Der Chirurg und Wissenschaftler Prof. Dr. med. Fred Fändrich hat in seinen Forschungen erkannt, wie bedeutsam das Mikrobiom ist, insbesondere beim Verlauf des Alterungsprozesses. Je dichter die Schleimhäute des Darms sind, was aber im Alter leider abnimmt, desto weniger Entzündungsprozesse entstehen im Körper und desto weniger belastende Stoffe können durch den undichten Darm in Richtung des Gehirns einströmen. Das, was sich bewährt hat, ist die regelmässige Zuführung von effektiven Mikroorganismen – EM des Herstellers Mikroveda. Denn dadurch wird täglich die Bildung dieser Schleimschicht gefördert und inflammatorische Herde reduziert.
Selbst eine gewisse Fehlernährung lässt sich durch die regelmässige Zuführung von EM noch in Balance halten bzw. verzeihen. Wichtig ist, dass die Schleimschicht dicht sind und sich regelmässig neu bilden können. Und genau dies lässt sich mit EM und dem richtigen Futter für die Bakterien, erzielen. Empfehlung Redaktion: https://www.mikroveda.ch/ Info-Plattform für Fermentpräparate (effektive Mikroorganismen) oder
▬ Zu Gast ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ Prof. Dr. med. Fred Fändrich, Chirurg, Wissenschaftler Moderation: Alexander Glogg Sendungsnummer: WGrem_221108-S2_Fähndrich_neu
▬ Über QS24 ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ QS24 stellt die erste deutschsprachige Informationsdatenbank dar, die die Naturheilkunde und ganzheitliche Medizin inklusive der Psyche abdeckt. Somit hat man eine weitere Sichtweise in Ergänzung zur herkömmlichen Medizin.
Haben Sie nicht genügend Zeit um sich regelmässig die Videos anzuschauen? Dann hören sie unsere Sendungen als Audio Podcast im Auto, im Zug oder wo immer Sie gerade sind unter https://qs24.tv/podcast.
Aktivieren Sie unsere Push-Benachrichtigungen in ihrem Browser jetzt kostenlos unter https://qs24.tv.
Vielen Dank! Ihr #QS24 Gesundheitsfernsehen aus der Schweiz 🇨🇭
Herzlich willkommen, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer,
hier in unserem Format Naturmedizin,
wo es heute darum geht, ob das Mikrobiom
einen Zusammenhang hat mit dem Alterungsprozess.
Dazu möchte ich einen Gast heute zu Wort kommen lassen,
der dazu gerade einen Vortrag gemacht hat in Baden-Baden.
Er gehört zu unserem Kurs24-Wissenschaftsgremium.
Er ist Chirurg, er ist Wissenschaftler
und er hat lange Jahre mit der Zelltherapie gearbeitet.
Deshalb dürfen Sie ganz gespannt sein
über das Thema, das uns alle betrifft.
Nach dem Intro legen wir sofort los.
Ja, da sind wir wieder und jetzt darf ich meinen Gast zeigen,
Prof. Dr. Med. Fred Fendrich.
Ganz herzlich willkommen, lieber Fred.
Und da bin ich ja schon mal gespannt.
Ich vermute, das hat mit der Thymostreuse was zu tun,
wo du uns schon in einem ersten Interview was gesagt hattest.
Lieber Alexander, ich bedanke mich,
hier heute wieder Gast zu sein.
Wir sprechen über das Mikrobiom und die verschiedenen Interaktionen,
die unsere in uns herrschenden Bakterien
mit unserem humanen Zellsystem haben.
Es geht nicht nur um Typos, es geht um quasi jeden Stoffwechselweg,
der in uns stattfindet, der sich in irgendeiner Weise
mit den Bakterien oder deren Produkte auseinandersetzt.
Und das möchte ich ein bisschen strukturierter darstellen.
Dazu ist es zunächst einmal wichtig zu wissen,
wann wurde eigentlich entdeckt,
dass wir welche Bedeutung diese Bakterien haben.
Das kam eigentlich erst so richtig zum Tragen,
so um das Jahr 2000, als das menschliche Genom sequenziert wurde.
Und die Wissenschaftler damals dachten ganz euphorisch Mensch,
wenn wir jetzt jedes Gen kennen und seine Funktion,
dann können wir auch jedes Gen stoppen oder antriggern
und können jede Krankheit heilen.
Das wurde aber sehr schnell leider wieder aufgegeben, die Idee,
weil nämlich festgestellt wurde, dass das humane Genom
nur einen ganz, ganz kleinen Teil des Gesamtgenoms des Menschen ausmacht,
weil nämlich der größte Teil über 95 oder 97 Prozent
nicht humanen Ursprungs ist, die Gensequenzen, sondern bakteriell, viral
Pilze, alles, was in uns kriecht und fleucht.
Das heißt, wir wissen eigentlich gar nicht, oder?
Ja, also das könnte man fast so stehen lassen.
Es ist in der Tat so, dass wir als Menschen uns begreifen müssen
als Holobionten.
Das ist der Terminus technicus.
Das sind Organismen, die sich aus unterschiedlichen
Genen von verschiedenen Spezies zusammensetzen.
Also wir tragen Eukaryotenzellen.
Das sind Zellen, die einen Zellkern haben, aber auch Prokaryoten,
die keinen Zellkern haben in uns.
Und wir haben etwa hundertmal mehr Bakterien
in unserem Körper, als wir Zellen haben, humane.
Und gerade an den Grenzflächen der Haut, der Lunge, des Darms,
wo äußere Einflussfaktoren auf uns einwirken,
dort schützen uns die Bakterien.
Ohne Bakterien wären wir quasi nicht lebensfähig,
weil in der Bevölkerung ist es immer so,
Bakterien wird gleichgesetzt mit Gefahr, mit Krankheiten.
Ich habe ja auch keine Angst.
Ja, aber Bakterien sind zum größten Teil als kommensalen
gute Bakterien, die die wichtigen Stoffwechselschritte
in unserem Körper unterstützen.
Bakterien bestimmen, ob wir dick werden, ob wir schlank sind.
Bakterien bestimmen, ob wir depressiv sind, ob wir vital sind,
ob wir impulsiv sind.
Also auch die Emotionen im Gehirn werden durch die Bakterien
und deren Produkte im Körper sozusagen mitbestimmt.
Auch die Fermentation der Bakterien,
das herzustellen, was der Körper wirklich braucht,
ist ja eigentlich ein Wunder.
Das ist alles ein Wunder, wie das ineinander greift.
Und letztendlich ist es wieder
auch sehr stark von uns selbst abhängig,
wie wir unsere guten Bakterien füttern,
damit die nicht überwachsen werden von den 20 Prozent,
die potenziell pathogen, also krankheitsauslösend sein können.
Da kommt es vor allem darauf an,
dass man sehr faserreich Ballast zu sich nimmt,
also Gemüse, Pflanzen, Salat, Obst,
weil es so ist, dass diese Bakterien im Dickdarm
eine Fähigkeit haben,
sogenannte kurzkettige Fettsäuren zu bilden.
Diese Small Chain Fatty Acids und diese SCFAs,
diese kurzkettigen Fettsäuren,
die sind super wichtig für die Immunregulation.
Die wirken antientzündlich,
die wirken oxidativen Stress entgegen.
Also allen Faktoren, die letztendlich
chronische Erkrankungen auslösen können.
Und Butyrat und Propionat,
das sind kurzkettige Fettsäuren,
die auch ganz entscheidende Faktoren und Funktionen
im Gehirn wahrnehmen,
nämlich Serotoninfreisetzung, Dopaminfreisetzung.
Die schützen uns vor Neurodegeneration.
Und nun ist es so,
wenn man sich die Nahrungsmittelindustrie anschaut
und guckt sich prozessiertes Food an, also Fertiggerichte.
Die Fertiggerichte sind in der Regel so aufgebaut,
dass sie schon im mittleren und unteren Dünndarm
komplett absorbiert werden.
Das heißt, die Bakterien, die in unserem Dickdarm
im Anfang, im rechten unteren Teil des Dickdarms,
das ist das Colon Ascendens, das ist unser Bioreaktor.
Und die Bakterien dort, das sind die,
die diese kurzkettigen Fettsäuren herstellen.
Wenn die aber gar nichts mehr zu fressen bekommen,
um zu fermentieren bekommen,
können sie auch diese uns schützenden Fettsäuren nicht bilden.
Das bedeutet umgekehrt,
je mehr wir auf diese faserreiche Kost verzichten,
uns nur von Fleisch und Kohlenhydraten
mit hohem Glykämischen Index,
die also sehr schnell absorbiert werden,
die kommen gar nicht mehr da an.
Und damit zerstören wir unser gesundes Mikrobiom.
Und das Mikrobiom hat auch die ganz entscheidende Aufgabe.
Bakterium Ackermannsia zum Beispiel,
das sind Bakterienstämme,
die bilden eine Schutzschicht im inneren Darm.
Und dieser Mukus, dieser Schleim,
der verhindert, dass Gifte zwischen den Darmepithelen durchgehen
und in die Darmwand gelangen.
Weil im Darm selbst, in der Wand,
sitzt der größte Teil unseres Immunsystems.
Das ist auch wichtig zu wissen,
dass der Darm das größte Immunsystem unseres Körpers darstellt.
Nicht das Knochenmark, nicht der Tumus,
nicht die Milz, sondern der Darm.
Und wenn diese Zellen des Immunsystems im Darm
durch Gifte gereizt werden oder Toxine,
dann fangen die an, Entzündungsmediatoren freizusetzen, immer mehr.
Und diese Entzündungsmediatoren, die entzünden nicht nur den Darm,
sondern die gehen systemisch über den Blutkreislauf
in den gesamten Körper und machen, was man heute nennt
die sogenannte Silent Inflammation, also die stille Entzündung.
Und diese Entzündung,
die setzt Alterungsprozesse ganz stark in Gang.
Was ich aber noch sagen möchte, das muss man sich klarmachen.
Es gibt für mich einen wunderbaren Versuch.
Den haben Wissenschaftler
an der Karolinska Universität in Stockholm
durchgeführt und das waren Neurologen und die wollten mehr wissen,
wie das Gehirn und der Darm, also die sogenannte Brain-Gut-Axis,
wie die zusammenwirken.
Und die hatten die Erlaubnis von ihrer Ethikkommission,
dass sie bei fünf verstorbenen Patienten, die an Parkinson verstorben waren,
durften sie aus der Substanz Anigra,
wo dieses mutierte Protein, das Alpha-Synuclein, gebildet wird,
was die Dopaminfreisetzung blockiert, worüber der Patient
diese Parkinson-Symptome bekommt.
Das konnten sie dieses Alpha-Synuclein entnehmen.
Dann haben sie dieses Alpha-Synuclein
markiert mit einem Radioisotop
und haben es Ratten in den oberen Dünndarm, in die Dünndarmwand gespritzt.
Und wollten sehen, wohin geht das?
Wohin migriert das?
Und als Kontrolle haben sie synthetisches Synuclein markiert
oder einfach nur Albumin als normales körpereigenes Eiweiß
auch gespritzt.
Und interessanterweise ist nur das Synuclein,
was entnommen wurde und das synthetische, also dieses spezifische Protein,
das ist über vagale Nervenfasern
in den Vaguskern im Gehirn gewandert
und von dort aus direkt in die Substanzia Nigra dieser Tiere.
Das humane Albumin als Protein blieb vor Ort, wo es injiziert wurde.
Und nach drei Wochen, und das war so faszinierend,
zeigten 100 Prozent ausnahmslos alle Tiere Parkinson-Symptome.
Was bedeutet das jetzt für uns?
Wenn, wenn unsere Darmwand,
unsere Mucosaschicht, die Schleimhaut geschädigt ist,
weil unser Mikrobiom gestört ist,
dann kommt es zwischen den Epithelien zu sogenannten
kleinen Poren.
Wir nennen das Leaky Gut.
Und dann können Gifte, Schwermetalle, Pestizide, Herbizide,
die auf dem Gemüse, auf dem Obst drauf ist,
die können direkt in die Darmwand gelangen
und von dort aus über vagale Nervenfasern ins Gehirn
und dann dort Neurodegeneration auslösen.
Also Schwermetalle wie Aluminium, Cadmium,
Quecksilber, die ja sehr stark oft in
Meeresfrüchten vorkommen.
Aluminium zum Beispiel kommt auch vor in vielen Kosmetika.
Achten Sie darauf, dass Sie Deodorant nehmen,
wo null Prozent Aluminium draufsteht.
Gibt es jetzt.
Gibt es auch eine andere Bezeichnung?
Weil Meixner ist es ja total versteckt hinter Namen,
die eigentlich der Konsument gar nicht nachvollziehen kann.
Beim Aluminium eigentlich nicht.
Nicht, dort ist einfach...
Das steht da drauf, ja.
Ich erkläre das, weil es so entscheidend an uns selbst hängt,
dass wir diese innere Schutzschicht aufrechterhalten.
Und das geht nur, indem wir ein gesundes Mikrobiom haben.
Das gesunde Mikrobiom muss man mit den richtigen Mitteln
aus unserer Ernährung füttern.
Und oder man gibt zusätzlich Probiotika.
Das wäre noch mal ein anderer
Themenbereich, den wir besprechen können.
Präbiotika sind Substanzen, die geben direkt
Zwischenprodukte, Antibakterien ab, die die Bakterien fermentieren können.
Und Probiotika sind Substanzen, die Bakterienstemme enthalten,
die das Mikrobiom direkt unterstützen.
Und damit kann man das Mikrobiom eben auch sehr gut
in seiner physiologischen Zusammensetzung aufrechterhalten.
Also Fazit ist eigentlich ein gesunder Alterungsprozess.
Verhinderung von neurodegenerativen Erkrankungen und und und hat immer
fast immer einen Zusammenhang mit dem Darm.
Ja, und wenn wir darauf schauen, dass wir einen gesunden Darm haben,
können wir eigentlich einen langen, gesunden Alterungsprozess
mit Freude entgegenblicken.
Richtig, das wurde im Tiermodell,
in verschiedenen Tiermodellen auch sehr, sehr gut gezeigt.
Ein ein wunderbares Modell ist der
der Faden, der Nematoden der Fadenwurm,
den Forschern nehmen, um zu zeigen,
welchen Einfluss haben bestimmte Substanzen auf das Überleben?
Und im Fadenwurm kann man teilweise 14, 21 Tage, die länger leben lassen.
Das bedeutet etwa fünf, sechs Jahre länger in der Maus
oder zehn Jahre länger bei Menschen.
Alleine dadurch, das konnte man für den Fadenwurm,
für die Drosophila megalogaster Fliege zeigen,
aber auch für die für die Maus schon, dass in den Mäusen
war es zum Beispiel ein Bifidobakterium,
zwei Stämme, die man zusätzlich der einen Gruppe ins Futter hatte,
den anderen nicht, nur als Probiotikum zusätzlich gegeben.
Und diese Mäuse haben, die das bekamen, signifikant länger gelebt.
Die hatten signifikant weniger Geschwür und signifikant weniger Krebserkrankungen.
Alleine durch den Zusatz von zwei verschiedenen Bifidobakterien Stämme.
Ist ja spannend.
Und das zeigt eben die Wirksamkeit dieses gesunden Mikrobioms,
uns zu schützen und Stoffwechselprozesse mit zu regulieren,
weil sie direkt interagieren mit nicht nur mit Immunzellen im Darm,
sondern auch mit Endochromaffin Zellen.
Das sind Zellen des sensiblen autonomen Nervensystems,
die direkt verschaltet sind mit dem Gehirn.
Ich bin ja so fasziniert vom Mikrobiom,
weil es gab eine sehr, sehr gute Untersuchung in Science publiziert,
also ganz hochwertiges Journal, wo man einen Transplant gemacht hat.
Man hat Bakterien aufgereinigt aus dem Stuhl von einem Zwillingspaar.
Das waren zwei Schwestern, Zwillinge.
Die eine war sehr dickleibig, die andere war sehr schlank.
Und dann hat man dieses Bakterien Sterilfiltrat aus dem Stuhl isoliert aus beiden Personen
und hat das Mäusen gegeben und hat die beiden gleich ernährt.
Und die, die die Bakterien aus dem Stuhl der dicken Person bekamen,
die wurden obese, die wurden fettleibig.
Tatsächlich? Sogar?
Und die anderen, die blieben schlank,
obwohl sie die gleiche hochkalorische Ernährung hatten.
Aber das ist ja unfassbar bedeutsam.
Ja, weil wir jetzt inzwischen wissen, dass bestimmte Bakterien, die Firmikutes,
wir tragen etwa 60 Prozent Firmikutes in uns, eine große Familie an Bakterien,
und wenn die mehr als 70, 75 Prozent ausmachen,
dann stellt unser Metabolismus um und es wird jede Kalorie, die wir zu uns nehmen, absorbiert.
Wir können nicht mehr abnehmen.
Beispielsweise die Kühe haben extrem viel Firmikutes, weil sie fressen nur Gras,
haben einen großen Organismus zu ernähren, brauchen jede Kalorie.
Für die Kühe ist das völlig in Ordnung, über 90 Prozent Firmikutes zu haben.
Für uns ist es aber schädlich, weil wir dann dickleibig werden.
Und es gibt zum Beispiel eine Substanz Inulin, sehr hoch in Äpfeln,
die bringt die Firmikutes-Bakterienkolonien wieder runter.
Und damit können wir auch wieder andere metabolische Stoffwechselprozesse einleiten
und können automatisch abnehmen.
Also das zeigt, wie die Bakterienprodukte, die die Bakterien auch freisetzen,
unseren Metabolismus mitsteuern und darüber entscheiden, ob wir dünn oder dickleibig sind.
Wenn ich jetzt mal sage, das wissen die meisten Zuschauer ja auch schon,
was eine gesunde Ernährung wäre mit Fasernstoffen,
wo das Proberotikum wirklich da ist, Kohlenhydratarm, wenig Zucker usw.
Das wissen wir eigentlich, wir müssen es nur tun.
Aber wenn wir auf der anderen Seite noch sagen, wir würden uns regelmässig
noch Bakterienstämme zuführen,
dann sind wir doch eigentlich wieder bei diesen effektiven Mikroorganismen, oder?
Richtig, ja.
Wirklich?
Ich nehme jeden Tag so 2 x 10 ml EM mit diesen 33 Bakterienstämmen
und übergebe das einfach dem Darm.
Das macht doch total Sinn, wenn ich das jetzt so höre.
Das macht absolut Sinn.
Das ist etwas, was ich auch jeden Tag mache,
weil diese effektiven Mikroorganismen und das ist auch wirklich sehr, sehr gut
wissenschaftlich fundiert und etabliert,
was die für schützende Funktionen in unserem Darm haben.
Indem sie Stoffwechselprodukte generieren,
die an Zielzellen im Darm binden und darüber Signalwege aktivieren,
die uns gesund und jung halten.
Und wenn die mit dem Alter nimmt,
eben diese Schutzschicht, dieser Mucosafilm wird immer dünner.
Die Permeabilität, die Durchlässigkeit der Epithelien nimmt zu.
Damit kommen mehr und mehr Bakterienprodukte
durch diese innere Barriere in die Darmwand
und die lösen immer Entzündung aus.
Und dann kommt der Alterungsprozess ganz schnell.
Und die EMs verhindern das.
Ja, wieder so etwas.
Das kostet nichts, fast gar nichts.
Ist der Revolution in eurer Medizin, wenn wir das jetzt mal so antickern
oder bezeichnen, es müssten nur alle tun.
Es müssten alle tun.
Und ich möchte noch, weil ich verstehe diese Sendung ja auch
als im Hinblick nicht nur wissenschaftlich,
auch praktischer Ratgeber, war mir auch noch fremd.
Habe ich jetzt unlängst gelernt und mich da vertieft.
Das ist die Rolle von dem sogenannten High Fructose Corn Syrup
nachzulesen als HFCS.
Wenn man das kürzer eingibt High Fructose Corn Syrup.
Das ist ein Produkt, was die Nahrungsmittelindustrie
in zunehmendem Maße einsetzt, um in prozessierten,
also Fertiggerichten, aber auch Säften,
die geschmackvoll süß zu halten.
Es ist etwas komplett anderes, ob man sich einen frischen Orangensaft
presst und den trinkt oder eine Flasche aus dem Supermarkt kauft,
wo auch steht 100 Prozent Konzentrat
Orangensaft ist trotzdem 40 bis 60 Prozent
dieses Fructose Syrups drin.
Und dieser Fructose Syrup blockiert, wenn man ihn aufnimmt,
sofort Signalwege, die eine vernünftige,
oxidative Stoffwechsel
in unseren energiebildenden Organellen
in der Zelle bewerkstelligen, nämlich die Mitochondrien.
Und die Mitochondrien werden dadurch verleitet,
viel mehr freie Radikale zu produzieren.
Die freien Radikale schädigen,
andere Zellen schädigen DNA und machen Entzündung wieder.
Und das führt zur sogenannten oxidativen Stress
und oxidativer Stress macht Seneszenz.
Und es ist, ich weiß nicht, haben wir noch die Zeit,
über Seneszenz zu sprechen?
Ja, machen wir auch gern.
Das muss man kurz erklären.
Seneszenz ist ein Begriff, der steht eigentlich für Alterung
und eine seneszente Zelle ist eine gealterte Zelle.
Und die Evolution hat es sehr schön eingerichtet,
dass sie uns schützt vor Krebs,
weil wenn eine Zelle ein Gefahrensignal bekommt,
beispielsweise durch eine Chemotherapie
oder durch eine Bestrahlung oder durch oxidativen Stress,
weil unsere Mitochondrien nicht mehr richtig arbeiten
und viele freie Radikale produzieren,
dann kriegt diese Zelle dieses Stresssignal
und die fängt an, drei Dinge zu machen.
Erstens intrinsische in der Zelle ablaufende Signalwege
führen dazu, dass die Zelle sich nicht mehr teilen kann.
Das ist ja was Gutes, weil das schützt uns vor Krebs.
Dieser Zellteilungsstopp.
Die Zelle kann aber auch nicht mehr in den Zell tot,
in die in die selbst eingeleitete Apoptose.
Apoptose ist ein Suizidprogramm, was in der Zelle abläuft,
wenn sie geschädigt ist, wo sie zerfällt
und die zerfallenden Teile werden vom Immunsystem abgeräumt.
Die Zelle ist weg, wird ersetzt.
Und je älter wir werden und je mehr seneszente Zellen wir haben,
desto weniger können die in die Apoptose,
sondern bleiben als seneszente Zellen liegen und fangen dann an.
Und das ist das Problem mit seneszente Zellen.
Die fangen an, Unmengen an Entzündungsbotschaften,
Botenstoffen freizusetzen in die Umgebung.
Dann wächst es.
Und dann werden gesunde Zellen in der Umgebung auch seneszent.
Und so akzeleriert das immer mehr.
Und man weiß heute, dass jedes Organ im Alter
mehr seneszente Zellen enthält, jedes Gewebe
als ein vergleichbar jüngerer Patient.
Aber wenn man jetzt zum Beispiel einen 70-jährigen
Alzheimer oder Parkinson Patient im Gehirn anschaut,
dann hat der noch mal signifikant mehr seneszente Zellen
als der 70-Jährige ohne Alzheimer.
Und das führt dazu, dass jetzt Studien laufen
mit sogenannten Senolytika.
Das sind Substanzen, die kann man nehmen,
um die seneszente Zellmenge wieder runterzufahren
im Körper und erreicht 20, 25 Prozent weniger.
Und plötzlich ist die Organfunktion wieder komplett da,
weil die Entzündung entsprechend runtergefahren wird.
Und organische Senolytika, die wir selbst zu uns nehmen können,
sind Quercetin aus vielen Erdbeeren.
Beispielsweise andere Früchtebeeren haben Quercetin,
kann man auch gut kaufen als Ergänzungsmittel oder Fisetin.
Und die beiden, das wurde jetzt schon gezeigt,
die können Seneszenz runterfahren, damit die Verjüngung einladen.
Aber auch mit Mikrobakterien, EMs.
Es gibt bestimmte EMs, die können Seneszenz abbauen.
Immunseneszenz vor allem.
Das ist beeindruckend.
Und und darüber können wir unsere biologische Uhr
auch wieder zurückdrehen.
Und weil wir nämlich das, weil nämlich das Alte selbst,
das Alte selbst, wenn man guckt mit 50 Jahren,
gehen die Anzahl der chronischen Erkrankungen signifikant nach oben.
Und das kann man extrapolieren.
Und je älter wir werden, desto schneller funktioniert das.
Und wenn wir diese Seneszenz aber runterfahren,
dann passiert das nicht.
Ja, ganz klar. Ich habe es völlig verstanden.
Aber es wird auch sehr viele Fehlernährungsphasen auch verzeihen,
wenn wir eigentlich mit den EMs arbeiten,
tagtäglich schauen, dass diese Schleimschicht stabil ist.
Das ist ein ganz wesentlicher Einflussfaktor auf auf Seneszenz.
Es ist nicht der einzige. Es gibt andere.
Und die AGEs hattest du schon
auch mal erwähnt in einem vorigen Gespräch.
AGEs sind glykolisierte Zucker.
Der HbA1c, das wird den Diabetikern alle was sagen,
ist ein glykolisiertes Protein vom Hämoglobin,
was eben zeigt, dass langfristig im Blut zu hohe
dieser glykolisierten Zucker da sind.
Und die steigern die Insulinresistenz und machen Diabetes
und die ganzen Nebenwirkungen.
Auch das wird mitgesteuert
über über schlechte Bakterien oder gute Bakterien,
wie unser HbA1c ist.
Man kann heute zeigen, dass bestimmte Bakterienstämme
schützen vor Neurodegeneration, vor Diabetes, vor Rheumatoiden Erkrankungen.
Quasi jede chronische Autoimmunerkrankung
ist irgendwo mitgesteuert über unser Mikrobiom.
Und deswegen ist es so wichtig, gesundes, möglichst diversifiziertes,
viele Bakterienstämme umfassendes Mikrobiom zu haben.
Das schützt uns.
Und die Diversifizierung des Mikrobioms nimmt mehr und mehr ab.
Je weniger wir gesund organisch essen.
Gibt ja auch die Studien zwischen Kindern auf dem Land und Kindern in der Stadt,
wo auch schon gezeigt wird, dass das Mikrobiom
viel, viel, viel vielfältiger ist bei Kindern auf dem Lande.
Ich glaube, es hängt auch damit zusammen, dass diese Kinder auf dem Lande
noch mit ganz anderen Immunogenen vom Kindesalter an sich auseinandersetzen
und damit eine viel breitere Immunantwort zur Verfügung haben.
Als Kinder, die in sterilen Räumlichkeiten
alles sauber zu Hause in der Großstadt aufwachsen.
Lieber Fred, das, was wir jetzt gerade gemacht haben, das macht mir so mega Spaß.
Das ist für mich etwas, wo ich wieder richtig was lernen kann
und etwas Praktisches, ein praktisches Mittel
den Zuschauern geben kann.
Einfach zu verstehen, wie mit wenigen Handgriffen sie etwas tun können,
um das Mikrobiom zu stärken, diese Schleimschicht, dass nichts durchkommt.
Dass da möglichst alles entgiftet wird innerhalb des Darms,
bevor es irgendwo ins Blut geht.
Und wir eigentlich selbst in der Hand haben, wie schnell wir altern,
wie groß die Entzündungsprozesse sind und Schmerzen verursachen
und insbesondere auch degenerative Erkrankungen des Gehirns
eigentlich selbst in den Händen haben.
Einfach durch dem, dass wir auf die Ernährung achten.
Das wissen wir.
Aber mit der Zugabe von EMS tatsächlich etwas haben,
um das einfach zu stärken.
Das macht mir Spaß.
Das freut mich.
Ich hoffe, die Zuschauer konnten damit auch etwas anfangen.
Ganz bestimmt.
Danke ganz herzlich.
Professor Dr. Fred Fenderich war das für Sie, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer.
Und ich kann mich nur verneigen,
herzlich Danke sagen und Ihnen viel Spaß bei der Anwendung wünschen.
Bis ein anderes Mal. Auf Wiedersehen miteinander.