"Romane in Bildern - Frans Masereel als Grafiker" + Theo Pinkus über Masereel (belg. Grafiker)

"Romane in Bildern - Frans Masereel als Grafiker" + Theo Pinkus über Masereel (belg. Grafiker)

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"Zum Gedenken an Frans Masereel" (belgischer Grafiker, Zeichner und Maler)
zwei Filme: "Romane in Bildern - Frans Masereel als Grafiker" von Edmund Ringling und Manfred Ohnesorg und "Peter Riede im Gespräch mit Theo Pinkus"
Doku Saarländischer Rundfunks 1985.

Frans Masereel (* 30. Juli 1889 in Blankenberge; † 3. Januar 1972 in Avignon) war ein bedeutender belgischer Grafiker, Zeichner und Maler sowie Pazifist.

Masereel vertrat in seiner Kunst einen konsequenten Humanismus. Er stellte die Menschen in ihrer Verlorenheit und Verlassenheit in der modernen Zivilisation dar, ohne indessen als Pessimist gelten zu können. Denn gleichzeitig lieferte er Beispiele für Handlungsmöglichkeiten, um dem Menschlichen in einer sich entmenschlichenden Welt den ihm gebührenden Platz zu sichern. Beispiele hierfür sind die 80 Holzschnitte Das Gesicht Hamburgs oder die 100 Holzschnitte des Zyklus Die Stadt (1925). 1919 erschien seine Folge von 167 Holzschnitten Mein Stundenbuch, die in Deutschland 1920 von Kurt Wolff verlegt wurde. 1920 folgte Die Idee, eine allegorische Geschichte in 83 Holzschnitten, die in Deutschland 1959 erschien. Darin geht es um die Vorstellung eines Mannes von einer nackten Frau, die sich dann verselbständigt und ob ihrer Nacktheit in Konflikt mit der Obrigkeit gerät.

Eine Freundschaft verband Masereel mit Henry Gowa, der ihn nach dem Kriegsende nach Saarbrücken holte, wo er von 1947 bis 1951 die Meisterklasse für Malerei an der neugegründeten Schule für Kunst und Handwerk leitete.[13]

Frans Masereel regte am 26. September 1953 gemeinsam mit HAP Grieshaber, Erich Heckel, Gerhard Marcks, Ewald Mataré, Otto Pankok, Max Pechstein, Karl Rössing und anderen in Zürich an, die XYLON Societé Internationale des Graveurs sur Bois zu gründen. Diese Gründung der Internationalen Vereinigung der Holzschneider XYLON wurde beschlossen und Masereel war ihr erster Präsident.

1956 schuf Masereel ein weiteres großes Holzschnittwerk, 100 Blätter unter dem Titel Mijn Land. 1964 erhielt Masereel den Kulturpreis des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Das Klingspor-Museum in Offenbach am Main zeigte 1977 eine Ausstellung unter dem Titel Frans Masereel und seine Freunde. Die Ausstellung zeigte eine Zusammenschau des Werks von Masereel und des geistigen Hintergrunds, vor dem es entstand.

Werke Masereels befinden sich in vielen Museen und öffentlichen Sammlungen weltweit. (Wikipedia)