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Die Jugendorganisation der AfD gilt als noch rechter und radikaler
als die Mutterpartei.
Schon länger hadert die Parteispitze mit dem Nachwuchs.
Jetzt beschloss der Bundesvorstand, die junge Alternative
noch vor der Neuwahl im Februar aufzulösen und zu ersetzen.
Die junge Alternative stuft der Verfassungsschutz bundesweit
als gesichert rechtsextremistisch ein.
Sie hat 2.500 Mitglieder, ist unabhängig von ihrer Mutterpartei.
D.h. nicht jeder, der in der Jugendorganisation ist,
muss gleichzeitig in der AfD sein.
Das soll sich ändern.
Die Parteispitze möchte, dass jedes AfD-Mitglied
unter 36 Jahren automatisch auch Mitglied
der Nachwuchsorganisation ist.
Mehr von Britta Spiekermann.
Anfang November Festnahme
mehrerer mutmaßlicher Rechtsterroristen in Sachsen.
Die Gruppe der sog. sächsischen Separatisten
habe sich darauf vorbereitet,
so die Bundesanwaltschaft, mit Milizengebiete in Sachsen zu besetzen.
Unter den festgenommenen offenbar auch Mitglieder
der rechtsextremistischen jungen Alternative.
Die Jugendorganisation der AfD ist ein Sammelbecken für Radikale.
Mitglieder der Partei müssen sie nicht sein.
Die AfD-Spitze will jetzt die Neuorganisation.
Dabei geht es auch um Kontrolle.
Der große Vorteil ist,
dass die AfD, also die Mutterpartei,
einen Durchgriff auf die Jugendorganisation hat.
Die Jugendorganisation ist dann der Schiedsgerichtbarkeit unterworfen,
so wie es auch alle AfD-Mitglieder sind.
Z.B. bei Parteiausschlussverfahren.
Die AfD-Führung spricht von mehr Durchgriff
in der eigenen Jugendorganisation.
Doch daran haben Demokratieverbände und Forscher erhebliche Zweifel.
Der jetzt geplante Umbau der jungen Alternative
dürfe keineswegs als Mäßigung verstanden werden.
Denn er sei reines Kalkül.
Aus unserer Sicht handelt es sich dabei um eine Nebelkerze,
die die AfD wirft, um einem drohenden Verbot zuvorzukommen.
Es geht nicht darum, dass eine extrem rechte Struktur aufgehoben wird
und damit Inhalte nicht mehr in der Partei vertreten sind,
sondern sie sollen näher ranrücken.
Der Bundesvorstand der AfD
treibt die Pläne zur Umstrukturierung der jungen Alternative voran.
Mitte Januar auf dem Parteitag im sächsischen Riesa
könnte die Entscheidung fallen.
Der afrikanische Kontinent kämpft mit vielen Problemen,
bietet aber auch riesige Chancen.
Darum geht es
beim deutsch-afrikanischen Wirtschaftsgipfel in Nairobi.
Denn Deutschland hinkt bei den Investitionen hinterher.
Andere Staaten sind da deutlich weiter.
Susanne von Lojewski.
Florence Ware nutzt ihre Chance.
Strahlend erklärt sie Wirtschaftsminister Habeck
wie ihr kenianisches Investorenprogramm
deutsche Unternehmen in Kenia unterstützen kann.
Denn Hilfe ist nötig.
Zwar gibt es viele deutsche Start-ups
im geopolitischen Wettbewerb der Großen,
aber spielt die Bundesrepublik keine Rolle.
Das soll sich ändern.
Wenn wir den strategischen Fokus auf Kenia,
auf Afrika anders lenken und sagen, wir wollen hier nicht nur helfen,
sondern wir haben ein eigenes Interesse,
neue Handelsbeziehungen aufzubauen,
dann sollten wir sehen,
dass wir mit unserem Geld diesem Interesse ebenfalls dienen.
Der Energiesektor könnte zukünftig so ein Feld sein,
so hat die Deutsche Förderbank KfW vor Jahren.
Afrikas größtes Geothermiekraftwerk zwar finanziert,
gebaut aber haben es am Ende ausländische Firmen.
Auch beim Ausbau des ostafrikanischen Eisenbahnnetzes
sind von China bis Italien alle dabei
und sichern sich so den Zugang zu Rohstoffen.
Nur Deutschland schaut zu.
Afrikanische Länder wollen eine schnelle Lösung.
Sie wollen heute Ergebnisse sehen,
keine langen Diskussionen und keine langen Verhandlungen.
Afrika, ein Kontinent der Möglichkeiten,
vor allem in Sachen Rohstoffe,
aber auch mit einer wachsenden Mittelschicht, die gerne konsumiert.
Chinesische Handelsketten haben das schon lange erkannt
und analysieren genau den afrikanischen Markt.
Es könnte ein Weg sein, auch für die deutsche Wirtschaft.
Zurück nach Deutschland.
Gesetzlich versicherte Zahlen in Arztpraxen.
Jedes Jahr fast 2,5 Mrd. Euro
für sog. individuelle Gesundheitsleistungen.
Dabei sind die allermeisten davon unnötig oder sogar schädlich,
sagt der aktuelle IGL-Report.
Danach sind gerade mal 3 von 56 geprüften IGL-Leistungen
tendenziell positiv.
30 gelten als tendenziell negativ oder sogar schädlich.
Etwa Ultraschall der Eierstöcke zur Krebsfrüherkennung
oder die Messung des Augeninnendrucks.
Dennoch glauben laut einer Forsa-Umfrage
2 von 3 Versicherten,
es handele sich um medizinisch notwendige Leistungen.
Wann sind Kinder alt genug, um soziale Netzwerke zu nutzen?
Darüber wird viel diskutiert, seit Australien letzte Woche
eine strikte Altersbeschränkung beschlossen hat.
Dort ist Social Media künftig erst ab 16 Jahren erlaubt.
TikTok, Instagram und Co. müssen dafür sorgen,
dass unter 16-Jährige keine eigenen Nutzerprofile erstellen können.
Sonst drohen ihnen hohe Geldstrafen.
Was Schülerinnen und Schüler in Mainz
über ein Social-Media-Verbot denken, zeigt Anna Duda.
Schülerinnen und Schüler des Otto-Schott-Gymnasiums in Mainz.
Ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige
finden sie hier an dieser Schule grundsätzlich gut.
Ich finde es definitiv einen guten Ansatz,
weil ich merke, wie ich oder auch Freundinnen davon abhängig sind
und wie schnell es einen sehr großen Teil im Leben einnimmt.
Jedoch finde ich, dass 16 ein bisschen zu spät ist.
Ich finde, dass man mit 15 und 14 genug Verantwortung selber tragen kann,
um verantwortungsvoll mit Social Media umgehen zu können.
Für jüngere Schülerinnen und Schüler
ist v.a. der Kontakt zu Gleichaltrigen wichtig.
Man kann jederzeit mit seinen Freunden schreiben.
Das ist auch eine Funktion.
Man kann sehen, wo die sind, man kann sich Fotos schicken.
Das macht es eben so toll.
Handy und Social Media, wie oft und wo es genutzt werden darf,
müssen in Deutschland Eltern und Schulen selbst entscheiden
und mit den Kindern aushandeln.
Ich möchte mich ein bisschen wehren dagegen,
dass man das an die Schulen delegiert
und dass jede Schule einzeln eine Lösung finden muss.
Deshalb denke ich,
dass das eigentlich eine politische Entscheidung sein müsste.
Ein gesetzliches Verbot wie in Australien
könnte Schulen und Eltern entlasten und Kinder vor negativen Folgen schützen.
Wir haben Nutzungszeiten von 2,5 bis 3,5 Stunden im Durchschnitt pro Tag.
Das führt auch dazu, dass ein Kontrollverlust erlebt wird
und Social Media-Angebote
gegenüber anderen Lebensbereichen priorisiert werden.
Das kann auch in der Sucht münden.
Aber man kann auch ohne Verbote das Handy beiseite legen
und einfach nur quatschen.
Guten Abend.
Das Azorenhoch nimmt Kontakt mit dem Skandinavienhoch auf.
Und das bedeutet für uns hier in Mitteleuropa eher ruhiges Wetter.
Zum Donnerstag wird dann dieses Tief Vivien interessant.
Das bringt nämlich viel Regen mit.
Aber noch nicht in dieser Nacht.
Da fällt wenig Regen.
Es kann oberhalb von 300 m auch Schnee dabei sein.
Manchmal reißen die Wolken auch auf und dann bildet sich Nebel.
Dann kann Nässe auch mal überfrieren oder es gibt Schneematsch.
Es kann also glatt sein auf Straßen und Gehwegen.
Die Temperaturen liegen nämlich im kritischen Bereich
zwischen plus 3 und minus 3 Grad.
Nur an den Küsten von Nord- und Ostsee ist es etwas milder.
Die Höchsttemperaturen morgen liegen zwischen dem Westerwald
und dem Werdenfelser Land so bei 0 bis 3 Grad.
Sonst werden 4 bis 6 Grad erreicht.
Morgen wird für die meisten von uns ein eher trüber Tag
mit etwas Regen oder Schnee.
Im Westen wird es freundlicher.
Da kommt dann schon mal häufiger die Sonne zum Zuge.
Am Donnerstag ist es dann vor allen Dingen hier im Osten freundlich.
Aber von Westen kommt dieses neue Tief heran,
bringt Regen und Schnee mit.
Da kann es auch wieder glatt sein in den Mittelgebirgen.
Danach wird es stürmisch, regnerisch und ein bisschen milder.