Karl Steinmetz erforscht und unterrichtet TEM und ist Healthcare Manager. Er arbeitete viele Jahre in der Pflege, hat (Medizin)Geschichte, Theologie, Philosophie & Erwachsenenbildung studiert, in München & Oxford promoviert, in Wien habilitiert und sich in Klostermedizin, TEM und Spiritualitätsforschung spezialisiert.
Bis vor kurzem war die TEM (Traditionelle Europäische Medizin) ein Geheimtipp, während die TCM oder Ayurveda bei einer breiten Bevölkerung bekannt sind. Inzwischen hat sich das Blatt aber gewendet: Therapeuten, Ärzte, Patienten, Kurhäuser, Apotheken, Kurbetriebe etc. aus allen europäischen Ländern vernetzten sich und erheben ihre Stimme: Die TEM wird endlich gesamteuropäisch sichtbar!
TC ▬ Zu Gast ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ PD Dr. habil. Karl-Heinz Steinmetz, Leiter des Instituts für Traditionelle Europäische Medizin Moderation: Corina Klein Sendungsnummer: Ehol_230705-S6_steinmetz
▬ Kontakt & Links ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ Institut für Traditionelle Europäische Medizin Nußdorfer Str. 37/ 1090 Wien Tel.: +43 699 1946 4227 E-Mail: [email protected] Webseite: http://www.institem.com/
▬ Über QS24 ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬ QS24 stellt die erste deutschsprachige Informationsdatenbank dar, die die Naturheilkunde und ganzheitliche Medizin inklusive der Psyche abdeckt. Somit hat man eine weitere Sichtweise in Ergänzung zur herkömmlichen Medizin.
Aktivieren Sie unsere Push-Benachrichtigungen in ihrem Browser jetzt kostenlos unter https://qs24.tv.
Vielen Dank! Ihr #QS24 Gesundheitsfernsehen aus der Schweiz 🇨🇭
Herzlich willkommen, liebe Zuschauer, heute zu unserem Format Naturmedizin.
Es gibt ganz viele alte Medizin, die uns wirklich aus vielen Ländern begleitet hat bisher.
Ob die TCM oder Ayurveda.
Und was wäre eigentlich, wenn wir sowas direkt vor unserer Haustür hätten?
Die traditionell europäische Medizin.
Bisher noch ein Geheimtipp gewesen, doch heute wirklich im Aufmarsch.
Und ich freue mich sehr, dass ich Dr. Karl-Heinz Steinmetz bei mir habe,
der wirklich diesen Weg ebnet und gute Vernetzungen jetzt in der Zukunft schon hat.
Und wir freuen uns wirklich, viele Therapeuten, Ärzte auf diesem Weg begleiten zu können mit diesem Interview.
Bleiben Sie dran.
Hallo lieber Karl-Heinz, schön, dass du da bist.
Du hast ja dein Institut für traditionelle europäische Medizin in Wien.
Und hast mir auch erzählt, dass jetzt einfach, ob es der Zeit geschuldet ist,
wir gehen davon aus, dass jetzt auf einmal ganz tolle Netzwerke entstehen,
Menschen zusammenkommen, sich auch viele Ärzte, Heilpraktiker, Therapeuten
auf einmal wirklich auch für unsere heimische Medizin interessieren.
Aber für denjenigen, der jetzt noch nie was von traditionell europäischer Medizin gehört hat,
was ist das überhaupt, wie kamst du drauf?
Medizin gibt es meines Erachtens, und ich spreche da als Medizinhistoriker,
solange es Menschen gibt.
Es gibt ja die spannende Pflanze Schafgarbe, und wir können das übersetzen,
das ist die Gabe, die das Schaf sich selbst gegeben hat.
Und die Hirten haben das abgeschaut und haben gefragt,
macht das mit dem Menschen was Ähnliches wie beim Schaf?
Also die Frage, ist die chinesische Medizin, die tibetische, die persische, die indische
oder die europäische Medizin älter als die andere?
Das finde ich immer wie so pubertierende Jugendliche, die diskutieren,
wer kann es besser, oder? So auf diese Art.
Ich glaube, es hat immer überall schon Medizin gegeben.
Und für Europa haben wir dann die ersten Schriften von Hippokrates von Kos,
da sind wir so ungefähr 500 vor Christus, und das war schon eine ganze Therapeutenfamilie.
Es war nicht nur dieser Hippokrates, sondern da haben auch Frauen und Verwandte mitgearbeitet.
Und seither ist eigentlich die Traditionslinie nie abgerissen.
Viele Menschen haben den Namen Hippokrates gehört.
Das sind ja dann schon nachchristlich. Es war ein römischer Arzt mit griechischem Background.
Die Hildegard von Bingen, die haben schon viele gehört.
Eine wirklich interessante Nonne und Powerfrau, die nicht nur sich für Medizin,
sondern auch für Politik, für Spiritualität, für Musik, für Dichtkunst interessiert hat.
Paracelsus haben viele auch gehört.
Und dann so um 1820 ist es ein bisschen eng geworden.
Denn in Europa hat man dann fast ausschließlich auf die Medizin umgestellt,
die sich lückenlos naturwissenschaftlich begründen lässt.
Das ist einerseits natürlich auch gut, weil naturwissenschaftliche Forschung kann schon was.
Aber man kann schon fragen, hat man da vielleicht nicht auch das Kind mit dem Bade ausgeschüttet
und viel einfach weggeschnitten.
Aber damals gab es natürlich auch schon Ärzte, Therapeuten, Frauen, die da weitergedacht haben.
Für die Schweiz war das der Pfarrer Künzle, der Pfarrer Kneipp, der Samuel Hahnemann,
viele Kurmediziner.
Und ich würde sagen, die Tradition ist nie abgerissen, aber seit 1820 so ein bisschen im Hintergrund.
Und ich habe den Eindruck, jetzt erst die letzten 30 Jahre kündigt sich an,
dass die TEM, die Traditionelle Europäische Medizin,
beziehungsweise die TEN, die Traditionelle Europäische Naturheilkunde,
das wäre der Schweizer Begriff,
dass sich wieder zurückmeldet und in der Öffentlichkeit auftaucht.
Und ich habe vor wenigen Wochen mit Freunden einen ganz mutigen Schritt gewagt,
nämlich mit Louis Hutter und mit der Christina Thum,
aber vielen weiteren Freunden, die ich jetzt gar nicht alle aufführen kann.
Und wir haben einfach wagemutig ein TEM Forum
als einen Europäischen Dachverband in Werden initiiert.
Und wer ist da alles dabei?
Mailand, Prag, London, Barcelona,
St. Gallen und Zürich natürlich und die weiteren Schweizer Orte,
Wien plus andere österreichische Städte, München, Berlin,
dann Prag haben wir schon mit dabei.
Wir haben uns vielleicht ein bisschen ausgestreckt nach Athen,
da muss ich noch ein bisschen arbeiten.
Und die Traditionelle Persische Medizin, das sind unsere nächsten Schwestern und Brüder,
weil die auch mit den vier Temperamenten arbeiten.
Und da haben wir schon, ich glaube, drei Fachleute von der MedUni Teheran mit integriert.
Ja, wir sind auf der Bühne zurück nach einer Zeit der Pause
und versuchen vom Laien bis zum Professionalisten da alle mitzunehmen.
Du bist ja auch Privatdozent, also von daher ist ja schon auch total spannend,
dass du auch das Feld dann öffnest für eben auch wirklich Schulmediziner,
die wirklich sagen, hey, so langsam bin ich es leid,
nur Ibuprofen, Antibiotika und Cortison zu verschreiben.
Und da muss es doch noch was anderes geben.
Und das ist ja das Schöne, dass man da wirklich auch ganz neue Türen aufmachen kann.
Wie würde denn das aussehen, wenn jetzt wirklich diese ganze Vernetzung stattfindet?
Was ist so deine Vorstellung von einem Idealen?
Ich finde, die traditionelle europäische Medizin gehört zunächst mal allen Europäer und Europäerinnen, den Bürgern.
Weil die Ärzte und die Therapeuten sind ja auch der Menschen wegen da
und haben jetzt nicht einen eigenen Selbstzweck.
Ich finde das immer sehr unangenehm, wenn Ärzte und Therapeuten nur noch um sich kreisen
und sich mit sich selbst und ihrem System beschäftigen.
Sie sind eigentlich den Menschen dienstbar.
Und deswegen ist die TM zunächst mal für Laien.
Was kann ich als Herr oder Frau Österreicherin in meinem Badezimmer,
in meinem Schlafzimmer mit mir selbst anfangen?
Ich liebe diesen klassischen TM-Satz.
Zunächst mal bin ich mir ein Stück weit selbst schon ein Arzt.
Das ist jetzt nicht gegen die Professionalisten Ärzte gesprochen,
aber ich kann ja nicht ständig beim Arzt anrufen.
Ich darf und ich muss Gesundheitskompetenz für mich selbst übernehmen.
Deswegen, wir haben da einen starken laikalen Flügel vorgesehen in diesem TM-Forum,
wo jeder mitmachen kann, ohne irgendeine Profession zu haben.
Dann gibt es aber eine große Gruppe von Therapeuten jeglicher Couleur.
Und das schaut schon in den unterschiedlichen Ländern sehr divers aus.
In der Schweiz, das ist wirklich vorbildlich,
gibt es einen Naturheilkunde-Praktiker mit Schwerpunkt TEN.
In Deutschland gibt es wenigstens einen Heilpraktiker,
aber jetzt nicht so explizit mit diesem Schwerpunkt als eine eigene Ausbildung.
Aber das wird bald kommen, hoffe ich.
Und in Österreich schaut es ein bisschen seltsam aus.
Da ist es rechtlich überhaupt nicht vorgesehen.
Und da muss man dann irgendeinen anderen therapeutischen Beruf erlernen,
um das da irgendwie zu integrieren.
In Tschechien ist es auch noch mager.
Wir wollen da ja was Europäisches aufstellen.
Alle Therapeuten, alle Therapeutinnen von Hebamme, Psychotherapeut,
Ernährungsberater, Masseurin, Physiotherapeut, Ernährungswissenschaftler.
Ich habe sicher ganz viele vergessen.
Apotheker, Apothekerinnen.
Alles, was man sich vorstellen kann.
Herzliche Einladung, da mitzumachen.
Denn wir haben auch ganz viel Material,
Inhalte in der traditionellen europäischen Medizin,
die die Psychotherapie, die die Massage, die die Ernährungsberatung,
das Hebammentum noch reicher machen, als sie schon sind.
Neue, witzige Impulse, die einfach nochmal frischen Wind in die eigene Tätigkeit bringen.
Das wäre die zweite Säule.
Natürlich auch für Schulen, für Ausbilder, für Akademien ist das sehr, sehr spannend,
weil da auch ein bisschen ein neues Geschäftsfeld wächst.
Und Nummer drei, du hast es schon angesprochen,
für unser Präsidium, die Christina, für den Louis und für mich,
gibt es nicht diesen primitiven Gegensatz zwischen Schulmedizin und jetzt irgendwie Alternativmedizin.
Also wer den Gegensatz braucht, bitte gerne weiter streiten.
Wir träumen von einer Integrativmedizin.
Und wir haben natürlich Wissenschaftler, Unis und Ärzte gefunden,
die auch Lust auf Zusammenarbeit haben.
Die Ärzte, die immer noch irgendwie einen künstlichen Gegensatz aufmachen.
Ja, da kann ich nichts tun. Das nehme ich zur Kenntnis.
Wir wollen natürlich auch Studien aufstellen.
Wir wollen eine tolle Wissensbibliothek aufbauen.
Und auch diese wissenschaftliche Komponente, die wichtig ist,
aber natürlich ohne die Laien zu vergessen und die Therapeuten.
So um diese Gesamtmischung geht es als übernationales Projekt.
Kommunikationssprache ist Englisch.
Darunter aber natürlich Deutsch, Italienisch, Tschechisch.
We are family together for a united traditional European medicine,
haben wir darunter geschrieben.
Wer das ein bisschen nachlesen will, www.tem-forum.org, also O-R-G für Organisation.
Und da legen wir jetzt richtig los.
Wir haben erst angefangen und freuen uns auf den Aufwind, auf den Rückenwind, der uns trägt.
Das ist auch wirklich die Zeitqualität mit diesem neuen Miteinander jetzt.
Und was ich auch so schön finde, irgendwie kommen jetzt auch durch die ganzen Interviews,
die ich führe, ob jetzt auch in der Spiritualität oder es gibt jetzt aus irgendwelchen Gründen
so klare Schnittstellen, die früher irgendwie gar nicht ersichtlich waren.
Da war die Spaltung echt noch größer, ob jetzt den Buddhismus und katholisch und buddhistisch
und jetzt auf einmal merkt man, wir reden irgendwie alle vom selben.
Drumherum gab es irgendwie so ein paar Störfaktoren oder draufgesetzte.
Und genauso auch so schön, wenn ich dann dich über die traditionelle europäische Medizin sprechen höre,
dann höre ich auch eben die TCM raus und das Ayurveda raus.
Aber das ist halt dann auf uns abgestimmt, weil das war ja auch immer so ein bisschen mein Thema,
wo ich sage, na ja, ist ja schon schön TCM, aber es ist ja trotzdem nicht meine Erde, mein Boden.
Ich meine, wir haben ja dann die ganzen Wurzeln, die ganzen Wildkräuter, das haben wir ja auch alles.
Und wir nutzen es nicht.
Und das ist ja das Schöne, wenn dieses Wissen jetzt wieder zurückkommt, gerade auch in Kindergärten,
wo ich sage, hier, dass die mal wieder den Bezug, du sagst ja auch selber beim Pulsen,
wir hatten ja ein Interview über das Pulsen, dass die Kinder das halt sofort checken.
Die spüren den Puls und die haben sofort den richtigen Bezug.
Ja, das wäre jetzt auch nochmal ganz interessant, was sich inhaltlich hinter der traditionellen europäischen Medizin verbirgt.
Weil, das habe ich ja gerade schon ein Wort genannt, was ist das Gesamtspektrum?
Ich glaube, es gibt so Säulen, die in allen traditionellen Medizinsystemen vorkommen.
Da ist dann der Unterschied zwischen der TCM, der tibetischen Medizin, den Ayurveda,
der persischen Medizin und der traditionellen europäischen Medizin gar nicht so groß.
Aber dann wie verschiedene Sprachen sind das eigene Welten, die man auch nicht ineinander auflösen kann.
Ich meine, Englisch ist Englisch, Spanisch ist Spanisch, Tschechisch ist Tschechisch
und Schweizerdeutsch ist halt nicht Wiener Dialekt.
Da sieht man das sehr schön.
Also, was über alle diese Dialekte und Sprachen hinweg ist identisch?
Zunächst mal die Ganzheitlichkeit.
Es ist in der TM, aber auch in der TCM undenkbar, dass man nur ein bisschen mit Chirurgie arbeitet
und dann vielleicht noch ein paar Medikamente einwirft,
sondern Sie haben immer einen weitgestellten Therapiefächer,
also von Mind-Body-Medicine, von Spiritualität, von Psychohygiene,
über heilsame Bewegung, über Kunst der Hand, das ist alles Massage, Schröpfen, Kauterien,
also alles, was mit Hand und Werkzeugen zu tun hat, zu aller Badstube, Wickel, Güsse,
bis zu Medikamenten, meistens aus dem Pflanzenreich, aber eben auch aus dem Tierreich, Honig,
das ist ja auch ein spannendes Therapeutikum, bis eben zur Ernährungslehre ist da alles mit dabei
und das ist der Witz, bei allen wichtigen Krankheiten.
Also hätte jemand Krebs, den würde man auf allen Ebenen therapieren wollen, damit es ganzheitlich wird.
Zweite Säule, die alle traditionellen Medizinsysteme kennen, Personalisierung.
Wenn wir beide eine Bronchitis hätten, hättest du eine ganz andere wie ich
und wir brauchen unterschiedliche Heilpflanzen.
Und da hat man dann eben verschiedene Möglichkeiten einer Typenlehre,
wir haben da schon oft drüber gesprochen, auch viel gelacht, über verschiedene Pulstiere.
Für die TIM sind das vier Temperamente, vier Elemente, vier Humores,
Säfte oder wir können da sagen vier Stoffwechseltypen,
luftig der Sanguiniker, feurig der Choleriker, erdig der Melancholiker, wässrig der Phlegmatiker.
Ich möchte einfach sagen, wir sind nicht alle gleich und deswegen ist es für die Therapie
und für die Diagnose wichtig, dieses eigene herauszuarbeiten.
Man würde jetzt aber diesen Typ wirklich über eine Pulsdiagnostik herausbekommen?
Da gibt es schon eine riesengroße Community, die das sehr kontrovers sieht
und genau das wollen wir im TIM-Forum auch abbilden.
Die einen lesen es aus der Iris aus, also die sogenannte Irodologie,
die anderen schwören auf die Zungendiagnose, wieder andere benutzen die Pulsdiagnose,
andere machen es eher intuitiv.
Die saubere Anamnese, also das Aufschreiben von Zeichen und daraus die Diagnose, das machen alle.
Und je nach Begabung, also die haptischen Typen, da gehöre ich dazu,
ich pulse am liebsten, so rum bei mir, so bei dir.
Zungendiagnose mache ich auch, bei der Iris kenne ich mich nicht so aus.
Liebe Freunde und ganz, ganz tolle Heilpraktiker, vor allem auch aus Deutschland,
die haben die Irodologie stark gemacht.
Es gibt auch manche, die ein medizinisches Horoskop mit dazulegen.
Da gibt es viel Diskussionsbedarf, auch ein bisschen Streit, auch ein bisschen Wettbewerb,
aber ich finde genau das ist gut im TIM-Forum.
Wir vom Präsidium, wir von der Steuerungsgruppe, wir wollen da nichts einebenen,
solange demokratische Prinzipien das Prinzip der Begründbarkeit,
also es muss auch Auskunft geben können, wieso, und schon nach einer gewissen Rationalität.
Also das halten wir schon hoch, wir wollen schon auch was sauberes, objektives,
aber wir wollen da nichts einebenen.
Das wird die Aufgabe der nächsten Jahre, das ein bisschen so abzustimmen.
Wie kommen wir zusammen mit unseren verschiedenen diagnostischen Methoden
zwischen Sizilien und Finnland, zwischen Irland und der Slowakei?
Das ist ja ein Riesengebiet, ganz unterschiedliche Traditionen.
Und wenn wir fleißig waren, ich würde sagen so in fünf Jahren,
da machen wir dann das Megasymposium mit den TCM-Lern, mit den tibetischen Ärzten
und ordnen uns ein in ein Konzert der traditionellen Medizinen,
für die die WHO übrigens in Indien ein eigenes Institut gegründet hat.
Und ich habe gehört, da würde für uns ein Sessel bereitstehen
und den wollen wir unbedingt einnehmen.
Aber dazu dürfen wir jetzt mal richtig Gas geben, uns schön vernetzen.
Wir wollen eine Zeitschrift herausbringen, Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen,
Ländergruppen aufbauen und eben alle mit an Bord nehmen.
Und in See stechen.
Proviant ist ganz, ganz gut schon gepackt.
Vielleicht ein Tipp für alle Menschen, die jetzt zuhören.
2024 und zwar von 14. bis zum 16. Juni gibt es das TEM Forum 2024 in Wien.
Und das ist ja eine so schöne Stadt, die ist immer eine Reise wert.
Und jetzt nochmal unter den Vorzeichen der TEM für alle erlebbar
mit TEM Schatzsuche in Wiener Museen und aber natürlich auch einer Generalversammlung
und einem schönen Fest. Bitte alle kommen.
Sehr schön.
Die Webseite habe ich genannt. Da steht dann alles.
Ich könnte mir auch vorstellen, dass wenn jetzt jeder mit seiner eigenen
individuellen Diagnostikmethode kommt und man wirklich so einen Patienten dahinsetzt,
dass dann doch jeder auf das gleiche Ergebnis irgendwie kommt.
Jein.
Aber dann vielleicht auch eine andere Behandlungsmethode hat.
Darüber geht dann wahrscheinlich die Diskussion.
Okay. Alles klar.
Es muss schon alles in die gleiche Richtung weisen.
Und das ist auch diese Strenge jeglicher Art von Heilkunde.
Leute spüren einfach mal, was angeblich gut tut.
Das reicht nicht, weil wir arbeiten am lebendigen Menschen.
Also anders bei einem Tischler, der schneidet ein Brett zu kurz ab.
Macht nichts, hole ich mir das nächste Brett.
In der Heilkunst, in der Heilkunde, in der Therapie muss alles sitzen.
Das sind wir den Klienten, den Klientinnen, den Patienten,
den Patientinnen wirklich auch schuldig.
Trotzdem gibt es individuelle Wege.
Also wenn ich bei dir eine Ernährungsberatung mache.
Und ich weiß, du bist sehr, sehr fit und hast auch durch deine Interviews
sehr viel Erfahrungsschatz sammeln können.
Und ich gehe jetzt aber zu einer Kollegin, zu einem Kollegen.
Obwohl ihr alle in die gleiche Richtung zieht,
nimmst du bei mir andere Sachen wahr als jemand anderes.
Und auch das finde ich schön.
Es gibt viele Therapeuten, Therapeutinnen,
und die finden dann auch die passenden Patienten, Patientinnen.
Objektiv alle in die gleiche Richtung und trotzdem bleiben es individuelle Wege.
Und wenn wir jetzt dann noch die anderen traditionellen Medizinen dazunehmen,
die Chinesen reden ein bisschen anders, die tibetischen Ärztinnen,
die haben wieder ein paar andere Intuitionen.
Aber genau das macht es so spannend.
Pluralität und zugleich aber diese einheitliche Richtung.
So schön.
Die traditionelle europäische Medizin, wenn die sich jetzt so vernetzt
und man dann wirklich so einen Sitz bekommt,
wie könnte das dann nachher auch noch integriert werden?
Weil irgendwo findet ja auch ein Wandel statt.
Ich kenne mich jetzt in Österreich nicht so aus oder auch nicht in der Schweiz
mit diesem ganzen Gesundheitssystem.
Dann zahlt man Krankenkasse, dann kriegt man aber doch nur den Einheitspreis bezahlt.
Und sobald du dich selber heizt mit irgendwelchem anderen Zeug.
Die Krux ist ja wirklich, du kriegst für eine Chemo x.000 Euro über die Krankenkasse bezahlt.
Aber wenn du dich selber heizt und 4.000 Euro in die Hand genommen hast,
mit Alternativtherapien kriegst du ja keinen Cent.
Blöd nur, dass du gesund geworden bist bei dem ganzen Dilemma.
Da muss ja auch ein Umdenken wahrscheinlich von den Menschen stattfinden.
Weil zu glauben, dass ich immer mit dem Gleichen das Gleiche, was anderes erreiche,
kennen wir ja das Spielchen.
Das wird das Schöne bei so einem Projekt wie dem TM-Forum.
Wir sind unterschiedliche Charaktere und Charismen.
Es gibt bei uns im Team oder überhaupt in der TM-Szene unglaublich politische Personen,
die jahrelange Erfahrung haben.
Entweder auf der nationalen Ebene oder sogar auf der EU-Ebene, was da möglich ist.
Wir haben nicht vor, bei dem TM-Forum sofort an die Wand zu fahren
oder uns selbst aufzureiben.
Es geht um nachhaltige Wandlungsprozesse, die du gerade angesprochen hast.
Da braucht man einen langen Atem.
Man merkt ja, das System ist ja jetzt nicht.
Es ist ja nicht so, dass wir jetzt da offene Türen haben.
Wenn ich gerade die Homöopathie anschaue, wie die abgeschafft wird.
Wir hatten in Deutschland jemanden, der hat Heilkraut angebaut.
Da war der Kassenwagen mit der Polizei da und hat den Laden platt gemacht.
Also wenn du Kräuter anbaust.
Das stimmt.
Mein Spruch ist immer, was hat sich jetzt nach der Corona-Zeit oder dieser virulenten Corona-Zeit,
wo das Hauptthema auch für viele Menschen war, was hat sich da verändert?
Ich würde sagen, neue Kämpfe, eindeutig neue Gegensätze,
aber interessanterweise auch neue Chancen und neue Allianzen.
Und ich möchte mich nicht zu viel damit beschäftigen, was nicht geht,
im Sinne von da mich jetzt festbeißen.
Also ich nehme zur Kenntnis, was noch nicht geht.
Ich nehme auch zur Kenntnis, was wahrscheinlich noch länger nicht geht.
Aber mich interessiert halt, wo sind schon Fenster geöffnet oder Türen offen?
Ich habe ja auch nur eine begrenzte Zeit.
Und das muss man auch sagen, alle Menschen, die sich da gerade vernetzen,
machen das ehrenamtlich zu ihrer zusätzlichen Arbeitsleistung noch dazu.
Und deswegen werden wir uns sicher nicht dort aufreiben, wo es nichts zu holen gibt,
sondern wir werden genau dort tätig sein, wo es auch Freude macht
und wo wir leuchtende Augen sehen und wo Menschen sich fast wie durch Zauberhand selbst vernetzen,
wo Menschen Freude haben, wo wir sehen, dass Gesundheit geschieht.
Ich wage mal die Vokabel, unser Gesundheitssystem ist ein Stück weit krank.
Aber im Rahmen der Salutogenese ist nicht alles krank.
Es gibt im Gesundheitssystem viele Aufbrüche und viele tragfähige Sachen.
Und da wollen wir uns dazustellen und den Beitrag leisten, den wir leisten können.
Die TM kann nicht alles. Die TM ist nicht alles.
Die TM ist ein Baustein, aber ein unverzichtbarer, ein absolut wichtiger.
Und dafür stehen wir und das bringen wir ein.
Wir sind jetzt schon unterwegs, also es ist zu spät, uns zurückzugreifen.
Und weil wir einfach auch eine tolle Truppe sind, deswegen herzliche Einladung.
Wir sind maximal inklusiv.
Wir grenzen zunächst niemand aus, der da mitziehen will.
Wir haben natürlich unsere Werte und auch Bedingungen.
Das ist zum Beispiel ein demokratischer Diskurs und auch eine gewisse Art der Objektivität,
die wir natürlich einfordern müssen, habe ich vorher erklärt.
Aber wirklich jeder ist herzlich willkommen.
Sehr schön. Vielen Dank, lieber Karl-Heinz, dass du diese Projekte auch so in die Welt bringst.
Viel Erfolg deinem ganzen Team, deinen Freunden, die sich alle dafür einsetzen.
Ich freue mich auf weitere Interviews und was so noch geschehen wird. Vielen Dank.
Gerne.
Liebe Zuschauer, wunderschön, dass wir auch wieder unsere alte, historische,
vielleicht auch unserem Körper sehr in Erinnerung gebliebene Medizin wieder ins Leben rufen können
und doch auch Möglichkeiten haben, die zu integrieren.
Und ich hoffe, Sie konnten einiges mitnehmen und freue mich immer, wenn Sie zuschauen.
Vielen Dank dafür. Bis bald. Tschüss.