food, vegan food, vegan, healthy food, diet food The video documents Joseph's self-experiment (Selbstexperiment) journey as he attempts to maintain a vegan keto diet for 30 days. This diet requires a very high fat intake and keeping carbohydrate levels extremely low (under 50g/day) without using any animal products. He recorded all the severe side effects on his physical health (vomiting, headaches from the "Keto flu") and mental well-being (reduced concentration, depression, irritability) that forced him to stop the challenge on day 17. Despite the failure, he also shared an unexpected benefit: his body was able to overcome its intolerance to oily foods.
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Videozusammenfassung
KI-generiert
A content creator tests a vegan ketogenic diet for 30 days to achieve mental clarity and fat loss. While the experiment leads to weight loss and resolves a chronic oil intolerance, it is marred by severe \"Keto Flu\" symptoms, including nausea, depression, and cognitive decline. The experience highlights the extreme discipline required and the potential psychological risks of such restrictive dieting.
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Ketogene Ernährung, die wohl radikalste Form von kalorienarmer Low-Carb-Ernährung.
Für die einen die ultimative Hype-Diät, für die anderen komplette Überopti...
Was passiert in 30 Tagen, wenn man diese ohnehin schon extreme Diät mit dem veganen Lebensstil kreuzt?
Das wünscht ihr euch ja schon sehr lange von mir.
Danke dafür, iBlali.
Ach ja, alle Gags in diesem Video sind nicht von mir, sondern der Dame unter der Decke.
Urteilt, ob es lustig ist. Ich zeige euch am Ende, wer darunter ist.
Die Versprechen dieser Ernährungsform sind auf jeden Fall groß.
Maximale Fettverbrennung, laserfokussierte mentale Klarheit, kein Heißhunger mehr.
Und sie soll angeblich sogar Krankheiten heilen.
Au!
Der Hype ist da, aber geht es auch vegan?
Die ketogene Ernährung gilt als eine der schwierigsten.
Exaktes Essens-Tracking, harte Regeln, die man nicht ein einziges Mal brechen kann,
da es sonst nicht funktioniert.
Und körperliche Rebellion von Kopfschmerzen bis hin zu Erbrechen.
Was davon ist Mythos und was Realität?
Okay, und das ist ein Effekt, mit dem ich null gerechnet habe.
Ketogene Ernährung, was ist das eigentlich?
Guck mich nicht so an, Hatice, ich weiß es auch nicht.
Deshalb spreche ich mit einer Ernährungswissenschaftlerin und einer Person,
die Keto lange vegetarisch durchgezogen hat.
Hör auf, Bilder von mir zu zeigen.
Ja, ja, genau.
Also, was ist ketogene Ernährung?
Die ketogene Ernährung ist eine sehr kohlenhydratarme, fettreiche Ernährungsform
mit etwa 70-80% Fett, 15-20% Protein und unter 5% Kohlenhydraten.
Durch den starken Kohlenhydratmangel leert der Körper seine Glukosespeicher
und wechselt in den Stoffwechselzustand der Ketose.
Okay, klassische Keto setzt auf tierische Produkte.
Die fallen bei mir weg, da ich seit knapp 10 Jahren vegan lebe.
Also gibt es Fett und Öl aus Nüssen, Protein aus Tofu und viel Gemüse,
aber fast kein Obst. Warum, erkläre ich gleich.
Aber die wichtigste Frage ist, bricht diese Ernährungsform meinen Körper
oder passt er sich an?
Vorher habe ich wie immer einen Gesundheitscheck gemacht.
Alles unauffällig.
Meine Ernährungsart ist sowieso sehr gesund, sagt Ernährungsexpertin Anja Jung.
Ich bekomme alles, was ich brauche, außer B12.
Das muss ich als Veganer halt sowieso supplementieren.
Aber während Keto brauche ich auch noch das hier alles, damit ich keinen Mangel entwickle.
Ich tracke ab jetzt jede Mahlzeit per App,
denn ich darf nur noch maximal 20 bis 50 Gramm Kohlenhydrat am Tag essen.
Ich versuche mal 20, aber wenn das zu hart wird, gehe ich auf 50 Gramm.
Aber wie schwer wird das schon sein?
Naja, ein Apfel hat circa 26 Gramm, eine Banane 27 Gramm
und ein Teller Spaghetti mit Tomatensauce landet schon bei über 74 Gramm.
Das heißt, dass einige Lebensmittel für diesen Monat komplett raus sind.
Nudeln zum Beispiel.
Aber was ist mit Kartoffeln?
Nein.
Reis?
Nein.
Aber Haferflocken?
Nein.
Möhren?
Nein.
Kichererbsen?
Nein.
Dann kann man ja gar nichts mehr essen.
Korrekt, du Lutscher.
Lutscher darfst du übrigens auch nicht essen.
Nein.
Was ich essen oder nicht essen darf, ist gar nicht so leicht.
Zum Glück habe ich Unterstützung von Lifesum,
eine App, die ich seit 2018 immer wieder genutzt habe.
Damals habe ich vor allem die Scan-Funktion genutzt,
mit der ich entspannt den Barcode von Produkten scannen konnte
und direkt wusste, wie viel und was ich davon esse, angeben konnte.
Inzwischen kann Lifesum aber viel mehr.
Per Foto erkennt sie das Gericht und sollte etwas irgendwie ungenau sein,
kann ich per Text eingeben, was anders ist, bis es perfekt getrackt ist.
Ich liebe das.
Es ist so schön unkompliziert,
vor allem, wenn man mal eben nebenbei was tracken möchte.
Und für mein Experiment habe ich bei Lifesum
die strenge ketogene Ernährung ausgewählt.
Eine von sehr, sehr vielen Möglichkeiten, die es in der App gibt
und habe später zum Moderaten gewechselt.
Von vegan über Clean Eating bis zur skandinavischen Diät
gibt es hier mehr als genug spannende Ernährungsformen
und eine starke Begleitung durch Lifesum.
Zumal über 1.000 Rezepte da drin sind.
Das heißt, egal, welche Ernährung ihr auswählt,
es gibt jede Menge Inspiration zum Essen.
All das bekommt ihr mit meinem Link günstiger.
Und zwar 55 Prozent auf Lifesum Premium.
55 Prozent.
Okay, cool. Wow.
Und jetzt ab in...
Ich dachte mir gerade so easy, entspanntes Frühstück,
bis ich dann gesehen habe auf meinem Tracker,
dass das ja so fast die Hälfte meines Tages jetzt schon ist
von dem, was ich hier drauf habe.
Bei veganer Keto geht es um eine perfekte Nährstoffbalance.
Das größte Problem ist es aber, genug Fett reinzubekommen,
ohne die Kohlenhydratgrenze zu sprengen.
Dann trink doch einfach Öl.
Ja gut, theoretisch möglich.
Aber nicht für mich.
Mein Magen mag so viel Öl nicht.
Damit habe ich mein Leben lang schon Probleme.
Eine gute Portion Pommes reicht schon,
damit ich ziemlich schnell zur Toilette renne.
Das wird also interessant.
Und das ist nur das erste Problem von insgesamt drei.
Es sind mehr als drei.
Aber fangen wir an mit Problem Nummer eins.
Beim ersten Tag war das nicht so schlimm.
Aber mir ist es nach dem Essen immer so schlecht.
Ja, mir ist es auf jeden Fall wirklich kotzübel.
Und das jetzt schon seit knapp zwei Stunden.
Und das ist natürlich kein gutes Zeichen,
wenn das nicht besser wird.
Schwierig ist für mich auch,
unter diesen 20 Gramm Kohlenhydraten am Tag zu bleiben.
Irgendwie rutsche ich immer so in Richtung der 50 Gramm.
Also nehme ich den Druck raus, entspanne mich
und setze mir das doppelte Ziel.
Plus 20, minus 10.
Also ich gehe hoch auf maximal 50 Gramm Kohlenhydrate am Tag.
Das scheint mir realistischer.
Diese Übelkeit nach jedem Essen
kann durch die starke Umstellung kommen.
Der Körper muss plötzlich viel mehr Fett verdauen
und kann weniger Kohlenhydrate nutzen,
worauf sich Verdauung und Stoffwechsel
erst mal einstellen müssen.
Zusätzlich können ein Mangel an Elektrolyten
und die ungewohnte, sehr fettreiche Ernährung
den Magen in den ersten Tagen überfordern.
Aber am zweiten Tag begegnet mir dann auch Problem zwei.
Ich bin so froh, dass ich vorher einen Fitnesscheck gemacht habe
und einen Gesundheitscheck,
weil sonst würde ich denken, ich bin einfach krank.
Ich habe mich gerade übergeben.
Ich glaube, ich vertrage diese Massen an Fett nicht.
Irgendwas passt da nicht.
Wo ist die Kamera?
Ah, das fühlt sich nicht mehr nach Umstellung,
sondern nach einem Problem an, oder?
Daher habe ich das die Ernährungsberaterin Julia...
Entschuldigung, Anja Jung gefragt.
Entschuldigung.
Ja, das ist durchaus normal.
Man spricht da von der sogenannten Ketogrippe,
die einsetzen kann durch die Veränderung des Stoffwechsels.
Das kann zu Symptomen führen wie eben Übelkeit oder Erbrechen,
aber auch zu sehr großer Abgeschlagenheit,
Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und sogar Verstopfung.
Diese Symptome klingen aber in der Regel sehr schnell wieder ab.
Also nach ein paar Tagen sollte man sich eigentlich deutlich besser fühlen.
Jeder Körper ist anders.
Und es kann sein, dass deiner ganz anders
mit einer solchen Umstellung umgehen würde.
Meiner macht es halt so.
Und an Tag drei überrascht mich dann das dritte Problem.
Jeden Tag ein neues Problem.
Was ist es dieses Mal?
Haarausfall, Hautausschlag, die Kotzerei?
Hm? Was ist Problem Nummer drei?
Ich habe Kopfschmerzen bekommen.
Okay, einige wissen das vielleicht,
aber dieses Problem ist komplett erwartbar gewesen
bei ketogener Ernährung, vor allem vegan.
Sie gilt nicht umsonst als die Ernährungsform
mit der größten Abbruchrate.
Daher sind Studien dazu auch so schwierig.
Viele Teilnehmende brechen die ketogene Ernährung
aufgrund ihrer Vorgaben oder Nebenwirkungen
wie heftigen Kopfschmerzen bei der sogenannten Ketogrippe
vorzeitig ab, wodurch Langzeitstudien schwieriger durchzuführen
und ihre Ergebnisse nur eingeschränkt vergleichbar sind.
Okay, wow.
Solch heftige Kopfschmerzen hatte ich
seit meinem radikalen Zuckerverzicht nicht mehr.
Da ich so gut wie keinen Industriezucker mehr zu mir nehme,
aber gerne Obst, denke ich,
dass es der Fruchtzucker ist, der hier fehlt.
Da Obst oft zu viele Kalorien für diese Ernährungsform hat,
esse ich maximal so eine Handvoll Beeren am Tag.
Ganz anders als vorher.
Und an Tag vier kommt endlich der Laserfokus
und die Klarheit und die Definition deiner Muskeln.
Ja.
Okay, also an Tag vier gibt es wirklich
einen ersten positiven Effekt.
Allerdings begleitet von einem weiteren nicht so schönen.
Aber steigen wir mal mit dem Guten ein.
Ich habe keinen Hunger.
Also das Hungergefühl, das funktioniert gut.
Ich glaube, es liegt am vielen Öl.
Also nachdem ich das Öl zu mir genommen habe
oder Sachen mit viel Öl,
kommt halt dieses unangenehme Gefühl.
Meine Laune ist am Tiefpunkt.
Ich merke, ich bekomme so Aggressionsspikes.
Ich habe so keinen Bock mehr auf diese Diät.
Ich habe jetzt in drei Tagen zweieinhalb Kilo abgenommen.
Abnehmen war zwar nicht der Plan,
aber ich habe jetzt auch nichts dagegen aktuell.
Ist das dann jetzt ein erster Erfolg?
Es zeigt auf jeden Fall, dass etwas passiert.
Und auch ein erster Urintest weist darauf hin,
dass die Ketose losgeht.
Er springt von 0 auf 5.
Um zu kontrollieren, ob mein Körper sich insgesamt umstellt,
messe ich mehrmals täglich meinen Blutzuckerwert.
Diabetiker kennen das.
Und einmal täglich meine Keto-Werte über den Urintest.
Das letzte Experiment, nee, nee, nee.
Ich wollte gerade sagen,
das letzte Experiment,
was so viel Disziplin von mir erfordert hat, war Rohkost.
30 Tage Rohkost, aber das stimmt nicht.
Bei 30 Tagen Rohkost konnte ich so viel Rohkost essen, wie ich will.
Jetzt finde ich es schwieriger,
weil ich auf Kalorien achte
und versuche, genug Fett zu bekommen
und genug Protein.
Aber ich finde es total schwierig.
Du kannst nicht mal sagen, ich esse jetzt mal spontan einen Apfel.
Da musst du halt sofort gucken,
ob du damit irgendwie über deine Kohlenhydrate kommst.
Ich bin ja bei um die 90 gestartet
und jetzt bin ich bei ungefähr 84, 85.
Das weiß ich nicht, ob das so gesund ist.
Aber krass bei dem ganzen Fett, das ich mir reinballere,
das ich trotzdem abnehme.
Das ist beeindruckend.
Dieser schnelle Gewichtsverlust am Anfang
kommt vor allem durch Wasser aus leeren Kohlenhydratspeichern.
Also das ist einfach Wasser, das der Körper verliert.
Das ist ganz normal und eben kein direkter Fettverlust.
Ein Teil davon kommt zurück,
sobald wir wieder normal Kohlenhydrate zu uns nehmen,
also mehr Kohlenhydrate zu uns nehmen.
Dauerhafter Fettverlust entsteht nur durch ein Kaloriendefizit.
Moment, heißt das, die ketogene Ernährung ist eine Jojo-Diät?
Also wenn man sich ketogen ernährt hat
und wieder umstellen möchte auf die normale Ernährung,
dann kann es stoffwechseltechnisch zum, ich sag mal, Stolpern kommen.
Das heißt, die Insulinantwort, der Bauchspeicheldrüse,
ist es nicht mehr gewohnt, so schnell zu reagieren.
Sie hat vielleicht auch eine überschießende Wirkung.
Das heißt, es kommt zu erhöhten Blutzuckerwerten,
was sich dann auf das Gewicht niederschlagen kann.
Es kommen meinetwegen auch Gelüste auf, die man wieder stillen möchte.
Die Glykogenreserven in den Muskeln müssen wieder gefüllt werden.
Das heißt, Wassereinlagerungen lassen das Gewicht hochgehen.
Ja, und wenn man während der ketogenen Ernährung Gewicht verloren hat,
dann ändert sich natürlich auch der Kalorienbedarf.
Und wenn man wieder umstellt auf eine gewohnte Ernährung,
wie man sie zuvor gehandhabt hat,
dann kann das natürlich auch dazu führen,
dass es hyperkalorisch ist und man dadurch Gewicht zunimmt.
Aber das hängt auch alles so ein bisschen davon ab,
wie lange man diese ketogene Ernährung durchgehalten hat
und wie abrupt dann auch der Wechsel wieder stattfindet.
Es dauert fast eine Woche, bis ich den nächsten deutlichen Effekt spüre.
Und leider kommt er wieder in Begleitung eines nicht so schönen Nebeneffekts.
Außerdem sorgt dieser dafür, dass ich ernsthaft daran zweifle,
ob der positive Effekt überhaupt real ist.
Spoiler, ist er nicht.
Ich habe das Gefühl, ich war den ganzen Vormittag auf jeden Fall müder
und hatte weniger Energie und hatte auch so ein krasses Tief.
Nach dem Mittagessen der Standard erst mal,
mir ist schlecht und es ist zu viel und ich bin so ein bisschen voll.
Und dann ungefähr so eine Stunde, anderthalb später ist es dann weg.
Man ist gefühlt viel wacher, viel klarer.
Aber ich weiß auch gar nicht, ob das stimmt,
weil man davor einfach immer so am Arsch ist und so fertig.
Und auch jetzt würde ich sagen,
ich bin auf keinen Fall auf meiner,
vor allem körperlich, auf meiner Höchstleistung.
Ich bin schon geschwächt.
Definitiv.
Anfangs ist es schwierig für mich, immer den perfekten Wert zu treffen.
Manchmal ist es zu viel Protein, dann zu wenig Fett.
Hauptsache, die Kohlenhydrate bleiben unter 50 Gramm.
Und das läuft irgendwann sehr stabil.
Und ich erreiche meine Werte immer besser.
Und dann passiert es.
Mein Körper passt sich an.
Das merke ich übrigens nicht, weil ich Laserfokus entwickel.
Leider nein, sondern weil meine Körperwerte es zeigen.
Meine Blutwerte spiken nicht mehr.
Und der Keto Urintest ist auf 15 gesprungen.
Und jetzt bin ich also mittendrin in der Ketose.
Ja, aber wie geht es dir psychisch und körperlich so?
Bist du im Laserfokus, Janji?
Im Gegenteil.
Und ich habe Schwindelgefühle, Konzentrationsprobleme.
Ich fühle mich wirklich die ganze Zeit so, als würde ich gleich umgehen.
Die Herzrate ist ein bisschen höher als sonst.
Ich habe für dieses Experiment extra ein Smartboard geschrieben.
Auch wenn meine Werte gut sind, ist mein Körper offenbar noch in der Umstellung.
Und nutzt weder Zucker noch Ketone optimal.
Durch Keto sinkt der Insulinspiegel und dadurch scheiden die Nieren mehr Salz.
Und damit auch mehr Elektrolyte wie Kalium und Magnesium aus.
Selbst wenn ich versuche, das auszugleichen.
Das kann dann zu Schwindel, Herzklopfen und Konzentrationsproblemen führen.
Ist das jetzt Teil des Fortschritts oder stürze ich in Wirklichkeit gerade komplett ab?
Ich habe gerade beim Treppenhochgehen nicht Atemprobleme bekommen,
sondern meine Muskeln, meine Arme waren so müde.
Und ich achte darauf, dass ich genug Protein zu mir nehme.
Ich bin in Bewegung, ich gehe spazieren, ich mache Yoga.
Ich mache quasi aktiv sogar mehr, als ich sonst mache.
Und trotzdem habe ich das Gefühl, ich baue gerade total ab.
Mit 50 Gramm Kohlenhydraten am Tag kann die vollständige Anpassung länger dauern.
Bei der superstrengen Keto-Diät mit nur 20 Gramm Kohlenhydraten am Tag geht es schneller.
Aber die habe ich nie in perfekter Balance geschafft.
Irgendwas hat immer gefehlt.
Also heißt es durchhalten.
Und macht das Spaß?
Es macht null Spaß.
Ich muss ganz ehrlich sagen, es macht null Spaß.
Also ich finde für mich persönlich ist voll das gestörte Verhältnis zu Essen, das gerade entsteht.
Und das ist ein Problem.
Ich weiß, dass ich das jetzt nur einen Monat maximal mache.
Aber ich kann mir vorstellen, dass aus dieser Art sich zu ernähren,
sehr schnell eine Essstörung entsteht.
Dazu wurde und wird aktuell viel geforscht.
Denn ketogene Ernährung gilt im Moment noch als eine experimentelle Ernährungsform.
Ich erlebe keine mentale Klarheit.
Das Gegenteil.
Ich habe Konzentrationsprobleme.
Die werden auch nicht besser.
Müde bin ich nicht mehr so.
Es ist eher wirklich dieses Fokus-Problem.
Ich bin ja sonst jemand, der sich sehr gut konzentrieren kann.
Was mir auch sehr hilft, worüber ich stolz bin, was mir bei der Arbeit hilft.
Ich kann, seit ich das angefangen habe mit der ketogenen Ernährung, nicht mehr gut arbeiten.
Ich habe wirklich Probleme.
Meine Werte sind weiter gut.
Blutwerte, Ketonwerte.
Aber mir geht es immer schlechter.
Mein Wohlbefinden ist auf einem Allzeit-Tief.
Gut, dass ich mein Hauptcoreshirt trage.
Ist übrigens auch der Merch des Monats.
In der dritten Woche wird es dann wirklich unangenehm.
Und zwar so sehr, dass mein Freundeskreis mich bittet, das Experiment abzubrechen.
Und trotzdem erlebe ich am Ende des Experiments etwas, das ich nie erwartet hätte.
Ein jahrelanges körperliches Problem löst sich einfach auf.
Sekunde.
Erst will ich wissen, warum du dir das alles antust.
Hä? Optimierung ist nie das Ziel bei meinen Experimenten.
Also, bei Optimierung kennst du dein Ziel schon und willst nur effizienter dorthin kommen.
Die Psychologie unterscheidet Optimierung aber von dem, was ich mache.
Erkundung.
Du kennst das Ziel nicht und findest es erst durch den Prozess.
Und genau das mache ich.
Wenn es mir nicht gut geht, ändere ich etwas und finde heraus, was für mich besser funktioniert.
Und das behalte ich dann bei.
Wie Yoga zum Beispiel.
Denn Routinen halten länger, wenn man selbst herausfindet, was wirklich zum eigenen Leben
passt, statt einfach irgendwas zu übernehmen, was so Influencer im Internet sagen.
Und das kann ich auch nur empfehlen.
Also findet selber raus, was für euch funktioniert.
30 Tage unter einer Decke bleiben und dich ausblenden.
Zum Beispiel.
Aber mein größtes Problem ist dieses Gefühl von unglücklich sein.
Ich möchte mich nicht so fühlen.
Weil das wirkt sich natürlich gerade auf alles aus.
Also die Konzentrationsprobleme und dieses emotionale Gefühl wirkt sich auf alles aus.
Auf mein persönliches Umfeld, auf meine Arbeit.
Ich habe auch wirklich, meine Motivation ist gerade, sehr geringe Dinge zu tun.
Ich will nicht mehr.
Ich habe keine Ahnung, warum es mir so schlecht geht.
Warum ich so schlecht gelaunt bin.
Warum ich so keine Lust mehr habe.
Das ist so eine extreme Auswirkung, nur durch eine Ernährungsform.
Es muss noch irgendwas anderes dahinter stecken.
Ich kann mir das nicht erklären.
Ich weiß aber nicht, was es sonst gerade sein kann.
Aber ich will nicht mehr.
Als am Tag 17 dann auch noch sehr düstere Gedanken dazukommen,
bittet mein Freundeskreis mich abzubrechen.
Und ich überlege ernsthaft, dieser Empfehlung auch zu folgen.
Wieso musst du denn noch überlegen?
Dir geht es seit Wochen super schlecht.
Ja, das ist ein Problem.
Und das habe nicht nur ich.
Menschen, die gelernt haben, ihren Selbstwert ausschließlich
über Leistung und Belastbarkeit zu definieren,
zwingen sich eher dazu, Dinge durchzuziehen.
Etwas nicht zu schaffen oder sogar aufzugeben,
selbst wenn es gesünder wäre, wird im Kopf nicht als Selbstschutz,
sondern als persönliches Versagen gewertet.
Vor allem Männer sind sehr gut darin, physische Signale zu ignorieren.
Die Angst vor Scham ist da oft schwerer als das eigene Leid.
Für Menschen, die in der Kindheit auch schon viel aushalten mussten,
zum Beispiel im Elternhaus, ist dieses Verhalten noch ausgeprägter.
Stichwort Entwicklungstrauma.
Ich dachte eigentlich, ich hätte diese alten Muster überwunden.
Aber ich habe ja auch in den letzten Videos angedeutet,
dass da in letzter Zeit viel von früher hochkommt, was Beachtung braucht.
Was auch Beachtung braucht, ist mein Adoniskörper.
Das bist überhaupt nicht du, das ist Tim Jacken.
Der hat nämlich 2024 über einen längeren Zeitraum vegetarisch-ketogen gelebt.
Er hat mir erzählt, dass er parallel jeden Tag Sport gemacht hat
und Käse bei ihm gegen den Heißhunger geholfen hat.
Und dann hat er aufgehört?
Gute Frage, fragen wir ihn selber.
Ich habe Keto immer so verstanden, dass man es kurzfristig mal macht,
um sich so ein bisschen durchzuspülen.
Und das waren auch immer meine Intentionen dabei,
neben ein, zwei weiteren noch.
Aber es hat sich immer so wie ein Reset vom Körper angefühlt.
Aber ich wüsste nicht, warum man einen dauerhaften Reset machen muss.
Sondern das macht man einmal für ein paar Monate.
Und dann lebt man halt wieder normal weiter, sag ich mal.
Ich glaube, eine Sache, die Josef und ich grundlegend unterschiedlich gemacht haben,
ist, dass Josef ja keinen Kaffee trinkt.
Und Kaffee hat mich tatsächlich in meiner Keto-Diät immer gerettet.
Weil ihr müsst euch vorstellen,
diese ersten beiden Wochen, eure ganze Energie fehlt euch.
Und dementsprechend habe ich wirklich sehr, sehr viel Kaffee geballert.
Und weil Josef ja keinen Kaffee trinkt oder keinen Koffein mehr zu sich nimmt,
kann ich mir vorstellen, dass das wirklich anstrengend ist.
Also wirklich.
Für mich ist die ketogene Ernährung bisher wirklich eine Qual.
Und trotzdem werde ich am Ende einen,
und das ist keine Übertreibung, lebensverändernden Effekt erleben.
Also ich hatte das Gefühl, ich war ausgeglichener.
Ich hatte ein besseres Energiemanagement.
Ich konnte mich besser konzentrieren.
Muss aber sagen, dass irgendwann die Vorteile kleiner wurden
und die Nachteile dann irgendwann so viel größer wurden,
weil da wirklich sehr viele Sachen weggefallen sind bei mir.
Also halt überhand genommen hat und ich mich deswegen entschieden habe,
die Diät wieder abzubrechen und halt wieder normal mit Kohlenhydraten zu essen.
War aber von vornherein auch so geplant,
dass ich das nur für eine bestimmte Zeit mache und nicht für immer.
Wir betreten gleich eine Achterbahn.
Es geht hoch und runter und keiner von euch wird drauf kommen, wo wir ankommen.
Aber erst mal gibt es eine Überraschung.
Ich esse jetzt seit gestern wieder normal.
Das macht einen Riesenunterschied mit meiner Laune.
Du hast abgebrochen? Loser.
Ja, weil es einfach nicht besser wurde.
Ich war depressiv, aggressiv und unglücklich.
Statt mehr Energie gab es keine Konzentration mehr,
sondern nur dauerhafte Erschöpfung.
Dann hast du was falsch gemacht.
Was sagt denn die Expertin?
Du bist nicht die Expertin.
Die Expertin ist leider krank, hat mich aber mit Informationen versorgt.
Beschwerden dieser Art können durch eine langsame Umstellung auf Ketose,
zu hohe Elektrolyteverluste oder durch Nährstoffmangel entstehen.
Einige Studien weisen zudem darauf hin,
dass eine sehr kohlenhydratarme Ernährung
bei manchen Menschen die Stimmung stark verschlechtern kann.
Studien zeigen dazu jedoch keine eindeutigen Ergebnisse.
Verschwinden die Beschwerden nach dem Ende der Diät,
kann aber hier ein Zusammenhang bestehen.
Und trotz allem hat Keto
eine nachhaltige körperliche Veränderung bei mir ausgelöst.
Und darüber bin ich wirklich froh.
Okay, und das ist ein Effekt, mit dem ich null gerechnet habe.
Ich vertrage inzwischen Öl.
Ich bekomme selbst dann keine Magenprobleme mehr,
wenn ich mir extrem öliges Essen reinhaue.
Das ging vorher gar nicht.
Und ich habe jetzt auch mehr Spaß an so gesundem, fettigem Essen,
was es ja durchaus gibt.
Also dieses Phänomen ist jetzt nicht unbedingt in den Büchern zu finden,
ist kein typisches Folgesymptom,
aber lässt sich eventuell auch
durch diese Stoffwechselveränderung oder Umstellung erklären.
Denn du wirst ja wahrscheinlich
während dieser ketogenen Ernährung
deutlich fettreicher gegessen haben.
Das heißt, deine Gallensaftproduktion
und auch das Reservoir in deiner Gallenblase
wurde höchstwahrscheinlich über diese Zeit
der ketogenen Ernährung trainiert,
sodass sie auch mit abrupt größeren Fettmengen
einfach jetzt besser klarkommt.
Und dieser Trainingseffekt, der wird sich einfach noch zeigen.
Und ich drücke die Daumen, dass das so bleibt.
Mein Gewicht ist auch stabiler geworden.
Es war in den letzten Monaten immer so im Jojo
zwischen so 85 und 90 Kilo.
Und seit dem Ende des Experiments
bin ich stabil auf 83, 84 Kilo.
Oh, und eine Sache hat sich noch sehr stark verändert.
Ich esse viele kleinere Portionen seitdem.
Unterm Strich, auch wenn dieses Experiment
wirklich eine Qual war und ich das nie wieder machen möchte,
gab es schon deutlich positive Effekte auch,
die mir aber nicht das Leid und die Qual wert wären,
die ich erlebt habe.
Also ich würde es nicht noch mal machen.
Bevor ich diese Decke hochhebe, sage ich,
ketogene Ernährung würde ich nur mit ärztlicher Begleitung
und am besten im Urlaub empfehlen.
Beziehungsweise eigentlich würde ich es gar nicht empfehlen.
Es hat zwar meine Ölunverträglichkeit aufgelöst
und das ist toll,
aber das, was es zwischenzeitlich mit meiner Laune
und meinen Gedanken gemacht hat, war gruselig.
Und ich würde sagen, jetzt ich.
Ja, wer hat denn die Gags geschrieben?
Ich?
Du kannst dir keine gute Autorin leisten, Junge.
Aber die Stimme...
...liegt an der Decke, guck.
Hallihallo, meine Gags sind low.
Nicht jeder Foodtrend oder jede Ernährungsform
muss mitgemacht werden.
Es ist immer gut, sich vorher zu informieren,
was es bedeutet,
wenn man den Körper so einer krassen Umstellung aussetzt.
Ketogene Ernährung hat rein von dem,
was sie machen soll, Ketose auslösen,
gut bei mir funktioniert.
Aber sie hat mich unglücklich gemacht
und daher ist sie für mich keine Option.
Vegan leben, Intervallfasten, Zucker reduziert,
da sehe ich mich.
Also sei nicht so streng mit dir.
Eins nach dem anderen.