Es ist offensichitlich, dass an kalten Frühjahrstagen mit wenig Verkehr die Belastung hochgeht. Also an den Tagen, an denen viel mit Holz (als Unterstützung) geheizt wird.
Zu dem Thema Verkehr: Meine Hoffnung ist, dass wir Lokalität stärker wertschätzen und dass es mehr Auflagen für den (weiten) Transport geben wird. Kann aber natürlich sein, dass diese kollektive Erinnerung schnell wieder verfliegt. - Einige Zuschauer weisen zu Recht darauf hin, dass der Ölpreis gerade Corono-bedingt sehr niedrig ist, was den Verkehr potenziell wieder erhöht. Allerdings müssen wir hier sehen, dass der Nettoeffekt derzeit auf jeden Fall in Richtung weniger Verkehr geht.
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Ich möchte in diesem Video heute einfach mal einer komplett verrückten Frage nachgehen,
nämlich der Frage, ob das Virus an irgendwelchen Stellen nicht vielleicht gut für die Wirtschaft
sein kann.
Ich weiß, die Frage klingt echt ein bisschen bescheuert und ich habe einfach mal natürlich
so eine kleine Google-Suche vorher gemacht, wie man das so macht.
Ich habe auf die Schnelle keine einzige Seite finden können, die tatsächlich irgendwie
darauf eingeht, wo dieses Virus eigentlich wirklich auch positive Auswirkungen auf die
Wirtschaft hat.
Also überall steht nur, wie schlimm und katastrophal und schlecht das doch alles ist, aber positive
Auswirkungen sind überhaupt nie irgendwo erwähnt worden, deshalb habe ich mir gedacht,
das muss ich unbedingt zu einem Video verarbeiten.
So, damit die erste Sache richtig gut ist, die das Virus ausgelöst hat, würde ich vorschlagen,
abonnieren Sie jetzt gleich mal meinen Kanal oder liken Sie gleich mal das Video, wenn
Sie schon mal dabei sind, dann haben wir das alles schon erst mal hinter uns und dann gehen
wir einfach mal eine Liste mal durch, denn ich habe mir hier eine Liste mit sage und
schreibe sieben Punkten mitgebracht, in denen also Sachen drinstehen, was denn jetzt positiv
sein könnte an dem Virus für unsere Wirtschaft.
So, und was ist das erste, was da draufsteht?
Das erste, was draufsteht, sind Pfadabhängigkeiten.
Also, Sie kennen vielleicht diese Geschichte, die wir aus dem Geschichtsunterricht in der
Schule in irgendeiner Form immer mal gehört haben, dass uns dort erzählt worden ist,
nach dem Zweiten Weltkrieg war der Kapitalstock in Deutschland komplett zerstört und weil
er zerstört war, und zwar stärker zerstört war, teilweise auch abgebaut von den Alliierten,
also weshalb der Kapitalstock in Deutschland weniger vorhanden war als in anderen Ländern,
zum Beispiel in England, das hat uns einen Vorteil verschafft, weil wir dann alles modernisieren
konnten.
Ich fand das immer ein total idiotisches Argument.
Ich habe immer gesagt, das kann doch nicht sein.
Also, man hat irgendwelche Maschinen und die mögen meinetwegen auch altmodisch sein, aber
wenn die zerstört sind, dann sind sie ja erst mal weg und dann hat man erst mal davon
einen Nachteil.
Kann das überhaupt sein, dass das, was in unseren Geschichtsbüchern uns damals immer
erzählt worden ist, dass es richtig ist?
Und die verrückte Antwort lautet, ich habe im Laufe der Jahre feststellen müssen, ja,
diese Antwort kann richtig sein, und zwar deshalb, weil man Ökonomie ganz schnell verwechselt.
Man hat ganz häufig das Gefühl, Ökonomie wäre eine Theorie der Eimer, wie man manchmal
sagt, also der kleinen Vermögenswerte, die überall so angehäuft sind, aber das stimmt
überhaupt nicht.
Es ist in Wahrheit eine Theorie der Anreize, und die Anreize sind das Entscheidende, und
häufig kann es passieren, dass man eben einen falschen Anreiz hat und sozusagen in einer
Sackgasse stecken bleibt, die sich auf irgendeine Weise mal entwickelt hat.
Lassen Sie mich dazu mal ein Beispiel sagen.
Der Transrapid ist eine ganz tolle Technik, also in China fährt dieses Ding, ich bin auch
in China einmal damit gefahren, das ist wirklich wundervoll, in einem solchen Zug zu fahren,
er ist unglaublich schnell, er ist leise und weiß ich was nicht alles, und ich bin mir
relativ sicher, wenn wir heutzutage anfangen würden, ein neues Schienennetz aufzubauen,
dann würden wir wahrscheinlich sehr viele Strecken mit diesem Transrapid machen, einfach
deshalb, weil diese Technik eben so viel besser ist, als die von unserem schienengebundenen
Verkehr.
Aber wir können es nicht komplett neu machen, wir haben da drin eine Pfadabhängigkeit,
und diese Pfadabhängigkeit sagt, dass wir einmal im Laufe der Zeit uns entschieden haben,
Schienen zu verlegen, was ja durchaus Sinn gemacht hat damals, und dadurch, dass diese
Schienen jetzt liegen, ist es ganz, ganz schwer, ein konkurrierendes System oben drüber zu
legen.
Das bedeutet also, damit tatsächlich mal ein System durch ein qualitativ besseres anderes
ersetzt wird, muss das eine System erstmal komplett zerstört sein.
Also, das heißt nicht, dass man immer alles sofort zerstören müsste, also wenn Sie meine
Theorien an sich kennen, dann wissen Sie, dass ich normalerweise auch eher propagiere
und sage, ja, solche Effekte, die wir hier haben, solche Pfadabhängigkeiten, die sind
auch gleichzeitig stabilisierend, also die sind nicht immer nur schlecht, aber nach einiger
Zeit, wenn wir sozusagen zu lange etwas hatten, wo überhaupt nicht sich was geändert hat,
dann führen diese Pfadabhängigkeiten dazu, dass man doch ganz einfach einrastet in Zuständen,
die suboptimal sind, und dann kann es einfach sinnvoll sein, wenn so etwas einmal komplett
ausgetauscht wird.
Also, so verrückt die Situation klingt, so wahr ist sie am Ende auch, dadurch, dass man
bestimmte Dinge zerstört, also Kapitalstock zerstört, kann man tatsächlich am Ende einen
Vorteil haben.
Nicht, dass man sich in dem einen Augenblick, in dem man da drin ist, sich danach sehnt.
Also, das muss einem schon klar sein, wenn man da ist und der Kapitalstock, den man besitzt,
der wird dann plötzlich zerstört durch irgendetwas, in diesem Fall durch ein Naturereignis oder
meinetwegen auch durch einen Krieg, das ist natürlich immer erstmal etwas, was in dem
Augenblick sehr negativ wirkt, aber schon auf mittlere Sicht kann das Ganze doch einen
erheblichen Vorteil bringen und ich denke, diese Situation haben wir im Augenblick.
Wir müssen auch sehen, wir haben in der Vergangenheit vielleicht auch wegen dieser Pfadabhängigkeiten
teilweise wirklich in merkwürdige Dinge hinein investiert.
Also, wir haben an sehr vielen Stellen immer diese legendären und sprichwörtlichen Umgebungsstraßen
investiert und weniger in den Netzausbau und das sind Dinge, von denen wir jetzt merken,
naja, vielleicht hätten wir doch einen anderen Pfad nehmen sollen und ich bin eigentlich relativ
guter Hoffnung, dass das im Augenblick etwas ist, was durch diese ganze Krise jetzt ausgelöst
wird und wir ganz einfach in eine schlauere Richtung sozusagen marschieren.
Okay, also das war mein Punkt Nummer 1, das mit den Pfadabhängigkeiten, was uns dieser
Virus am Ende für einen Vorteil bringen kann.
Punkt 2 auf meiner Liste ist, wir erkennen, dass wir bestimmte Theorien, die wir in der
Vergangenheit gemacht haben, vielleicht so überhaupt gar nicht stimmen, dass sie einfach
falsch sind.
Das, was wir haben, ist ein sogenanntes natürliches Experiment.
Also, bei einem Experiment ist es ja so, dass man an einer Stelle versucht einzugreifen
in das System, man ändert eine Variable und guckt sich dann an, wie ist die Auswirkung
auf das andere.
Das geht in sehr vielen echten Weltsituationen nicht.
Also, wenn wir zum Beispiel herausfinden wollen, welche Umweltverschmutzung geht tatsächlich
vom Straßenverkehr aus, dann müsste man eigentlich ein Experiment machen und man müsste dann
eigentlich sagen, wir untersuchen das nicht mit den normalen Methoden, wie es immer angewandt
wird, also Ex post facto sagt man da, manchmal dazu, also wir untersuchen das sozusagen nicht
mit diesen Methoden, bei denen wir immer zufällig auf Veränderungen stoßen, sondern
wir untersuchen das, indem wir an irgendeinem Tag plötzlich sagen, nee, heute schalten
wir den Verkehr mal ab und dann gucken wir uns an, wie die Auswirkung davon ist.
So, jetzt haben wir aber genau ein solches natürliches Experiment gehabt, also wir haben
den Verkehr im Augenblick einfach mal abgeschaltet, nicht um ein Experiment zu machen, sondern
um etwas anderes zu machen, aber wir können das Ganze auch nutzen als ein Experiment.
Und was wir jetzt auf einmal sehen, ist, dass diese negative Wirkung, die wir bisher dem
Straßenverkehr zugeschrieben haben, überhaupt gar nicht da ist.
Also die Umweltverschmutzung, die wir in Städten gemessen haben, müssen wir auf einmal
feststellen, nein, dieses große Problem, was der Straßenverkehr zu verursachen schien,
das ist überhaupt gar nicht da, sondern ist in ganz anderen Städten.
Es sind in dem Fall nämlich namentlich viel, viel stärker die Holzöfen, an die wir überhaupt
gar nicht gedacht haben.
Also die bringen einfach verdammt viel Feinstaub so in die Atmosphäre raus, sondern in die
nähere Umgebung und das riecht man ja auch, wenn man da ist und das bedeutet, also diese
Feinstaubbelastung, die wir an sehr vielen Städten haben, die sind offenbar viel, viel
stärker auf diese Holzöfen zurückzuführen, als auf den Straßenverkehr.
Wenn Sie sich jetzt über diese Aussage ärgern, tun Sie es bitte nicht.
Das ist ja keine Aussage darüber, dass wir alles genau so lassen müssen, wie es ist
und man kann ja aus irgendwelchen anderen Gründen meinetwegen auch gegen den Straßenverkehr
sein, aber ich denke, man sollte nicht aus den falschen Gründen gegen irgendetwas sein.
Und wenn man bisher die Angst hatte, dass der Straßenverkehr auch diese Art von negativen
externen Effekt hat, können wir jetzt sagen, nein, das natürliche Experiment, den Straßenverkehr
einfach mal abzuschalten, hat uns in die Situation gebracht, dass wir eben rausfinden können,
das ist nicht so und das finde ich schon erstmal eine große Erkenntnis, dass wir auf einmal
einige Theorien, die wir hatten, überprüfen können.
Das gilt übrigens auch an ein paar anderen Stellen, auf die ich hier gar nicht weiter
eingehen möchte, die aber eben doch wichtig sind.
Das heißt, wir können jetzt hier einfach sehen, wollen wir einfach bestimmte Dinge
aus den richtigen Gründen oder wollen sie aus falschen Gründen und sollten wir dann
vielleicht an der einen oder anderen Stelle einfach mal umsteigen mit dem, was wir einfach
wollen.
Das finde ich schon eine ziemlich gute Entwicklung, dass sowas plötzlich möglich ist.
Das nächste, was ich auf meiner Liste habe, ist, wir lernen auf einmal neue Kulturtechniken.
Also, wir sind gewohnt, auf eine ganz bestimmte Art und Weise zu arbeiten, miteinander zu
interagieren und lauter solche Sachen.
Die haben sich über lange Zeit hinweg entwickelt, aber die Umgebung, in der wir leben, entwickelt
sich die ganze Zeit weiter und so ist es so, dass wir eben Kulturtechniken haben, uns auch
an die gewöhnt haben, die einfach zu einem großen Teil auch aus einer anderen Zeit stammen.
Und ich bin mir relativ sicher, dass wir zum Beispiel viel zu viel durch die Gegend fahren,
um uns an Stellen zu treffen, an denen wir uns eigentlich gar nicht treffen müssten,
weil es auf eine andere Weise besser geht, nämlich einfach zum Beispiel dadurch, dass
wir einfach per Skype kommunizieren oder dergleichen Dinge.
Dass wir teilweise Unterricht auf eine ganz andere Art und Weise machen, als wir es bisher
gemacht haben.
Dass wir bestimmte Teile nicht jedes Mal wieder neu machen müssen, sondern die haben wir
einmal vorbereitet und dann treffen wir uns, sofern das dann wieder möglich ist und nutzen
dieses Treffen im echten Raum für ganz andere Sachen, als wir sie bisher genutzt haben.
Und das sind alles Techniken, die wir jetzt auf einmal lernen müssen und deshalb sie
auch tatsächlich eben lernen.
Und wir werden sehen, ich bin mir ganz sicher, dass das so ist, dass wir danach einen gewaltigen
Produktivitätsfortschritt haben, nachdem wir allesamt und sonderauf einmal diese Kulturtechniken
gelernt haben.
Denn da brauchen wir uns wirklich gar nichts vorzumachen, der Großteil von uns allen hätte
das so überhaupt nicht gelernt, wenn wir nicht gemusst hätten.
Aber jetzt müssen wir ganz einfach und da bin ich mir ganz sicher, dass das wirklich
schon auf mittlere Sicht einen ganz wesentlichen positiven Effekt haben wird, was wir hier
erleben.
Das nächste ist Transportkosten.
Wir haben die ganze Zeit unserer Wirtschaft sehr stark darauf vertraut, dass wir zu extrem
niedrigen Preisen transportieren können.
Diese Preise für den Transport sind mitunter deshalb so unglaublich niedrig, weil wir dort
externe Effekte einfach nicht mit einbeziehen.
Also der Transport verursacht Kosten, die aber dummerweise nicht demjenigen zugerechnet
werden, der den Transport selber beauftragt.
Das heißt, wir schicken Krabben von Deutschland nach Marokko, um sie dort pudeln zu lassen
und schicken sie dann wieder zurück.
Keine Ahnung, ob diese Story stimmt, aber sie wird immer wieder erzählt.
Und auf die Art und Weise ist das Pudeln der Krabben billiger, als wenn wir es hier machen
würden.
Aber ist es das tatsächlich?
Und wenn wir die Transportkosten voll mit einberechnen würden, also mit allen negativen
Effekten, die der Transport auslöst, dann bin ich mir ziemlich sicher, dann wird das
nicht so sein.
Aber in der Vergangenheit haben wir das einfach gemacht.
Also namentlich Risiken, die durch den Transport ausgehen und Umweltverschmutzung, die durch
diesen Transport ausgehen, die haben wir in der Vergangenheit einfach überhaupt nicht
mit einbezogen.
Aber jetzt auf einmal merken wir, oh, da sind ja Kosten dran an dem Transport, die wir bisher
einfach nicht berücksichtigt haben.
Wir werden uns daran gewöhnen und wir werden ganz sicher auf die eine oder andere Art und
Weise diese Kosten, die wir hier haben, stärker mit einpreisen als in der Vergangenheit.
Und das ist immer etwas Gutes.
Wenn externe Effekte auf einmal mit eingepreist werden und eben dafür sorgen, dass hier nicht
künstlich eine Sache für denjenigen, der es verursacht, verbilligt wird und für die
Gemeinschaft verteuert.
Und dieses Problem werden wir jetzt sicherlich zu einem gewissen Grad reduzieren, einfach
dadurch, dass wir eben den Transport über lange Strecken ganz anders auf dem Radar haben,
als wir das in der Vergangenheit hatten.
So, der nächste Punkt ist die Resilienz.
Also das System, mit dem wir es hier zu tun haben, wirtschaftliches System, hat eine Eigenschaft,
die man manchmal als Antifragilität bezeichnet.
Also es geht zurück auf ein Buch, ich habe Ihnen das unter dem Video hier einfach mal
verlinkt, ist auch ein sehr lesenswertes Buch übrigens, Antifragilität.
Und da ist die Theorie, dass es etwas anderes gibt als nur Widerstandsfähigkeit, sondern
dass es also Systeme gibt, die dadurch, dass sie einer Belastung ausgesetzt werden, stärker
werden.
Und Wirtschaft hat normalerweise diese Eigenschaft, also wenn Sie die Wirtschaft einer Belastung
aussetzen, dann wird sie dadurch, dass sie dieser Belastung ausgesetzt wird, stärker.
Das gibt es übrigens auch an ganz anderen Stellen.
Also ich habe hier ein nettes Zitat von dem Seneca, also dem Philosophen, aus dem alten
Rom.
Der ist fest und stark, ist nur der Baum, der unablässig Windstößen ausgesetzt war,
den Kampf festigen und verstärken sich seine Wurzeln.
Okay, also das ist jetzt eine etwas blumige Formulierung gewesen von einem Philosophen,
die aber durchaus richtig ist.
Also wenn Sie sich ansehen, wie Bäume ihre Widerstandskraft entwickeln, dann werden Sie
feststellen, wenn also so ein Waldstückchen da ist, dann sind die äußeren Bäume wesentlich
stärker und fester als die inneren Bäume, weil die von den äußeren geschützt werden.
Also man spricht da teilweise auch von Winderfahrung, äußere Bäume, die haben eine Winderfahrung
und dadurch, dass sie die haben, sind sie also widerstandsfähiger.
Das heißt, die erlernen diese Widerstandsfähigkeit dadurch, dass sie den Belastungen von außen
her ausgesetzt sind.
Also insofern ist diese Beschreibung von dem Seneca hier durchaus nicht einfach nur metaphorisch
zu sehen, sondern das ist auch wirklich so bei den Bäumen, dass sie sich eben verstärken
dadurch, dass diese mehr diese Antifragilität haben, ja das ist mehr als Resilienz, dass
sie diese Antifragilität haben und das hat unsere Wirtschaft auch.
Und sie können sehr sicher sein, dass durch diese Art von externem Schock, den wir jetzt
hier auf unsere Wirtschaft ausüben, diese Selbstheilungskräfte aktiviert werden und
dass wir danach in einer stärkeren Verfassung sind, wirtschaftlich in einer stärkeren Verfassung
sind, als wir es vorher sind.
Das ist eben diese Antifragilität und die ist in einem Wirtschaftssystem, was einigermaßen
freiheitlich funktioniert, ist das sehr stark ausgeprägt.
Und am Anfang ist natürlich erstmal auch wieder hier eine negative Erfahrung, aber das ist
nicht dauerhaft.
Dauerhaft sind andere Effekte, die dann kommen und Sie werden sehen, in dem Augenblick, wo
diese ganzen, also diese unglaublichen Beschränkungen, die wir im Augenblick haben, wo die einigermaßen
aufgehoben werden und wir wieder anfangen können, richtig zu wirtschaften, wenn wir
an sie sehen, dass die Wirtschaft einmal eben tatsächlich Selbstheilungskräfte entwickelt,
dass es auf einmal anspringt, dass auch andere Produkte auf einmal stärker gefragt werden
als in der Vergangenheit, wahrscheinlich sinnvollere, langlebigere Produkte gefragt werden und das
ist auf jeden Fall ebenfalls einer der positiven Effekte, die ich immer diesem Virus einfach
zurechnen würde.
Dann steht auf meiner Liste noch etwas, woran man vorher vielleicht wenig gedacht hat und
im Augenblick ganz offensichtlich sieht, nämlich die Familie.
Das ist eine ganz auffällige Erscheinung, die wir gerade haben, dass normalerweise Familien
verstreut sind über alle Lande, aber jetzt in dem Augenblick, worum es daran geht, irgendwie
längere Zeit zusammen zu sein, aufeinander vertrauen zu müssen, dergleichen Dinge, auf
einmal merken sie, dass die Familien wieder zusammendrücken und wir merken einfach, dass
die Familie eine Einheit ist, die eben eine wichtige Einheit ist und eine, die tatsächlich
etwas erreicht, was man an anderen Stellen so bisher oder was man so vielleicht nicht
erreichen könnte und was übrigens auch entlastend ist für irgendwelche Sicherungssysteme, soziale
Sicherungssysteme.
Das heißt, wir haben hier letztlich eine Einheit, die jetzt wieder wahrscheinlich besser
funktioniert, als sie es vorher getan hat und die auch unglaublich viel an Belastungen
abfangen kann, auffangen kann und die wahrscheinlich auch die Lebensqualität von sehr vielen Menschen
einfach verbessert, dadurch, dass die Familien wieder zu einem gewissen Grad zusammengefunden
haben und ich weiß, dass es nicht in allen Kreisen besonders gern gesehen oder gehört
wird, aber auch da muss man sich überlegen, was hat man eigentlich gegen die Familie
und in vielen Fällen sind diejenigen, die etwas gegen die Familie haben, welche, die
sagen, ja, aber das ist eine Einheit, die haben Werte, die wollen wir so nicht, also
kann ja sein, dass da vielleicht Werte sind, die irgendwer anders gerade nicht haben will,
aber das ist immer der Punkt, wo ich ganz stark aufpassen würde, dass man hier eben
nicht versucht, einfach irgendwem anders nur seine eigene Ansicht aufzudrücken und
einfach zu sagen, naja, ihr würdet euch zwar in der Familie wohlfühlen, aber das sollte
jetzt nicht sein, weil es nicht meinen Werten entspricht, also da würde ich wirklich darum
bitten, sich da einfach nochmal Gedanken drüber zu machen, ob man es wirklich wollen kann,
dass wenn sich die anderen in dieser Form wohlfühlen, dass man ihnen dann sagt, nee,
da dürft ihr aber ja nicht drin wohlfühlen und wie gesagt, im Augenblick ist es einfach
eine Situation, da fühlen sich sehr viele Leute gerade in dieser familiären Umgebung
offenbar relativ wohl, freuen sich darüber und finden sozusagen andere auch Wurzeln
der Stärke wieder zurück, einfach dadurch, dass sie eben plötzlich die Familie wieder
aktivieren, was in der Vergangenheit nicht der Fall war und ich kann ihnen garantieren,
das wird insgesamt, was die Sicherungssysteme angeht, eine starke Entlastung sein, wahrscheinlich
auch auf einer psychologischen Ebene und damit sind wir bei meinem letzten Punkt, nämlich
ich glaube, dass wir hier durch eine solche Krise im Augenblick wesentlich stärker erkennen,
was für uns selber gut und was für uns schlecht ist, das heißt, wir werden uns unserer eigenen
Präferenzen einfach stärker wieder bewusst und wir sind in eine Phase reingekommen, in
der man das Gefühl hatte, ach, wir haben eigentlich alles und dann sind unsere Präferenzen
irgendwie so ein bisschen in die Richtung geworden, dass wir gesagt haben, naja, so
kurzfristiger Luxus, das ist eine tolle Sache und alles andere ist ja sowieso nicht so wahnsinnig
viel wert und ich glaube, dass wir da im Augenblick einfach viel, viel mehr merken, dass einfach
andere Dinge da sind, für die man sich begeistern sollte, für die es vielleicht wert ist, tatsächlich
Energie aufzusetzen, dass plötzlich solche Dinge sind, wie dass man irgendwem anderen
hilft, dass das etwas ist, was einem selber auch was bringen kann und das nehmen wir im
gegenseitigen in irgendeiner Form unterstützen, also kurzum, dass plötzlich wieder vielleicht
nicht so stark materialistische Präferenzen einfach in den Vordergrund rücken und wir
das auch dauerhaft wie die Kulturtechniken lernen, dass es eben etwas ist, was uns gut
tut.
Okay, gut, so, jetzt wollen Sie auch etwas tun, was für Sie gut ist, hoffe ich zumindest,
falls Sie es noch nicht getan haben, abonnieren Sie meinen Kanal, denn dann sehen Sie jede
Woche ein tolles Video.
Sie wissen ja, liken ist auch eine tolle Sache, aber mir auf Instagram folgen ist noch viel
besser, denn da kann man noch viel stärker interagieren und Sie wissen ja, dann haben
Sie noch einen weiteren Punkt, der einem gut tut.
Naja, jetzt habe ich zu viel Eigenlob gemacht und kann mich nur bedanken, dass Sie mir bis
hierher gefolgt sind.
Ich verabschiede mich und ich freue mich dann, dass wir uns nächste Woche hier in aller
Frische wiedersehen.
Bis dahin!