Männer- und Frauen-Gesundheit im Fokus Teil 6/6: Urologe Dr. Michael Blessing gibt Antworten auf TABU-Themen. Heute: Harnwegsinfektionen verstehen. Die Lösung sorgt vor, dass es keine trockene Scheide und keine Gefahr einer Prostatitis gibt! Harnwegsinfektionen sind nicht nur schmerzhaft, sondern können auch eine Vielzahl von negativen Wirkungen haben, insbesondere bei Männern und Frauen. Von Prostatitis bis zu Scheidentrockenheit können die Auswirkungen vielfältig und belastend sein. Der Schlüssel zu diesem Problem liegt oft in einer Schwäche der Schleimhaut, deren Ursprung wiederum im Darm zu finden ist.
Die Schleimhaut im Darm spielt eine entscheidende Rolle bei der Abwehr von Infektionen und der Aufrechterhaltung eines gesunden Gleichgewichts im Körper. Eine Schwäche dieser Schleimhaut kann jedoch den Weg für Harnwegsinfektionen ebnen, die nicht nur die Blase betreffen, sondern auch weitere Komplikationen nach sich ziehen können.
Die gute Nachricht ist, dass die Identifizierung der Ursache oft auch den Weg zur Lösung weist. Durch gezielte Maßnahmen zur Stärkung der Darmgesundheit können die lästigen Nebenwirkungen von Harnwegsinfektionen minimiert oder sogar verhindert werden. Eine ausgewogene Ernährung, probiotische Lebensmittel und die Aufrechterhaltung eines gesunden Lebensstils können dazu beitragen, die Schleimhaut zu stärken und somit das Risiko von Harnwegsinfektionen zu reduzieren. Daher ist es nicht nur wichtig, Harnwegsinfektionen zu behandeln, sondern auch präventive Maßnahmen zu ergreifen, um das Wohlbefinden des gesamten Urogenitalsystems zu fördern. Eine ganzheitliche Herangehensweise, die die Darmgesundheit berücksichtigt, kann einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, die Auswirkungen von Harnwegsinfektionen zu minimieren.
Dr. med. Michael Blessing, ein ganzheitlich orientierter Urologe mit Schwerpunkt Männergesundheit, hat in einer Reihe von Fernsehinterviews verschiedene TABU-Themen angesprochen und wertvolle Hilfestellungen sowie Lösungsansätze geboten. Das Besondere an diesen Sendungen ist, dass sie nicht nur die Probleme benennen, sondern auch ihre Ursachen erklären. Die Kenntnis des Problems ermöglicht es den Betroffenen, gezielt Lösungen zu finden. In einer Reihe von Fernsehsendungen hat Dr. Blessing die Vielfalt der Männergesundheit beleuchtet:
*Tabu Thema der Männer: Mangelndes Stehvermögen im Schlafzimmer* Mangelndes Stehvermögen: Ursachen und Lösungsansätze für sexuelle Leistungsprobleme. *Hormon-Check für Männer müsste obligatorisch sein!* Hormonstörungen beim Mann: Testosteronmangel und Libidoverlust. *Die stille Last der Männer: Erektionsprobleme als Vorboten von Herzproblemen* Impotenz – erektile Dysfunktion: Ursachen, Therapie und Behandlungsmöglichkeiten. *Prostataprobleme verstehen: Von der Vergrößerung bis zur Krebsdiagnose* Prostatakarzinom und vergrößerte Prostata: Behandlungskonzepte und Aussagekraft des PSA-Werts. *Die Chlamydien-Pandemie bei Jugendlichen: Warum JEDER diesen Test durchführen sollte* Sexuell übertragbare Erkrankungen: Die Chlamydien-Pandemie bei 60 % aller Jugendlichen. *Prostatitis und Scheidentrockenheit: Die verborgenen Folgen von Harnwegsinfektionen* Harnwegsinfektionen bei Mann und Frau: Ursachen und präventive Maßnahmen. Es ist entscheidend, alle Sendungen anzuschauen, da einige Probleme miteinander verknüpft sein können. Dr. Blessing zeigt auf, dass für jedes Problem eine Lösung existiert. Bei Unsicherheiten ist es ratsam, einen versierten Urologen zu konsultieren. Die Männergesundheit verdient Aufmerksamkeit und eine offene, informative Herangehensweise.
▬ Zu Gast ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ Dr. med. Michael Blessing, Urologe, Arzt für Männergesundheit Moderation: Alexander Glogg Sendenummer: Nhol_231122_S6_blessing
▬ Über QS24 ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ QS24 stellt die erste deutschsprachige Informationsdatenbank dar, die die Naturheilkunde und ganzheitliche Medizin inklusive der Psyche abdeckt. Somit hat man eine weitere Sichtweise in Ergänzung zur herkömmlichen Medizin.
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Herzlich willkommen, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer,
hier in unserem Format Naturmedizin.
Ich habe heute einen Experten da für Männergesundheit.
Dabei geht es aber auch um sogenannte Tabuthemen,
über die Männer eigentlich nie sprechen.
Wir machen jetzt gerade die sechste Sendung
und ich möchte Ihnen ganz kurz zusammenfassen,
dass es auch fünf Sendungen vorher gibt.
Nämlich Thema 1 haben wir über Stehvermögen gesprochen,
was man da alles machen kann.
Wir haben über den Libidoverlust geredet,
über Hormonschwankungen des Männers, des Mannes,
was man da alles machen kann.
Wir haben über Impotenz, Erektile Dysfunktion gesprochen.
Auch das bitte nicht verzagen.
Fragen Sie einen Urologen, der kann Ihnen helfen.
Dann haben wir über die Prostata gesprochen,
von Entzündungen bis hin zu Prostatakrebs.
Auch da ein ganz wertvoller Input, den ich schon gehört habe
von unserem Urologen.
Dann haben wir über sexuell übertragbare Erkrankungen gesprochen
und hier insbesondere die Chlamydien gesehen.
Das betrifft aber auch die Damen.
Bitte schaut euch diese Sendung an.
Es ist für alle jungen Leute wichtig,
dass wir das Tragen dieser Chlamydien einfach unterbinden.
60% der jungen Menschen seien anscheinend
schon Träger dieser Chlamydien.
Heute reden wir über Harnwegsinfektionen,
und zwar nicht nur bei Männern,
die gibt es selbstverständlich auch bei Damen.
Was unser Urologen hier alles für Rate und Hilfestellung
uns zu bieten hat, wie eine Harnwegsinfektion sich anfühlt,
wie das aussieht, was das Problem ist, allem Drum und Dran,
das werden wir gleich noch im Intro besprechen.
Bleiben Sie dran.
Da sind wir wieder.
Jetzt darf ich meinen Gast auch vorstellen.
Es ist aus Bad Wörishofen angereist,
Dr. Matt Michael Blessing.
Herzlich willkommen, lieber Michael.
Hallo, Alexander. Schön, dass ich da sein kann.
Grossartig. Ich habe Freude.
Du siehst, ich bin mit Begeisterung und Emotionalität dabei,
weil ich wieder etwas gelernt habe.
Immer wenn ich etwas lerne, habe ich Freude.
Dafür danke ich dir ganz herzlich,
dass du mir dieses Geschenk gemacht hast.
Gerne.
Harnwegsinfektionen, fangen wir mal an.
Merkt das jeder, der das hat?
Fast jeder.
Das heißt, das Wasserlassen brennt.
Ja, das ist eigentlich das Leitzymptom einer Harnwegsinfektion,
dass du Schmerzen beim Wasserlassen brennen hast.
Diese Schmerzen spüren wir in der Harnröhre,
sie entstehen aber in der Harnblase.
Die Harnröhre selber hat eigentlich keine Nerven,
die Gefühle übertragen könnten.
Wir haben vorne an der Penisspitze die Nerven,
wo es austritt.
Da spüren wir etwas.
Und dann hinten an der Blase.
Wenn ich mich zurückerinnere,
ich hatte sicherlich auch mal ein Brennen beim Wasserlösen,
aber das war vielleicht einmal einen Tag.
Und dann war wieder weg.
Ansonsten kann ich mich nicht erinnern an so etwas.
Vielleicht zweimal im Leben hat es mal gebrannt.
Ich dachte dann immer, ich habe viel zu wenig Wasser getrunken.
Was ist jetzt Sache?
Reduziert sich das von alleine, wenn eine Infektion da ist?
Ja, wenn dein Immunsystem entsprechend gut aufgestellt ist,
könntest du eine Harnwegsinfektion durch Bakterien
auch wieder von alleine wegbekommen.
Diese zweimal, wo du dieses Brennen gespürt hast,
könnte es tatsächlich sein, dass das einfach entstanden ist
durch diesen konzentrierten Urin, weil du zu wenig getrunken hast.
Eben, das gibt es auch.
Da gibt es dann manchmal so leichtes Brennen,
dass die Menschen dann merken, wenn der Urin sehr dunkel ist,
ich habe zu wenig getrunken.
Das ist ja eine Säure, man kann ja brennen.
Ja, er sollte eigentlich alkalisch sein.
Sollte?
Ja, wenn wir sauren Urin haben,
dann haben wir im Körper sehr viele saure Valenzen
und unser Milieu sollte ja eher neutral bis alkalisch sein.
Das liegt aber auch an der Ernährung.
Wir haben eine sehr hohe Eiweißzufuhr in unseren Breitengraden
und deswegen ist unser Körper oft eher sauer,
was nicht so gut ist.
Und unsere Nieren haben ja die Aufgabe,
diese Schadstoffe sozusagen, auch die sauren Valenzen,
rauszubringen und das machen sie über den Urin.
Das sehen wir dann bei der Untersuchung,
wenn der pH-Wert unter 6 ist.
Dann ist es eigentlich zu sauer.
Wie kommt es zu einer Harnwegsinfektion?
Sehr spannendes Thema.
Letztendlich kommt es zu einer Harnwegsinfektion
durch eine Schwäche des Schleimhaut-Immunsystems.
Schleimhaut-Immunsystems?
Genau.
Wieso habe ich eine Schleimhaut?
Zu wenig Schleimhaut?
Nein, nicht zu wenig Schleimhaut,
sondern das Immunsystem deiner Schleimhäute hat eine Schwäche
und dann können Bakterien über die Harnröhre
in deine Blase eindringen.
Schleimhaut-Schwäche.
Jetzt gehen wir wieder rein in die Tiefe.
Warum ist die schwach?
Da gibt es viele Ursachen.
Vielleicht erkläre ich das erst einmal,
wie das ganze Schleimhaut-Immunsystem aufgebaut ist
und wie es funktioniert.
Wir haben Schleimhäute von dem Mund, der Nase,
über unsere Speiseröhre, Magen, Darm.
Dann kommt bei uns Männern die Harnröhren-Schleimhaut,
die Blasenschleimhaut.
Die prostatische Harnröhre ist auch überzogen mit Schleimhaut.
Bei den Frauen ist die Scheide noch mit dabei.
Das sind die Schleimhäute des Körpers.
Die Schleimhäute sind ein dickes Mikrobiom, oder?
Jetzt kommen wir genau an diesen Punkt.
Zunächst einmal ist es vom Darm so.
Der Darm hat das sogenannte Mikrobiom.
Wir haben über unserer Darmschleimhaut
die Milliarden von Bakterien.
Das ist wie ein Film.
Manche sagen, das sieht aus wie ein Zuckerguss.
Hier wird das Immunsystem für unsere Schleimhäute
und für unseren ganzen Körper gesteuert.
Wir haben auch im Darm, in der Darmwand,
sehr viele immunkompetente Zentren und Zellen sitzen.
Das ist etwas, was mich als Urologe nicht betrifft.
Für mich ist wichtig zu erkennen,
warum der Mann oder die Frau eine Blasenentzündung bekommen hat.
Bei uns Männern ist eine Prostataentzündung noch heftiger,
wenn die Bakterien in die Prostata wandern
und sich dort wunderbar wohlfühlen und vermehren.
Prostatitis kommt aufgrund der Schleimhautschwäche,
was aber auch wieder eine Harnwegentzündung geben könnte
oder auch bedingt.
Das ist immer mit dabei.
Eine Prostataentzündung ohne Blasenentzündung
gibt es eigentlich nicht.
Das Immunsystem kann jetzt, wenn es zu einer Schieflage kommt,
in unserem Mikrobiom eine Schwäche entwickeln.
Dann funktioniert es nicht mehr.
Wir infizieren unsere Blase oder die Scheide
oder was auch immer mit unseren körpereigenen Bakterien.
Der E. coli, den ich nachweise in der Blasenentzündung bei der Frau
oder in der Prostataentzündung beim Mann,
kommt aus unserem eigenen Darm.
Rippen, Darm.
Der wandert da unten im Darmbereich.
Wenn wir uns einen Abstrich machen würden da unten,
wir haben alle geduscht heute Morgen, wir haben uns gut gereinigt,
dann habe ich da unten bestimmt an die mehrere Millionen E. coli
und Enterokokken und was es da so alles gibt im gesamten Genitalbereich.
Das können wir nicht verhindern.
Was wir aber verhindern können ist,
das Immunsystem der Harnröhrenschleimhaut verhindert,
dass die Bakterien, die E. colis, in die Harnröhre einwandern.
Die werden vorher abgetötet und unschädlich gemacht.
Und wenn das jetzt nicht mehr richtig funktioniert,
dann entsteht eine Entzündung.
Jetzt Stress.
Bei uns Männern ist das nicht so häufig.
Bei den Frauen ist das viel häufiger.
Das hat eine rein anatomische Ursache.
Die Frauen haben eine Harnröhre, die zwei, drei, vier Zentimeter lang ist.
Bei uns Männern, die ist eben acht, zehn, zwölf Zentimeter lang,
je nachdem wie groß der Mann ist.
Da braucht es ja viel länger, bis das Bakterium da reinwandert.
Rein mechanisch reicht es schon aus, wenn ich Wasser lasse,
dass das Bakterium ausgeschwemmt wird.
Und bei den Frauen ist es deswegen auch viel häufiger,
diese Infektionen.
Es kommt dazu, die Scheide ist bei den Frauen
ein ganz wichtiger Immunfaktor.
Die Frauen haben als junge Frauen,
wenn sie ein gutes Hormonsystem und alles haben,
immer einen weißlichen Ausfluss.
In diesem weißlichen Ausfluss sind Bakterien,
die Wasserstoffperoxid produzieren.
Das ist das stärkst wirksame Zellgift, das wir kennen.
Das heißt, es ist eine Desinfektion eigentlich,
dass alles sauber bleibt.
In der Scheide werden wir viele andere Bakterien finden,
auch krankmachende Bakterien finden.
Die werden aber alle in Schach gehalten
von diesen gesunden Bakterien, Milchsäurebakterien.
Das ist das, was gesund ist
und was die Frau vor Blasenentzündungen schützt.
Das hat aber auch hormonell einen ganz wichtigen Stellenwert.
Wir sehen das bei Frauen nach den Wechseljahren.
Wenn die Östrogenproduktion versiegt,
dann kriegen die oft Jahre, Jahrzehnte nach dem Ende
der Östrogenproduktion permanent Blasenentzündungen.
Die Scheide wird furchtbar trocken,
die Schleimhaut verkümmert
und dadurch kommen die Bakterien viel leichter rein.
Deswegen hat das auch ein hormonelles Thema.
Frauen nach den Wechseljahren bekommen von mir immer,
wenn es aus gynäkologischer Sicht nicht etwas dagegen spricht,
Brustkrebs z.B. in der Vorgeschichte,
bestimmte Brustkrebsarten darf man es nicht machen,
immer eine Empfehlung, Östrogen lokal zu machen.
Da sind wir sicher, das verursacht keinen Krebs,
das ist das Östriol.
Und dadurch bauen wir die Schleimhaut der Scheide auf.
An der Harnröhre der Frau sind östrogenempfindliche Zellen,
die sich dann so aufblustern
und eine mechanische Barriere bilden können.
Das kombiniere ich sehr gerne
mit einem milchsäurebakterienhaltigen Zäpfchen,
um zu erreichen,
dass das natürliche Immunsystem der Schleide wieder aufgebaut wird.
Du sähst die guten Bakterien.
Ja, und im weiteren Schritt würde man jetzt hergehen,
das mache ich auch bei den Männern,
dass man dann z.B. hergeht und sagt,
naja, wir haben ja auch im Darm
diese wasserstoffperoxid bildenden Bakterien.
Die schützen ja meinen Darm vor Infektion.
Und es gab schöne Studien,
wenn du das als Pulver trinkst,
dann kommt das unten in der Scheide
und im Genitaltrakt des Mannes an.
Also die Bakterien wandern dann auch über den Damm dahin,
wo sie hingehören.
Und so kann man dann auf eine ganz natürliche Art und Weise
versuchen, das Schleimhaut-Immunsystem zu stärken
und wieder funktionsfähig zu machen.
Aber das ganze Theater fängt ja eigentlich damit an,
dass das Darmmilieu eigentlich schlecht ist,
die Ernährung schlecht ist,
wie vieles Dinge machen,
wie Antibiotikumschlucken und, und, und,
was dazu führt.
Antibiotikumschlucken ist ja auch einer der Therapieansätze
bei Harmproblemen,
was ja eigentlich dem natürlichen Wiederaufbau
wieder konträr entgegenwirkt.
Oder?
Wenn ich Antibiotikum schlucke,
baue ich keine Schleimschichten auf, oder?
Ja, man muss es ein bisschen differenziert
versuchen zu betrachten.
Also manchmal kannst du ohne Antibiotikum nicht mehr.
Sag ich ja auch, das ist ja okay.
Aber dann muss ich ja wieder aufbauen.
Das darf ich nicht danach machen,
das muss ich gleich machen.
Also bei mir kriegt grundsätzlich jeder Patient,
der ein Antibiotikum bekommt,
immer einen Darmschutz.
Ja, aber da kann ich dir die Hand geben,
da bist du grossartig.
Ich kenne wenige Leute, die das machen.
Ich kenne Darmspiegelungen.
Da wird auch nie etwas mit Bakterien wieder gemacht,
sondern es ist einfach so, punkt aus, fertig, oder?
Und die Probleme können ja über Jahre bestehen,
bis der Darm sich selber wieder über meine Ernährung,
die ja heute einfach auch schon,
wenn ich sie ausgewogen und gut habe,
nicht mehr so gut ist mit den Nährstoffen und allem,
wie vor 100 Jahren.
Aber alles fängt an beim Darm.
Richtig.
Und wenn ich den Darm gut saniert habe,
sollte ich eigentlich die Wirkung ja auch nicht mehr haben.
In akuten Fällen geht man eben auch lokal vor,
mit Zeppeln, mit Bakterien,
vielleicht auch mit Antibiotikum,
um da schneller mal ein bisschen aufzuräumen,
verstehe ich alles.
Also bei den Frauen nach den Wechseljahren
bin ich schon auch so, dass ich sage,
ja, die Behandlung der Scheide mit der Trockenheit,
mit dem Verlust der Schleimhautfunktion,
die muss meiner Erfahrung und meines Erachtens nach
einfach regelmässig und dauerhaft erfolgen.
Das weiss aber auch wieder niemand, oder?
Geht die Dame zum Gynäkologen, Arzt,
und sagt, ich habe trockene Scheide
und das Sexualverkehr tut mir weh, wie verrückt.
Was kann ich tun?
Dann kriege ich wahrscheinlich eine Gleitkrähe, oder?
Teilweise ja.
Aber das ist ja keine Ursache.
Bei uns, die Gynäkologen,
also zumindest eine Gynäkologin,
mit der ich auch relativ regelmässig zusammenarbeite,
bekommen die Frauen grundsätzlich immer auch
mal eine Österrealsalbe aufgeschrieben
oder Zäpfchen oder Milchsäure-Zäpfchen,
damit das Milieu aufgebaut werden kann.
Ja, super.
Das finde ich auch sehr wichtig.
Wir haben halt immer die Fachrichtungen,
ja, die Urologen haben das ein bisschen anders,
die Gynäkologen machen das mit wenigen Dosen regelmäßig.
Ich bin so ein Freund davon, mach mal eine Kur,
mach es einmal sieben, zehn Tage, 14 Tage am Stück,
bis das Niveau wieder gut ist,
dass eine schöne Feuchtigkeit in der Scheide da ist,
weil das ist ja gerade das, was du ansprichst,
auch die Trockenheit,
da hat doch keine Frau mehr Lust auf Sex, wenn es wehtut.
Ja, und das muss nicht sein.
Und dann lass mal wieder ein bisschen Pause,
bis das wieder weniger wird,
und dann kann man es so machen,
die Gynäkologen neigen dazu,
das eher einmal die Woche zu geben.
Wenn ich aber eine Blasenentzündung habe
oder die immer wieder kommt,
dann ist diese Gabe einfach viel zu niedrig.
Dann müssen wir das wirklich einmal über mehrere Wochen
konsequent täglich machen.
Das ist manchmal sehr unangenehm,
wenn die Frauen abends die Zäpfchen einführen in die Scheide,
und dann gehen sie ins Bett.
Dann wird es ja flüssig, da soll es ja werden,
über die Nacht, durch die Körperwärme,
und dann läuft es natürlich auch aus der Scheide etwas raus,
und das empfinden die Frauen dann oft als sehr lästig oder unangenehm.
Aber im Grunde genommen ist es ...
Eigentlich gut.
Also für die Sache als solche ist es gut.
Aber ich bin ein Mann,
und ich muss da und möchte auch vorsichtig sein.
Eine Frau empfindet das.
Ich kann das gar nicht empfinden.
Ich weiß nicht, wie das ist.
Aber es ist etwas, wo ich jetzt rein vom Fachlichen sage,
damit schützt ihr eure Blase vor Infektionen,
und damit kriegt ihr einfach das Immunsystem auch gut hin.
Also ich mache dann schon auch oft ...
Ich habe so ein bisschen ein Stufenschema.
Natürlich am Anfang, wenn jemand immer wieder Entzündungen hat,
dann müssen wir als Urologen zuallererst eine anatomische Ursache ausschließen.
Das heißt, hat die Frau der Mann eine Harnröhrenverengung?
Wir machen eine Spiegelung.
Wir machen eine Messung des Durchmessers der Harnröhre.
Dann muss ich gucken,
hat der sonst irgendwo vielleicht auch im oberen Bereich ...
Ich hatte jetzt einen Patienten,
der kam mit Verdacht auf Prostatainzündung,
hatte eine massive bakterielle Infektion,
Fieber über 40.
Das kam von einem Nierenstein.
Der Nierenstein hatte in seinem Gefüge Bakterien verkapselt.
Da kommst du mit keinem Antibiotikum hin.
Und sobald wir das Antibiotikum aufgehört haben,
hat er wieder eine Infektion gehabt.
Also müssen wir erst diesen Stein entfernen,
eine Sanierung machen der Niere.
Und wenn das weg ist, wird die Entzündung auch automatisch aufhören.
Also das muss man immer abklären.
Das heißt, ich gucke nie nur auf die Blase.
Es ist ja heute schon so,
wir haben so viele Patienten, Blasenentzündung, Streifentest,
ja, ist positiv, kriegst du ein Antibiotikum, tschüss.
Das ist die Standardtherapie der unkomplizierten Blasenentzündung,
so wie es heißt.
Und das ist mir zu wenig.
Ein Mensch gehört angeschaut, es gehört ein bisschen geguckt.
Das ist keine Ursachenbehandlung.
Das ist eine Wirkungsbehandlung.
Das mag vielleicht in der Notsituation auch Zielführend sein.
Aber wenn das wiederkommt,
und ich sehe natürlich als Urologe schon dann immer die Frauen
oder auch die Männer,
ja, die kommen dann alle zwei, drei Wochen oder alle drei Monate,
jetzt habe ich schon wieder eine Blasenentzündung.
Oder der Mann dann Prostateentzündung.
Einer meiner Patienten, und der ist jünger wie ich,
der kam und hat alle halbe Jahre
eine fetzen Prostateentzündung gehabt,
wo ich dann irgendwann gesagt habe,
so können wir nicht mehr weitermachen,
ihnen nur noch Antibiotikum verschreiben.
Und dann haben wir mal Darmdiagnostik gemacht,
Mikrobiom des Darmes.
Und dann habe ich gesehen, wo das Problem liegt.
Wir haben das Mikrobiom aufgebaut,
haben eine sechs- oder neunmonatige Behandlung,
das geht lange,
mit den Probiotika, Mikrobiotika gemacht.
Seitdem kommt er nur noch einmal im Jahr zur Vorsorge
und sagt, es ist alles gut.
Und so muss es sein.
Aber wenn das Schleimhaut-Immunsystem
nicht gut funktioniert,
das ist wie wenn mein,
ich sage es jetzt einmal salopp,
wenn mein Server unten im Keller
eine Funktionsstörung hat,
dann kann es oben auch nicht funktionieren.
Wenn der ein Virus hat,
dann habe ich auf meinem Rechner am Schreibtisch
auch ein Problem.
Ich kenne da eine Dame,
der geht es jetzt aber gut,
die hatte bei uns die Lehre gemacht mit 16
und hatte wirklich alle zwei Wochen Entzündung.
Und die hat jahrelang damit gelebt,
jahrelang,
bis sie irgendwann auf den Darm gekommen ist.
Jetzt hat sie irgendwie 30 Kilo abgenommen,
sieht super aus, keine Entzündung mehr, nichts.
Schön, das freut mich.
Aber du, ich habe mal
einen Professor Fred Fendrich hier gehabt,
der
operiert auch sehr viel
und hat mir jetzt gesagt,
er hat etwas herausgefunden,
wie er in sehr kurzer Zeit
die Schleimschicht im Darm
richtig dick macht,
mit effektiven Mikroorganismen.
Und das hat die Anna-Katharina Zschoggi,
die Ärztin, auch mal gesagt,
bei Harnwechsentzündungen nimmt sie
EM übers Mund
und streicht es unten,
massiert es ein. Eigentlich ist es das Gleiche,
wie du sagst, mit Bakterien,
die in sich Serin schon eine Harmonie haben,
andere Bakterien
zu Harmonie zu bringen.
Und das mit der Schleimschicht,
hast du jetzt auch gesagt,
nur über schulmedizinisch
zertifiziertes
Probiotikum.
Und EM ist jetzt nicht unbedingt
in der Schulmedizin etabliert.
Aber ich finde,
beide Sprachen jetzt genau das Gleiche
und ich finde das noch phänomenal.
Ich persönlich nehme noch den Pacillus
subtilis.
Pacillus subtilis?
Ich finde den einfach grossartig.
Ich finde auch, der tut sehr ein Gutes
zu dieser Schleimschicht.
Und ich denke, eine dicke, gute Schleimschicht
ist ja das A und O für
ein gesundes Leben.
Wenn die nicht dicht ist, geht ja ...
kann alles passieren.
Du meinst jetzt dicht oder dick?
Dicht.
Wenn es nicht den Liquidat gibt.
Ja, okay. Bin ich ganz bei dir.
Sofort unterschrieben.
Ich hatte jetzt irgendwie das schlecht verstanden
und dicht, und da dachte ich immer,
was meint er jetzt?
Deswegen wollte ich dich gerade fragen,
was meinst du mit dicht?
Ja, wirklich gut geschlossen.
Fendrich sagt, er wird sogar dicker.
Sogar die Schleimschicht
nicht nur dünn und durchgehend,
sondern auch dicker.
Dichter.
Also mit den effektiven Mikroorganismen
kenne ich mich nicht aus.
Das ist ein Randgebiet.
Ich höre aber immer wieder
hochinteressante Dinge.
Ich denke, wichtig ist,
dass man sich auch als Arzt
irgendwann mal ein bisschen festlegt
und guckt, womit
mache ich das und wo funktioniert es.
Als Arzt kannst du jetzt nicht
EM verschreiben.
Du kannst ja nicht mit Bakterien
in den Körper rein, was nicht
pharmakologisch freigegeben ist.
Da hätte ich jetzt relativ
wenig Probleme.
Das Wichtige ist für mich immer,
es muss immer im Gespräch
mit dem Patienten stattfinden.
Wir haben so viele wunderbare Möglichkeiten,
die auch wirklich wissenschaftlich
in der Naturheilkunde zertifiziert sind.
Wo ich immer sage, was soll denn der ganze
Blödsinn von wegen, das ist nicht kontrolliert
oder sonst irgendwas.
Wir müssen nur eins immer wieder sagen,
es gibt Dinge, die sind halt
nach dem aktuellen schulmedizinischen
Standard untersucht.
Placebo kontrolliert,
Doppelblindstudie, das ist ein guter
Standard. Aber jetzt nehmen wir
hier mal das Büro,
unser Studio, wo ich jetzt mit dir sein darf.
Das ist jetzt ausgeleuchtet
und da hinten ist ein Fleck, der ist
dunkel.
Die Schulmedizin, die
evidenzbasierte Medizin, die guckt
dieses Ausgeleuchtete an.
Aber der Mensch hat auch seine
Schatten-Ecken,
wo die evidenzbasierte Medizin
noch nicht hingeleuchtet hat.
Und dann sagt man,
das ist nicht zulässig,
das ist falsch, wenn du das als Arzt machst.
Das halte ich für falsch.
Dieses gibt es, diesen
Bereich. Und wir haben viele Dinge,
wo einfach keiner Lust hat, das Geld
in die Hand zu nehmen, um das zu beweisen,
dass dieses Naturpräparat wirkt.
Kostet eben auch nichts.
Wieso soll man auch?
Das macht keinen Sinn.
Nur ganz konkretes Beispiel.
Was mache ich mit einem Menschen?
Ich hatte einen Fall,
der konnte nicht mehr Wasser
lassen, der hat einen Katheter gebraucht,
das war mitten in der Corona-Zeit.
Sechs Monate, glaube ich,
musste er warten,
bis er operiert wurde.
Der musste sechs Monate lang mit einem Katheter rumlaufen.
Am Schluss hat der
eine Infektion, der hat ja
durch den Katheter schon eine chronische
bakterielle Infektion der Blase.
Das kriegen wir nicht anders hin.
Und das Immunsystem
des Körpers schafft es, dass man
das in einem Gleichgewicht hält und die Menschen
haben keine Beschwerden.
Jetzt kriegt dieser Mensch Fieber und
Beschwerden. Und dann wirkt
kein einziges
Antibiotikum mehr. Ich habe
26 Antibiotika ausgetestet
und kein einziges, das du als
Tablette hättest nehmen können, hat gewirkt.
Ich hätte den in die Klinik,
weil das kann ich in der Praxis nicht machen,
dreimal täglich eine Infusion,
morgens, mittags, abends, dann musst du ja teilweise
zwölf Stunden Rhythmen einhalten,
damit die Wirkung gewährleistet ist.
Also müsste ich den in die Klinik
schicken. Dem habe ich am Schluss
über die Apotheke
spezielle Kräutertinkturen
verschrieben, die bei diesem
Keim antibiotisch
wirken. Der hat
mich angeguckt und hat gesagt,
sind Sie sich sicher, was Sie da machen?
Dann habe ich gesagt,
es wirkt nichts mehr.
Und Sie haben wirklich
eine heftige Infektion, die wir behandeln
müssen. Wenn Sie das nicht behandeln, müssen Sie
in die Klinik und sich per Infusion
die Antibiotika geben lassen.
Ich kann Ihnen
nicht garantieren, dass das wirkt.
Aber meines Erachtens
rechtfertigt es den Versuch.
Ich habe das in der Literatur nachgelesen,
dass die Wirkung, das gibt es in
Studien belegt, die Wirkung dieses
Wirkstoffes ist bei dem Keim
belegt. Der hat das
eine Woche genommen, wir haben das ja
kontrolliert, eine Woche später war
kein Wachstum mehr im Urin nachweisbar.
Und das ist
etwas, wo ich sage, ich wäre
doch nicht Arzt, wenn ich
diese Möglichkeit meinen Patienten
vorenthalten würde. Ja, das sind die Wissenschaftler,
die als Arzt einfach auf
Entdeckungsreise gehen und dem
Patienten helfen möchten.
Ja, und wir müssen das ehrlich sagen,
Dankeschön, das freut mich.
Und mir macht das als Arzt doch Freude, wenn ich
sage, ich habe da noch einmal eine Chance,
bevor er in die Klinik muss.
Aber jetzt sage ich dir auch noch etwas, es gibt nämlich eine Studie,
und zwar in einem Krankenhaus
in München, hat man
die
Antibiotika-resistenten
Keime in
Operationssälen untersucht
und gesagt, wir machen eine
Studie darüber, wir putzen mit
EM, mit effektiven
Mikroorganismen. Und interessant ist,
die Antibiotika-resistenten
Keime waren nicht mehr
resistent. Man hat
diese Wilden
durch die Gabe von
harmonischen Symbionten
harmlos gemacht.
Und es laufen jetzt
Bestrebungen dazu, auch in Krankenhäusern,
dass man mit EM putzen darf,
mit Bakterien. Stell dir mal vor,
alles muss clean sein, und plötzlich
putzen wir mit EM, und es ist
besser, statt mit
alles töten. Es ist ja
gut so, dieses Denken,
wir müssen immer alles töten,
ist völlig falsch.
Finde ich total spannend,
würde mich
freuen, wenn du vielleicht mir
einen Link schicken könntest.
Ich glaube, das ist auch
ganz arg wichtig, dass
wir, so wie unser
Körper im Einklang,
da sind ja auch
krankmachende Bakterien
in unserem Darm, milliardenmäßig,
und trotzdem brauchen
wir sie, weil sonst unser ganzer
Stuhlgang, unser Stoffwechsel nicht richtig
funktioniert. Es ist immer die Balance.
Und dieses Zusammensein,
gut, wir kommen alle,
ich habe das noch gelernt, ja, alle
Keime sind böse.
Von einem Darmmikrobiom
habe ich im Studium nie was gehört.
Das ist ja erst seit 10, 15 Jahren
ein Thema.
Das Leaky Gut, du glaubst es
oder nicht, das habe ich
in einer Zeitung,
in der Financial Times damals
auf einem Flug gelesen.
So eine kleine, das war
ein Artikel in der Zeitung gestanden.
So bin ich damals aufmerksam
geworden auf das.
Das hat man uns nicht in irgendwelchen
Seminaren beigebracht,
weil es war natürlich auch,
weil ich sage immer wieder, die Schulmedizin
hat sich um wichtigere Dinge
in Anführungszeichen gekümmert,
und hat versucht, den Kampf gegen den Krebs
zu gewinnen, und das gelingt uns ja auch,
Gott sei Dank, in vielen Fällen,
aber eben nicht in allen, und bei
diesen ganzen chronischen Erkrankungen haben wir
keine Ahnung, wie wir das behandeln sollen,
weil wir nicht unsere
Hausaufgaben gemacht haben.
Also chronische Krankheit hat mir mal
Dr. Klinghart gesagt, wenn ein Arzt
sagt, es gibt eine chronische Krankheit,
dann lautet es sich nur damit,
dass er keine Ahnung hat, wie er es behandeln soll.
Und das fand ich auch ein guter Satz.
Ein guter Arzt lernt
ein Leben lang.
So ist es.
Jetzt habe ich auch heute
wieder etwas lernen dürfen, und das ist schön,
und das freut mich sehr.
Du hast uns sechs grossartige
Schätze geschenkt, und ich möchte mir einfach
nochmals ganz herzlich Danke sagen.
Nicht nur eine Männersendung,
sondern jetzt haben wir auch noch zwei Sendungen
gemacht, die beide Geschlechter betreffen,
und die sind echt von entscheidender Bedeutung.
Dr. Met, Michael Blessing,
Bad Wörishofen, nochmals ganz herzlichen Dank,
dass du angereist bist, und uns
das einfach, da muss ich immer wieder mal sagen,
die Leute kriegen keine Gage, sie kommen
einfach, um Ihnen etwas Gutes zu vermitteln,
und das ist einfach eine grosse Ehre
und Freude, immer wieder auch für uns
als QS24-Senderbetreiber,
dass wir Ihnen diese Geschenke auch nach
Hause tragen dürfen. In diesem Sinne
hoffe ich, dass Sie vieles lernen
durften durch diese sechs Sendungen,
die wir gemacht haben. Klicken Sie auf
YouTube, gehen Sie unten ran, haben Sie
alle Links drin, können Sie quer schauen,
und auch bitte
teilen Sie es an die Menschen, die
auch vermutlich mit diesem Tabuthema
verbunden sind, oder sie es ahnen,
sodass man sich damit wirklich auch
beschäftigen kann, und das Problem auch
wirklich an der Wurzel lösen können.
In diesem Sinne alles Gute, bis ein anderes Mal,
und auf Wiedersehen miteinander.