Fonds gibt es viele: Aktienfonds, Rentenfonds, Immobilienfonds...aber was genau ist das eigentlich und was hat ein Korb Eier damit zu tun?...explainity gibt Antworten im dritten Teil unseres Wirtschafts-ABC's
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Geschütztes Werk gemäß § 60a und § 60b UrhG, weil für schulische Unterrichtszwecke geeignet und bestimmt.
Das hier ist Michael. Und das ist Michaels Citrus AG, die Limonade herstellt.
Vor einigen Tagen ist er mit seiner Firma an die Börse gegangen.
Mächtig stolz ist unser Michi jetzt.
Und er rennt auch überall herum und fragt jeden, ob er schon Aktien von ihm gekauft habe.
Aber statt einer Bestätigung erntet Michi erstmal Häme von seinem Konkurrenten und Erzfeind Adam.
Natürlich würde niemand sein Geld in solches Teufelszeug stecken.
Das würde doch jeder halbwegs helle Anleger in ein Fonds investieren.
Viel ungefährlicher als Michis dubiose Zitronenaktien, sagt Adam.
Wie? Was? Ein Fonds? Keine Zitronenaktien?
Michi versteht die Welt nicht mehr.
Nachfragen ist ihm jetzt aber auch peinlich.
Also erstmal heimlich, still und leise in die nächste Bibliothek und fix mal in die Sache eingelesen.
Nach ein paar Stunden ist unser kleiner Limonadenfabrikant dann auch ein wenig schlauer.
So schwer, wie Adam getan hat, ist die Sache nämlich eigentlich nicht.
Ein Fonds, das sind im Wesentlichen viele unterschiedliche Aktien,
die zu einem Paket, dem Fonds, zusammengeschnürt werden.
Das ist ein eigentlich sehr altes Prinzip.
Schon Michaels Oma hat immer gesagt, dass man nicht alle Eier in einen Korb legen soll.
Und dasselbe Prinzip, das greift bei Aktien.
Wenn nämlich ein Anleger ausschließlich in Aktien von Michaels Citrus AG investiert,
dann kann er Glück haben, dass Zitronen morgen beliebt sind und die Kurse durch die Decke schließen.
Er kann aber eben auch Pech haben, wenn die Kunden plötzlich Limonade verschmähen und sich dem Tomatensaft widmen.
Dann rutschen die Kurse in den Kedder.
Kurzum, nur auf ein Pferd zu setzen, ist sehr risikoreich.
Deswegen streut man das Risiko.
Man kauft zum Beispiel neben Aktien der Citrus AG auch Aktien von der Apfel Inc. und von Banane & Söhne.
Auf diese Weise setzt man nicht auf die Zitronenindustrie alleine, sondern auf die Nahrungsbranche insgesamt.
Dieses Vorgehen hat aber zwei Haken.
Es macht erstens eine Menge Arbeit, eine ganze Branche im Blick zu behalten.
Und es kostet zweitens sehr viel Geld, wenn man als Privatanleger Aktien aller Unternehmen einer Branche kaufen möchte.
Beide Probleme versucht ein Aktienfonds zu lösen.
Viele Anleger legen dann ihr Geld zusammen und kaufen davon breit gestreut Aktien.
Am Gewinn dieses Aktienpaketes wird jeder seinem Anteil nach entsprechend beteiligt.
Ein Fondsmanager wird auf so ein Fonds obendrauf gesetzt und damit beauftragt, die Sache im Blick zu behalten und den Wert des Fonds zu erhöhen.
Dafür bezahlt dem Fondsmanager auch jeder Anleger einen Betrag, der sich auf K2% der investierten Summe beläuft.
Verwaltungsbetrag nennt man das dann.
So, wir sind auf der Ziellinie.
Wir haben gelernt, dass Fonds für Anleger eine gute Möglichkeit sind, Risiken zu reduzieren, indem sie gemeinsam Aktienpakete kaufen, die breit gestreut sind.
Und unser Michi hat gelernt, dass der Besserwisser Adam wahrscheinlich doch Aktien von der Citrus AG gekauft hat.
Nur sind die halt irgendwo in seinem Fonds unter vielen anderen Aktien versteckt.
War doch klar, denkt Michi, dass niemand an seiner Citrus AG vorbeikommt.
Die wächst jetzt auch ordentlich weiter und Michi denkt an eine zweite Erweiterung.
Geld muss her. Das könnte er zum Beispiel über Anleihen bekommen.
Was das ist, ob Michis Expansionspläne Erfolg haben und ob ihm sein Erzrivale Adam dabei in die Suppe spuckt, das seht ihr im nächsten Video.