In diesem Video "Kritik äußern, oder besser schweigen? Die neue Gefahr für die Demokratie | Prof. Guérot " zeigt Prof. Guérot, wie Meinungen gelenkt werden und enthüllt die Wahrheit hinter der unsichtbaren Kontrolle. Ein Muss für alle, die die Wahrheit erfahren wollen!
Ich sag's mal ein bisschen lapidar, bin ich pro Cancel Culture, bin ich VOG, bin ich für
Klimaschutz, für Klimakleben, für Israel und für die Ukraine.
Und wenn ich das nicht bin, dann bin ich eigentlich schon draußen.
Ja, wenn ich sage, ich möchte mal ein paar kritische Fragen stellen, ich möchte auch
mal Daten hinterfragen, dann bin ich eigentlich schon aus der Konsensfabrik rausgeschmissen.
Und insofern geht es nicht nur um Journalisten, sondern es geht auch um kritische Wissenschaftler,
es geht auch um kritische, nehmen wir die Corona-Krise, um kritische Mitarbeiter von
Krankenkassen. Wir erinnern uns an den einen Chef von der BKK-Krankenkasse, Andreas Schöffhausen
oder so, der Daten über Impffolgen diskutiert sehen wollte und auch seinen Job verloren hat
und so weiter und so weiter. Das heißt, wir sind in einem Umfeld, in dem es leider nicht nur
Journalisten betrifft, sondern offenbar auch Wissenschaftler, offenbar auch Mitarbeiter von,
ich sage mal, staatlichen oder semi-staatlichen Behörden. Eine Krankenkasse ist natürlich
keine staatliche Behörde, aber im staatlichen Gesundheitssystem verortet. Und es gibt ja auch
Beamte. Ja, also Kohn heißt ja, glaube ich, der Beamte im Innenministerium, der zu Beginn der
Corona-Krise gegen dieses Panikpapier argumentiert hat, der hat ja auch ein Disziplinarverfahren
bekommen. Das heißt, wir sind offenbar, offenbar, und leider wissen es zu wenige
Bundesbürger, in einer Situation, wo Kritik einen Preis hat. Und das ist natürlich auch das beste
Argument. Kritisch sein muss man sich erlauben können, ist das eine. Aber wir haben ja auch
dieses, oh, du darfst doch alles sagen in diesem Land, du darfst doch alles sagen. Ja, noch darf
ich alles sagen. Also ich bin ja auch nicht an die Wand gestellt worden und erschossen worden,
ja, wie vielleicht in anderen Zeiten und in anderen Regimen. Aber ich habe immerhin als
fast 60-jährige Frau von heute auf morgen, von heute auf morgen mein Gehalt und mein Einkommen
verloren. Das muss man ja machen. Sie können sich vorstellen, dass ich als Professorin auch
ein paar tausend Euro im Monat verdient habe. Und wer die Erfahrung machen möchte, wie sich das
anfühlt, dass man von einem Monat auf den anderen das Gehalt nicht mehr hat und wie man dann damit
klarkommt, das ist eine interessante Erfahrung. So, da die meisten Leute, die sie sagen, diese
Erfahrung nicht machen wollen, weil viele Leute ja auch noch Kinder, wie auch immer, also sozusagen
nicht nur alleine sind und das für sich verantworten können, sondern eben zum Beispiel
auch noch in Verantwortung für Kinder stehen. Nur deswegen funktioniert es ja. Und deswegen,
Stichwort Journalisten, hatten wir einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der es
eigentlich gebührenfinanziert ermöglichen sollte, dass die Journalisten kritisch sein
können und müssen im Sinne ihres Staatsauftrages, ja, nämlich als vierte Gewalt die Regierung
kritisch zu hinterfragen und trotzdem ihren Job nicht verlieren, wenn sie es tun. Das war ja die
Idee des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, weil andere Formate, also was auch immer Sat.1 oder so,
sind ja jetzt keine, sind natürlich freie Medien, aber sind nicht unbedingt kritische
Medienformate. Also dort erwartet man vielleicht Teleshopping, aber jetzt nicht unbedingt eine
kritische Berichterstattung über was auch immer, über die Corona-Krise. Und insofern ist es ganz
wichtig, dass wir das nochmal klar haben, dass das eigentlich so sein sollte. Wenn Ihre Annahme
oder Ihre These also ist, dass das heute nicht mehr gewährleistet ist, dass also auch im
öffentlich-rechtlichen Rundfunk die Leute schon fürchten, sanktioniert zu werden, wenn sie ihre
Pflicht erfüllen, nämlich kritische Berichterstattung zu machen, dann sind wir eigentlich schon jenseits
dessen, was in diesem Land in Ordnung sein sollte. Ich weiß nicht, wer es bemerkt hat,
aber es gab ja auch, wann war das? Vor dem Sommer, ich weiß nicht mehr genau wann, April, Mai gab es
einen Aufruf von verschiedenen Mitarbeitern aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, die genau
das angemahnt haben. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss wieder seinen Auftrag erfüllen
und wir bezahlen die Journalisten dafür, kritisch zu sein. Und wenn sie es sind, dann dürfen sie
nicht sozusagen dafür geahndet werden, also sanktioniert werden. Aber wir hatten ein paar
prominente Fälle, also Odis Grabams zum Beispiel, wer das googeln möchte, war ja beim SWR und hat
dann auf Multipolar einen Text geschrieben, ich kann nicht mehr. Dieser Text hatte über eine
Million Klicks, kann jeder nachgoogeln und Odis Grabams hat dann den SWR, ich sag mal, verlassen
müssen. Er hätte das gerne nicht getan, er hat auch zwei Kinder und insofern ist das kein Ponyrit,
nur weil die meisten Leute eben an dieser Existenzfrage gekrallt werden können. Nur
deswegen haben wir die Verwerfungen, die wir leider in meinen Augen in den letzten Jahren
bei Corona beim Ukraine-Thema durchaus hatten und das würde erklären, dass die Schließung
der Konsensfabrik, mit der wir in das Gespräch eingestiegen sind, schon längst erfolgt ist. Wir
wissen alle schon, wo der Konsens in dieser Republik ist, ja, also im Zweifelsfall, ich sag's mal ein
Latidar, bin ich Pro-Cancel-Culture, bin ich VOG, bin ich für Klimaschutz, für Klimakleben, für
Israel und für die Ukraine und wenn ich das nicht bin, dann bin ich eigentlich schon draußen. Ja,
wenn ich sage, ich möchte mal ein paar kritische Fragen stellen, ich möchte auch mal Daten
hinterfragen, dann bin ich eigentlich schon aus der Konsensfabrik ausgeschmissen.