Was macht ein KVF im Schwerpunkt Vertrieb? Ein Kunde möchte sein Auto versichern, der andere braucht eine Hausratsversicherung und der dritte möchte sich um seine Altersvorsorge kümmern: Als Kaufmann oder Kauffrau für Versicherungen und Finanzen – kurz KVF – im Schwerpunkt Vertrieb weißt du, was zu tun ist. Du berätst Kunden dazu, welche Versicherung zu ihnen passt und setzt die entsprechenden Verträge auf. Im Fokus des Aufgabenbereichs steht die Beratung, die Erstellung kundengerechter Angebote, die Annahme von Anträgen und die Schadensregulierung. Kurzum: Als Versicherungskaufmann Schwerpunkt Vertrieb sorgst dafür, dass die Versicherungsprodukte zum Kunden kommen.
Was ist das Besondere am Schwerpunkt Vertrieb? Als Kaufmann für Versicherungen und Finanzen im Schwerpunkt Vertrieb bist du neben deiner Arbeit im Büro auch viel auf Außenterminen unterwegs. Kaufmännische Tätigkeiten, wie das Verfassen eines Angebots, die Nachbereitung eines Kundengesprächs oder das Aufsetzen eines Vertrags, erledigst du natürlich am Computer. Als Azubi arbeitest du je nach Schwerpunkt der Ausbildung jedoch ebenso im Außendienst: Das heißt, du besuchst Kunden, um vor Ort Beratungsgespräche zu führen oder Verträge abzuschließen. Zu diesen Terminen fährst du oft allein, manche Firmen setzen deshalb den Führerschein voraus.
Welche Eigenschaften sollte ich für den Job mitbringen? Als Versicherungskaufmann stehst du ständig in Kontakt mit Kunden – wenn du wortgewandt, freundlich und offen bist, ist das auf jeden Fall von Vorteil. Voraussetzung ist auch eine Portion Organisationstalent: Es ist wichtig, dass du deine Termine im Blick behältst und deine Aufgaben koordinierst. Zudem sollten dir Zahlen keine Angst machen. Mathematisches Verständnis benötigst du auf der Arbeit zum Beispiel zum Berechnen und Analysieren von Versicherungsleistungen.
Wie ist die Ausbildung zur Kauffrau für Versicherungen und Finanzen aufgebaut? Bei der Ausbildung zur Versicherungskauffrau handelt es sich um eine duale Ausbildung. Sie findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Vor der Ausbildung wählst du deinen Schwerpunkt: Versicherung oder Finanzen. Ebenso kann es sein, dass du deine Ausbildung entweder im Innendienst oder im Außendienst absolvierst. Die Ausbildung dauert regulär drei Jahre – sie kann bei guten Leistungen aber um maximal ein Jahr verkürzt werden.
Kann ich die Ausbildung auch als duales Studium absolvieren? Es ist möglich, parallel zur Ausbildung zum Versicherungskaufmann noch ein Studium zu absolvieren. Und zwar in verschiedenen Fachrichtungen: SIGNAL IDUNA bietet zum Beispiel das duale Studium Versicherungswirtschaft an, das neun Semester dauert. Andere duale Studiengänge haben die Schwerpunkte Industrieversicherung, Krankenversicherungsmanagement und Versicherungswesen – abhängig vom Unternehmen, bei dem du angestellt bist.
Was verdient man als Kaufmann für Versicherungen und Finanzen? Der Beruf des Kaufmanns für Versicherungen und Finanzen zählt zu den bestbezahlten Ausbildungsberufen in Deutschland. Versicherungskaufleute verdienen im ersten Ausbildungsjahr 930 Euro brutto, im zweiten Jahr 1000 Euro und im dritten Ausbildungsjahr 1090 Euro. Als Einstiegsgehalt kannst du mit rund 2500 Euro rechnen. Je länger du dabei ist und je mehr Verantwortung du übernimmst, desto höher fällt dein Gehalt aus. Zudem werden im Außendienst oft Prämien gezahlt: Mehr abgeschlossene Verträge bedeuten mehr Geld.
Wie kann man sich als KVF Schwerpunkt Vertrieb weiterbilden? Als Kaufmann für Versicherungen und Finanzen bietet sich die Weiterbildung zum Versicherungsfachwirt an, die berufsbegleitend absolviert werden kann – genau wie die Weiterbildung zum Fachwirt für Finanzen oder zum Versicherungsbetriebswirt. Du solltest darüber nachdenken, wenn du eine leitende Position anstrebst. Viele Firmen organisieren aber auch betriebsinterne Weiterbildungen für ihre Mitarbeiter: Bei SIGNAL IDUNA gibt es zum Beispiel die Skill & Sales Days.
Ausbildung.de GmbH Geschäftsführung: Felix von Zittwitz, Tim Schormann Wittener Straße 87 D – 44789 Bochum T +49 (0) 234 369 3720 F +49 (0) 234 369 3769
Hi! Ich bin der Albi. Ich bin im ersten Ausbildungsjahr bei der Signal Iduna
und ich mache meine Ausbildung zum KVF.
Heißt Kauffrau für Versicherungen und Finanzen mit Schwerpunkt Vertrieb.
Ich bin die Linda und bin im zweiten Lehrjahr.
Im Schnitt zwei bis drei Termine am Tag. Und dann dazwischen bin ich dann aber auch im Büro, um die Termine vorzubereiten und auch nachzubearbeiten.
Ja, bei mir ist es ähnlich. Ich bin nur morgens meistens noch im Büro und bereite beispielsweise Termine vor.
Wir telefonieren, die Kunden rufen an, bei Schadensfällen nehmen wir die auf
oder Kundenanfragen nehmen wir auf und schicken die per E-Mail weiter, schicken natürlich auch Angebote
per E-Mail weiter. Wenn wir einen Antrag aufgenommen haben beim Kunden, der abschließen wollte,
schicken wir das Angebot, beziehungsweise den Antrag los.
Also, als Kaufmann für Versicherungen und Finanzen im Vertrieb sollte man auf jeden Fall offen
und kommunikativ sein. Man sollte auf Menschen zugehen können,
man muss auf der anderen Seite aber auch wirklich sehr gut zuhören können, um auf
die Wünsche und Ziele des Menschen eingehen zu können.
Ein Kundentermin geht normalerweise eine gute Stunde, also eine Stunde schon.
Je nachdem, wie groß der Umfang ist, ist der auch oft mal zwei Stunden oder drei Stunden.
Ich glaube, mein längster Termin war drei Stunden. Und es gibt natürlich auch kurze Termine,
wo man dann nicht wirklich zum Abschluss kommt und dann einfach nur etwas überreicht,
das sind dann auch mal nur zehn Minuten. Aber normalerweise, im Schnitt, eine Stunde.
Also, Kundengespräche vereinbare ich meistens nach dem Erstkontakt mit Kunden
und dann kann ich so Folgetermine vereinbaren, je nachdem was für einen Termin wir hatten.
Terminierungspartys sind auch ganz cool, da treffen wie Azubis und auch die
Generalagenten, also unsere Auszubildenden und die ganzen Mitarbeiter
treffen sich dann und dann wird quasi zusammen terminiert, da kann man sich
auch noch gegenseitig ein bisschen helfen wenn man Probleme hat.
Da gibt's am Ende vielleicht auch sogar noch einen Preis, das ist auch ganz cool.
So ein kleines Bonbon, wer die meisten Termine bekommen hat.
Ja, dann sitzen wir alle zusammen an einem Tisch und dann rufen wir an, was das Zeug hält.
Also, ein kleiner Wettbewerb quasi.
Ganz typisch an der Ausbildung ist, dass man auch zu Kunden nach Hause fährt,
Kundenunterlagen abholt oder wegbringt. In diesem Fall geht es um die Hausratsversicherung.
Ich bringe eben ein Angebot weg, mit dem Kunden habe ich mich schon mal
zusammengesetzt und ich geh jetzt eben mal hoch.
Ach, guten Tag, Herr Kowac, hallo! - Hallo Frau Konrad! - Hallo. Wir hatten telefoniert, genau.
Ich habe die Unterlagen für die Hausratsversicherung dabei, das Angebot.
Das wollte ich Ihnen mal eben überreichen. - Perfekt, vielen Dank dafür! Ich freue mich, dass es geklappt hat.
Gerne! - Wenn ich Fragen habe, melde ich mich. - Einfach jederzeit anrufen. Super, vielen Dank!
- Dankeschön. - Schönen Tag Ihnen noch. - Ihnen auch! - Bis dann. Tschüss, ciao!
Ja, es ist eine kaufmännische Ausbildung und da sollte man auch so ein gewisses
kaufmännisches Grunddenken, Grundverständnis, mitbringen und im Vertrieb ist es natürlich auch wichtig,
dass man den Führerschein besitzt. Irgendwie muss man ja auch zum Kunden kommen.
Wir hatten am Telefon besprochen, es geht ja jetzt hier um eine Hausratsversicherung.
Das ist richtig, ja? - Richtig. Wichtige Punkte für mich sind, was auf der einen Sseite natürlich
versichert ist bei einer Hausrat, was es besonders macht, worauf ich als Kunde
auch achten muss, wenn ich eine Hausratversicherung heute abschließe.
- Ja, Herr Becker, wir hatten ja auch am Telefon nochmal besprochen, dass Ihnen auch wichtig ist,
dass Ihre ganzen smarten Geräte, weil Sie hatten ja gesagt, dass Sie
zu Hause sehr smart leben, in Anführungsstrichen. Also, dass Ihre
WLAN-fähigen Geräte auch mitversichert sind und ich hatte mir mal ein bisschen was angeschaut,
was ich da Ihnen anbieten kann.
Hier sehen Sie dann unsere Kontaktdaten, wie ich gerade angesprochen habe,
hier ist einmal unter Rechnungen können Sie die Rechnungen einreichen
bei einem Schadensfall, ich hoffe jetzt natürlich nicht,
aber bei einem Schadensfall könnte man hier die Rechnungen einreichen.
Alles klar. Ich habe hier einmal das Angebot erstellt.
Ich lege Ihnen mal meine Karte noch mit rein, damit die bloß nicht verloren geht.
Das können Sie sich durchlesen, hier stehen alle wichtigen Dinge drin.
Und einmal noch das Beratungsprotokoll, das füge ich noch bei.
Ne, nervös war ich gar nicht, ich war sehr gut vorbereitet und dementsprechend war
das Gespräch auch sehr angenehm. - Echt, gar nicht nervös? Boah, das war echt schlimm am Anfang.
Mein erster Termin war auch, glaube ich, so vier Wochen später.
Und es war echt so ins kalte Wasser geschmissen. Es wurde gesagt, "komm, mach das jetzt alleine."
Und dann war ich echt kurz so: Oh - jetzt muss ich es alleine machen, das ist schon übel!
Aber wenn man dann wirklich anfängt, so quasi den roten Faden, den man dann
vorher schon geübt hat, durchzuführen, dann ist das schon ganz gut, dass man das selber
mal macht und nicht nur immer zuguckt und das im Kopf durchgeht, sondern
auch mal wirklich an Kunden macht mit dem roten Faden.
Mein erster Termin hat auch echt gut funktioniert. Es kam zum Abschluss und
ich glaube, das bleibt dann immer im Kopf: Mein erster Termin, ich hab's alleine geschafft!
Und ich habe einen Abschluss gemacht. Ja, da war ich schon sehr stolz auf mich.
Ich kam mit so einem Grinsen nach Hause, das war schon cool.
Also, ich merke das wirklich sehr oft, dass viele Auszubildende bei anderen Unternehmen
auch nach der Ausbildung die Unternehmen verlassen und uns ist ganz
wichtig eben, dass unsere Auszubildenden auch nach der Ausbildung im Unternehmen
bleiben wollen und bei einer guten Ausbildung wollen wir natürlich auch die
Auszubildenden nach der Ausbildung behalten und da auch nochmal weiter entwickeln.
Also Weiterbildung ist bei uns im Hause ganz ganz wichtig.
Die Ausbildungsvergütung ist überdurchschnittlich gut,
überdurchschnittlich hoch. Zusätzlich zahlen wir ja manche Sachen,
vertriebsorientierte Zusatzvergütung, also bei gewissen Vertriebserfolgen, dass
dann auch eine zusätzliche Vergütung eben auch erfolgt.
Ja, richtig cool fand ich auch am Auswahlverfahren:
Wir wurden richtig gut aufgenommen, also das war wirklich eine lockere Stimmung,
und ich fand auch, ja, ich habe ja mehrere Assessment-Center gemacht
und Einstellungstest durchgeführt und ich fand, hier hat es einfach gepasst.
Der heiße Tipp an die Bewerber, ist: locker bleiben, nicht nervös werden,
wirklich man selbst sein, also sich nicht verstellen, und dann wird's auch schon klappen.