Bald Ende Gelände. Erster Frühwinter-Abschnitt weicht Milderung. Wettervorhersage 22.-29.11.2024.

Kai Zorn Wetter
20 Abonnenten
22.11.2024
Kurz, teilweise heftig und schneereich war der erste Frühwinter-Block der frischen Winter-Saison 2024/25. An den Küsten und aktuell auch am Niederrhein und im Ruhrgebiet gibt es etwas Schnee. Viel Schnee fiel vom Oberrhein bis an den Alpenrand. Dieses Winterwetter zieht von Dannen. Die Strömung dreht, die Wärme kommt. In wenigen Tagen ist es 10 bis 15 Grad milder als derzeit.
Ein neuerlicher Frühwinter-Abschnitt zeichnet sich vorerst nicht ab. Es herrscht zu viel Unruhe in der Atmosphäre und der Polarwirbel flutscht ideenlos zwischen Nordamerika und Nordrussland hin und her...
So viele haben begeistert geschrieben und Bilder geschickt oder Videos von dem großen Schnee im Südwesten,
aber auch in weiten Teilen Norddeutschlands, vor allen Dingen in der Küstenregion, hat es ebenfalls Schneefälle gegeben.
Und bevor ich das am Schluss der Sendung vergesse, weil ich mich einfach so ins Wetter reinsteigere,
schon mal vorweg, ich werde am Schluss ein kleines Video von Madeleines Sohn einstellen.
Das ist so zuckersüß, freut euch drauf, grüße sie und grüße euch.
Es hat geschneit, wie hier zum Beispiel in Lörrach und da hat es ja weiter geschneit.
Das ist eigentlich eine Gegend, wo es normalerweise kaum schneit.
Der Andreas ist und war da ganz begeistert.
Der Tim hat dieses Bild reingeschickt und zwar von Helgoland.
Helgoland liegt ja mitten in der Nordsee, da hat Winter im Prinzip keine Chance,
aber man sieht so richtig schön die hochreichende Kaltluft, da ist so ein bisschen Regenbogen-Andeutung
und schaut mal diese ganzen Fallstreifen von Schnee und Graupel.
Da hat es kurz an den Dünen angezuckert, taut allerdings alles sofort wieder weg,
weil die Nordsee eben drumherum so mild ist.
Der Herbert hat mal so ein Foto reingeschickt, wir haben ja gestern ganz kurz über den Wald gesprochen.
Da stehen auch ein paar Sachen drin, die sind im Nebel.
Und ansonsten hat es hier nahe der Oberpfalz auch eine leichte Schneedecke.
Und völlig anders, wie im Frühling sieht es aus im Wendland.
Da liegt kein Schnee, aber da war auch diese Schauerbewölkung,
sieht natürlich toll aus mit dem Grün-Gelb und diesem Blau-Grau.
Die Sabrina hat auch aus der Hochröhren ein schönes Foto geschickt,
wäre im Prinzip fast ein schönes Hintergrundbild, es ist wunderschön.
Aber als Besonderheit, dass auch hier in der Nähe von Flensburg so viel Schnee liegt,
die Jessica hat dieses Bild reingeschickt und dazu geschrieben,
wir sind alle so begeistert und freuen uns um diese Jahreszeit.
Und das so viel, es ist ja eh so selten, dass das passiert.
Schade, dass die Strömung jetzt dreht.
Jetzt stellt euch mal vor, wir hätten dieses große Hoch, das wir vor zwei Wochen hatten.
Wenn das jetzt kommen würde, auf die Schneedecke drauf,
dann hätten wir erstens mal viel Winterwetter und vor allen Dingen große Kälte jetzt zum Sonnentiefstand.
Aber das wird alles wieder verschwinden, denn es ist kein stabiles Winterwetter auf Dauer in Sicht.
Und das können wir drehen und wenden, wie wir wollen.
Ob wir das in Hochdruck sehen wollen, ob wir das in Kälte sehen wollen,
ob wir das in Milde sehen wollen oder in Tiefdruck, es geht immer hin und her weiter.
Und wir wollen uns jetzt gar nicht mal so darauf konzentrieren, was die einzelnen Wetterlagen machen,
sondern was ganz, ganz oben stattfindet.
Da hatte der Markus wieder gefragt, der Polarwirbel in 32 Kilometer Höhe.
Der ist nicht dafür zuständig, dass wir Winterwetter haben.
Polarwirbel heißt nicht Kälte.
Polarwirbel bedeutet, es gibt eine Struktur hier in 32 Kilometer Höhe, da dreht sich ein Kälteei.
Und dort, wo es sich dreht oder wo es hinspringt und mal längere Zeit Bestand hat,
wird das an die Strömung unten weiter hingegeben.
Wechselt das hin und her, bleibt es bei uns wechselhaft
und würde sich ein Polarwirbel auflösen oder splitten,
dann kann es zu Winterwetter kommen, das dann auch mal stabiler ist.
Danach sieht es aber in diesem Jahr nicht mehr aus, das vorweg.
Der Polarwirbel liegt aktuell über dem nordamerikanischen Kontinent und über Grönland.
Das wäre dann bei uns eine klassische Südwestlage oder Südlage.
Wir haben aber jetzt noch Winterwetter.
Nur, es stellt ja auch um.
Der Polarwirbel ist von hier nach dort gezogen.
Wir haben jetzt den Einbruch gehabt und jetzt geht es in die andere Richtung, das Extreme.
Jetzt schauen wir mal weiter, wohin das Ding zieht.
Geht es zum 29. November nach Nordrussland.
Und was macht es dann?
Wenige Tage später, 2. Dezember, wieder Richtung nordamerikanischer Kontinent.
Und es ist wie so ein Flummi oder so ein Ziermonikerband.
Und dann wieder zum 7. zieht es wieder nach Osten.
Diese Lage wäre zum Beispiel für Winterwetter bei uns gar nicht mal so schlecht.
Und damit Winterwetter überhaupt Bestand hätte, müsste so etwas,
eine Stratosphärenerwärmung hier reinziehen und den Polarwirbel auflösen oder splitten.
Das kommt klassischerweise erst gerne am Ende des Hochwinters, wenn es in den Spätwinter geht.
Jetzt ist dieses Ding sehr, sehr munter.
Das sehen wir auch in den Ensembles.
Hier nehmen wir mal das Beispiel Borken.
Das ist auch so ein kleiner Reminder, den ich mir gesetzt habe.
Und damit mal Grüße nach Borken.
Ihr habt ja jetzt richtig Winter in den Frühstunden.
Von den Niederlanden her zieht nach Niedersachsen und ins westliche NRW so ein richtig sattes Schneefallgebiet.
Da herrscht auch Winterwetter.
Da kann ich auch nur sagen, wenn da das hochkommen würde mit Inversionswetterlage, wäre Winter.
Hat es früher öfter gegeben.
Jetzt ist es ja mal was Besonderes, dass es schneit.
Also die Temperaturen schnalzen nach oben, gehen aber sofort wieder runter und taumeln dann hier um das langjährige Mittel herum.
Da gibt es Ausreißer nach oben und nach unten.
Immer wieder Niederschläge dazu.
Das ist Durchschnittswetter.
Absolutes Durchschnittswetter, was die Luftmasse angeht.
Das europäische ECMWF-Modell ist da so ein bisschen ähnlich geartet.
Auch immer mal wieder Niederschläge.
Nichts Besonderes.
Temperaturen gehen wieder ein bisschen runter, wieder ein bisschen rauf.
Und wenn wir in die andere Ecke gehen, nach Passau, an der unteren Donau.
Auch hier schnalzen die Temperaturen nach oben, gehen gleich wieder nach unten.
Und eine permanente Wellenbewegung abseits des Mittels.
Da gibt es die kälteren Läufe, die werden dann schattig und winterlich.
Und die milderen Läufe teilweise mit viel Hochdruck und Inversionswetterlage.
Was Besonderes ist, daraus nichts zu lesen.
Und beim europäischen ECMWF-Modell teilweise.
Da gibt es die zwei Clusterlösung, geht mild weiter.
Oder der kältere Cluster hätte mit einer Ost- beziehungsweise Nordostlage zu tun.
Hatten wir auch gestern drüber gesprochen, wo dann ein Kälteei über dem Süden Mitteleuropas liegen würde.
Aber ansonsten sind da momentan keine besonderen Vorkommnisse.
Was die Niederschläge angeht, der nächsten 15 Tage vom europäischen ECMWF-Modell bis Nikolaus.
Muss der Nikolaus im Schmutze gehen, kommt das Christkind im Eis daher.
Irgendwie heißt es so in der Bauregel, werde ich mich mal morgen drum kümmern.
Rund um die Küsten ist es nass, ein bisschen an den Alpen.
Und ansonsten passiert da nicht viel.
Der sogenannte 18er-Lauf des amerikanischen GFS-Modells hat mal wieder viel Nässe rausgehauen.
Mit einer schwachen Westströmung, geht auch immer wieder hin und her.
Und der Vorvorlauf hat beispielsweise so gut wie keine Niederschläge gebracht.
Und das, was hier an Niederschlägen abgebildet ist, das ist jetzt das, was fällt und fiel.
Also da käme auch nicht viel runter.
Die Niederschläge gestern sind hier gut erkennbar.
Im Südwesten diese Schneetiefregnate, das sich aufgebeult hat.
Und im äußersten Nordwesten starke Regenschnee und Graupelschau waren da unterwegs.
In Sachen Sonne sah es wieder mau aus.
Tiefstwerte minus 9 Grad im oberen Erzgebirge plus 3 Grad auf der See.
Höchstwerte plus 6 Grad auf der See minus 3 Grad im oberen Erzgebirge.
Und man erkennt so im Bergland und in Alpennähen, in höheren Lagen, auch da, wo Schnee liegt, da gab es leichten Dauerfrost.
Und hätten wir hier nicht so eine windige Lage, wäre es auch viel, viel kälter.
Apropos windig. In der kommenden Nacht bleibt es windig.
Hier baut sich das Hoch auf, da ist das steuernde Tief, Tiefregnate ist abgezogen.
Die isobaren Drängung ist sehr hoch, das heißt Wind haben wir.
Und die Temperaturen liegen in 1500 Meter Höhe noch bei unter minus 5 Grad.
Das ist die Kälte, die wir da draußen gerade haben.
Und dann Schlag, ändert sich das.
Wir kommen vorübergehend in eine Südlage vor diesem Tief.
Die Temperaturen hier gehen hoch, aber gleichzeitig dann am Dienstag auch wieder runter.
Und in der Folge hat sich das amerikanische GFS-Modell so ein bisschen den anderen Modellen angepasst.
So eine Mittellösung jetzt mit einem Hoch, das von Frankreich bis zu den britischen Inseln reicht in einer Woche und einem Tief, das durchflutscht.
Wieder mit isobaren Drängung, liniengleichen Luftdrucks, ziemlich eng, also windig und nasskalt mit Temperaturen von um die 0 Grad in 1500 Meter Höhe.
Rechnen wir 5 bis 10 Grad drauf, haben wir Höchstwerte von 5 bis 10 Grad.
Und immer wieder sind Schauer dabei, kann man nur aus dieser Karte heraus ablesen.
Also kein Winterwetter mehr, ganz normal für die Jahreszeit.
Der heutige Freitag hat nach diesem Schneetief aus der Nacht, das ist dann erstmal Ruhe, eine Mischung aus Sonne und Wolken auf Lager.
Da kommen ein paar Schneeschauer herangezogen.
Rund um die Nordsee im Tief Kern ist einiges los.
Das intensiviert sich, zieht dann ins Binnenland zum Nachmittag hin.
Und auch im Süden entstehen dann wieder ein paar Schneeschauer.
So wird es wechselhaft weitergehen.
Erst mit sonnigen Phasen, dann wieder mit mehr Wolken und Schneeschauern.
An den Küsten ist zu Schnee, Regen, Regen und oder Graupel, teils mit Gewittern durchsetzt.
Auf der Alpensüdseite wird es freundlicher.
Der Wind weht stark bis stürmisch.
Ein sehr, sehr ruppiger Tag mit Höchstwerten von minus 4 Grad in Alpennähe plus 7 Grad sind es an der See und auch im Osten Österreichs.
Der morgige, nein, der Abend, wollte ich noch sagen, da werden die Schauer intensiver am späteren Nachmittag und frühen Abend.
Und über die Mittelgebirge ziehen die Dinger, wandern dann weiter Richtung östliche Mittelgebirge und Süden.
Das ist so das letzte Aufbäumen dieses ersten Frühwinterabschnitts.
Und das bedeutet, verbreitet Glättegefahr.
Morgen Abend haben wir in den Gebieten Schneeglätte und in den Gebieten hier Schnee und oder Eisglätte.
Es wird nochmal glatt, nicht nur heute Morgen, sondern auch in den Abendstunden.
Wer irgendwo hinfahren muss oder pendelt durch das Wochenende und das Wochenendpendler muss sich auf glatte Straßen einstellen.
Phasenweise davon betroffen sind auch die Autobahnen.
Der Samstag bringt dann eine Änderung der Lage.
Die Temperaturen steigen langsam an und es kommen Wolkenfelder herangezogen im Nordwesten mit ein bisschen Regen.
Die letzten Regen- und Schneeschauer aus der Nacht klingen ab.
Dann setzt sich häufiger die Sonne durch.
Am Nachmittag zieht es im Nordwesten zu, später dann eben mit ein bisschen Regen.
Es sind oft so hohe Wolkenfelder, die dann unterwegs sind.
Der Wind bleibt recht tropisch, ist nur nicht mehr so stark wie heute.
Und die Temperaturen liegen nochmal bei minus zwei Grad am östlichen Alpenrand und plus acht Grad an und auf der Nordsee.
Der morgige Sonntag bringt eine Warmfront im Nordosten mit Regen.
Dieser Regen zieht dann ab und hier erkennt ihr wieder eine isobaren Drängung, liniengleichen Luftdrucks.
Die sprechen für viel Wind.
Und dann sehen wir hier auch Wolken.
Nur macht das Modell das so?
Egal welche Wolken, wir haben ob tiefe Wolken, mittelhohe oder hohe Wolken, da werden Wolken abgebildet.
Und es werden hohe Wolkenfelder sein, die im Süden unterwegs sind.
Gerade rund um die Schweiz, Süden Baden-Württemberg, Süden Bayerns.
Da kann es auch mal längere Zeit Hochnebel geben, abseits des Windes, durch den tauenden Schnee.
Hier ist ja eine mächtige Schneedecke und die Warmfront im Nordosten bringt ja anfangs noch Regen.
Der Wind ist wieder sehr ruppig, vor allen Dingen im Norden.
Und wenn es auf der Nordseite der Berge Föhn-Effekte gibt, sind bis zu 16 Grad drin, sonst sind es 6 bis 14.
Über den tauenden Schneeflächen im Süden, wo es nicht so windig ist, knapp über 0 Grad.
Am Montag kommt eine neue Front herangezogen von Nordwesten her.
Es bleibt dazu sehr mild, 5 bis 15 Grad.
17 Grad sind vor der Front möglich, 2 Grad über den dunstigen Niederungen rund um die Schweiz und den Süden Deutschlands.
Der Dienstag eine Mischung aus Hochnebel, Wolken, gelegentlich mal Regen, vor allen Dingen an der See, zwischendurch ein paar sonnige Phasen.
Es bleibt mild, wobei die Temperaturen etwas runtergehen.
Am Mittwoch setzt ein neues Regengebiet von Nordwesten ein, sonst ändert sich wenig.
Am Donnerstag ist das durchgezogen mit ein paar Regen- und Schneefällen, hauptsächlich im Berglandschnee.
Dazwischen dann wieder sonnige Phasen, dann kommt die nächste Front herangezogen, wird auch windig dazu, 4 bis 12 Grad.
Und der Freitag nach derzeitigem Stand der Dinge in einer Woche, 3 bis 11 Grad, also deutlich milder als heute.
Die letzten Schauer ziehen ab und vor rübergehend, setzt sich die Sonne durch.
Das ist der Pi mal Daumen trennt für die nächste Zeit.
Jetzt die Ensembles, im Norden geht es rauf von um die 0 auf über 10 Grad, dann runter auf um die 5 Grad.
Es kommt immer wieder zu Niederschlagssignalen, hinten raus sind wieder ein paar dabei, die als Schnee niedergehen würden.
Auch im Westen, deutlicher Temperaturanstieg um fast 15 Grad, dann Abkühlung auf um die 5 Grad und knapp darüber.
Immer wieder Niederschlagssignale, weniger als Schnee. In der Mitte letztendlich ganz genauso.
Gehen wir in den Osten, da gibt es jetzt noch ein bisschen Schnee, dann gehen die Temperaturen deutlich hoch, pendeln sich dann bei um die 5 Grad ein.
Immer wieder ein paar Niederschlagssignale.
Auffälligerweise dann am Ende, also Mitte, Ende der ersten Dezember-Dekade geht es doch dann wieder eher mit den Schneesignalen nach oben.
Im Süden Deutschlands sowieso, auch hier die Temperaturkurve vom Dauerfrost auf Richtung 10 Grad, dann auf um die 5 Grad, im Mittel wohlgemerkt.
Da sind Läufe dabei, die sind bei über 10 Grad und andere im Dauerfrost, die im Dauerfrost sind, haben hier Niederschlag im Gepäck, der als Schnee niedergehen würde.
Und hinten raus nehmen die Schneesignale auch zu.
Gehen wir nach Aarau, im Schweizer Mittelland, genauso wie im Süden Deutschlands, aus dem Dauerfrost raus auf um die 5 Grad, immer wieder Niederschlagssignale,
erstmal als Regen, hinten raus ein paar weniger als Schnee, da sind wir dann doch niedriger als im Süden Deutschlands.
Und das wurde sich gewünscht für Schladming in der Steiermark.
Der Gitterpunkt ist ein bisschen höher als Schladming, selbst drum ist das hier etwas kälter.
Dauerfrost und dann geht es hier auf Werte von um die 0 Grad und ein bisschen darüber.
Viele Niederschlagssignale, die meisten natürlich in den Bergen als Schnee, aber phasenweise schneit es dann auch inneralpin bis in die Täler.
Apropos Schnee, was passiert, wenn ein Kind am Fenster steht, ist das nicht süß?
Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus, die Welt, die Welt sieht wie gepudert aus.
Es schneit, es schneit, das müsst ihr einfach sehen, kommt mit, kommt mit, wir wollen rudeln gehen.
