Was passiert in einer Dunkelfaute? Wie nah sind wir am Blackout? Wie betreibt man Risikomanagement bei seltenen Ereignissen wie dem Blackout? Helfen Akkus oder andere Speicher? Was ist mit Demand-Side-Management? Reißen und Importe heraus und wieso importieren wir überhaupt Strom?
-Blackout: Unkontrollierter, flächendeckender Stromausfall mit schwerwiegenden Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft. -Brownout: Gezielte, temporäre Stromabschaltung in bestimmten Regionen, um das Gesamtsystem zu stabilisieren.
Brownouts treten in Südeuropa und den USA bereits häufiger auf. Sie zeigen die Dringlichkeit robuster Netzsteuerung und resilienter Infrastruktur, um solche Eingriffe in Mitteleuropa möglichst zu vermeiden.
○Europaweites Stromnetz als Rückgrat der Energieversorgung Das europaweite Stromnetz spielt eine entscheidende Rolle für die Versorgungssicherheit. Länder mit unterschiedlichen Energieprofilen können sich gegenseitig unterstützen, indem sie Überschüsse exportieren oder bei Bedarf Strom importieren. Beispiele hierfür sind: -Frankreich liefert Strom aus seiner Kernenergieproduktion. -Norwegen nutzt Wasserkraftüberschüsse und exportiert diese durch Unterseekabel. -Dänemark exportiert überschüssigen Strom aus seiner Windenergieproduktion, insbesondere bei starkem Windaufkommen. Durch die Integration nationaler Netze entsteht ein flexibles und resilienteres Gesamtsystem, das Stromausfälle minimiert und die Energieeffizienz steigert.
○Abhängigkeiten und geopolitische Dimensionen Der europäische Stromhandel geht über die EU hinaus: Norwegen liefert durch Unterseekabel Wasserkraft, die Schweiz agiert als zentrale Drehscheibe für Stromtransite, und Projekte in Nordafrika, wie Solarkraftwerke in Marokko, könnten künftig eine wichtige Rolle spielen. Diese Verflechtungen schaffen Chancen, aber auch Abhängigkeiten. Politische Spannungen, technische Ausfälle oder regionale Krisen könnten Lieferungen beeinträchtigen und die Versorgungssicherheit gefährden.
Erdgas bleibt trotz der Fokussierung auf Strom ein zentraler Backup-Energieträger, vor allem während Dunkelflauten. Länder wie Russland, einst wichtiger Gaslieferant, zeigen, wie geopolitische Unsicherheiten die Energieversorgung beeinflussen können. Eine Diversifikation der Energiequellen und der Ausbau erneuerbarer Speichertechnologien sind essenziell, um diese Risiken zu mindern.
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Wir hatten in der letzten Zeit eine Dunkelflaute, um genau zu sein, wir hatten gleich mehrere
hintereinander und das ist so ein Begriff, der jetzt gerade langsam aber sicher in die
Öffentlichkeit reinsickert, was eigentlich dahintersteht und wie das so ist, gibt es
einige, die also einen riesen Panik schieben und sagen, oh Gott, oh Gott, das ist der direkte
Weg in den Blackout, bei dem wir alle irgendwie ganz schlecht dastehen und gar keinen Strom
mehr haben für lange Zeit, die ganzen Stromnetze für alle Ewigkeit zusammenbrechen, also ich
weiß nicht, ob Ihnen solche Videos bereits in die Timeline gespült worden sind, aber
es gibt davon einige und auf der anderen Seite gibt es welche, die sagen, ach, das ist alles
halb so wild und da passiert schon nichts und die Daten sprechen eindeutig dagegen und
es ist alles nicht so schlimm.
Und das ist für meine Begriffe etwas, wo man sagen muss, man sollte einfach mal genau
hingucken und das ist genau das, was ich in diesem Video machen möchte.
Also ich möchte so ein bisschen einen Schritt zurücktreten, so wie ich das hier oft auf
meinem Kanal mache und einfach mal mit etwas Abstand drauf gucken und die ganzen Argumente
einfach mal durchgehen, dass wir so ein gewisses Gefühl dafür bekommen, wie schlimm ist eigentlich
die Situation oder ist sie überhaupt schlimm und wie sieht das für die Zukunft aus.
Also das ist das, was wir hier machen sollen.
Jetzt erstmal kurz zu dem Hintergrund, was eigentlich passiert.
Also es gab in der letzten Zeit zwei Dunkelflauten in relativ dichtem Abstand hintereinander,
also wenige Wochen dazwischen und Dunkelflaute heißt einfach, für diejenigen, die den Begriff
noch nicht gehört haben sollten inzwischen, also Dunkelflaute heißt, dass weder Sonne
scheint noch genug Wind weht und wenn sich die Charts einfach mal genauer angucken, dann
werden sie feststellen, es gibt im Grunde genommen, also es gab Zeiten, so muss man eigentlich
sagen, zu dem Zeitpunkt, zu dem ich das Video aufnehme, ist das auch gerade sowas, aber
egal, also es gab in den letzten Wochen einfach Zeiten, in denen praktisch der Strommix so
zusammengesetzt war, dass sie dort überhaupt keine Erneuerbaren mehr gefunden haben und
sie wissen, wenn ich von erneuerbarer Energie spreche, was ich damit meine, also ich habe
nicht das Gefühl, dass man Energie aus dem Nichts erzeugen kann, sondern ich benutze
diesen Begriff einfach so, wie er verwendet wird, also hier im Wesentlichen für Solar
und Wind.
Und wie gesagt, wenn sie sich jetzt all diese Energiemix einfach mal ansehen, dann werden
sie feststellen, dass wir einen riesigen Bereich haben, der im Augenblick gedeckt wurde durch
Importe, also wird gar nicht durch die eigene Produktion gemacht, sondern wird gedeckt durch
die Importe und es gibt einen anderen Bereich, einen relativ großen Bereich, der durch Kohle
gedeckt wird, sehr viel durch Kohle auch bei uns, also was natürlich erstmal ein tendenziell
schlechtes Zeichen ist und das, wovon man ja eigentlich sagen würde, das ist das, was
jetzt die Entwicklung sein müsste, dass also ganz viel erneuerbare Energien da sind, das
sehen sie in diesen Grafiken praktisch überhaupt gar nicht mehr.
Ich blende Ihnen hier eine ein oder habe Ihnen schon eine eingeblendet.
Sie sollten einfach mal vielleicht selber, wenn Sie Lust haben, Energy Charts Info aufrufen,
ich packe Ihnen den Link auch unten in die Videobeschreibung mit rein, da können Sie
auch für die aktuelle Woche, in der Sie sich jetzt gerade befinden, wenn Sie das Video
sehen, können Sie einfach mal sehen, wie da die Zusammensetzung der Stromproduktion
ist und wie der Bedarf gerade in dem einen oder anderen Zeitpunkt ist und können einfach
diese Zusammensetzung sehen und Sie werden merken, das ist im Winter bei uns häufiger
mal der Fall, dass die Sonne und der Wind praktisch nichts produzieren, die stehen einfach
still, die ganzen Dinger und das heißt also, wir haben es im Grunde genommen nur aus anderen
Gebieten gedeckt.
Und das ist natürlich eine Situation, bei der viele sagen, oh je, wenn wir das jetzt
ein bisschen extra polieren, nach vorne und weiterschreiben, dann kann das sein, dass
das Ganze zu einem Blackout führt.
Einige sagen auch die ganze Zeit, naja, eigentlich stehen wir ja kurz davor, dem würde ich mir
erstmal so nicht anschließen, ich sage Ihnen gleich ein paar Sachen dazu, warum wir das
trotzdem nicht einfach wegwischen sollten, aber ich glaube nicht, dass wir direkt vor
irgendeinem Blackout stehen, ich möchte mit Ihnen aber nur einmal kurz durchgehen, wie
schlimm so ein Blackout eigentlich ist.
Also das ist ja im Augenblick immer so eine Sache, dass Sie sagen, naja, da ist der Strom
mal weg, wird schon nichts passieren.
Aber wir müssen verstehen, dass im Augenblick im Grunde genommen alles, was wir machen im
täglichen Leben von Strom in irgendeiner Form abhängig ist.
Also wenn Sie irgendwo was einkaufen wollen, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als mit
irgendeiner Kasse zu arbeiten, also den Händlern bleibt nichts anderes übrig, als mit einer
Kasse zu arbeiten, die letztlich am Internet dranhängt und auf diese Art und Weise vom
Strom abhängig ist.
Das ist auch mehr oder weniger eine gesetzliche Vorschrift, also Sie kommen da gar nicht so
ganz ohne weiteres raus aus dieser Geschichte.
Sie können also praktisch nichts mehr einkaufen, in dem Augenblick, wo längere Zeit kein Strom
da ist.
Die Wasserversorgung hängt davon ab und das ist eine der wichtigsten Sachen, also stellen
Sie sich vor, Sie sitzen zu Hause, haben auch an alles mögliche gedacht, haben auch Bargeld
da und sowas, aber dummerweise kein Wasser.
Nicht gut, das ist ebenfalls eine Geschichte, die ganz klar vom Strom abhängt, von der Heizung
sprechen wir mal gar nicht, also wenn Sie keinen Holzofen zu Hause haben, sieht schlecht
aus, dann ist Ihre Heizung nach wenigen Tagen kalt und so geht es im Grunde genommen weiter,
Sie haben auch keine Kommunikationsmöglichkeiten mehr.
Wir stellen uns hier mal vor, naja, das ist ja heutzutage ganz normal, dass man den anderen
direkt erreichen kann.
Nie.
Auf einmal können Sie den anderen gar nicht mehr erreichen.
Sie können auch nicht rauskriegen, ob beispielsweise, weiß ich, jemand, der in einer anderen Stadt
wohnt, ob der noch irgendwie Strom hat, also ob das so flächendeckend ist oder nicht.
Sie sind einfach abgeschnitten davon, das sind alles Dinge, die wir so überhaupt nicht
kennen.
Auf dem Internet sind Sie abgeschnitten.
Ob Sie dann noch Radio empfangen, haben Sie auch mal dahingestellt.
So und Sie merken schon, nicht, dass wir jetzt in die Situation reinkommen, das ist ja auch
so, als würde ich Panik verbreiten.
Ich möchte Ihnen einfach nur klar machen, dass ein Blackout, wenn er denn stattfinden
würde, tatsächlich ein ernsthaftes Problem ist.
Aber, das habe ich Ihnen ja auch schon gesagt, ich halte die Wahrscheinlichkeit dafür, zumindest
mal Stand heute und auch Stand die nächsten Jahre, für sehr gering.
Übrigens, ich vergesse, Blackout, es gibt einen Roman, der ist schon ein paar Jahre
alt, der heißt auch Blackout, der ist für meine Begriffe relativ interessant geschrieben.
Wenn Sie gerne Romane lesen zu solchen Themen, ich verlinke Ihnen das mal auch in der Videobeschreibung,
kommt nicht von mir der Roman, er kommt von einem anderen, ist es trotzdem einfach ein
gutes Buch.
Und wer Lust hat, sowas zu lesen, hat so eine Art, sagen wir mal, Kombination zwischen Sachbuch
und Roman.
Da sind ein paar Dinge über den Blackout drin beschrieben, sodass man sich ein bisschen
klassischer vorstellen kann, wie schlimm so eine Situation ist.
Also er hat so Kriegsberichte von seinem Opa mitverarbeitet und so, so hat der Autor das
beschrieben.
Okay, so, das nur als kleiner Einschub.
Was viel wahrscheinlicher ist als ein Blackout, das ist ein sogenannter Brownout.
Bei einem Blackout ist es ja so, das ist auf einmal weg, das ist auch ungeplant, das heißt,
brechen die Stromnetze unkontrolliert flächendeckend zusammen.
Wir haben ja gesagt, das ist ein sehr unwahrscheinliches Szenario, weil natürlich die Betreiber vorher
was anderes tun werden.
Die werden beispielsweise erstmal anfangen, im harten Fall die Netze zu splitten.
Also wenn die merken, es gibt einen Bereich, von dem irgendwas, ein Problem ausgeht oder
so etwas, da würden die einfach sagen, das trennen sie gezielt ab von einem anderen Bereich,
sodass dann beispielsweise auch die, also zwei separaten Stromnetze, die ja dann auch
dieartenweise entstanden sind, dass die auch mitunter andere Netzfrequenzen und sowas
haben können.
Also jetzt natürlich nicht grundsätzlich andere, aber eben etwas andere Netzfrequenzen.
Und so lange, bis man das eine Netz wieder stabilisiert hat, dann werden die am Ende
wieder zusammengeführt.
Und was es auch gibt, sind Brownouts, wie das so schön heißt.
Das heißt, also man sagt, okay, in einem bestimmten Gebiet kann man das Ganze nicht
mehr halten.
Das heißt, man schaltet dann auch dort gezielt den Strom ab für eine bestimmte Zeit und
versucht dann, die ganze Geschichte wieder zu stabilisieren, um am Ende wieder das gesamte
Netz zusammenzuführen.
Das sind die Szenarien, bei denen ich sagen würde, das sind ganz einfach Sachen, die
passieren werden.
Und im Kleinen gibt es das auch, so eine Art Mini-Brownout, wenn Sie so wollen.
Das ist ein Lastabwurf.
Das bedeutet also, wenn Sie an einer Stelle einen großen Verbraucher haben und Sie merken,
das Netz schmiert Ihnen einfach ab, dann kann es auch sein, dass einfach eine Betreiber
die Entscheidung trifft zu sagen, okay, den klemmen wir jetzt einfach ab, damit retten
wir sozusagen den Rest des Netzes und Sie haben damit solche gezielten Abschaltungen.
So muss man das eigentlich sagen.
Ist das eigentlich schlimm?
Und da merken Sie schon, das ist natürlich nicht so schlimm wie ein Blackout.
Also das ist keine Sache, bei der man jetzt wirklich sagen muss, da geht alles den Bach
runter oder so etwas.
Aber es ist höchst unangenehm.
Also wenn so etwas häufiger passieren sollte und die Stromversorgung auf einmal unsicher
wird, z.B. regelmäßig, weiß ich, am Tag ein paar Stunden oder so etwas, so etwas immer
wieder passiert, weil nicht genug da ist, das wäre natürlich schon ein Problem und
das wäre ganz einfach sehr unangenehm.
Dann können Sie in der Zeit eben viele Sachen einfach nicht machen.
Also das sind erstmal die Dinge zum Blackout.
Gucken wir uns mal gerade an, wie wahrscheinlich solche Ereignisse eigentlich sind.
Und wenn wir da in der Vergangenheit zurückgehen, muss man einfach mal konstatieren, einen richtigen
Blackout in der Form hat es eigentlich noch nicht gegeben.
Also so ein richtig flächendeckendes, so ein ganz großes Stromnetz zusammengebrochen
ist, also jetzt in der jüngeren Geschichte, hat es überhaupt gar nicht gegeben.
Also wir haben sozusagen an Beobachtungszahl, was wir da haben, erstmal gleich null.
Darauf schließen einige, dass wir sagen, naja, wenn es nie passiert ist, dann wird
es auch nicht passieren.
Und das ist natürlich eine komplette Milchmädchenrechnung.
Also das heißt, wir müssen uns jetzt ein bisschen Gedanken machen, wie funktioniert
eigentlich das Risikomanagement für große Schadensereignisse, die sehr selten auftreten.
Und was man bei solchen Sachen auf jeden Fall machen muss, ist, man muss sich andere Indikatoren
ansehen, als nur das Schadensereignis selbst.
Ich finde es ganz erstaunlich, dass viele Leute, die das in dem einen Fall vollkommen
klar akzeptieren, es in dem anderen Fall ablehnen.
Also bei der Blackout-Gefahr lehnen das viele ab.
Die sagen, ja gucken wir uns doch mal ein Zuverlässigkeitsindizes oder solche Statistiken
an und sagen, ja da drin ist ja nichts zu sehen an Ausfällen, also wird schon nichts
passiert sein.
Und wie gesagt, Blackouts haben wir sowieso nicht.
Die gleichen Leute, die das sagen, gehen zu Kernkraftwerken und sagen über Kernkraftwerke,
ja in der Vergangenheit ist ja noch nichts passiert, da sind ja ganz wenig Leute dran
gestorben, aber es könnte ja immer was passieren.
Und daran merken sie, dass diese Logik natürlich vorhanden ist.
Also in beiden Fällen, was es sowohl zum Blackout angeht, als auch eben was den Betrieb
von Kernkraftwerken angeht, muss man natürlich im Hinterkopf behalten, dass es ein großes
Schaden zu eigenes geben kann, was es in der Vergangenheit noch nicht gegeben hat, aber
was es natürlich geben kann.
Und um jetzt abzuschätzen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass so etwas passiert, müssen wir uns
Dinge ansehen, die irgendwie in die Nähe kommen.
Also wir müssen uns ansehen, was gibt es zum Beispiel für kleinere Störungen und so
weiter.
Und es gibt auch unterschwellig, also unterhalb des Levels der wirklichen Störungen oder
der Ausfälle, gibt es noch andere Indikatoren, beim Stromnetz beispielsweise einfach mal
die Preise.
Wir müssen uns einfach ansehen, wie hoch sind denn die Preise für Strom an der Strombörse
und das ist ein sehr guter Indikator dafür, wie eng es gerade an dem Markt geworden ist.
Das ist ein viel besserer Indikator, als wenn wir ganz einfach nur auf irgendein Ereignis
gucken, was sowieso nicht stattgefunden hat, weil es eben zu geringer Wahrscheinlichkeit
stattfindet.
Das heißt also, wir müssen bei solchen Fällen uns Indikatoren angucken und diese Indikatoren,
die deuten in der letzten Zeit darauf hin, dass wir einfach sehr viele Ausreißer haben.
Also es gibt sehr viele Fälle, in denen man auf einmal merkt, oh je, die Preise sind so
hoch gegangen, dass der Markt zumindest mal vermutet, dass im Augenblick große Probleme
bestehen.
Und ich glaube, so muss man das einschätzen.
Und man kann jetzt natürlich nicht sagen, die Wahrscheinlichkeit für einen Blackout
ist gleich null.
Sie ist sehr klein, nach wie vor ist sie für einen wirklichen Blackout sehr klein.
Wir merken aber, dass wir plötzlich viel näher da dran sind, als wir es in den vergangenen
Jahren waren, also bei einer anderen Form der Stromversorgung, sind viel näher dran,
das merken Sie an diesen stark schwankenden und teilweise auch durch die Decke gehenden
Strompreisen, den Spotpreisen an der Börse.
Und damit haben Sie ganz gut einen Indikator dafür, dass es natürlich labiler geworden
ist als vorher.
Auf der anderen Seite muss man natürlich auch sehen, wir haben hier auch neue Methoden,
wie man sowas machen kann.
Also viele Dinge, die wir heute ganz einfach elektronisch regeln können, digital regeln
können, die musste man früher komplett per Hand machen und damit kann man jetzt natürlich
auch feiner nachregeln.
Aber wenn es schief geht, geht es natürlich auch richtiger schief.
Dann schmiert Ihnen das sozusagen komplett ab, weil Sie eben auch mit der Hand nicht
mehr eingreifen können.
Und ich möchte jetzt einfach auf ein paar Behauptungen eingehen, die im Zusammenhang
mit dem Blackout häufiger gemacht worden sind oder mit der Nähe zum Blackout.
Und ich schnappe mir einfach so ein paar solcher Behauptungen, die im Zusammenhang gemacht
werden und wir gehen die jetzt einfach mal nacheinander durch und gucken uns an, wie
überzeugend sind die eigentlich.
Und es gibt eine Behauptung, die immer lautet, naja, also dass wir im Augenblick diese Dunkelflauten
hatten, ist ja überhaupt nicht schlimm, denn wir haben ja genug Backup-Kapazitäten.
Es ist ja alles da und wir können das Ganze ja durch interne Kraftwerke erzeugen, den
Strom, den wir brauchen.
Und das stimmt natürlich erst mal.
Also wenn Sie sich die ganze Geschichte ansehen, wie gesagt, gucken Sie mal in die Videobeschreibung
unten rein, diese Energy Charts, da können Sie sich immer für die aktuellen Wochen
und so lauter interessante Statistiken ansehen, die sind auch grafisch ein bisschen aufbereitet
und so.
Und Sie werden dort sehen, dass natürlich der Strombedarf, den wir haben, dass der irgendwie
gedeckt ist.
Sie werden dort aber eben auch sehen, dass der Strombedarf nicht durch die Erneuerbaren,
also nicht durch Solar und Wind gedeckt werden kann, wenn da gerade eine entsprechende Dunkelflaute
ist.
Das ist einfach so.
Das heißt also, in dem Augenblick geht die Kohleverstromung relativ stark hoch und wie
wir eingangs gesagt haben, gehen die Importe hoch.
Und wenn jetzt gesagt wird, naja, wir haben ja genug eigene Kapazitäten, also wir kämen
ja auch ohne die Importe aus, was rein technisch überwiegend stimmt, also wir kämen ohne
diese Importe aus, dann ist es natürlich so, dass wir davon ausgehen, dass diese Kohlekraftwerke
ja weiterhin existieren.
Also wir gehen ja davon aus, dass die da sind.
Gleichzeitig zahlen wir aber haufenweise Subventionen dafür, dass die Dinger stillgelegt werden.
Das heißt also, das ist im Grunde genommen eine schizophrene Argumentation, dass man
auf der einen Seite sagt, die Kapazitäten sind ja da und auf der anderen Seite sagt,
diese Kapazitäten, von denen wir wissen, dass wir sie brauchen, die bauen wir jetzt aber
ab und zahlen dafür auch noch Subventionen.
Also das ist schon eine Sache, bei der man sagen muss, das ist eigentlich jetzt nicht
so ganz konsistent von der Argumentation her.
Und es gibt natürlich auch das Argument, dass gesagt wird, naja, diese Kohlekraftwerke
sind da und es ist ja schöner, wenn die jetzt weniger laufen, als sie vorher laufen und
dem würde ich mich grundsätzlich ja sogar anschließen.
Also natürlich ist es besser, wenn die Kohlekraftwerke weniger laufen, nur das sind keine, die sie
schnell hoch und runter fahren können.
Also das heißt, das ist gar nicht so eine ganz leichte Angelegenheit, von der wir hier
sprechen und Kohlekraftwerke eignen sich eigentlich nicht wirklich gut als Backup-Kraftwerke.
Das sind eher so Dinge, die so durchtuckern müssen, aber die eignen sich nicht dafür,
dass die wirklich wie wild den Schwankungen hinterherlaufen und dann immer das bringen,
was man gerade an anderer Stelle nicht hat, also Residuallast, wie so schön gesagt wird.
Und die Gaskraftwerke, die das viel besser könnten, die sind einfach noch nicht da.
Also das heißt, in dem Maße, in dem wir Kohlekraftwerke abbauen, müssen wir parallel
dazu Gaskraftwerke aufbauen.
Ich sehe erstens nicht, dass das passiert, zumindest nicht in dem gewünschten Umfang
und ich sehe auch weiterhin nicht, dass wir das mit dem Gas eigentlich überhaupt so machen
wollen.
Wir sagen ja auch gleichzeitig, von Gas wollen wir uns ja auch nicht abhängig machen.
Also das ist schon ein Thema, bei dem man sagen muss, naja, das Argument mag ja an sich
schlüssig sein, dass wir genug Kapazitäten da haben, aber auf der anderen Seite ist es
eben so, dass man nicht einfach ignorieren kann, dass hier, wenn wir die Kapazitäten
abbauen, dass wir dann plötzlich in ein Problem reinlaufen, was wir uns dann ganz einfach
selber machen.
Also beides zusammen geht nicht.
Man kann natürlich sagen, ja, wir lassen die Kohlekraftwerke jetzt ganz lange weiterhin
laufen als Backup-Kraftwerke, auch wenn sie dafür ungeeignet sind, aber wir lassen sie
ganz lange laufen, dann haben wir genug Kapazitäten da.
Wenn das nicht gewünscht ist, dann haben wir diese Kapazitäten eben nicht.
Dann wird gerne gesagt, naja, dann machen wir doch einfach Akkuspeichern, das ist gar
kein Problem.
Dann speichern wir das ganz einfach und machen das Ganze in Akkus.
Und sorry, das ist eine reine Traumtänzerei.
Also das ist natürlich technisch gesehen möglich, es ist unfassbar teuer zum heutigen
Stand, es wird sich sicherlich über die nächsten Jahrzehnte hinweg rapide entwickeln, diese
Technologie.
Da bin ich fest von überzeugt, dass es über Jahrzehnte hinweg so kommen wird, dass es
funktioniert, auch wirtschaftlich funktioniert, aber da sind wir halt noch weit von entfernt.
Es hilft uns ja überhaupt nichts, wenn das am Ende des Jahrhunderts da ist und wir es
jetzt nicht haben.
Das heißt also, diese ganze Geschichte mit den Speichern, den Akkuspeichern, die ist
im Grunde genommen, wenn Sie so wollen, entweder eine Chimäre, nämlich dann, wenn es um wirklich
große Speichermengen geht, oder aber es geht um etwas ganz anderes.
Und das ist, glaube ich, das Wichtige, was man bei den Akkuspeichern verstehen muss.
Die sind wichtig und es gibt auch tolle Technologien in der Art, dass beispielsweise die Elektroautos,
die hier immer mehr in Umlauf kommen sollen, dass deren Batterien zu gewissem Grad wieder
oder Akkus, muss man ehrlich sagen, dass deren Akkus also zu gewissem Grad wieder geleert
werden können.
Es gibt tolle Technologien, nur können sie damit keine Dunkelflaute überbrücken.
Es ist viel zu kurz, was man damit machen kann.
Die sind dafür da, dass sie kurzzeitig Regelenergie bereitstellen und auf diese Art und Weise
dafür sorgen, dass, wenn zum Beispiel ein Kraftwerk erst angeschaltet werden muss, noch
nicht da ist, dass diese Zeit entsprechend überbrückt werden kann.
Dafür ist diese Technologie gut.
Dafür sind auch Akkus gut, weil die eben so schnell anspringen können und sofort was
liefern können.
Das sind die Einsatzgebiete dafür.
Sich vorzustellen, dass wir damit tatsächlich komplett eine Dunkelflaute überbrücken können,
können sie komplett vergessen.
Und ich finde es auch ein bisschen ärgerlich, dass dann solche komischen Erfolgsmeldungen
genannt werden.
Das heißt ja, die Akkukapazität ist verdoppelt worden.
Sie gehen von fast Null aus und sind dann bei zweimal fast Null.
Das heißt, wir haben so wenig Akkukapazität insgesamt, dass es völlig illusorisch ist,
das für irgendwie nennenswerten Speicher zu halten.
Es ist mehr so eine Art Proof of Concept, dass das überhaupt geht.
Oder es gibt auch solche Erfolgsmeldungen, über 100.000 Haushalte werden an einen Akku
angeschlossen, der gerade gebaut werden soll oder sowas.
Na ja, für wie lange denn?
Das heißt, dann haben sie 100.000 Haushalte, die damit für eine Stunde oder zwei Stunden
oder sowas Strom kriegen können.
In der Größenordnung liegt das.
Und sie haben im Grunde genommen von der Kapazität her etwas, was normale Kraftwerke einfach
mit dem Fingerschnicken erreichen.
Das heißt, das sind Größenordnungen, die dazwischen liegen, die man sich einfach bewusst
machen muss.
Diese Akkutechnologie ist Stand heute nicht dafür geeignet, dass sie wirklich lange Zeiten
überbrücken können.
Sondern es ist wirklich zur reinen Kurzzeitüberbrückung da, wenn ein Kraftwerk durch ein anderes ersetzt
werden soll, kurzfristig irgendein Verbraucher dazukommt, mit dem man nicht gerechnet hat,
kurzfristig irgendein Kraftwerk ausfällt, womit man nicht gerechnet hat und so weiter.
Eben Regelenergie.
Dafür ist das da, dafür ist es auch eine tolle Technologie, eine, die man haben sollte
und dafür kann es verwendet werden, aber eben für nichts anderes.
Erstaunlicherweise übrigens ist das etwas, was eigentlich relativ wichtig ist bei den
Erneuerbaren, wenn sie sich mal ansehen, wie gefördert wird.
Dann werden sie aber feststellen, dass die Förderung den Bau von Speichern geradezu bestraft.
Also in dem Augenblick, wo sie einen Speicher zum Beispiel zu ihrer Windanlage mit dazu
bauen, haben sie eigentlich förderungstechnisch Nachteile.
Sie werden schlechter gestellt, als wenn sie keinen Speicher hätten.
Das bedeutet also, wir haben hier ganz klare Fehlanreize, die auch dazu führen, dass eben
das System insgesamt für meine Begriffe völlig falsch aufgebaut wird.
Denn wenn die Windräder kurze Schwankungen überbrücken könnten, weil der Wind eben
nicht völlig konstant weht, das wäre unglaublich viel wert.
Da würde so ein Speicher richtig was bringen, auch gerade ein Akkuspeicher, aber da wird
er eben nicht richtig gefördert und ich muss Ihnen mal ganz ehrlich sagen, ich halte das
für reinen Lobbyismus, dass das nicht gemacht wird.
Ich weiß nicht, wer davon profitiert, aber wenn solche sehr unsinnigen Entscheidungen
getroffen werden, kann man eigentlich mal fast sicher sein, es gibt irgendwen, der davon
profitiert hat und dafür gesorgt hat, dass die anderen, die es nicht verstehen, am Ende
noch zustimmen.
Also wie gesagt, ich weiß nicht, dass es hier in diesem Fall so ist, aber das ist so
eine typische Konstellation, wenn etwas so unsinnig konstruiert ist, wie das hier gerade
ist.
Übrigens, ich hatte eine Zuschauerfrage von kurzem, die mich gefragt hat, wie sollte
man eigentlich einen Markt konstruieren, der solche Sachen besser regelt?
Also was müsste man da eigentlich machen, damit tatsächlich am Ende die Leute die richtigen
Anreize haben und die richtigen Anlagen bauen?
Also für den Fall, dass es Sie interessiert, schreiben Sie es mir in die Kommentare rein,
ob das ein Thema ist, was ich in der Zukunft mal aufgreifen sollte.
Denn so etwas ist dann immer so ein bisschen Arbeit, so ein Thema tatsächlich aufzugreifen
und aufzubereiten.
Wenn es Sie interessiert, dann mache ich das aber vielleicht irgendwann mal, wahrscheinlich
sogar.
So, gucken wir uns mal weiter an, wie sieht es eigentlich mit Speichern im Allgemeinen
aus?
Also wir hatten eben diese sehr schnell laufenden, anspringenden Speicher, wie Akkuspeicher,
haben wir gesehen, die sind sehr teuer, wie sieht es eigentlich mit anderen Speichern
aus?
Und auch da müssen wir natürlich sagen, einen wirklichen Speicher zu bauen, der eine komplette
Dunkelflaute überbrücken kann, das ist schon eine schwierige Angelegenheit, also schwierige
und teure Angelegenheit und das ist keine Sache, bei der man so ohne weiteres erstmal
technisch bauen kann und bei der man dann auch zum richtigen Zeitpunkt entsprechende
Überschüsse hat, um das hinzukriegen.
Was man am schönsten haben sollte, das wären Saisonspeicher, also dass Sie beispielsweise
im Sommer, wenn Solarenergie da ist, dass Sie dann ganz überschüssige Solarenergie,
die mittags anfällt und nicht zu dem Zeitpunkt verbraucht werden kann, dass Sie die erstmal
immer einspeichern und dann im Winter verwenden können, wenn zum Beispiel so eine Dunkelflaute
kommt.
Haben wir diese Technologie da?
Na ja, theoretisch haben wir sie, aber gebaut wird sie im Augenblick nicht und erst recht
nicht im entsprechenden Umfang.
Also das ist für meine Begriffe schon eher Zukunftsmusik und, weiß ich, auch Wasserstoff
beispielsweise, das würde sich sowas eignen, aber das ist auch etwas, wo Sie einfach einen
so gottenschlechten Wirkungsgrad haben, dass man natürlich sagen muss, na ja, das dauert
schon auch noch ein paar Jahrzehnte, bis wir so viel Energie im Überschuss haben, Stromüberschuss
haben, dass wir das einfach in Wasserstoff umwandeln können und dann am Ende, wenn wir
uns wieder brauchen, wieder verstorben können.
Wie gesagt, technisch geht das, wirtschaftlich ist es überhaupt nicht machbar und wir haben
im Augenblick auch einfach nicht die Kapazitäten dafür und das ist auch eine Sache, bei der
ich immer sagen muss, es kann nicht sein, dass wir einfach bei Technologien immer so
tun, als gäbe es die ganzen Technologien, die wir in der Zukunft vielleicht mal entwickeln
werden, schon heute.
Das ist genau das Gleiche bei Fusionskraftwerken.
Das ist natürlich eine schöne Sache, dass wir sagen können, es wäre schön, wenn wir
Fusionsenergie hätten und vielleicht haben wir das ja auch am Ende des Jahrhunderts,
aber die meisten, die mir hier zusehen werden, werden das wahrscheinlich nicht mehr erleben.
Mich eingeschlossen, weil wir bis dahin nicht leben und deshalb hat es überhaupt keinen
Zweck, einfach nur auf Energieformen und Speicher und so weiter zu setzen, von denen wir genau
wissen, die kommen einfach nicht schnell genug.
Wir müssen mit dem leben, was wir im Augenblick haben und natürlich müssen wir weiterhin
die Zukunft planen, aber wir können eben nicht so tun, als wäre das alles schon da.
Das Nächste, was gesagt wird zur Lösung, das ist, dass wir immer eine angebotsorientierte
Bedarfssteuerung haben, also mit anderen Worten, dass wir situationsabhängige Netzentgelte
haben.
Mit anderen Worten, der Strompreis schwankt die ganze Zeit und Sie können jetzt natürlich
in der Tat es so machen, dass die Strompreise die ganze Zeit variieren und den entsprechenden
Angeboten und Bedarfen anpassen und Sie können auf die Art und Weise natürlich bestimmte
Verbraucher umshiften von dem einen Moment zu dem anderen, also gerade solche Sachen
jetzt wie beispielsweise Wärmepumpen, wenn die laufen.
Natürlich können Sie die um ein paar Stunden verzögern, die haben ja meistens auch irgendwelche
Zwischenspeicher und so etwas, das Haus selber hat ja auch, wirkt sozusagen als Wärmespeicher,
wenn Sie so wollen.
Das heißt, Sie können da schon über längere Stunden hinweg einfach mal sagen, naja, jetzt
reduzieren wir dort einfach mal den Stromverbrauch und lassen das ganze Ding erst wieder in vier
oder sechs Stunden anspringen, ohne dass Sie Elektroautos eben später laden zu einem Zeitpunkt,
wo einfach mehr Strom zur Verfügung steht, weil weniger verbraucht wird an anderen Stellen.
Klar, solche Sachen gehen, aber wir dürfen natürlich nicht vergessen, es gibt ganz einfach
so etwas wie eine Grundlast, also etwas, was an minimalem Stromverbrauch nicht unterschritten
wird und davon hängt ja auch unsere ganze Infrastruktur ab.
Also am Anfang, als ich über den Blackout gesprochen habe, da haben wir ja gesehen,
wie wichtig das ist, dass eben der Strom die ganze Zeit als Infrastruktur vorhanden ist.
Davon hängt einfach unglaublich viel ab und wenn das nicht mehr so ist, also wenn wir
auf einmal das Gefühl haben, beispielsweise als Industriebetrieb, oje, das ist in diesem
Augenblick, schwankt das hier wie wild und wir haben ganze Zeit Produktionsausfälle,
Produktionsstillstände und so etwas, dann gehen die halt weg und das ist etwas, was
im Augenblick häufig mit diesem Euphemismus belegt wird, also mit dieser beschönigenden
Umschreibung, dass man sagt, das ist Degrowth, also, weiß ich nicht, Entwachstum oder wie
man das auf Deutsch sagen will, wenn Sie es richtig übersetzen, heißt das Armut.
Degrowth ist nichts weiter als eine beschönigende Umschreibung für Armut.
Es heißt, naja, dann haben wir halt keinen Strom mehr, dann geht es uns danach schlecht,
können wir nicht mehr produzieren, können nicht mehr einkaufen, können nicht mehr heizen
und so weiter und das ist dann ganz einfach diese Degrowth-Geschichte, die für uns teilweise
als etwas Positives verkauft werden soll und nein, das funktioniert nicht, das ist nichts
Positives.
Das heißt also, wir können, wenn wir keine Armut haben wollen, egal wie beschönigend
umschrieben ist, können wir zu gewissen Graden die Verbräuche anpassen, aber eine bestimmte
Grundlast, da kommen wir nicht drunter, wenn wir in einer modernen Gesellschaft leben wollen,
die auch einfach sich weiterhin modern verhält, solange wir das weiterhin wollen und ich muss
Ihnen ehrlich sagen, ich will das, solange wir das wollen, müssen wir einfach akzeptieren,
dass eine bestimmte Stromverfügbarkeit gegeben sein muss und zwar sowohl zeitlich, also sicher,
dass sie einfach zeitlich da ist und auch in einer bestimmten Menge, dass wir nicht
einfach beliebig Lasten abwerfen können, wie es immer so schön heißt und ich muss
in dem Zusammenhang auf eine Sache hinweisen, Sie wissen ja, dass ich ja normalerweise Spieltheorie
mache oder wenn Sie meinen Kanal abonniert haben, dann wissen Sie das, die anderen tun
es jetzt bitte, dann wissen Sie, dass ich im Wesentlichen Spieltheorie mache und da beschäftige
ich mich ja auch mit Kriegslisten, also mit Strategien, wie die ganze immer so schön
heißen und es gibt lustigerweise ein Strategien, das hat sogar extra diesen Namen, das heißt
Strategien 19, das heißt das Feuer unter dem Kessel stehlen, Strategien sind solche ganz
uralten chinesischen Weisheiten sozusagen, die heutzutage gesammelt worden sind oder also
damals gesammelt worden sind, heutzutage wieder ein bisschen popularisiert worden, ich glaube
auch zu gewissen Grad durch mich, also das in diesen Strategien, da gibt es eben dieses eine,
was das Stehlen des Feuers abzielt, was nichts anderes ist als die Energie, also das ist
bei einer Kriegsliste ist ja oft so, Sie haben eine große Armee oder sowas, die wird durch
eine Stelle angetrieben und das ist bei uns, bei Industriegesellschaften ist das ganz klar
die Energie, das heißt also, wenn Sie dort die Energie stehlen, einfach wegnehmen, dann
schädigen Sie die gesamte Gesellschaft und können damit die gesamte Gesellschaft ruinieren
und das ist schon eine Sache, die was sehr wichtiges ist, muss man verstehen, dass Kriegslisten
ja normalerweise gegen andere angewandt werden, dafür sind die ja da, aber wir machen es hier
so, dass wir im Augenblick diese Kriegsliste, das Feuer unter dem Kessel stehlen, dass wir das
sozusagen gegen uns selber anwenden, also ich finde das nicht so wahnsinnig geschickt, aber
wie auch immer und bei der Gelegenheit kann ich natürlich nicht widerstehen, Ihnen zumindest zu
sagen, dass es dafür auch dazu ein Buch von mir gibt, nämlich hier die 36 Strategien mit der
Krise, so heißt dieses Buch, Sie merken, ist schon gut, Blackout ist ja auch eine Krise,
da geht es also um diese Strategien und davon habe ich Ihnen da gerade eins gesagt, also wenn
Sie das interessiert, gucken Sie gerne mal unten in die Videobeschreibung rein, ich habe Ihnen das
entsprechend verlinkt, vielleicht können Sie es kaufen, vielleicht ist es auch ein gutes
Weihnachtsgeschenk, ja das ist tatsächlich eines, was eigentlich ganz gerne gelesen wird,
kann man im kurzen Kapitelchen ja die Sachen für meine Griffe ganz verdaulich erklären,
okay gut, so jetzt habe ich genug über mein Buch gesprochen, aber so passiert das,
wenn man ein Buch geschrieben hat, dann will man natürlich auch gerne darüber sprechen.
So und jetzt kommen wir zu einem anderen Punkt, zu unseren Stromgeschichten, nämlich es gibt ein
Argument, was immer lautet, naja, ist ja alles kein Problem mit dem Strom, wir können den Strom
ja importieren und das stimmt natürlich zu gewissem Grad, also Sie haben ja auch gesehen,
das passiert hier im Augenblick auch nichts, also wenn Sie sich diese Energy Charts dann nochmal
angucken, wie gesagt Videobeschreibung, rufen Sie einfach auf, da kriegen Sie die aktuellen
Daten von der Woche, ich finde das wirklich ganz interessant, sich solche Statistiken immer anzusehen,
dann sehen Sie, natürlich ist nicht einfach, sind die ganzen Lasten abgeworfen worden,
also wir haben keinen Brownout, keinen wesentlichen Lastabwürfe, wir haben keinen Blackout,
das erst recht nicht, ist alles nicht da, aber wenn Sie sich das angucken, dann stellen Sie fest,
dass einfach ein großer Teil durch Importe gedeckt wird, was heißt das eigentlich,
dass es durch Importe gedeckt wird, also einige interpretieren das fälschlicherweise so,
dass das bei uns nicht da gewesen wäre, die Kapazität, also dass wir den Strom dazu kaufen
mussten, weil wir blank waren, das stimmt so eigentlich nicht, die Kapazitäten waren da,
ich habe mir gesagt, manchmal stellen die vielleicht nicht schnell genug bereit,
also dann kauft man den Strom zur Überbrückung ein oder so etwas, aber das ist weniger der Punkt,
der entscheidende Punkt ist, dass diese Importe billiger sind, als die eigene Art und Weise,
wie wir den Strom erzeugen könnten, also das ist der Grund dafür, dass wir im Augenblick importieren,
solange wir die Kohlekraftwerke noch haben, wenn die alle abgeschaltet sind,
dann haben wir sie natürlich nicht mehr, aber solange wir diese Kohlekraftwerke noch haben,
importieren wir den Strom, weil es billiger ist, ihn zu importieren, als ihn selber herzustellen
und was Sie jetzt merken ist, dass die Art und Weise, wie wir Strom herstellen,
offenbar sehr teuer ist, also diese Ersatzstrom oder diese Backup Stromversorgung, die wir dort
haben, die ist offenbar so teuer, dass es billiger ist, das aus dem Ausland zu importieren,
also das ist ja auch eine Interpretation, die wir haben müssen, das ist etwas, was sich in den letzten Jahren
auch geändert hat, also wenn wir Kernkraftwerke mit dabei haben, dann war es immer so,
dass die eigene Backup Versorgung sozusagen im Land war, da war das entsprechend billiger,
das ist jetzt nicht mehr so, das heißt, wir müssen jetzt auf diese Art und Weise mehr importieren,
nicht, weil wir im Augenblick die Kapazitäten nicht hätten, sondern weil es billiger ist,
aber auch das ist natürlich keine besonders gute Nachricht und vor allen Dingen zeigt was anderes,
es zeigt nämlich, dass man ohne diese entsprechenden Backup Kapazitäten mit den Erneuerbaren es nicht
machen kann und das ist etwas, was gerne übersehen wird bei dieser Diskussion, also wenn wir sagen,
wir können den Strom von unseren Nachbarländern importieren, dann gehen wir davon aus, dass die
diesen Strom entsprechend auch haben und sie haben ihn natürlich nicht, wenn die auch nur lauter
Windmühlen aufbauen, denn bei einer Dunkelflaute arbeiten deren Windmühlen genauso wenig wie bei
uns, ich habe da die Zahlen mal ein bisschen angesehen, es gibt eine relativ hohe Wetterkorrelation
innerhalb von Europa, ich mache darüber vielleicht auch mal irgendeine eigene Sachen,
da verschieben wir auf die Zukunft, aber es gibt eine relativ hohe Korrelation, das heißt also,
sie können nicht einfach sagen, wenn bei uns der Wind nicht weht, dann wird der schon in Frankreich
wehen, so funktioniert das nicht, wir kriegen den Strom nur dann aus Frankreich, wenn die eben
Kernkraftwerke laufen haben, das heißt also, was sie hier haben ist, dass wir eigentlich eine so
Art Lebenslüge der Anhänger der erneuerbaren Energien haben, denn indem die sagen, wir können
ja importieren, sagen sie nichts anderes als, wir können das ja alleine mal machen, schaffen es
aber nicht alleine und müssen uns dann auf das Vorhandensein anderer Typen der Stromerzeugung zu
verlassen, genau das heißt das, das heißt, die verwenden sozusagen das Ausland als Backup-Kraftwerke
und dann ist die Frage, wie lange die sich das gefallen lassen, denn wir verschieben jetzt
natürlich ja auch die Strompreise unserer Nachbarländer, also dass die im Augenblick ein
bisschen sauer auf uns sind, ist ja wenig überraschend, denn indem wir jetzt den Strom absaugen zu
sozusagen jedem beliebigen Preis, an der Börse gehen die Preise natürlich gigantisch hoch,
wenn plötzlich so ein Nachfrageüberhang entsteht, dann ist auf die Art und Weise eben so, dass die
sich auch beginnen zu ärgern und es ist die Frage, ob die dann uns tatsächlich auf die Art und Weise
noch, auf die Art und Weise unterstützen wollen und wir müssen sehen, es ist eine Art der Unterstützung,
im Augenblick ist es so, dass sie den Strompreis etwas niedriger halten für uns, als es im anderen
Fall wäre und wenn wir die Kohlekraftwerke abgeschaltet haben, dann ist es eine notwendige
Unterstützung, denn dann haben wir die Kapazitäten nicht, es sei denn natürlich, dass wir bis dahin
die Gaskraftwerke aufgebaut haben und auch Gas akzeptieren, also das sind ja so ein paar kleine
Kombinationen, die zusammenkommen müssen. Also das muss man ganz klar verstehen, dass wenn wir sagen,
Importe sind eine gute Sache bei Strom, dass wir damit gleichzeitig sagen, andere Formen der
Stromproduktion sind ebenfalls eine gute Form und nur die Ergänzung mit denen sorgt dafür, dass wir
erneuerbare Energien überhaupt einsetzen können. Wenn wir es überall in Europa ausrollen wollten
oder weltweit, wenn wir sagen, das ist ein tolles Modell, was weltweit verwendet werden kann, tut
mir leid, das ist mit den Daten, die wir im Augenblick haben, nicht möglich, weil sie dann natürlich
keine Nachbarn mehr haben, die im entscheidenden Augenblick mit Strom aushelfen können. Und kommen
wir mal zur nächsten Lebenslügen, die da ist, nämlich, dass angeblich die Kernenergie so
ungeeignet sein soll. Also es heißt immer ja, die Kernkraftwerke können sowieso nicht schnell
hoch und runter fahren und sowas. Naja, sie können es genauso gut wie die Kohlekraftwerke, sogar
besser eigentlich. Also das könnten sie schon mal und vor allem können sie etwas anderes machen, sie
können nämlich ohne jeden CO2-Ausstoß ganz einfach eine Grundlast entsprechend versorgen. Das können
sie machen. Wir haben eine hohe gesicherte Leistung durch Kernkraftwerke, die einfach erst mal da ist.
Und das verbilligt zum einen die Stromerzeugung ganz massiv, weil diese Spitzen wegfallen, von denen
wir jetzt die ganze Zeit gesprochen haben. Und es sorgt gleichzeitig auch dafür, dass insgesamt der
CO2-Ausstoß einfach zurückgeht, weil ja dann im Wesentlichen Kohle verdrängt wird. Die Kernenergie
verdrängt ja nicht die Solarenergie oder so etwas, sondern die verdrängt ja im Wesentlichen die Kohle.
Also für jedes Kernkraftwerk, was da ist, können sie sagen, dafür kann man ein Kohlekraftwerk abschalten.
Das ist ein Zusammenhang, von dem man auch nicht einfach die Augen verschließen kann. Und wenn
sie jetzt sagen, die passen ja überhaupt nicht zusammen zu den Erneuerbaren, dem schließe ich
mich nicht an. Kernenergie passt hervorragend zu den Erneuerbaren und zwar deshalb, weil sie
damit eben diese Grundlast sehr gut abgedeckt haben. Sie können die gut vorhersehbare Mittellast,
die vorhanden ist, wo man relativ gut weiß, was los ist, können sie zu bestimmten Zeiten
relativ gut mit den Erneuerbaren abdecken. Wie gesagt, in der Dunkelflaute klappt es nicht,
aber in sehr vielen anderen Zeiten klappt das ganz gut, insbesondere dann, wenn sie solche
Kurzzeitspeicher mit dabei haben. Und wenn man jetzt tatsächlich bestimmte Phasen hat,
wo die Erneuerbaren viel zu viel erzeugen, was man in dem Augenblick nicht verwenden kann,
naja, dann braucht man es ja nicht mit, weiß ich, teilweise sogar negativen Preisen ins Ausland zu
verschenken, sondern das würde man dann versuchen in Saisonspeicher einzuspeisen, um auf die Art
und Weise dann eben für andere Zeiten, insbesondere im Winter, gerüstet zu sein,
dass wir auf die Art und Weise diese saisonalen Schwankungen ausgleichen. Das ist so ein Endszenario,
auf das man sich einstellen könnte. Wie gesagt, große Teile dieser Technologie funktionieren
nicht oder wir sind nicht bereit bisher gewesen, da rein zu investieren, aber das ist von der
Kernenergie-Seite her auf jeden Fall etwas, was ein wichtiger Schritt in die entsprechende Richtung
wäre. Also das hat keinen Zweck, sich einzureden, Kernenergie und Erneuerbare würden nicht gut
zusammenpassen. Doch, die passen sehr gut zusammen. Man darf natürlich jetzt nicht den Fehler machen,
auf der einen oder auf der anderen Seite diese Klippe runterzufallen, auf der wir da gerade lang
gehen. Also Frankreich hat vielleicht einige Zeit lang ein bisschen zu stark auf Kernenergie gesetzt,
weiß ich, so großen Teil an Stromerzeugung aus Kernenergie heraus gehabt, dass das schon wieder
eigene Probleme bringt, aber zu wenig ist halt auch wieder nicht so ganz optimal. Wie gesagt,
meistens ist das ja so, dass irgendwie so ein Optimum in der Mitte liegt und unsere Gedanken
sind aber häufig so, dass wir sagen, das eine ist nur gut oder das andere ist nur gut und das andere
böse oder so etwas. Wir denken oft in diesen Kategorien. Aber ich möchte einfach dafür werben,
das nicht zu tun. Also ich möchte dafür werben, dass diejenigen, die Kernenergie per se gut finden,
akzeptieren, dass es eine gute Zusammenarbeit zwischen Kernenergie gibt und erneuerbaren
Energie. Und ich möchte aber auch in der anderen Richtung, dass das akzeptiert wird, dass man sieht,
das klappt einfach nicht ohne. Also das hat keinen Zweck, sich einzureden. Wir können das ja alles
aus dem Ausland herein importieren, wenn wir damit doch nur sagen, solange wie die eben andere
Kraftwerksformen doch aufrechterhalten. Wenn wir das genauso machen wie wir und unser Modell eins ist,
was wir über die Welt verbreiten wollen, klappt es auf einmal nicht mehr. Dann kann es ja nicht
so ein tolles Modell gewesen sein. Also wie gesagt, man braucht das als Ergänzung. Und ja,
also schön, das ist vielleicht auch gleichzeitig so eine Art ganz gutes Abschlusswort, was wir hier
haben. Also jetzt hoffen wir einfach mal, dass wir keine Lastabwürfe haben. Erst recht nicht zu
Weihnachten. Sie erinnern sich dran, wenn Sie ein gutes Geschenk brauchen? Hier, 36 Strategien mit
der Krise. Tolles Buch, was man dabei lesen kann. Übrigens ein anderes, weil es hier genau unter dem
anderen liegt. Natürlich rein zufällig. Naja, wie auch immer. Hier, die Kunst des perfekten Scheiterns.
Also vielleicht interessiert Sie das auch. Habe ich mir hier selber hingelegt, aus gegebenem Anlass.
Kann ja sein, dass unsere Energiewende so ein bisschen auf dem Pfad des Scheiterns ist.
Es sind so Prinzipien drin beschrieben, wie sowas passiert. Also zwei Bücher, die Sie toll verschenken
können. Ansonsten, wenn Sie mir was schenken wollen, vergessen Sie nicht das Like. Abo für meinen Kanal,
wenn Sie es nicht schon gemacht haben. Ansonsten sehen wir uns wieder nächste Woche. Bis dahin.