Kalt & mild mit Luftmassengrenze und nach dem 0er einiges an Schnee! Wettervorhersage 04.-12.01.2025

Kai Zorn Wetter
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22 Videoaufrufe·04.01.2025
Wir werden es in der nächsten Zeit mit einer kniffligen und spannenden Wetterlage zu tun bekommen.
Spannung deshalb, weil wo liegt die Luftmassengrenze und wie viel kommt aus dieser Luftmassengrenze raus.
An der Luftmassengrenze schneit es dann bis ganz runter und das kann eine ganze Menge bedeuten.
Außerdem haben wir einen ständigen Luftmassenwechsel in den kommenden Tagen zwischen kalter und sehr milder Luft.
Und so sieht hochreichende Kaltluft aus.
Die Bianca hat dieses Bild aus Sylt oder von Sylt reingeschickt. Vielen Dank dafür.
Und da sieht man diese hochreichende Kaltluft. Und am liebsten möchte man in die See springen, ist nur ein bisschen kalt.
Grüße See und Grüße euch.
Die Luftmassen, mit denen wir es in den kommenden Tagen zu tun haben, gehen rauf und runter.
Das ist die Situation von Samstag. Also heute 16 Uhr. Da habe ich 17 Uhr reingeschrieben.
Das ist jeweils 16 Uhr. Da denke ich immer an die Sommerzeit.
Ich bin da immer noch irgendwie auf Sommer geeicht. Also um 16 Uhr alles.
Im Nordosten ist es noch kalt. Im Südwesten wird es schon deutlich milder.
Achtet zudem mal bitte auf die schwarzen Linien. Das sind die Linien gleichen Luftdrucks, die Isobaren.
Je enger die gestaucht sind, desto windiger wird es.
Und so ist es morgen 10 Grad wärmer in 1500 Meter Höhe mit jeder Menge Wind.
Und der Wind wird dafür sorgen, dass die kalte Luft weggeräumt wird.
Es gibt Durchmischung. Auch der Montag, der Dreikönigstag, ist noch mild und windig.
Und am Dienstag kommt dann wieder kältere Luft herangezogen.
Die wird sich im Süden nicht ganz durchsetzen.
Und am Mittwoch geht es schon wieder los im Südwesten mit milderer Luft.
In der Mitte und im Norden ist es kälter.
Am Donnerstag wandert die kalte Zone nochmal weiter nach Norden.
Und da haben wir hier so einen Knick drin in den Isobaren.
Hier gibt es eine Linie, hier eine Linie, da nichts mehr.
Und genau hier ist die Luftmassengrenze.
Und da reichen minus 2, minus 3 Grad in 1500 Meter Höhe, dass es theoretisch bis ganz runter schneit.
Das nennt sich dann Isothermie.
Bedeutet, die Luftsäule mit den starken Niederschlägen zieht die Kälte bis ganz runter.
Wenn dann wieder Wind kommt, wird die Luftsäule ganz vereinfacht gesagt umgekippt.
Und es geht wieder in Regen über.
Am Freitag wird es dann wieder kälter.
Und am Samstag sind wir bei um und unter minus 5 Grad.
Das ist dann wieder winterlich.
Reicht nicht immer fürs Tiefland, aber oftmals fürs höhere Flachland für richtiges Winterwetter.
Und das ist außerdem der 18er noch ein relativ milder Lauf.
Und das sind die Schneesummen, die runterkommen sollen nach dem konservativen 18er in den nächsten 10 Tagen.
Also nicht das, was liegen bleibt, sondern das, was als fester Niederschlag fällt.
In der Mitte einiges, auch im Süden einige Zentimeter und in den Alpen sowieso.
Und liegen bleiben soll dann am 13. nach diesem Modell das.
In der Mitte und im Süden ein paar Zentimeter, im Norden nur vereinzelt, in den Alpen viel.
Der Zwölferlauf, der sogenannte Vorlauf, brachte von Sachsen bis rüber ins Sauerland und Richtung Rheinland-Pfalz sehr hohe Schneesummen.
Auch im Süden Deutschlands.
Und das hätte dann noch hier an Schneedecke liegen sollen.
Am 13. Januar ebenfalls recht ergiebig, auch in Alpennähe und in den Alpen.
Das war ein Lauf, der etwas mehr Schnee hatte.
Es wechselt immer so hin und her.
Und wir wechseln jetzt die Darstellung.
Das ist der konservative 18er mit der Schneedecke am 13. Januar.
In der Mitte und im Süden ein paar Zentimeterchen, im Norden so gut wie gar nichts.
Das kanadische GEM-Modell zaubert da deutlich mehr Schnee hin durch die Luftmassengrenze, die ein bisschen weiter nördlich liegen würde.
Und das europäische ECMWF-Modell macht vor allem im Nordwesten, also nordwestlich der Mittelgebirge, die meisten Schneefälle, die dann auch liegen bleiben würden.
Da ist also eine Menge Musik drin.
Wo liegt die Luftmassengrenze und wie intensiv ist sie mit Schneefällen?
Und während ich diese Sendung gebaut habe, ist dann auch der Nullerlauf eingetrudelt, mit dem wir gleich übrigens die meisten Karten machen, die gesamte Vorhersage.
Und hinten raus gibt es dann noch ein paar interessante Karten.
Jetzt gehen wir aber erst einmal auf die Ensembles ein.
Wir beginnen auf Sylt, Gitterpunkt Westerland.
Die rote Linie ist das Mittel der Luftmassentemperatur aus 30 Jahren in 1500 Meter Höhe und die weiße Linie das Mittel aller Einzelberechnungen, die wir in den verschiedenen Farben finden.
Unten sind die Niederschlagsignale.
Und da geht es ganz kurz in Sylt rauf von minus 10 auf plus 5 und gleich wieder runter auf unter minus 5 Grad.
Und dann taumeln wir hier rum und sind später leicht überdurchschnittlich.
Aber die Niederschläge lassen nach.
Das deutet darauf hin, dass wir mehr Hochdruck bekommen und dann sind die Temperaturen in 1500 Meter Höhe eben höher.
Das europäische ECMWF-Modell macht das genauso, außer dass hier in dem Modell ein paar kältere Läufe hinten raus sind.
Und wenn wir uns die Farben anschauen, die hier unten vorhanden sind, das wäre in dem Fall Schnee in Nordfriesland.
In Berchtesgaden ist das europäische ECMWF-Modell ziemlich kalt.
Und zwar hier, was die Hängematte angeht, und hinten raus nicht so hoch.
Da sind auch ein paar kalte Läufe dabei.
Aber schaut mal, hier geht es in Sylt rauf, runter und dann seitwärts.
Und in Berchtesgaden ding, ding, ding, ding und dann geht es erst runter.
Da sieht man diese taumelnde Luftmassengrenze genauso mit den Niederschlägen.
Und das amerikanische GFS-Modell lässt auch hier die Temperaturen deutlich ansteigen, runtergehen, ansteigen, runtergehen, ansteigen.
Mit Hochdruck am Ende des Vorhersagezeitraums und einem Klotz an vielen Niederschlägen hier zur Mitte des Zeitraums.
Das wäre so zwischen dem 9. und 15. Januar.
Die Niederschlagsummen in Liter pro Quadratmeter nach dem europäischen ECMWF-Modell bis zum 18. Januar sind relativ ausgeglichen und auch hoch für die Jahreszeit.
Und das amerikanische GFS-Modell macht da mit.
Man muss aber dazu sagen, dass hier bis zum 19. Januar die Niederschläge relativ niedrig sind im Vergleich zu den anderen Läufen.
Die haben ein paar Liter mehr, aber in dem Bereich wird es sich bewegen.
Mehr im Westen, weniger im Osten.
Gestern gab es rund 1,2 Liter deutschlandweit gemittelt, das meiste kam als Schnee.
In Sachen Sonne war nicht so viel los, gerade mal etwas über eine Stunde.
Die Tiefstwerte wurden teilweise erst am Abend erreicht, nicht in den Frühstunden, sondern abends.
Minus 17 Grad auf der Alb, plus 2 Grad im Westen.
Die Höchstwerte minus 4 Grad im oberen Erzgebirge und gerundet plus 6 Grad, 5,5 Grad ganz auf Helgoland.
Die Wetterlage. Da zieht sich jetzt, das ist schon der Nullerlauf, die 552er über den Süden Deutschlands.
Da kommt von Südwesten die Wärme herangezogen.
Man sieht da auch die Drängung minus 5, 0 und plus 5 in 1500 Meter Höhe.
Am Mittwoch befinden wir uns wieder in einer Grenzlage, das zwar auf der einen Seite dieses Polartief, das ordentlich Dampf hat,
aber das ist so ein kleines Tief, das dazwischen schießt und eben dafür sorgt, dass es im Süden dann wieder wärmer werden wird.
Dieser Knick kommt noch mal reingezogen.
Und endgültig würden wir nach den derzeitigen Modellberechnungen spätestens am Wochenende wieder auf der Rückseite sein.
Hier liegt das Tief, hochreichende Kaltluft kommt herangezogen mit Temperaturen zwischen minus 5 und minus 10 Grad in 1500 Meter Höhe mit neuerlichen Schneefällen.
Außerdem ist dieses Tief relativ nah, so eine 5b-ähnliche Struktur.
Die milde Luft wird hier reingeführt und wird neue Schneefälle auslösen, die uns nach den derzeitigen Trends dann auch in Deutschland erreichen werden.
Der heutige Tag bringt noch ein paar Schauer rund um die See, die ziehen dann Richtung Ostsee.
In Südwesten, da tauchen schon die Niederschläge von der Nacht auf.
So haben wir heute hohe Wolkenfelder, anfangs viel Sonnenschein im Süden, in der Schweiz zieht es zu.
In der Mitte haben wir kompakte Wolkenfelder, meist sind es so hochnebelartige Wolken und im Norden eben die Schauer.
Hier ist es auch noch windig und die Höchstwerte reichen zwischen minus 5 und plus 5 Grad.
Im Laufe der Nacht zieht von Südwesten die Warmfront rein.
Erst geht es los mit starken Schneefällen und oder gefrierendem Regen und akuter Glättegefahr.
Jetzt sind aber nicht so viele unterwegs.
Am Vormittag regnet und schneit es dann diagonal über der Mitte von Nordwesten nach Südosten.
Dahinter geht das in Regen über und am Nachmittag wandert das immer weiter nach Nordosten.
In den Bereichen wird es sehr mild und dahinter lockert es wieder auf und man kommt sich vor wie im Frühling.
Heute haben wir Temperaturen beispielsweise im Allgäu auch tagsüber nur von minus 4, minus 5 Grad und da sind es morgen Nachmittag plus 10.
So, das Wetter dazu, eben dieses Schneefallgebiet, teils auch gefrierender Regen, dann Regen, später lockert es auf, im Nordosten noch ein bisschen Sonne.
Der Wind kommt hier aus südöstlichen, sonst aus südwestlichen Richtungen und frischt zackig auf.
Mit Temperaturen im Nordosten von minus 1 bis plus 4, sonst von 5 bis 13 Grad.
Am Dreikönigstag haben wir nach wie vor diesen kräftigen Südwestwind.
Von Nordwesten kommt Regen herangezogen. Auf der Alten Südseite beginnt es zu regnen und zu schneien.
Bei 4 bis 14 Grad, 16 Grad sind theoretisch zwischen der Loreley und dem Kaiserstuhl und im Kraichgau möglich.
Am Dienstag erwarten uns viele neue Regen- und Schneefälle.
Das ist so ein Hin und Her. In der Eifel ist es beispielsweise Schnee, im Flachland dann Regen.
Das Tief kommt herangezogen, in den Alpen schneite es stärker, im Nordosten zeigt sich noch die Sonne.
Temperaturen 1 bis 8, im Osten Österreich nochmal 9 bis 13 Grad.
Am Mittwoch fällt in der Mitte, in der südlichen Mitte Schnee, südlich davon Regen, sehr mild mit 6 bis 12 Grad.
Sonst ist es deutlich kälter.
Am Donnerstag, nehmen wir den direkten Modell-Output, zieht das eine Tief ab.
Ein neues Tief kommt herangezogen, in der Nordhälfte sind es 0 bis 5, sonst 3 bis 12 Grad.
Wenn dieses Tief dann durchgezogen ist, das liegt über Polen, am Freitag kommt auf der Rückseite kältere Luft herangezogen.
Das Ganze geht in Schnee über, nur im Tiefland ist es noch Regen.
Am Samstag kommt da das Tief wieder zurückgezogen, ist deutlich kälter und das würde uns dann am Sonntag,
nach derzeitigem Stand der Dinge, vor allen Dingen in der Ost- und Südhälfte, einige Schneefälle bringen.
Die Ensembles, die 2-Meter-Temperaturen.
Im Norden Deutschlands geht es kurz rauf auf 10 Grad plus, dann taumeln wir bei um die 0 Grad.
Hinten raus geht es zwar hoch mit den Temperaturen, aber wenn da zum Beispiel Inversionslage dabei ist,
sprich Hochdruck, dann bleibt es deutlich kälter.
Was die Niederschläge angeht, da kommt vorübergehend mal ein bisschen was an Schnee runter.
Später dann weniger.
Im Westen auch dieser markante Temperaturanstieg um 10 Grad.
Gleichzeitig geht es dann wieder runter um 10 Grad.
Später pendeln die Werte bei oben und etwas über 0 Grad.
Chancen auf Schnee in dieser Woche danach nicht mehr.
In der Mitte genauso. Hier viele Niederschläge, einiges davon als Schnee.
Hinten raus weniger Schneefälle.
Da sind zwar ein paar Läufe dabei, aber die sind hier ganz, ganz, ganz weit oben.
Zum Beispiel der Lauf wäre extrem mild und der würde Regen bringen.
Nichts mit Schnee.
Und die anderen, die trocken sind, hätten eine Hochdrucklage und wären kalt.
Im Osten auch dieses Schnalzen der Temperaturen nach oben, dann wieder runter.
Dann kommt nochmal ein kleiner Knick und dann Seitwärtsbewegung.
Auch Optionen auf Schnee, der dann liegen bleiben würde.
Und im Süden Deutschlands Niederschlag, dann Schnee, wieder Regen, Schnee und so weiter hin und her.
Temperaturen steigen vorübergehend an, pendeln sich dann bei oben die 0 Grad ein.
Ist allerdings sehr konservativ gerechnet. Meist bleibt es kälter.
Im Schweizer Mittelland in Zürich genauso.
Auch ein großer Niederschlagsblock, teilweise davon als Schnee.
Und zu guter Letzt der Blick nach Wien.
Auch hier sind ein paar Schneefälle möglich bei Temperaturen insgesamt von etwas über 0 Grad.
Und wie eingangs erwähnt, hatte ich ja den Nullerlauf jetzt schon drin.
Und der würde bis zum 14. Januar, also innerhalb von 10 Tagen, das an Schneedecke bringen.
Das ist ein recht schneereicher Lauf.
Bis auf den äußersten Nordwesten, das Tiefland, hätten wir überall oder fast überall Schnee.
Und das nicht zu knapp.
Und das wären noch der Form halber dazu die Schneesummen, die in den nächsten 10 Tagen runterkommen sollen.
Da sieht man wieder die Luftmassengrenze von Belgien über NRW bis Berlin und Brandenburg.
Da würde theoretisch das meiste runterkommen.
Nicht alles liegen bleiben, aber es ist doch relativ schneereich.
Haben wir schon lange nicht mehr gehabt. Und das im Januar.
Ein schönes Wochenende.
