Familienmitglied: Sara Kulka erinnert sich an Missbrauch
16.10.2026
Sarah Kulka spricht ausführlich
über ein dunkles Kapitel ihrer Kindheit.
In ihrem Buch »Das Mädchen, das ich retten musste«
und »Gegenüber Bild« berichtet sie von sexuellem Missbrauch.
Der Täter sei ihr eigener Onkel gewesen,
die Übergriffe hätten etwa drei Jahre gedauert.
Aus Angst, Scham und Schuldgefühlen habe
Sarah damals niemandem davon erzählt.
In ihrem Buch beschreibt sie ihren damaligen
inneren Zustand mit drastischen Worten.
Ich war nicht ich. Ich war tot.
Erst mit 30 Jahren habe sie vollständig verstanden,
was ihr widerfahren sei. Zu dieser Zeit habe
die zweifache Mutter selbst mit schweren Depressionen gekämpft.
Eine Anzeige erstattete sie nicht,
weil ihr Onkel geistig beeinträchtigt sei. Zudem habe ihr die Kraft
für ein langes Verfahren und wiederkehrende Erinnerungen gefehlt.
Vor zwei Jahren habe Sarah ihn ein letztes Mal getroffen
und mit ihrer Wut konfrontiert.
Danach habe es keinen weiteren Kontakt zwischen den beiden gegeben.
Sarah wuchs zunächst bei ihren Großeltern in Polen
auf und kam mit sechs Jahren nach Leipzig.
Dort habe sie anfangs kein Deutsch gesprochen
und sei in der Schule gemobbt worden.

