1,053,176 views Premiered May 4, 2025 #sausages#germanfood#meat „Die 85-jährige Wurst-Königin von Frankfurt” ist wahrscheinlich die dienstälteste und bekannteste Wurstverkäuferin Deutschlands, die mit ihrer traditionellen hausgemachten Rindswurst, Fleischwurst, Gelbwurst und der original schlesischen Krakauer nach altem Familienrezept inzwischen weltbekannt ist und der wir in dieser Episode “Street Food Made in Germany” ein kleines Denkmal setzen wollen. Gebrühte Fleischwurst nach altem Rezept aus Schwein oder Rind, gepökelt oder ungepökelt mit Senf, Brötchen, dem “Frankfurter Wasserweck” oder einer frischen Brotscheibe dazu. Lecker!Die kleine Metzgerei mit Imbiss befindet sich in der “Kleinmarkthalle” im Herzen Frankfurts und bietet seit vielen Jahrzehnten traditionelles Frankfurter Street Food an. In den 1950er Jahren hatte Frau Ilse Schreiber mit 18 Jahren den Metzgermeister Anton Schreiber geheiratet. Die große Liebe zu ihrem verstorbenen Mann sowie zur Wurst und den vielen Kunden aus aller Welt, trägt sie bis heute in sich. Das sieht man und das schmeckt man! “Ean Goude!”, wie man im Frankfurt-Dialekt einen guten Appetit zu sagen pflegt.
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Videozusammenfassung
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An interview with Frau Schreiber, an 85-year-old traditional sausage vendor in Frankfurt. She shares her journey from a wartime refugee to a local icon, discussing her resilience through health crises and family hardships. The video highlights her commitment to traditional butchery, her love for opera, and her role as a social anchor in a rapidly modernizing city.
Ein Japaner kommt und sagt, es ist sehr lecker gewesen.
Ist das nicht schön, bis in Japan?
Arigato!
Guten Morgen.
Schatz,
geht
es
gut?
Kollegin, ein bisschen ärgern.
Entblättere ich mich?
Ja, bitte.
Guten Morgen, Tina.
Guten Morgen.
Wann haben Sie hier angefangen?
Ich bin als ganz junges Mädchen.
sagen wir mal, in den Haushalt gekommen,
wo die Schwiegermutter
gerade tot war. Wir haben im Trauerjahr
geheiratet. Wir waren fünf
Leute bei der Hochzeitsfeier,
mehr
nicht.
Ich
habe es
gern
gemacht. Ich bin da gleich reingesteckt
worden da, ohne
Plus und Ultra. Also es ging
mein Schwiegervater stand vor mir,
ein bisschen kleiner.
Mädchen, ich sagte nur
eins, geht nicht,
gibt es nicht. Wurde Käse gegessen.
Ich brauchte nicht mehr zu fragen.
So jammern überhaupt nicht. Das war überhaupt nicht drin.
Haben Sie denn
früher die
Wurst selber
gemacht?
Ja, die Wurstküche existiert noch. Die können Sie sich angucken.
Aber es ist alles marode. Man darf nicht mehr rein.
Das wird ja jetzt alles abgerissen. Die Maschinen stehen noch drin.
Ich habe ja selbst am Kutter gestanden
und habe selbst das Fleisch in der Maschine gelassen.
Die großen Fleischstänge.
Sie sind
ausgebildete
Metzgerin?
Nein, gar nicht. Ich bin da reingesteckt worden mit 17.
Da war ich da drin.
Ich hatte auch die Möglichkeit nicht.
Ich hatte eine Familie, einen Schwiegervater mit zwei Buben.
Der Bruder meines Mannes war Diplom-Ingenieur bei Weiß und Freitag.
Der hat in Darmstadt studiert, beim Professor Klöppel.
Das war die Kapazität.
Der wollte nicht.
Mein Mann war dann bis zuletzt,
habe ich in der Waschküche gestanden, also Arbeiter.
Ich kannte nichts anderes.
Ich musste zehn Mann kochen,
sonst haben sie keine Verkäuferin gekriegt.
Ja, ich muss meine Kinder mitnehmen, sonst komme ich nicht.
Also was hast du gemacht?
Hast du zehn Mann am Tisch gehabt mittags und das Geschäft.
War schon ein bisschen hart. Deswegen wird man auch so.
Und wenn einer so blablabla ist, ich kann nichts dazu.
Mein Temperament geht dann durch.
Und bis wann haben Sie das noch gemacht?
Das sehe ich ja noch.
Ich meine die Wurst.
Ja, das hat mein Mann gemacht 1975. 1975, glaube ich.
1975. Ja, haben wir zugemacht, unser Geschäft.
Das kann ich Ihnen zeigen. Dann haben wir es beliefert bekommen.
Und ist das noch nach dem alten Ritz?
Ja, ja. Also wir haben es ausgesucht
und ich habe auch ein bisschen den Geschmack noch geerbt.
Ich habe es denen auch gesagt,
so und so möchten wir es haben und die haben das auch getroffen.
Und ich habe jetzt auch den Lieferanten, wenn mir etwas ist,
kann ich anrufen, ich kann mit ihm sprechen.
Ich sag, hör schon mal, bitte guck mal, der schmeckt nicht so.
Ja, die gucke auch, neulich war hier irgendwas,
aber es liegt schon zurück.
Hab ich gesagt, da stimmt was nicht mit der Wurst.
Ja, ich werde sprechen.
Er kam zurück und hat gesagt, ja, der am Kutter steht,
der hat gesagt, die Frau Schreiber hat recht.
Man muss ein bisschen auf die Zunge haben.
Natürlich hab ich dem einen großen Blumenstrauß hingeschickt.
Ja, das mache ich dann auch, weil ich mich gefreut habe.
Hat nicht gesagt, ach, die Frau Schreiber, das ist die Spinde oder was.
Nein, da hat gesagt, Frau Schreiber hat recht.
Die haben es dann geändert, das Rezept.
Ich kenne das von meinem Schwiegervater her.
Mein Mann, der hat ja Note 1 gehabt,
damals die beste Punktzahl erreicht als Metzgermeister.
Sie kriegen ja erst mit 23, mit 24 die Genehmigung
und mit 23 hat er die höchste Punktzahl erreicht.
Der ist vom Kolb geehrt worden. Damals.
Das ist Fleischwurst mit Schweinefleisch.
Das ist Gelbwurst, auch Schwein,
aber nicht geräuchert, nicht gepökelt, frisch.
Das ist gepökelt, die Fleischwurst.
Dann haben wir, so das legen wir wieder rein, sonst wird es kalt.
Dann ist Rindswurst, das ist rein Rind. Kein Gemisch.
Das hatte die neulich gemischt, da habe ich es zurückgehen lassen.
Die Frau Schreiber hat recht. Das ist Krakauer,
das ist Rind und Schwein gemischt. Das ist es.
Fleisch, Gelb, Rinds und Krakauer.
Aber mir fällt gerade was anderes ein, der ist noch nicht da.
Das sind alles japanische Messer und Montag
und Dienstag schleift der japanische Messer, ob der uns das auch macht.
Die sind nämlich stumpf. Wenn der Messer stumpf ist,
da reißt die Haut ein, da schneidet sie nicht, da reißt die Haut ein.
Und wie oft stehen Sie in dem Laden?
Also bis jetzt bin ich sehr viel gewesen.
Jetzt drücken sie alle, ich soll mehr Urlaub machen, ich soll das.
Ich habe immer da, ich war immer an erster Stelle.
Und das ist jetzt, man kann sagen, bald 40 Jahre, wo ich immer,
die Krankheiten können sich immer aussuchen, ob ich immer krank war.
Jetzt war ich krank im Krankenhaus,
aber ich wäre bald, es wäre schief gegangen,
wenn meine Tochter an dem Morgen nicht gekommen wäre.
Würde es bei mir nicht mehr geben.
Die kam mit der 112er gleich,
noch ihre Freundin dabei und sie war morgens gleich ins Krankenhaus.
Dann war ich, ich hatte zwölf Liter,
nein, 16 Liter Wasser, Herz und Lunge.
Und war jetzt wieder unter Beobachtung und der Arzt hat gesagt,
Frau Schreiber,
sagen sie mal eins, wir haben sie dann
das wieder geschafft
der war selbst ganz perplex
dass ich wieder so dastehe
der kam, jetzt hatte ich
Kontrolle
Frau Schreiber, wir haben sie das wieder
geschafft, hat er gesagt
toll
ich bin ein Stehaufmensch
ich bin ja auch nicht hier geboren
ich bin in Oberschlesien geboren
Beuthen, Oberschlesien
Da war ich vier Jahre und da sind wir geflüchtet, meine
Mutter mit zwei, also mit meiner Schwester und mir.
Der Vater war ja unterwegs in der Grube mit den Grubenleuten im Krieg,
die waren da auch eingezogen.
Dann bin ich auf dem Dorf groß geworden, meine Eltern waren arbeiten,
ich konnte die ganze Landwirtschaft machen.
Kühe angespannt, ich habe meine Ware genommen,
die sind bald in Ohnmacht gefallen, da war ich erst elf, noch nicht
einmal, da habe ich die Ware,
jeder Acker hat seinen Namen im Dorf gehabt, da bin ich da
hingefahren, die sind bald in Ohnmacht,
es war drei Kilometer weiter, ich habe sie selbst angespannt,
selbst die Ware genommen, war schon immer ein Bub.
Meine Mutter sagte, ich sollte einen Bub geben, ich war
Ich war auch immer ein Bub. Ich war ein Teufel.
Auch die armen Eltern.
Heute tut mir es leid, dass ich den so grauen Hang gemacht habe.
Kein Baum zu hoch, nichts.
Guck mal, hier ist auch noch ein Bild von Tina und ihrer Mutter.
Vorne, das ist das Bild von der Mutti.
Hinten
steht Tina
und ich sitze.
Wie sind Sie dazu gekommen?
Ich habe meinen Mann in der alten Oper kennengelernt,
beim Ball. Wir haben uns gesehen und es hat gefunkt und fertig war's.
In der Oper? In der alten Oper, ja.
Ist das eine Leidenschaft von Ihnen? Ich tanze gerne.
Und mein Mann auch. Und wir waren sechsmal in der alten Oper
zum, wie sagt man denn,
Wie heißt dann der Ball immer? Es ist doch auch so im Ball.
Und Tanzabend oder Opernball?
Opernball, kam nicht drauf.
Weil wir hatten die Gräfin Schönfelder von Wien,
die hat das ausgerichtet noch die ersten paar Jahre.
Wir waren auch Mitglied, wir haben ein zahlendes Mitglied,
die alten Oper aufgebaut haben.
Da haben sie Spenden gemacht, haben wir auch gemacht.
gemacht. Dafür hatten wir ein bisschen gleich ein paar Karten bekommen.
Ehe sie verkauft
wurden, durften wir uns ein paar Karten mitnehmen, also Geld natürlich.
Aber es war eine schöne
Zeit. Und die kommt auch nicht mehr wieder
und es war auch herrlich. Von der Zeit lebe
ich eigentlich. Jetzt bin ich 85.
Ich habe nicht das Gefühl gehabt, ich hätte etwas
versäumt im Leben.
Ich hatte schöne Tage, wirklich schöne Tage und von denen zehre ich.
Und hören Sie heute noch Opern?
Nur, nur. Wenn es auch nachts bis um zwölf geht.
Ich bin ein Opernfan. Jetzt im Fernsehen die
letzten Zeit im Herbst, jetzt ist glaube ich jetzt Schluss,
die gehen bis um zwölf, da bin ich dabei.
Auch wenn ich hier Samstag stehe bis um vier,
aber Samstag und die Oper, das geht über alles.
Jeder
verlangt
nur
Autogramm.
Hier hin
und hier
und das
andere
Zettel
ist drin.
Jeder hat so andere Interessen, wie Sie sagen, wie ist die Musik.
Ich kann nachts halbe Nächte hören, wenn es schöne Musik ist.
Ach, da geht mir der Himmel auf.
Ja, das ist für mich als den Sekt sprudeln oder so.
Die haben ja schon dann geklopft, ich war zu laut.
Ja, ich habe es nicht empfunden für laut, ich wollte das so.
Aber der eine, der nicht davon versteht,
der denkt, boah, die sind so laut.
Was willst du denn machen?
Ich kann dem nicht mitteilen, was ich empfinde,
oder der kann mir mitteilen, das ist ihm zu laut
und da hat er kein Interesse dran an dem anderen.
Hätte er Interesse dran, würde er ganz ruhig sein, würde er mithören.
Ja, so ist das halt.
So ist das.
Jetzt warten wir nur noch auf die Kundschaft.
Wir sind startbereit.
Bitte geben Sie mir von jeder der drei Sorten etwas
und bitte etwas Brot.
8,77
Euro
bitte.
Gibst du Brauchschuld
in deinem Zelt?
Ja gerne.
Wir klauen jetzt die Wasche.
Danke.
Excuse me.
Okay.
And the yellow one you eat first. It's the light one, yeah?
Yes.
This one you eat first.
Eat first.
And for you.
Thank you so much.
Thank you.
Arigato.
Arigato.
Wir haben hier mal in Frankfurt eine richtige Morgensache.
Ja, ja, ja.
Gude.
Gude.
Gude.
Gude.
Einfach Gude.
Für mich ein Stück Kakao bitte.
Ja.
Und ein Stück Brötchen dazu bitte.
Wie viel möchten Sie denn bitte?
Ja, so.
Möchten Sie so ein Wasser weg? Ja, gerne.
Es ist nicht Steinhuder Meer im Odenwald, also wo die Steine...
Nee, Felsenmeer. Felsenmeer, da waren wir mit den Kindern.
Steinhuder Meer ist bei Hannover. Entschuldigung, ja.
Ja, ja, Felsenmeer. Da waren wir mit den Kindern dann immer sonntags.
Felsenmeer im Odenwald.
Ich hab's letztens noch im Hessischen Rundfunk irgendwo gesehen.
Also da gab's irgendwie so eine alte Folge,
irgendwie vom kleinen Markthalle, da hab ich's noch irgendwo gesehen.
Ja, ja, auch, ja. Er ist auch gerade bei mir wieder.
Ja, das war's.
4,75 Euro.
Vielen Dank.
Danke.
Okay.
Schönen Tag noch.
Danke.
Danke.
Tschüss.
Tschüss.
So, junger Mann.
Ich hätte gerne Kakao mit Wasser weg.
Hm.
Sorry.
Ein Stück größer gerne.
Ja.
Warum?
Ja, so.
Gut.
Ich habe extra einen Kittel gebügelt.
Vor lauter, lauter.
Schön gemacht.
Da habe ich ihn mir heimgelassen.
Für was wird denn hier gefilmt?
Bitte?
Für was wird denn hier gefilmt?
Äh, YouTube.
Ah.
Also, ich habe einen Streetfood-Kanal.
die Berlin
Wissen Sie eigentlich, dass die Eltern in dem
Alter nach dem Krieg sehr böse auf Berliner
waren, weil die Bombe alles
über das arme Berlin abgeschmissen haben. Wir haben hier
kein Kaffee bekommen.
Die haben die armen Berliner, müssen wir unterstützen.
Da haben sie die Bombe,
das Essen, also die Bohnen, alles ein Kaffee,
Bohnenkaffee, runtergeschüttet aus dem Flugzeug.
Über die armen Berliner. Wir haben hier kein Kaffee gehabt.
Die Engländer haben es gesagt. Brötchen oder Brot?
Brötchen. Man muss die jungen Leute
auch noch erziehen, gell? Ja.
So, danke, gleich kommt's. Moment, jetzt.
So, so, und dann haben wir ein Brötchen.
Dann haben wir 4,65.
Darf ich
die Haut abziehen?
Ja. Danke. Geht so?
Darf ich Sie was fragen? Ja. Sind Sie hier Stammkunde?
Ich bin im Monat eins, zweimal da. Warum? Weil die Wurst gut ist.
Das ist ja das Hauptargument, dass man zurückgeht.
Und wie lange schon? Ach, 30 Jahre, 40 bestimmt schon.
Ja, so lange ist hier, ja. Erinnern Sie sich denn noch an den Krieg?
Ja, ich kann Ihnen nicht kündigen, unser Wohnzimmer,
wenn ich jetzt einen hätte, genau sagen, wo was war.
Ja, ich könnte es noch, aber ich müsste jemanden haben,
der sagt, der stimmt, wisst ihr?
Denn nicht, dass ich irgendwie Fantasie habe.
Ich habe diese Stadt lieben gelernt.
Oh, das ist schön.
Alles klar, danke. Alles klar.
Ich habe diese Stadt lieben gelernt.
Das ist das, was mich ausmacht, wo ich nicht müde wäre,
um zu sagen, so möchte ich es haben.
Verstehen Sie mich? Das ist das größte Lob.
Das ist mehr Wert als Geld oder was. Es ist schön.
Wenn wer zufrieden ist, ein Japaner kommt und sagt,
es ist sehr lecker gewesen. Ist das nicht schön, bis in Japan?
Das ist doch eine hohe Auszeichnung für mich, meine ich.
Denn ich bin auf dem richtigen Weg, das zu machen.
Und was wird da reingehauen?
Sie sind schon öfter hier gewesen?
Ja, schon als kleines Kind war ich hier gewesen.
Als Ur-Frankfurter kennt man Schreibers Fleischwurst.
Das ist halt einfach Kult, da muss man hin.
Ich habe ein Kinderbett gehabt,
das haben die Eltern erst nachher erfahren,
da habe ich die Mörtel gegessen, aus dem Kinderbett,
in dem Alter, ich war klein, da hat mir irgendwas gefehlt,
wie die das Bett weggenommen haben,
Ich war ja schlau genug damals schon, dann das so zu machen,
dass das Bett nicht weg da drüber war,
dass man es nicht gleich gesehen hat.
Ja, leider können es die Eltern nicht mehr
bestätigen, die leben ja nicht mehr.
Meine Schwester auch nicht mehr.
Also so einen Hunger hatten Sie damals?
Ja, irgendwas hat im Körper gefehlt.
Das Kind nimmt sich das, was im Körper fehlt.
Nein, das war ja noch vor dem Krieg,
also bevor wir flüchten mussten.
Nein, keinem alten Affen
das Gesichter schneiden.
So, Monsieur, Madame.
Dankeschön.
Viel zu heiß, die Kluft, die kriegt nicht so viel. Warten Sie mal.
So, das ist für Sie. Das ist für Sie.
Madame hat ein bisschen weniger.
Sie muss gespart werden.
Alles klar.
Was soll mir das sagen?
Ich mache ihn abgrößer, Michi.
Nein, alles gut, ich danke Ihnen.
Ich weiß doch.
Das ist lieb.
Geteiltes Leid ist halbes Leid.
1954 war das erste Mal mit meinem Vater bei Ihnen.
Jetzt gucken Sie mal, was aus Ihnen geworden ist und aus mir.
Genau, ja.
Tschüss, Frau Schreiber.
Tschüss, alles Gute.
Das, ich kann noch vieles sagen, also die Wohnung,
ich hatte einen wundervollen Vater, auch Mutter,
Mutter war die Triebfeder, Mutter war ein Steinbock, wir,
Vater und ich, wir waren Fische, Fische sind Steinbock,
ich hatte es lauter, ich höre heute, und wenn jemand ein Steinbock ist,
drei Kilometer laufen besteht, die haben es in sich, die Steinböcke.
Meine Mutter war genauso. Das kommt hier hin.
Da ist es nicht rechts oder links hingekommen.
Das ist genau an dieser Stelle gewesen.
Mein Schwiegervater war so, meine Mutter war so.
Auch im hohen Alter, wenn da irgendwas nicht so war,
da hat die keine Ruhe gegeben.
Die ganze Familie terrorisiert.
Nein, es musste da hin, wo sie sein haben wollte.
You are famous all over the world.
Yes, yes.
We come from Taiwan, just want to eat your sausage.
Arigato oder?
No, Chinese, Xie Xie.
We got your name from Facebook, yeah.
Oh, unser Wurstschmuck, Fleischwurst.
Ein Stückchen Fleischwurst, ja.
Er ist ein Stammkundin.
Sie sind Stammkundin?
Ja, Stammkundin.
Kommt jeden Tag.
Ach, na ja. Na ja, also alle zwei.
Sag mal jeden Zweiten.
Sie Stammkundin, dann ein halbes, dann ein halbes, ein halbes Brot.
So, drei Euro machen wir gerade.
Dankeschön.
Was macht denn diese Wurst hier so besonders?
Ähm, ja, das ist eigentlich die beste Fleischwurst und,
ähm, ja, ich kenne das schon seit Kindestagen.
Ja, ja.
Dann war es tatsächlich so, wie es früher war.
Da hat sie noch getroffen.
Und gibt es
denn eine neue Generation?
Nein, nein, nein.
Also mit mir und meinem Mann, die leben alle nicht mehr.
Mein Mann lebt nicht mehr, mein Schwiegervater lebt nicht mehr.
Ich bin jetzt die Einzige, die im Hause Schreiber, richtige Schreiber,
es gibt ja noch andere, die dann auch geerbt haben von Schreibern,
durch die Freundschaften und so.
Aber die letzte Schreiberin, die ich geheiratet habe, bin ich.
Eine Rindswurst mit Senf und zwei kalte Stücken Fleischwurst,
Sie wissen schon. Und dazu ein Brot bitte.
Jawohl. Aber das wollen Sie hier essen?
Ja.
Warte, ich will noch mal was gucken. Moment.
Da kannst du mal halbe Scheibe. Ich will da hinten noch mal was gucken.
Ich weiß, was er will.
Ich weiß auch, was er will, aber wir haben hier nichts drin.
Da haben Sie nichts gegessen abends?
Nein.
Gut. So.
Sie sind auch Stammkunde?
Ja.
Wie lange schon?
Oh ja, es sind schon ein paar Jahre, wo wir zusammen sind.
Kätzchen, was soll man
denn machen mit sowas?
Frau Schreiber macht das noch.
Sind Sie nicht so laut, sonst kriege ich gleich einen Stich.
Nö, ist doch dein Laden.
Das ist doch mein Laden.
Wenn du hier hingehst zu den Ständen in der Kleinmarkthalle,
bekommst du mehr wie bei Rewe zum Beispiel.
Rewe gibt ja nichts umsonst, aber hier, die haben noch ein Herz.
Ja, die Marktbeschicker haben echt noch
ein Herz für Obdachlose.
Wenn du Hunger hast und fragst, jeder zweite gibt dir was.
Richtig gut, muss ich ehrlich sagen.
So, Fleischwurst.
Fleischwurst, ja.
Warte mal, diese bisschen dünne.
So, bitte.
Bisschen mehr.
Ja.
Zweimal so?
Nee, einmal.
Einmal so, dann machen wir so, hier die Hälfte.
Auch noch, meine Herrin, da muss ich ja arbeiten.
Ja, da muss ich ja arbeiten.
Gleich, Moment, dann haben wir so,
dann haben wir 6.59.
Madame, Sie kriegen es ein bisschen kleiner,
Monsieur ein bisschen größer.
Zehn Euro und dann
Aber sicher, junger Mann, ich habe schon
ein bisschen mehr an Menschenkenntnis, wie Sie glauben.
Vielen lieben Dank.
Jetzt hätte ich gern noch ein bisschen mehr Senf.
Wie soll ich da reich werden, wenn Sie mir alles wegnehmen?
Dann kann ich mir wieder ein kleines wenig kaufen.
Vielen Dank.
Also nochmal vielen Dank, schön, dass wir Sie getroffen haben.
Ganz lecker.
Ich nehme es noch. Danke, tschüss.
Tschüss.
Hallo.
Hallo.
So, Madame.
Ein bisschen weniger.
Ja, super.
So, zweimal.
Ja, genau.
Was für ein Brötchen wäre das?
Bitte.
Ein bisschen Senf auch rein?
Gerne.
Gerne.
Ja, bitte.
So,
bitte.
Was ist denn knuspriger, der Weizenweg oder das Helle?
Ich mach Ihnen auch den Weizenweg.
Ist der knuspriger?
Nein, das ist genau so. Gucken Sie mal.
Ah ja, dann ist egal.
Also knusprig sind sie alle, sind ja ganz frisch.
Okay.
Bisschen Senf rein.
Ja, gerne.
So.
Das ist mit YouTube.
YouTube?
Ist der noch mehr kunsthaft?
1,85 Euro.
Machen Sie 6 bitte.
Danke.
So.
Gleich.
So.
Bitte.
So.
Danke.
Und das ist so.
Jetzt kriege ich 4 wieder.
Ich habe Ihnen gerade erzählt,
es war früher ein bisschen schöner hier.
Menschlicher.
Es gab drei Damen, die standen hier an der Ecke
mit ihren braunen Taschen, haben die Post ausgetragen,
um drei Viertel zehn standen sie hier, drei Stück immer.
Dann haben wir geknatscht ein bisschen, was die Frauen gerne machen,
und die haben ihr Stückchen Wurst gekriegt und haben es gegessen.
Das ist die Zeit, heute geht alles schnell, schnell,
schnell, oh, die macht auf. Das ist heute so.
Wir hatten früher ein bisschen Zeit,
um Kontakt zu pflegen, Kunden zu begrüßen.
Geht ja heute nicht mehr.
Es ist heute alles nur schnell, schnell, schnell und Heidi ab.
Es war früher gemütlicher, sagen wir mal so.
Wir sehen uns wieder. Alles Gute.
Das Brötchen mit Senf und Gewürzbrote.
Ist doch schön unser Volksgemisch, gell?
Herrlich.
Die Haut abziehen.
Das da und dann haben wir ein Brötchen.
Dann haben wir 5,65 Euro.
Danke.
Das kommt den Kindern zugute.
Das ist gut so.
Ich mag das rote Gerät nicht so.
Danke.
Zeig mir Stammkunden.
Ich bin Stammkunde, also immer wieder, wenn ich hier
in der Stadt bin, dann komme ich auch mal vorbei.
Habe jetzt auch einen Kollegen mitgebracht,
der kommt von Bissi weiter her und habe gesagt,
muss man eigentlich mal hier gegessen haben, tatsächlich.
Und warum ist das so ein besonderer Ort?
Ich denke, es ist die Atmosphäre und die Frau Schreiber.
Man kommt eigentlich auch wegen der Frau Schreiber.
Urgestein hat man auch auf sämtlichen Reportagen
im hessischen Rundfunk schon gesehen.
Und es ist auch immer gute Laune, tatsächlich, wenn man hierher kommt.
Und sie schafft auch noch im hohen Alter.
Habe ich jetzt nicht vor, aber motiviert schon, ja.
Ja, danke schön.
Arigato, dankeschön.
Arigato.
Arigato.
Vielen Dank.
Danke, bitte.
Gleich, ich muss es nur machen.
Bis morgen.
Wann ist Ihr Mann gestorben?
Zwölf, warte mal, 14 Jahre her.
Ja, 14 Jahre her.
Und das hatte ich jetzt nicht ganz verstanden, hat er bis zum...
Der war, der durfte 1900, wann haben wir das Geschäft aufgegeben?
Was habe ich vorher gesagt?
1972, 76, durfte er nichts mehr machen.
Da habe ich nur noch bezogen.
Aber wir hatten die Leute, die was verstanden haben.
Heute sind die jungen Leute,
die drehen drei Mal in die Schüssel rum, oh, wir sind Meister.
Ja, es ist tatsächlich so.
Die früher, die Alten, die haben die Jungen was werden lassen.
Mein Mann sagt auch, bei der Prüfung,
da haben die Alten geguckt und wenn es nicht so war,
hat er das weggeschnickt und hat gesagt, nix, das ist verkehrt.
Ja, die Alten waren hart früher, weil die mehr wussten.
Heute, das ist alles angeboren,
das ist nicht angeboren, das ist angelernt.
Das ist der Unterschied heute.
Früher sind sie damit aufgewachsen.
Ja, die sind aufgewachsen damit.
Und die Alten haben mit aufgepasst.
Das ist heute nicht mehr so.
Und die, wo ich jetzt die Wurst behalte,
das ist immer noch so, wissen Sie, es ist die alte Garde.
Es ist die alte Garde, von der ich die Wurst bekomme,
das ist wirklich eine alte Garde.
Und dieses Rezept von Ihnen,
das wird auch nur dann für Sie speziell hergestellt?
Also das ist eine Gefühlssache mit der Wurst.
Mein Mann hat, das habe ich versäumt, die lauter Blechbüchse,
lauter frische, es ist ein, heute wenn sie Bierwurst kaufen oder sonst,
es schmeckt alles eins, können sie ja machen,
das hat bei uns alles einen Geschmack gehabt,
jedes Ding für sich, die Bierwurst hat nach Bierwurst geschmeckt,
die andere so und so, aber nie alles zusammen,
heute können sie kaufen, was sie wollen, es schmeckt alles eins.
Nein, aber es ist, das können Sie ja selbst machen.
Nein, ich meine nur, Sie haben schon den Anspruch dafür.
Ja, mein Mann hat auch die Büchsen da oben stehen gehabt.
Und jede Wurst, die er gemacht hat, hat sein eigenes Gewürz gehabt.
Sind Sie schon länger Pfundiger?
Ja, ja, seit 14 Jahren.
Mit den ersten Kindern waren wir immer hier.
Ja, jetzt sind die schon groß, jetzt kommen die Engel schon wieder.
Und das ist auch die Kundschaft, sie hören es ja,
weil es alles lecker geschmeckt.
Ich sage ja heute, wenn die Meister machen ihr Meisterprogramm,
die drehen dreimal in der Schüssel rum,
wir sind Meister, bis sie was das vorher geheißen hat,
um so Meister zu werden, früher.
Die machen das ja auch klasse, die Damen da.
Also, das ist ja schon der Klassiker.
Tourasi, dieses alles.
Sie möchten zweimal Brot? Einmal bitte.
Und zweimal Brot.
Freude, so eine Haut, ja?
Sie können hier oben ablesen, 9,19 Euro, bitte.
Ist okay?
Danke.
Bitte.
Vielen schönen Dank.
20 gemacht.
So, auf, auf, ja?
Ja.
Fleisch.
Kauer.
1,20 Euro.
Es gibt auch nicht mehr so viele, die das überhaupt machen wollen.
Ich bin jetzt erstaunt gewesen, ein paar Geschäfte, die sehr gut waren.
Erstmal gab es kein Personal und auch keine Metzger,
die das machen.
Die habe ich auch selbst geschlachtet.
Mein Mann hat einen Stempel gehabt,
die soll montags ausgesucht mit seinem Vater.
Der Alte hatte den Stock gehabt und die Kappe gehabt.
Und da sind sie gegangen,
haben die Säue ausgesucht und haben sie abgestempelt.
Am Dienstag ist er gegangen, die abgestempelte Säue hat er
dann rausgesucht und die hat er geschlachtet.
Und die hingen ja dann auch in der halben,
das ist alles im Schlachthof gemacht worden.
Warum ist Ihnen das so wichtig?
Das kann ich Ihnen gar nicht sagen.
Ich stehe morgens auf, denke ich, manche halten mich für verrückt,
ich kann nicht aufhören, ich will mehr.
Das hat mit dem nichts zu tun.
Ich freue mich, wenn ich hier bin,
wenn ich die Kunden sehe, wenn ich sie angucken kann.
Gucken Sie mal, die Asiaten,
da komme ich nie hin in meinem Leben, das ist mir zu weit.
Die kommen her, aber ich freue mich, dass sie da sind.
Ich versuche ihnen das mitzuteilen, wenn ich dann was sage,
wo ich aufgeschnappt habe, was ich sehe.
Ja, das ist halt so. Entweder du hast das Gefühl oder du hast es nicht.
Wir streichen uns so sehr,
aber wir lieben uns so sehr.
Ich muss schön sagen, Sie werden nicht glauben,
manchmal steht hier ganze 50 Leute, wenn die Frau Schreiber steht.
Und wenn die nicht da ist, hat sie es leer.
Das heißt, die hat wirklich eine starke Aura.
Das gibt es so Leute, die haben wirklich starke Erziehungskraft.
Ausstrahlung.
Ja, und das hat Frau Schreiber.
Nein, finde ich gar nicht.
Wenn sie dann jetzt mal ein Bild machen,
wenn sie so guckt mit ihrem großen Auge, egal wie sie steht,
guck mal, was habe ich an ihr schönes Bild geschossen.
Ich bin kein Fotograf, aber guck mal, was geworden ist.
Also besser geht es nicht.
Nein, natürlich. Ich will nicht mehr sein, wie ich bin.
Und manche Leute wollen mehr sein, wie sie sind. Und das geht nicht.
Sie hat Brot gesucht, ne?
Bleib, Moment, da, da kommt, da kommt,
da kann man so, dann haben wir, dann haben wir 3,50.
Ja.
Sie ist hier, ist die Kugel so begeistert, ja?
Ja, auf Tue und Ous.
Mal, also eine andere Frage bezüglich zum Zweiten Weltkrieg
Also gerade die jetzige Zeit ist ja wirklich auch...
Ja, ich weiß, was Sie sagen wollen. Es berührt mich,
weil ich weiß, ich habe die ganze Scheiße doch gesehen.
Ich war ja Kind. Dann habe ich das nur gesehen.
Meine Mutter, wie ich durfte auf dem wahren Sitze von Flüchtlingen,
weil ich so klein war.
Und dann ist die Mutter mit zwei Koffern,
was über unsere Habseligkeiten ist, marschiert.
Und auf einmal sagt die Mutter, das weiß ich noch von ihr,
mir wurde es auf einmal so warm.
Und da hat sie sich umgeguckt und dann war sie mit den Soldaten,
die auf dem Rückweg waren, war sie dann mittendrin.
Das ist ja alles gelaufen.
Und die hat zwei Koffer und ich durfte auf dem Bade sitzen,
weil ich so klein war.
Und ich hatte so ein Ohr, verfroren.
Mit zwölf Jahren waren die Füße sehr gefroren.
Das war ja der kälteste Winter, 1945, 1946.
Wir hatten keine Pantoffel, so große,
dicke, ohne Handschuhe, haben wir nicht.
Mein Kapp ist verrutscht, die Nase war verfroren.
Und wie meine Mutter das so erzählt hat, ich weiß es ja nicht.
das habe ich wo ist die frau
mit dem sterbenden kind auf dem ganzen transport
habe die dann gesagt wo ist die frau
mit dem sterbenden Kind, das war ich, wenn die
heute sehen, die werden stolz auf mich, ja selbst
ein Arzt sagt: Frau Schreiber, wie
haben Sie dann das fertig gebracht, sagt ein Arzt
und wenn Sie die Bilder sehen gerade
bei der Flucht, das berührt mich, es muss
manchmal weinen. Weil für was Kinder?
Sag doch mal, für was lässt der Mann einen Arm ab oder sonst
was auf der Flucht. Für was ist dann das?
Um ein bisschen Land oder was? Man hat auch viel im Krieg
gesehen, aber da hat man das nicht so mitbekommen.
Das kriegst du als Kind nicht so mit. Die Eltern
haben mehr drunter gelitten an uns.
Mein Vater hat mir eine Orange mitgebracht, weil ich krank war.
Dann habe ich da reingebissen, da war ich zwölf.
Sagt der: Kind, die musst du doch schälen. Ja, von wo wusste ich,
was aus Ambrosien geschält werden muss?
Wusste ich ja gar nicht. Ich habe sie ja nicht gesehen.
Da hat er sich gedacht, ich war nicht so ganz in der Reihe,
so ein bisschen kränklich.
Da bringst du ja das mit. Ja, ich hab reingebissen,
ich wusste ja nicht, dass man das schälen muss. Woher denn?
Waren Sie schon öfter hier?
Also das erste Mal. Wir waren gestern durch Zufall hier
und haben ja eine furchtbar lange Schlange gesehen.
Dann haben wir gedacht, das muss gut sein.
Dann haben wir noch eine Stadtführung gemacht
und dann sind sie auch nochmal gelobt worden.
Dann haben wir gedacht, jetzt müssen wir wirklich herkommen.
Frau Schreiber ist eine Legende geworden.
Die hat also einen Preis gewonnen als Persönlichkeit in Frankfurt.
Wir haben hier ein Diplom, ich kann es mal rausnehmen.
Hier steht die Haltermaschine, bitte.
Das ist Ihr Diplom.
Ach, das ist von dem Brauhaus.
Ist okay.
Von dem Brauhaus.
Trotzdem.
Ja.
Ja.
Und das ist Ihr Senf.
Ja.
Nein, nein, das ist nicht wichtig.
Das ist Urkunde.
Warum nicht?
Ja.
Komme gleich.
Ja, alles gut.
So.
Hallo.
Hallo.
ein Stück Fleischwurst im Brötchen, wenn's geht.
Jawoll. Hallo, Frau Schreiber, schön, Sie zu sehen.
Toi, toi, toi. Ja. Haben Sie noch ein bisschen Senf?
Mit Senf bitte. Ja. Ich bin zufrieden. Das
ist schön. So, und ein Stück Fleischwurst, gell?
Ein Stück Fleischwurst. Ja. So viel Fleischwurst
Darf ich das mal bitte abschneiden, bitte?
Ja, das ist alles noch gut.
Vielen Dank. Und beides ohne Haut.
Wer will denn draus jetzt immer noch eine Brötchen beziehen?
Ja, bitte.
Madame, essen Sie hier, oder soll ich einfach hier?
Ja, vielen Dank.
Dankeschön.
Danke.
Danke.
Ich danke vielmals.
Ein Sausage.
Ein Sausage.
Kakao oder Reis?
Kakao ist besser.
Mix was?
Mix?
Das ist ein bisschen hartes Mix.
Kakao ist besser.
Mix ist hart.
Kakao ist besser.
Nobret. Nobret, ist okay, alles gut.
Ja, so, how much? Small abiga, madame, okay?
Ist okay? Ja, ja.
Alles gut, vielen Dank.
Vielen Dank. So, jetzt ist man fertig.
Aber Sie haben hier Großhandelskauffrau gelernt, richtig, oder?
Nein, gar nichts. Ich war aus der Schule,
Berufsschule, dann habe ich geheiratet.
Und das war, da stand ich da drin.
Schau mal, ich habe zwei Kinder großgezogen
und habe einen Haushalt geführt.
Bin morgens um 5 Uhr runter und habe Wäsche gebügelt,
dass die Kunden gekommen sind,
Frau Schreiber, gucken Sie mal, Ihren Sohn spielt im Nachbarhof,
zwei Häuser beide im Schlafanzug.
Ich konnte nur eins machen, die Wäsche bügeln,
nicht aufs Kind achtpassen,
Der ist raus aus seinem Bett, ist durch das Ding
und ist zu den Nachbarhäusern drei Stück weiter da, wo er gespielt hat.
Ehrlich. Die Leute kamen, Frau Schreiber, gucken Sie mal,
Ihren Sohn spielt im Nachbarhof, zwei Häuser beide im Schlafanzug.
Was sollst du machen?
Meine Mutter hat ja gelebt,
aber in Aschaffenburg und die war ja auch schon älter.
Und da hatte ich niemand in Frankfurt. Kein Mensch.
Ich stand allein auf zwei Füßen.
Es gab so manche Tränen.
Und Gott sei Dank, und heute bin ich eisernd.
Neun Euro macht's bitte.
Danke, schönen Tag noch. Danke, tschüss.
Brauchst du die Haut abziehen?
Ja, eine Schnucke, schön.
Alles brötchen und dann Wasser weg, ja.
Oh, Monsieur, das habe ich so,
das habe ich so, bitte.
So, jetzt könnt ihr das in YouTube machen.
Das ist ein, das ist zwei, das ist drei,
das ist die Rindswurst, dann kommt die Krache.
Das ist welchem Geschmack, welche der Würze.
Das ist ganz mild, dann ist es kräftiger,
das Fleisch, und am kräftigsten ist die Krakauer.
So, Monsieur, welche kann ich Ihnen geben?
Ich kann, hoppla.
So, bitte.
So, Monsieur.
So, Monsieur.
Vielleicht dazu für den Ruckern oder so.
So, dann habe ich hier.
Danke, schönen Tag.
Ich biete, ich habe nur dies.
Das ist mehr als genug.
So, Monsieur, ich wünsche Ihnen guten Appetit,
dass Sie uns in guter Erinnerung behalten.
Ohne Brötchen.
Und dass nicht raufgehauen wird.
So, bitte.
Sauer macht lustig.
Und was motiviert Sie?
Das kommt von innen raus.
Entweder man hat es oder ein Maler hat ja auch, der malt.
Warum malt er? Das ist seine Leidenschaft.
Der will das plastisch darstellen, was er erlebt,
was er sieht, will einem allen offen machen.
Und so bin ich auch.
Das, was ich hier spüre, möchte ich ihm gerne geben,
dass er genau dasselbe empfindet wie ich, wenn ich hier das rausgebe.
So kann ich es nur erklären, warum ich das so mache.
Ob es richtig ist, weiß der Himmel. Aber es ist so.