"Du musst in der Parade weiterreiten!" Was bedeuten diese Aussagen überhaupt? "Das Pferd mehr aufs Hinterbein reiten", "vor dem Schenkel reiten", "das Pferd soll Untertreten", "das Pferd soll den Rücken wölben", "das Pferd soll abkippen" oder "das Pferd von hinten nach vorne durch den Körper reiten"? Diese und viele weiter Themen betrachten wir in diesem Video. Ich erkläre euch in diesem Video die Basis für die Arbeit mit den Pferden vom korrekten Sitz des Reiters über die Einwirkung des Reiters von Schenkelhilfe über Kreuzhilfe und Zügelhilfe, um Pferde korrekt über den Rücken und durchs Genick in Anlehnung zu reiten. Wir betrachten weiters wie wir korrekt mit der Wade treiben, was die richtige Reaktion des Pferdes auf den Schenkeldruck ist, wie korrekte Halt Paraden und auch weitere Übergänge mit den Pferden unter dem Sattel ablaufen/aussehen sollten. Dieses Video zeigt euch das richtige über den Rücken reiten im Schritt, Trab und Galopp und auch was das "weiterreiten in der Parade bedeutet.
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Meine VIDEOEMPFEHLUNGEN zu diesem Thema: Podcast Teil 1: Zusammenfassung! So kannst du dein Pferd rund und durchs Genick reiten. Reiterhilfen https://youtu.be/4EGz6QFBMPc F10 Korrekter Sitz des Reiters! Gestreckter Dressursitz! Richtig am Pferd sitzen! Richtig Reiten https://youtu.be/Qp-elXRZhpc F6: Durchs Genick reiten/ Rund Reiten richtig erklärt! Beugerkette und Streckerkette des Pferdes https://youtu.be/OkBanji-CzM F57: Die Haltparade mit Kriterien und Korrektur. Reaktion des Pferdes verbessern. Bodenarbeit Reiten https://youtu.be/XGkmTVcCy4o -----------------------------------------------------------------------------------------
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Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg beim Lernen durch die Videos und dann beim Umsetzen und Üben. Euer Wolfgang 😉
Da kann ich ziehen, was ich möchte. Ich ziehe mir sogar noch den Hals hoch.
Der Druck ist ein Druck, der so nach vorne geht.
Jetzt sind immer wieder Fragen, was mache ich, wenn mein Pferd abtaucht, wenn mein Pferd zu tief wird.
Hier ist die Korrektur die sogenannte aufrichtende Parade.
Die aufrichtende Parade bedeutet mit Halt.
Wenn ihr so eine Haltparade reitet, braucht ihr euch nicht wundern, wenn die Pferde so dastehen.
Also das ist keine Haltparade.
Ein Fehler wäre, wenn ich antreiben möchte und der reagiert im Schritt nicht.
Und ihr seht dann meine Bewegung immer mit dem Pferd mit.
Die Übung, die ihr jetzt habt, könnt ihr sofort losreiten heute.
Hallo Reiterkollegen, ich freue mich euch wieder auf unserem YouTube-Kanal der Online-Reitschule Riding Academy bei Wolfgang Russ begrüßen zu dürfen.
In diesem Video möchte ich auf Fragen eingehen, auch auf diese immer wiederkehrenden Fragen.
Was mache ich denn, wenn mein Pferd auf den Schenkel losläuft oder wenn mein Pferd auf den Schenkel gar nicht reagiert.
Wenn mein Pferd, so wie Fürst Fing jetzt gerade, so ein bisschen angespannt dasteht, sich festmacht.
Bei uns geht heute ein sehr starker Sturm.
Man erkennt es sofort an den Pferden.
Das heißt, Pferde sind von außen auch extrem abgelenkt.
Für uns super. Dadurch, dass er so dasteht, haben wir dann auch die Möglichkeit, daran zu arbeiten.
Also wie gesagt, in diesem Video möchte ich darauf eingehen, auch so wie im Podcast aufgebaut,
wie wir diese Zusammenfassung gesehen haben oder gehört haben.
Wie mache ich das, dass mein Pferd untertritt, dass mein Pferd wirklich den Rücken wölbt,
dass mein Pferd abkippt und dass Pferde beim Reiten im Schritt,
wir werden jetzt im Schritt, vielleicht betrachten wir dann auch Trab und Galopp,
weiß ich noch nicht, wie weit wir kommen,
die Pferde auch wirklich korrekt durch den Körper von hinten nach vorne reiten.
Sehen wir uns nun mal die Hilfengebung einzeln an.
Wir wissen ja mittlerweile der korrekte Sitz des Reiters aufrecht.
Hierzu könnt ihr euch die Videos ansehen.
Ich gebe euch immer die Links oben rein und wenn ihr keinen Link dabei habt und ein Video, das für euch interessant ist,
beziehungsweise wo ich denke, es ist interessant, die findet ihr dann in der Beschreibung beim Video.
Hier der korrekte Sitz.
Wenn ich jetzt so auf dem Pferd sitze, steht Fürst Finn dennoch mit weggedrücktem Rücken und angespanntem Unterhals da.
Wenn ich jetzt als Reiter den Fehler mache, und das ist ein häufiger Fehler,
einfach nur am Zügel anzuziehen und den Kopf herzuziehen, ihr seht, er spannt nur mehr an.
Da kann ich ziehen, was ich möchte. Ich ziehe ihm jetzt sogar noch den Hals hoch.
Irgendwann kommt eine Rückwärtstendenz und er würde nach hinten weggehen.
Absoluter Fehler.
Richtig.
Oder machen wir bei den Fehlern weiter.
Ein weiterer Fehler ist, wenn der Hals da oben ist, dass der Rücken weg ist.
Das heißt, das Pferd hängt ja dann mit dem Rücken durch.
Wenn das Pferd jetzt den Rücken hängen lässt, dann sitze ich, auch wenn ich jetzt ganz korrekt sitze,
immer noch im Rücken und drücke ihm den Rücken noch mal mehr runter.
Das heißt, er ist noch mehr im Hohlkreuz.
Würde ich hier die Wade zumachen, dann schiebt er sich einfach nur nach vorne weg, der Rücken ist weg.
Das zeige ich euch jetzt.
Ich mache jetzt Druck mit dem Bein, der Hals ist oben, drücke zu und er schiebt sich einfach so weg.
Das war das falsche Anreiten.
Das Pferd bleibt mit dem Hals oben, Rücken ist weg.
Ich mache Druck, das Pferd geht weg.
Wie können wir das nun korrigieren?
Die Korrektur ist, ich habe beide Zügel ganz leicht am Maul.
Das heißt, ich sitze ausbalanciert im Pferd, tief im Sattel, habe beide Oberschenkel flach gedreht,
mein Gesäß ist locker breit im Sattel sitzend, die Wade ist dran.
Meine Arme sind ganz locker, ich halte eine leichte Verbindung.
Und nun möchte ich, dass das Pferd die Beugerkette anspannt.
Auch das kennt ihr alles bereits aus den Videos, ich möchte darauf jetzt gerne aufbauen.
Nicht, dass ich immer alles wiederholen muss.
Beugerkette anspannt, mache ich meine Wade zu.
Und auf dieses Wade zu muss ich aufpassen, dass ich locker sitzen bleibe.
Würde ich Wade zumachen und anspannen, meinen Sitz verspannen, drücke ich ihm den Rücken noch mal mehr weg.
Das könnt ihr auch gerne probieren bei euch selbst.
Wenn ihr immer wieder, wenn euch jemand in den Rücken stochert, ihr werdet euch nicht mehr entspannen und sagen,
jetzt bin ich locker, sondern ihr wartet schon nur mehr, wann kommt der nächste Schmerz.
Das gleiche können wir auch beim Reiten nehmen.
Wenn ich da drauf sitze und immer irgendwie herumwerke, dann geht der Hals immer höher und der macht den Rücken immer mehr zu.
So ein Pferd kann nicht locker gehen, der wird sich immer mehr aufziehen.
Der kann nur, wenn er mir vertraut, den Rücken aufmachen.
Und jetzt zum richtigen Reiten, ich habe beide Hände dran, ich sitze tief im Sattel,
entspanne mich, sodass er auch wieder entspannter wird, dass er mir das verzeiht, was ich gerade gemacht habe.
Und nun mache ich mit der Wade den Druck, und zwar mit beiden Beinen,
damit ich die Beugerkette über die seitliche Muskulatur aktiviere.
Mein Ziel ist, und der Druck ist ein Druck, der so nach vorne geht.
Ich mache Druck mit der Wade und dieser Druck geht hier nach vorne oben.
Und in dem Moment, wo ich hier den Druck mache und er eine Reaktion zeigt,
immer wieder so einen leichten Druck, da habe ich die Hände nur ganz leicht.
Wieder Druck, Druck, jetzt kriege ich eine Vorwärtstendenz und das ist genau die Reaktion.
Diese Vorwärtstendenz fange ich mit dem Zügel ab, das ist wichtig.
Wade aktiviert das Hinterbein.
Ich kriege eine quasi Vorwärtstendenz und in dem Moment, wo die Tendenz vorkommt
und ich vorne leicht ablockere und gegenhalte, spanne ich die Beugerkette an.
Und hier seht ihr auch mit dem Druck der Wade, wie immer wieder die Tendenz nach vorne
auch mit dem Sattel entsteht, weil das die Muskulatur des Pferdes ist.
Da bin ich dicht am schieben, dann sitze ich ganz ruhig und mache die Wade.
Und es entsteht über seine Muskulatur eine Vorwärtstendenz,
vorne kann ich lockern und er entspannt sich immer mehr.
Mein Gesäß ist locker, hier spiele ich mich nur mit der Wade, bis er reagiert.
Würde er nicht reagieren, dann hole ich mir einmal energischer oder einmal mit Sporen eine Reaktion.
Und in dem Moment habe ich wieder die Reaktion, kann wieder ablockern
und so kann ich dann über die Wade mit einem leichten Gegenhalten über den Rücken wegreiten.
Ich mache jetzt nochmal korrekt.
Beide Hände dran, sitze tief im Sattel, meine Beine sind dran.
Wenn ich jetzt die Wade zumache, und das ist für euch ganz wichtig,
die Reaktion auf die Wade kriegt ihr, wenn ihr die richtige Reaktion,
Bein macht Druck, ich bekomme eine Tendenz nach vorne, das Pferd kippt ab
und jetzt ist es meine Aufgabe, mit der Wade das Hinterbein unter den Körperfußen zu lassen.
Und ihr seht, je mehr ich da mit der Wade diesen Impuls gebe, umso runder wird er.
Und dann kann ich mit dem Kreuz leicht zu und er macht einen Schritt nach vorne.
Diesen Schritt nach vorne fange ich ab.
Was hier ganz wichtig ist, ihr müsst mit dem Oberkörper gerade bleiben.
Ihr könnt mit dem Oberkörper da hinten machen, was ihr wollt, ihr kommt nicht vom Fleck.
Das Gleiche ist auch, ich kann auch so machen, er wird nicht weggehen.
Er geht erst dann weg, wenn ich das Bein zumache.
Wenn ich das Bein zumache und er geht dann auf die Wade, den Schritt nach vorne,
wie jetzt die Tendenz schon da ist, da kann ich, ganz egal, ob ich mit dem Oberkörper da vorne bin,
Druck mache, ich kriege den Schritt nach vorne oder ich kann es auch,
Oberkörper da hinten, wenn ich jetzt nicht den Rücken weggedrückt habe,
Oberkörper hinten, Bein, hier seht ihr jedoch, er drückt den Rücken schon weg,
weil ich ihm zu schwer drin sitze.
Also da wiederum, Oberkörper gerade oder auch leicht vorne,
dann entlasten wir den Rücken da hinten, wenn ich es so mache, kommt er dann hoch
oder er, so wie jetzt auch sehr brav, gibt auch da nach, weil er mir vertraut.
Und da haben wir dann die Möglichkeit, Wade, das Pferd macht den Schritt nach vorne,
wir lassen uns mitnehmen, wir sitzen immer in der Balance
und in dem Moment können wir vorne gegenhalten und abfangen.
Nun zeige ich euch das in der Bewegung.
In der Bewegung sieht das Ganze dann so aus,
ich zeige es euch noch einmal aus dem Halten,
hier die Haltparade, schwer werden, abfangen, halten.
Zum Halten immer auf einer geraden Linie, also auch wenn ich auf einer gebogenen reite,
einmal gerade halten, Haltparade.
Wenn ich jetzt weg reite, wie gesagt, heute ist ein extremer Sturm,
deswegen ist er auch so eher aufgezogen, super für uns zum Arbeiten.
Ich mache jetzt mit der Wade den Druck, wenn ich auf die Wade die Reaktion habe,
geht er nach vorne und ich lasse mich mitnehmen.
Das ist hier ganz wichtig.
Stellt euch das immer so vor, ich sitze im Sattel,
ich bin ausbalanciert und warte auf die Bewegung vom Pferdirücken.
Das ist ganz ein wichtiger Punkt.
Wenn ich auf die Bewegung des Pferdirückens warte und ich sage,
aber der macht ja zu wenig, darf ich niemals diesen automatisierten Fehler machen,
den sehr viele drin haben und plötzlich so reiten, anfangen und schieben.
Und der muss ja schneller.
Jetzt haben wir wieder das Problem, dass der Rücken als Bewegungsmuskulatur
die Wirkung verliert und nur mehr stützen kann.
Das heißt, ich als Reiter sitze immer locker tief im Pferd.
Wenn das Pferd weniger macht, dann macht er halt weniger.
Dann weiß ich, okay, der muss jetzt hinten ein bisschen mehr arbeiten.
Mehr arbeiten bedeutet, ich sitze im Pferd, lasse mich mitnehmen.
Das ist das Allerwichtigste, darum wiederhole ich es so oft.
Jetzt mache ich mit der Wade einen Druck.
Ihr erkennt sofort die Aktivität im Hinterbein.
Er kriegt sofort eine Tendenz nach vorne.
Ich sitze immer noch ganz stabil im Oberkörper,
biegender Sitz natürlich, weil ich ja am Zirkel reite.
Und wenn ich hier jetzt sage, ich möchte ihn mehr aufs Hinterbein kriegen,
mehr am Hinterbein reiten, dann habe ich die Möglichkeit abzufangen
und ihn gleichzeitig mit der Wade fleißiger zu machen.
Das ist das, was ihr üben könnt.
Und nun seht ihr auch, dass der Kopf und der Hals nach unten gehen.
Jetzt sind immer wieder Fragen, was mache ich, wenn mein Pferd abtaucht,
wenn mein Pferd zu tief wird?
Hier ist die Korrektur, die sogenannte aufrichtende Parade.
Die aufrichtende Parade bedeutet, ich wirke einmal energisch mit der Wade ein,
einmal kurz energischer mit dem Kreuz und das fange ich am Zügel ab.
Das Ganze sieht dann so aus.
Das ist Bein, Kreuz, Abfangen, Auslassen und schon ist die Nase vorne.
Also Wade, Kreuz, Zügel, Auslassen.
Und ihr seht sofort, der Hals ist oben, Nase geht nach vorne.
Das kann ich auch weitermachen.
Immer nur Wade, Kreuz, Abfangen, Auslassen.
Ihr seht auch die Tendenz nach vorne, die er dadurch kriegt.
Und so habe ich ihn da vorne.
Wenn ich jetzt sage, ja, da ist er mir zu hoch,
dann wieder tief sitzen, schwer werden, Wade dran
und in dem Moment kippt er schon wieder ab.
Und so kann ich mir mein Pferd dann wirklich einstellen, wie ich es gerne hätte.
Wenn ich sage, ich möchte ihn mehr vorwärts, abwärts haben,
mache ich mit der Wade einen längeren Druck
und schon geht er vorwärts, abwärts und ich kann ihn auch hier dehnen lassen.
Die Reaktion auf die Wade, um noch einmal klar darauf eingehen zu können,
oder darauf einzugehen, ist nochmal die Haltparade.
Schwer werden, mit der Wade bleibe ich am Treiben.
Ihr seht auch, wenn ich ihn zum Halten pariere, bis zum letzten Halt,
treibe ich ihn mit der Wade weiter und wenn ich möchte, kann ich ihn wieder rausreiten.
Das ist nicht, ich reite hin und jetzt höre ich auf zu reiten und er bleibt stehen.
So wie es sehr viele machen, das würde dann so aussehen.
Ich reite Schritt, Halt.
Wenn ihr so eine Haltparade reitet, braucht ihr euch nicht wundern, wenn die Pferde so dastehen.
Also das ist keine Haltparade, die wir brauchen können.
Natürlich steht das Pferd jetzt auch, wenn das euer Ziel ist, wart ihr erfolgreich.
Ich hoffe nicht, dass das euer Ziel ist, sonst seid ihr auf unserem Kanal Fehlernplatz.
Wir möchten die Pferde so reiten, dass sie mit Vertrauen gehen können.
Noch einmal richtig geritten.
Ich sitze ausbalanciert.
Jetzt gerade machen.
Ausatmen.
Meine Wade ist dran und ich habe die Wade immer noch dran.
Er drückt leicht hoch.
Ihr habt die Wade immer noch.
Jetzt geht er nach und jetzt werde auch ich leichter.
Wir wissen ja auch, so viel Treiben wie notwendig, so wenig wie möglich.
Wegreiten.
Tief sitzen.
Das erste, was ich mache, ist Wade.
Ich weiß ja noch nicht, geht er links hinten oder rechts hinten weg.
Darum beide Beine.
Jetzt geht er weg und jetzt treibe ich nur mehr einseitig.
Und in dem Moment bin ich wieder am Diktieren.
Das Pferd hat jetzt die Möglichkeit, mit dem Hinterbein unterzutreten.
Ich sitze locker und entspannt.
Und das ist die Aufgabe, die ich euch heute mitgeben möchte.
Das könnt ihr sofort üben.
Bleibt tief im Pferd sitzen.
Eure Hände sind fein am Maul.
Die Wade aktiviert und die Haltung des Pferdes entsteht nicht durch eure Hand,
sondern durch euer Reiten.
Wenn ihr so reitet, dann könnt ihr mit einer Hand überstreichen
oder ihr könntet auch mit beiden überstreichen und er geht so weiter.
Die Hand ist nur eine Begrenzung, damit das Pferd weiß, wie weit er mit dem Kopf vor darf.
Wenn ich die Hand, den Zügel lockerer lasse, durchgleiten lasse,
dann muss er sich dem Zügel nachdehnen.
Und zwar so weit, wie ich ihn runterlasse.
Und jetzt kann ich auch genauso gut den Zügel wieder langsam verkürzen.
Solange ich mit der Wade am Arbeiten bin, der Körper des Pferdes ausbalanciert ist,
gibt er auch da wieder nach.
Die Hinterhand bleibt fleißig, das Pferd geht gleichmäßig weiter
und ich habe ihn wieder in der Haltung, in der ich ihn haben möchte.
Der Begriff, das Pferd muss vor dem Schenkel gehen, bedeutet also für uns,
wenn wir hier ganz locker am Pferd sitzen,
dann möchte ich, dass mich mein Pferd in der Bewegung mitnimmt.
Wenn das Pferd nicht vor dem Schenkel geht, dann habe ich immer das Gefühl,
ich versuche nur, ob ich das hinkriege.
Nein, das geht bei Fürst Fing nicht, weil er immer hinten weiter geht.
Er hat das gar nicht anders gelernt.
Wichtig ist hier, wenn ein Pferd nicht vor dem Schenkel gehen würde,
dann habe ich das Gefühl, ich sitze in einer Mulde, in einer Grube,
weil der Rücken weg ist, nach unten hängt
und ich würde dann immer mehr schieben und werken und machen.
Wenn jemand das Gefühl hat, wenn ich da jetzt aufhöre,
dann bleibt er stehen, dann ist das falsches Reiten.
Diese Pferde sind nicht vor dem Schenkel.
Wir können mit dem Sitz die Hinterbeine nicht aktivieren.
Das muss euch klar sein.
Wichtig, vor dem Schenkel, ich sitze im Pferd,
lasst mich einfach mal mitnehmen.
Jetzt achtet auf den Unterschied beim Pferd.
Nun mache ich Druck mit der Wade, aktiviere die Hinterhand
und ihr seht, wie er immer mehr durch den Körper gehen kann.
Vor dem Schenkel kann er jedoch nur gehen, wenn ich locker tief im Sattel sitze
und, und das ist ganz wichtig, am Zügel leicht abfange.
Würde ich das nicht machen, dann würde er ja nur,
wenn ich den Zügel jetzt ganz loslasse und jetzt vor dem Schenkel reite
und gar nie abfange, dann würde er immer schneller werden.
Er würde zerlaufen.
Natürlich geht das eine bestimmte Zeit lang gut,
aber irgendwann kommt er hinten nicht mehr nach
und dann geht der Rücken weg, der Hals nach oben.
Ich mache es jetzt ein bisschen absichtlich,
dass ich ihm den Rücken auch noch ein bisschen weg schiebe,
weil man das ja sehr oft sieht
und plötzlich gehen die Pferde so
und wenn die Reiter dann anziehen am Zügel,
dann wollen sie den Kopf herziehen.
Plötzlich blockiert das ganze Pferd, der Schritt wird schlecht.
So dürft ihr nie reiten.
Wenn ihr möchtet, dass die Pferde geschlossen gehen,
vor dem Schenkel gehen, wieder durchschnaufen.
Manche Pferde müssen schon was aushalten, um etwas vorzuzeigen.
Wir sitzen im Pferd, wieder tief, schwer, dieses Durchatmen.
Die Mitglieder kennen es auch aus den Affirmationen,
auch jene, die immer wieder bei uns beim Kanal sind.
Manchmal stelle ich ja auch die Mitgliedsvideo für einen Tag online.
Da kennt ihr die Affirmationen auch.
Dieses Tiefsitzen, Bewegung spüren
und wirklich hier und jetzt beim Pferd sein.
Nun kann er sich entspannen.
Ich habe jetzt die Möglichkeit mit der Wade das Treiben beginnen.
Im richtigen Moment spüren wir, wie er mich mitnimmt.
Und nun seht ihr, er geht wieder gelassen durch den Körperschritt.
Würde ich jetzt antraben wollen,
dann wissen wir ja mittlerweile, im Schritt sind Pferde länger als im Trab.
Das heißt, ich muss das Pferd ja zuerst verkürzen.
Wenn das Pferd nicht vor dem Schenkel wäre, könnte ich das gar nicht machen.
Das heißt, ich muss hier, damit ich korrekt antraben kann,
das Pferd im Hinterbein fleißig haben.
Nun nehme ich am Zügel an.
Ich verkürze den Zügel, halte das Pferd immer noch mit links-rechts treiben fleißig
und während ich vorne annehme, links-rechts fleißig habe,
kann ich jetzt durch einen gleichzeitigen beidbeinigen Druck das Pferd antraben.
Und schon trabt er los, weil er genau weiß, was kommt.
Die Schrittparade.
Ausatmen.
Schwer werden.
Jetzt nehme ich am Zügel an, trabe aber weiter.
Ihr seht, ich könnte immer noch aktivieren.
Immer noch.
Jetzt bin ich Schritttempo.
Jetzt erlaube ich es, lasse ihn leicht dehnen und treibe links-rechts.
Also das war jetzt eine extrem auslaufende Parade, weil ich ihn weiter geritten habe.
So könnt ihr es jedoch üben.
Das Pferd vor dem Schenkel bedeutet, ich bin fähig,
auch beim Verkürzen das Pferd im Hinterbein abfußen zu lassen.
Wir brauchen das dann auch für alle Lektionen, wie zum Beispiel Kurzkehrt.
Da muss ich noch mehr fähig sein, das Pferd aufzunehmen.
Und wenn ich ihn aufnehme, muss ich ihn immer noch hinten fleißig halten können.
Jetzt kann ich ihn noch kürzer.
Ihr seht auch, er kommt vorne höher.
Der Schritt wird kürzer, das Pferd kommt in Selbsthaltung.
Jedoch muss er immer noch nach vorne gehen und dann kann ich auch wieder rausreiten.
Also das Verkürzen im Schritt dürft ihr wirklich erst dann machen,
wenn ihr die Pferde vor dem Schenkel habt.
Ich zeige euch das nochmal.
Schritt, links-rechts treiben, fleißig machen.
Ein Fehler wäre, wenn ich antreiben möchte und er reagiert im Schritt nicht
und ich knallte mein Paar oder tritte mein Paar, damit er antreibt,
dann wäre das Antreiben falsch.
Im Gegenteil, ich muss ihn im Schritt fleißiger haben, im Schritt aktiver.
Jetzt kann ich, wenn er reagiert, gegenhalten.
Beide Beine machen Druck und er trabt los.
In dem Moment, wo er trabt, lasse ich mich mitnehmen.
Jetzt bin ich in der Bewegung.
Auch hier das gleiche Thema.
Tief sitzen, das Pferd ist aktiv.
Würde ich jetzt angaloppieren wollen,
innen wieder mehr vor dem Schenkel,
innen zur Seite, leicht lockern,
äußeres Bein dazu und schon galoppiert er los.
Auch hier wiederum sitzen, schwer werden.
Wenn ihr da das Gefühl habt, der fällt mir jetzt gleich aus,
dann galoppiert an, jetzt, jetzt, jetzt.
Immer wenn das Hinterbein abfußt,
kommt das Angaloppieren, vorm Schenkel haben nennt man das.
Ich galoppiere mit der Wade an, das Pferd springt drunter,
nimmt mich mit,
angaloppieren mit der Wade, das Pferd galoppiert an,
nimmt mich mit und in dem Moment kann ich ihm auch vorne die Richtung zeigen.
Angaloppieren, mitnehmen lassen.
Ihr seht dann meine Bewegung immer mit dem Pferd mit.
Er hat die Möglichkeit, mit seinem Rücken meinen Körper mitzunehmen.
Wenn ich da, deswegen ist er gerade so durcheinander gekommen,
meinen Oberkörper mehr drehe oder weniger drehe,
wenn ich mich da so rüber drehe, ist mein Oberkörper natürlich übertrieben gedreht.
Deshalb kommt er sofort durcheinander.
Oder wenn ich mich nach außen drehen würde,
ihr seht sofort, er biegt sich sofort nach außen mit.
Also wieder gerade sitzen, so weiß er, es geht in die Richtung und galoppiert gleichmäßig weiter.
Also auch diesen Fehler gleich gesehen,
wenn ich da was mache, Zügel in eine Hand und ich sitze gerade, galoppiert er so weiter.
Drehe ich mich jedoch, verändere ich den Sitz und schon fällt er aus.
Also das ist nichts, wo ich sage, das Pferd macht was falsch,
sondern ich habe etwas verändert, nämlich meinen Körper gedreht,
mehr gedreht als für ihn normal ist.
Was macht er? Er reagiert darauf.
Pause. War cool, gell?
Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Video
es ein bisschen näher bringen, dieses Vor-am-Schenkel-Haben.
Was es bedeutet, dem Pferd die Möglichkeit zu geben, uns mitzunehmen,
auch wenn Pferde so unaufmerksam sind.
Wie gesagt, heute geht der Wind da draußen, bewegt sich alles.
Pferde sind Bewegungsseher, das heißt, das nehmen die noch mal mehr wahr.
Würde ich jetzt jedoch sagen, ich möchte die Aufmerksamkeit mehr haben,
brauche ich nur die Zügel in beide Hände nehmen.
Wenn er vor dem Schenkel ist, kippt er ab und schon habe ich ihn wieder an den Hilfen.
Das ist für uns jetzt aber nicht wichtig.
Jetzt kann er ruhig auch ein bisschen schauen.
Solange er brav steht, ist das alles okay.
Die Übung, die ihr jetzt habt, könnt ihr sofort losreiten heute.
Setzt euch auf die Pferde und lernt, die Pferde zu spüren.
Wenn die Pferde nicht gehen, bleibt trotzdem ruhig sitzen
und arbeitet mit der Wade so, dass die Pferde im Hinterbein den Schritt machen,
und vorne haltet ihr mit beiden Zügeln gegen, so dass das Pferd aber,
und das ist das Wichtige, euch mitnehmen können.
Wenn sie euch mitnehmen dürfen, dann bleibt ja von meiner Schulter bis zum Maul der Abstand gleich.
Der würde sich ja nur verändern, wenn das Pferd weggeht und ich kippe nach hinten.
Jetzt ist der Abstand Schulter zu Trense größer.
Bleibe ich gerade, dann bleibt der Abstand gleich.
Nun hat er die Chance, wenn ich den Druck mache und er nimmt mich mit,
das heißt, dann habe ich diese Tendenz nach vorne und schon kippt er auch ab
und ich könnte wegreiten oder ich sage, nein, bleib da.
Und so könnt ihr euch auch im Halten spielen.
Ihr könnt die Pferde im Halten aufmerksam machen.
Wade, er soll euch mitnehmen, abfangen, bleibt doch da.
Während dem Reiten macht ihr das Gleiche.
Ihr sitzt im Pferd, immer der ausbalancierte Sitz.
Ihr könnt euch auch diesen Winkel vorstellen, Pferd und Reiter.
Der muss immer gleich bleiben.
Wenn der Reiter vorkippt, zurückkippt, seitlich kippt, dann nimmt das Pferd den Reiter nicht mit.
Denn jede Bewegung, die ich da oben mache, muss der mit seinem Rücken wieder festhalten.
Und das könnt ihr wirklich mit einem zweiten spielen zu Hause.
Ihr steht und der geht vorbei und stupft euch ständig in den Rücken.
Ihr wisst nicht, wann.
Ihr wisst nicht, wie stark.
Ihr wisst aber, der steht hinter euch und es ist durchgehend so ein leichtes Stupfen.
Ihr werdet irgendwann sagen, warte, hör endlich auf.
Oder ihr sagt, es tut mir schon alles weh.
Den Pferden geht es ganz gleich.
Deshalb ist es wichtig, wir sitzen im Sattel.
Wir geben den Pferden die Möglichkeit, uns mit Vertrauen zu heben.
Heben kann er mich nur, wenn er hinten untertritt, die Beugerkette anspannt,
die Streckerkette entspannt und der Hals geht dann nach vorne an die Hand heran.
Und dadurch kann ich gegenhalten und lockern.
Wir haben hier jetzt sehr, sehr viele Videos, die das schon unterstützen.
Wie gesagt, ich packe es unten in die Beschreibung rein.
Ein paar Videos.
Es sind natürlich in sehr vielen Videos auch die Themen immer wieder besprochen,
weil das zieht sich ja durch, durch alles.
Ob es ein Antreiben, ein Durchberühren ist, Pferderundreiten ist, Fehler sind.
Wenn ihr so weit seid, dass ihr dann mit den Pferden auch wirklich arbeiten könnt,
dann könnt ihr auch die Pferde korrigieren.
Ich kriege sehr viele Anfragen.
Mein Pferd macht den und den Fehler.
Wie kann ich das korrigieren?
Ich kenne das Reiten dieser Leute nicht.
Es freut mich, dass ich die Fragen bekomme.
Jedoch kann ich eines fix sagen, ohne wirklich die Reiter gesehen zu haben.
Der Fehler ist nicht beim Pferd.
Das kann ich ganz klar sagen.
Denn wenn ich als Reiter drauf sitze und sage, mein Pferd reißt den Kopf runter.
Selbst wenn es das nicht bei euch begonnen hat, ist es immer noch unsere Aufgabe zu reagieren.
Reagieren kann ich nur, wenn ich Wissen habe.
Und wenn ich das Wissen nicht habe, dann kann ich auch nicht reagieren.
Darum finde ich es super, wenn ihr mir die Fragen stellt.
Wenn ihr die ganzen Videos auch anseht,
dann werdet ihr bereits sehr viele Antworten auf eure Fragen bekommen.
Warum?
Weil ja Anlehnung dabei ist.
Weil in der Bewegung Mitgehen dabei ist.
Ein Pferd, das den Kopf nach unten reißt, ist eindeutig zu wenig mit dem Hinterbein dran
und hat zu wenig Tendenz nach vorne.
Oder der Reiter hält mit der Hand gegen.
Abgesehen davon, wenn die Pferde gesund sind.
Wenn ein Pferd im Maul Probleme hat, ist es auch klar, dass er mit dem Maul weggeht,
schlechte Erfahrungen hat.
Dann kann auch der beste Reiter nichts mehr machen.
Auch das kann passieren.
Jedoch eure Aufgabe ist es immer, die Pferde wirklich gut zu arbeiten.
Und das ist ja das Schöne am Reiten.
Wir haben hier Partner, mit denen wir zusammenarbeiten.
Ein direktes Feedback bekommen.
Und dieses Feedback lesen lernen, das möchte ich euch hier auf unserem Kanal mitgeben.
Wenn ihr wirklich dieses Feedback lesen lernen möchtet,
ihr braucht nur den Kanal abonnieren, ihr bekommt alle gratis Videos.
Glocke aktivieren, ihr bekommt eine Nachricht.
Ihr braucht nur auf die Glocke tippen und ihr seid dabei.
Für die Mitglieder mache ich ab jetzt immer wieder neue Videos dazu.
Auch mit dem fliegenden Wechsel werden wir jetzt die Übungen einbauen.
Ich möchte euch auch diese halben Paraden noch einmal näher bringen.
Das mache ich jedoch, weil es sehr, sehr viele Videos sind.
Wir haben die Kuki-Videos, die Spring-Videos.
Es werden viel zu viele.
Und den Mitgliedern stelle ich die extra noch einmal online,
dass sie einem entgegenkommen, auch für die Unterstützung unseres Kanals.
Wenn ihr Mitglieder werden möchtet, einfach die Mitgliedschaft aktivieren.
Ihr könnt sie auch jederzeit wieder kündigen.
Und für die Mitglieder, die es noch nicht wissen,
auf der Startseite der Riding Academy sind oben diese Balken, wo Playlist steht.
Da ist auch Playlist für Mitglieder.
Und da seht ihr dann alle Videos, die wir schon drauf haben drin.
Und ihr bekommt auch immer wieder eine Benachrichtigung, wenn ein neues Video drin ist.
In diesem Sinne freue ich mich, wenn ihr euch den Kanal abonniert oder als Mitglied anmeldet.
Bis zum nächsten Mal.