ringt.
Aber hier sind wir beim tyrannischen Menschen.
Wenn nun der Mann dem Staate ähnlich ist,
muss dann nicht auch in ihm dieselbe Ordnung sich vorfinden
und seine Seele von Unfreiheit und vielfältiger Knechtschaft sein.
Der Tyrann selber, der muss ja seine Parallele finden zum tyrannischen Staat,
weil von dem sind wir ausgegangen.
Das heißt, in dem tyrannischen Staat, da herrscht Unfreiheit und Knechtschaft.
Das heißt, der Tyrann selber in sich, der muss die gleiche Ordnung haben.
Seine Seele muss unfrei und geknechtet sein,
natürlich geknechtet von seinen Trieben,
um gerade die Teile derselben, also jene Teile der Seele,
sind in der Knechtschaft, welche die edelsten waren.
Und nur ein kleiner, und zwar der wertloseste und allausschweifendste, wird herrschen.
Das ist interessant.
Im tyrannischen Staat herrschen die ausschweifendsten und unmoralischsten,
und damit in Bezug auf das Gut und die Gerechtigkeit,
die wertlosesten Menschen, Subjekte muss man sagen,
und die Besten, gerade die, werden am meisten unterdrückt werden müssen.
Die besten Menschen in der Tyrannei, die werden entweder umgebracht oder zumindest weggesperrt oder vertrieben.
Und so muss es auch im Tyrannen selber aussehen.
Die besten Teile seiner Seele werden am schlimmsten geknechtet,
am meisten leiden unter dieser Knechtschaft.
Und wer knechtet diese besten Teile?
Natürlich die Schlechtesten in ihm.
Und jetzt kommt aber noch eine interessante Erkenntnis.
Der knächtische und tyrannisch beherrschte Staat tut wohl am wenigsten, was er will.
Im knächtischen und tyrannischen Staat tut man am wenigsten, was man will,
natürlich, weil man es am meisten unterdrückt.
So wird auch wohl die tyrannisch beherrschte Seele am wenigsten tun, was sie gerne wollte.
Aha, der Tyrann ist derjenige, der am wenigsten tut, was er eigentlich will oder was das Gute in ihm möchte.
Wenn man nämlich von der ganzen Seele redet, wie sie immer vom Stachel mit Gewalt getrieben wird,
muss sie auch immer voll Schrecken und Reue sein.
Aha, das Gute im Tyrannen, das ja unterdrückt wird vom Schlechten im Tyrannen,
das muss immer voll Schrecken und Reue sein.
Und weil er das Gute in ihm ja nicht eliminieren, sondern nur unterdrücken kann,
fühlt er im Unterbewusstsein, oder ist sein Unterbewusstsein immer voll Schrecken und Reue.
Oh, das gibt aber schlechte Träume.
Und hier geht es aber noch weiter.
Arm oder reich, welches muss wohl ein tyrannisch beherrschter Staat sein?
Ein tyrannisch beherrschter Staat wird natürlich arm sein, antwortete nun Sokrates' Gesprächspartner.
Arm, so muss folglich auch eine tyrannische Seele immer ärmlich und ungesättigt sein.
Muss nicht auch ein solcher Staat und ein solcher Mann immer voller Furcht sein?
Wenn der tyrannische Staat immer voller Furcht ist,
muss auch der tyrannische Mann, also der Tyrann selbst immer voller Furcht sein.
Und glaubst du, fragt Sokrates, dass du in irgendeinem anderen mehr Klagen und Seufzer
und Angst und Weh antreffen wirst als im Tyrannen?
Und glaubst du, dass dergleichen in irgendeinem anderen Manne mehr sein wird
als in diesem Tyrannischen, der von Wollüstiger, Lust und anderen Begierden ganz verstört ist?
Ah, er redet hier aber noch nicht vom Tyrannen selbst, sondern vom tyrannischen Menschen.
Ich denke nicht, dass dieser schon der meisten solcher ist,
sondern derjenige Tyrannische, welcher sein Leben nicht als Privatmann zu Ende bringt,
sondern so unglücklich ist, dass ihm durch ein ungünstiges Schicksal die Gelegenheit geboten wird,
Tyrann zu werden, als er jetzt erst kommt.
Der tyrannische Mensch, der durch Pech quasi in seinem Schicksal die Gelegenheit erhält,
tatsächlich Tyrann zu werden.
Derjenige ist der Unglücklichste.
Oh, ich sehe, die Zeit ist schon um.
Wir setzen diese Betrachtung des Tyrannen nächste Woche fort.
Sie hörten Jojo Gaga, die sprachphilosophische Sendung auf Kontrafunk,
der Stimme der Vernunft.
Für Ihre Zeit und Ihr Interesse danke ich Ihnen herzlich und wünsche alles Gute.
Ihr Andreas Thiel
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