
Rabenloch - Großschönau - Schwammerlwald
[2020-09-14] Hier in Großschönau wollte ich Mittagessen, aber alles ist geschlossen und so mache ich mich auf die eher kurze Wanderung zum Rabenloch mit Wegmarkierung. Ich selber habe keine Wegkarte mit. Großschönau, bekannt auch durch die eindrucksvollen Holzskulpturen, die im ganzen Ort verstreut stehen und im Zuge von vier Symposien von 26 Künstlern geschaffen wurden. Mein Weg führt hinunter zum Waldgraben mit dem Maißbach.
Diese Felsformationen birgt die sogenannte Grasslhöhle. Nach endlosen Stauden des drüsigen Springkrautes und jetzt immer entlang des Maißbaches komme ich zum Rabenloch. Davor die große Schutzhütte und der Grillplatz. Die steil abfallenden Felsformationen machen das eigentliche Rabenloch aus. Ich steige trotzdem ein Stück in den Felsen hinauf und entdecke so etwas wie ein Rabenloch in dieser Felswand. Die drei Meter lange und sieben Meter breite eigentliche Höhle namens Rabenloch, liegt aber am Fuße der mächtigen Felsformation. Riesige Überhänge der Granitsteine zeichnen diese Wand aus. Auch dehnt sich dieses Naturdenkmal noch gut 200 Meter längs des Maißbaches aus.
Beim Weitergehen Richtung Thaures komme ich durch einen Schwammerlwald ein Riesenfichtenwald. Alle möglichen Pilze wachsen hier in reichlicher Vielfalt. Nicht nur Fliegenpilze, sondern auch Eierschwammerl und sonstige essbare Pilze. Bei einem Herrenpilz werde ich schwach und sammle noch drei Stück, obwohl es sichtbar schon viele Schwammerlsucher hier waren. Vor der Tischlerei in Thaures drehe ich um und gehe den Weg zurück zu einer Kreuzung und zweige jetzt Richtung Wörnharts ab, um einen anderen Rückweg zu finden. Dabei versuche ich zwei verschiedene Forstwege, bis ich den für mich richtigen gefunden habe. Am Waldrand kann ich mich wieder orientieren und sehe auch den Kirchturm von Großschönau. Zurück gehe ich dann durch den Wald und die Felder. Wieder nach drei Stunden in Großschönau, fahre ich über Zwettl nach Hause und esse um 16:30 mein Mittagessen.
