STANDPAUKE: "Es wird jetzt echt ruckelig und mühsam" - Johannes Teyssen über die "bekloppte" Politik

Steuern mit Kopf mit Steuerberater Roland Elias
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01.01.2025
Johannes Tyson, der ehemalige Chef des Energiekonzerns E.ON, hat sich in einem neuen Interview mit
dem Handelsblatt zur wirtschaftlichen Situation in Deutschland als auch zum Kernkraft aus
geäußert.
Seine Worte, das ist bekloppt und es gibt große Zweifel an Deutschland.
Wir schauen uns Auszüge dieses Interviews an, wo man ganz klar sieht, man hätte vor
über 10 Jahren den richtigen Hebel in Bewegung setzen müssen, damit Deutschland sich all
das leisten kann, was wir uns jetzt heute nicht mehr leisten können.
Nicht nur wirtschaftlich, steuerpolitisch als auch natürlich bürokratisch wird es
in den nächsten Jahren ordentlich kritisch, sondern auch noch in anderen Bereichen könnte
es zu gesellschaftlichen Spannungen kommen.
Wir schauen uns Auszüge aus dem Interview an und damit herzlich willkommen zu einem
neuen Video hier auf diesem Kanal.
Ja, Robert Habeck und Olaf Scholz, die letzten beiden Verbleibenden der gescheiterten Ampelkoalition
in einer jetzt gescheiterten Rot-Grüne-Koalition und es ist mal wieder so, dass sich die Frage
stellt, wird es am Ende noch die ein oder andere Entscheidung geben, die vielleicht
an dem Ende noch einmal sozusagen ein Wiederauferleben der deutschen Wirtschaft zufolge haben könnte.
In einem aktuellen Handelsblatt Plus Interview hat hier im Grunde der Ex-EHON-Chef Johannes
Theissen hier geschrieben, gesagt, es gibt große Zweifel an Deutschland.
Er geht auch viele Punkte ein, die auch, sage ich mal, jetzt wieder diskutiert werden.
Zur Information, laut Wikipedia war auch er einer der wenigen prominenten energiepolitischen
Sprecher, die sich gegen das Kernkraft ausgestellt haben, weil damals schon klar war, welche
Verwerfungen es geben wird.
Ohne eine Kombination aus erneuerbaren und an der Stelle Kernkraft hat er damals schon
gesagt, würde Deutschland scheitern.
Jetzt, mittlerweile 14 Jahre später, spricht er im Norden-Handelsblatt Interview von Gruselbürokratie
und vor allem natürlich auch weiteren kritischen Situationen.
Und es ist spannend, wenn man sich die Aktualisation anschaut, allein hier, wie vor 30 Jahren das
durchschnittliche Einkommen war in Deutschland, z.B. auch in Europa und in den USA.
Mittlerweile ist es so, dass das, sage ich mal, Einkommen des Durchschnittsbürgers
mittlerweile bloß noch bei zwei Drittel dessen im Vergleich der USA liegen.
Das heißt, während die USA in den letzten Jahrzehnten weiter gewachsen sind, haben
wir es uns in Deutschland und Europa relativ gemütlich gemacht.
Und am Ende stehen auch die großen Themen von Robert Habeck und den Grünen, wie z.B.
grüner Stahl, Batterietechnologie, Halbleiter und, und, und alles vor dem Aus.
Denn die Unternehmen sind entweder pleite oder sie wollen aufgrund der extremen Energiekosten
nicht mehr in Deutschland investieren.
Er sagt im Grunde, Johannes Tyson hier wörtlich, wenn man im Grunde bei den Fußballvergleichen
bleibt, Deutschland muss jedes Jahr in die Relegation und schafft es gerade noch, den
Abstieg zu vermeiden.
Aber der Abstand zu den realen Matriz dieser Welt wird immer größer und wir, wir spielen
lieber gegen unseresgleichen in der Mittelklasse und klammern uns daran, dass früher alles
gut war und bestimmt auch wieder gut wird.
Doch sind wir mal ganz ehrlich, was man gerade vergisst ist, dass wir in einer neuen Zeit
leben.
Gerade der indische und auch asiatische Markt hat ca. 2,6 bis 3 Milliarden Menschen, die
auf den Mittelstand drängen, also die wollen Mittelstand werden, die haben eine gewisse
Power und einen Dampf dahinter, der vor allem auch zu unserem Problem werden könnte.
Wenn nicht, wie er es sagt, wer dem Volk die Wahrheit sagt, macht sich unbeliebt.
Die Menschen wurden über zig Jahre eingelohnt, die Politik hat sich in den letzten Jahren
angewöhnt, immer dort, wo Krankheitssymptome auftauchen, noch mehr Geld drüber zu kippen.
Sei es im Sozialen, sei es mit Subventionen, alles Steuergeld subventioniert bzw. durch
Steuergelder umverteilt.
Doch da ist das große Problem, denn die Wahrheit ist, viele Politiker müssten jetzt endlich
mal es einsehen und da gehören auch Friedrich Merz, Robert Habeck und Olaf Scholz dazu und
sagen, wie es Herr Theissen sagt, es wird jetzt echt rucklig und mühsam, wir müssen
einiges reparieren und es wird Frustration geben, wir werden Angst haben.
Und das ist im Grunde das große Problem, in dem sich auch die eingelohnten Altparteienwähler
derzeit, man muss es sagen, befinden, denn es gibt eine einzige Partei, die sich aktuell
zumindest hinstellt und sagt, hey Leute, es läuft schief und wir müssen an der einen
oder anderen Stelle streichen und das ist die Partei, die es schon seit längerem tut,
nämlich an der Stelle, muss man sagen, die AfD.
Wenn jetzt an der Stelle plötzlich Union, SPD und natürlich auch die Grünen hergehen
würden und sagen, Leute, wir haben euch die letzten 20 Jahre belogen, leider ist doch
nicht alles so cool, könnte das zu einem, sag ich mal, Problem innerhalb der Parteien
führen.
Denn sonst heißt es wieder, die bösen, bösen Konservativen würden Deutschland schlecht
sehen.
Ganz klar sagt aber auch Richtung Olaf Scholz, Olaf Scholz weigert sich notwendige Prioritäten
zu setzen und will lieber nur neue Schulden machen.
Wenn ihr Nachbar sagt, und das ist wirklich das spannendste Zitat drin, ich möchte in
diesem Jahr ein Haus bauen, dreimal in den Urlaub fahren und zwei neue Autos kaufen,
wörtlich, dann weiß jeder, das klappt so nicht, das ist auch Unsinn.
Denn genau das ist das, was wir gerade mit der Schuldenbremse oder Sondervermögen oder
Sonstigem diskutieren.
Wir haben begrenzte Einnahmen, wollen in einer abschmierenden Wirtschaft gerade noch mehr
Schulden drauf packen, obwohl die Steuereinnahmen steigen.
Und auch diese Worte hat er im Grunde übrig für die entsprechende Energiepolitik.
Aber auch im Sozialen sagt er ganz klar, ich gehe gelegentlich nach dem Sport in einen
Imbiss.
Wie oft schimpfen da die Handwerker, die zum zweiten Frühstück kommen, das wieder ein
Kollege gekündigt hat, weil ihm alles zu anstrengend ist und er im Bürgergeld und
gelegentlich Schwarzarbeit gleich gut zurecht kommt.
Und das ist die Realität, die auch immer mehr Statistiken belegen, dass vor allem
es einen neuen Boom im Bereich der Schwarzarbeit gibt.
Wie gesagt, mittlerweile auch fachlich die Bezeichnung länderübergreifende Nachbarschaftshilfe.
Denn wenn man mal den Nachbarn für Naturallien oder ein bisschen Bargeld oder sonstiges anderes
aushilft, dann kann man natürlich auch ganz klar durch Steuern und Abgaben sparen.
Es ist aber auch ein Punkt, wo man ganz viel sagen muss in Richtung entsprechender Energiepolitik.
Er selbst, wie gesagt, war ja einer derjenigen, der 2010 sich mit 40 anderen Prominenten gegen
das Kernkraft ausgestellt hat.
Und so sagt er wörtlich, laufende Atomkraftwerke abzuschalten, war und ist bekloppt.
Das ist im Grunde einfach schlicht und ergreifend die Wahrheit.
Und hier heißt es aber auch natürlich, dass es in der Zukunft weniger Garantien vom Staat
geben muss, als auch für Unternehmen.
Denn, und jetzt komme ich zum spannenden Punkt, warum das für die Kernkraftgegner auch so
das Problem ist.
Und da spricht jemand, der auch längere Zeit an der Stelle hier im Grunde bei E.ON gearbeitet
hat, wo man ganz klar sagen kann, dass der auch der Chef davon war, der entsprechende
Energie mal kennt.
Und die ehemaligen Betreiber sagen unisono, dass es nicht geht.
Da behaupte ich nicht das Gegenteil.
Wenn man erst einmal die Systemtechnologien aus einem Atomkraftwerk ausgebaut hat, ist
es extrem schwierig.
Hier ist es aber noch einhelliger Stimmung und vor allem auch den aktuellen Studien,
Radiant Energy und so weiter, dass sie sagen, bisher hat das noch nicht stattgefunden.
Bisher könnte man hier zurückgehen.
Und hier heißt es jetzt auch spannend weiter, kein vernünftiger Mensch würde hier in Deutschland
neue Atomkraftwerke bauen.
Man müsste über 10 Legislaturperioden planen, sprich über 40 Jahre, damit es sich lohnt.
Das ginge nur, wenn der Staat dafür garantiert, dass im Falle eines erneuten Ausstiegs für
alle Kosten aufkommt, nach den Erfahrungen unserer hiesigen Politik, kann und wird kein
Unternehmer so langfristig sein Geld hier in eine gesellschaftlich umstrittene Technologie
investieren.
Und jetzt ist das ein spannender Punkt, weil das natürlich viele dann an dem Punkt auch
Falsch.
Schweden hat eine Kehrtwende vollzogen und will Atomkraftwerke jetzt nicht mehr nur
verlängern, sondern sogar neu bauen, auch in anderen europäischen Ländern und quer
durch die Welt sieht man eine ganz neue Bereitschaft zu modernen und Risikoernahmen der Kernenergie
der nächsten Technologie.
Und hier ist es natürlich auch ganz klar, dass es auch heißt, das sollte uns zu denken
geben, denn wenn einem auf der Straße viele Lichter entgegenkommen, ist man vielleicht
selbst der Geisterfahrer.
Und zu dem Punkt mit den Kosten, sagt er auch, natürlich sind die Kosten hoch, denn
hier ist nämlich der spannende Punkt und wie er sagt, jedes private Unternehmen, beziehungsweise
ein Neubau ohne hochkomplexe staatliche Garantien, kann ich mir für privatwirtschaftliche Investoren
tatsächlich schwer vorstellen, außer jemand wie Bill Gates macht das.
Wer Atomkraftwerke bauen will, muss schon ein paar Milliarden zu viel herumliegen haben.
Jedes private Unternehmen würde sein Geld lieber in erneuerbare Energien stecken, das
ist die günstigste Technologie zur reinen Stromerzeugung und da bekommt man viel schneller
Rendite zurück, denn Wind und Sonnenstrom haben häufig die günstigsten reinen Produktionskosten.
Wichtig.
Und das ist nämlich das, wo es dann, sag ich mal, beim Lesen von vielen entsprechenden
grünen Kernenergiegegner und sonstiges aufhört, wo man ganz klar sagen kann, Produktionskosten
sind zwar am günstigsten, aber die Rendite einzelner Anlagen zur Stromerzeugung sagt
noch sehr wenig über die gesamten Systemkosten der erneuerbaren Energien aus.
Wenn man diese auf deutlich über 50% Marktanteil ausbaut, explodieren in der Regel die Netzkosten,
die Speicherkosten und die Kosten des nötigen Backups für Dunkelflauten, wenn Wind und
Sonne trotz hoher Nachfrage praktisch nicht zur Verfügung stehen.
Und hier ist es, volkswirtschaftlich kann eine Kombination aus viel erneuerbarem Strom
mit sauberer und sicherer Kernenergie oder wie Norwegen und Schweden mit großen Wasserkraftwerken
viel billiger und stabiler sein, als ein reiner Erzeugungspark aus Wind- und Photovoltaik.
Und da kann man ganz klar sagen, das wird sich in den nächsten Jahrzehnten beziehungsweise
jetzt dann in den nächsten vier Jahren entscheiden, ob wir in Deutschland bald wieder in Höhlen
wohnen oder unsere Häuser wieder mit Feuer heizen müssen oder ob wir an der Stelle einen
Turnaround schaffen.
Und auch mit den zukünftigen Steuereinnahmen, die übrigens auf 100 Milliarden steuerpflichtige
Einkommen hier geschätzt werden bei den entsprechenden Kernenergieunternehmen, kann man ganz klar
sagen, auch unsere Sozialsysteme retten werden, denn all das greift ineinander.
Sicherheit wird finanziert durch die Privatwirtschaft, Bürgergeld wird finanziert durch die
Privatwirtschaft.
Genauso natürlich auch alle Straßensonstiges, alles Gelder, die aus der Privatwirtschaft
abgezogen werden und die aber natürlich am Ende Energie brauchen, um zu laufen.
