Peking und Caracas sprachen einst von „Allwetterpartnerschaft“ und „eiserner Freundschaft“. Doch diese blumigen Beschreibungen der Beziehungen zwischen China und Venezuela sind für Peking zu einer heißen Kartoffel geworden. Das kommunistische Regime Chinas gerät nach Maduros Verhaftung durch die USA wirtschaftlich, militärisch sowie politisch unter Druck.
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Willkommen zum Epoch Times Podcast mit dem Thema Schreckensszenarien für Chinas Führung.
Nach Maduro's Sturz – Die eiserne Freundschaft mit Venezuela setzt Peking unter Druck.
Eine Analyse von Ian Huckmayer vom 8. Januar 2026.
Am Mikrofon Alexander Sieber.
Peking und Caracas sprachen einst von Allwetterpartnerschaft und eiserner Freundschaft.
Doch diese blumigen Beschreibungen der Beziehungen zwischen China und Venezuela sind für Peking
zu einer heißen Kartoffel geworden.
Das kommunistische Regime Chinas gerät nach Maduros Verhaftung durch die USA wirtschaftlich,
militärisch sowie politisch unter Druck.
Damit hatte niemand gerechnet.
Nur einen Tag nachdem Nicolas Maduro den chinesischen Sondergesandten Qiu Xiaoqi in seinem Residenzpalast
Miraflores empfangen hatte, saß der ehemalige venezolanische Machthaber in einem New Yorker
Gefängnis.
Seine Festnahme durch das amerikanische Militär hat Peking schockiert.
Der entstandene Schaden könnte sich langfristig nachteilig für die kommunistische Führung
Chinas auswirken.
Am 13.
September 2023 hatten Peking und Caracas ihre bilateralen Beziehungen zu einer strategischen
Partnerschaft für alle Wetterlagen ausgebaut.
Bei seinem Treffen mit Maduro in Moskau im Mai 2025 bezeichnete Chinas Staats- und Parteichef
Xi Jinping die chinesisch-venezolanischen Beziehungen als eiserne Freundschaft.
Kurz vor seiner Verhaftung äußerte Maduro bei dem Treffen mit dem chinesischen Vertreter
Qiu noch, Zitat,
Ich danke Präsident Xi Jinping für seine unerschütterliche brüderliche Freundschaft,
die der eines älteren Bruders gleicht.
Zitat Ende.
Milliarden Schulden Venezuelas an China stehen auf dem Spiel.
Laut The Diplomat war, Zitat,
die bedingungslose politische, diplomatische und wirtschaftliche Unterstützung durch Peking
entscheidend dafür, dass das bolivarische Regime von Chavez bis Maduro an der Macht
bleiben konnte.
Zitat Ende.
Im Jahr 2007 nahm Venezuela während der Präsidentschaft von Hugo Chavez einen sogenannten Petro-Kredit
in Höhe von 60 Milliarden US-Dollar von Peking auf.
Die Rückzahlungen waren direkt an die Lieferung von Rohöl gekoppelt.
Dadurch wurde China zum größten Gläubiger Venezuelas und sicherte sich eine stetige
Versorgung mit günstigem Öl.
Venezuela verfügt über die weltweit größten nachgewiesenen Ölvorkommen, während China
der weltweit führende Ölimporteur und Venezuelas wichtigster Rohölabnehmer ist.
Laut einem Bericht von Reuters exportierte Venezuela im Dezember 2025 über 600.000 Barrel
Rohöl pro Tag nach China.
Dies entsprach etwa vier Prozent der gesamten Ölimporter des Landes.
Laut einer Studie des Forschungsinstituts AidData an der University of William and Mary
hat China in den vergangenen zwei Jahrzehnten fast 106 Milliarden US-Dollar in Venezuela
investiert, vorwiegend im Rahmen des Infrastrukturprojekts One Belt, One Road, auch Neue Seidenstraße
genannt.
Venezuela schuldet China nach aktuellen Schätzungen heute noch etwa 13 bis 15 Milliarden US-Dollar
an bilateralen Krediten, die häufig durch Öllieferungen abgesichert sind.
Trump erklärte bei einer Pressekonferenz am 3.
Januar, dem Tag nach der Verhaftung Maduros, dass China weiterhin Öl erhalten werde.
Er fügte hinzu, die Vereinigten Staaten würden venezolanisches Öl weltweit unter ihre Kontrolle
verkaufen.
Der in den USA lebende chinesische Ökonom David Chun Huang erklärte gegenüber der chinesischsprachigen
Epoch Times, dass China langfristig kaum von günstigen Ölimporten aus Venezuela profitieren
werde.
Diese Lieferungen seien nur vorübergehend gewährleistet.
Schon innerhalb von sechs Monaten bis zwei Jahren würden die meisten venezolanischen
Exporte wegen des Wettbewerbsvorteils amerikanischer Raffinerien wieder in die USA gehen.
Dann müsste China wieder mehr bezahlen.
Zudem müsste Peking dann wahrscheinlich auch die Kredite neu verhandeln.
Zitat, der Sturz Maduros würde nicht unbedingt zu einem vollständigen Streichen der chinesischen
Schulden führen, aber er würde bestimmte undurchsichtige heimliche Vereinbarungen ungültig
machen, so Huang.
Chinas Radarsysteme versagten
Was Peking ebenfalls Sorge bereitet, ist die blitzschnelle Gefangennahme Maduros durch
das US-Militär, die einen militärischen Misserfolg für die kommunistische Partei
Chinas darstellt.
Dabei wurden chinesische Radarsysteme von den amerikanischen Elektroanlagen ausgeschaltet.
Seit Jahren investiert Venezuela massiv in den Aufbau seiner Luft- und Bodenabwehrsysteme.
Diese wurden von dem Regime als eines der modernsten Verteidigungssysteme Südamerikas
gepriesen, erwiesen sich jedoch als unwirksam.
Das Luftabwehrsystem umfasst mehrere Radartypen des chinesischen Staatskonzerns China Electronics
Technology Group Corporation, darunter das Langstreckenüberwachungsradar JYL-1 und das
mobile Luftüberwachungsradar JY-27 mit einer Reichweite von über 380 Kilometern.
Die chinesische Propaganda preist es als Anti-Stealth-Waffe, die gegen Tarnkappenflugzeuge einsetzbar
ist.
Der ehemalige Dekan der Hochschule für Politische Kriegsführung an der Nationalen Verteidigungsuniversität
Taiwans, Yu Tsung-Chi, erklärt gegenüber der Epoch Times, dass die Misserfolge des
chinesischen Radarsystems die Folge der langjährigen Abhängigkeit von innerstaatlicher Propaganda
als Ersatz für reale Kampfabprobung seien.
Zitat
Auf dem Paradeplatz mag man perfekt gedrillt und überlegen erscheinen, aber ohne Bewährung
im Kampf bleibt es letztlich nur ein theatralisches Spektakel, so Yu.
Bei einer großen Militärparade im Zentrum Pekings im September 2025 wurden fortschrittliche
Waffen- und Kampfsysteme als weltweit führend und, Zitat, in der Lage, das US-Militär umfassend
zu übertreffen, angepriesen.
Im Oktober 2025 berichteten mehrere chinesische Medien unter Berufung auf venezolanische Militärangaben,
dass die Radarsysteme die US-amerikanischen F-35 und F-22-Kampfflugzeuge erfolgreich entdeckt
hätten.
Diese Fähigkeit wurde auf die technische Überlegenheit des JY-27-Radars zurückgeführt.
Yu bemerkte, dass die jüngste US-Militäroperation in Venezuela eine besondere Ironie in sich
trage, denn dabei wurden auch F-35 und F-22-Kampfflugzeuge eingesetzt.
Warum haben Pekings Systeme versagt?
Yu betonte, dass der wahre fatale Fehler der chinesischen Militärausrüstung in, Zitat,
einer irreparablen Kluft zwischen experimentellen Daten und realen Kampfdaten liege.
Er wies darauf hin, dass sowohl die chinesische als auch die russische Waffenentwicklung unter
strenger Geheimhaltung und abgeschirmt von externer Kontrolle stattfinde.
Die meisten Leistungskennzahlen stammen aus Labortests, Simulationsberechnungen oder
internen Bewertungen, denen ein strenger Validierungsprozess auf dem Schlachtfeld fehle.
Heute Maduro, morgen Xi Jinping?
Doch für Peking sind die wirtschaftlichen und die militärischen Verluste möglicherweise
nicht die schwerwiegendsten Folgen von Maduros Sturz.
Die Reaktionen des chinesischen Volkes auf die US-Militäroperation könnten unter der
kommunistischen Führung Chinas Befürchtungen auslösen.
Das Ende ihrer Macht.
Am 4. Januar verurteilte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums während
einer Pressekonferenz die Vereinigten Staaten dafür, dass sie Gewalt gegen einen souveränen
Staat angewendet und dessen Präsident festgenommen hätten.
Er erklärte, die USA hätten den Frieden und die Sicherheit in Lateinamerika bedroht
und forderte die sofortige Freilassung der Betroffenen.
Einige Internetnutzer und staatliche Medien nahmen jedoch eine andere Haltung zur Festnahme
Maduros ein.
Auf der chinesischen Social-Media-Plattform Douyin gab es zu einem Beitrag der staatlichen
Nachrichtenagentur China News Service über die Festnahme über 40.000 Kommentare, von
denen viele die chinesische Führung offen verspotteten und lächerlich machten.
Ein Internetnutzer aus der Provinz Shandong witzelte,
Zitat, wenn das Vaterland mich braucht, schickt mich zur Verhandlung in die USA, um Maduro
zu befreien.
Wenn die Gespräche scheitern, komme ich nicht mehr zurück.
Zitat Ende.
Ein anderer Nutzer schrieb, Zitat, könnte Präsident Trump etwas großzügiger sein?
Laden Sie ein paar mehr Gäste zum Bankett ein, nur ein voller Tisch sorgt für Weltfrieden.
Zitat Ende.
Noch deutlicher wurde ein anderer Nutzer, Zitat, wenn nur die USA so entschlossen gegen
die kommunistische Partei Chinas und Xi Jinping vorgehen würden, heute Maduro, morgen Xi Jinping.
Zitat Ende.
Ob eine ähnliche Verhaftung von Chinas KP-Führer Xi Jinping wie die von Maduro am 3.
Januar möglich ist, ist ungewiss.
Allerdings hat der amerikanische Buchautor und Pentagon-Reporter für The Washington
Times Bill Gertz am 28.
Dezember ein anderes Szenario auf X dargestellt, Zitat, ein Drohnenangriff wie der auf Suleymaniye
würde sich in Peking für jedes Mitglied des Ständigen Ausschusses des Politbüros
einschließlich des Vorsitzenden der Zentralen Militärkommission Xi wiederholen, wenn ein
militärischer Angriff auf Taiwan gestartet würde.
Eine Macht, die die Volksbefreiungsarmee Chinas aufhalten kann.
Die KPCh würde wie ihr sowjetischer Vorläufer auf dem Müllhaufen der Geschichte landen.
Zitat Ende.
Qasem Soleimani war ein iranischer General und langjähriger Kommandeur der Al-Quds-Brigaden,
einer Sondereinheit der iranischen Revolutionsgarden.
Er wurde am 3.
Januar 2020 in den frühen Morgenstunden bei einem gezielten US-Drohnenangriff in der Nähe
des internationalen Flughafens von Bagdad getötet.
Der Angriff wurde von Präsident Donald Trump autorisiert.
Zukunftsszenarien für China Ein Beamter in China, der aus Sicherheitsgründen
das Pseudonym Chaoyi verwendet, sagte gegenüber der chinesischsprachigen Epoch Times, die
Berichte über Maduros Verhaftung seien spannend und sehr beeindruckend.
Zitat Niemand möchte unter einer Diktatur leben, sagte er.
Chao fügte hinzu, dass das chinesische Regime die Diskussion über diese Nachrichten nicht
gänzlich blockiert habe, was darauf hindeute, dass die Behörden nicht mehr in der Lage
seien, die Informationen vollständig zu unterdrücken.
Ein chinesischer Jurist, der sich aus Sicherheitsgründen nur unter dem Pseudonym Yang Ming bezeichnet,
sagte gegenüber Epoch Times, Zitat Es war wirklich schockierend.
Für mich demonstriert es die Handlungsfähigkeit der Trump-Regierung.
Sobald sie ein Ziel ins Visier genommen hat, handelt sie entschlossen, Zitat Ende.
Laut Yang wachse unter den Menschen, die er kennt, darunter auch Kollegen aus dem Justizbereich,
die Erwartung für Veränderungen, Zitat Viele Menschen hoffen insgeheim,
dass 2026 das Jahr sein wird, in dem die KPCH zusammenbricht, sagte er.
Er verwies auch auf die verschärften inneren Sicherheitsmaßnahmen Chinas
rund um die Neujahrsfeierlichkeiten sowie auf die Aufhebung der mautfreien Fahrt während
der Feiertage hin.
Er sah darin ein Zeichen der Besorgnis innerhalb der Führung.
Seiner Ansicht nach haben solche Massnahmen die Spekulationen der Öffentlichkeit über
die politische Instabilität Chinas nur noch verstärkt.