Wie kann eine Obrigkeit gehorsames Verhalten durchsetzen? Durch den Pearl-Harbor-Effekt, der aber auch nach hinten losgehen kann. Es hängt von der Wachsamkeit der Medien ab, ob Politiker mit einem Einschüchterungsverhalten durchkommten. Wenn das System erst einmal in einen Zustand der Unterdrückung gekommen ist, ist dies das Ende der Demokratie, weil es nicht mehr reversibel ist.
-Machtstrategien und Herrschaftsmechanismen Historisch gesehen nutzten Regime wie die DDR, die UdSSR oder Diktatoren wie Augusto Pinochet gezielte Bestrafungen, um die Bevölkerung einzuschüchtern. In der DDR führte die Stasi beispielsweise Hausdurchsuchungen und Verhaftungen durch, um Dissidenten zu isolieren und die Furcht vor Überwachung zu verstärken. Ähnliche Strategien wandten andere Regime an, etwa durch öffentlich inszenierte Gerichtsverfahren oder Folter. Der Grundsatz „bestrafe einen, um viele zu treffen“ zielt darauf ab, durch die Bestrafung Einzelner eine Botschaft an die gesamte Gesellschaft zu senden. Repression dient dabei nicht nur der Kontrolle, sondern auch der Entmutigung. Die Bevölkerung soll überzeugt werden, dass Widerstand zwecklos ist, während das Risiko persönlicher Konsequenzen als untragbar hoch erscheint.
-Gesetzliche Grundlagen und Meinungsfreiheit In Demokratien wie Deutschland ist die Meinungsfreiheit ein fundamentales Grundrecht, verankert im Grundgesetz (Art. 5). Dennoch gibt es rechtliche Grenzen, etwa bei Beleidigung, Verleumdung oder Volksverhetzung. Diese Einschränkungen sollen den Schutz der Würde anderer sowie die öffentliche Ordnung gewährleisten.
Die Abwägung zwischen Meinungsfreiheit und Straftatbeständen ist eine Herausforderung. Besonders in kontroversen Fällen, etwa bei satirischen oder polemischen Aussagen, stellt sich die Frage, wie weit Meinungsfreiheit gehen darf, ohne andere Rechte zu verletzen. Die Strafverfolgung steht hierbei vor dem Dilemma, zwischen notwendiger Rechtsdurchsetzung und der Gefahr der Überreaktion zu balancieren.
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Welche Methoden kann eigentlich ein Diktator verwenden, um seine eigene Bevölkerung einzuschüchtern?
Also, um sie dann gefügig zu machen, dass sie das machen, was er gerne haben möchte.
Das ist das, was ich in diesem Video einmal behandeln möchte, und zwar aus spieltheoretischer Sicht.
Das Erstaunliche ist, oder für viele vielleicht Erstaunliche, ist, dass es eine spieltheoretische Diskussion zu diesem Thema gibt.
Also auch gar nicht so eine ganz kleine Diskussion, also es gibt alle möglichen Lösungsvorschläge in Anführungsstrichen,
was man also aus einer so eher totalitären Sicht heraus alles machen kann.
Das wird natürlich meistens nicht so genannt.
Also das wird nicht als Gebrauchsanleitung verbreitet, sondern das sind dann eher solche Dinge,
dass man, weiß ich, zum Beispiel sich fragt, ja was kann man denn machen, damit Leute zur Musterung kommen,
wenn also ganz viele mit zivilem Ungehorsam sich da versuchen zu verweigern und solche Sachen,
oder wie kann man es machen, dass beispielsweise eine Zwangsgebühr bezahlt wird,
wenn da viele versuchen sich zu verweigern, solche Dinge.
Also es wird sozusagen an harmloseren Sachen, an Beispielen genommen.
Aber die Diskussion, die spieltheoretischen Modelle, die dahinter stehen, sind natürlich letztlich die gleichen.
Das sind letztlich die gleichen Modelle, die ein Diktator anwenden würde, um seine eigene Bevölkerung gefügig zu machen.
Und dass ich dieses Thema gerade jetzt aufgreife, hat zum einen eine konkrete und eine abstrakte Ebene.
Die abstrakte möchte ich mit Ihnen gleich sprechen.
Und die konkrete Ebene ist, dass es im Augenblick eine ganze Reihe Strafanzeigen gegeben hat,
viele, hunderte von Politikern, und da teilweise aus meiner Sicht von der Justiz wahnsinnig überzogen worden ist.
Also so, dass man eigentlich sagen muss, da geht es ganz offenbar nicht mehr darum,
dass irgendwer sich beleidigt gefühlt hat und dafür irgendwie Genugtuung haben möchte.
Sondern nein, das ist ein Mittel, was im Augenblick ganz offensiv eingesetzt wird.
So zumindest meine Interpretation des Sachverhalts.
Juristen werden sich damit sicherlich besser auskennen.
Aber das ist etwas, worüber ich mit Ihnen hier einfach sprechen möchte, um das so ein bisschen einzuordnen.
Und wechseln wir jetzt einmal kurz auf die konkrete Ebene.
Ich möchte einfach ein paar Beispiele rausnehmen, die Sie im Augenblick wahrscheinlich kennen.
Da sollte ich mich wundern, wenn Sie davon noch nicht gehört haben sollten.
Aber ich nehme die Beispiele trotzdem einmal heraus, weil ich Ihnen daran ein paar grundsätzliche Dinge zeigen möchte.
Und ich werde die gleich nochmal aufgreifen.
Also es gibt ein Meme, was von Habeck in Umlauf gekommen ist.
Und was also ein Rentner geteilt hat.
Und das ist im Wesentlichen eins, wo ein Bild von ihm drauf ist.
Und unten drunter steht in dem Schriftzug von Schwarzkopf, also wenn man die vom Haarspray und sowas hier kennt,
in dem Schriftzug steht unten drunter Schwachkopf Professional.
Also statt irgendwie Schwarzkopf Professional, was es wohl für Friseure und sowas gibt, steht da drunter also Schwachkopf Professional.
Und das hat also ein Rentner geteilt, dieses Meme.
Und daraufhin hat er also dann morgens um sechs Besuch von einer Hausdurchsuchung bekommen.
Und Sie wissen, wie das mit so einer Hausdurchsuchung ist.
Also die sind dann nicht besonders zurückhaltend, sondern die nehmen einfach alle elektronischen Geräte mit, die so da sind.
Und im Grunde genommen ist dieser Vorgang selber, der Hausdurchsuchung, eigentlich schon schlimmer als eine jemals zu erwartende Strafe für den Sachverhalt selber.
Diese Hausdurchsuchung selber ist ja eine unglaublich invasive Sache.
Und die ist eigentlich schon das Schlimme, was im Grunde genommen ja den rechtlichen Prozess, der dahinter steht, komplett aushebelt.
Also für meine Begriffe, mir kommt das rechtsmissbräuchlich vor.
Aber wie gesagt, ich bin kein Jurist.
Die können das sicherlich besser einordnen.
Jedenfalls ist es wichtig, sich klarzumachen, dass also solche Dinge im Augenblick passieren.
Nicht bei uns, nicht vor 40 Jahren in der DDR, dass das natürlich auch passiert.
Aber es sind Dinge, die heutzutage bei uns passieren.
Jetzt gerade, direkt vor Ort.
Das muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen, dass das so ist.
Und das ist auch nichts, was man für meine Begriffe einfach wegwischen kann.
Und ich habe eine gewisse Befürchtung, dass viele von Ihnen jetzt ankommen werden und sagen werden, na das ist ja gar nicht so.
Das war ja alles nur Fake News, da ging es ja eigentlich um etwas ganz anderes.
Um Antisemitismus und solche Sachen.
Nein, sorry, in dem Durchsuchungsbeschluss selber steht das nicht drin.
Da steht drin, dass es sich ausschließlich um diese Beleidigungen handelt.
Und das, was an Informationen und an Pressemitteilungen rausgegeben worden ist, danach ist hochwidersprüchlich.
Und es scheint mir im Augenblick so zu sein, dass alle möglichen Leute versuchen, Habeck aus der Schusslinie mit rauszunehmen.
Also aus welchen Gründen auch immer.
Und so zu tun, als wäre das alles ganz harmlos.
Aber man muss sich klarmachen, dass das natürlich sein Verantwortungsbereich ist.
Und dass er ja auch jetzt noch die Möglichkeit hätte, alles zurückzuziehen.
Also er hätte ja jetzt die Möglichkeit einfach zu sagen, ja tut mir leid, das war völlig überzogen, das wollte ich so überhaupt gar nicht haben.
Das tut er aber nicht.
Sie sehen daran, es ist sein Verantwortungsbereich.
Und egal, was im Augenblick erzählt wird, an irgendwelchen komischen Geschichten drumherum, es ging um dieses Meme.
Das war das.
Das war auch genau das, was diese Hausdurchsuchung geführt hat.
Und was dann eben im Grunde genommen die eigentliche Strafe verschlimmert hat, die man überhaupt nur dafür erwarten kann.
Wenn es denn überhaupt jemals dafür eine geben sollte.
Denn wenn das nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt ist, was bedeutet dann Meinungsfreiheit eigentlich überhaupt noch?
Also wenn man so etwas noch nicht mal mehr sagen kann.
Das ist ja das Wesen einer Demokratie, dass man die herrschenden, in Anführungsstrichen, auch stark angehen kann.
Wenn das nicht mehr gegeben ist, was sollte denn dann noch das Wesen einer Demokratie sein?
Also das ist erstmal die Sache, die da ist.
Und ich wünsche mir wirklich, dass jetzt nicht jede Menge Leute ankommen und versuchen, diesen Vorgang zu verharmlosen.
Einfach herunterzuspielen.
Ich muss auch ehrlich sagen, ich bin gerade so entsetzt teilweise von Linken, die im Augenblick einmal ankommen und so tun, als wäre das alles in Ordnung.
Das ist überhaupt nicht in Ordnung.
Also stellen Sie sich einfach vor, das würde bei Ihnen passieren, wenn Sie eine andere politische Ansicht oder wenn diese Machtausübung aus einer anderen politischen Richtung kommen würde.
Das würde bei Ihnen plötzlich passieren.
Stellen Sie sich einfach vor, ob Sie das in Ordnung fänden.
Dass wenn Sie, weiß ich, sowas wie Fuck AfD geteilt haben oder so etwas, dass dann plötzlich die Staatsanwaltschaft einfach mal Ihr Haus durchsucht und sämtliche elektronischen Geräte mitnimmt und Sie damit arbeitsunfähig macht.
Das muss man sich auch sehen.
Das muss man sich einfach klar machen und das ist nichts, was man einfach so vom Tisch wischen kann.
Und sorry, wenn ich das hier so wahnsinnig deutlich ausspreche.
Ich möchte mit Ihnen gerne noch über einen anderen Fall sprechen, der in diesem Zusammenhang auch bekannt geworden ist.
Das ist nämlich eine Hausdurchsuchung, die, und man höre und staune, durch ein geringfügig falsches Zitieren entstanden ist.
Also das ist auch etwas, was Sie wahrscheinlich wissen, aber für den Fall, dass Sie es nicht wissen, sage ich es Ihnen hier einfach nochmal.
Und Sie kennen bestimmt dieses Zitat, was Herrn Habeck zugeschrieben wird, was lautet, ein Laden, der aufhört zu verkaufen, ist doch nicht insolvent, er verdient einfach nur kein Geld mehr.
Kennen Sie dieses Zitat?
Das Dumme ist, dieses Zitat ist nicht wörtlich richtig.
Und das hat also jetzt jemand geteilt, mehrere Zitate dieser Art, die in Anführungsstrichen geschrieben waren.
Und damit also nahegelegt wurde, das sei ein wörtliches Zitat.
Aber das widerspricht natürlich guten wissenschaftlichen Standards, die im Internet natürlich auf jeden Fall einzuhalten sind.
Und der Originallaut, Wortlaut, war nämlich ein bisschen anders.
Der war, und dann sind die nicht insolvent, also die Läden, von denen die Rede war, automatisch, aber sie hören vielleicht auf zu verkaufen.
Ist das sinngemäß das Gleiche?
Ja, das ist sinngemäß das Gleiche.
Wenn man ein Vergleiche davor geschrieben hätte, oder dahinter, man hätte gesagt, dieses Zitat von Habeck und dann Vergleiche Habeck, Wirtschaftsminister, dann wäre das klar gegangen.
Dann hätte man sagen können, naja, das ist paraphrasiert, das ist umschrieben und damit ist es sinngemäß eigentlich so einigermaßen gleichzeitig wiedergegeben worden.
Aber nein, das war hier nicht der Fall.
Sondern hier hat also eine Person, übrigens nicht studiert, wenn ich das richtig mitbekommen habe, also des Zitierens unkundig,
und dafür wurde sie also bestraft, dass sie also nicht wusste, dass man da ein Vergleiche davor setzen muss, bevor man so etwas sagen kann.
Und was ist passiert? Genau, eine Hausdurchsuchung, die natürlich unbedingt erfordert ist bei solchen Dingen, die man ja im Internet nachlesen kann,
da muss man ja die Beweissicherung unbedingt zu Hause machen.
Und es gibt dann natürlich, also was alles dazu gehört, ja, Strafanzeige, jede Menge Tagessätze, die sie dann übrigens sogar abstottern musste, weil ich das nicht leisten konnte, diese Strafe.
Und ja, das ist das, was damit erstmal passiert ist.
So, das ist die konkrete Ebene, bei der wir uns gerade befinden.
Und Sie merken, dass ich darüber ein klein wenig verärgert bin.
Also das ist schon etwas, wo ich sagen muss, das ist ein, also aus meiner Sicht, Frontalangriff auf Kernelemente der Demokratie, was wir hier gerade erleben.
Und wir schalten jetzt einfach mal um, das ist ja immer das Prinzip, was ich hier anwende.
Wir schalten also um auf eine abstrakte Ebene, auf der ich zum gewissen Grad zumindest diese konkreten Dinge einfach mal vergesse.
Natürlich nicht ganz, aber zum gewissen Grad vergesse ich sie.
Und ich möchte mit Ihnen einfach mal darüber diskutieren, wie geht eigentlich abstrakt ein Diktator damit um, wenn er seine eigene Bevölkerung gefügig machen möchte.
Also was kann man da eigentlich so machen?
Und man muss dafür wissen, dass es zwei stabile Zustände gibt in der Bevölkerung.
Der eine Zustand ist der, den wir als demokratisch empfinden, bei dem ja im Grunde genommen so eine Art Kakophonie abläuft und alle Leute irgendwie durcheinander plappern, jeder sagt etwas Unterschiedliches und so.
Und man hat dann Mechanismen, mit denen aus diesem Konzert etwas herausgefiltert wird, was am Ende was Gutes ist.
Dass man also versucht, verschiedene Ideen rauszufiltern, dass man versucht, irgendwie so ein Kräftegleichgewicht zwischen verschiedenen Strömungen herzustellen, dafür zu sorgen, dass am Ende irgendetwas rauskommt, womit alle ganz gut leben können.
So funktioniert Demokratie. Aber das ist natürlich ein Zustand, bei dem es aus Sicht eines einzelnen Politikers wild drunter und drüber geht.
Das ist der eine Zustand. Stabile Zustand. Und der andere stabile Zustand ist der, dass sich keiner mehr traut, irgendwas zu machen, alle brav dasitzen und nur genau das tun, was ihnen vom Lehrer oder Diktator vorgegeben wird.
Das sind diese beiden Zustände. Und jetzt stellen Sie sich einmal vor, Sie sind also meinetwegen auch nur Lehrer, dann haben wir vielleicht ein harmloseres Szenario als mit dem Diktator.
Aber Sie sind also der Lehrer oder Diktator, der also die anderen völlig ausrichten möchte auf ein bestimmtes Verhalten. Das wollen Sie von oben nach unten drauf zwingen.
Also das ist ja nichts, was die anderen wollen. Sondern das wollen Sie ja von oben her erzwingen, dass die das machen. Also das muss man sich natürlich klar machen, dass das hier der Ziel der Sache ist.
Und jetzt haben Sie ein Problem, nämlich Sie haben begrenzte Ressourcen. Also Sie können nicht einfach jetzt losmarschieren und alle gleichzeitig, die was anderes machen, bestrafen. Das klappt nicht.
Sie können nicht alle gleichzeitig erwischen und Sie müssen deshalb irgendwelche anderen Methoden verwenden.
Und jetzt stellen Sie sich einmal vor, Sie haben also relativ viele Leute, die da demokratisch durcheinander reden in diesem großen Konzert.
Und Sie sagen jetzt einfach, na gut, dann machen wir das einfach so. Wir schnappen uns zufällig einfach irgendwelche Personen dabei raus.
Und bei diesen Personen, die wir uns raussuchen, die gehen wir einfach stark an, ja weiß ich, werfen die in den Knast und sowas.
Und versuchen auf diese Art und Weise dafür zu sorgen, dass wir die irgendwie erwischen. Funktioniert das?
Und das kann natürlich funktionieren, aber das ist so, wie ich es gerade eben beschrieben habe, im Wesentlichen führt das zu einer Risikoabwägung der einzelnen Personen.
Also stellen Sie sich vor, die haben eine gewisse Präferenz dafür, einfach frei sich äußern zu können oder das eben nicht zu machen, was dieser Diktator von Ihnen will.
Und die haben jetzt eine einfache Risikoabwägung. Die sagen ganz einfach, na wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich erwischt werde?
Also weiß ich, der hat halt eine begrenzte Staatsmacht zur Verfügung, mit der er sowas machen kann.
Und Sie sind aber Millionen von Leuten und dann ist relativ klar, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Sie gerade erwischt werden, relativ gering ist.
Und dann sagt vielleicht jeder Einzelne, naja bei dieser Wahrscheinlichkeitsaufteilung, wie wir sie im Augenblick haben, da kann man das Risiko durchaus eingehen.
Also sehr wahrscheinlich, dass der Diktator zwar den einen oder anderen schnappt und vielleicht gefällt ihm das ja auch oder sowas, er kriegt da persönliche Genugtuung,
aber er ändert natürlich nicht den Gleichgewichtszustand, in dem wir sind.
Das heißt also, hier ist das Problem, wenn Sie nur eine relativ kleine Anzahl an Ressourcen zur Verfügung haben, können Sie dann wahrscheinlich nicht das zivile Ungehorsam brechen, muss man sozusagen.
Das wird wahrscheinlich nicht klappen, weil die andere Seite einfach sagt, naja, das ist einfach zu unwahrscheinlich.
Also das ist gerade der Einzelne, der jetzt diese Entscheidung trifft, dass es den gerade trifft.
Was kann man also stattdessen machen?
Und wir kommen jetzt in die Sache, die spieltheoretisch diskutiert wird.
Nämlich dort wird gesagt, naja, das Problem dabei ist ja, dass jeder Einzelne eben diese geringe Wahrscheinlichkeit hat.
Wir müssen also dafür sorgen, dass einzelne Leute wissen, dass sie eine extrem hohe Wahrscheinlichkeit haben, gerade diejenigen zu sein, die angegangen werden von der Staatsmacht oder vom Lehrer, von der Obrigkeit.
Also dass diejenigen gerade wissen, dass die Wahrscheinlichkeit extrem hoch ist, idealerweise 1.
Und wie kann man das erreichen?
Das erreicht man zum Beispiel dadurch, dass man die alphabetisch ordnet.
Also es werden ja sowieso irgendwelche Listen existieren, da sind die zum Beispiel alphabetisch angeordnet oder in irgendwelchen anderen natürlichen Reihenfolgen.
Und bei dieser Reihenfolge, die Sie dort haben, sagen Sie immer, der Nächste, der auf der Liste steht, zu dem kommen wir hin.
Also da achten wir darauf, dass der das richtig macht.
Und wenn er es richtig macht, dann ist alles in Ordnung, dann gehen wir zum Nächsten.
Aber wenn er es falsch macht, dann kriegt der es gleich volle Kanne ab.
Und Sie merken, dass sich jetzt die Entscheidungssituation der einzelnen Personen drastisch geändert hat.
Also Sie wissen jetzt, es gibt zwar einige, die können erstmal tun und lassen, was sie wollen.
Also die mit Z im Namen oder der Nachname mit Z anfängt, die sind erstmal noch weit entfernt.
Sie kennen das hier vielleicht sogar aus Schulklassen, da wird es ja manchmal tatsächlich so gemacht.
Sie wissen aber, dass der Anton, dass der jetzt also derjenige ist, der als Nächster dran ist.
Und das will der natürlich nicht in Kauf nehmen.
Das heißt also, der hört unmittelbar mit diesem nicht erwünschten Verhalten auf.
Damit braucht sich aber der Lehrer gar nicht mehr weiter, um den zu kümmern.
Das heißt, er kann dann gleich zur Bertha weiter marschieren.
Und die Bertha weiß natürlich auch schon vorher, dass sie als Nächste dran ist.
Das heißt, die hört auch sofort mit diesem anderen Verhalten auf.
Und so braucht der im Grunde genommen, also der Lehrer braucht im Grunde genommen überhaupt nie irgendetwas durchzusetzen,
weil immer jeder weiß, wer als Nächster dran ist und auf die Art und Weise jeder Einzelne sofort schon plötzlich brav wird,
weil er ja in der Hackordnung dann als Nächster wie gesagt dran wäre, auf die Art und Weise direkt aufgibt
und dadurch der Lehrer sehr schnell durch die ganze Kette durchkommt, obwohl er mit sehr begrenzten Ressourcen arbeitet.
Also in der Sicht mal an die Schule, das ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass sowas tatsächlich auch angewandt wurde
von dem einen oder anderen Lehrer in irgendeiner Form.
Aber das können sie natürlich auch im großen Stil anwenden.
Das heißt also, durch dieses Ordnen oder bekannt geben, dass man eine natürliche Ordnung verwendet,
können sie normalerweise relativ viel dieser Art erreichen.
Funktioniert das auch in dem vorliegenden Fall?
Also wir haben es ja hier damit zu tun, dass einzelne Menschen freie Meinungsäußerung begehen wollen,
also begehen, falsches Wort, ja, etwa in Anspruch nehmen, dass sie das machen wollen,
dass sie also frei ihre Meinung sagen wollen.
Und das ist eine Situation, bei der sie eigentlich keine natürliche Ordnung haben.
Also sie könnten natürlich versuchen, im Prinzip mit solchen Methoden zu arbeiten
und auf die Art und Weise versuchen, einen nach dem anderen daran zu hindern,
irgendwie sowas zu machen.
Aber wie gesagt, das klappt hier eigentlich nicht so richtig,
weil sie nicht so ganz genau wissen, an welcher Stelle der nächste hochpoppt.
Das heißt also, diese Methode, die sozusagen die spieltheoretische Standardlösung ist,
die funktioniert hier so nicht.
Das heißt, sie müssen irgendetwas anderes machen.
Wenn diese natürliche Ordnung nicht da ist, und was ist das?
Naja, man nutzt den Pearl-Harbour-Effekt.
Was ist der Pearl-Harbour-Effekt?
Das heißt, sie versuchen, an einzelnen Stellen ein Exempel zu statuieren
und das so stark publik zu machen, dass alle anderen das plötzlich auf sich beziehen.
Also dass jeder das Gefühl hat, oje, das ist so bekannt geworden, dieser große Fall,
das könnte ja auch jederzeit bei mir sein.
Nicht bedenkend, dass auf der anderen Seite die Ressourcen nicht da wären,
dass es tatsächlich für jeden sofort gemacht werden könnte,
aber es wirkt so, weil es so wahnsinnig präsent ist.
So, was macht man dann in einer Diktatur?
Naja, da kommt man beispielsweise eben an mit solchen Sachen,
die also stark sichtbar sind, wie beispielsweise einen Aktionstag für irgendwas.
So, und sorry, dass ich jetzt gerade dieses Beispiel nehme,
denn das, was ich Ihnen vorhin gesagt habe,
eines dieser beiden Memes, oder genauer gesagt die Folge dieses Memes,
ja diese Hausdurchsuchung, ist auch im Zuge eines Aktionstages gelaufen.
Das heißt also, man macht hier etwas, was hochgradig fraglich,
fragwürdig ist von der Art und Weise her,
macht aber eine riesen Show drumherum
und auf die Art und Weise bezieht das jeder einzelne auf sich
und kriegt dieses Gefühl, oje, bestrafe einen, trifft viele,
das ist ja das, was da häufig gesagt wird,
kriegt also jeder einzelne das Gefühl,
das ist etwas, was einen auch direkt selber treffen könnte
und hört deshalb auf mit diesem entsprechenden Verhalten.
Das ist so ein bisschen die Idee, die dahinter steht,
das heißt, dass man also eine große Show macht,
die das so präsent werden lässt,
dass es eigentlich letztlich eine Art Wahrnehmungsverzerrung ist
bei den betroffenen Personen,
aber die eben trotzdem dazu führt,
dass sie das Verhalten einstellen,
das, was sie eigentlich machen wollten,
einfach deshalb, naja, weil es eben so präsent im Kopf geworden ist
und damit die Wahrscheinlichkeitsschätzung
im Grunde genommen eine andere ist,
als die, die im ersten Fall gewesen wäre,
wo man das einfach nur still und heimlich macht,
diese Unterschiede, also diese Repressalien gegen einzelne Personen.
Das war ja der erste Fall, den ich Ihnen vorhin gesagt habe.
Jetzt gibt es natürlich zwei mögliche Folgen,
die bei diesem Verhalten auftreten können.
Es gibt einmal die Folge, dass das so ist,
wie ich gerade eben beschrieben habe,
dass die Leute also einfach klein beigeben und sagen,
oje, die Staatsmacht ist überall, können wir nichts mehr machen,
hören einfach auf mit diesem Verhalten.
Das ist die eine Möglichkeit.
Die andere Möglichkeit ist, dass es einen Backlash gibt.
Also das heißt also, dass die einzelnen Leute plötzlich sagen,
das war jetzt zu viel, jetzt reicht es uns.
Also vorher, das war ja noch alles in Ordnung,
aber jetzt ist es einfach zu viel
und dann sich eine so starke Gegenwehr formiert,
die andernfalls nicht entstanden wäre,
die plötzlich dafür sorgt,
dass dieses Verhalten insgesamt gar nicht mehr durchgesetzt werden kann,
also von der Staatsseite her.
Also ich habe vorhin vom Pearl Harbor-Effekt gesprochen.
Sie müssen sich vorstellen, das war ja schon vorher,
dass da irgendwie so Scharmützelchen und all solche Sachen gab.
Ja, aber durch Pearl Harbor
ist die amerikanische Bevölkerung aufgeschreckt worden.
Und es hätte, die eine Möglichkeit hätte sein können,
dass die amerikanische Bevölkerung sagt,
oje, jetzt sind wir große Teile unserer Flotte los,
jetzt haben wir verloren, müssen aufgeben.
Oder die andere Möglichkeit ist eben, dass die sagen,
jetzt reicht es aber und jetzt legen wir erst richtig los.
Das sind immer diese beiden Möglichkeiten,
die bei dieser Pearl Harbor-Methode auftauchen können,
dass man etwas sichtbar macht.
Und die Japaner haben es ja versucht, sichtbar zu machen
und die Hoffnung war wahrscheinlich,
dass eben die Amerikaner auf die Art und Weise dann direkt sagen,
oje, jetzt haben wir keine Chance mehr.
Aber das Gegenteil ist passiert.
Und wenn das Gegenteil passiert, das hat auch einen Namen,
das nennt sich Streisand-Effekt.
Nach der Schauspielerin, Barbara Streisand, glaube ich, heißt die,
die irgendwann mal dagegen geklagt hat,
dass ein Bild von ihrer Villa gezeigt wird.
Und es hat so eine schöne Lage, eine Villa und sowas,
ja, das wurde gezeigt.
Das wollte sie nicht, dass das gezeigt wird.
Und seitdem kennt jeder dieses Bild.
Naja, jeder ist vielleicht ein bisschen übertrieben,
aber Sie können eben mal ein bisschen googeln.
Ich packe Ihnen einfach mal den Link zu Wikipedia unten rein,
in die Videobeschreibung.
Können Sie mal gucken, was das ist.
Da können Sie die Villa auch wundervoll abgebildet sehen.
Und das ist etwas, was dadurch erst recht entstanden ist.
Also das, was sie versucht hat zu verhindern,
das hat sich damit gerade erst ausgelöst,
dass also alle über diese Villa gesprochen haben.
Bis heute, ja.
Man kennt ja kaum noch die Person oder ich zumindest kaum mehr.
Aber den Sachverhalt kennt man auf einmal.
Und das heißt, es ist also voll nach hinten losgegangen,
wenn das Ziel denn war, zu verhindern,
dass über diese Villa gesprochen wird.
Nun müssen Sie mal einen ganz kleinen Schritt zurückgehen.
Habeck hat wahrscheinlich die besten Kampagnenmanager,
die man sich vorstellen kann.
Da bin ich mir ziemlich sicher.
Die Grünen sind unglaubliche strategische Denker.
Die haben die besten Kampagnenmanager.
Die wissen ganz genau, was sie tun.
Natürlich wissen die, dass es den Streisand-Effekt gibt.
Natürlich wissen die das.
Also es wäre völlig absurd anzunehmen,
dass ausgerechnet die Profis,
der Kampagnenmanager von den Grünen,
dass ausgerechnet die das nicht mit einkalkuliert haben.
Also sie können praktisch Gift darauf nehmen,
dass sie das natürlich ganz genau auf dem Radar hatten.
Sie müssen weiterhin etwas anderes bedenken.
Nämlich man kann ja Habeck alle möglichen Sachen vorwerfen.
Er ist rücksichtslos.
Er nimmt einfach einer ganzen Generation
die Altersversparnisse,
weil er die Häuser entwertet, die sie haben,
sorgt dafür, dass Leute nicht mehr in ihren Häusern wohnen können,
macht irgendwelche Vorschläge,
wie Steueränderungen gemacht werden,
sodass diejenigen, die selber vorgesorgt haben für ihr Alter,
dass die plötzlich höher besteuert werden.
Lauter solche Sachen.
Also er ist einfach wirklich ein rücksichtsloser,
herzloser Politiker, wie man sich schlimmer nicht vorstellen kann.
Der einfach für seine eigenen Interessen über Leichen geht.
Das alles kann man ihm vorwerfen.
Aber man kann ihm nicht vorwerfen,
dass er ein Schwachkopf ist.
Das ist er ganz gewiss nicht.
Das ist für andere Minister der Grünen
oder andere Parteimitglieder der Grünen.
Kann ich mir vorstellen,
dass da vielleicht Schwachkopf angebracht wäre.
Aber nicht für Habeck.
Das heißt also, Sie sehen hier,
dass hier eine Kombination ist von Begriffen,
die eigentlich sowieso schon relativ,
also sagen wir mal, erstaunlich ist.
Um es mal so zu sagen.
Und wenn Sie jetzt also auch so einen Fall konstruieren
oder dafür sorgen,
dass ein Fall hochpoppt,
dann ist es natürlich auch so,
dass man sich gleich ein ganz kleines bisschen vorüberlegt,
welcher Fall ist das denn?
Bei welchem Fall macht man es denn?
Dass es zumindest eine gewisse Wahrscheinlichkeit hat,
dass es diesen Pearl-Harbour-Effekt auslösen kann,
diese Sichtbarkeit auslösen kann.
Man kann es ja für alle möglichen Sachen machen.
Aber das ist jetzt ein Fall,
da werden die Leute schon vorher
auch zumindest mal drauf geguckt haben.
Und was werden sie dort gesehen haben?
Sie sehen dort das Bild einer Person,
nämlich eines eigentlich rücksichtslosen Habeck,
der aber hier freundlich in die Kamera guckt
und so tut, als wäre der nette Nachbar von nebenan.
Das ist das Bild, was man sieht.
Übrigens, wenn ich Ihnen das Bild hier einblende,
ich habe das jeweils oben durchgestrichen,
um klarzumachen, dass ich mir das nicht zu eigen mache.
Ich mache mir dieses Meme nicht zu eigen.
Ich zeige Ihnen dieses Meme, um darüber mit Ihnen zu sprechen,
aber ich mache mir das nicht zu eigen.
Das ist auch der Grund, weshalb ich diese Dinger
immer nur mit einem Kreuz oben drüber zeige,
damit das klar ist, dass das nichts ist,
was ich hier aus anderen Gründen heraus teile.
Also, wie auch immer.
Das heißt, Sie sehen dort also
den Gesichtsausdruck eines netten Nachbarn.
Die Rücksichtslosigkeit ist völlig ausgeblendet.
Und unten drunter steht ein Wort,
was man nicht als solches wahrnimmt.
Dieses Wort Schwachkopf
nehmen Sie in der Form, wie es dort steht,
kaum wahr, weil Sie natürlich
den anderen Schriftzug kennen.
Sie kennen das von diesem Schwarzkopf.
Das kennt man einfach.
Und man weiß deshalb, dass auf diese Art und Weise
das Wort gar nicht mehr richtig gelesen wird.
Was man vielleicht weniger gut kennt,
ist das Wort Professional.
Und das steht unten drunter.
Das heißt, Sie sehen das Bild eines Politikers.
Er sieht freundlich aus.
Und unten drunter steht das Wort Professional.
Was bleibt eigentlich im Unterbewusstsein hängen?
Es bleibt dort hängen,
dass wir es mit einer Person zu tun haben,
die professionell auftritt
und genau weiß,
was sie entsprechend machen kann.
Es verbleibt nicht,
dass wir irgendetwas gegen Habeck
gesagt haben. Das verbleibt dort überhaupt gar nicht.
Und Sie müssen jetzt weiterhin wissen,
dass dieses Bild im Augenblick
millionenfach, vielleicht übertreibe ich,
aber zumindest tausendfach geteilt
worden ist und also ganz viele Leute
dieses Bild gesehen haben.
Und in ganz vielen Köpfen ist im Unterbewusstsein
die Verbindung hängen geblieben zwischen
einem freundlich guckenden Menschen
und dem Wort Professional.
Das ist das, was hängen bleibt, unbewusst.
Und das ist natürlich das,
was andere Leute auch vorher gesehen haben,
dass genau das passiert.
Und es passiert jetzt noch was Schlimmeres.
Es gibt jetzt nämlich jede Menge Videos,
also in meine Timeline sind, ich weiß nicht,
gefühlt hunderte Videos
und andere Bilder und sowas reingeschwemmt
worden, die im Grunde genommen
immer ein Bild von Habeck zeigen
und keiner sagt aber irgendwie
was von rücksichtslos oder stellt ihn rücksichtslos
dar oder so etwas, sondern alle kritisieren
ihn auf der Wortebene, aber zeigen
auf der Bildebene grundsätzlich
einen netten, gut ausgeleuchteten
Menschen, der freundlich in die Kamera
reinguckt, immer der höfliche Nachbar ist,
der mit treuen Hundeaugen uns sagt,
dass er ja kein Wässerchen trüben kann
und wenn dann auf der Tonspur dazu gesagt
wird, dass sie hier um den rücksichtslosen
Habeck handelt, um denjenigen,
der einfach über Leichen geht,
kann sein, dass das auch mit
aufgenommen wird, so ein bisschen, intellektuell
und was wird am Ende übrig bleiben?
Es wird am Ende eine Werbekampagne übrig
geblieben sein, die eben genau das Wort
Professional mit dieser Person verbindet.
Es wird übrigens gerade noch
heftiger, weil
aus dem
Durchsuchungsbeschluss
und aus anderen Dokumenten
heraus zitiert wurde, dass sie immer den Doktortitel
mit angegeben. Das heißt also, sie sehen
dort immer die Verbindung von Doktortitel,
Person, netten Blick und Professional.
Das ist das, was
am Ende
im Kopf drin bleibt.
Das ist das, woran sich die Leute danach erinnern werden
und wenn in zwei Monaten gewählt
wird, glauben sie nicht, dass die meisten
noch den intellektuellen Teil im Kopf behalten.
Glauben sie nicht, dass
dann noch darüber diskutiert wird,
gedanklich diskutiert wird bei dem Einzelnen, dass
jemand letztlich Methoden angewendet
hat, die auch in einer Diktatur
angewendet worden sein könnten.
Nein, darüber wird dann nicht mehr
diskutiert, sondern man sieht dann nur
noch diese vorbewusste Verbindung von diesen
entsprechenden Wörtern.
Deshalb sollte es mich sehr wundern, wenn ich die
Kampagnenmanager der Grünen jetzt in Wahrheit
zu Hause sitze, sich auf die Schenkel schlagen
und denken, wie können die Menschen nur alle
so blöd sein, solche Sachen nicht
zu sehen. Wie können die nur so dumm sein,
diese vorbewusste Ebene
jetzt einfach zu verbreiten, ohne zu
merken, was sie dort eigentlich tun.
Und was kann dem Ganzen eigentlich
entgegenwirken? Also kann es
jetzt vielleicht auch noch schief gehen
für den rücksichtslos
auftretenden Habeck? Und ja, es kann schief
gehen, aber nur durch eine kleine Besonderheit,
nämlich deshalb,
weil es ein anderes Bild gegeben hat,
wo also ein Rentner,
nämlich derjenige, der morgens um sechs diese Hausdurchsuchung
ausgesetzt war, der also hier ganz klar Repressionen
ausgesetzt war, dass also dieser Rentner
auch ein Bild hat und er hat eine behinderte Tochter.
Und diese Konstellation ist eine, die
als eine Art Gegenbild durch
die Bilderwelt durchgegangen ist.
Also das ist auch etwas, woran sich wahrscheinlich viele
werden erinnern können. Und die Verbindung
von einem Politiker mit diesem
Bild zeigt eben diese unglaubliche Rücksichtslosigkeit,
die dahinter steht. Und dieses Bild
ist die eigentliche Gefahr, die davon ausgeht.
Dieses Bild ist vielleicht das, was am Ende ein bisschen
dumm gelaufen ist in dieser Kampagne, wobei ich
das nicht überwerten würde. Also meine
Einschätzung ist eher, dass die Kampagne
am Ende eher
tatsächlich zum Vorteil ausgehen wird,
weil eben diese Rücksichtslosigkeit ausgeblendet
wird von der Person Habeck.
Würde ich eher davon ausgehen, dass am Ende, wie gesagt,
der positive Effekt überwiegt.
Kurzfristig natürlich nicht, aber so mittel- bis langfristig
vermutlich schon. Und das muss man sich
einfach klar machen. Also für meine Begriffe
ist das etwas, was auch
mit in der, mindestens in der planerischen
Möglichkeit mit drin war. Also man kann sowas ja nicht zu 100%
planen. Aber das ist sicherlich mit eine Überlegung
gewesen, die dort eine Rolle gespielt haben
kann. Und
das wird natürlich unterstützt
dadurch, dass es einfach im Augenblick unglaublich
viele Leute gibt, die einfach sagen,
naja, Habeck, das ist ja der Gute.
Und der darf das ja alles. Da ist das ja alles in Ordnung.
Also es schüttert mich geradezu,
an wie vielen Stellen dieses wirklich
antidemokratische Verhalten
einfach verteidigt wird. Und die
Leute einfach sich hinstellen und sagen, ja, in dem Fall
geht das schon klar. Das war ja auch wirklich
böse. Und übrigens, wenn ich das an der
Stelle noch einflechten darf,
bei ganz vielen Leuten, die sich jetzt hingestellt haben und gesagt
haben, ja, man muss uns auf jeden Fall
ahnden, dass also dort
Beleidigungen vorgetragen werden gegen
Politiker und so weiter, das sind
allesamt und sonders Leute, nein, nicht alle,
das muss ich zurücknehmen, aber ganz viele von denen
sind es welche, die in ihren
eigenen Tweets beispielsweise,
auf ihren eigenen Social-Media-Kanälen
haufenweise Beleidigungen gegen andere raushauen.
Die merken es gar nicht. Die merken
überhaupt gar nicht, dass sie da selber
justiziable Sachen sagen und das, was sie
gerade einfordern von anderen, sie selbst
überhaupt gar nicht einhalten.
Ich verstehe nicht, wo diese Doppeldenk
herkommt, aber das ist leider,
gerade bei einer politischen Richtung ist das unglaublich
stark ausgeprägt, dass Leute gleichzeitig
Beleidigungen raushauen und dann
aber sagen, ja, wenn jemand anders beleidigt wird, den ich gerade
gut finde, dann muss der Beleidiger
bestraft werden. Gar nicht merken, dass er sich
im selben Augenblick eigentlich selber treffen müsste.
Und das ist natürlich auch nochmal eine
ganz unangenehme Entwicklung, mit dem
selber treffen, aber vergessen wir die mal für einen Augenblick.
Und ich möchte auf eine vierte Methode eingehen,
wie ein Diktator eine
Bevölkerung gefügig machen kann. Das ist
nämlich durch Totalüberwachung. Und das
ist normalerweise zu teuer.
Haben wir am Anfang darüber gesprochen, man kann nicht alle gleichzeitig
treffen, aber die neue Technologie macht
es möglich. Und wir müssen uns klar darüber
sein, dass durch künstliche Intelligenz auf einmal
eine Totalüberwachung
auf eine billige Art und Weise,
kostenmäßig billig, plötzlich möglich wird.
Und genau das wird auch gemacht.
Also dass die, also jetzt gerade
Habeck und auch Baerbock, hunderte von
Strafanzeigen rausgehauen haben, das liegt ja nicht
daran, dass die sich wirklich jetzt hunderte
von Malen selber persönlich beleidigt gefühlt haben,
sondern die haben eine Agentur beauftragt,
die mithilfe von KI, wie sie inzwischen zugegeben haben,
mithilfe von KI, also
tatsächlich einfach das Internet durchforsten,
und dann immer angucken, wo finden wir denn irgendwas, was
formal justiziabel ist. Und das
wird ihnen dann überhaupt nur vorgelegt, oder vielleicht
muss es ihnen manchmal auch gar nicht mehr vorgelegt werden, sondern
da steht nur noch, würden sie widersprechen und so weiter.
Also mit anderen Worten, das ist
unfassbar billig geworden, eine Totalüberwachung
durchzuziehen. Und das ist natürlich
eine andere Methode, also das, was China
immer nachgesagt wird, ich kann das nicht so ganz richtig
beurteilen, ob das wirklich so ist, aber
so ein Sozialkreditsystem,
wie es zumindest China nachgesagt wird,
ich möchte mich da jetzt nicht so weit aus dem Fenster lehnen,
aber ein Sozialkreditsystem, wie es China nachgesagt
wird, ist im Grunde genommen genau
auf diese Art und Weise aufgebaut.
Also ich habe dort selber einmal gesehen,
wie dort bei einer Ampel
eine Kamera war und unten
drunter war ein Monitor und da wurde gezeigt,
Leute, die also jetzt bei Rot über diese Ampel
drüber gegangen sind, per Gesichtserkennung,
wurde dann auch gesagt, wer diese Person ist und dass
der einen entsprechenden Strafzettel bekommen hat.
Also das habe ich selber gesehen, dass es das zumindest
dort gibt. Wie weit das flächendeckend ist, sei mal dahingestellt.
Aber das ist natürlich nur eine Frage der Zeit,
bis man so etwas flächendeckend ausrollen kann.
Das heißt also, wir sehen, was wir
hier gerade erleben, ist im Grunde genommen
der Einstieg in ein Sozialkreditsystem,
aber ohne, dass es irgendwie diskutiert wird.
Auf eine Art und Weise, mit der
einfach das bestehende Rechtssystem, was natürlich
nicht von solchen Möglichkeiten ausgegangen ist,
dass dieses Rechtssystem also einfach
für meine Begriffe missbräuchlich
angewendet wird und auf die Art und Weise
eben ein völlig anderes, ein Einstieg in
ein anderes System gefunden wird, was nie
so geplant war und was auch nie
eine breite Bevölkerung so wünschen könnte
oder wünscht. Aber trotzdem wird auf die Art und Weise
einfach durch die Hintertür
dieser Einstieg gefunden.
Und für meine Begriffe
ist eine der naheliegendsten Lösungen,
wir müssen einfach diesen verdammten Paragraphen
für Politikerbeleidigung, für Spezialbeleidigung
für Politiker, der muss einfach
abgeschafft werden. Das geht so nicht, kann nicht
sein, dass sich dort eine Bevölkerungsgruppe
einfach selber immunisiert, dass sie einfach sagen, ja,
ihr untereinander dürft euch ein bisschen mehr beleidigen, aber
ihr uns beleidigt, da ist es ganz besonders schlimm.
Dieser Paragraph muss einfach wieder weg.
Und der andere, auch der normale Beleidigungsparagraph,
muss einfach angepasst werden
auf eine Art und Weise, dass er eben auch auf
heutige Verhältnisse passt.
Also ich verstehe ja, dass wenn beispielsweise die Polizei
Leute festnehmen möchte und sie dann rumbrüllen
und sie beleidigen von vorne bis hinten,
dass sie dann auch irgendetwas rechtlich machen können
müssen, auch ohne, dass sie jetzt tätlich angegriffen
worden sind. Also das verstehe ich vollkommen, dass es da
irgendwelche Möglichkeiten geben muss. Aber man
muss eben dafür sorgen, dass solche Fälle
damit abgedeckt sind und nicht, wenn irgendeiner
ein unbedachtes Wort im Internet sagt
oder vielleicht mal ein Vergleiche für die
entsprechende Zitierweise vergisst.
Das muss einfach klar sein, dass das unterschiedliche
Dimensionen sind. Und das eine
sollte für meinen Begriff auch ein Straftatbestand
bleiben, die echten, wirklich
massiven Beleidigungen, wogegen
im anderen Fall diese Dinge einfach runtergestuft
werden müssen auf irgendwas, was eben
überhaupt nicht diesen Stellenwert hat. Ich halte das für die
einzige Möglichkeit, die hier wirklich
funktionieren kann und ich halte es auch für die einzige
Möglichkeit, die am Ende demokratierettend ist.
Ich habe dazu ein paar,
also auch ein paar Ausführungen gemacht. Wenn Sie sich das ansehen wollen,
ich verlinke Ihnen das am Ende. Da gibt es ein anderes Video.
Da habe ich auch über diese Majestätsbeleidigung
in Anführungsstrichen gesprochen und plädiere auch dafür,
dass man dort eben
von diesem Straftatbestand einfach absieht.
Wie gesagt, gucken Sie sich danach einfach an.
Und wie bewerte
ich jetzt eigentlich die Situation, in der wir gerade drin sind?
Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, nach meiner jetzigen
Einschätzung ist das eine
der gefährlichsten Angriffe auf die Demokratie,
die wir in der Zeit der Bundesrepublik Deutschland
erlebt haben. Ich glaube nicht, dass ich
hier übertreibe, sondern das ist etwas,
weil es potenziell in der Lage ist,
einen wesentlichen Pfeiler der Demokratie
auszuhebeln, nämlich den der Meinungsfreiheit.
Den der Freiheit, über Dinge
einfach diskutieren zu können.
Das wird damit plötzlich ausgehebelt, durch die Hintertür,
auf eine Weise, die so nicht
geplant gewesen sein kann, auch als diese Gesetze
gemacht worden sind. Das kann so nicht geplant gewesen sein,
dass man plötzlich bestimmte Personenkreise
überhaupt nicht mehr kritisieren kann
oder nur noch mit entsprechend angebrachten Fußnoten,
die auch ja juristisch abgesichert sind,
kritisieren kann. Das ist einfach,
das kann es nicht sein und das ist einfach
eine unglaublich gefährliche
Entwicklung, die wir gerade erleben.
Ich möchte hier wirklich gerade an die Personen
appellieren,
die im Augenblick glauben,
das betreffe sie alles nicht.
Es gibt viele, die im Augenblick das Gefühl haben,
sie selber würden gar nicht beleidigen
und es trifft hier immer nur die Richtigen, weil es die
anderen sind. Nein, das ist nicht so.
Diese Sachen, die sie gerade erleben,
können sie ganz genauso treffen.
Bei einer geringfügigen Kräfteverschiebung
trifft es sie auch.
Das muss man einfach klar auf dem Radar haben.
Man muss einfach verstehen,
dass wir hier die Büchse der Pandora öffnen.
Dass wir hier unglaublich gefährliche
Entwicklungen eingehen, wenn wir jetzt plötzlich
sagen, ja genau, das muss immer weiter verfolgt
werden und wir machen das eben auch mit KI
und haben dann plötzlich so eine Art Sozialkreditsystem,
in dem nur noch die einen sich äußern können auf eine bestimmte
Art und Weise, weil die alles vorher durch einen Rechtsanwalt
haben prüfen lassen. Das kann nicht sein.
Das ist eine Demokratie unwürdig und es ist
unwürdig, dass viele gebildete Leute
sich im Augenblick hinstellen und so tun, als wäre es
in Ordnung, nur weil es von irgendwelchen
Leuten ausgeht, die sie selber in Ordnung finden.
Und das ist nicht in Ordnung und wir müssen
diese Rücksichtslosigkeit, die dahinter steht,
diese Gnadenlosigkeit, die müssen wir einfach
verstehen und die muss jeder Einzelne
auch auf sich selber einmal beziehen, dass er
einfach weiß, er selber ist potenziell
damit auch gefährdet, weil sich
eben die Verhältnisse irgendwann mal ändern können
und weil dann sofort direkt
diese Sachen benutzt werden können. Das ist keine
Sache, die dann, weiß ich, noch viel Zeit
hat oder so etwas, sondern nein, das schlägt
von heute auf morgen um und das ist
eben auch wie bei der
Schulklasse. Sie kennen das wahrscheinlich, dass es nicht
graduell immer weiter abnimmt oder so etwas, sondern es gibt
einen bestimmten Punkt und da schaltet das System um
in das andere Gleichgewicht und alle sitzen lammfromm
da und keiner sagt mir irgendwas. Und das können wir
nicht wollen. Das ist nicht das Wesen einer Demokratie
und da müssen wir einfach frühzeitig was
gegen machen und es müssen gerade die Leute,
die im Augenblick glauben, sie seien davon nicht betroffen,
die müssen verstehen, was gerade passiert.
Die müssen verstehen, dass es ein Frontalangriff
auf den Grundpfeiler der Demokratie ist
und ich kann wirklich nicht eindringlich genug
davor warnen. Okay,
so weit, so gut.
Was machen wir jetzt mit der ganzen Geschichte?
Also, Sie gucken sich jetzt mal mein anderes Video an,
in dem ich sowieso dafür plädiere,
dass wir das als
Straftatbestand, dass
wir das abschaffen. Wir versuchen
einfach mal zu verstehen,
dass wir nicht einfach wie wild
Strafanzeigen automatisiert
raushauen können und das zur Folge
hat, dass bei irgendwelchen Leuten Hausdurchsuchungen
gemacht werden, die durch nichts zu rechtfertigen sind.
Es geht einfach darum, dass diese Hausdurchsuchung
eine vorweggenommene Strafe ist und das
darf nicht sein und das muss einfach
etwas sein, was wir insgesamt verstehen.
Und
dieses Rauswieseln, was wir im Augenblick
auch sehen, dass
auf einmal versuchen alle so zu tun, als
wäre das alles überhaupt nicht so, weil es an ein paar Stellen
aus dem Ruder gelaufen ist, das ist einfach
nicht in Ordnung, dass auf diese
Art und Weise eben immer wieder
ja einfach Leute
durchkommen mit einem Verhalten,
was man an anderer Stelle unter gar keinen
Umständen akzeptieren würde. Wir müssen einfach
verstehen, dass das, was für den einen gilt,
eben am Ende auch, nein, nicht am Ende,
sondern von Anfang an auch für die
anderen gelten muss. Okay, so, gut.
Jetzt wirklich,
wir sehen uns wieder in der nächsten Woche. Bis dahin.