Es regnete, als ich den Neubergerweg entlangging, jenen stillen, beinahe dörflichen Weg im Hamburger Norden, an dessen Ende das Haus lag, in dem einer der mächtigsten Männer Europas seit Jahrzehnten wohnte — und jetzt, seit einem Jahr, nicht mehr regierte. Die Kastanien hatten bereits die meisten ihrer Blätter verloren, und der Wind trug den Geruch von feuchter Erde und vergehendem Laub durch die Siedlung. Es war ein Hamburger Oktobertag, wie Schmidt ihn seit seiner Kindheit kannte: grau, feucht, ohne Sentimentalität.